Herztransplantation
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Als Herztransplantation bezeichnet man die Verpflanzung des Herzens von einem Spender auf einen Empfänger.
Was ist die Herztransplantation?
Im Rahmen einer Herztransplantation wird das noch aktive Herz eines Spenders bei einem Empfänger eingepflanzt. Eine Herztransplantation ist vor allem bei Herzinsuffizienz notwendig, wenn die verbleibende Lebenserwartung weniger als ein Jahr beträgt. Diese wird mit Hilfe eines Scores berechnet, wobei folgende Parameter herangezogen werden:
- der mittlere Blutdruck
- die Herzfrequenz
- die maximale Sauerstoffaufnahme
- die Auswurffraktion
- eine Koronare Herzerkrankung als Ursache der Herzschwäche
- wenn ein Blockbild im EKG vorliegt
- der pulmonalkapilläre Verschlussdruck
Funktion, Wirkung & Ziele
Eine Transplantation ist vor allem dann vonnöten, wenn der Herzmuskel irreversibel geschädigt ist, alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden und dadurch die Lebenserwartung des Betroffenen deutlich reduziert ist. In diesem Fall kommen Patienten nach Absprache mit dem Kardiologen auf eine Warteliste zur Transplantation. Die Wartezeit hängt dabei von der Größe, dem Gewicht bzw. der Blutgruppe des Organempfängers ab. Bis zur Transplantation kann die Zeit eventuell mit einem Kunstherz überbrückt werden, dieses unterstützt allerdings nur den schwachen Kreislauf der Patienten. Längerfristig kann ein Kunstherz jedoch nicht eingesetzt werden, die maximale Laufzeit liegt bei etwa drei Jahren.
Transplantationen werden abgelehnt, wenn der Empfänger sich nicht bereit erklärt bzw. nicht in der Lage ist, bei den erforderlichen Untersuchungen bzw. Behandlungen mitzuwirken. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Organzuteilung ist die Erfolgsaussicht auf Grundlage des Transplantationsgesetzes. Sind alle Voraussetzungen für eine Operation gegeben, so wird der Patient auch bei Eurotransplant gemeldet, wo man alle potentiellen Empfänger von Spenderorganen erfasst. Im Durchschnitt warten die Patienten auf eine Transplantation mehrere Monate, wobei sehr kritische Fälle Vorrang haben.
Aufgrund der unvorhersehbaren Verfügbarkeit eines passenden Spenderorgans ist eine Operation nicht planbar und erfolgt daher immer akut. Daher können Eingriffe auch am Wochenende oder in der Nacht stattfinden. Der Organempfänger wird sofort ins Krankenhaus bestellt und die Klinik organisiert die Organentnahme bzw. den Transport des Spenderorgans, das oft Hunderte Kilometer weit entfernt ist. Da ein explantiertes Herz außerhalb des Körpers nur einige Stunden überleben kann, muss die Kommunikation perfekt abgestimmt sein. Nachdem das Spenderherz entnommen wurde, wird es in einer vier Grad kalten Lösung konserviert und zum Empfänger transportiert.
Die explantierenden Ärzte kontrollieren außerdem die Qualität des Organs. Bestehen bezüglich der Funktion des Spenderherzens Bedenken, so kann die Operation noch abgebrochen werden, ohne dass der Empfänger zu Schaden kommt. Damit lange Wege vermieden werden können, sucht man zunächst in der Umgebung des Spenders nach einem passenden Empfänger. Das Herz wird erst dann entnommen, wenn die Transplantation innerhalb der nächsten vier Stunden erfolgen kann. Trifft das Spenderherz in der Klinik ein, so beginnt man mit der Entnahme des erkrankten Herzens. Die Blutversorgung der Organe wird in dieser Zeit von der Herz-Lungen-Maschine übernommen. Die Adern, die in den Körperkreislauf bzw. zur Lunge führen, durchtrennt der Chirurg so, dass ein Teil vom rechten bzw. linken Vorhof stehen bleibt.
