Endoprothese

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Gelenke können durch verschiedene Erkrankungen oder einen Unfall geschädigt werden oder eine Instabilität aufweisen. Oft wird in solchen Fällen ein Gelenkersatz durch eine Endoprothese erforderlich. Hierdurch kann die Mobilität des Gelenks wieder hergestellt und Schmerzen vermieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Endoprothese?

Endoprothese
Endoprothesen sind künstliche Gelenke, die ein schadhaftes Gelenk ersetzen und als Implantat dauerhaft im Körper bleiben. Wie z.B. ein künstliches Hüftgelenk.

Endoprothesen sind künstliche Gelenke, die ein schadhaftes Gelenk ersetzen und als Implantat dauerhaft im Körper bleiben. Hierfür wird unter Narkose das abgenutzte Gelenk entfernt und durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Häufig kommen Endoprothesen bei Hüft- und Kniegelenken zum Einsatz, seltener bei Sprung-, Ellenbogen- oder Fingergelenken.

Beim Austausch des vollständigen Gelenks wird von einer Totalendoprothese, kurz TEP, gesprochen. Je nach Ausmaß der Beschädigung können lediglich bestimmte Gelenkanteile ersetzt werden. Der Teilgelenkersatz der Hüfte, bei dem beispielsweise nur der Gelenkkopf ersetzt wird, nennt sich Hemiendoprothese oder kurz HEP, beim Knie wird bei einer Teilendoprothese auch von einer Schlittenprothese gesprochen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Arthrose, Gicht oder rheumatische Erkrankungen können zu einer Schädigung von Gelenken führen. Weitere Ursachen sind ein Unfall oder eine Knochenfraktur, eine Fehlstellung des Gelenks oder in seltenen Fällen bakterielle Entzündungen. Tumore, die in der Nähe von Gelenken auftreten, können ebenfalls zu einer Schädigung führen.

Je nach Grad der Zerstörung oder Einschränkung der Funktion und wenn keine anderen Therapieoptionen zur Verfügung stehen, kann der Gelenkersatz durch eine Endoprothese nötig werden. Ebenso kann im Alter der natürliche Verschleiß den Einsatz einer Endoprothese erforderlich machen. Unter Voll- oder Teilnarkose werden schadhafte Gelenkteile entfernt und der verbliebene Knochen für die Einpassung der Endoprothese angefräst. Anschließend wird das Implantat eingesetzt und fixiert. Die Endoprothese besteht aus Metall, Kunststoff oder Keramik oder bei einer TEP auch aus einer Kombination dieser Materialien. Es wird zwischen zementierten und zementfreien Prothesen unterschieden, außerdem gibt es sogenannte Hybridprothesen, bei denen Teile zementiert und andere Bereiche zementfrei sind.

Durch das Zementieren, für das ein schnell härtender Kunststoff verwendet wird, kann das künstliche Gelenk einfacher eingesetzt und fixiert werden. Bei der zementfreien Prothese wird das Gelenk genau eingepasst und durch die Bildung von neuer Knochensubstanz durch den Körper fixiert. Nach der Operation treten in den ersten Tagen Wundschmerzen auf, die mit Medikamenten behandelt werden. Bereits am ersten Tag nach der Operation können krankengymnastische Übungen für die Mobilität des Gelenks durchgeführt werden. Lediglich bei einer zementfreien Endoprothese darf in der ersten Woche nach der Operation noch keine oder nur eine Teilbelastung erfolgen, bis das Implantat ausreichend durch die neu gebildete Knochensubstanz fixiert ist.

Bei Hüft- und Knie-Endoprothesen sind in den ersten Wochen nach der Operation Unterarmgehstützen erforderlich. Diese verhindern eine Überlastung des operierten Gelenks und verbessern die Sicherheit beim Gehen erster Schritte. Der stationäre Aufenthalt dauert meist etwa eine Woche, bevor im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen mit physiotherapeutischen Übungen die Mobilität verbessert und die Muskulatur, die das Gelenk stabilisiert, trainiert wird. Regelmäßige Nachuntersuchungen beim Orthopäden oder in der Klinik sind erforderlich, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und die langfristige Funktion des künstlichen Gelenks sicherzustellen.

