Kawasaki-Syndrom bei Baby und Kind
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 19. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Das Kawasaki-Syndrom ist eine akute fieberhafte Erkrankung, die in erster Linie durch Entzündungsreaktionen der arteriellen Blutgefäße mit multipler Organbeteiligung gekennzeichnet ist und im Kleinkindalter (bis zum 5. Lebensjahr) auftritt. Das Kawasaki-Syndrom ist vor allem in Japan und mit zunehmender Häufigkeit auch in Deutschland (etwa 9 von 100.000 Kindern) anzutreffen.
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Was ist das Kawasaki-Syndrom?
Als Kawasaki-Syndrom (auch mukokutanes Lymphknotensyndrom) wird eine akute Fiebererkrankung bezeichnet, die in erster Linie im Kleinkindalter, insbesondere zwischen dem 2. und 5. Lebensjahr, auftritt und mit einer Vaskulitis, einer Entzündung der kleineren und mittleren Blutgefäße, einhergeht.
In den meisten Fällen manifestiert sich das anfänglich anderen Infektionskrankheiten, wie Scharlach oder Masern, sehr ähnliche Kawasaki-Syndrom zusätzlich anhand einer systemisch auftretenden Entzündung der inneren Organe.
Neben dem plötzlich auftretenden Fieber sind Lymphknotenschwellungen im Bereich des Nackens und des Halses (zervikale Lymphadenopathie), eine nichteitrige Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung), Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut) mit Erdbeerzunge bzw. Lackzunge, ein polymorphes Exanthem (nicht juckender, vielförmiger Ausschlag am Rumpf) sowie schuppende Erytheme (Rötungen) an Händen und Füßen charakteristisch für ein Kawasaki-Syndrom.
Ursachen
Vermutet wird, dass das Kawasaki-Syndrom ätiologisch auf eine Infektion mit bisher nicht identifizierten Bakterien oder Viren zurückzuführen ist, auf deren Superantigene (toxisch wirkende Proteine der Erreger) die Immunabwehr der betroffenen Kinder infolge eines genetisch bedingten Defekts mit ausgeprägten Entzündungsreaktionen reagiert.
Für eine genetische Prädisposition (Veranlagung) spricht auch die bedeutend höhere Inzidenz (Anzahl der Neuerkrankungen) des Kawasaki-Syndroms in Japan im Vergleich zu Europa oder Nordamerika.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Säuglinge und Kleinkinder, die am Kawasaki-Syndrom erkrankt sind, leiden an einer schweren Entzündung der Gefäße im ganzen Körper. Die Entzündung ruft Symptome wie Fieber und Ausschlag hervor. Typisch für die Erkrankung ist ein plötzlicher, steiler Anstieg der Körpertemperatur, der üblicherweise mit Schüttelfrost, Mattigkeit und einem allgemeinen Unwohlsein verbunden ist. Kennzeichnend ist vor allem, dass dieses hohe Fieber mindestens fünf Tage anhält und auf fiebersenkende Mittel und Antibiotika kaum anspricht.
Der Ausschlag zeigt sich in Form vielförmiger Rötungen, die in jeder Körperregion auftreten können. Begleitend dazu kann es zu einer Bindehautentzündung und zu einer Schleimhautschwellung in Mund und Rachen kommen. Die Augen sind dabei beidseits gerötet, ohne zu eitern. Charakteristisch sind auch die roten Lippen und die rötliche Zunge, auch Erdbeerzunge. Hände und Füße sind zunächst geschwollen und hochrot; in der zweiten bis dritten Krankheitswoche schuppt sich die Haut dann typischerweise an den Fingerkuppen und Zehen ab. Dazu kommt meist ein einzelner geschwollener Lymphknoten am Hals. Bei frühzeitiger Behandlung werden die betroffenen Kinder normalerweise relativ schnell wieder gesund.
