Antiparasitika

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 6. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Antiparasitika finden bei der Bekämpfung von verschiedenen Parasiten Einsatz. Sie wirken sowohl gegen Parasiten, die auf dem Wirt leben (Ektoparasiten), als auch gegen Parasiten, die das Innere des Wirts befallen (Endoparasiten). Es gibt auch Präparate, die gegen beide Parasitenformen gleichzeitig wirken.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Antiparasitika?

Antiparasitika
Antiparasitika bekämpfen die zahlreichen verschiedenen Arten von Parasiten. Zu den äußerlichen Parasiten zählen z.B. Läuse, Zecken und Milben.

Antiparasitika bekämpfen die zahlreichen verschiedenen Arten von Parasiten. Parasiten sind unterschiedliche Lebensformen, die den Menschen entweder äußerlich oder innerlich befallen können. Zu den äußerlichen Parasiten zählen z.B. Läuse, Zecken und Milben. Innere Parasiten wären der Bandwurm und sonstige Wurmarten, die den Darm besiedeln und es gibt auch verschiedene Einzeller, die ihren Wirt innerlich befallen können.

Parasiteninfektionen können unangenehme Begleiterscheinungen mit sich bringen, in manchen Fällen auch schwerwiegende Probleme oder Folgeerkrankungen auslösen. Deshalb sollte ein Parasitenbefall immer mit einem entsprechenden Antiparasitikum behandelt werden.

Je schneller dabei die Behandlung erfolgt, umso rascher sind auch alle Parasiten bekämpft. Je mehr diese sich auf oder im Körper ausbreiten, umso aufwändiger wird in der Regel auch die erfolgreiche Bekämpfung.

Fachlich werden Antiparasitika nach den Parasitengruppen unterteilt, gegen die sie sich richten. Die Anthelminthika – auch Wurmmittel genannt – wirken gegen parasitische Würmer und bilden damit eine Untergruppe der Antiparasitika. Die Antiprotozoika richten sich gegen einzellige Parasiten wie die Erreger der Malaria, der Toxoplasmose, der Giardiasis oder der Amöbenruhr. Gegen äußerlich lebende Parasiten – Läuse, Krätzmilben, Flöhe und Zecken – kommen Mittel zum Einsatz, die als Antiektoparasitika oder je nach Zielgruppe als Insektizide und Akarizide bezeichnet werden.

Diese Einteilung ist keine bloße Systematik: Ein Wirkstoff, der Würmer lähmt, richtet gegen einen Einzeller nichts aus, und umgekehrt. Zwischen den Gruppen gibt es allerdings Überschneidungen. Ivermectin etwa wirkt sowohl gegen bestimmte Fadenwürmer als auch gegen Krätzmilben und Läuse.

Wo Parasiten vorkommen, hängt stark von den Lebensbedingungen ab. Läuse, Krätzmilben und Madenwürmer treten weltweit auf und sind kein Zeichen mangelnder Sauberkeit; sie verbreiten sich überall dort, wo Menschen eng zusammenleben – in Familien ebenso wie in Kindergärten, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen. Erkrankungen wie Malaria, Schistosomiasis oder die Flussblindheit sind dagegen an bestimmte Klimazonen, an Überträgerinsekten oder an Gewässer gebunden und treten in Mitteleuropa nur als eingeschleppte Einzelfälle auf, etwa nach Reisen.

Für die ärztliche Beurteilung ist diese Unterscheidung wesentlich: Sie bestimmt mit, welche Parasiten überhaupt in Betracht zu ziehen sind und damit, welche Untersuchung und welches Mittel sinnvoll sind. Angaben zu Reisen, zum Beruf, zum Kontakt mit Tieren und zum häuslichen Umfeld gehören deshalb regelmäßig zur Erhebung der Krankengeschichte.

