Hirnwasseruntersuchung

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Bei einer Hirnwasseruntersuchung wird dem Rückenmarkskanal, üblicherweise mittels einer Lumbalpunktion, Nervenwasser entnommen und anschließend untersucht. Die Analyse des Nervenwassers liefert im Vergleich zu den Blutwerten wertvolle diagnostische Hinweise.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Hirnwasseruntersuchung?

Hirnwasseruntersuchung
Bei einer Hirnwasseruntersuchung wird dem Rückenmarkskanal, üblicherweise mittels einer Lumbalpunktion, Nervenwasser entnommen und anschließend untersucht.

Bei der Hirnwasseruntersuchung, auch Liquorpunktion oder Lumbalpunktion genannt, wird dem Duralsack im Rückenmarkskanal Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) entnommen.

Die Punktion des Duralsacks ist die einfachste und auch häufigste Form der Entnahme von Liquor und wird mit Hilfe einer acht bis zehn Zentimeter langen Nadel durchgeführt. In der Regel wird die Hirnwasseruntersuchung ambulant durchgeführt und bedarf keines stationären Aufenthalts.

Sollte eine Entnahme des Nervenwassers aus dem Duralsack nicht möglich sein, beispielsweise aufgrund von Tumoren, kann alternativ eine Zisternenpunktion durchgeführt und das Hirnwasser in Höhe des ersten Halswirbels entnommen werden oder eine Ventrikelpunktion, bei welcher der Liquor dem Hirnventrikel, einem mit Liquor gefüllten Hohlraum im Gehirn, direkt entnommen wird.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Hirnwasseruntersuchung wird unter anderem durchgeführt um Erkrankungen des Nervensystems oder der Hirnhäute, wie beispielsweise Hirnhautentzündung (Meningitis), Gehirnentzündung (Enzephalitis), Borreliose oder Neurosyphilis zu diagnostizieren oder auszuschließen. Auch bei Verdacht auf eine Multiple Sklerose gehört die Untersuchung zur Abklärung; hier stützt sie die Diagnose, schließt die Erkrankung bei unauffälligem Ergebnis aber nicht aus. Zudem können auch wichtige Hinweise auf eine eventuelle Krebserkrankung, beispielsweise einen Hirntumor, gewonnen werden.

Auch ein Krebsbefall der Hirnhäute im fortgeschrittenen Stadium, beispielsweise bei Leukämien oder Lymphomen kann im Hirnwasser nachgewiesen werden. Eine Subarachnoidalblutung, eine besondere Form des Schlaganfalls, bei welcher Blut in den Subarachnoidalraum gelangt, kann durch eine Hirnwasseruntersuchung nachgewiesen werden, da das Blut im Nervenwasser nachweisbar ist.

Durchgeführt wird die Lumbalpunktion im Sitzen oder im Liegen, mit vornübergebeugtem Oberkörper. Auf Wunsch kann der Eingriff unter örtlicher Betäubung erfolgen. Im Labor werden sodann dann die benötigten Untersuchungen durchgeführt.

Bereits durch eine einfache Sichtkontrolle kann häufig eine erste Diagnose gestellt werden. Normalerweise ist der Liquor klar wie Wasser, bei einer bakteriellen Infektion allerdings eher weißlich trüb, was durch die hohe Anzahl an Leukozyten im Liquor beeinflusst wird. Frischere Blutungen sind im Nervenwasser als rötliche Trübung ersichtlich. Zu einer gelblichen Trübung des Hirnwassers kommt es bei älteren Blutungen oder bei eitrigen Prozessen, wie beispielsweise einer eitrigen Hirnhautentzündung.

Unter anderem können Marker ermittelt werden für:

1. Bakterien

2. Pilze

3. Leukozyten

4. Liquorzucker

5. Immunglobuline

6. Enzyme

7. Elektrolyte

Obwohl es aufgrund der Blut-Liquor-Schranke im Körper so gut wie keinen Austausch zwischen Blut und Hirnwasser gibt, können bei einigen Krankheiten Bestandteile des Blutes ins Hirnwasser übertreten. Deshalb wird der Liquor im Normalfall immer mit den Blutwerten verglichen, da nur so eine folgerichtige Beurteilung des Hirnwassers möglich ist.

