Peniskrebs (Peniskarzinom)
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 21. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Peniskrebs oder Peniskarzinom wird zumeist bei Männern im Alter ab sechzig Jahren diagnostiziert und bezeichnet die seltene Form einer Krebserkrankung der äußeren männlichen Geschlechtsorgane. Peniskrebs gehört zu den Krebsarten, die bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt und operativ geheilt werden können.
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Was ist Peniskrebs?
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Bei Peniskrebs bzw. Peniskarzinom bilden sich Tumore am Penis und dabei insbesondere an der Eichel und der Vorhaut. Peniskrebs breitet sich nur selten über die Blutbahn in den Rest des Körpers aus. Es handelt sich bei Peniskrebs um einen langsam wachsenden Tumor, der in den ersten Stadien keine oder wenige Beschwerden verursacht.
Unbehandelt kann er jedoch die Schwellkörper, die Prostata, die Harnröhre und die Lymphknoten des Unterleibs befallen. Charakteristisch für die Krebsart ist ein Plattenepithelkarzinom. Dabei handelt es sich um einen in der obersten Hautschicht entstehenden bösartigen Tumor, der oft warzenhaft oder geschwürähnlich aussieht.
Auch andere Hautkrebsarten können am Penis entstehen. Eine Entartung der Pigmentzellen, wie sie beim malignen Melanom vorkommt, ist ebenfalls als Peniskrebs möglich.
Ursachen
Neben der altersbedingten Zellentartung wird bei Peniskrebs eine virusbedingte Entstehung vermutet. Im Blickpunkt stehen dabei Infektionen durch HPV, die bei Frauen für den Gebärmutterhalskrebs ursächlich sind.
Zum Teil gehen die Wissenschaftler davon aus, dass diese humanen Papillomaviren bei Männern durch eine Infektion auch Peniskrebs verursachen können. Lange Zeit war das nur eine Vermutung. Nach heutigem Kenntnisstand gilt der Zusammenhang als gesichert: Etwa die Hälfte aller Peniskarzinome ist auf eine Infektion mit humanen Papillomviren zurückzuführen, vor allem auf die Hochrisikotypen HPV 16 und 18.
Ein weiterer gut belegter Risikofaktor ist das Rauchen; es erhöht das Risiko unabhängig von einer HPV-Infektion. Auch chronische Entzündungen und Vernarbungen der Eichel, insbesondere durch den Lichen sclerosus, gelten als Vorstufen begünstigende Faktoren. Da grundsätzlich Infektionserkrankungen als Ursache für Peniskrebs gelten, ist mangelnde Hygiene ein Risikofaktor für die Erkrankung an Peniskrebs. Der sich unter der Vorhaut bildende Vorhauttalg (Smegma) stellt bei nicht sorgfältiger Entfernung in der täglichen Körperpflege einen Nährboden für Erkrankungen dar. Früher ging man davon aus, dass Smegma selbst krebserregend sei. Nach heutigem Kenntnisstand gilt diese Annahme als überholt; entscheidend sind vielmehr die dauerhafte Reizung und Entzündung der Eichel sowie eine begleitende HPV-Infektion.
Hinzu kommen noch krankhafte Veränderungen der Vorhaut wie die Vorhautverengung. Bei der sogenannten Phimose lässt sich die Vorhaut durch die Verengung ebenfalls nicht genug zurückschieben, um die Eichel ausreichend zu säubern.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Ein Peniskarzinom ruft zu Beginn keine eindeutigen Beschwerden hervor. Erste Anzeichen sind meist sichtbare oder tastbare Veränderungen an Eichel oder Vorhaut: eine nicht abheilende Rötung, eine warzenartige Wucherung, eine Verhärtung oder eine offene Stelle. Schmerzen fehlen häufig, gelegentlich treten leichte Druckschmerzen in der Schaftregion auf; Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind dagegen kein Frühzeichen. Eine solche Veränderung sollte nicht über Wochen beobachtet, sondern zeitnah einem Arzt gezeigt werden – auch dann, wenn sie nicht wehtut. Im weiteren Verlauf bilden sich Schwellungen und Verhärtungen im Bereich von Eichel und Vorhaut. Diese Hautveränderungen sind zunächst rau und geschwollen, bevor sie sich verhärten und zu Knoten entwickeln.
