Glottisödem
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 19. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Mit dem medizinischen Fachbegriff Glottisödem wird eine akute Schwellung der Kehlkopfschleimhaut bezeichnet. Bei einem fortgeschrittenen Glottisödem besteht Erstickungsgefahr.
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Was ist ein Glottisödem?
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Ein Glottisödem ist eine lebensbedrohliche Schleimhautschwellung (Ödem) im Kehlkopfbereich. Das Glottisödem kann auch als Kehlkopfödem bezeichnet werden. Es kann durch Infektionen, Allergien oder Medikamente verursacht werden. Typische Symptome des Glottisödems sind Heiserkeit und zunehmende Atemnot.
Die Therapie erfolgt abhängig von der Ursache. Ein schnelles Handeln ist nötig, da bei einer kompletten Verlegung des Kehlkopfes der Tod durch Ersticken droht. Besteht akute Erstickungsgefahr, wird eine Intubation oder eine Tracheotomie durchgeführt.
Ursachen
Zu den möglichen Ursachen des Kehlkopfödems gehören Infektionen. Diese können durch Bakterien oder Viren verursacht werden. Bei Kleinkindern ist insbesondere die Epiglottitis gefürchtet. Es handelt sich dabei um eine Entzündung des Kehldeckels, die in der Regel durch das Bakterium Haemophilus influenzae Typ B verursacht wird. Aber auch die Diphtherie, insbesondere die Kehlkopfdiphtherie, kann ein Glottisödem zur Folge haben.
Die Diphtherie wird durch den Erreger Corynebacterium diphtheriae verursacht. Seltener entsteht ein Glottisödem bei einer Infektion mit Streptococcus pneumoniae, Staphylococcus aureus oder mit anderen beta-hämolysierenden Streptokokken. Eine weitere Ursache für ein Glottisödem ist eine akute allergische Reaktion. Bei einer Allergie reagiert der Körper auf nicht-infektiöse Fremdstoffe mit einer Entzündungsreaktion.
Während Hautausschläge eher als leichtes allergisches Symptom gelten, ist ein Glottisödem eine schwere anaphylaktische allergische Reaktion. Eine solche allergische Reaktion kann zum Beispiel durch den Verzehr von Nüssen oder anderen Allergenen hervorgerufen werden. Auch verschiedene Medikamente können ein Glottisödem bedingen. Es tritt gehäuft bei der Einnahme von ACE-Hemmern auf. Diese Form kann noch nach Jahren einer bisher gut vertragenen Einnahme erstmals auftreten. Sie beruht nicht auf einer Allergie, sondern auf einer Anreicherung des körpereigenen Botenstoffs Bradykinin im Gewebe.
Eine seltene, aber wichtige Ursache ist das hereditäre Angioödem. Ihm liegt ein erblicher Mangel des sogenannten C1-Inhibitors zugrunde, wodurch es wiederholt zu Schwellungen an Haut, Magen-Darm-Trakt und Kehlkopf kommt. Auch hier ist Bradykinin und nicht Histamin der Auslöser, weshalb sich diese Form in der Behandlung grundlegend von der allergischen unterscheidet.
Das Glottisödem ist zudem eine Komplikation der Bestrahlungstherapie. Die Radiotherapie wird meist bei Patienten mit Krebserkrankungen eingesetzt. Ein Kehlkopfödem kann auch nach einem Trauma entstehen. Denkbar wäre beispielsweise ein Ödem durch Würgen.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Das Kardinalsymptom des Glottisödems ist Heiserkeit. Die Betroffenen haben eine raue Stimme und bekommen zunehmend schlechter Luft (Dyspnoe). Eventuell klagen sie auch über Schluckbeschwerden. Wenn das Glottisödem infektiös bedingt ist, kann es von Fieber begleitet sein. Je ausgeprägter die Schwellung ist, desto eher wird ein sogenannter inspiratorischer Stridor hörbar.
