Plasmapherese

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 4. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Behandlungen Plasmapherese

Bei der Plasmapherese handelt es sich um ein therapeutisches Verfahren zur Entfernung von unerwünschten Proteinen, Immunglobulinen oder Antikörpern aus dem menschlichen Blutplasma. Durch diesen außerhalb des Körpers stattfindenden Filterprozess können verschiedene Erkrankungen in ihrem Verlauf günstig beeinflusst werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Plasmapherese?

Plasmapherese
Bei der Plasmapherese handelt es sich um ein therapeutisches Verfahren zur Entfernung von unerwünschten Proteinen, Immunglobulinen oder Antikörpern aus dem menschlichen Blutplasma.

Der Begriff Pherese stammt aus dem Griechischen und bedeutet das Wegnehmen eines Teils des Ganzen. Bei dem Plasmaaustausch, der stets zur Therapie angewendet wird, wird der separierte Anteil des Plasmas verworfen und durch eine andere Volumenflüssigkeit, je nach Indikation, ersetzt.

Dabei handelt es sich bei dem Großteil der Fälle um Humanalbuminlösung, bei bestimmten Krankheitsbildern auch um Frischplasma; reine Elektrolytlösungen wie physiologische Kochsalzlösung oder Ringerlösung werden allenfalls ergänzend eingesetzt. Das Verfahren wird auch als therapeutischer Plasmaaustausch bezeichnet, weil dabei das abgetrennte Plasma mitsamt den unerwünschten, meist eiweißhaltigen Bestandteilen ersetzt wird. Wird dagegen gezielt nur ein einzelner Bestandteil herausgefiltert und das übrige Plasma zurückgegeben, spricht man von selektiver Apherese.

Durch die Plasmaseparation können zwar auch negative Begleiterscheinungen ausgelöst werden, diese werden aber in der Regel in Kauf genommen, da der Nutzen für den einzelnen Patienten ungleich höher ist. Im englischen Sprachgebrauch wird die Plasmapherese auch als Plasma exchange, PE, bezeichnet. Es handelt sich um ein etabliertes medizinisches Verfahren, welches hohen wissenschaftlichen Standards unterliegt und in den letzten Jahren nochmals optimiert und verfeinert wurde, um den unterschiedlichen Indikationen so präzise wie möglich gerecht werden zu können. Das bewährte Therapieverfahren kann unter ambulanten, halb ambulanten oder auch stationären Bedingungen mit Erfolg durchgeführt werden.

Die Plasmapherese gehört zur Familie der Apherese-Verfahren. Der Oberbegriff bezeichnet alle Behandlungen, bei denen das Blut außerhalb des Körpers in seine Bestandteile zerlegt, ein Anteil davon zurückbehalten und der Rest zurückgegeben wird. Neben der Plasmapherese, die am flüssigen Anteil ansetzt, gibt es die Verfahren, die an den Zellen ansetzen: Bei der Erythrozytapherese werden rote, bei der Thrombozytapherese Blutplättchen und bei der Leukapherese weiße Blutkörperchen entnommen. Auch die Gewinnung von Blutstammzellen aus dem strömenden Blut für eine spätere Übertragung erfolgt nach diesem Grundmuster.

Vom therapeutischen Plasmaaustausch zu unterscheiden ist die Plasmapherese beim gesunden Spender. Bei der Plasmaspende wird ebenfalls das Plasma abgetrennt und die zellulären Bestandteile werden zurückgegeben — das Ziel ist hier jedoch nicht die Behandlung des Spenders, sondern die Gewinnung des Plasmas als Ausgangsstoff für Arzneimittel und für die Übertragung auf Patienten. Beide Anwendungen benutzen dieselbe Technik und verfolgen entgegengesetzte Zwecke: Beim Kranken ist das gewonnene Plasma Abfall, beim Spender ist es das Produkt.

