Nasennebenhöhlenmukozele

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Krankheiten Nasennebenhöhlenmukozele

Die Nasennebenhöhlenmukozele bezeichnet eine erweiterte Nasennebenhöhle, meist infolge einer Schleimansammlung in den Nebenhöhlen. Die Ansammlung selbst ist gutartig, sie wächst jedoch über Jahre und kann dabei den umgebenden Knochen verdrängen. Behandelt wird sie operativ, indem die betroffene Nebenhöhle eröffnet und dauerhaft wieder an die Nase angeschlossen wird. Medikamente können die Beschwerden lindern, die Mukozele selbst aber nicht beseitigen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nasennebenhöhlenmukozele?

Nasennebenhoehlenmukozele
Eine Nasennebenhöhlenmukozele äußert sich durch einen anfänglich schwachen Druck in den Nasennebenhöhlen.
© Henrie – stock.adobe.com

Unter einer Nasennebenhöhlenmukozele versteht man eine chronische Schleimansammlung in einer der Nasennebenhöhlen. Sie entsteht, wenn der Ausführungsgang der Nebenhöhle verstopft ist und das Sekret nicht mehr abfließen kann. Infolgedessen kann sich die Knochenstruktur durch den wachsenden Druck verformen und ausdünnen, wodurch es zu einem Schleimaustritt in die Augenhöhle kommen kann. Dieser Vorgang zieht sich meist über Jahre hin: Die Mukozele wächst sehr langsam und verdrängt nach und nach die Wände zu Augenhöhle und Schädelbasis. Das wichtigste Leitzeichen ist deshalb eine langsam zunehmende Verlagerung des Augapfels, der nach außen und unten oder nach vorne gedrängt wird.

Die operative Eröffnung und Drainage der betroffenen Nebenhöhle ist die einzige Behandlungsmöglichkeit, begleitend werden schmerzstillende und schleimlösende Medikamente verschrieben.

Ursachen

Auslöser der Nasennebenhöhlenmukozele ist ein Verschluss des Eingangs der jeweiligen Nasennebenhöhle. Ursächlich kann etwa ein Tumor oder eine Verwachsung sein, ebenso eine Entzündung, ein Trauma oder Narbengewebe, wie es häufig nach einer Operation zurückbleibt. Die häufigste Ursache ist eine verschleppte Entzündung der Nasennebenhöhlen. Auch Nasenpolypen kommen als Ursache in Betracht, weil sie den Ausführungsgang einer Nebenhöhle verlegen können.

Da der Schleim durch die verengten Kanäle nicht mehr abfließen kann, bilden sich allmählich Sekretansammlungen in den Nebenhöhlen, die zur Vergrößerung der Nebenhöhlen und zur Ausdünnung ihrer knöchernen Wände führen können. Die eigentliche Ursache ist nicht die Menge des Schleims, sondern sein fehlender Abfluss aus den Nasennebenhöhlen. In Verbindung mit einer Schädigung oder Störung der Funktion der Nebenhöhlen, welche das Abfließen des Sekrets verhindert, führt dies zu einer Vergrößerung der Nasennebenhöhlen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Nasennebenhöhlenmukozele äußert sich durch einen anfänglich schwachen Druck in den Nasennebenhöhlen. Das Druckgefühl nimmt mit der Vergrößerung der Schleimansammlung zu und breitet sich bis auf die Augenhöhlen aus, einhergehend oft mit grippeähnlichen Symptomen, da sich das angestaute Sekret hinter den verstopften Kanälen entzünden kann. Kommt eine bakterielle Infektion des eingeschlossenen Sekrets hinzu, spricht man von einer Pyozele; dann treten zusätzlich Fieber und deutlich stärkere Schmerzen auf.