Die eigentliche Gefahr geht jedoch nicht von der Haut aus, sondern von den Herzkranzgefäßen: Ohne Behandlung entwickelt etwa ein Viertel der Kinder Aussackungen (Aneurysmen) der Herzkranzgefäße, die lebenslang bestehen bleiben können. Erfolgt keine Behandlung, besteht Lebensgefahr. Dann verschlimmern sich die Hautveränderungen, und das Fieber nimmt zu. Schließlich kann es zu Komplikationen des Herzens und dadurch zum Tod des Kindes kommen. Die Symptome treten meist zwischen dem ersten und dem fünften Lebensjahr auf. Es können allerdings auch Jugendliche und junge Erwachsene betroffen sein. Besonders häufig tritt das Kawasaki-Syndrom bei Jungen auf.
Diagnose & Verlauf
Ein Kawasaki-Syndrom kann anhand der charakteristischen Symptome diagnostiziert werden. Neben dem akut auftretenden hohen Fieber, das mindestens fünf Tage anhält, müssen mindestens vier der fünf Hauptsymptome der Erkrankung feststellbar sein, um von einem Kawasaki-Syndrom ausgehen zu können: die beidseitige, nicht eitrige Bindehautentzündung, die Veränderungen an Lippen und Mundschleimhaut mit Erdbeerzunge, der vielförmige Hautausschlag, die Schwellung und spätere Schuppung an Händen und Füßen sowie der geschwollene Halslymphknoten.
Daneben sollten ähnliche Infektionserkrankungen wie Masern oder Scharlach differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden. Abgesichert wird die Diagnose durch eine Blutanalyse. Anders als bei manchen anderen Gefäßentzündungen lassen sich beim Kawasaki-Syndrom allerdings keine spezifischen Autoantikörper (etwa cANCA) nachweisen; ein solcher Befund spräche eher für eine andere Erkrankung. Auch eine erhöhte Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen) sowie ein erhöhter CRP-Wert (C-reaktives Protein) weisen als Entzündungsmarker auf ein mögliches Kawasaki-Syndrom hin. Charakteristisch ist zudem ein deutlicher Anstieg der Blutplättchen ab der zweiten Krankheitswoche.
Um eine Beteiligung der koronaren Gefäße (arterielle Herzkranzgefäße) bzw. ein Herzaneurysma (Ausstülpung der arteriellen Herzkranzgefäße) auszuschließen, sollte eine Echokardiographie (Herz-Ultraschall) durchgeführt werden.
Untherapiert kann ein Kawasaki-Syndrom zu einem Aneurysma der Herzkranzgefäße führen, das zu lebensbedrohenden Sekundärerkrankungen wie Myokarditis (Herzmuskelentzündung), Infarkten, Perikarditis (Herzbeutelentzündung) sowie Herzrhythmusstörungen führen kann, die sich maßgeblich auf die Langzeitletalität (Sterblichkeitsrate) auswirken. Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapiebeginn ist die Prognose gut und die Erkrankung heilt in der Regel ohne Komplikationen aus.
Komplikationen
Nicht selten ist das Kawasaki-Syndrom bei Baby und Kind auch mit einem Ausschlag auf dem gesamten Körper und mit einer Entzündung der Bindehaut verbunden. Die Lebensqualität des Patienten wird durch dieses Syndrom erheblich eingeschränkt und verringert. Ohne Behandlung kann das Syndrom auch zu Beschwerden und Entzündungen am Herzen führen, die schließlich zum Tode des Betroffenen führen können.