Technisch stehen zwei Wege zur Verfügung, das Plasma abzutrennen. Beim Zentrifugationsverfahren wird das Blut in Rotation versetzt; die schwereren zellulären Bestandteile wandern nach außen, das leichtere Plasma sammelt sich innen und wird abgeleitet. Beim Membranverfahren strömt das Blut an einem Filter entlang, dessen Poren die Blutkörperchen zurückhalten und das Plasma durchtreten lassen. Welcher Weg gewählt wird, hängt von der Ausstattung der Einrichtung und von der Fragestellung ab.

Von der Hämodialyse, mit der die Plasmapherese im Aufbau vieles gemeinsam hat, unterscheidet sie sich in dem, was sie entfernt. Die Dialyse nimmt kleine, wasserlösliche Stoffe aus dem Blut, die eine Membran entlang eines Konzentrationsgefälles passieren können; große, an Eiweiß gebundene Moleküle bleiben ihr verschlossen. Genau diese großen Moleküle sind das Ziel der Plasmapherese — sie erreicht sie, indem sie den gesamten Plasmaanteil verwirft, in dem sie gelöst sind. Die beiden Verfahren ersetzen einander deshalb nicht, sondern ergänzen sich; bei einzelnen Krankheitsbildern werden sie nacheinander eingesetzt.

Der Gedanke, Blut außerhalb des Körpers in seine Bestandteile zu zerlegen und nur einen Teil davon zurückzugeben, ist deutlich älter als seine breite Anwendung. Beschrieben und benannt wurde das Vorgehen bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zunächst im Tierversuch. In die tägliche Krankenversorgung gelangte es jedoch erst, als leistungsfähige Trenngeräte, geeignete Schlauchsysteme und verlässliche Ersatzflüssigkeiten zur Verfügung standen. Seither hat sich weniger das Grundprinzip verändert als die Frage, bei welchen Krankheitsbildern sein Einsatz gerechtfertigt ist — diese Zuordnung wird regelmäßig überprüft und hat sich bei einzelnen Erkrankungen im Lauf der Jahre in beide Richtungen verschoben.

Funktion, Wirkung & Ziele

Der therapeutische Plasmaaustausch dient in allererster Linie der Entfernung von unerwünschten Komponenten in den flüssigen Bestandteilen des strömenden Blutes. Die zellulären Bestandteile des Blutes, also alle Blutkörperchen wie Erythrozyten, Leukozyten oder Thrombozyten, werden bei der Plasmapherese nicht verändert.

Es geht ausschließlich um eine therapeutische Einflussnahme auf die Zusammensetzung des Blutplasmas. Geht es um die effektive Entfernung von unerwünschten Antikörpern als hochmolekularen Proteinen, dann kommt die Plasmaseparation besonders in der Neurologie oder der Nierenheilkunde, Nephrologie, zum Einsatz. Wird das Verfahren gezielt bei Fettstoffwechselstörungen eingesetzt, so sprechen Ärzte auch von Lipidapherese. Der Filtrationsprozess kann dann so eingestellt werden, dass lediglich unerwünschte mikroskopisch kleine Fettkörperchen, Lipide, aus dem Blutplasma entfernt werden.

Der Plasmaaustausch zielt darauf ab, mit dem abgetrennten Plasma vor allem die unerwünschten Bestandteile zu entfernen. Dies ist selbstverständlich nicht immer unter allen Umständen möglich, denn es kann auch zur Entfernung von Komponenten im Plasma kommen, die eigentlich nicht entfernt werden sollten. Genau darin begründet können für den Patienten bestimmte Risiken und Gefahren liegen. Ganz ähnlich wie bei der Hämodialyse handelt es sich auch bei der Plasmapherese um ein sogenanntes Detoxikationsverfahren. Der Körper soll also von denjenigen Substanzen befreit bzw. entgiftet werden, die ansonsten im Plasma kumulieren, sich also anreichern würden.

