Immuntherapie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Das menschliche Immunsystem ist ein biologisches Abwehrsystem, das vor Krankheit schützt. Eine Immuntherapie kann dabei helfen, ein geschwächtes Immunsystem zu stimulieren oder ein überschießendes Immunsystem zu unterdrücken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Immuntherapie?

Immuntherapie
Eine Immuntherapie wird eingesetzt, wenn das menschliche Immunsystem versagt. Das Immunsystem ist dann nicht mehr in der Lage, eine Vielzahl von schädigenden Erregern (z.B. Viren) oder Substanzen aufzuspüren und zu entfernen.

Eine Immuntherapie wird eingesetzt, wenn das menschliche Immunsystem versagt. Das kann bedeuten, dass es nicht mehr in der Lage ist, eine Vielzahl von schädigenden Erregern oder Substanzen aufzuspüren und zu entfernen, körpereigene fehlerhafte Zellen unschädlich zu machen oder schädliche Fremdkörper von körpereigenem gesunden Gewebe zu unterscheiden.

Unter dem Begriff Immuntherapie werden unterschiedliche Behandlungsansätze zusammengefasst, die darauf abzielen, ein versagendes Immunsystem zu beeinflussen. Diese Therapieverfahren zielen, je nach Erkrankung, entweder auf Stärkung (Aktivierung) oder Abschwächung (Suppression) des Immunsystems.

Die Immuntherapie lässt sich in folgende Verfahren unterteilen. Das stimulierende (aktivierende) Verfahren soll das Immunsystem stärken, während das modulierende Verfahren dessen Reaktion verändert. Bei einer supprimierenden Immuntherapie wird die Immunreaktion unterdrückt.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Immuntherapie hat in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen, besonders in der Krebsbehandlung, bei der Therapie von Autoimmunerkrankungen und bei Organtransplantationen.

Der Begriff "Stimulierende Immuntherapie" umfasst ein großes Spektrum unterschiedlicher Verfahren und Anwendungsbereiche. Hierzu zählen aktive Impfungen mit abgetöteten oder abgeschwächten lebenden Erregern, die das Immunsystem gezielt gegen einen bestimmten Erreger richten und es zur Bildung von Antikörpern anregen. Immunstimulanzien können weiterhin verabreicht werden, um bei einer Krebserkrankung ein geschwächtes Immunsystem zu aktivieren.

Immer mehr Onkologen setzen Hoffnung in die Immuntherapie. Bei Darmkrebs wird beispielsweise die Aktiv-spezifische Immuntherapie (ASI) untersucht, bei der eine Impfung aus Tumorantigenen injiziert wird. Die Immunstimulanzien Interferon und Interleukin sollen das Zellwachstum hemmen und die Immunantwort verstärken; sie werden bei einigen Tumorarten eingesetzt.

Weiterhin kommt die personalisierte Immuntherapie, darunter die Behandlung mit körpereigenen dendritischen Zellen, bei Krebserkrankungen zum Einsatz. Letzteres Verfahren hat das Ziel, durch gezielte Aktivierung des Immunsystems einen Tumor zu zerstören. Impfstoffe gegen krebsauslösende Viren sowie monoklonale Antikörper (immunologisch aktive Proteine) werden in der Krebsimmuntherapie zunehmend eingesetzt.

Die Krebs-Immuntherapie zielt im Vergleich zur traditionellen Chemo- oder Strahlentherapie auf eine gezieltere, selektivere Wirkung gegen Krebszellen. Allerdings reicht eine alleinige Immuntherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen meist nicht aus, und es muss zusätzlich operiert oder mit Chemotherapie behandelt werden.

Zur modulierenden (spezifischen) Immuntherapie zählt seit langem die Hyposensibilisierung zur Behandlung von Allergien, die insbesondere bei saisonalen Allergien wie Heuschnupfen als wirksam gilt. Bei dieser Therapieform wird das übertrieben reagierende Immunsystem durch das Injizieren oder durch orale Verabreichung eines Allergenextrakts an den allergieauslösenden Stoff gewöhnt, was die Beschwerden verringern und im Idealfall zum Verschwinden bringen soll.