Bei der Behandlung selbst kommt es in der Regel nicht zu besonderen Komplikationen. Sie erfolgt mit Hilfe von Medikamenten, die die Beschwerden und Symptome erheblich einschränken. Bei rechtzeitiger und erfolgreicher Behandlung kommt es meist nicht zu weiteren Komplikationen oder zu einer verringerten Lebenserwartung. Ein Teil der Kinder spricht allerdings auf die erste Gabe von Immunglobulinen nicht ausreichend an; dann sind eine zweite Gabe oder zusätzlich Kortikosteroide nötig. Auch die hochdosierte Acetylsalicylsäure kann Magenbeschwerden verursachen.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Ein Arztbesuch ist notwendig bei einem anhaltenden oder steigenden Fieber. Fieber, das bei einem Kleinkind ohne erkennbare Ursache fünf Tage oder länger anhält, muss immer ärztlich abgeklärt werden – auch dann, wenn das Kind sonst keinen schwer kranken Eindruck macht. Rötungen der Haut, eine Zunahme der Herztätigkeit sowie Veränderungen des Hautbildes sind von einem Arzt begutachten und untersuchen zu lassen. Kinder, die bis zu einem Alter von 5 Jahren unter plötzlichen akuten Symptomen leiden, die zu einer starken gesundheitlichen Beeinträchtigung führen, sind schnellstmöglich von einem Arzt behandeln zu lassen. Da das Kawasaki-Syndrom bei Babys und Kindern in schweren Fällen ohne eine medizinische Versorgung zu einem frühzeitigen Ableben führen kann, ist ein Arztbesuch bei den ersten Unregelmäßigkeiten zu empfehlen.
Rote Verfärbungen der Lippen und der Zunge, die einer Erdbeerfarbe gleichen, müssen untersucht werden. Schwellungen der Lymphknoten, Schmerzen der Lymphknoten oder eine Veränderung der Schleimhäute in Mund und Rachen sollten einem Arzt vorgestellt werden. Kommt es zu einer Bindehautentzündung, muss ein Arztbesuch erfolgen. Bei Störungen des Herz-Rhythmus ist unverzüglich ein Arzt zu konsultieren. Es kann zu Beschädigungen des Herzmuskels kommen, die schwerwiegende Folgen haben. Verweigert das Kind die Nahrungsaufnahme sowie die Zufuhr von ausreichender Flüssigkeit, droht eine Unterversorgung des Organismus. Ein Arztbesuch ist unverzüglich erforderlich, damit sich kein lebensbedrohlicher Zustand entwickelt. Zeigt das Kind Verhaltensauffälligkeiten oder einen erhöhten Schlafbedarf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wird das Kind teilnahmslos, atmet es schwer, wirkt es grau oder fleckig marmoriert oder ist es nicht mehr richtig ansprechbar, ist sofort über die 112 der Rettungsdienst zu alarmieren.
Behandlung & Therapie
Die therapeutischen Maßnahmen zielen bei einem Kawasaki-Syndrom in erster Linie auf die Reduzierung der Entzündungsreaktionen sowie die Vermeidung von Aneurysmen in den Herzkranzgefäßen, für deren Manifestierung in der zweiten und dritten Woche ein erhöhtes Risiko besteht. Hierzu werden Immunglobuline, die bei der Körperabwehr eine bedeutende Rolle spielen und in hoher Dosis die überschießende Entzündungsreaktion dämpfen, infundiert (2 g/kg Körpergewicht über 12 Stunden).
Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt: Die Immunglobuline sollten innerhalb der ersten zehn Krankheitstage gegeben werden, gerechnet ab dem ersten Fiebertag. Geschieht das rechtzeitig, sinkt das Risiko für Aneurysmen der Herzkranzgefäße von etwa 25 Prozent auf unter 5 Prozent. Aus diesem Grund ist jede Verzögerung der Diagnose beim Kawasaki-Syndrom folgenschwer.
Die Therapiemaßnahme muss gegebenenfalls bei unzureichendem Ansprechen seitens des betroffenen Kindes wiederholt werden. Daneben kommt hochdosierte Acetylsalicylsäure (30 bis 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag) zur Reduktion der akuten Entzündungen und zur Fiebersenkung zum Einsatz. Solange das Risiko eines koronaren Aneurysmas besteht bzw. ein solches vorliegt, sollte Acetylsalicylsäure weiterhin in geringerer Dosierung (2 bis 4 mg/kg Körpergewicht pro Tag) eingenommen werden, da die Substanz gerinnungshemmend wirkt. Für Eltern ist dabei wichtig zu wissen: Acetylsalicylsäure gilt bei Kindern sonst wegen der Gefahr des Reye-Syndroms als tabu. Das Kawasaki-Syndrom ist eine der ganz wenigen begründeten Ausnahmen; die Gabe erfolgt hier ausdrücklich auf ärztliche Anordnung und unter ärztlicher Überwachung.