Befinden sich beispielsweise Antikörper (Immunglobuline) im Liquor, kann dies auf eine Störung der Blut-Liquor-Schranke hinweisen oder durch die Bildung von Immunzellen im Liquor selbst bedingt sein, wie es beispielsweise bei einer Multiplen Sklerose der Fall ist. Um herauszufinden, wo die Ursache liegt, wird ein Vergleich der Immunglobuline im Blut herangezogen.

Auch Eiweiß im Liquor kann bedingt sein durch eine Störung der Blut-Liquor-Schranke. Einblutungen ins Nervenwasser oder Entzündungen können allerdings auch zu einer erhöhten Eiweißkonzentration führen.

Ein Vergleich zwischen Glucose-Konzentration im Liquor mit dem Blutzucker liefert ebenso Hinweise auf krankhafte Vorgänge im Nervensystem. Normalerweise ist der Glucose-Wert im Liquor in etwa halb so hoch, wie derjenige des Blutes. Ein erhöhter Wert im Liquor spiegelt in der Regel einen erhöhten Blutzuckerspiegel wider, ein zu niedriger Wert hingegen weist auf entzündliche Prozesse hin.

Und auch die Anzahl der Zellen im Liquor liefert Informationen auf eine mögliche Erkrankung. Im Normalfall enthält das Nervenwasser höchstens 4 Zellen pro Mikroliter. Gibt es jedoch Infektionen im Bereich des Nervensystems, dann steigt die Anzahl der Zellen an. Die Art der Infektion, ob bakteriell oder viral bedingt, kann anhand des Zelltyps im Liquor ebenfalls bestimmt werden.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Nicht immer verläuft die Lumbalpunktion ohne Komplikationen. Die größte Gefahr bei einer Hirnwasseruntersuchung besteht bei einem erhöhten Gehirndruck, da es beim Abfließen des Liquors zu einer Einklemmung von Hirnanteilen kommen kann, die lebensbedrohlich ist und auch Blutungen zur Folge haben kann. Deshalb muss vor einer Lumbalpunktion ein erhöhter Gehirndruck mittels einer Computertomographie ausgeschlossen werden.

Bei Patienten mit einer Störung der Blutgerinnung, auch wenn diese medikamentös bedingt ist, beispielsweise durch Einnahme von Aspirin, wird ebenfalls nur nach sorgfältiger Abwägung und Kontrolle der Gerinnungswerte punktiert.

Während der Entnahme des Gehirnwassers kann es zu einem vorübergehenden Schmerz in Gesäß, Hüfte oder der Beine kommen, wenn die Nadel eine Nervenwurzel berührt. Normalerweise klingt der Schmerz aber recht schnell wieder ab. In den Tagen nach der Lumbalpunktion kommt es häufig zu den sogenannten postpunktionellen Kopfschmerzen, die mit starker Übelkeit und Schwindelgefühl einhergehen können. Im Allgemeinen nehmen diese in liegendem Zustand ab und sind nach einigen Tagen abgeklungen. In seltenen Fällen kann der Kopfschmerz bei einer Hirnwasseruntersuchung auch bis zu 4 Wochen anhalten.

Der Kopfschmerz nach einer Punktion ist unangenehm, aber er ist behandelbar — und Betroffene müssen ihn nicht aushalten. Seine Ursache liegt darin, dass an der Einstichstelle in der harten Hirnhaut weiterhin geringe Mengen Nervenwasser austreten. Dadurch sinkt der Druck im Flüssigkeitsraum, das Gehirn verliert einen Teil seines Auftriebs und zieht an den schmerzempfindlichen Hirnhäuten. Kennzeichnend ist deshalb die Abhängigkeit von der Körperhaltung: Die Beschwerden nehmen beim Aufrichten und Stehen zu und lassen im Liegen nach. Jüngere Menschen sind häufiger betroffen als ältere.

