Tauchmedizin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 5. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Als Tauchmedizin wird ein Teilbereich von Arbeits- und Sportmedizin bezeichnet. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Wasser auf den menschlichen Organismus bei Tauchgängen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Tauchmedizin?

Die Tauchmedizin stellt ein Teilressort von Arbeitsmedizin und Sportmedizin dar. Darüber hinaus ist sie ein wichtiger Bestandteil der Tauchausbildung. Zu ihren Aufgabengebieten zählen sämtliche medizinischen Aspekte des Tauchens.

Dazu gehören neben der Tauchtauglichkeit auch die Therapie und Prävention von Tauchunfällen. Weitere bedeutende Kriterien sind das Diagnostizieren und Behandeln von Vergiftungen und Verletzungen im Wasser. Ebenfalls eine Rolle spielen die psychologischen Effekte des Tauchens. So besteht die Möglichkeit, dass sich im Rahmen von Tauchunfällen neben körperlichen Verletzungen auch seelische Traumata zeigen, die sich gegenseitig beeinflussen.

Die Tauchmedizin entstand nicht aus dem Sport, sondern aus der Arbeitswelt. Im 19. Jahrhundert erkrankten Arbeiter, die in Senkkästen unter Überdruck Brückenpfeiler gründeten, nach dem Ausschleusen an Gelenkschmerzen und Lähmungen; das Leiden hieß deshalb lange Caissonkrankheit. Der französische Physiologe Paul Bert wies gegen Ende des Jahrhunderts nach, dass gelöster Stickstoff die Ursache ist, der beim Druckabfall wieder gasförmig wird. Anfang des 20. Jahrhunderts stellte der Schotte John Scott Haldane die ersten Tabellen auf, die festlegen, in welchen Stufen ein Taucher auftauchen soll, damit der Stickstoff abgeatmet wird, statt Blasen zu bilden. Aus diesem Ansatz sind die heutigen Dekompressionstabellen und die Rechenmodelle der Tauchcomputer hervorgegangen.

Eine eigene Facharztbezeichnung für Tauchmedizin gibt es in Deutschland nicht. Ärzte erwerben die nötige Qualifikation in Kursen der Fachgesellschaften; für den deutschsprachigen Raum ist das vor allem die Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM), die auch die Empfehlungen für die Tauchtauglichkeitsuntersuchung herausgibt. Über die Fachgesellschaften lassen sich Listen entsprechend fortgebildeter Ärzte finden. Die Zuständigkeit der Tauchmedizin reicht dabei über das Sporttauchen hinaus: Sie betrifft ebenso Berufstaucher, deren Einsätze arbeitsschutzrechtlich geregelt sind, das Apnoetauchen ohne Gerät, das Tauchen mit Vorerkrankungen und Fragen der Reisemedizin, weil viele Tauchgänge weitab der nächsten Druckkammer stattfinden.

Behandlungen & Therapien

Der menschliche Körper unterliegt beim Tauchen unter Wasser anderen Belastungen als auf der Erdoberfläche. So kommt es bei ansteigender Tiefe zu einer Zunahme des Drucks, was wiederum eine spezielle Versorgung mit Atemgas mithilfe von entsprechenden Geräten erforderlich macht. Dabei befasst sich die Tauchmedizin mit damit verbundenen Problemen sowie mit Erkrankungen, die nach einem Tauchvorgang einsetzen.

Zwei physikalische Gesetzmäßigkeiten prägen alles Weitere. Zum einen nimmt der Umgebungsdruck mit der Tiefe zu: Je zehn Meter Wassersäule kommt etwa ein Bar hinzu, in zehn Meter Tiefe lastet also rund der doppelte Druck auf dem Taucher wie an der Oberfläche. Gasgefüllte Räume im Körper werden dabei zusammengedrückt und dehnen sich beim Auftauchen wieder aus; die größten Volumenänderungen treten deshalb nicht in der Tiefe auf, sondern in den obersten Metern. Zum anderen löst sich unter Druck mehr Gas im Gewebe. Der Stickstoff der Atemluft reichert sich während des Tauchgangs im Körper an und muss beim Auftauchen wieder abgegeben werden, und zwar langsam genug, dass er über die Lunge abgeatmet wird und keine Blasen bildet.