Geschichte & Entwicklung

Die Geschichte der Antiparasitika beginnt im 19. Jahrhundert, als man erstmals Parasitenerkrankungen systematisch zu erforschen begann. Mit der Entdeckung des Malaria-Erregers durch Charles Laveran im Jahr 1880 rückten Infektionen durch Parasiten stärker ins wissenschaftliche Interesse. Bereits lange zuvor war Chinin, gewonnen aus der Rinde des Chinarindenbaums, als erstes wirksames Medikament gegen Malaria bekannt geworden.

Im frühen 20. Jahrhundert führte die Weiterentwicklung chemotherapeutischer Ansätze zur Entdeckung von Arsenverbindungen, die als frühe antiparasitäre Mittel, insbesondere gegen Trypanosomeninfektionen, eingesetzt wurden. Paul Ehrlichs Arbeiten an diesen Verbindungen, etwa dem Salvarsan, waren bahnbrechend für die Chemotherapie von Infektionskrankheiten.

In den 1960er Jahren wurde das Anthelminthikum Thiabendazol eingeführt, das gegen Wurminfektionen wirksam ist. Eine entscheidende Entdeckung war in den 1970er Jahren Ivermectin, ein Breitband-Antiparasitikum, das vor allem gegen Filarien, die Erreger der Flussblindheit, eingesetzt wurde. Es revolutionierte die Bekämpfung parasitärer Infektionen in Entwicklungsländern.

Seit den 1980er Jahren folgte die Entwicklung moderner Antiprotozoika wie Artemisinin, das besonders gegen resistente Malariastämme wirksam ist. Die Entdeckung und Entwicklung von Antiparasitika bleibt ein dynamisches Forschungsfeld, da Resistenzen und neue Infektionsformen die Wissenschaft vor neue Herausforderungen stellen.

Welchen Rang die Parasitenbekämpfung in der Medizin einnimmt, zeigte sich 2015: Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ging in jenem Jahr zur einen Hälfte gemeinsam an William C. Campbell und Satoshi Ōmura für die Entdeckung des Avermectins, aus dem Ivermectin hervorging, und zur anderen Hälfte an Tu Youyou für die Entdeckung des Artemisinins. Das Nobelkomitee begründete die Auszeichnung damit, dass die Abkömmlinge des Avermectins die Häufigkeit von Flussblindheit und lymphatischer Filariose entscheidend gesenkt hätten und dass Artemisinin die Sterblichkeit bei Malaria deutlich verringert habe. Beide Wirkstoffe gehen auf Naturstoffe zurück – der eine auf ein Bodenbakterium, der andere auf den Einjährigen Beifuß, eine in der überlieferten chinesischen Medizin verwendete Heilpflanze.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Es gibt verschiedene Arten von Antiparasitika. Sie unterscheiden sich sowohl in ihrem Wirkstoff als auch in ihrer Wirkungsweise. Manche Antiparasitika enthalten bestimmte Gifte, die die Parasiten gezielt abtöten. Dabei werden je nach Präparat auch die Larven und Eier der Parasiten erfasst.

Andere Präparate wirken nicht ganz so radikal und sorgen z.B. lediglich für eine Unfruchtbarkeit bei den weiblichen Tieren. Dadurch kann sich der Parasitenstamm nicht mehr fortpflanzen. Allerdings sind schon abgelegte Eier häufig noch völlig intakt. Aus diesem Grund muss nach einem bestimmten zeitlichen Abstand eine erneute Behandlung erfolgen.

Daneben gibt es noch eine weitere Wirkweise, die z.B. bei Läusen gerne Anwendung findet. Ein Shampoo enthält einen besonderen Wirkstoff, der die Atemöffnungen der Läuse verklebt und sie somit ersticken lässt. Ob dabei auch die schon abgesetzten Eier ebenfalls abgetötet werden, kann von Präparat zu Präparat unterschiedlich sein.