Wie oft und in welchen Zeitintervallen eine therapeutische Plasmaseparation durchgeführt werden muss, ist streng von der jeweiligen Indikation und vom Krankheitsbild abhängig. Für die Durchführung des Verfahrens gibt es nach medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien gesicherte, vermutete sowie fragliche Behandlungsindikationen. Als gesichert gilt, dass die Plasmapherese beim sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom sowie bei der Thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura für den Patienten zur Wiedererlangung oder Aufrechterhaltung seiner Lebensqualität sehr hilfreich ist. Für das hämolytisch-urämische Syndrom gilt das nach heutigem Kenntnisstand allerdings nur eingeschränkt: Bei der durch bakterielle Gifte ausgelösten Form wird der Plasmaaustausch nicht mehr allgemein empfohlen, und bei der durch eine Störung des Komplementsystems bedingten Form stehen inzwischen gezielt wirkende Medikamente zur Verfügung.

Vermutete Indikationen, die die Durchführung eines therapeutischen Plasmaaustausches rechtfertigen, sind bestimmte Nierenerkrankungen, sogenannte Glomerulopathien sowie systemischer Lupus erythematodes. Bei beiden chronischen Leiden handelt es sich um sogenannte Autoimmunerkrankungen, es werden ungesteuert Antikörper gegen körpereigene Gewebestrukturen gebildet. Mittels der Plasmapherese können diese gewebeschädlichen Antikörper zeitweilig aus dem Blut des Patienten entfernt werden. Als fragliche Indikation gilt Pemphigus vulgaris, eine Hautkrankheit, die mit der Bildung von schädlichen Autoantikörpern einhergeht. Bei multipler Sklerose hat sich der Stellenwert dagegen verschoben.

Besonders bei einem akuten Schub mit Krankheitswert und Verschlechterung der Prognose kann sich für den Patienten ein therapeutischer Plasmaaustausch bei multipler Sklerose lohnen. Es profitieren aber längst nicht alle Patienten davon, welche an dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems leiden. Spricht ein Schub auf eine hoch dosierte Kortisonbehandlung nicht an, gilt der Plasmaaustausch heute als etablierte Behandlung der nächsten Stufe.

Ob sich ein Plasmaaustausch überhaupt lohnt, hängt von den Eigenschaften des Stoffes ab, den man loswerden will. Sinnvoll ist das Verfahren vor allem dann, wenn der krankmachende Stoff im Plasma zirkuliert, ein hohes Molekulargewicht besitzt und sich überwiegend im Blut und nicht im Gewebe aufhält. Verteilt sich eine Substanz dagegen breit im Körper, strömt aus dem Gewebe rasch nach, was aus dem Blut entfernt wurde — der Aufwand bliebe dann ohne Wirkung. Aus demselben Grund reicht eine einzelne Behandlung selten aus; üblich sind mehrere Sitzungen, deren Abstand der behandelnde Arzt festlegt.

Ein zweiter Grundgedanke betrifft die Zeit danach. Der Plasmaaustausch entfernt die bereits gebildeten Antikörper, er hält aber die Zellen nicht davon ab, neue zu bilden. Nach der Behandlung kann die Konzentration deshalb wieder ansteigen. Um das zu verhindern, wird der Plasmaaustausch bei Autoimmunerkrankungen in aller Regel mit einer Behandlung kombiniert, die das Immunsystem dämpft. Er ist damit kein Verfahren, das für sich allein steht, sondern ein Baustein, der rasch Wirkung entfaltet und der langsamer wirkenden medikamentösen Behandlung Zeit verschafft.