Ein Stridor ist ein krankhaftes Atemnebengeräusch, das durch eine Einengung der Atemwege entsteht. Ein Stridor, der in der Region des Kehlkopfes lokalisiert ist, klingt wie ein Pfeifen oder wie ein Zischen. Durch die zunehmende Einengung der Atemwege verschlimmert sich die Atemnot, sodass es im Ernstfall zu akuten Erstickungsanfällen kommen kann.
Liegt dem Glottisödem eine Epiglottitis zugrunde, so beginnt die Erkrankung recht plötzlich und nimmt einen fulminanten Verlauf. Innerhalb weniger Stunden kann sich der Zustand aus völligem Wohlbefinden heraus lebensbedrohlich zuspitzen. Die betroffenen Patienten leiden unter starken Halsschmerzen und hohem Fieber. Typisch für eine Epiglottitis mit Glottisödem ist eine kloßige Sprache. Da das Schlucken für die Betroffenen äußerst schmerzhaft ist, läuft ihnen der Speichel aus dem Mund.
Es sammeln sich zudem große Speichelmengen im Mund (Hypersalivation). Das allergisch bedingte Glottisödem kann sich durch ein Kratzen und Jucken im Hals ankündigen. Die betroffenen Patienten müssen sich häufig räuspern. Auch eine geschwollene Zunge und Rötungen im Mundbereich nach dem Verzehr potenzieller Allergene können auf eine Allergie als Ursache des Glottisödems hinweisen.
Ein häufig geschildertes Frühzeichen ist außerdem das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben. Anders als beim infektiös bedingten Glottisödem entwickeln sich die Beschwerden bei einer allergischen Reaktion oft innerhalb von Minuten.
Diagnose
Die Diagnose kann anhand der charakteristischen Symptome recht schnell gestellt werden. Bei Verdacht auf ein Glottisödem sollte stets eine Verlegung in ein Krankenhaus erfolgen. Eine diagnostische Maßnahme zur Sicherung der Verdachtsdiagnose ist eine Inspektion des Rachens. Eventuell kann diese durch eine in die Nase eingeführte Fiberoptik durchgeführt werden. Bei einer Entzündung zeigt sich als Lokalbefund ein hochroter und entzündeter Kehldeckel.
Bei allen Formen des Glottisödems ist die Schleimhautschwellung erkennbar. Bei der Untersuchung des Mund- und Rachenraumes ist Vorsicht geboten. Die Untersuchungsgegenstände können das Gewebe so reizen, dass die Schleimhaut schnell noch weiter anschwillt. Es droht der Tod durch Ersticken.
Besonders streng gilt dies bei Kindern mit Verdacht auf eine Epiglottitis: Bei ihnen darf nicht mit einem Spatel in den Rachen geschaut werden, und das Kind darf nicht hingelegt werden. Beides kann den vollständigen Verschluss der Atemwege auslösen. Die Untersuchung erfolgt daher erst in der Klinik in Intubationsbereitschaft, das Kind wird bis dahin aufrecht sitzend belassen.
Komplikationen
Im schlimmsten Falle kommt es durch das Glottisödem zum Ersticken oder zum Verschlucken. Dabei sind vor allem Kinder einer erhöhten Erstickungsgefahr ausgesetzt, wobei es relativ schnell zum Tode kommen kann. Der Betroffene leidet dabei in erster Linie an einer tiefen Stimme und an einer Heiserkeit.
Das Sprechen und Schlucken ist dabei in den meisten Fällen mit Schmerzen verbunden. Nicht selten führen die Schluckbeschwerden auch zu einer verringerten Einnahme von Flüssigkeiten und Nahrung, sodass es zu einer Dehydrierung oder zu einer Unterernährung kommen kann. Die Zunge schwillt an, Halsschmerzen können sich bemerkbar machen. Bei Atembeschwerden kann auch eine Hyperventilation auftreten und der Hals juckt beim Patienten.