Gegen die Beschwerden helfen zunächst einfache Maßnahmen — flaches Liegen, ausreichend trinken, koffeinhaltige Getränke und vom Arzt verordnete Schmerzmittel. Halten sie darüber hinaus an, steht ein gezieltes Verfahren zur Verfügung: der sogenannte epidurale Blutpatch. Dabei wird dem Patienten eigenes Blut abgenommen und in den Raum unmittelbar außerhalb der harten Hirnhaut gespritzt, wo es gerinnt und das Leck abdichtet. Der Eingriff wird von erfahrenen Ärzten, meist Anästhesisten, durchgeführt. Wer nach einer Hirnwasseruntersuchung tagelang unter lageabhängigen Kopfschmerzen leidet, sollte sich deshalb wieder in der Einrichtung melden, in der die Punktion vorgenommen wurde, statt abzuwarten.

Vermeiden lässt sich der postpunktionelle Kopfschmerz nicht vollständig, seine Häufigkeit aber senken. Entscheidend ist die Bauart der Nadel: Sogenannte atraumatische Nadeln haben eine abgerundete Spitze mit seitlicher Öffnung und drängen die Fasern der harten Hirnhaut eher auseinander, statt sie zu durchtrennen. Die Öffnung verschließt sich danach besser als bei den älteren, schneidenden Nadeln. Auch ein möglichst geringer Nadeldurchmesser wirkt in dieselbe Richtung. Ob dagegen mehrstündige Bettruhe im Anschluss den Kopfschmerz verhindern kann, gilt heute als fraglich.

Neben dem Kopfschmerz sind weitere, seltenere Komplikationen zu nennen. An der Einstichstelle können für einige Tage Rückenschmerzen zurückbleiben. Über den Stichkanal können Keime in den Flüssigkeitsraum gelangen und dort eine Entzündung auslösen; deshalb wird unter sterilen Bedingungen gearbeitet, und eine Hautinfektion im Bereich der geplanten Einstichstelle ist ein Grund, dort nicht zu punktieren. Sehr selten entsteht eine Einblutung in den Wirbelkanal, die auf die Nervenwurzeln drücken kann — ein Grund für die sorgfältige Prüfung der Gerinnung im Vorfeld. Neu aufgetretene Fieber, zunehmende Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Störungen beim Wasserlassen nach einer Lumbalpunktion sind Warnzeichen, die umgehend ärztlich abgeklärt werden müssen.

Woher das Nervenwasser stammt

Das Nervenwasser wird überwiegend in den Adergeflechten der Hirnkammern gebildet, umspült von dort aus Gehirn und Rückenmark und wird schließlich wieder in das venöse Blut aufgenommen. Bildung und Aufnahme stehen im Gleichgewicht; die vorhandene Menge ist klein und wird im Lauf eines Tages mehrfach erneuert.

Das Nervenwasser polstert das Gehirn gegen Erschütterungen ab und verringert durch den Auftrieb dessen wirksames Gewicht erheblich. Zugleich transportiert es Stoffe zu und Abbauprodukte ab. Genau das macht es diagnostisch so wertvoll: Weil es in unmittelbarem Kontakt zum Nervengewebe steht, spiegeln sich Vorgänge im Nervensystem in seiner Zusammensetzung wider, die im Blutbild gar nicht oder erst spät sichtbar würden. Die Blut-Liquor-Schranke hält das Nervenwasser dabei weitgehend von den Schwankungen des Blutes getrennt — ein Schutz, der zugleich der Grund dafür ist, dass viele Medikamente nur schwer ins Nervensystem gelangen.