Die supprimierende Immuntherapie ist vor allem bei Organtransplantationen von größter Bedeutung. Unter diese Behandlung fallen Therapien mit Glukokortikoiden, Zytostatika und Antikörpern (Immunglobulinen). Ziel dieser Behandlung ist es, dafür zu sorgen, dass ein transplantiertes Organ nicht wieder abgestoßen wird. Eine vom Patienten lebenslang einzunehmende Dauermedikation von Immunsuppressiva unterdrückt die Abwehrreaktion des Immunsystems gegen das eingepflanzte Organ.

Weitere Anwendungsgebiete der supprimierenden Immuntherapie sind zahlreiche Autoimmunerkrankungen, darunter Multiple Sklerose, Morbus Bechterew, Morbus Crohn und Rheuma. Diese Krankheiten werden ausgelöst durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems, das körpereigenes Gewebe fälschlicherweise wie einen Fremdkörper bekämpft und dadurch schwere Entzündungen und Organschäden verursacht. Hier dämpft die Immuntherapie die Aktivität des Immunsystems. Beim Diabetes mellitus Typ 1 liegt zwar ebenfalls eine Autoimmunerkrankung vor, behandelt wird hier jedoch der Insulinmangel.

Immun-Checkpoint-Hemmer

Die weitreichendste Veränderung der onkologischen Immuntherapie geht auf eine Beobachtung zurück, die zunächst nichts mit Krebs zu tun hatte: Das Immunsystem besitzt eigene Bremsen. Diese Kontrollpunkte, im Fachwort Checkpoints, verhindern, dass eine einmal ausgelöste Abwehrreaktion außer Kontrolle gerät und körpereigenes Gewebe angreift. Sie sind also eine Sicherheitseinrichtung. Manche Tumoren nutzen genau diese Einrichtung aus, indem sie an ihrer Oberfläche Signale tragen, die die Bremse betätigen. Die Abwehrzelle erkennt die Tumorzelle zwar, wird aber unmittelbar am Zugriff gehindert.

Checkpoint-Hemmer sind Antikörper, die diese Bremssignale blockieren und die Abwehrzellen dadurch wieder handlungsfähig machen. Sie richten sich gegen Zielstrukturen, die in der Fachsprache mit Kürzeln wie PD-1, PD-L1 oder CTLA-4 bezeichnet werden. Wichtig für das Verständnis ist, dass diese Arzneimittel den Tumor nicht selbst angreifen. Sie wirken am Immunsystem, das die eigentliche Arbeit übernimmt. Daraus erklären sich sowohl die Möglichkeiten des Verfahrens als auch seine besonderen Nebenwirkungen. Für die Aufklärung dieses Mechanismus wurde im Jahr 2018 der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin an James P. Allison und Tasuku Honjo vergeben.

Eingesetzt werden Checkpoint-Hemmer heute bei einer Reihe von Tumorerkrankungen, unter anderem beim schwarzen Hautkrebs, bei bestimmten Formen des Lungenkrebses, beim Nierenkrebs, beim Blasenkrebs und bei einzelnen Lymphomen. Ob sie im Einzelfall infrage kommen, hängt nicht allein von der Krebsart ab, sondern auch von Eigenschaften des jeweiligen Tumors, die vorher im Gewebe untersucht werden. Nicht jeder Patient und nicht jeder Tumor spricht auf diese Behandlung an; welche Personen davon profitieren, ist Gegenstand fortlaufender Forschung.

