Angewandte Kinesiologie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 1. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Mithilfe der angewandten Kinesiologie (aus dem Griechischen ‚kinesis’ für Bewegung) sollen energetische Ungleichgewichte, Störungen und Blockaden des Körpers ausfindig gemacht und sein seelisches, geistiges und übergeordnet spirituelles Gleichgewicht wiederhergestellt werden.
Der Grundstein dieser noch relativ jungen Methodik wurde 1964 mit Entwicklung des sogenannten Muskeltests durch den amerikanischen Chiropraktiker Dr. George Goodheart und seine Applied Kinesiology gelegt. In Deutschland wurde der Begriff 1982 durch das „Institut für Angewandte Kinesiologie“, sowie 1987 durch die „Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie“ etabliert.
Was ist die Angewandte Kinesiologie?
Die Angewandte Kinesiologie wird der Alternativmedizin zugeordnet und fällt unter den Bereich Chiropraktik und Körpertherapie. Im Zentrum der Lehre steht die Ganzheitlichkeit des menschlichen Körpers. Einzelne Beschwerden und Befunde werden hierbei nicht isoliert betrachtet, sondern stets im Zusammenspiel mit mentalen und emotionalen Einflüssen gesehen. Nach den Bewegungslehren der Angewandten Kinesiologie befindet sich in einem gesunden Körper alles in einem stetigen Fluss.
Die Lebensenergie, bestehend aus Atem, Lymphe, Blut, Rückenmarks- und Gehirnflüssigkeit, soll in einem kontinuierlichen Kreislauf durch den Körper ziehen. Viele Faktoren von innen und außen können diesen energetischen Fluss jedoch aus dem Gleichgewicht bringen. Nach dieser Vorstellung wird der Mensch dann anfälliger für Krankheiten und der Körper geschwächt. In der Angewandten Kinesiologie gilt es, herauszufinden, welche Auslöser den Körper schwächen und mit welchen individuellen Mitteln der natürliche Fluss wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann.
Funktion, Wirkung & Ziele
Berührt der Therapeut eine erkrankte Körperzone, soll der hiermit zusammenhängende Muskel geschwächt reagieren und damit auf ein Problem hinweisen. Wird der Patient gedanklich mit einem ihm unangenehmen Thema konfrontiert, soll der geprüfte Muskel ebenfalls kraftlos reagieren – ganz gleich ob das Thema bewusst oder unbewusst psychischen Stress auf den Patienten ausübt. Zum Zeitpunkt des Stressreizes, der „Befragung“, antwortet der Muskel also mit einem willentlich nicht steuerbaren „Aussetzen“ oder „Einrasten“. Diese zwei gegensätzlichen Reaktionen werden als „körpereigene Feedbackschleife“ bezeichnet.
Ein „Aussetzen“ oder nachgeben des Muskels deutet nach der Angewandten Kinesiologie auf eine vorliegende energetische Störung hin, während ein Starkbleiben des Muskels, ein sogenanntes „eingerastet bleiben“, ein Zeichen von Gesundheit und Balance ist. Nachdem der Patient eine vorgegebene Körperhaltung eingenommen hat, kann der Behandelnde den Zustand des Muskels testen, indem er den Muskel für einen kurzen Moment Druck aussetzt. Der Muskel soll hierbei möglichst seine maximal erreichbare Kraft aufwenden. Eventuelle Störungen oder Blockaden können daraufhin direkt und ohne Zuhilfenahme von Geräten ausfindig gemacht werden. Außerdem soll sich ablesen lassen, welche Therapieform für die jeweilige Störung am geeignetsten ist.
Die Angewandte Kinesiologie arbeitet mit den aus der ursprünglichen Applied Kinesiology übernommenen „Neurolymphatischen Reflexpunkten“ sowie den „Neurovaskulären Reflexpunkten“. Man geht hierbei davon aus, dass sich ebendiese Reflexpunkte über den jeweiligen Organen des Körpers auf der vorderen und hinteren Körperseite befinden. Neurolymphatische Reflexpunkte seien demnach bei einer vorliegenden Störung empfindlich oder etwas angeschwollen, was durch Ertasten der Punkte diagnostiziert werden soll.