Begleitend dazu kann sich ein übelriechender Ausfluss einstellen. Selten wird Blut ausgeschieden. Wenn das Karzinom sich vergrößert und in die umliegenden Regionen streut, lässt sich dies oft im Bereich der Leisten ertasten. Der Krebs kann weitere Areale befallen und abhängig von der betroffenen Region weitere Symptome und Beschwerden hervorrufen. Möglich sind Organfunktionsstörungen, Nervenstörungen und neurologische Ausfälle, aber auch Schwellungen, Geschwüre und andere Hautveränderungen.
Erfolgt spätestens dann keine Behandlung, kann Peniskrebs tödlich verlaufen. Ein wachsendes Karzinom am Penis führt zudem zu ernsten Komplikationen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr. Dies schränkt Lebensqualität und Wohlbefinden der Betroffenen erheblich ein. Eine fortschreitende Krebserkrankung ist auch äußerlich zu erkennen.
So stellt sich ein kränkliches Aussehen ein und der Betroffene verliert spürbar an Gewicht. Wird das Peniskarzinom frühzeitig behandelt, bilden sich die Beschwerden meist zurück. Beschwerden beim Wasserlassen können jedoch bestehen bleiben oder nach der Operation neu auftreten, etwa durch eine Verengung der Harnröhrenmündung; sie gehören dann erneut ärztlich abgeklärt.
Diagnose & Verlauf
Durch Abtasten und Ansehen diagnostiziert der untersuchende Arzt zunächst grundsätzlich einen Verdacht auf Peniskrebs. Eine Biopsie dient der Klärung, um welche Art von Peniskrebs es sich handelt, während weitere Verfahren schließlich eingesetzt werden, um die Ausdehnung des Tumors zu bestimmen.
Die Diagnose erfolgt über Ultraschalluntersuchungen und Tomographie-Verfahren. Im Frühstadium befällt Peniskrebs zunächst nur Eichel und Vorhaut. Erst im weiteren Verlauf dringt er über die Schwellkörper und die Harnröhre in den Körper vor. Schwellungen der Beine (Lymphödeme) entstehen dadurch, dass die krankhaft angeschwollenen Lymphknoten in den Leisten den Abtransport des Gewebewassers aus den Beinen blockieren.
Weil ein Befall der Leistenlymphknoten für die Prognose entscheidend ist, wird er heute auch dann gezielt gesucht, wenn die Leiste unauffällig ist: Ab einem bestimmten Risiko wird dafür der erste abfließende Lymphknoten entnommen und untersucht (Wächterlymphknoten- oder Sentinel-Biopsie). Früher wurde stattdessen entweder abgewartet oder gleich die gesamte Leiste ausgeräumt, was deutlich häufiger zu bleibenden Lymphödemen führte.
Selten und im fortgeschrittenen Verlauf kann Peniskrebs Metastasen an weiter entfernten Stellen des Körpers bilden, die erst mit den bildgebenden Verfahren entdeckt werden können.
Komplikationen
Zwar handelt es sich beim Peniskrebs (Peniskarzinom) um einen bösartigen Tumor. Da sich das Karzinom in der Regel aber sehr langsam entwickelt, bestehen bei einer frühzeitigen Behandlung meist sehr gute Heilungschancen. In über 90 Prozent aller Fälle überleben die frühzeitig behandelten Patienten mehr als fünf Jahre. Weil bei der Erkrankung aber meist nur unspezifische Beschwerden und oft keine Schmerzen auftreten, kann es passieren, dass die erste Behandlung zu spät und manchmal sogar erst nach dem Auftreten von Metastasen erfolgt.
In diesen Fällen verschlechtert sich die Prognose merklich. Oftmals muss dann der Penis vollständig amputiert werden. Mitunter werden Metastasen in den Lymphknoten und anderen Organen beobachtet. Bei Auftreten von Fernmetastasen muss eine zusätzliche Behandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie erfolgen. Allerdings ist in diesen Fällen eine Heilung nicht mehr möglich. Lediglich der Verlauf der Krebserkrankung kann noch verzögert werden. Bei Vorliegen von Fernmetastasen besteht lediglich zu fünf Prozent eine Fünfjahres-Überlebenschance.
