Blinddarmentzündung


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 25. September 2018
Kategorie: Krankheiten

Eine Blinddarmentzündung oder Appendizitis ist eine Entzündung des Blinddarms bzw. Wurmfortsatzes. Typische Anzeichen für eine Blinddarmentzündung ist starke Bauchschmerzen oder Unterleibsschmerzen beim Anziehen der Beine, beim Springen oder bei Druck.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Blinddarmentzündung?

Infogramm zur Anatomie und Lage einer Blinddarmentzündung. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Eine Blinddarmentzündung ist eine Entzündung des Blinddarms durch Bakterien. Dabei kommt es insbesondere zu einer bakteriellen Entzündung im Bereich des Wurmfortsatzes. Der Blinddarm selbst, ist in etwa daumenlang und endet sackgassenartig im Dickdarm. Bei einer Blinddarmentzündung ist hier dieser zwei bis zwanzig Centimeter lange Wurmfortsatz (auch Appendizitis) entzündet.

Im Bereich des Wurmfortsatzes gibt es eine große Anzahl an Lymphknoten. Kommt es nun zu einer bakteriellen Infektion bzw. Entzündung, so schwellen diese Lymphknoten an und der Wurmfortsatz vergrößert sich enorm. Eine Blinddarmentzündung kommt relativ häufig vor und war im Mittelalter kaum heilbar, sodass Betroffene nicht selten daran starben.

Heute erkranken in etwa sieben Prozent der deutschen Bevölkerung an einer Blinddarmentzündung. Vor allem Kinder und junge Erwachsene (zwischen dem zehnten und dreißigsten Lebensjahr) können eine Infektion des Blinddarms bekommen. Aber auch schwangere Frauen erkranken nicht selten am Blinddarm.

Ursachen

Die Ursachen für eine Blinddarmentzündung sind vielfältiger Natur. Die häufigste Ursache ist eine Verstopfung des Appendix (Wurmfortsatz). Besonders wenn der Kot bzw. Stuhl hart und grobkörnig ist, kann es hierbei zu einem Verschluss des Blinddarmeingangs kommen. Durch die schwere des Kots kann der Blinddarm auch einknicken und sich somit auf Dauer entzünden.

Eine weitere Ursache sind Würmer bzw. Parasiten. Diese kommen zwar seltener vor, prägen dann aber recht schnell eine Entzündung im Bereich des Blinddarms aus. Ebenso selten sind auch Verwachsungen an den Darmwänden. Wie bereits angemerkt, kommen insbesondere Fremdkörper jeder Form als Ursache in Betracht. Dazu zählen die bekannten und typischen Kirschkerne und andere Kerne von Kernobst.

Als letztes seien noch Entzündungen durch verschiedene Bakterien als Ursache erwähnt. Bekannt hierfür sind Enterokokken, Kolibakterien oder Proteusbakterien. Sie entzünden den Wurmfortsatz, ohne dass es zu einem Verschluss oder Abknicken kommen muss. Sehr selten sind auch Darmentzündungen bei Morbus Crohn, bei denen es in der Folge ebenso zu einer Blinddarmentzündung kommen kann.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die ersten Anzeichen bei einer Blinddarmentzündung sind meistens unspezifische Schmerzen im Bereich von Magen und Bauchnabel. Etwas später treten sie zunehmend stechend oder ziehend im rechten Unterbauch auf. Typischerweise verursacht eine Blinddarmentzündung Schmerzen beim Gehen oder Hüpfen, weshalb Ärzte zur Diagnose Patienten auch auf dem rechten Bein hüpfen lassen.

Um die Schmerzen zu lindern, neigen Betroffene dazu, das rechte Bein zum Bauch zuziehen, Ärzte nennen das Schonhinken. Durch die Schmerzen und die Entzündung ist die Bauchdecke angespannt und reagiert auf Druck mit starken Schmerzen. Neben den Schmerzen kommt es zu einer Erhöhung der Körpertemperatur auf cica 39 Grad C, manchmal auch zu erhöhtem Puls und Schweißausbrüchen.