Den wichtigsten Bereich der Tauchmedizin stellt die Überdruckmedizin dar, die auch als Hyperbarmedizin bekannt ist. Dabei beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen von physikalischen Gegebenheiten, die unter Wasser auftreten. Als häufigste Anwendungsgebiete der Tauchmedizin gelten die Dekompressionskrankheit sowie das Barotrauma.

Die Dekompressionskrankheit wird auch Taucherkrankheit genannt. Sie zeigt sich, wenn das Auftauchen des Tauchers an die Wasseroberfläche zu rasant erfolgt. So hat dies das Entstehen von Stickstoffblasen im Gewebe zur Folge, was wiederum ernsthafte Beeinträchtigungen der Lunge oder anderer Organe nach sich ziehen kann. Zu den charakteristischen Beschwerden der Taucherkrankheit gehören Schwindel und Übelkeit. Meist treten die Symptome innerhalb der ersten Stunden nach dem Auftauchen auf, gelegentlich auch erst mit einem Tag Verzögerung. Sie können harmlos sein und sich auf Juckreiz beschränken, aber auch Bewusstseinsstörungen oder Lähmungen nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall droht sogar der Tod des Tauchers. Ebenso sind bei Berufstauchern chronische Schäden im Bereich des Möglichen.

Zur Behandlung der Dekompressionskrankheit erhält der Patient rasch reinen Sauerstoff. Außer bei den leichtesten Formen ist zusätzlich eine Behandlung in einer Druckkammer erforderlich. Dort setzen ihn die Ärzte höherem Druck aus, der anschließend allmählich gesenkt wird. Auf diese Weise lassen sich die in Lösung übergegangenen Gase abatmen.

Ein Barotrauma entsteht durch Veränderungen des Umgebungsdrucks. Dadurch können bestimmte Körperregionen wie das Innenohr oder die Lunge verletzt werden, weil sich der Druck nicht rasch genug ausgleichen lässt. Reißt beim Auftauchen Lungengewebe ein, können Gasblasen in die Blutbahn gelangen und eine arterielle Gasembolie auslösen. Sie setzt anders als die Dekompressionskrankheit meist unmittelbar nach dem Auftauchen ein, äußert sich häufig mit neurologischen Ausfällen oder Bewusstlosigkeit und erfordert ebenfalls sofort Sauerstoff und eine Behandlung in der Druckkammer.

Am häufigsten trifft das Barotrauma das Mittelohr. Gleicht sich der Druck über die Ohrtrompete nicht aus, wölbt sich das Trommelfell nach innen, was zunächst schmerzt und im weiteren Verlauf zu einem Einriss führen kann; dringt dann kaltes Wasser in das Mittelohr ein, entsteht heftiger Schwindel. Taucher gleichen den Druck deshalb schon in den ersten Metern und danach fortlaufend aus, etwa indem sie bei zugehaltener Nase vorsichtig Luft in den Nasenrachenraum drücken. Bei einem Schnupfen gelingt das oft nicht, weil die geschwollene Schleimhaut die Ohrtrompete verlegt. Nach demselben Muster können die Nasennebenhöhlen, eine defekte Zahnfüllung mit einem Hohlraum darunter und der Luftraum unter der Tauchmaske Schaden nehmen. Das Barotrauma der Lunge ist die seltenste, aber folgenschwerste Form.