Die Endoprothese übernimmt die Funktion des ersetzten Gelenks; die Beweglichkeit soll wiederhergestellt und die Schmerzen sollen beseitigt werden. Hierdurch soll die Lebensqualität gesteigert werden; viele Patienten können anschließend wieder ihrer Arbeit nachgehen und Hobbies sowie Sport ausüben. Da Endoprothesen keine unbegrenzte Lebensdauer haben, wird der Einsatz des künstlichen Gelenks vor allem bei älteren Patienten gewählt. Je nach Krankheitsbild kann die Implantation einer Endoprothese jedoch bereits in jüngeren Jahren sinnvoll sein. Die Lebensdauer eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks wird mittlerweile meist mit 15 bis 20 Jahren angegeben; im Einzelfall kann sie deutlich darüber oder darunter liegen, starke Belastungen können sie verkürzen.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Durch den operativen Eingriff bestehen bei einer Endoprothese vergleichbare Risiken zu anderen Operationen: Es kann zu einer Thrombose während oder nach der Operation kommen, Infektionen können zu Störungen der Wundheilung führen, es kann sich nach der Operation ein Bluterguss bilden oder es kommt zu Nachblutungen.

Außerdem können Nerven oder Blutgefäße verletzt werden und gelegentlich kommt es bei der Operation zu einem Blutverlust, der eine Bluttransfusion erforderlich macht. Spezifische Risiken für eine Gelenk-Endoprothese sind in seltenen Fällen Absprengungen von Knochengewebe. Diese machen eine zusätzliche Stabilisierung erforderlich, wofür Drähte oder Schrauben verwendet werden. Tritt eine allergische Reaktion gegen einen der Bestandteile der Endoprothese auf, ist der erneute Austausch des Gelenks erforderlich. Sowohl in den ersten Jahren nach dem Einsatz des Implantats als auch später kann es zu einer Lockerung des künstlichen Gelenks kommen.

Diese mit Schmerzen und Instabilität verbundene, teilweise entzündliche Veränderung erfordert eine erneute Operation. Außerdem kann es durch die Reibung der Prothese auf der Gelenkfläche zu einem Prothesenabrieb kommen, der Entzündungsreaktionen auslösen kann. Bei der sogenannten heterotopen Ossifikation baut der Körper Weichteilgewebe in knöchernes Gewebe um und ohne Gegenmaßnahmen kommt es zu einem Verlust der durch die Operation erhaltenen Gelenkbeweglichkeit.

Bei der Ausübung von Sport sollten gelenkschonende Sportarten, wie Radfahren, Wandern oder Schwimmen bevorzugt werden. Sportarten mit plötzlichen Stop- und Rotationsbewegungen wie beim Squash sollten eher gemieden werden. Jedoch ist die Ausübung von Sport auch von der Art der Endoprothese abhängig und in welcher Form eine Sportart ausgeführt wird. So eignet sich Brustschwimmen nicht bei einer Hüft-Endoprothese, Kraul- oder Rückenschwimmen sind jedoch unbedenklich.

Vorbereitung auf den Gelenkersatz

Vor der Operation steht eine ausführliche Untersuchung. Der Orthopäde erhebt die Beschwerden, prüft Beweglichkeit, Gangbild und Beinlängen und beurteilt, wie stark die Einschränkung den Alltag bestimmt. Grundlage der Entscheidung ist dabei nicht das Röntgenbild allein. Ein deutlich verschlissenes Gelenk, das kaum Beschwerden bereitet, wird in der Regel nicht ersetzt, während anhaltende Ruhe- und Nachtschmerzen, ein zunehmender Verlust an Gehstrecke und eine Beweglichkeit, die den Beruf oder die Selbstversorgung einschränkt, für den Ersatz sprechen können. In aller Regel werden vorher die nicht-operativen Möglichkeiten ausgeschöpft.