Die Behandlung des Glottisödems erfolgt in der Regel kausal; Antibiotika kommen dabei nur dann zum Einsatz, wenn eine bakterielle Infektion zugrunde liegt. Bei einer allergischen oder medikamentös bedingten Ursache sind sie wirkungslos. Mit einer rechtzeitigen Behandlung kommt es in den meisten Fällen zu keinen weiteren Komplikationen und die Krankheit verschwindet wieder. In schwerwiegenden Fällen ist der Betroffene gegebenenfalls auf eine künstliche Beatmung angewiesen, um nicht zu ersticken. Weiterhin treten nach überstandener Erkrankung in der Regel keine besonderen Folgeschäden auf. Unbehandelt kann ein Glottisödem dagegen innerhalb kürzester Zeit zum Tod durch Ersticken führen.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Bei rasch zunehmender Atemnot, pfeifendem Einatmen, plötzlicher Heiserkeit oder einer anschwellenden Zunge ist ohne Umweg über die Arztpraxis sofort der Notruf 112 zu wählen. Bis der Rettungsdienst eintrifft, sollte der Betroffene aufrecht sitzen, beengende Kleidung am Hals geöffnet werden und nichts gegessen oder getrunken werden. Der Betroffene darf nicht allein gelassen werden und sollte beruhigt werden, weil Aufregung die Atemnot verstärkt.
Da das Glottisödem im schlimmsten Falle zum Tode des Betroffenen führen kann, ist auf jeden Fall eine Behandlung notwendig. In der Regel ist ein Arzt dann aufzusuchen, wenn der Patient an Schluckbeschwerden leidet und schlecht Luft bekommt. Dabei können auch anstrengende Tätigkeiten oder Sportarten nicht mehr möglich sein, sodass die Lebensqualität des Patienten deutlich eingeschränkt wird. Weiterhin deuten häufig auch krankhafte Atemgeräusche auf das Glottisödem hin und sollten von einem Arzt untersucht werden.
In schwerwiegenden Fällen kann die Erkrankung zum Ersticken des Betroffenen führen. Viele Patienten klagen über dauerhafte Halsschmerzen und über ein Kratzen oder ein Jucken im Hals. Auch eine geschwollene Zunge deutet in der Regel auf das Glottisödem hin und muss von einem Arzt untersucht werden. In erster Linie kann sich der Betroffene an einen Allgemeinarzt oder an ein Krankenhaus wenden. Die Behandlung wird immer in einem Krankenhaus durchgeführt. In akuten Notfällen oder bei einem schwerwiegenden Zustand kann auch der Notarzt gerufen werden.
Behandlung & Therapie
Die Therapie des Glottisödems erfolgt abhängig von der Ursache. Welche Ursache vorliegt, entscheidet darüber, welches Medikament überhaupt wirkt – hier liegt der wichtigste Punkt der Behandlung. Damit die Schleimhäute möglichst schnell abschwellen, werden entzündungshemmende Glukokortikoide in hoher Dosierung eingesetzt. Zudem wird versucht, ein weiteres Anschwellen durch das Anlegen einer sogenannten Eiskrawatte zu verhindern. Eine Eiskrawatte ist ein verschließbarer Schlauch, der mit Eisstückchen gefüllt wird. Die Kälte führt zu einer Gefäßverengung und damit zu einer verminderten Durchblutung.
So tritt weniger Flüssigkeit ins Gewebe aus. Wenn das Ödem durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen wurde, werden Antibiotika verabreicht. Bei der Epiglottitis haben sich Cephalosporine der dritten Generation als besonders wirksam erwiesen. Ein allergisch bedingtes Glottisödem wird mit Antihistaminika behandelt.
Bei einer allergisch-anaphylaktischen Ursache ist allerdings Adrenalin die lebensrettende Erstmaßnahme. Es wird als Spritze in den äußeren Oberschenkelmuskel gegeben, bei bekannter schwerer Allergie durch den Betroffenen selbst mit einem Adrenalin-Autoinjektor. Antihistaminika und Kortison wirken erst nach Minuten bis Stunden und werden deshalb ergänzend, aber niemals anstelle des Adrenalins gegeben.