Man teilt die Angewandte Kinesiologie in drei verschiedene Behandlungsrichtungen ein. So kann sie je nach Ausbildung des Behandelnden als begleitende, als coachende oder als therapeutische Kinesiologie in Anspruch genommen werden und den Patienten in verschiedensten Lebensbereichen unterstützen. Sie wird in ihren verschiedenen Formen unter anderem im Bereich der Lernberatung, zur Selbstfindung und -entfaltung, als Coaching, zur Optimierung der Leistung bei Sportlern, zur Therapie von Angst und Blockaden, im Bereich Stressmanagement, in der Psychotherapie und in der ganzheitlichen Medizin eingesetzt.
Die Angewandte Kinesiologie versteht sich als Hinweisdiagnostik, mit der individuelle Stressreize, Fehlfunktionen des Körpers und andere Störungen mit relativ geringem Aufwand aufgespürt werden sollen. Ein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass der kinesiologische Muskeltest zuverlässige diagnostische Ergebnisse liefert, steht bislang aus. In Kombination mit einer gründlichen Anamnese, einer körperlichen medizinischen Untersuchung sowie gegebenenfalls laborchemischen Analysen soll die kinesiologische Behandlung dazu beitragen, den Patienten individuell und ganzheitlich zu behandeln. Ziel der Angewandten Kinesiologie ist es dabei immer, den Körper im Hinblick auf festgefahrene Gedanken, sich wiederholende Verhaltensschemata, Blockaden oder gesundheitliche Probleme wieder in Bewegung zu bringen und sein natürliches Gleichgewicht zurückzugewinnen.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Der Kinesiologische Muskeltest eignet sich nur bedingt bei einer vorliegenden Erkrankung des Muskelapparats, da hier die Diagnose durch die bereits geschwächte Muskulatur nicht eindeutig ausfällt. Ebenso ist der Muskeltest bei gelähmten Personen und bei Kindern unter fünf Jahren nicht geeignet. Viele Fachleute empfehlen in diesem Fall den sogenannten Surrogattest. Hierbei dient eine weitere Person – beispielsweise die Mutter des Kindes – als „Übersetzer“ zwischen Therapeuten und Patient.
Geschichte & Entwicklung
Die Angewandte Kinesiologie ist aus der amerikanischen Chiropraktik hervorgegangen. Ihr Begründer, der Chiropraktiker George Goodheart, verband in den 1960er Jahren die in Orthopädie und Physiotherapie gebräuchliche Prüfung einzelner Muskeln mit Vorstellungen aus der chinesischen Meridianlehre. Aus dem manuellen Muskeltest, der dort der Beurteilung von Kraft und Funktion dient, wurde bei ihm ein Verfahren, das Auskunft über Zustände weit jenseits des geprüften Muskels geben soll. In den 1970er Jahren gründeten Anhänger seiner Lehre eine internationale Fachgesellschaft, die die Anwendung Angehörigen von Heilberufen vorbehalten wissen wollte.
Parallel dazu entstanden Ableger, die sich ausdrücklich an Laien richteten. Ein amerikanischer Chiropraktiker fasste die Methode in den 1970er Jahren zu einem vereinfachten Übungssystem für den Hausgebrauch zusammen. In den 1980er Jahren entwickelte ein amerikanischer Pädagoge daraus eine Richtung, die Lernschwierigkeiten mit Bewegungsübungen begegnen will und unter dem Namen Edu-Kinestetik bekannt wurde; sie wird bis heute vor allem im schulischen Umfeld angeboten. Weitere Schulen verbanden den Muskeltest mit psychotherapeutischen Konzepten und mit der Bearbeitung belastender Erinnerungen.