Anschließend wird das Spenderherz an die Gewebereste angenäht. Das neue Herz wird an den Blutkreislauf angeschlossen und kann dann die Pumpleistung wieder aufnehmen. Nach der Herztransplantation wird eine Intensivtherapie angeschlossen, die ungefähr sieben Tage dauert. Die Organempfänger werden stark immunsupprimiert, damit das Risiko einer Abstoßung des Organs möglichst gering bleibt. Das Risiko für eine Infektion ist in dieser Zeit am höchsten, daher müssen die Patienten isoliert werden. Die Abstoßungskrisen erfolgen zumeist in Etappen.
In den ersten drei Monaten treten sie etwa alle zwei Wochen auf; nach einiger Zeit stellt sich in der Regel eine Stabilisierung ein. Anschließend erfolgt eine Rehabilitation auf der Normalstation, die etwa drei bis vier Wochen dauert. Im ersten Jahr sind darüber hinaus auch regelmäßige Kontrollen notwendig. Der Arzt entnimmt dabei Gewebe aus dem Herzen, um so die Immunsuppression steuern zu können. Durch die Gewebeproben kann er feststellen, ob das Organ eventuell abgestoßen wird. Bei einer mittleren oder schweren Abstoßungsreaktion werden die Patienten mit Cortison behandelt.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
- Erkrankungen der Leber, Lunge oder Nieren
- Diabetes
- Gefäßerkrankungen der Bein- bzw. Halsarterien
- Drogen- oder Alkoholmissbrauch
- Alter von mehr als 60 Jahren
- akute Lungenembolie
- bestimmte Systemerkrankungen wie beispielsweise Gewebsentartungen
Wichtig ist, dass die Patienten selbst ihren Körper sehr genau beobachten, um eine eventuelle Veränderung zu bemerken. Mögliche Symptome, die auf eine Abstoßung hinweisen, sind:
- Gewichtszunahme durch Wasseransammlungen im Körper
- Luftnot
- Temperaturanstieg
- Herzrhythmusstörungen
- geringere Belastbarkeit
Geschichte & Entwicklung
Die erste Übertragung eines menschlichen Herzens gelang dem südafrikanischen Chirurgen Christiaan Barnard, der den Eingriff im Dezember 1967 am Groote-Schuur-Krankenhaus in Kapstadt vornahm. Der Empfänger überlebte den Eingriff, starb jedoch gut zwei Wochen später an einer Lungenentzündung – ein Verlauf, der schon damals das Grundproblem des Verfahrens sichtbar machte: Nicht die Operationstechnik, sondern die Unterdrückung der körpereigenen Abwehr und die daraus folgende Infektanfälligkeit entschied über den Erfolg. In Deutschland wurde die erste Herztransplantation 1969 in München durch Rudolf Zenker durchgeführt.
Die chirurgische Technik selbst war zu diesem Zeitpunkt im Tierversuch bereits weitgehend ausgearbeitet. Wesentliche Vorarbeiten stammten von der Arbeitsgruppe um Norman Shumway an der Universität Stanford, die das Verfahren über Jahre hinweg systematisch entwickelt hatte und es später auch klinisch etablierte. Der von dieser Gruppe beschriebene Zugang, bei dem Teile der Vorhöfe des Empfängers stehen bleiben und das Spenderorgan daran angenäht wird, prägte die Operationsweise über lange Zeit.
Nach den ersten Eingriffen folgte weltweit eine Phase der Ernüchterung. Weil viele Empfänger an Abstoßungsreaktionen oder an Infektionen unter der damals noch groben Immunsuppression starben, gingen die Zahlen der durchgeführten Eingriffe deutlich zurück; einige Zentren stellten das Verfahren vorübergehend ganz ein. Als Wendepunkt gilt die Einführung des Wirkstoffs Ciclosporin zu Beginn der 1980er Jahre. Er ermöglichte eine gezieltere Dämpfung der Abstoßungsreaktion, ohne die Abwehr in gleichem Maß insgesamt lahmzulegen wie die zuvor verfügbaren Mittel. Erst damit entwickelte sich die Herztransplantation von einem experimentellen Eingriff zu einem etablierten Verfahren.