Ebenfalls zu den Anwendungsgebieten der Tauchmedizin zählen der Wärmehaushalt der Taucher, die psychischen Auswirkungen des Tauchens sowie Vergiftungen durch Giftfische, Seeigel, Seesterne, Nesseltiere, Seeschlangen und Kraken. Dabei werden Nervengifte abgesondert, die sogar eine tödliche Wirkung erreichen können. Der Tauchmedizin stehen jedoch für einige Arten Gegengifte zur Verfügung. Gesundheitsschädliche Auswirkungen sind außerdem durch Atemgase denkbar. Bei erhöhten Druckverhältnissen entsteht eine narkotische Wirkung durch Stickstoff, was wiederum den sogenannten Tiefenrausch hervorruft.

In höheren Konzentrationen sowie bei hohem Druck entfaltet der Sauerstoff einen giftigen Effekt, was sich beim Tauchen u. a. durch Tinnitus, Schwindelgefühle, Übelkeit, Erbrechen, Angstzustände, Krämpfe und Verwirrtheit bemerkbar macht. Tauchmediziner sprechen dann von einer Sauerstoffvergiftung. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Tauchmedizin auch mit den Auswirkungen von Gasgemischen sowie der Dauer der Tauchgänge.

Aus diesem Zusammenhang erklären sich auch die gebräuchlichen Atemgase. Nitrox, ein Gemisch mit erhöhtem Sauerstoffanteil, verringert die aufgenommene Stickstoffmenge und damit den Tiefenrausch, begrenzt wegen der Sauerstoffgiftigkeit aber die zulässige Tiefe. Für große Tiefen kommen Gemische zum Einsatz, in denen ein Teil des Stickstoffs durch Helium ersetzt ist, weil Helium nicht narkotisch wirkt. Solche Gemische verlangen eine eigene Ausbildung und eine eigene Aufstiegsplanung.

Ein eigenes Kapitel ist der Wärmehaushalt. Wasser leitet Wärme um ein Vielfaches besser als Luft, sodass der Körper auch in sommerlich temperierten Gewässern auskühlt. Der Taucher merkt das häufig spät, weil die Kälte zuerst Aufmerksamkeit und Feinmotorik der Hände beeinträchtigt und erst danach unangenehm wird. Neben der Unterkühlung selbst gilt Auskühlung als ein Umstand, der die Abgabe des Stickstoffs erschwert, weil die Durchblutung von Haut und Gliedmaßen nachlässt. Anzug, Tauchzeit und Wiederholungstauchgänge werden deshalb auf die Wassertemperatur abgestimmt.

Für die Erstversorgung eines Tauchunfalls gilt unabhängig davon, ob eine Dekompressionskrankheit oder eine Gasembolie vorliegt, dasselbe Vorgehen: Der Betroffene wird aus dem Wasser geholt, flach gelagert und vor weiterem Auskühlen geschützt, er erhält so früh wie möglich Sauerstoff über eine dicht sitzende Maske, und es wird der Notruf 112 abgesetzt. Ein erneutes Abtauchen zur Behandlung im Wasser gilt heute als gefährlich und wird nicht empfohlen. Für die weitere Behandlung sind die Angaben zum Tauchgang wichtig: Tiefe, Dauer, Aufstiegsgeschwindigkeit, Atemgas und vorangegangene Tauchgänge, die sich meist am Tauchcomputer ablesen und der Klinik übermitteln lassen. Über die Notrufzentralen der Tauchsportorganisationen lässt sich rund um die Uhr eine freie Druckkammer vermitteln.

Die Druckkammerbehandlung wird über den Tauchunfall hinaus eingesetzt. Zu den anerkannten Anwendungsgebieten der hyperbaren Sauerstofftherapie zählen die Kohlenmonoxidvergiftung, schwere Infektionen mit gasbildenden Bakterien und Wunden, die nach einer Bestrahlung oder bei Durchblutungsstörungen nicht heilen. Für zahlreiche weitere Anwendungen, die einzelne Anbieter bewerben, fehlt ein tragfähiger Nachweis; die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten deshalb nur für einen eng umgrenzten Katalog.