Über die bereits genannten Krankheitsbilder hinaus gehört der Plasmaaustausch bei mehreren Erkrankungen zum festen Bestandteil der Behandlung. In der Neurologie zählen dazu die Myasthenia gravis, bei der Antikörper die Übertragung vom Nerv auf den Muskel stören und eine ausgeprägte Muskelschwäche hervorrufen, sowie das Guillain-Barré-Syndrom, eine rasch fortschreitende Nervenentzündung mit aufsteigender Lähmung. In der Nierenheilkunde wird das Verfahren bei bestimmten Formen der Nierenentzündung eingesetzt, insbesondere wenn Antikörper die Filterstruktur der Niere angreifen und zusätzlich Blutungen in der Lunge auftreten, sowie bei schweren Verläufen einer Vaskulitis. In der Transplantationsmedizin dient er dazu, vor einer Nierentransplantation über die Blutgruppengrenze hinweg die entsprechenden Antikörper zu senken und eine bereits eingetretene Abstoßungsreaktion zu behandeln.

Auch die Wahl der Ersatzflüssigkeit folgt der Indikation und nicht der Gewohnheit. Bei der thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura wird gezielt Frischplasma verwendet, weil dabei nicht nur schädliche Bestandteile entfernt, sondern zugleich ein fehlender Eiweißfaktor zugeführt wird. Bei den meisten anderen Anwendungen genügt Humanalbumin, das das Volumen und den kolloidosmotischen Druck aufrechterhält, ohne die Risiken einer Plasmaübertragung mit sich zu bringen. Über den Anteil beider Lösungen entscheidet der behandelnde Arzt für jede Sitzung neu.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Um die Trennung von Blutbestandteilen therapeutisch durchzuführen, sind sogenannte Zellseparatoren erforderlich. Dieser Prozess findet außerhalb des Körpers in eigens dafür entwickelten Maschinen statt. Moderne Zellseparatoren verfügen sämtlich über computergesteuerte Ventile und Rollerpumpen.

Eine absolut sterile Arbeitsweise ist unabdingbar, denn bei allen Verfahren des Blutaustausches geht die größte Gefahr für den Patienten von möglichen Infektionen aus. Weit häufiger als solche schweren Zwischenfälle sind Blutdruckabfälle, Kribbeln und Muskelkrämpfe durch das gerinnungshemmende Citrat sowie allergische Reaktionen auf die Ersatzflüssigkeit. Speziell bei der Plasmapherese werden neben den unerwünschten hochmolekularen Bestandteilen wie Autoantikörper oder pathologische Proteine auch lebenswichtige Komponenten, wie beispielsweise Gerinnungsfaktoren, aus dem Plasma entfernt. Die Gerinnungsfaktoren werden in der Leber gebildet, können jedoch nicht so schnell nachgebildet werden, wie sie durch die Plasmaseparation entfernt werden.

In vielen Fällen ist es daher erforderlich, dem Patienten die fehlenden Gerinnungsfaktoren zuzuführen, damit die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nicht beeinträchtigt wird. Verwendet wird dafür in der Regel Frischplasma, das die fehlenden Faktoren enthält. Eine dauernde Blutungsneigung des Patienten durch einen therapeutischen Plasmaaustausch muss unbedingt verhindert werden. Um nur bestimmte Fraktionen von einzelnen Proteinen während des Prozesses herausfiltern zu können, werden spezielle semidurchlässige Membranplasma-Separatoren benötigt.

Durch Membrantests in vitro kann vor der Anwendung beim Patienten genau bestimmt werden, welche Molekülgrößen die Membran passieren können und welche zurückgehalten werden. Bei der Plasmapherese erfolgen die Blutentnahme und die Rücktransfusion über venöse Zugänge, beispielsweise an den Armvenen. Bei jeder Rücktransfusion, Reinfundierung, werden dem Patienten neben dem gereinigten Plasma auch die zellulären Bestandteile, also die unterschiedlichen Blutkörperchen, wieder zurückgegeben.