In diesem Stadium der Erkrankung helfen oft nur noch palliative Maßnahmen, um den Leidensdruck der Patienten zu verringern. In den meisten Fällen handelt es sich beim Peniskarzinom um ein Plattenepithelkarzinom, welches sehr langsam voranschreitet und dadurch auch noch in späteren Stadien gut behandelbar ist. Bei Vorliegen des seltenen Melanoms, eines äußerst bösartigen Hautkrebses, ist jedoch die Prognose der Erkrankung bereits in den frühen Erkrankungsphasen oft sehr schlecht.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Schwellungen im Intimbereich des Mannes gelten als besorgniserregend. Entwickeln sich Geschwüre, verändert sich das gewohnte Hautbild oder treten Schmerzen auf, wird ein Arzt benötigt. Eine verringerte Libido, Störungen der Erektion sowie ein erhöhter Harndrang sind untersuchen und behandeln zu lassen. Da der Peniskrebs unbehandelt zu einer Ausbreitung der Krebszellen führt und damit einen vorzeitigen Tod des Betroffenen zur Folge haben kann, sollte bereits bei den ersten Unstimmigkeiten ein Arzt konsultiert werden. Kommt es zu Unregelmäßigkeiten beim Toilettengang, einer Sensibilitätsstörung im Intimbereich oder Schmerzen im Bereich der Leistengegend, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Schwellungen der Lymphe oder ertastbare Knoten im Unterleib des Mannes sind einem Arzt vorzustellen. Weitere Anzeichen einer gesundheitlichen Unregelmäßigkeit sind eine Abnahme des Gewichts, Verhaltensauffälligkeiten sowie eine Mattigkeit. Eine geringere Belastbarkeit, Teilnahmslosigkeit und allgemeine Unzufriedenheit sind Hinweise, die weiter verfolgt werden sollten. Bei einer inneren Unruhe, allgemeinen Schwäche und einer kontinuierlichen Abnahme des Wohlbefindens ist ein Arztbesuch anzuraten. Ein Engegefühl im Unterleib, Beschwerden bei der Fortbewegung und Komplikationen der Verdauung sind mit einem Arzt zu besprechen. Eine herabgesetzte Lebensqualität, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Durchfall sind Hinweise einer vorhandenen Erkrankung. Halten die Beschwerden über eine längere Zeit an oder nehmen sie an Intensität sowie Umfang zu, ist ein Arztbesuch anzuraten.
Behandlung & Therapie
Bei der Behandlung von Peniskrebs kommt es entscheidend darauf an, den Tumor so früh wie möglich zu entdecken. Peniskrebs wird hauptsächlich operativ entfernt. Damit der Eingriff so wenig Gewebe wie möglich schädigt und der Penis erhalten bleiben kann, ist eine frühe Entdeckung notwendig. Bei kleinen, oberflächlichen Tumoren stehen heute penilerhaltende Verfahren im Vordergrund, etwa die alleinige Beschneidung, die örtliche Abtragung der befallenen Eichelhaut oder eine Lasertherapie. Ganz ohne Risiko sind auch diese Eingriffe nicht: Wundheilungsstörungen, eine Verengung der Harnröhrenmündung, Empfindungsstörungen an der Eichel sowie ein erneutes Auftreten des Tumors an gleicher Stelle kommen vor, weshalb engmaschige Kontrollen nötig sind.
Hat der Peniskrebs bereits die Schwellkörper erreicht, bleibt als einzige Option oftmals nur die psychisch stark belastende Amputation des gesamten Penis. In diesem Stadium ist Peniskrebs allerdings noch trotz der Amputation heilbar. Erst wenn der Befall weiter fortgeschritten ist, scheidet eine lebensrettende Operation bei Peniskrebs aus.