Typisch bei einer Blinddarmentzündung sind gravierende Temperaturunterschiede zwischen Messungen in der Achselhöhle und im After. Die Schmerzen können einhergehen mit Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen. Bei Kindern können die Symptome stärker ausfallen als bei Erwachsenen. Sie spüren meistens starke Übelkeit und die Schmerzen erstrecken sich über den ganzen Bauchraum.

Bei älteren Menschen können die Symptome schwächer sein und sind deshalb nicht leicht erkennbar. Sie haben selten Fieber. Bei Schwangeren treten aufgrund des Bauchumfangs die Schmerzen häufig in ungewöhnlichen Bereichen auf, manchmal sogar im Rücken. Dadurch wird die Diagnose erschwert.

Krankheitsverlauf

Der Verlauf einer Blinddarmentzündung ist abhängig, ob diese rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Wird eine akute Blinddarmentzündung nicht behandelt kann sie sogar zum Tod führen. Dennoch werden fast alle Fälle im Krankhenhaus behandelt, sodass fast nie von schwerwiegenden Komplikationen auszugehen ist.

Wird die Blinddarmentzündung nicht behandelt bzw. wird der Blinddarm nicht operiert, so können lebensbedrohliche Komplikationen auftreten:

  • Darmdurchbruch bzw. des Wurmfortsatzes. Platzt der Blinddarm, kommt es zur sogenannten Perforation. Dabei werden die Kotrückstände in den Bauchinnenraum verteilt, die dann weitere Entzündungen oder Vergiftungen hervorrufen können. Ebenso kann es auch zu einer ENtzündung des Bauchfells und zur massiven Eiterbildung (Abzesse) kommen.
  • Bei langanhaltendem Darmverschluss, kann eine Darmlähmung einsetzen. Wenn der Stuhl bzw. Kot dann bei weiterer Nahrungsaufnahme nicht ausgeschieden werden kann, kommt es ebenso zu Darmdurchbrüchen.

Komplikationen

Eine Blinddarmentzündung beziehungsweise Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendizitis) kann schwerwiegende Komplikationen mit sich tragen. Durch die bakterielle Entzündung des Wurmfortsatzes kann sich dieser stark röten und anschwellen. Zudem sammelt sich viel Eiter an. Die Gefahr besteht, wenn dieser nicht entfernt wird, dass dieser aufplatzt und durchbricht (Perforation).

Dabei ergießt sich der Eiter im Bauchraum und kann für eine Infektion der anderen Bauchorgane wie dem Bauchfell (Peritonitis) sorgen. Zudem können sich Abszesse im Bauchraum bilden, was zu starken Bauchschmerzen und Unwohlsein führt. Des Weiteren kann es zu einer Lähmung des Darms kommen, die Darmmuskulatur funktioniert nicht mehr richtig und der Nahrungsinhalt wird nicht mehr weiter transportiert, es entsteht ein Darmverschluss (Paralytischer Ileus).

Dies kann unbehandelt zu einem Durchbruch der Darmwand führen, was sich anschließend ebenfalls entzünden kann. Durch den erhöhten Druck der dabei im Darm entsteht, werden auch Gefäße komprimiert. Dadurch kommt es zu einer Mangelversorgung des Darmabschnitts, der absterben kann. Zudem kann so die Lunge komprimiert werden, wodurch die Atmung gestört wird.

Der Stoffwechsel ist ebenfalls gestört, so dass der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Bei Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn) können sich bei einer Appendizitis Verbindungen zwischen dem Wurmfortsatz und anderen Darmabschnitten, sogenannte Fisteln, bilden, die die Operation erschweren.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Beim ersten Verdacht auf eine Blinddarmentzündung ist umgehend ein Mediziner zu konsultieren, da Lebensgefahr besteht. Sobald Betroffene Appetitlosigkeit, Übelkeit sowie Erbrechen bemerken, ist ein Handeln unumgänglich. Eine Blinddarmentzündung geht oftmals mit Durchfall und Erbrechen einher. Von kolikartigen Bauchschmerzen begleitet, gehören diese Symptome in jedem Fall abgeklärt. Weiterhin ist ein Arzt zu kontaktieren, wenn eine belegte Zunge sowie hohes Fieber festzustellen sind.