Es empfiehlt sich deshalb immer, den Beipackzettel genau zu lesen und die Anweisungen darin ohne Kompromisse zu befolgen. Wie ein Antiparasitikum angewandt wird, hängt natürlich absolut von der Art der Parasiten ab. Bei inneren Parasiten kann nur eine Wirkung erzielt werden, wenn das Antiparasitikum oral verabreicht wird. Handelt es sich um äußerliche Parasiten, wie z.B. Milben oder Läuse, muss natürlich auch die Anwendung äußerlich stattfinden um eine Wirkung zu erzielen.

In der Praxis zeigt sich der Zusammenhang zwischen Parasit und Mittel an einzelnen Krankheitsbildern. Bei der Krätze, ausgelöst durch Milben, die Gänge in der Oberhaut anlegen, kommen äußerlich anzuwendende Zubereitungen mit Permethrin oder Benzylbenzoat zum Einsatz; reicht das nicht aus, steht Ivermectin zum Einnehmen zur Verfügung. Beim Kopflausbefall werden Mittel verwendet, die die Läuse entweder chemisch abtöten oder ihre Atemöffnungen verschließen; ergänzend wird nass ausgekämmt. Gegen Malaria stehen Kombinationen mehrerer Wirkstoffe zur Verfügung, in denen Artemisinin-Abkömmlinge eine zentrale Rolle spielen.

Bei ansteckenden Ektoparasiten reicht die Behandlung des Betroffenen häufig nicht aus. Bei Krätze und bei Kopfläusen werden enge Kontaktpersonen einbezogen und Kleidung, Bettwäsche und Handtücher gewechselt, weil sich die Beteiligten sonst gegenseitig immer wieder neu anstecken.

Für Schwangere, für Säuglinge und Kleinkinder sowie für Menschen mit schweren Vorerkrankungen gelten bei vielen Antiparasitika eigene Einschränkungen. Welches Mittel dann in Frage kommt, richtet sich nach dem einzelnen Wirkstoff und wird ärztlich entschieden.

Pflanzliche, natürliche, homöopathische & pharmazeutische Antiparasitika

Unter den Antiparasitika gibt es viele verschiedene Formen. Zunächst gibt es chemische und pharmazeutische Präparate, die eine gezielte Zusammensetzung gegen den jeweiligen Parasiten beinhalten.

Häufig kommen hierbei Insektizide zum Einsatz, die für den Menschen nicht immer als völlig unbedenklich angesehen werden. Sie sind allerdings in der Regel hoch wirkungsvoll und ermöglichen somit eine schnelle Abtötung der Parasiten. Das Risiko für Folgeerkrankungen ist somit deutlich verringert.

Neben den chemischen Mitteln steht eine Reihe weiterer Antiparasitika zur Verfügung. Verschiedene pflanzliche Wirkstoffe sollen ganz natürlich gegen bestimmte Parasitenarten als Antiparasitika helfen. So soll z.B. Kokosöl gegen Läuse, aber auch bei Wurmbefall helfen können. Auch verschiedene Kräuter und -mischungen sollen einem Parasitenbefall entgegenwirken können. Und natürlich hält auch die Homöopathie einige Antiparasitika bereit.

Welches Antiparasitikum Anwendung findet, ist für viele Menschen vor allem eine Frage der persönlichen Überzeugung. Medizinisch richtet sich die Auswahl dagegen nach der Parasitenart und dem Ort des Befalls. Während die einen Menschen ausschließlich pharmazeutische Antiparasitika verwenden, weil sie an die Wirkung von pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln nicht glauben, würden andere niemals Chemie verwenden um Parasiten zu bekämpfen. Zu groß sehen diese Menschen das Risiko, dass der menschliche Körper durch die chemischen Wirkstoffe einen Schaden nimmt.