Diese Aufspaltung prägt das Feld bis heute. Unter dem Wort Kinesiologie werden sehr verschiedene Angebote geführt: von einer Zusatzdiagnostik in der ärztlichen oder heilpraktischen Praxis über Lernberatung und Coaching bis zu Anwendungen aus dem Wellnessbereich. Eine gemeinsame Dachorganisation, die für alle verbindliche Standards setzen könnte, besteht nicht; die weiter oben genannten deutschen Einrichtungen vertreten jeweils eigene Ausbildungswege und Begriffsbestimmungen.
Durchführung & Ablauf
Eine kinesiologische Sitzung beginnt mit einem Gespräch, in dem der Behandelnde das Anliegen, die Beschwerden und die Lebensumstände des Patienten erfragt. Daran schließt sich die Auswahl eines Indikatormuskels an – häufig ein Muskel der Schulter oder des Arms, der sich leicht in eine festgelegte Ausgangsstellung bringen lässt. Vor der eigentlichen Testung prüft der Behandelnde, ob dieser Muskel überhaupt gleichmäßig reagiert: Er testet ihn ohne Reiz und stellt so einen Ausgangszustand her, mit dem die späteren Reaktionen verglichen werden.
Für den Test hält der Patient Arm oder Bein in der vorgegebenen Stellung, während der Behandelnde für einen kurzen Moment Druck darauf ausübt. Beurteilt wird nicht die absolute Kraft, sondern ob der Muskel dem Druck standhält oder nachgibt. Die Reize, unter denen getestet wird, sind je nach Schule sehr verschieden: die Berührung einer Körperzone, das Halten einer Substanz – etwa eines Nahrungsmittels oder eines Präparats – in der Hand oder vor dem Körper, der Gedanke an eine belastende Situation oder ein laut ausgesprochener Satz.
Ergibt sich aus Sicht des Behandelnden ein „Aussetzen“, folgt der zweite Teil der Sitzung, das sogenannte Balancieren. Dazu gehören das Halten oder Reiben der neurolymphatischen und neurovaskulären Reflexpunkte, das Ausstreichen von Meridianverläufen, Dehn- und Bewegungsübungen, Atemübungen oder das Halten bestimmter Punkte am Kopf. Anschließend wird derselbe Reiz erneut getestet; hält der Muskel nun stand, gilt die Störung nach dem Verständnis der Methode als ausgeglichen. Zum Abschluss werden häufig Übungen für die Zeit zwischen den Terminen besprochen. Wie viele Sitzungen vorgesehen sind und in welchen Abständen sie stattfinden, legen die Anbieter unterschiedlich fest.
Abgrenzung zu anderen Verfahren
Der Name führt leicht in die Irre. Kinesiologie bezeichnet im wissenschaftlichen Sprachgebrauch die Lehre von der menschlichen Bewegung – ein Fach, das an Hochschulen gelehrt wird und sich mit Biomechanik, Muskelphysiologie und Bewegungssteuerung befasst, unter anderem als Grundlage der Sportmedizin und der Rehabilitation. Mit der Angewandten Kinesiologie hat es außer dem Wortstamm nichts gemein.
Auch der kinesiologische Muskeltest ist von der manuellen Muskelfunktionsprüfung der Medizin zu unterscheiden. Diese wird in der Neurologie, der Orthopädie und der Physiotherapie eingesetzt, um die Kraft eines bestimmten Muskels oder einer Muskelgruppe nach einer festgelegten Skala einzustufen. Sie erlaubt Rückschlüsse auf die Funktion dieses Muskels und des zugehörigen Nervs – etwa bei einer Lähmung oder einer Muskelschwäche –, nicht aber auf Nahrungsmittel, Präparate oder seelische Belastungen.