Insbesondere bei Kindern sowie älteren Personen empfiehlt es sich, beim Verdacht auf eine Blinddarmentzündung sofort zu reagieren. Bei diesen Patienten fallen die Symptome zumeist schwächer aus und sind nicht präzise einzuschätzen. Schwangere sollten direkt einen Mediziner aufsuchen, da sich der Blinddarm aufgrund der Schwangerschaft verlagert und eine Diagnose erschwert.

Die Schmerzen machen sich zunächst in der Umgebung des Bauchnabels bemerkbar. In den kommenden zwölf Stunden breiten sich die Beschwerden in den rechten Unterbauch aus. Spätestens nach diesen Symptomen ist ein Mediziner zu kontaktieren. Wer zusätzlich beim Laufen und Hüpfen Erschütterungsschmerzen feststellt, sollte mit dem Besuch beim Mediziner nicht weiter hadern.

Behandlung & Therapie

Treten die typischen Symptome einer Blinddarmentzündung (starke Bauchschmerzen, Unterleibsschmerzen beim Anziehen der Beine und nach Druck) auf, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. In akuten Fällen sollte auch nicht das Herbeirufen eines Notarztes gescheut werden.

Bleibt der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung bestehen, wird der Betroffene in ein Krankenhaus eingeliefert. In dieser Zeit wird der Patient nichts essen dürfen, da es sonst bei der Operation unter Vollnarkose zu Komplikationen kommen kann. Bei der Blinddarmoperation wird dann der entzündete Blinddarm entfernt. Je früher dies geschieht desto schneller ist eine Heilung bzw. Genesung möglich.

Früher wurde diese Blinddarmoperation mit Hilfe eines Bauchschnitts druchgeführt. Dabei kam es nicht selten zu Wundinfektionen. Heute geht man mehr und mehr dazu über, die Blinddarmoperation mit einer invasiven Operationsmethode durchzuführen. Dabei wird ein Endoskop durch einen winzigen Schnitt bzw. Öffnung in der Nähe des Blinddarms eingeführt. Diese Schlüssellochchirurgie hat den Vorteil, schneller die Ursache einer Blinddarmentzündung zu finden und keine großen Wunden zu erzeugen. Ausserdem lassen sich dabei weitere Untersuchungen bzw. Differentialdiagnosen durchführen.

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Aussicht & Prognose

Operationen am Blinddarm stellen für viele Ärzte einen Routineeingriff dar. Einzig der Zeitpunkt der Diagnose entscheidet daher über einen potenziell harmlosen oder bedrohlichen Verlauf der Appendizitis. Erfolgt eine restlose Entfernung des entzündeten Wurmfortsatzes, bleiben meist keine nennenswerten Folgeschäden zurück. Bei einer zu späten Erkennung der tatsächlichen Ursache können jedoch schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Findet eine Darmperforation statt, gelangen durch den brüchigen Darmabschnitt Kot, Bakterien und Eiter in die umliegende Bauchhöhle. Als direkte Folge führt dies zu einer äußerst schmerzhaften und rasch eintretenden Entzündung des Bauchfells (Peritonitis). Die Bauchdecke verhärtet sich kurze Zeit nach dem Vorfall und eine flächiges Schmerzempfinden über den gesamten Bauchbereich tritt ein.

Der lebensbedrohliche Zustand gilt als akuter Notfall und das Ableben des Patienten lässt sich nur durch einen zeitnahen Eingriff verhindern. Selbst ohne einen Durchbruch können sich im fortgeschrittenen Stadium in entfernteren Darmabschnitten Ablagerungen in Form von Abszessen bilden. Langfristige Entzündungen und eine eingeschränkte oder gar blockierte Darmtätigkeit erschweren dann massiv den Verlauf der Genesung.