Risiken & Nebenwirkungen

Antiparasitika haben in der Regel immer mögliche Nebenwirkungen. Vor allem bei chemischen und pharmazeutischen Präparaten besteht die Gefahr für Unverträglichkeitsreaktionen. Diese können sich z.B. in Form von Hautausschlägen zeigen. Bei der äußerlichen Anwendung von Antiparasitika kann es bei einer Überempfindlichkeit gegen den beteiligten Wirkstoff auch zu Juckreiz auf der Haut kommen, in schlimmen Fällen kann die Haut sich röten und entzünden.

Pflanzlichen und homöopathischen Antiparasitika werden dagegen seltener Nebenwirkungen zugeschrieben. Pflanzliche Mittel gegen Parasiten können jedoch giftige Inhaltsstoffe enthalten und dadurch selbst schwere Nebenwirkungen auslösen. Belegt ist die Wirksamkeit pflanzlicher und homöopathischer Antiparasitika ohnehin nicht.

Egal für welche Behandlungsform man sich entscheidet, sie sollte gewissenhaft und genau nach Anleitung durchgeführt werden. Zudem ist der Erfolg der Behandlung in jedem Fall zu überprüfen, damit unter Umständen weitere Maßnahmen eingeleitet werden können, um die Parasiten endgültig zu bekämpfen.

Unbehandelt können einige Parasiten teils schwere Folgeerkrankungen und Beschwerden auslösen. Deshalb sollte ein Parasitenbefall nie auf die leichte Schulter genommen, sondern gewissenhaft behandelt werden.

Auch Parasiten werden gegen die eingesetzten Mittel unempfindlich. Am besten belegt ist das für Kopfläuse, bei denen in mehreren Ländern eine nachlassende Wirksamkeit gebräuchlicher Insektizide beobachtet wurde; auch für Krätzmilben und für die Malariaerreger sind Resistenzen beschrieben. Bleibt eine Behandlung erfolglos, ist deshalb nicht immer ein Anwendungsfehler die Ursache.

Ein weiterer Grund für scheinbares Versagen liegt im Entwicklungsgang der Parasiten. Viele Mittel erfassen die erwachsenen Tiere zuverlässiger als Eier und Larven; wenn nachreifende Stadien später schlüpfen, kann der Befall wiederkehren, obwohl das Präparat gewirkt hat. Ob ein Wiederauftreten für ein Versagen des Mittels oder für nachgereifte Parasiten spricht, lässt sich nur durch eine erneute Untersuchung klären.

Anwendung & Sicherheit

Die Anwendung von Antiparasitika richtet sich nach der Art des Parasiten und der betroffenen Personengruppe. Es gibt verschiedene Formen, darunter Tabletten, Cremes, Salben oder Injektionen. Die Dosierung und Dauer der Behandlung hängen von der Schwere der Infektion, dem spezifischen Medikament und dem Gesundheitszustand des Patienten ab. Einige Antiparasitika wirken gezielt gegen bestimmte Parasiten, während andere ein breiteres Wirkspektrum haben. Bei der Behandlung von Malaria werden beispielsweise oft Kombinationstherapien eingesetzt, um die Entwicklung von Resistenzen zu verhindern.

Die Sicherheit von Antiparasitika hängt von mehreren Faktoren ab, einschließlich der richtigen Dosierung und der Einhaltung von Anwendungsvorschriften. Einige Medikamente, wie Ivermectin, gelten bei sachgemäßer Anwendung als sehr sicher, während andere potenzielle Nebenwirkungen haben können, wie Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen. In manchen Fällen können schwerwiegendere Nebenwirkungen auftreten, besonders bei Überdosierung oder in Kombination mit anderen Medikamenten. Schwangere und Kinder erfordern besondere Vorsicht.

Die Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Antiparasitika ist streng geregelt. Pharmazeutische Hersteller unterliegen nationalen und internationalen Richtlinien, die die Reinheit, Wirksamkeit und Sicherheit der Medikamente sicherstellen. Dies umfasst Tests auf chemische Stabilität, Reinheit der Wirkstoffe und klinische Wirksamkeit. Behörden wie die FDA oder die EMA überwachen diese Prozesse, um die Qualität zu gewährleisten.