Zelluläre Verfahren und CAR-T-Zellen

Ein zweiter Weg besteht darin, die Abwehrzellen nicht nur zu entfesseln, sondern sie außerhalb des Körpers zu verändern. Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden dem Patienten in einem der Blutwäsche ähnlichen Verfahren weiße Blutkörperchen entnommen. Aus ihnen werden die T-Lymphozyten gewonnen und im Labor gentechnisch so verändert, dass sie an ihrer Oberfläche einen künstlichen Empfänger tragen. Dieser chimäre Antigenrezeptor, abgekürzt CAR, erkennt ein bestimmtes Merkmal auf den Krebszellen. Die veränderten Zellen werden vermehrt und dem Patienten anschließend zurückgegeben, wo sie sich weiter teilen und die Zellen mit dem gesuchten Merkmal angreifen. Vor der Rückgabe erhält der Patient in der Regel eine vorbereitende Chemotherapie, die den Zellen Raum verschafft.

Zugelassen ist dieses Verfahren derzeit für bestimmte Erkrankungen des blutbildenden Systems, darunter einzelne Formen der Leukämie, der Lymphome und des multiplen Myeloms, meist erst dann, wenn andere Behandlungen nicht ausgereicht haben. Da Herstellung und Anwendung aufwendig sind und die Nebenwirkungen eine engmaschige Überwachung erfordern, findet die Behandlung ausschließlich an dafür ausgewiesenen Zentren statt. Zwischen Zellentnahme und Rückgabe liegt die Zeit, die für die Herstellung benötigt wird; sie muss bei der Planung berücksichtigt werden. Bei soliden Tumoren, also solchen, die eine Geschwulst bilden, ist der Ansatz bislang deutlich schwieriger umzusetzen und wird erforscht.

Weitere antikörperbasierte Verfahren

Zwischen den klassischen monoklonalen Antikörpern und den zellulären Verfahren stehen mehrere neuere Ansätze. Bispezifische Antikörper besitzen zwei Bindungsstellen: Mit der einen halten sie eine Krebszelle fest, mit der anderen eine Abwehrzelle, und bringen so beide in unmittelbaren Kontakt. Antikörper-Wirkstoff-Verbindungen nutzen den Antikörper dagegen als Transportmittel, um eine zellschädigende Substanz möglichst gezielt an den Tumor zu bringen; sie zählen streng genommen nicht zur Immuntherapie im engeren Sinn, werden aber häufig gemeinsam mit ihr besprochen. Erprobt werden ferner therapeutische Impfungen, die das Immunsystem gegen Merkmale eines bereits bestehenden Tumors richten sollen, sowie onkolytische Viren, die Tumorzellen zerstören und dabei zugleich eine Abwehrreaktion auslösen sollen. Der Entwicklungsstand dieser Verfahren ist sehr unterschiedlich; ein Teil ist zugelassen, ein anderer wird ausschließlich im Rahmen von Studien angewendet.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Je nach Art der Immuntherapie und Verfassung des Patienten variieren Nebenwirkungen und Gefahren der Behandlung.

Bei Allergiepatienten, denen in Form einer modulierenden Immuntherapie ein Allergen, also ein Allergie auslösender Stoff, verabreicht wird, besteht das Risiko einer zumeist leichten allergischen Reaktion, die aber schlimmstenfalls in einen allergischen Schock mit bisweilen tödlichem Ausgang münden kann. Deswegen muss eine Hyposensibilisierung immer unter ärztlicher Überwachung stattfinden.

Eine supprimierende Immuntherapie, die oft wie z.B. im Falle einer Organtransplantation permanent und lebenslang erfolgt, kann ebenfalls schwerwiegende Nebenwirkungen und Gefahren mit sich bringen. Grundsätzlich schwächt diese Therapie das körperliche Abwehrsystem der Patienten und macht sie anfällig für eine Vielzahl von Infektionen.

Langfristig erhöht sich auf Grund des geschwächten Immunsystems bei den Behandelten auch das Risiko, an Krebs zu erkranken. Allerdings müssen diese Nebenwirkungen und Gefahren der Immuntherapie immer im Zusammenhang mit ihrem Nutzen gesehen werden. Immuntherapien sind keine Wundermittel, doch grundsätzlich bieten sie die Chance auf erhöhte Lebensqualität und Verlängerung der Lebenszeit.