In einigen Fällen klingen Schmerzen im rechten Unterleib von alleine ohne ärztliche Behandlung ab. Leichte Blinddarmentzündungen hinterlassen allerdings vernarbtes Gewebe und Ausstülpungen an betroffenen Stellen. Diese Veränderung der Darmoberfläche kann die Entstehung neuer Entzündungen bei ungünstiger Ausprägung provozieren und ebenfalls funktionelle Störungen verursachen. Nach einer erfolgreichen Entfernung des Wurmfortsatzes tötet je nach Schwergrad der Appendizitis eine antibiotische Behandlung Restkeimbestände ab.

In der Regel können Patienten bereits einen Tag nach Abschluss der Behandlung wieder trinken und feste Nahrung zu sich nehmen. Der sogenannte Douglas-Abszess kann allerdings eine Woche nach der Operation das Abführen von neu entstandenem Eiter erforderlich machen.

Nachsorge

Eine leichte Blinddarmentzündung oder -reizung sollte sicherheitshalber durch eine Nachsorgeuntersuchung als ausgeheilt beziehungsweise als nicht operationsbedüftig gekennzeichnet werden. In den meisten Fällen wird eine akute Blinddarmentzündung aber eine andere Art der Nachsorge erfahren. Ist die Entzündung bereits weit fortgeschritten, muss der entzündete Wurmfortsatz operativ entfernt werden. Da eine akute Blinddarmentzündung zu einem Durchbruch des Blinddarms und einer Entleerung seines Inhalts samt Eiter in den Bauchraum führen kann, ist die Operation im fortgeschrittenen Stadium meist unumgänglich.

In der postoperativen Nachsorge wird nicht nur die Wundversorgung sichergestellt. Laporoskopisch ausgeführte Operationen können auch schmerzhafte Folgeerscheinungen wie Blutergüsse im Bauchraum verursachen. Größere Blutergüsse muss der behandelnde Arzt im Auge behalten. Außerdem kann die Entzündung bereits fortgeschritten gewesen sein. Es muss sichergestellt werden, dass sie nicht auch umliegendes Gewebe ergriffen hat.

Die Narbenschmerzen nach einem entzündeten und entfernten Wurmfortsatz können wegen durchtrennter Bauchmuskulatur zunächst beträchtlich sein. Der frisch operierte Patient sollte daher darauf aufmerksam gemacht werden, dass er sich längere Zeit schonen muss. Er wird in der Regel krankgeschrieben. Die Nachsorge stellt sicher, dass es weder zu Wundinfektionen noch zu inneren Entzündungsprozessen kommt.

Außerdem bestehen gewisse Folgerisiken. Es kann infolge einer operativen Entfernung des Wurmfortsatzes zu späteren Eileiterschwangerschaften, erhöhten Darmkrebsrisiken oder einem postoperativen Darmverschluss kommen.

Das können Sie selbst tun

Bezüglich der folgenden Selbsthilfemaßnahmen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine Blinddarmentzündung einen medizinischen Notfall darstellen kann und von einem Arzt behandelt werden muss.

Doch lassen sich die Beschwerden durch Selbsthilfemaßnahmen reduzieren. Rizinusöl als Umschlag angewendet kann eine bestehende Verstopfung lösen und entzündliche Prozesse verhindern. Die orale Einnahme kann eine Anregung der Darmbewegungen herbeiführen und begleitende Verdauungsstörungen können gelindert werden.

Die im Ingwer enthaltenen Gingerole gelten als stark entzündungshemmend. Zusätzlich kann durch Ingwer eine eventuell bestehende Übelkeit reduziert und der Appetit verbessert werden. Frisch aufgebrühter Ingwer sollte zwei- bis dreimal pro Tag getrunken werden. Frisch zubereitet ca. 10 Minuten ziehen lassen. Zusätzlich den Bauch mit Ingweröl einreiben.

Die Ansammlung von Darmabfällen und überschüssigem Schleim kann durch Bockshornkleesamen verhindert werden. Diese Samen können präventiv und akut entzündungshemmend wirken. Zudem können sie die bestehenden Schmerzen lindern. Für einen Sud zwei Teelöffel Bockshornkleesamen mit einer Tasse Wasser aufkochen und ca. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Dann abseihen und täglich einmal lauwarm trinken.