Später zeigt sich die Erkrankung eindeutig anhand des veränderten Augapfels: durch den Druck in den Nebenhöhlen weicht die knöcherne Wand zur Augenhöhle aus und der Augapfel wird verlagert. Diese Verlagerung entwickelt sich schleichend über Monate bis Jahre und fällt Angehörigen oft eher auf als dem Betroffenen selbst; im Verlauf können Doppelbilder und eine Sehverschlechterung hinzukommen. Ein erstes Anzeichen für diesen Verlauf kann ein starker Druckschmerz zwischen Augapfel und Nasenbein sein.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Nasennebenhöhlenmukozele kann anhand der Symptome und der spezifischen Beschwerden rasch diagnostiziert werden. Das gilt allerdings erst für das fortgeschrittene Stadium: Solange die Mukozele klein ist, verursacht sie kaum Beschwerden, so dass sie oft erst nach Jahren oder zufällig bei einer Untersuchung aus anderem Anlass entdeckt wird. Zuvor wird der Arzt jedoch ein Gespräch mit dem Patienten führen und Erkenntnisse für das Krankheitsbild sammeln. Womöglich haben sich die Nebenhöhlen schon öfter entzündet oder es gibt andere Hinweise, die die Diagnose erleichtern.

Eine Ultraschalluntersuchung ermöglicht einen Blick auf die Hohlräume der Nasennebenhöhlen und zeigt eventuelle Schleimansammlungen auf; auch im Röntgenbild erscheint der Schleim weißlich und grenzt sich von den freien Nebenhöhlen ab. Zuletzt gibt eine Computertomographie (CT) Aufschluss über das gesamte Ausmaß der Erkrankung. Lange Zeit waren Ultraschall und Röntgenaufnahme die üblichen ersten Untersuchungen. Nach heutigem Kenntnisstand sind beide für die Nasennebenhöhlen wenig aussagekräftig; entscheidend sind die Computertomographie, die die knöchernen Veränderungen zeigt, und die Magnetresonanztomographie, mit der sich eine Mukozele von einem Tumor abgrenzen lässt.

Liegt die Vermutung nahe, dass die Schleimansammlung bereits zu Schädigungen im Nasen- und Nebenhöhlenbereich geführt hat, führt der Arzt eine Nasenspiegelung (Rhinoskopie) durch und untersucht die Nasennebenhöhlen mit Hilfe eines Nasenendoskops. Das Naseninnere kann auf diese Weise ausreichend beurteilt werden, um eine abschließende Diagnose stellen zu können.

Eine Nasennebenhöhlenmukozele entsteht über einen Zeitraum von Monaten bis Jahren, oft erst viele Jahre nach der auslösenden Entzündung oder Operation. Sind Kanäle in der Nase zunächst noch durchlässig, verstopfen die Nebenhöhlen im Verlauf der Krankheit immer weiter, bis sie schließlich komplett verschlossen sind. Der Schleim kann nicht mehr abfließen und bildet eine Art Pfropfen, der ab einer gewissen Größe auf die umliegenden Knochen drückt.

Im Extremfall verformt sich hierdurch der Knochen, dünnt aus und gibt schließlich nach. Je nach Position des Schleimpfropfens fließt das Sekret dann entweder in die Augenhöhle oder in den Rachenraum. Der Verlauf ist selten tödlich, allerdings bringt der Austritt der Krankheitserreger weitere Komplikationen mit sich; es kann zu Sepsis und der Entstehung weiterer Mukozelen oder Polypen kommen.

Komplikationen

In der Regel tritt das Krankheitsbild der Nasennebenhöhlenmukozele infolge einer Infektion auf, sodass dabei auch verschiedene Komplikationen möglich sind. Generell gilt: Bleibt eine Nasennebenhöhlenmukozele ohne jegliche ärztliche Behandlung, so ist mit erheblichen Komplikationen beziehungsweise einem deutlich unangenehmeren Krankheitsverlauf zu rechnen.

In vielen Fällen bekommt die betroffene Person deutlich schlechter Luft. Besonders in den nächtlichen Stunden verstärkt sich dieses Symptom deutlich. Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und auch eine erhöhte Temperatur sind ebenfalls mögliche Komplikationen, die in Verbindung mit einer Nasennebenhöhlenmukozele auftreten können. Ein Besuch beim Arzt ist an dieser Stelle dringend zu empfehlen, da sich die einzelnen Symptome ansonsten erheblich verstärken können.