Beim hereditären Angioödem durch einen C1-Inhibitor-Mangel bleiben Adrenalin, Kortison und Antihistaminika dagegen wirkungslos. Hier werden C1-Inhibitor-Konzentrat oder der Bradykinin-Blocker Icatibant verabreicht, den geschulte Betroffene ebenfalls selbst spritzen können. Ein durch ACE-Hemmer ausgelöstes Glottisödem beruht auf demselben Mechanismus; das auslösende Medikament muss dauerhaft abgesetzt werden und darf nicht erneut gegeben werden.
Droht Erstickungsgefahr, kann eine Intubation durchgeführt werden. Hier wird ein Endotrachealtubus zwischen die Stimmlippen des Kehlkopfes in die Luftröhre geschoben. So werden die Atemwege offen gehalten und eine externe Beatmung ermöglicht. Möglicherweise ist auch eine Tracheotomie erforderlich. Hierbei wird sich operativ Zugang zur Luftröhre verschafft. Die Luftröhre wird zwischen dem zweiten bis vierten Trachealknorpel eröffnet.
Dabei entsteht eine Verbindung zwischen der Luftröhre und dem äußeren Luftraum. Diese wird auch als Tracheostoma bezeichnet. Die Patienten können über dieses Tracheostoma so lange künstlich beatmet werden, bis die Schleimhäute abgeschwollen sind und eine eigenständige Atmung wieder möglich ist.
Aussicht & Prognose
Die Prognose des Glottisödems ist gebunden an den Krankheitsverlauf sowie die Inanspruchnahme einer rechtzeitigen medizinischen Versorgung. Bei einer akuten Form besteht ohne einen Rettungsdienst und eine sofortige Behandlung das Risiko eines vorzeitigen Ablebens. Das Ödem löst eine verminderte Luftzufuhr aus, so dass dem Betroffenen ein Erstickungstod droht. Bei einer infektiösen Ursache entwickelt sich das Ödem meist über Stunden. Der Betroffene sollte bereits bei einem Engegefühl im Hals oder bei zunehmenden Schluckbeschwerden einen Arzt konsultieren. Dadurch werden akute Situationen meist vermieden. Beim allergisch bedingten Glottisödem schwillt der Kehlkopf dagegen innerhalb von Minuten zu, so dass für einen Arzttermin keine Zeit bleibt und sofort der Notruf zu wählen ist.
Entscheidend für die Prognose ist damit weniger die Erkrankung selbst als die Zeit bis zur Behandlung: Wird rechtzeitig eingegriffen, ist die Aussicht gut, während eine Verzögerung binnen Minuten tödlich enden kann.
Ohne eine ärztliche Behandlung ist mit einer Zunahme der Beschwerden zu rechnen. Wird das Glottisödem medikamentös behandelt, ist die Prognose gut. Es kann die Notwendigkeit einer vorübergehenden künstlichen Beatmung gegeben sein, die zu einer starken Beeinträchtigung des Wohlbefindens sowie der Lebensqualität führt. Nachdem sich die Schwellung jedoch durch die Arzneien zurückgebildet hat und damit die ursächlichen Auslöser therapiert wurden, ist mit einer vollständigen Heilung zu rechnen.
Durch die Erlebnisse sowie die Behandlung kann es zu Komplikationen wie Angstzustände oder Halsschmerzen kommen. Im Normalfall bilden sich die körperlichen Unregelmäßigkeiten allmählich zurück, bis eine Beschwerdefreiheit erreicht ist. Bei den emotionalen Problemen kann eine Folgebehandlung für eine Verarbeitung des Erlebten notwendig sein, damit die Lebensqualität wieder vollständig hergestellt wird und Angstzustände abgebaut werden.
Vorbeugung
Nicht allen Glottisödemen kann vorgebeugt werden. Gegen den Erreger der Epiglottitis gibt es eine Impfung. Diese wird auch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Das allergisch bedingte Glottisödem kann nur durch den strikten Verzicht auf bekannte Allergene vermieden werden. Wer bereits eine schwere allergische Reaktion erlitten hat, erhält ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor und sollte es ständig mit sich führen. Ist ein Glottisödem unter einem ACE-Hemmer aufgetreten, darf dieser Wirkstoff dauerhaft nicht mehr eingenommen werden.