Quellen

  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • I care Krankheitslehre. Thieme, Stuttgart 2015


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Blinddarmverdacht kommentierte am 11.08.2011

Ich war 5 Tage auf Blinddarmverdacht im Krankenhaus, da ich starke Fieberkrämpfe hatte, Durchfall und starke Bauchschmerzen. Ich musste die ganze Zeit Medikamente gegen das Fieber bekommen und hing die ganze Zeit an einer Infusion. Noch dazu durfte ich die ganze Zeit nichts essen und wurde für die höchstwarscheinlich OP nüchtern gehalten.
Ich hatte 3 mal Ultraschall, auf dem die Ärzte leider nichts erkennen konnten.
Wurde 2x abgeführt, was ziemlich eklig war.
Ich würde das niemanden wünschen auf Blinddarmverdacht zu sein, wenn am Ende herauskommt, dass es ein Fehlalarm war.
Ich habe vorher sowieso nur 55 kg auf eine Größe von 1,74m gewogen und dort dann nochmal 8 kg abgenommen, sodass ich nach den 5 Tagen nochmal 4 bleiben musste um wieder ein bisschen "aufgepäbbelt" zu werden.
Das war ein eher schlechtes Erlebnis. Würde ich niemandem wünschen. ;)
Lg Caro

Wurmfortsatz geplatzt kommentierte am 18.10.2011

Ich bin im Krankenhaus von 8 Ärzten untersucht worden. Die haben mir dann erzählt ich sei schwanger und ich hätte Krebs. Ich war an dem Tag total fertig und musste außerdem noch zum Ultraschall beim Gynäkologen.

Nach 12 Stunden Untersuchung hat dann ein Doktor gesagt, er sieht nach und wenn es der Blinddarm ist holt er ihn raus. Da war er aber auch schon geplatzt. :(

Marion kommentierte am 09.12.2011

Ich war bei meinem Hausarzt, weil ich mittlere Bauchschmerzen auf der rechten Seite hatte. Der hat mich mit einem Schmerzmittel (Buscopan) und einem Antibiotika wieder heim geschickt. Er hat gemeint, wenn es am Samstag damit nicht besser ist, sollte ich ins Krankenhaus. Ich hatte weder Fieber noch Schmerzen beim Anziehen des Beines.
Als ich am Samstag (13 Uhr) ins Krankenhaus ging, weil die Schmerzen stärker wurden, war ich um 14 Uhr schon auf dem OP-Tisch.
Nach der OP meinten die Ärzte: "Wenn ich noch 2 Std. gewartet hätte, wäre der Blinddarm geplatzt!". Ich wurde am 3. Tag nach der OP wieder entlassen.
Naja, Wundschmerzen durch die OP sind zwar noch da, nix aber zum Vergleich zu vorher.
LG Marion

Guido kommentierte am 25.02.2012

Ich schreibe direkt aus dem Krankenhaus. Hatte starke Oberbauchschmerzen von Dienstag auf Mittwoch Nacht und konnte daher kaum schlafen. Morgens wanderten die Schmerzen Richtung Blinddarm, leichte Übelkeit begleitete die Schmerzen. Im Büro habe ich per Dr. Google eine Selbstdiagnose gestellt und habe mich von den Kollegen verabschiedet. Ich bin dann direkt ins Klinikum und wurde taggleich operiert. Glücklicherweise habe ich nicht versucht mit Schmerzmitteln zu lindern, andernfalls würde ich zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlich mit einem Durchbruch im Flieger nach Bangkok sitzen - Glück gehabt!
Schade um den Urlaub, aber die Gesundheit geht vor und morgen darf ich die Klinik verlassen.
Also: nicht zögern, sondern lieber 1x zuviel zum Arzt.