Vom Kinesiotape, den elastischen Klebestreifen aus dem Sport, ist die Angewandte Kinesiologie ebenfalls zu trennen: Die Ähnlichkeit der Namen ist zufällig, das Tapen beruht auf einem anderen Konzept und wird anders angewendet. Innerhalb der Alternativmedizin steht die Angewandte Kinesiologie neben weiteren Verfahren, die sich als Hinweisdiagnostik verstehen und mit vermeintlichen Körpersignalen arbeiten, etwa der Bioresonanztherapie oder der Elektroakupunktur nach Voll. Von der Chiropraktik und der Osteopathie, aus deren Umfeld sie stammt, unterscheidet sie sich dadurch, dass dort die Behandlung von Gelenken und Gewebe im Mittelpunkt steht, während sie selbst den Test in den Mittelpunkt rückt.
Ausbildung & Qualifikation
Kinesiologe ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung; es gibt weder eine staatlich geregelte Ausbildung noch eine staatliche Prüfung. Kurse und Ausbildungsgänge werden von privaten Schulen und von Fachverbänden angeboten, die eigene Lehrpläne, Stundenumfänge und Zertifikate festlegen. Diese Zertifikate haben untereinander keine einheitliche Bedeutung.
Rechtlich entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern der Zweck der Tätigkeit. Wer mit kinesiologischen Verfahren Krankheiten feststellen, lindern oder heilen will, übt Heilkunde aus und benötigt dafür eine Approbation als Arzt oder eine Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz. Wird die Kinesiologie dagegen als Lernberatung, als Coaching oder zur Persönlichkeitsentwicklung angeboten, fällt sie nicht unter diese Erlaubnispflicht – dann darf sie allerdings auch nicht als Diagnose- oder Behandlungsverfahren dargestellt werden. Die Einteilung in eine begleitende, eine coachende und eine therapeutische Kinesiologie folgt genau dieser Grenze.
Für Patienten ist deshalb die Grundqualifikation des Anbieters die wichtigste Auskunft: ob er zusätzlich Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Psychologe oder Pädagoge ist, in welchem Umfang er kinesiologisch ausgebildet wurde und welchem Verband er angehört. Ein Anbieter, der von einer laufenden ärztlichen Behandlung abrät, das Absetzen verordneter Medikamente nahelegt oder eine Diagnose stellt, für die ihm die Erlaubnis fehlt, überschreitet die Grenzen des Verfahrens.
Forschungsstand & Kritik
Der kinesiologische Muskeltest ist mehrfach untersucht worden, vor allem mit zwei Fragen: ob verschiedene Behandelnde beim selben Patienten zum selben Ergebnis kommen und ob derselbe Behandelnde sein eigenes Ergebnis wiederholen kann. Ein Nachweis, dass der Test zuverlässige und reproduzierbare Aussagen über Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder seelische Belastungen liefert, ist bislang nicht erbracht worden.
Kritiker führen zur Erklärung der beobachteten Reaktionen den ideomotorischen Effekt an: Erwartungen können bei beiden Beteiligten unwillkürliche, nicht bewusst gesteuerte Bewegungen und Kraftänderungen auslösen. Da der Behandelnde den Druck selbst ausübt und dessen Stärke, Richtung und Dauer dabei nicht gemessen werden, kann auch eine unbeabsichtigte Veränderung des Drucks das Ergebnis bestimmen. Versuche, den Test unter verblindeten Bedingungen zu wiederholen – etwa mit Substanzen in undurchsichtigen Behältern, deren Inhalt während der Testung niemand im Raum kennt –, haben die in der Praxis berichteten Zusammenhänge nicht bestätigt.
Praktisch bedeutsam wird das überall dort, wo aus einem Testergebnis Konsequenzen gezogen werden. Allergologische Fachgesellschaften raten von kinesiologischen Verfahren zur Feststellung von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten ab, weil deren Ergebnisse nicht überprüfbar sind und anerkannte Untersuchungen zur Verfügung stehen. Zwei Risiken werden dabei genannt: Eine tatsächlich vorhandene Erkrankung kann unentdeckt bleiben, und umgekehrt können auf der Grundlage eines Testergebnisses Lebensmittel dauerhaft gemieden werden, die gut vertragen würden – bei Kindern kann eine derart eingeschränkte Ernährung Folgen für Wachstum und Entwicklung haben.