Chemotherapie und Bestrahlungen werden im weit fortgeschrittenen Stadium nicht mehr zur Heilung eingesetzt, sondern sollen die Symptome lindern. Lange Zeit galt die Chemotherapie beim Peniskarzinom überhaupt nur als lindernde Maßnahme. Heute wird sie bei befallenen Leistenlymphknoten auch mit heilender Absicht gegeben, häufig als Vorbehandlung vor der Operation. Da Peniskrebs die Lymphknoten in den Leisten befällt, kommt es als ein Symptom für ein fortgeschritteneres Stadium zu Wasseransammlungen in den Beinen, die durch die Bestrahlung und Lymphdrainage wieder reduziert werden.
Gegen Ende der Erkrankung verursachen Peniskrebs und seine Metastasen schmerzhafte Zustände, die durch die individuell dosierte Gabe von Schmerzmitteln behandelt werden.
Aussicht & Prognose
Die Prognose bei einem Peniskarzinom kann sehr unterschiedlich ausfallen. Entscheidende Faktoren sind dabei das Stadium der Krebserkrankung, das Vorhandensein von Metastasen, die gewählte Therapieform, aber auch das Alter des Patienten. Bei einer frühen Erkennung und Behandlung einer Peniskrebserkrankung sind die Chancen auf Heilung mit etwa 70 bis 90 Prozent sehr gut. In der Regel kann dabei auch der Penis erhalten werden.
Die meisten Patienten suchen aber erst dann einen Arzt auf, wenn die Krebserkrankung bereits fortgeschritten ist und sich bereits Lymphknotenmetastasen gebildet haben. Dadurch verschlechtert sich die Prognose deutlich und liegt nur bei etwa 46 Prozent. Oftmals ist dann eine Amputation des kompletten Penis oder von Teilen des Penis notwendig. Sobald sich bereits Fernmetastasen gebildet haben, ist die Prognose sehr schlecht.
Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei den betroffenen Patienten bei lediglich 5 Prozent. Generell haben ältere Betroffene weitaus schlechtere Aussichten als jüngere. Ausschlaggebend ist auch die Wahl der Therapieform. Die operative Entfernung der Metastasen sowie des betroffenen Gewebes am Penis ist in der Regel erfolgreicher als eine Chemotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Operation häufig mit einer Chemotherapie und je nach Befund auch mit einer Strahlentherapie kombiniert. Welche Verfahren zum Einsatz kommen, entscheidet sich nach Ausdehnung und Lymphknotenbefall im Einzelfall.
Vorbeugung
Da Peniskrebs im Frühstadium kaum Beschwerden verursacht, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, die gesetzlich versicherten Männern ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich zusteht, die beste Methode, den Tumor früh genug zu erkennen. Ein eigenes Früherkennungsprogramm speziell für Peniskrebs gibt es allerdings nicht; die äußeren Geschlechtsorgane werden im Rahmen dieser Untersuchung mit angesehen und abgetastet. Im Hinblick auf die starke Beteiligung von Infektionskrankheiten gehört eine sorgfältige Körperhygiene zu den besten Maßnahmen, die Entstehung zu verhindern. Auch eine Vorhautbeschneidung zur Vorbeugung gegen Peniskrebs ist anzudenken. Ein Schutzeffekt ist dabei vor allem für die Beschneidung im Kindes- und Jugendalter belegt; als alleinige Vorbeugemaßnahme beim Erwachsenen ohne Beschwerden wird sie nicht empfohlen. Liegt dagegen eine Vorhautverengung vor, ist die Beschneidung ohnehin die Behandlung der Wahl.
Vorbeugen lässt sich außerdem der HPV-Infektion selbst. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen humane Papillomviren seit Juni 2018 nicht mehr nur für Mädchen, sondern ausdrücklich auch für Jungen. Empfohlen ist sie im Alter von neun bis vierzehn Jahren, versäumte Impfungen sollen vor dem 18. Geburtstag nachgeholt werden. Wer die erste Dosis vor dem 15. Geburtstag erhält, braucht zwei Impfdosen; wer später beginnt, drei. Der Schutz ist am größten, wenn die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgt. Ein Verzicht auf das Rauchen senkt das Risiko zusätzlich.