Eine eigene Gruppe von Nebenwirkungen bringen die Checkpoint-Hemmer mit sich. Da sie eine Bremse des Immunsystems lösen, kann die entfesselte Abwehr auch gesundes Gewebe angreifen. Solche immunvermittelten Nebenwirkungen sind grundsätzlich an jedem Organ möglich. Häufiger betroffen sind die Haut mit Ausschlag und Juckreiz, der Darm mit teils schweren Durchfällen, die Leber, die Lunge und die Schilddrüse, die sowohl in eine Über- als auch in eine Unterfunktion geraten kann. Seltener sind Entzündungen an Hirnanhangdrüse, Herz, Nieren oder Nerven. Für Betroffene ist zweierlei wichtig: Diese Reaktionen können auch noch Wochen bis Monate nach dem Ende der Behandlung auftreten, und sie werden anders behandelt als eine gewöhnliche Nebenwirkung, nämlich mit Arzneimitteln, die die Abwehr wieder dämpfen. Neu aufgetretene Beschwerden sollten deshalb auch dann berichtet werden, wenn sie zunächst harmlos wirken oder die letzte Gabe schon länger zurückliegt.

Die zellulären Verfahren haben wiederum eigene Risiken. Nach der Rückgabe von CAR-T-Zellen kann es zu einer massiven Ausschüttung von Botenstoffen kommen, die sich mit hohem Fieber, Blutdruckabfall und Kreislaufbelastung äußert. Ebenso können neurologische Störungen mit Verwirrtheit, Sprach- oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Beides ist behandelbar, erfordert aber eine unmittelbare Überwachung, weshalb Patienten in dieser Phase in der Klinik bleiben und danach für eine festgelegte Zeit in der Nähe des Zentrums erreichbar sein müssen. Hinzu kommen ein Mangel an Blutzellen und eine anhaltende Schwächung bestimmter Abwehrzellen, die das Infektionsrisiko erhöht.

Ablauf einer Krebsimmuntherapie

Vor Beginn steht die Frage, ob das Verfahren im konkreten Fall überhaupt in Betracht kommt. Dazu wird in aller Regel Tumorgewebe untersucht, das entweder aus einer früheren Operation vorliegt oder eigens durch eine Biopsie gewonnen wird. Geprüft wird, ob der Tumor jene Merkmale trägt, an denen die geplante Behandlung ansetzt. Ergänzend werden Blutwerte erhoben, der Zustand von Leber, Nieren und Schilddrüse festgehalten und bestehende Erkrankungen erfasst. Die Entscheidung fällt üblicherweise in einer Tumorkonferenz, in der mehrere Fachrichtungen gemeinsam beraten.

Die Gabe der Antikörperpräparate erfolgt als Infusion in eine Vene, meist ambulant in einer onkologischen Praxis oder Ambulanz. Ein einzelner Termin dauert einschließlich Vorbereitung und Nachbeobachtung einige Stunden; die Infusion selbst ist nicht schmerzhaft, abgesehen vom Einstich für den Zugang. Die Behandlung wird in Zyklen wiederholt, deren Abstand sich nach dem Präparat richtet. Vor jedem Zyklus werden Beschwerden erfragt und Laborwerte kontrolliert, weil sich immunvermittelte Nebenwirkungen oft zuerst dort zeigen. In größeren Abständen wird mit bildgebenden Verfahren wie der Computertomographie überprüft, wie die Erkrankung auf die Behandlung anspricht. Die Beurteilung ist dabei anspruchsvoller als bei einer Chemotherapie, denn eine vorübergehende Größenzunahme kann auch durch einwandernde Abwehrzellen entstehen und nicht durch ein Wachstum des Tumors.