Wenn sich die betroffene Person jedoch von Anfang an in ärztliche Behandlung begibt, dann können die oben genannten Komplikationen frühzeitig vermieden werden. Wer allerdings auf eine entsprechende Behandlung verzichtet, der muss mit einer erheblichen Verschlimmerung der auftretenden Komplikationen rechnen. Zu den schwerwiegenden Komplikationen zählen eine dauerhafte Schädigung des Sehnervs mit bleibender Sehminderung, eine eitrige Entzündung der Augenhöhle (Orbitaphlegmone) und ein Übergreifen der Entzündung auf die Hirnhäute (Meningitis). Anzeichen dafür sind eine rasch zunehmende Schwellung und Rötung des Auges, plötzliche Sehverschlechterung, Doppelbilder, stärkste Kopfschmerzen mit hohem Fieber, Nackensteife oder Bewusstseinstrübung. In diesen Fällen ist über den Notruf 112 sofort der Rettungsdienst zu verständigen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine anhaltende Ansammlung von Schleim in der Nase sollte einem Arzt vorgestellt werden. Kann der Betroffene seine Nase nicht selbständig ausreichend reinigen, ist die Hilfe und Unterstützung eines Arztes in Anspruch zu nehmen. Bei einer nasalen Sprechweise, Störungen der Atmung sowie einem Engegefühl in der Nase wird ein Arzt benötigt. Kommt es zu Schnupfen, Kopfschmerzen oder Störungen der Konzentration, sollte ein Arztbesuch erfolgen. Ein unangenehmer Geschmack im Rachen, eine Appetitlosigkeit sowie ein allgemeines Unwohlsein sind von einem Arzt abklären zu lassen.

Abgeschlagenheit, Schlafstörungen sowie eine erhöhte Müdigkeit sind Hinweise auf eine Erkrankung. Können die alltäglichen Aktivitäten nicht mehr wahrgenommen werden oder kommt es zu Beeinträchtigungen bei den gewohnten Freizeitbeschäftigungen, ist ein Arztbesuch anzuraten. Eine Änderung des Augapfels gilt als besorgniserregend und muss schnellstmöglich von einem Arzt untersucht und behandelt werden. Verschlechtert sich das Sehen dagegen innerhalb von Stunden oder treten Doppelbilder auf, darf nicht bis zum nächsten Praxistermin gewartet werden; hier ist die sofortige Vorstellung in einer Klinik erforderlich.

Sekrete im Auge, Veränderungen des Sehvermögens oder ein Krankheitsgefühl sind Anzeichen einer gesundheitlichen Störung, bei der Behandlungsbedarf besteht. Nehmen die Beschwerden an Intensität zu oder kommt es zu neuen Symptomen, ist ein Arztbesuch notwendig. Die Krankheitserreger breiten sich aus und lösen eine zunehmende Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens aus. Ohne eine medizinische Versorgung fühlt sich der Betroffene energielos, krank und ist unfähig, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Behandlung & Therapie

Eine Nasennebenhöhlenmukozele wird in erster Linie operativ behandelt. Im Rahmen der so genannten Functional Endoscopic Sinus Surgery (FESS) werden die veränderten Nasennebenhöhlen operativ behandelt und etwaige Schleimansammlungen entfernt. Ist nur der so genannte Hakenfortsatz betroffen, wird eine Infundibulotomie durchgeführt, eine Öffnung des vorderen Siebbeins. Ziel des Eingriffs ist heute nicht mehr, die Mukozele mitsamt ihrer Auskleidung vollständig herauszuschälen, sondern sie breit zur Nase hin zu eröffnen, damit das Sekret dauerhaft abfließen kann. Der Zugang erfolgt in den meisten Fällen endoskopisch durch die Nase, also ohne äußeren Schnitt.

Je nachdem, wie schwer die Kanäle durch die Mukozele bereits geschädigt wurden, muss der Abfluss der Nebenhöhlen im Rahmen mehrerer Operationen wiederhergestellt werden. Hierfür sind je nach Befund mehrere Zugangswege möglich: eine endonasale Operation wird mit Hilfe eines Endoskops durchgeführt und kommt für die Entfernung von Schleimwucherungen oder Polypen in Frage.