Bevor die Behandlung beginnt, muss ein Gefäßzugang geschaffen werden, der den benötigten Blutfluss zulässt. Bei guten Venenverhältnissen genügen zwei Zugänge an den Armen; reichen diese nicht aus oder sind zahlreiche Sitzungen geplant, wird ein großlumiger Katheter in eine herznahe Vene gelegt. Damit übernimmt man dessen eigene Risiken: Verletzungen beim Einbringen, eine Thrombose im Gefäß und vor allem Infektionen, die von der Eintrittsstelle ausgehen und bis zur Sepsis führen können. Der Zugang wird deshalb nur so lange belassen, wie er gebraucht wird.

Das gerinnungshemmende Citrat, ohne das das Blut im Schlauchsystem verklumpen würde, wirkt, indem es Calcium bindet. Genau daraus erklären sich die Beschwerden, die Patienten während der Behandlung am häufigsten schildern: Kribbeln um den Mund und in den Fingerspitzen, Muskelzucken und Krämpfe. Der Calciumspiegel wird währenddessen überwacht und bei Bedarf ausgeglichen. Hinzu kommen Verschiebungen im Kreislauf, weil ein Teil des Blutvolumens außerhalb des Körpers unterwegs ist; deshalb werden Blutdruck, Puls und Befinden während der gesamten Sitzung kontrolliert, und Patienten wird geraten, jedes Unwohlsein sofort zu melden.

Ein Gesichtspunkt, der leicht übersehen wird, betrifft die übrige Medikation. Wirkstoffe, die im Blut stark an Eiweiß gebunden sind, werden mit dem Plasma zu einem erheblichen Teil mit entfernt. Der behandelnde Arzt legt deshalb fest, welche Mittel vor und welche erst nach der Sitzung eingenommen werden. Bei wiederholten Behandlungen sinkt außerdem der Gehalt an Immunglobulinen im Blut, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen kann; auch das wird laborchemisch verfolgt und gegebenenfalls ausgeglichen.

Wird Frischplasma als Ersatzflüssigkeit eingesetzt, kommen die Risiken einer Übertragung von Blutbestandteilen hinzu. Dazu zählen allergische Reaktionen, die von Hautausschlag und Juckreiz bis zur Anaphylaxie reichen können, sowie seltene, aber ernste Reaktionen der Lunge. Vor jeder Behandlung wird deshalb abgewogen, ob Frischplasma tatsächlich erforderlich ist oder ob Humanalbumin ausreicht. Insgesamt gilt der therapeutische Plasmaaustausch als beherrschbares Verfahren, sofern die Indikation stimmt, der Patient überwacht wird und das Personal eingearbeitet ist; ohne diese Voraussetzungen ist er ein erheblicher Eingriff in ein empfindliches Gleichgewicht.

Ob ein Patient die Behandlung verträgt, entscheidet sich vor allem am Kreislauf. Ein Teil des Blutvolumens befindet sich während der Sitzung außerhalb des Körpers, und dieser Anteil fällt umso stärker ins Gewicht, je kleiner der Patient ist — bei Kindern wird das Schlauchsystem deshalb eigens angepasst. Ein instabiler Kreislauf, eine schwere, nicht beherrschte Infektion, eine bekannte Unverträglichkeit gegen die vorgesehene Ersatzflüssigkeit und eine ausgeprägte Blutungsneigung sind Gründe, den Termin zu verschieben oder das Vorgehen zu ändern. In dringenden Fällen wird der Plasmaaustausch dennoch durchgeführt; dann geschieht das unter entsprechend engmaschiger Überwachung und mit vorbereiteten Gegenmaßnahmen.

Quellen

  • Kuhlmann, U., Böhler, J., Luft, F. C., et al. (Hrsg.): Nephrologie.
    ISBN: 9783137002062
  • Geberth, S., Nowack, R.: Praxis der Dialyse.
    ISBN: 9783642412073
  • Kiefel, V., Sachs, U. J. (Hrsg.): Transfusionsmedizin und Immunhämatologie.
    ISBN: 9783662718247
  • Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
    ISBN: 9783437232565
  • Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
    ISBN: 9783662606742

Das könnte Sie auch interessieren