Blinddarm geplatzt kommentierte am 25.06.2012

Bei mir ist der Blinddarm geplatzt. Die Schmerzen fingen Freitag am Mittag an, dachte es wäre eine Magenverstimmung. In der Nacht wurde es dann immer schlimmer. Ich hatte immer den Drang zur Toilette zu gehen, aber nichts geschah. Am nächsten Morgen ging ich zum Arzt, der sagte mir ich hätte eine Magenschleimhautentzündung. Gab mir Medikamente und schickte mich nach Hause. Die Medikamente halfen aber nicht, die Schmerzen wurden immer schlimmer. Fieber und Schüttelfrost. In der Nacht ging ich dann ins Krankenhaus. Verdacht auf Blinddarmenentzündung. Entzündungswerte waren auf 27,5 gestiegen. Sollte dann morgens operiert werden. Die OP wurde dann wegen eines Notfalles auf den Abend verschoben, da war es fast zu spät, der Blinddarm war geplatzt und es war schon zu einer Bauchfellentzündung gekommen. Nach 5 Tagen wurde ich entlassen. Als die Klammern nach 10 Tagen entfernt wurden ist die Wunde teilweise wieder aufgegangen. Naja, es sind jetzt 3 Wochen her, es geht jetzt besser, zumal ich von anderen Betroffenen gehört habe, denen es viel schlimmer ergangen ist.

Sandra kommentierte am 27.01.2013

Ich hatte am 22.10.12 eine Blinddarmoperation. Dieser mußte dringend raus. Jetzt habe ich immer noch so ein Zwicken über den ganzen Bauch verteilt. Kann das sein, dass es immer noch so schmerzt?

Özgür kommentierte am 12.03.2013

Ich war 17 Jahre alt und ich hatte tagelang Schmerzen. Ich wollte einfach nicht zum Arzt, weil mir die Wartezeit immer zu lang ist.
Ein paar Tage später habe ich mich aufgrund der starken Schmerzen entschieden, doch zum Arzt zu gehen.
Ich dachte, ich hätte nur Bauchschmerzen, bis der Arzt mir beim Arztbesuch sagte, es bestehe der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung.
Ich musste sofort ins Krankenhaus, um mich Röntgen zu lassen. Als ich im Krankenhaus ankam, wurde ich ohnmächtig. Ich war in Lebensgefahr. Wäre ich eine Stunde später im
Krankenhaus gewesen, wäre ich heute nicht mehr hier.
Ich danke Gott, dass er mir geholfen hat. Also Leute aufpassen!

Sands kommentierte am 16.02.2015

Mache ca. 2 mal pro Woche einen Einlauf (Microclix). Ich kann sonst nicht auf das WC um mich zu übergeben. Ich mache das schon seit einiger Zeit (ca. 4 Monate). Beim Wasserlassen habe ich große Mühe (muss jedes mal den Wasserstrahl hören). Das kann 15 Minuten dauern, bis eine Menge von mind. 2 Liter oder mehr Urin kommt. Muss ich zum Arzt oder kann eine Blinddarmentzündung vorliegen?

Maja kommentierte am 10.06.2015

Meine Blinddarm OP war vor 2 Wochen. Ich hatte von Samstagabend an, leichte Bauchschmerzen, so in etwa wie Menstruationskrämpfe. Meine Tage wären auch bald fällig gewesen. Es ließ sich nur mit Wärmflasche und Schmerztablette und aushalten. Ab Sonnatagabend ging es richtig bergab. Trotzdem wollte ich noch nicht zum Arzt. Halb so wild, habe ich gedacht. Erst am Mittwoch früh bin ich zum Hausarzt. Dier hat mich sofort mit Verdacht auf Appendizitis ins Krankenhaus geschickt. Nach 9 Stunden im Krankenhaus kam ich in die OP. Gerade, als die Appendix eingetütet wurde, um sie rauszuholen, ist sie geplatzt. Also knapper ging es wirklich nicht. In Zukunft geh ich direkt zum Arzt.

sara kommentierte am 15.02.2016

Ich habe schon seit längerem Blinddarmbeschwerden. Ich wurde deswegen auch einmal stationär behandelt, jedoch wurden meine Entzündungswerte niedriger und ich wurde somit nach Hause geschickt. Was kann ich dagegen tun?