Die Operation durch den Mundvorhof ist notwendig, wenn die Mukozele bis in die Kieferhöhle vorgedrungen ist. Die anschließende Therapie begrenzt sich auf die Genesung der Nasennebenhöhlen. Patienten sollten zunächst nur wenig sprechen und den Bereich um die Nase kühlen. Ebenfalls notwendig sind Pflegemaßnahmen der Schleimhäute, wie die Verwendung von Salben. Medikamente werden je nach Befund und Schwere der Nasennebenhöhlenmukozele verschrieben.


Aussicht & Prognose

Im Allgemeinen lässt sich eine gute Aussicht für die Nasennebenhöhlenmukozele formulieren. Komplikationen treten nur selten auf. Grundsätzlich beschleunigt sich die Heilung, insofern die Diagnose im Frühstadium erfolgt und eine Behandlung sofort aufgenommen wird. Die Eigenart der Erkrankung bringt die Notwendigkeit einer Operation mit sich. Für diese ergeben sich die allgemeinen Risiken, die man auch von anderen chirurgischen Eingriffen kennt. Die Entzündung verschwindet nach einer Operation. Es kann allerdings zu einer weiteren Erkrankung kommen. Dadurch wird eine erneute Entfernung der Schleimansammlung erforderlich.

Unterlässt der Patient eine Behandlung oder verzögert sie, kann sich die Mukozele ausbreiten. Nicht selten wird dann das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen. Auch der Augapfel kann in eine andere Position verdrängt werden, wodurch der Betroffene einen Sehverlust erleidet. Im Allgemeinen wird bei einer Behandlung die Lebensdauer nicht beeinflusst. Operationsnarben bleiben zurück, sind aber auf Grund neuer Verfahren nicht auffällig. Der Patient kann sein reguläres Leben nach einer Abheilung weiterführen. Dauerhafte Beschwerden bleiben meist nicht zurück. Manchmal müssen noch längere Zeit Medikamente eingenommen und Pflegemaßnahmen an den Schleimhäuten durchgeführt werden. Zwei Einschränkungen sind dabei wichtig: Eine Mukozele kann auch nach einer gelungenen Operation erneut entstehen, mitunter erst nach zehn Jahren oder später, weshalb langfristige Kontrolluntersuchungen sinnvoll sind. Und war der Sehnerv vor der Operation bereits geschädigt, kann eine Sehminderung dauerhaft bestehen bleiben; je früher operiert wird, desto besser sind die Aussichten auf eine vollständige Erholung des Sehvermögens.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung einer Nasennebenhöhlenmukozele ist es ratsam, die Nasennebenhöhlen regelmäßig zu pflegen. Dadurch und durch allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems kann der Entstehung einer Schleimansammlung in einer Nebenhöhle vorgebeugt werden. Die Pflege der Nase kann Reizungen und einen eventuellen Verschluss der Nasennebenhöhlen vermindern; die regelmäßige Mundpflege beugt zwar Entzündungen der Mundschleimhaut vor, hat auf die Entstehung einer Mukozele aber keinen Einfluss.

Des Weiteren hilft eine ausgewogene Ernährung dabei, die Darmflora zu stärken und dadurch die Abwehrkräfte zu verbessern. Personen, die anfällig für Schnupfen und Erkältung sind, können die Nasenschleimhaut durch die Verwendung von Nasenspray und Pflegeöl unterstützen. Dabei gilt für abschwellende Nasensprays: Sie dürfen nur kurzfristig eingesetzt werden, in der Regel höchstens eine Woche am Stück, weil sich die Schleimhaut sonst an das Mittel gewöhnt. Zur längeren Anwendung eignen sich Meerwasser- oder Pflegesprays ohne abschwellenden Wirkstoff. Inhalieren löst Verschleimungen der Nasenwege und beugt dadurch einer Verstopfung der empfindlichen Kanäle vor. Eine sichere Vorbeugung gegen eine Nasennebenhöhlenmukozele gibt es allerdings nicht, da sie sich häufig noch Jahre nach einer Entzündung oder einer Operation bildet; wichtiger als jede Vorbeugung ist deshalb, Nasennebenhöhlenentzündungen konsequent ausheilen zu lassen.