Bildgebend werden meist Röntgenaufnahmen in mehreren Ebenen angefertigt, häufig unter Belastung im Stehen. An ihnen plant der Operateur Größe, Lage und Verankerung des Implantats; dafür werden Schablonen oder digitale Planungsprogramme verwendet. Eine Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie kommt hinzu, wenn Knochenform, Knochenqualität oder die Weichteile genauer beurteilt werden müssen, etwa bei ausgeprägten Fehlstellungen, nach früheren Operationen am selben Gelenk oder vor einem Wechseleingriff.

Zur Vorbereitung gehört ein Gespräch mit dem Anästhesisten. Er entscheidet gemeinsam mit dem Patienten über das Narkoseverfahren. Neben der Vollnarkose kommt bei Eingriffen an Hüftgelenk und Kniegelenk häufig ein rückenmarksnahes Verfahren wie die Spinalanästhesie infrage, teilweise ergänzt durch die gezielte Betäubung einzelner Nervenbahnen zur Schmerztherapie nach dem Eingriff. Blutbild und Gerinnungswerte werden bestimmt. Gerinnungshemmende Medikamente müssen vorher besprochen werden, weil sie das Blutungsrisiko erhöhen; ob, wann und wie lange sie abgesetzt oder umgestellt werden, entscheidet der Arzt im Einzelfall.

Ein besonderes Augenmerk gilt Entzündungsherden im Körper. Weil Bakterien über die Blutbahn an ein Implantat gelangen und dort schwer zu behandeln sind, wird vor dem Eingriff nach möglichen Eintrittspforten gesucht: entzündete Zahnwurzeln, eine Harnwegsinfektion, entzündliche Hautveränderungen am zu operierenden Bein. Begleiterkrankungen werden ebenfalls berücksichtigt und wenn möglich vorher behandelt, etwa ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus oder eine Anämie. Starkes Übergewicht und Rauchen gelten als Risikofaktoren für Wundheilungsstörungen; ein Rauchstopp vor der Operation wird deshalb empfohlen.

Vielerorts gehört ein Vorbereitungsprogramm dazu, in dem Muskelkraft und Gangsicherheit bereits vor der Operation trainiert und der Umgang mit Unterarmgehstützen geübt wird. Ebenso sinnvoll ist es, die Zeit nach der Entlassung vorzubereiten. Wer allein lebt, klärt vorab die Versorgung des Haushalts, beseitigt Stolperfallen in der Wohnung und kann sich Hilfsmittel wie eine Toilettensitzerhöhung, einen Duschhocker oder einen Rollator verordnen lassen.

Nachbehandlung und Alltag mit dem künstlichen Gelenk

Nach dem Eingriff wird in der Regel früh mit der Mobilisierung begonnen. Physiotherapeuten begleiten die ersten Schritte und üben Aufstehen, Hinlegen und Treppensteigen. Der frühe Beginn hat einen doppelten Grund: Er erhält die Muskulatur und senkt zugleich das Risiko für eine Thrombose und eine Lungenembolie, das durch längere Bettruhe steigt. Zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erhalten die Patienten über einen ärztlich festgelegten Zeitraum gerinnungshemmende Medikamente, häufig ergänzt durch Kompressionsstrümpfe und Bewegungsübungen.

Der weitere Verlauf richtet sich nach dem ersetzten Gelenk. Bei einer Hüftendoprothese wird je nach Zugangsweg besprochen, welche Bewegungen in den ersten Wochen zu meiden sind – meist starkes Beugen in Verbindung mit einer Drehbewegung, weil das künstliche Gelenk in dieser Phase leichter auskugeln kann, solange die Weichteile noch nicht verheilt sind. Bei einer Knieendoprothese steht dagegen im Vordergrund, die vollständige Streckung zurückzugewinnen und die Beugefähigkeit schrittweise zu erweitern; Schwellung und Gelenkerguss können hier über Wochen anhalten.