In den folgenden Jahrzehnten verbesserten sich vor allem die begleitenden Bereiche: die Auswahl geeigneter Empfänger, die Konservierung und der Transport des Spenderorgans, die intensivmedizinische Betreuung nach dem Eingriff und die Überwachung auf Abstoßungsreaktionen. Parallel dazu entstanden mechanische Herzunterstützungssysteme, die die Wartezeit auf ein Spenderorgan überbrücken können.
Rechtlicher Rahmen & Organvermittlung
Die Entnahme und Übertragung von Organen ist in Deutschland durch das Transplantationsgesetz geregelt. Es schreibt unter anderem vor, dass der endgültige, nicht behebbare Ausfall der gesamten Hirnfunktion von zwei dafür qualifizierten Ärztinnen oder Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden muss. Diese Ärzte dürfen weder an der Entnahme noch an der Übertragung des Organs beteiligt sein. Dieses Trennungsprinzip soll jeden Interessenkonflikt zwischen der Behandlung eines Schwerstkranken und dem Bedarf an Spenderorganen ausschließen.
Eine Organentnahme setzt außerdem eine Zustimmung voraus. Sie kann zu Lebzeiten erklärt werden, etwa über einen Organspendeausweis, eine Patientenverfügung oder eine Eintragung in einem bundesweiten Register. Liegt keine Erklärung vor, werden die nächsten Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person gefragt. Für die Koordination der Organspende in den Entnahmekrankenhäusern ist in Deutschland eine eigene Koordinierungsstelle zuständig.
Die eigentliche Zuteilung eines Spenderherzens erfolgt nicht durch das behandelnde Zentrum, sondern durch die Vermittlungsstelle Eurotransplant mit Sitz im niederländischen Leiden, in der sich mehrere europäische Länder zusammengeschlossen haben. Vermittelt wird nach Regeln, die sich an Dringlichkeit und Erfolgsaussicht orientieren; für besonders gefährdete Patienten besteht eine gesonderte Dringlichkeitsstufe. Neben Blutgruppe, Körpergröße und Gewicht spielen die Wartezeit und der klinische Zustand eine Rolle. Weder das Zentrum noch der Patient selbst können auf die Reihenfolge Einfluss nehmen.
Voraussetzungen & Vorbereitung
Vor der Aufnahme auf die Warteliste steht eine ausführliche Untersuchungsphase, die in einem Transplantationszentrum stattfindet und meist mehrere Tage in Anspruch nimmt. Sie soll zwei Fragen klären: Ist das Herz tatsächlich so weit geschädigt, dass keine andere Behandlung mehr trägt – und ist der übrige Körper in einem Zustand, der die Operation und die anschließende dauerhafte Immunsuppression aushält.
Untersucht werden dabei unter anderem die Pumpleistung und die Belastbarkeit des Herzens, der Druck im Lungenkreislauf, die Funktion von Nieren und Leber, der Zustand der Gefäße sowie mögliche Infektionsherde. Zahnstatus und Nasennebenhöhlen werden geprüft, weil unter Immunsuppression auch kleine, sonst harmlose Entzündungsherde gefährlich werden können. Hinzu kommen Blutgruppenbestimmung, Gewebemerkmale und die Suche nach Antikörpern, die sich gegen fremdes Gewebe richten. Eine zurückliegende Krebserkrankung, eine schwere Erkrankung anderer Organe oder ein dauerhaft erhöhter Druck im Lungenkreislauf können gegen den Eingriff sprechen.
Zur Vorbereitung gehört außerdem ein psychologisches und sozialmedizinisches Gespräch. Es geht dabei nicht um eine Bewertung der Person, sondern um die Frage, ob die spätere, sehr regelmäßige Medikamenteneinnahme und die engmaschigen Kontrollen zuverlässig eingehalten werden können. Nach der Aufnahme auf die Warteliste müssen Betroffene jederzeit erreichbar sein und ihre Reisewege entsprechend einrichten.