Nachsorge

Nach einem operativen Eingriff können Patienten in der Regel bald in ihren Alltag zurückkehren, und die Beschwerden klingen nach kurzer Zeit ab. Auf regelmäßige Kontrollen sollte dennoch nicht verzichtet werden: Eine Mukozele kann noch viele Jahre nach der Operation erneut entstehen, und sie tut das zunächst ohne Beschwerden. Deshalb sind endoskopische Kontrollen beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt über einen längeren Zeitraum sinnvoll, bei größeren Befunden ergänzt durch bildgebende Untersuchungen. Eine gesunde Ernährung und eine regelmäßige Mundpflege können das Wohlbefinden unterstützen, sie verhindern eine erneute Mukozele jedoch nicht.

Der behandelnde Arzt informiert seinen Patienten über geeignete Verhaltensweisen. Die Umsetzung der präventiven Nachsorge fällt in den Verantwortungsbereich des Erkrankten. Bei einem ungünstigen Krankheitsverlauf kann eine zeitweise Dauerbehandlung notwendig werden. Betroffene müssen dann weitere Therapiemaßnahmen in Kauf nehmen. Es gilt vor allem, Komplikationen zu verhindern.

So kann sich die Nasennebenhöhlenmukozele auf das Gehirn ausweiten. Ein Sehkraftverlust ist nicht auszuschließen. Je nach Schweregrad vereinbaren Arzt und Patient einen Vorstellungsrhythmus. Als sicherer Nachweis für die Feststellung des Fortgangs hat sich die Computertomographie etabliert. Medikamente wie kortisonhaltige Nasensprays oder Nasenspülungen dienen dabei der Pflege der Schleimhaut und der Behandlung einer begleitenden Entzündung; die Mukozele selbst lässt sich damit nicht beseitigen. Gegebenenfalls beinhaltet die Nachsorge auch eine weitere Operation.

Nach einer Nasennebenhöhlenmukozele sollten Patienten Symptome, die auf eine Grippe hindeuten, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein weiterer Entzündungsherd kann entstanden sein. Zur Vermeidung von Komplikationen ist der Gang zum Arzt unausweichlich.

Das können Sie selbst tun

In aller Regel wird die Nasennebenhöhlenmukozele operativ behandelt. Je nach Größe dieser Operation ist es wichtig, dass die betroffenen Patienten nach dem Eingriff nur wenig sprechen und den Bereich um die Nase kühlen. Zur Kühlung bieten sich sogenannte Coolpads an, die in Sanitätsfachgeschäften oder Apotheken erhältlich sind. Es ist wichtig, zuvor das Kühlkissen mit einem Hand- oder Geschirrtuch zu umwickeln, damit das Kissen nicht direkt mit der Haut in Berührung kommt. Ansonsten könnte es zu Kälteverbrennungen kommen.

Die frisch operierte Nase profitiert von regelmäßiger Pflege. Hierzu finden Salben Verwendung, die den Patienten vom Arzt verschrieben oder empfohlen wurden. Eine weitere Möglichkeit, die Nasenschleimhäute zu pflegen, sind Nasenspülungen mit Salz. Sowohl die Nasendusche als auch das dazu gehörige Spülsalz sind in Apotheken und in Drogeriemärkten erhältlich. Wichtiger als jede Pflegemaßnahme ist es, Nasennebenhöhlenentzündungen konsequent ausheilen zu lassen und die vereinbarten Kontrolltermine wahrzunehmen, weil eine Mukozele auch noch Jahre später neu entstehen kann. Eine sorgfältige Mundhygiene ist allgemein sinnvoll, hat auf die Mukozele selbst jedoch keinen Einfluss.

Um Infektionen, Erkältungen und Schnupfen zu vermeiden, muss das Immunsystem des Patienten gestärkt werden. Dies geschieht über eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft.

Quellen

  • Probst, R., Grevers, G., Iro, H.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
    ISBN: 9783131521231
  • Reiß, M. (Hrsg.): Facharztwissen HNO-Heilkunde.
    ISBN: 9783662581773
  • Guntinas-Lichius, O.; Klußmann, J. P.; Lang, S.: Referenz HNO-Heilkunde.
    ISBN: 9783132422421
  • Strutz, J., Mann, W. (Hrsg.): Praxis der HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie.
    ISBN: 9783132454606
  • Lenarz, T., Boenninghaus, H.-G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
    ISBN: 9783642211300

Das könnte Sie auch interessieren