An den Krankenhausaufenthalt schließt sich häufig eine Rehabilitation an, ambulant oder stationär. Dort werden Gangbild, Kraft, Gleichgewicht und Belastbarkeit systematisch aufgebaut. Krankengymnastik und gerätegestützter Muskelaufbau bleiben oft über die Rehabilitation hinaus sinnvoll, denn das künstliche Gelenk besitzt keine eigenen Bänder und Gelenkkapseln in der ursprünglichen Form; geführt und stabilisiert wird es wesentlich durch die umgebende Muskulatur.

Die Nachuntersuchungen dienen dazu, Sitz und Verankerung des Implantats zu kontrollieren. Dabei werden meist Röntgenbilder angefertigt und mit den Voraufnahmen verglichen, weil eine beginnende Lockerung sich häufig zuerst als schmaler Saum um die Verankerung zeigt, bevor sie Beschwerden macht. Zwischen den Terminen gilt: Neu auftretende oder wieder zunehmende Gelenkschmerzen, ein plötzliches Nachlassen der Belastbarkeit, Fieber, Rötung, Überwärmung oder Sekretaustritt an der Narbe sollten ärztlich abgeklärt werden. Eine Infektion des künstlichen Gelenks kann noch Jahre nach dem Eingriff entstehen, wenn Bakterien aus einem anderen Entzündungsherd über die Blutbahn dorthin gelangen; im ungünstigsten Fall entwickelt sich daraus eine Sepsis.

Wann ein Gelenkersatz nicht infrage kommt

Nicht jedes geschädigte Gelenk lässt sich ersetzen. Als Gegenanzeige gilt vor allem eine bestehende Infektion – sowohl im Gelenk selbst als auch an anderer Stelle im Körper, solange sie nicht ausgeheilt ist, weil sich Bakterien bevorzugt auf der Oberfläche des Fremdmaterials festsetzen. Ebenso muss genügend tragfähiger Knochen vorhanden sein, um das Implantat zu verankern; bei ausgeprägter Osteoporose oder größeren Knochendefekten sind besondere Verankerungstechniken erforderlich oder der Ersatz ist nicht möglich.

Weitere Einschränkungen ergeben sich aus dem Zustand der Weichteile und der Nervenversorgung: Ist die Muskulatur, die das Gelenk führt, ausgefallen oder ist der versorgende Nerv dauerhaft geschädigt, kann ein künstliches Gelenk instabil bleiben. Auch ein Allgemeinzustand, der eine Narkose und den Blutverlust des Eingriffs nicht zulässt, spricht dagegen. Als relative Gegenanzeigen gelten unter anderem ausgeprägte Adipositas, ein unbehandelter Diabetes, fortgesetztes Rauchen sowie Situationen, in denen die notwendige Nachbehandlung absehbar nicht eingehalten werden kann. Eine bekannte Allergie gegen Bestandteile des Implantats – diskutiert wird vor allem die Nickelallergie – führt nicht automatisch zum Verzicht, sondern zur Auswahl eines anderen Werkstoffs.

Der Wechseleingriff

Da eine Endoprothese begrenzt haltbar ist, kann ein Austausch nötig werden; der Fachbegriff dafür lautet Revision oder Wechseloperation. Anlass sind vor allem die Lockerung der Verankerung, eine Infektion des Implantats, ein fortgeschrittener Abrieb der Gleitpaarung, wiederholtes Auskugeln sowie ein Knochenbruch unmittelbar an oder unterhalb der Prothese.