Leben nach der Transplantation
Das übertragene Herz ist zunächst ohne Verbindung zu den Nerven des Empfängers. Aus dieser sogenannten Denervierung folgen zwei Besonderheiten, die für den Alltag wichtig sind: Der Puls passt sich bei körperlicher Belastung langsamer an als bei einem eigenen Herzen, weshalb sich Betroffene beim Sport eher schrittweise aufwärmen und ebenso langsam wieder abbauen. Und ein Sauerstoffmangel des Herzmuskels macht sich in der Regel nicht mehr durch den typischen Warnschmerz einer Angina pectoris bemerkbar. Genau deshalb sind die vereinbarten Kontrolluntersuchungen so wichtig: Sie ersetzen ein Warnsignal, das der Körper nicht mehr geben kann.
Die immunsuppressive Behandlung muss lebenslang und regelmäßig eingenommen werden. Ein eigenmächtiges Absetzen oder Auslassen kann eine Abstoßungsreaktion auslösen. Die Blutspiegel der Medikamente werden regelmäßig kontrolliert, weil sie durch andere Arzneimittel und auch durch Nahrungsmittel beeinflusst werden können. Grapefruit und Grapefruitsaft gelten deshalb als ungeeignet, da sie den Abbau bestimmter Immunsuppressiva im Körper hemmen. Vor jeder neuen Verordnung – auch durch andere Fachrichtungen oder in der Selbstmedikation – sollte das Transplantationszentrum einbezogen werden.
Ein zweiter Alltagsbereich ist der Schutz vor Infektionen. Übliche Hygiene, gemiedener Kontakt zu offensichtlich Erkrankten und Vorsicht bei rohen Lebensmitteln gehören dazu. Impfungen werden mit dem Zentrum abgestimmt; Lebendimpfstoffe sind unter wirksamer Immunsuppression in der Regel nicht geeignet, während Impfungen mit Totimpfstoffen häufig empfohlen werden. Weil eine langfristige Immunsuppression das Risiko für Hautkrebs erhöht, gehören konsequenter Sonnenschutz und regelmäßige Hautkontrollen zum Nachsorgeprogramm.
Nach der Akutphase schließt sich üblicherweise eine Rehabilitation an, in der Belastbarkeit und Beweglichkeit wieder aufgebaut werden. Viele Betroffene können nach einiger Zeit wieder einer Beschäftigung nachgehen und moderat Sport treiben; welche Belastung im Einzelfall vertretbar ist, legt das betreuende Zentrum fest.
Langzeitverlauf & mögliche Spätfolgen
Neben den frühen Abstoßungsreaktionen gibt es Veränderungen, die sich erst über Jahre entwickeln. Am bedeutsamsten ist eine langsam fortschreitende, meist gleichmäßige Verengung der Herzkranzgefäße des Spenderorgans, die sich von der gewöhnlichen Gefäßverkalkung unterscheidet und als eigenständige Langzeitkomplikation der Transplantation gilt. Weil sie durch die fehlende Nervenversorgung häufig ohne Beschwerden verläuft, wird gezielt danach gesucht – unter anderem mit Echokardiographie, Belastungsuntersuchungen und Herzkatheteruntersuchungen.
Auch die Medikamente selbst hinterlassen Spuren. Bestimmte Immunsuppressiva können die Nierenfunktion belasten, sodass sich über die Jahre eine Nierenschwäche entwickeln kann. Häufig sind ferner Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, eine Zuckerstoffwechselstörung im Sinne eines Diabetes mellitus sowie ein Verlust an Knochendichte bis hin zur Osteoporose. Hinzu kommt ein insgesamt erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen, darunter Hauttumoren und Erkrankungen des lymphatischen Systems. Diese Nebenwirkungen sind der Preis für den Schutz des Organs; die Behandlung besteht darin, die Immunsuppression so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig einzustellen und die Begleiterkrankungen früh mitzubehandeln.