Nachsorge
Eine Nachsorge findet standardmäßig bei jeder Krebserkrankung statt. Ärzte erhoffen sich dadurch, das Wiederauftreten eines Karzinoms frühzeitig zu erkennen. Denn auch bei Peniskrebs führt eine Diagnose im Frühstadium zu den besten Heilungsaussichten. Planmäßige Untersuchungen erstrecken sich mindestens auf die ersten fünf Jahre nach Abschluss der Ersttherapie. Sie finden anfangs quartalsweise statt.
Dann vergrößert sich der Abstand von Termin zu Termin. Die Nachsorge verantwortet in der Regel die Klinik, in der die Erstbehandlung stattfand. Je nach Ausgang der Therapie kann eine Reha angezeigt sein. In dieser findet der Patient unter fachkundiger Anleitung in den Alltag zurück. Gegebenenfalls wird auch eine Medikation eingestellt.
Eine befriedigende Lebensqualität und die Ausübung der eigenen Sexualität stellen wichtige Zielsetzungen des ärztlichen Handelns nach einem Peniskarzinom dar. Zu jeder Untersuchung gehört ein Gespräch zwischen Arzt und Patient. Gezielte Fragen sollen die Frage einer Neuerkrankung klären. Auch die Begutachtung der Prostata und des männlichen Glieds findet statt.
Gegebenenfalls werden bildgebende Verfahren wie ein CT, MRT und eine Ultraschall-Untersuchung eingesetzt. Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Neuerkrankung, wird zudem eine Gewebeprobe entnommen und unter einem Mikroskop untersucht. Dieses aufwändige Verfahren soll lebensbedrohliche Komplikationen von vornherein verhindern.
Das können Sie selbst tun
Der Betroffene ist bei einem diagnostizierten Peniskrebs gut beraten, wenn er den ärztlichen Anweisungen Folge leistet. Da die Erkrankung zum Tode führen kann, sollte eine frühzeitige und umfassende medizinische Versorgung stattfinden. Bereits bei den ersten Unregelmäßigkeiten und Auffälligkeiten im Intimbereich ist ein Arztbesuch anzuraten. Da mit einer Selbstheilung bei dieser Erkrankung nicht zu rechnen ist, sollten Veränderungen im Bereich des Geschlechtsorgans schnellstmöglich mit einem Mediziner besprochen werden.
Um andere Erkrankungen zu vermeiden, sollte bei Geschlechtsverkehr stets eine ausreichende Verhütung stattfinden. Bei wechselnden Geschlechtspartnern ist die Nutzung von Präservativen anzuraten. Die Erkrankung tritt häufig bei Männern über dem 60. Lebensjahr auf. Die Teilnahme an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist zu empfehlen, damit die Erkrankung bereits im Anfangsstadium diagnostiziert werden kann. Insbesondere Männer, bei denen die Geschlechtspartnerin eine Infektion durch HPV erlitten hat, sollten an Kontrolluntersuchungen teilnehmen. Da oftmals das Virus die Ursache eines späteren Peniskarzinoms ist, empfiehlt sich eine rechtzeitige urologische Abklärung auffälliger Hautveränderungen. Antibiotika helfen dagegen nicht: Sie wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Viren. Eine Behandlung, die die HPV-Infektion selbst beseitigt, gibt es bislang nicht; behandelt werden können nur ihre Folgen wie Feigwarzen oder Krebsvorstufen.
Die Vorhaut des Penis ist täglich zu reinigen. Nach dem Geschlechtsverkehr ist eine Entfernung des Vorhauttalgs besonders wichtig, damit sich keine Krankheiten entwickeln. Liegt eine Verengung der Vorhaut vor, lässt sich die Eichel nicht ausreichend reinigen; die Verengung sollte deshalb urologisch abgeklärt und behandelt werden. Ein gewaltsames Zurückstreifen der Vorhaut ist zu unterlassen, da es zu Einrissen und weiteren Vernarbungen führt.
Quellen
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- Schmelz, H.-U., Sparwasser, C., Ruf, C., Nestler, T.: Facharztwissen Urologie.
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- Honecker, F., Claßen, J., Preiß, J. (Hrsg.): Taschenbuch Hämatologie und Onkologie.
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