Einen anderen wichtigen Aufgabenbereich der Tauchmedizin bildet die Tauchtauglichkeitsprüfung. Sie dient dazu, Tauchunfällen entgegenzuwirken. Die Untersuchung stellt daher fest, ob sich das Tauchen problemlos durchführen lässt oder bestimmte Risiken vorliegen. Zu diesem Zweck untersuchen Tauchmediziner den allgemeinen Gesundheitszustand des Tauchers sowie dessen Lungenfunktionen, Herz-Kreislauf-System und Brustkorb. Hinzu kommt eine Untersuchung von Ohren, Nase und Rachen, weil der Druckausgleich im Mittelohr und in den Nasennebenhöhlen für das Tauchen entscheidend ist.

Damit gesundheitliche Risiken rechtzeitig erkannt werden, wird empfohlen, die Tauchtauglichkeitsuntersuchung regelmäßig vornehmen zu lassen. Berufstaucher sind sogar zu dieser Untersuchung einmal im Jahr verpflichtet. Für Sporttaucher ist sie in Deutschland dagegen nicht vorgeschrieben; Tauchschulen und Ausbildungsverbände verlangen sie jedoch häufig, und die Fachgesellschaften empfehlen je nach Alter einen Abstand von ein bis drei Jahren. Stellt der Tauchmediziner gesundheitliche Risiken wie zum Beispiel eine Funktionsstörung des Innenohrs oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung fest, kann er die Tauchtauglichkeit einschränken oder ganz verneinen.

Welche Befunde gegen das Tauchen sprechen, richtet sich nach der Frage, ob sie unter Wasser zu Bewusstlosigkeit, zu einem Problem beim Druckausgleich oder zu einer plötzlichen Belastung des Kreislaufs führen können. Als bedenklich gelten deshalb unter anderem ein schlecht eingestelltes Asthma, eine Epilepsie mit Anfällen, schwere Herzrhythmusstörungen, eine unbehandelte Herzschwäche sowie alles, was mit Bewusstseinsverlust einhergehen kann. Ein Diabetes mellitus und Voroperationen an Lunge oder Ohr werden im Einzelfall beurteilt statt pauschal ausgeschlossen. Eine Sonderstellung nimmt eine offen gebliebene Verbindung zwischen den beiden Vorhöfen des Herzens ein, das persistierende Foramen ovale: Es kommt bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung vor und bleibt meist unbemerkt, kann aber Gasblasen aus dem venösen in den arteriellen Kreislauf durchtreten lassen und erhöht so das Risiko bestimmter Formen der Dekompressionskrankheit.

Nach dem Tauchen ist außerdem der Kabinendruck im Flugzeug zu bedenken. Er liegt unter dem Druck auf Meereshöhe, sodass gelöster Stickstoff noch entweichen kann, wenn der Körper ihn eigentlich schon abgegeben haben sollte. Zwischen dem letzten Tauchgang und einem Flug wird deshalb ein zeitlicher Abstand eingehalten, dessen Länge sich nach Zahl und Profil der vorangegangenen Tauchgänge richtet. Aus demselben Grund ist die Heimfahrt über einen hohen Gebirgspass ein Risiko, an das viele Urlauber nicht denken.


Diagnose & Untersuchungsmethoden

Bei ihren verschiedenen Aufgabengebieten setzt die Tauchmedizin auf unterschiedliche Untersuchungs- und Diagnoseverfahren. Diese gelangen auch in anderen medizinischen Ressorts zur Anwendung. Von besonderer Wichtigkeit ist der Lungenfunktionstest.

Bei diesem Vorgang wird mit einer Spirometrie das Lungenvolumen aufgezeichnet. Ebenso findet eine Messung des Atemvolumens statt, wodurch der Arzt Hinweise auf mögliche Lungenkrankheiten erhält.