Zur Überwachung auf Abstoßungsreaktionen dient vor allem die Entnahme kleiner Gewebeproben aus dem Herzmuskel, die über einen dünnen Katheter erfolgt und in den ersten Monaten häufiger, später in größeren Abständen vorgenommen wird. Ergänzend werden Blutwerte, EKG und Ultraschall des Herzens herangezogen. Auffällige Befunde führen nicht automatisch zu Beschwerden – deshalb hat die Kontrolle Vorrang vor dem persönlichen Empfinden.
Belastung für Betroffene & Angehörige
Die Zeit auf der Warteliste gilt für viele Betroffene als der schwerste Abschnitt. Sie ist geprägt von Ungewissheit, eingeschränkter Belastbarkeit und der Notwendigkeit, ständig erreichbar zu bleiben. Nach dem Eingriff berichten manche Empfänger von zwiespältigen Gefühlen gegenüber der spendenden Person und deren Familie. Transplantationszentren halten dafür psychologische Betreuung bereit; ein anonymer Dankesbrief über die vermittelnden Stellen ist in manchen Fällen möglich, ein direkter Kontakt zwischen Spenderfamilie und Empfänger dagegen üblicherweise nicht vorgesehen.
Auch Angehörige sind stark eingebunden, weil sie die Medikamenteneinnahme, die Termine und die häusliche Hygiene mittragen. Selbsthilfegruppen und Transplantationsambulanzen bieten hier Anlaufstellen. Die Kosten des Eingriffs und der Nachsorge werden bei bestehender Indikation von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen; Herztransplantationen dürfen nur in dafür zugelassenen Zentren durchgeführt werden.
Alternativen & Abgrenzung
Nicht jede schwere Herzinsuffizienz führt zur Transplantation. Zunächst werden die medikamentösen Möglichkeiten ausgeschöpft. Je nach Befund kommen außerdem Verfahren der Rhythmustherapie in Betracht, etwa spezielle Herzschrittmachersysteme zur Wiederherstellung eines abgestimmten Zusammenspiels der Herzkammern oder ein implantierbarer Defibrillator zum Schutz vor lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen. Liegt eine behandelbare Ursache vor – etwa ein Herzklappenfehler oder eine hochgradige Verengung der Herzkranzgefäße –, kann ein Eingriff aus dem Gebiet der Herzchirurgie die Pumpleistung so weit bessern, dass eine Transplantation vermieden oder aufgeschoben wird.
Als eigenständige Behandlungsform haben sich mechanische Herzunterstützungssysteme etabliert. Sie werden im Körper eingesetzt und übernehmen die Pumparbeit der linken Herzkammer ganz oder teilweise. Eingesetzt werden sie einerseits, um die Zeit bis zu einem Spenderorgan zu überbrücken, andererseits als eigenständige Behandlungsform für einen Teil der Patienten, für die eine Transplantation nicht in Betracht kommt. Der Nutzen wird durch eigene Risiken erkauft, unter anderem durch Blutgerinnsel, Blutungen und Infektionen entlang der Verbindung zur Steuereinheit. Welcher Weg im Einzelfall der richtige ist, entscheidet ein Team aus Kardiologen, Herzchirurgen und Intensivmedizinern gemeinsam mit den Betroffenen.
Quellen
- Ziemer, G., Haverich, A. (Hrsg.): Herzchirurgie.
ISBN: 9783540797128
- Marx, N., Erdmann, E. (Hrsg.): Klinische Kardiologie.
ISBN: 9783662629314
- Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783132431874
- Peter, H.-H., Pichler, W. J., Müller-Ladner, U. (Hrsg.): Klinische Immunologie.
ISBN: 9783437232565
- Marx, G., Muhl, E., Zacharowski, K., Zeuzem, S. (Hrsg.): Die Intensivmedizin.
ISBN: 9783662686997