Anwendung bei Kindern und im Lernbereich
Ein großer Teil der kinesiologischen Angebote richtet sich nicht an Kranke, sondern an Kinder mit Schwierigkeiten in der Schule. Die aus der Edu-Kinestetik hervorgegangenen Programme arbeiten mit einfachen Bewegungsübungen – Überkreuzbewegungen, das Nachfahren liegender Achten, das Halten von Punkten am Kopf –, denen zugeschrieben wird, die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften zu verbessern und dadurch Lesen, Schreiben und Konzentration zu erleichtern. Angeboten werden sie von Lernberatern, in Nachhilfeeinrichtungen und gelegentlich auch im Rahmen schulischer Fördermaßnahmen.
Die Begründung dieser Programme ist von der Lernforschung wiederholt zurückgewiesen worden. Die Vorstellung, ein Mensch nutze eine Gehirnhälfte vorrangig und lasse sich durch bestimmte Bewegungen auf beide „umschalten“, gilt als überholte Vereinfachung; einen Nachweis, dass die Übungen Lernleistungen gezielt verbessern, gibt es nicht. Beobachtete Fortschritte lassen sich ebenso mit der zusätzlichen Aufmerksamkeit, der regelmäßigen Übung und den Bewegungspausen erklären, die mit dem Programm einhergehen.
Bedeutsam wird die Frage vor allem dann, wenn hinter den Schwierigkeiten eine abklärbare Ursache steht. Legasthenie, eine Rechenstörung, eine ADHS, eine Seh- oder Hörstörung oder eine allgemeine Lernstörung gehören fachlich untersucht und, wenn nötig, gezielt gefördert. Eine kinesiologische Lernberatung ersetzt diese Abklärung nicht; verzögert sie sie, geht Zeit verloren, die für die Förderung des Kindes gebraucht wird. Auch der Muskeltest selbst ist bei kleinen Kindern nach dem Verständnis der Methode nur eingeschränkt einsetzbar.
Kostenübernahme
Kinesiologische Behandlungen gehören nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie werden privat abgerechnet; wie hoch die Vergütung ausfällt, hängt davon ab, wer sie erbringt und nach welchem Gebührenverzeichnis abgerechnet wird. Einzelne Krankenkassen bezuschussen im Rahmen freiwilliger Satzungsleistungen Angebote aus dem Bereich der Naturheilverfahren, worunter auch kinesiologische Kurse fallen können; maßgeblich ist allein die Satzung der jeweiligen Kasse.
Bei privaten Krankenversicherungen und bei Zusatzversicherungen für Heilpraktikerleistungen richtet sich die Erstattung nach dem vereinbarten Tarif und ist häufig an ein Leistungsverzeichnis sowie an eine jährliche Höchstsumme gebunden. Wird die Kinesiologie außerhalb der Heilkunde angeboten, etwa als Lernberatung oder als Coaching, kommt eine Erstattung durch Krankenversicherungen von vornherein nicht in Betracht.
Quellen
- Garten, H.: Lehrbuch Applied Kinesiology.
ISBN: 9783437568527
- Gerz, W. (Hrsg.): Lehrbuch der AK-Meridiantherapie (AKMT).
ISBN: 9783981781342
- Kraft, K., Stange, R. (Hrsg.): Lehrbuch Naturheilverfahren.
ISBN: 9783830453338
- Dobos, G., Paul, A. (Hrsg.): Mind-Body-Medizin.
ISBN: 9783437579318
- Focks, C. (Hrsg.): Leitfaden chinesische Medizin.
ISBN: 9783437550584