Vorbereitung und Ablauf im Einzelnen

Vor der Punktion klärt der Arzt über Ziel und Risiken auf und fragt nach Gerinnungsstörungen, blutverdünnenden Medikamenten und Allergien. Ergibt die neurologische Untersuchung Hinweise auf einen erhöhten Druck im Schädelinneren, oder liegen entsprechende Krankheitszeichen vor, geht der Punktion eine Schnittbildaufnahme des Kopfes voraus.

Für die Punktion selbst nimmt der Patient eine Haltung ein, die die Zwischenräume zwischen den Dornfortsätzen der Lendenwirbelsäule öffnet: im Sitzen mit rundem Rücken und nach vorn gebeugtem Kopf oder in Seitenlage mit angezogenen Knien. Der Arzt tastet die Beckenkämme als Orientierungspunkt, desinfiziert großflächig und deckt steril ab. Punktiert wird bewusst weit unten — unterhalb der Stelle, an der das Rückenmark endet, was beim Erwachsenen etwa in Höhe der oberen Lendenwirbel der Fall ist. Unterhalb dieser Stelle verlaufen nur noch einzelne Nervenwurzeln, die der vordringenden Nadel ausweichen können. Eine Verletzung des Rückenmarks ist bei sachgerechtem Vorgehen daher nicht zu befürchten.

Empfunden wird meist ein kurzer Stich bei der örtlichen Betäubung und danach ein Druckgefühl. Die eigentliche Entnahme dauert nur wenige Minuten. Gewonnen werden einige Milliliter, die auf mehrere Röhrchen verteilt und rasch ins Labor gebracht werden, weil Zellen im Nervenwasser schnell zerfallen. Bei Bedarf misst der Arzt vor der Entnahme über ein aufgesetztes Steigrohr den Druck im Flüssigkeitsraum — eine Angabe, die bei bestimmten Fragestellungen selbst zum Befund gehört. Bei Kindern wird die Punktion in Ruhe und häufig unter Beruhigung oder mit einem betäubenden Pflaster vorbereitet.

Nicht immer gelingt der Zugang beim ersten Versuch. Verkalkte Bänder, Verschleiß der Wirbelsäule, eine ausgeprägte Verkrümmung oder frühere Operationen an der Wirbelsäule können den Weg versperren. Dann kann die Punktion unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle wiederholt werden.

Was im Labor untersucht wird

Bereits die Zellzahl und die Art der Zellen erlauben eine erste Einordnung: Eine starke Vermehrung von Granulozyten spricht eher für eine bakterielle Entzündung, eine mäßige Vermehrung von Lymphozyten eher für eine virale oder chronische. Der Eiweißgehalt zeigt an, wie durchlässig die Blut-Liquor-Schranke ist. Der Zuckerwert fällt bei bakteriellen Entzündungen ab, weil Erreger und Abwehrzellen ihn verbrauchen. Ergänzend wird der Milchsäuregehalt bestimmt, der bei bakteriellen Entzündungen ansteigt und bei der Abgrenzung hilft.

Zum Erregernachweis dienen die mikroskopische Beurteilung gefärbter Ausstriche, die Anzucht in der Kultur und die Polymerase-Kettenreaktion, mit der sich Erbmaterial von Erregern auch in kleinsten Mengen nachweisen lässt. Bei Verdacht auf eine Gehirnentzündung durch Herpesviren ist dieses Verfahren der entscheidende Test. Für Erkrankungen wie die Borreliose des Nervensystems wird zusätzlich verglichen, ob bestimmte Antikörper im Nervenwasser in höherer Konzentration vorliegen, als sich allein aus dem Übertritt aus dem Blut erklären ließe — ein Hinweis darauf, dass sie im Nervensystem selbst gebildet werden.