Nachsorge
In der Regel sind bei einem Glottisödem keine besonderen Möglichkeiten zur Nachsorge möglich oder notwendig. Der Patient muss dabei in erster Linie den Grund für das Glottisödem erkennen und behandeln. Ohne Behandlung kann es dabei im schlimmsten Fall auch zum Ersticken des Betroffenen kommen, sodass eine Behandlung auf jeden Fall notwendig ist.
Die Beschwerden werden in der Regel mit Hilfe von Medikamenten behandelt, wobei allerdings auch operative Eingriffe notwendig sein können. Die Medikamente sollten dabei nach ärztlicher Anweisung und vor allem regelmäßig eingenommen werden. Dabei sind auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu beachten. Nach operativen Eingriffen sollte sich der Betroffene immer ausruhen und seinen Körper schonen.
Dabei ist meist auch ein Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig. Von anstrengenden Tätigkeiten oder anderen stressigen Betätigungen sollte in dieser Zeit abgesehen werden. Häufig werden die Betroffenen auch bei ihrer Atmung unterstützt. Sollte das Glottisödem nicht rechtzeitig behandelt werden, kann es im schlimmsten Fall auch zum Tod des Patienten kommen. In Notfällen sollte daher immer ein Arzt gerufen oder direkt das Krankenhaus aufgesucht werden, um weitere Komplikationen zu verhindern. Einigen Varianten des Glottisödems kann dabei mit Hilfe von Impfungen vorgebeugt werden.
Das können Sie selbst tun
Bei akuter Atemnot gibt es keine Selbsthilfe, die den Notruf 112 ersetzen könnte. Die wichtigsten Sofortmaßnahmen bestehen darin, den Betroffenen aufrecht sitzen zu lassen, beengende Kleidung am Hals zu öffnen, ihm nichts zu essen oder zu trinken zu geben und bei ihm zu bleiben, bis der Rettungsdienst eintrifft. Alle folgenden Hinweise beziehen sich auf die Zeit außerhalb des akuten Anfalls.
Personen, in deren Umfeld diese Erkrankung auftritt, können sich gegen den Erreger impfen lassen. Ein durch Allergie auftretendes Leiden sollte durch Einschränkung des Kontakts mit den Allergenen angegangen werden. Generell ist festzuhalten, dass bei dieser Erkrankung nur wenige Möglichkeiten der Selbsthilfe zur Verfügung stehen.
Dennoch ist es möglich, durch Kühlung der betroffenen Stelle eine Linderung herbeizuführen. Das Eis darf allerdings die Haut nicht direkt berühren, um Kälteverbrennungen zu vermeiden. Im Falle leichter allergischer Beschwerden kann sich die Einnahme von Antihistaminika positiv auf den Verlauf auswirken. Ist der Kehlkopf bereits angeschwollen, reichen sie jedoch nicht aus: Wer einen Adrenalin-Autoinjektor verordnet bekommen hat, muss ihn dann unverzüglich anwenden und anschließend den Notruf wählen. Sollte die Erkrankung zu Schluckbeschwerden führen, so sind die Patienten häufig auf die Hilfe anderer Mitmenschen bei der Einnahme von Nahrung und Flüssigkeiten angewiesen.
Vor allem die Pflege durch die eigene Familie oder die Freunde wirkt sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Mögliche psychische Beschwerden oder Depressionen können dabei ebenso durch Gespräche mit der Familie oder mit anderen Betroffenen verhindert werden.
Aufgrund der Atembeschwerden sollte der Betroffene auf anstrengende Tätigkeiten oder auf sportliche Betätigungen verzichten und den Körper schonen. Dies sollte vor allem dann beachtet werden, wenn die Erkrankung durch eine Krebserkrankung auftritt.
Quellen
- Lenarz, T., Boenninghaus, H.-G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
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- Probst, R., Grevers, G., Iro, H.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.
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- Reiß, M. (Hrsg.): Facharztwissen HNO-Heilkunde.
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- Biedermann, T., Heppt, W., Renz, H., Röcken, M. (Hrsg.): Allergologie.
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