Wie lange behandelt wird, hängt vom Ansprechen und von der Verträglichkeit ab und wird individuell festgelegt. Nach dem Ende der Behandlung schließen sich Nachsorgetermine an, bei denen sowohl die Erkrankung als auch mögliche Spätfolgen im Blick behalten werden, insbesondere Störungen der Hormondrüsen, die sich unter Umständen erst spät bemerkbar machen und dann dauerhaft ausgeglichen werden müssen.

Wann eine Immuntherapie nicht infrage kommt

Nicht für jede Erkrankung und nicht für jeden Menschen ist eine Immuntherapie geeignet. Trägt der Tumor die Zielstruktur nicht, an der das Präparat ansetzt, ist von der Behandlung nichts zu erwarten. Bei einer bereits bestehenden Autoimmunerkrankung ist besondere Zurückhaltung geboten, weil Checkpoint-Hemmer die Grunderkrankung verstärken können; hier wird im Einzelfall abgewogen, statt pauschal zu entscheiden. Ähnliches gilt für Menschen, die nach einer Organtransplantation dauerhaft Immunsuppressiva einnehmen, da die Behandlung eine Abstoßung des Transplantats begünstigen kann. Auch eine bereits laufende Behandlung mit höher dosierten Glukokortikoiden kann der Wirkung entgegenstehen.

Weitere Einschränkungen ergeben sich aus dem Allgemeinzustand. Ist dieser stark reduziert, kann der zu erwartende Nutzen die Belastung nicht mehr aufwiegen. Bei den zellulären Verfahren kommen praktische Voraussetzungen hinzu: Der Zustand muss die vorbereitende Behandlung und die Überwachungsphase zulassen, und die Zeit bis zur Fertigstellung der Zellen muss überbrückbar sein. In einer Schwangerschaft werden Immuntherapien wegen möglicher Schäden für das Kind grundsätzlich nicht begonnen.

Abgrenzung zu anderen Behandlungsformen

Die Immuntherapie unterscheidet sich in einem Punkt grundsätzlich von Chemotherapie und Strahlentherapie: Diese wirken unmittelbar auf die Krebszellen ein, jene wirkt auf das Immunsystem, das den Tumor angreifen soll. Daraus folgt der andere zeitliche Verlauf. Ein Ansprechen zeigt sich häufig später, kann dafür aber über das Ende der Behandlung hinaus anhalten. Auch das Nebenwirkungsbild ist ein anderes: Statt Haarausfall und Übelkeit, die bei manchen Chemotherapien im Vordergrund stehen, sind es überwiegend Entzündungsreaktionen an unterschiedlichen Organen.

Von der Immuntherapie zu unterscheiden sind schließlich Verfahren, die unter Bezeichnungen wie Immunstärkung oder biologische Krebsabwehr außerhalb der geprüften Medizin angeboten werden. Der Begriff Immuntherapie ist nicht geschützt, sodass er auch für Angebote verwendet wird, für die kein Wirksamkeitsnachweis vorliegt. Das eigentliche Risiko liegt dabei selten in den Präparaten selbst, sondern darin, dass eine wirksame Behandlung dadurch verzögert wird oder unterbleibt. Wer ein solches Angebot in Erwägung zieht, sollte es in der behandelnden Praxis ansprechen, schon wegen möglicher Wechselwirkungen mit der laufenden Therapie.

Quellen

  • Schmoll, H.-J. (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783662607473
  • Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
    ISBN: 9783437232565
  • Murphy, K., Weaver, C.: Janeway Immunologie.
    ISBN: 9783662560037
  • Distler, J. H. W. (Hrsg.): Therapie-Handbuch Rheumatologie und Immunologie.
    ISBN: 9783437238840
  • Engelhardt, M., Mertelsmann, R., Duyster, J. (Hrsg.): Das Blaue Buch – Chemotherapie-Manual Hämatologie und Onkologie.
    ISBN: 9783662677483

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