Steht eine Blutung im Raum, kommt es auf die Unterscheidung zwischen echtem Blut im Nervenwasser und einer Blutbeimengung durch die Punktion selbst an. Zwei Beobachtungen helfen dabei. Nimmt der Blutanteil von Röhrchen zu Röhrchen ab, spricht das für eine Verletzung durch die Nadel; bleibt er gleich, für eine tatsächliche Blutung. Und nach dem Abtrennen der Zellen zeigt der Überstand bei einer länger zurückliegenden Blutung eine gelbliche Verfärbung, die durch Abbauprodukte des Blutfarbstoffs entsteht. Diese Verfärbung braucht einige Zeit, um sich auszubilden, hält dafür aber länger an als der entsprechende Nachweis in der Computertomographie — weshalb die Punktion gerade dann noch weiterhilft, wenn die Aufnahme bereits unauffällig ist.

Was ein unauffälliger Befund bedeutet — und was nicht

Ein normales Ergebnis ist beruhigend, aber es ist kein Freispruch. Besonders deutlich wird das bei der Multiplen Sklerose. Für sie spricht der Nachweis sogenannter oligoklonaler Banden, also einer Antikörperbildung, die im Nervensystem selbst stattfindet und sich im Blut nicht wiederfindet. Bei einem Teil der Betroffenen lässt sich dieses Muster jedoch nicht nachweisen — ein unauffälliges Nervenwasser schließt eine Multiple Sklerose also nicht aus. Umgekehrt gilt dasselbe: Oligoklonale Banden kommen auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems vor und beweisen für sich genommen keine Multiple Sklerose. Die Diagnose stützt sich deshalb nie auf das Nervenwasser allein, sondern immer auf die Zusammenschau von Beschwerden, körperlicher Untersuchung, Schnittbildaufnahmen und Laborbefunden.

Ähnliches gilt für andere Fragestellungen. Ein Tumor, der tief im Gewebe sitzt und keine Zellen in den Flüssigkeitsraum abgibt, hinterlässt dort keine Spur. Bei sehr früh entnommenen Proben kann eine Entzündung noch nicht messbar sein, sodass eine Wiederholung nach einigen Tagen nötig wird. Und eine vorangegangene Behandlung mit Antibiotika kann den Erregernachweis vereiteln, ohne die Erkrankung geheilt zu haben. Deshalb wird bei dringendem Verdacht auf eine eitrige Hirnhautentzündung die Behandlung nicht bis zum Vorliegen des Ergebnisses hinausgezögert — hier zählt jede Stunde, und die Punktion holt man nach, sobald es der Zustand erlaubt.

Nach der Untersuchung

Nach der Entnahme bleibt der Patient in der Regel noch einige Zeit unter Beobachtung, häufig liegend. Anschließend ist die Rückkehr nach Hause meist möglich; wegen der Möglichkeit von Schwindel und Kopfschmerzen empfiehlt es sich, sich abholen zu lassen und am selben Tag kein Fahrzeug zu führen. Körperliche Anstrengung und schweres Heben sollten für kurze Zeit unterbleiben. Die Einstichstelle wird mit einem Pflaster versorgt und braucht keine besondere Behandlung.

Die Ergebnisse liegen unterschiedlich schnell vor. Zellzahl, Eiweiß, Zucker und die erste mikroskopische Beurteilung sind rasch verfügbar und lenken das weitere Vorgehen noch am selben Tag. Kulturen brauchen Zeit zum Anwachsen, aufwendige Antikörperbestimmungen ebenfalls. Das Gespräch, in dem die Befunde eingeordnet werden, findet daher häufig erst später statt — und es gehört zur Untersuchung dazu, denn ein einzelner Laborwert ergibt ohne die Zusammenschau mit dem Beschwerdebild kein Bild.

Quellen

  • Zettl, U. K., Tumani, H., Süßmuth, S.: Klinische Liquordiagnostik.
    ISBN: 9783110221930
  • Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
    ISBN: 9783662606742
  • Masuhr, K. F., Masuhr, F., Neumann, M.: Duale Reihe Neurologie.
    ISBN: 9783132410961
  • Diener, H.-C., Steinmetz, H., Kastrup, O. (Hrsg.): Referenz Neurologie.
    ISBN: 9783132413870
  • Thomas, L.: Labor und Diagnose.
    ISBN: 9783981620801

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