Bei Vorliegen eines ausgeprägten Aneurysmas werden Medikamente wie Cumarine zur stärkeren Hemmung der Blutgerinnung empfohlen. Gegebenenfalls sind herzchirurgische Maßnahmen bei einem Kawasaki-Syndrom angezeigt. Darüber hinaus werden kortisonähnliche Medikamente im Rahmen klinischer Tests erforscht, wobei zumindest ein ergänzender positiver Effekt für die Behandlung eines Kawasaki-Syndroms nachgewiesen werden konnte. Inzwischen gilt die zusätzliche Gabe von Kortikosteroiden bei Kindern mit hohem Risiko oder unzureichendem Ansprechen auf die Immunglobuline als etabliert. Nach erfolgreichem Therapieende sollten bei einem Kawasaki-Syndrom regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Kardiologen stattfinden, um langfristige Beeinträchtigungen des Herzens (z.B. Stenosen) auszuschließen.
Aussicht & Prognose
Das Kawasaki-Syndrom ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die unbedingt einer ärztlichen Behandlung bedarf, um Komplikationen und mögliche Spätfolgen zu vermeiden. Eltern der betroffenen Kinder können jedoch mit einfachen Mitteln zur Linderung der Symptome beitragen.
Zur Fiebersenkung genügen in den meisten Fällen kalte Wadenwickel, helfen diese nicht und das Fieber ist gefährlich hoch, kann eine Dusche für Erleichterung sorgen. Direkt eine kalte Dusche oder ein kaltes Vollbad sind zu vermeiden. Die Blutgefäße in den Extremitäten würden sich schnell verengen und das Herz müsste schneller schlagen. Für den bereits belasteten Kreislauf ist dies eine zu starke Belastung. Reguliert man stattdessen die Temperatur langsam und nicht zu weit herunter, führt dies zu einer moderaten Absenkung der Körpertemperatur und nur zu einer minimalen Kreislaufbelastung.
Da Kinder sehr schnell dehydrieren, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr seitens der Eltern unbedingt erforderlich. Die Patienten müssen in ihrer körperlichen Aktivität gebremst werden, um eine mögliche Herzschädigung und spätere Komplikationen zu vermeiden. Die einfache Beimengung von frischem oder getrocknetem Kurkuma ins Essen hilft, dank dessen entzündungshemmender Wirkung, sowohl beim Fieber als auch bei den auftretenden Hautausschlägen, welche zusätzlich mit Cremes gelindert werden können.
Eine regelmäßige kardiologische Kontrolle nach Abklingen der Symptome ist angeraten, damit mögliche Spätfolgen frühzeitig behandelt werden können.
Vorbeugung
Aufgrund der unbekannten Ätiologie (zugrundeliegende Ursache) des Kawasaki-Syndroms existieren keine vorbeugenden Maßnahmen.
Nachsorge
In den meisten Fällen stehen dem Betroffenen beim Kawasaki-Syndrom bei Baby und Kind keine besonderen oder direkten Möglichkeiten einer Nachsorge zur Verfügung. Bei dieser Krankheit sollte allerdings schon sehr früh ein Arzt aufgesucht werden, damit es zu keinen weiteren Komplikationen und auch nicht zu einer weiteren Verschlechterung der Beschwerden kommt.
Eine frühe Diagnose wirkt sich in der Regel immer sehr positiv auf den weiteren Verlauf der Erkrankung aus, sodass die betroffenen Eltern schon bei den ersten Symptomen und Anzeichen des Kawasaki-Syndroms bei Baby und Kind einen Arzt kontaktieren sollten. Die Behandlung selbst erfolgt in der Regel durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten.