Zu den bedeutendsten Verfahren der Tauchmedizin zählt außerdem die Tonschwellenaudiometrie. Sie dient zur Untersuchung des Hörvermögens und wird mit einer speziellen Hörschwellenkurve dargestellt. Als ebenso wichtig gilt eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) von Herz und Organen. Sie hilft dabei, mögliche Funktionsstörungen zu ermitteln, die eine Gefahr für das Tauchen bedeuten. Durch eine Röntgenuntersuchung sind wiederum Lungenkrankheiten feststellbar, die beim Tauchgang lebensgefährliche Folgen haben können. Um das Herz-Kreislauf-System zu kontrollieren, wird oftmals ein Belastungs-EKG durchgeführt.

Es lässt sich auch außerhalb der Tauchtauglichkeitsuntersuchung vornehmen. Das EKG ist deshalb so wichtig, weil Herz und Kreislauf des Tauchers unter Wasser unter starken Belastungen leiden. Eine bedeutende Rolle spielt zudem der Wärmehaushalt, da der Körper im Wasser deutlich schneller auskühlt als an der Luft.

Eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung folgt einem festen Ablauf. Am Anfang steht ein Fragebogen zur Vorgeschichte: Vorerkrankungen, Operationen, Medikamente, Beschwerden an Ohren und Atemwegen, Krampfanfälle, Ohnmachten sowie bisherige Tauchgänge und Zwischenfälle. Es folgen die körperliche Untersuchung mit Puls- und Blutdruckmessung und ein Hals-Nasen-Ohren-Status: Der Arzt betrachtet beide Trommelfelle und prüft, ob sich der Druck über die Ohrtrompete ausgleichen lässt, denn davon hängt die Tauglichkeit ebenso ab wie von einem Befund an Herz oder Lunge. Seh- und Hörvermögen werden geprüft; ab einem gewissen Alter und bei entsprechenden Vorbefunden kommen Ruhe- und Belastungs-EKG hinzu. Kinder und Jugendliche werden nach eigenen Maßstäben beurteilt, weil ihr Mittelohr und ihre Belastbarkeit anders zu bewerten sind. Berufstaucher werden nach den Vorgaben des Arbeitsschutzes untersucht; maßgeblich ist dort der berufsgenossenschaftliche Grundsatz G 31 „Überdruck“.

Für die Erkennung eines Tauchunfalls selbst spielen apparative Verfahren dagegen eine untergeordnete Rolle. Entscheidend sind der Tauchgang und der zeitliche Zusammenhang: Wer nach dem Auftauchen über Hautjucken, Gelenkschmerzen, Missempfindungen, Schwäche in einem Bein oder Sehstörungen klagt, gilt bis zum Beweis des Gegenteils als Tauchunfall. Eine Computertomographie oder Kernspintomographie kann unauffällig ausfallen, obwohl eine behandlungsbedürftige Dekompressionskrankheit vorliegt. Sauerstoffgabe und Druckkammerbehandlung werden deshalb nicht aufgeschoben, um zuerst ein Bild anzufertigen.

Die Übernahme der Kosten für die Untersuchungen der Tauchmedizin hängt davon ab, welches Verfahren durchgeführt wird. So muss der Taucher eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung normalerweise selbst bezahlen. Ist die Behandlung jedoch von medizinischer Notwendigkeit, tragen die Krankenkassen die Kosten. Dazu gehören beispielsweise Untersuchung und Therapie der Taucherkrankheit oder von anderen Erkrankungen, die infolge des Tauchens entstehen.

Quellen

  • Ziegenfuß, T.: Notfallmedizin.
    ISBN: 9783662703977
  • Gries, A., Seekamp, A., Christ, M., Dodt, C. (Hrsg.): Klinische Akut- und Notfallmedizin.
    ISBN: 9783954669981
  • Wonisch, M., Hofmann, P., Förster, H., et al. (Hrsg.): Kompendium der Sportmedizin.
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  • Dickhuth, H.-H., Mayer, F., Röcker, K., Berg, A. (Hrsg.): Sportmedizin für Ärzte.
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  • Marx, G., Muhl, E., Zacharowski, K., Zeuzem, S. (Hrsg.): Die Intensivmedizin.
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