Alternativen

Alternativen zu klassischen Antiparasitika umfassen sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Therapieansätze. Ein wichtiger Bereich sind pflanzliche Heilmittel, die traditionell zur Bekämpfung von Parasiten eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Artemisia annua (ein Kraut, aus dem Artemisinin gewonnen wird) und Neem, das antiparasitäre Eigenschaften besitzt. Für diese Pflanzenextrakte fehlen umfassende wissenschaftliche Studien, die ihre Wirksamkeit und Sicherheit mit der synthetischer Antiparasitika vergleichen.

Ein weiterer Ansatz sind Immuntherapien, die das Immunsystem stimulieren, um den Parasitenbefall zu bekämpfen. Diese Therapieform befindet sich jedoch noch in der Entwicklungsphase und wird hauptsächlich in experimentellen Studien untersucht. Ziel ist es, die körpereigene Immunantwort zu verstärken, anstatt direkt den Parasiten anzugreifen.

Im Vergleich zu Antiparasitika, die direkt auf den Parasiten abzielen und ihn entweder abtöten oder seine Vermehrung hemmen, wirken alternative Therapieformen oft indirekter oder langsamer. Antiparasitika haben in der Regel eine gezielte, schnelle Wirkung, während pflanzliche Mittel oder Immuntherapien mehr Zeit benötigen und oft weniger zuverlässig sind.

Nicht-medikamentöse Ansätze wie Hygienemaßnahmen und Präventionsstrategien, beispielsweise Insektenschutz oder sanitäre Verbesserungen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Kontrolle parasitärer Infektionen und ergänzen die medikamentöse Behandlung.

Forschung & Zukunft

Aktuelle Trends in der Forschung zu Antiparasitika konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Strategien, um Resistenzen entgegenzuwirken. Ein bedeutender Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung neuer molekularer Ziele bei Parasiten, um Medikamente zu entwickeln, die spezifischer und weniger anfällig für Resistenzbildung sind. Hochdurchsatz-Screening-Technologien ermöglichen die schnelle Testung tausender Substanzen, um vielversprechende Kandidaten zu identifizieren.

Ein weiterer Trend ist die Wiederverwendung bereits zugelassener Medikamente (Drug Repurposing). Hierbei werden Medikamente, die ursprünglich für andere Krankheiten entwickelt wurden, auf ihre Wirksamkeit gegen parasitäre Infektionen untersucht. Dies beschleunigt den Entwicklungsprozess, da diese Substanzen bereits auf ihre Sicherheit getestet wurden.

Neue Behandlungsansätze umfassen auch die Verwendung von Nanotechnologie zur gezielten Abgabe von Antiparasitika, um die Wirksamkeit zu steigern und Nebenwirkungen zu minimieren. Diese Methoden könnten die Verteilung des Wirkstoffs im Körper verbessern und seine Freisetzung kontrollieren.

Zudem wird an Impfstoffen gegen parasitäre Infektionen gearbeitet, insbesondere gegen Malaria und Schistosomiasis. Impfstoffe könnten eine langfristige Lösung zur Prävention bieten und würden die Abhängigkeit von Medikamenten verringern. In Kombination mit genetischen Modifikationen von Vektoren wie Mücken wird daran gearbeitet, die Übertragung von Parasiten zu unterbinden. Diese Ansätze könnten den Kampf gegen Parasiten grundlegend verändern.

Quellen

  • Lucius, R., Loos-Frank, B.: Biologie von Parasiten.
    ISBN: 9783662548615
  • Löscher, T., Burchard, G.-D., Hoerauf, A., May, J. (Hrsg.): Tropenmedizin.
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    ISBN: 9783662613849
  • Kayser, F. H., Böttger, E. C., Deplazes, P., et al.: Taschenlehrbuch Medizinische Mikrobiologie.
    ISBN: 9783132447936
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541

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