Hierbei sollten die Eltern auf eine richtige Dosierung und auch auf eine regelmäßige Einnahme der Medikamente achten. Bei Unklarheiten oder bei Fragen ist dabei immer zuerst ein Arzt zu konsultieren, damit keine weiteren Beschwerden eintreten. Ebenso sind beim Kawasaki-Syndrom bei Baby und Kind regelmäßige Kontrollen und Untersuchungen durch einen Arzt sehr wichtig, um den Zustand des Betroffenen dauerhaft zu überwachen. Dabei sollte sich das Kind nicht unnötig anstrengen, da das Herz im Allgemeinen geschwächt ist. Bei rechtzeitiger Behandlung ist die Lebenserwartung in aller Regel nicht eingeschränkt; nur Kinder, die bleibende Veränderungen der Herzkranzgefäße davongetragen haben, benötigen eine lebenslange kardiologische Betreuung.
Das können Sie selbst tun
Beim Kawasaki-Syndrom handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung bei Kleinkindern. Eine ärztliche Behandlung ist notwendig, um Komplikationen und Spätfolgen zu vermeiden. Dennoch können Eltern die Symptome durch einige Mittel mildern.
Die Erkrankung geht mit hohem Fieber einher. Wadenwickel oder moderate Ganzkörperkühlungen senken zumeist die Körpertemperatur um ein bis zwei Grad. Aufgrund des Fiebers sollten Eltern zudem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei ihrem erkrankten Kind achten. Ideal sind stille Mineralwässer oder ungesüßte Kräutertees. Zur Vermeidung von Komplikationen am Herzen ist streng auf körperliche Schonung zu achten. Zur Behandlung der Hautausschläge empfehlen sich kühlende Umschläge sowie das Auftragen antientzündlich wirkender Salben. Als natürliche Substanzen empfehlen sich Kokosöl – welches zugleich antiseptisch wirkt – oder Olivenöl. Ebenso sind in Apotheken speziell angerührte Präparate zu erwerben.
Die Naturheilkunde empfiehlt das homöopathische Mittel Belladonna bei hohem Fieber. Solche Mittel dürfen die ärztliche Behandlung beim Kawasaki-Syndrom jedoch keinesfalls ersetzen oder hinauszögern: Allein die rechtzeitige Immunglobulingabe innerhalb der ersten zehn Krankheitstage entscheidet darüber, ob das Kind bleibende Schäden an den Herzkranzgefäßen davonträgt. Hält das Fieber eines Kleinkindes fünf Tage an, gehört es deshalb in ärztliche Behandlung und nicht in Selbstbehandlung. Weiterhin wird zur Gabe von Vitamin-C-Präparaten angeraten, da bei einem entzündlichen Prozess dieses lebenswichtige Vitamin erhöht verbraucht wird. Eine ebenfalls stark antientzündliche Wirkung hat die Kurkuma-Wurzel. Diese können Eltern frisch im Einkaufsmarkt oder in Pulver- bzw. Kapselform (Nahrungsergänzungsmittel) in der Apotheke erwerben.
Nach einer überstandenen Erkrankung sollten Eltern mit ihrem Kind regelmäßig zur Kontrolle bei einem Kardiologen gehen, um das Auftreten von Spätfolgen zeitnah zu erkennen und behandeln zu können.
Quellen
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- Hoffmann, G. F., Lentze, M. J., Spranger, J., Zepp, F. (Hrsg.): Pädiatrie - Grundlagen und Praxis.
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- Speer, C. P., Gahr, M., Dötsch, J. (Hrsg.): Pädiatrie.
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- Huemer, C., Girschick, H. (Hrsg.): Klinische Beispiele pädiatrische Rheumatologie.
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- Haas, N. A., Kleideiter, U.: Kinderkardiologie.
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