Der Wechsel ist aufwendiger als der Ersteingriff. Das alte Implantat und, sofern vorhanden, der Knochenzement müssen entfernt werden, ohne den verbliebenen Knochen weiter zu schwächen. Häufig sind dafür längere Prothesenschäfte, Aufbauteile oder die Auffüllung von Knochendefekten erforderlich. Liegt eine Infektion vor, wird der Wechsel je nach Erreger und Verlauf in einem Eingriff oder in zwei zeitlich getrennten Schritten durchgeführt, zwischen denen der Bereich mit einem vorübergehenden Platzhalter versorgt und antibiotisch behandelt wird. Die Ergebnisse eines Wechsels sind im Durchschnitt zurückhaltender zu beurteilen als die des Ersteingriffs, was mit ein Grund dafür ist, dass der Zeitpunkt der Erstimplantation sorgfältig abgewogen wird.

Abgrenzung zu anderen Behandlungswegen

Der Gelenkersatz steht am Ende einer Reihe von Möglichkeiten. Vorgeschaltet sind gewichtsentlastende Maßnahmen, Physiotherapie, Physikalische Therapie, der Einsatz von Gehhilfen wie einem Gehstock und eine abgestufte Schmerzbehandlung. Gelenkerhaltende Operationen können bei bestimmten Ausgangslagen infrage kommen: Eine Umstellungsosteotomie verlagert die Belastungsachse, sodass ein weniger geschädigter Gelenkanteil mehr Last übernimmt, und wird vor allem bei jüngeren Patienten mit Fehlstellung erwogen.

Von der Endoprothese zu unterscheiden ist die Osteosynthese, bei der ein gebrochener Knochen mit Platten, Schrauben, Nägeln oder Drähten stabilisiert und der eigene Knochen erhalten wird; sie ersetzt kein Gelenk. Bei bestimmten hüftgelenknahen Brüchen älterer Menschen stehen beide Wege nebeneinander, und es wird abgewogen, ob der Bruch stabilisiert oder der Gelenkkopf ersetzt wird. Ein weiteres, heute seltener gewähltes Verfahren ist die Gelenkversteifung, bei der die Beweglichkeit endgültig aufgegeben wird, um Schmerzfreiheit und Belastbarkeit zu erreichen; sie kommt vor allem dann in Betracht, wenn ein künstliches Gelenk aus den genannten Gründen ausscheidet.

Kosten, Qualitätssicherung und Register

Der Gelenkersatz ist bei entsprechender medizinischer Begründung eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung; das gilt auch für die anschließende Rehabilitation. Volljährige Versicherte leisten für den Krankenhausaufenthalt und für eine Rehabilitationsmaßnahme die gesetzlich vorgesehene Zuzahlung. Für Hilfsmittel und Heilmittel wie Krankengymnastik gelten die üblichen Regeln zur Verordnung und Zuzahlung. Wahlleistungen wie ein Einzelzimmer oder die Behandlung durch einen bestimmten Arzt werden gesondert abgerechnet und sind nicht Teil der Regelversorgung.

Weil es sich um einen der häufigsten planbaren Eingriffe handelt, ist die Endoprothetik in Deutschland besonders eng an Qualitätssicherung geknüpft. Kliniken können sich als Endoprothetikzentren zertifizieren lassen; die Zertifizierung stellt Anforderungen an die Erfahrung der Operateure, an die Abläufe und an die Nachverfolgung der Ergebnisse. Für den Knie-Totalgelenkersatz hat der Gemeinsame Bundesausschuss zudem eine Mindestmenge je Krankenhaus festgelegt. Ergänzend besteht mit dem Endoprothesenregister Deutschland eine Meldestelle, in der eingesetzte Implantate und spätere Wechseloperationen erfasst werden. Auf diesem Weg lässt sich nachvollziehen, wie sich einzelne Implantatmodelle über die Jahre bewähren – eine Information, die aus der einzelnen Behandlung heraus nicht zu gewinnen wäre.

Typische & häufige Gelenkserkrankungen

Quellen

  • Niethard, F. U., Biberthaler, P., Pfeil, J.: Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783132443136
  • Grifka, J., Kuster, M. (Hrsg.): Orthopädie Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783662605202
  • Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
    ISBN: 9783132431874
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Larsen, R.: Anästhesie.
    ISBN: 9783437225123

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