Shunt
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 4. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Ein Shunt ist eine Verbindung zwischen Hohlräumen oder Gefäßen, die eigentlich voneinander getrennt sind. Diese Verbindung kann auf natürlichem Wege erfolgen, zum Beispiel durch eine Fehlbildung, oder auch künstlich angelegt werden, um beispielsweise eine medizinische Behandlung zu unterstützen.
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Was ist ein Shunt?
Unter einem Shunt verstehen Mediziner einen sogenannten Kurzschluss, d. h. eine Verbindung zwischen Gefäßen oder Hohlorganen, die sonst von Natur aus voneinander getrennt sind.
Auf diese Weise können beispielsweise Venen und Arterien miteinander verbunden werden, um den Blutfluss zu erhöhen und so Leistungen zu bringen, die allein durch die natürlichen Blutgefäße nicht möglich sind. Manche Shunts kommen natürlich vor (zum Beispiel vor der Geburt oder durch Fehlbildungen); meist werden sie aber künstlich gelegt.
In letzterem Fall sind sie Bestandteil einer medizinischen Behandlung, bei der es notwendig ist, einen effektiven Fluss von Körperflüssigkeiten zu erreichen. Am bekanntesten sind Shunts, die bei Dialysepatienten am Unterarm gelegt werden.
Geschichte & Entwicklung
Der Einsatz von Shunts in der Medizin, insbesondere im Bereich der Neurochirurgie und Herz-Kreislauf-Chirurgie, hat eine reiche Geschichte, die auf jahrzehntelanger Forschung und klinischer Anwendung basiert:
Ursprünge und Konzept: Bereits in den frühen 1900er-Jahren wurde das Konzept eines Shunts als künstlicher Verbindung zwischen zwei Körperhöhlen oder Blutgefäßen diskutiert. Frühe Experimente konzentrierten sich auf die Behandlung von hydrozephalischem Druck durch Ableitung des Liquors.
Frühe Entwicklungen: In den 1940er-Jahren experimentierten Mediziner mit verschiedenen Techniken, um cerebrospinalen Flüssigkeitsdruck zu entlasten. 1949 führte Spitz die erste erfolgreiche Shunt-Operation ein, bei der ein Ventil den Fluss von Gehirnflüssigkeit regelte.
Shunts für Herzfehler: In den 1940er-Jahren revolutionierte Alfred Blalock die Herzchirurgie, indem er den Blalock-Taussig-Shunt entwickelte, um die Durchblutung bei Kindern mit angeborenen Herzfehlern zu verbessern.
Moderne Shunt-Technologie: Im Laufe der Jahrzehnte wurden die Shunts kontinuierlich verbessert. Die Materialien entwickelten sich von Gummi hin zu modernen Kunststoffen, die biokompatibler und langlebiger sind.
Aktuelle Anwendungen: Heute finden Shunts breite Anwendung, von der Behandlung von Hydrozephalus bis hin zur portosystemischen Bypass-Chirurgie. Fortschritte in der medizinischen Bildgebung und Robotik haben die Präzision und Wirksamkeit von Shunt-Operationen weiter erhöht.
Die Entwicklung von Shunts zeigt, wie die medizinische Technologie sich weiterentwickelt hat, um lebensrettende Lösungen für komplexe Gesundheitsprobleme zu bieten.
Einsatz & Indikation
Künstlich angelegte Shunts sind operativ geschaffene Verbindungen, die den Fluss von Flüssigkeiten zwischen verschiedenen Körperbereichen ermöglichen oder umleiten. Sie werden in verschiedenen medizinischen Situationen eingesetzt:
Hydrozephalus: Der häufigste Einsatz von Shunts ist bei Patienten mit Hydrozephalus, einer Erkrankung, bei der sich überschüssige cerebrospinale Flüssigkeit (Liquor) im Gehirn ansammelt. Ein Shunt leitet den Liquor aus den Hirnventrikeln in andere Körperhöhlen, typischerweise in die Bauchhöhle oder den rechten Herzvorhof, um den Druck im Gehirn zu entlasten.
Leberzirrhose: Bei Patienten mit Leberzirrhose kann ein transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt (TIPS) den Druck in der Pfortader reduzieren und Komplikationen wie Aszites und Ösophagusvarizenblutungen verhindern.
Angeborene Herzfehler: Shunts wie der Blalock-Taussig-Shunt werden bei Kindern mit bestimmten angeborenen Herzfehlern eingesetzt, um den Blutfluss zu verbessern und den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen.
Chronische Niereninsuffizienz: Bei Dialysepatienten kann ein arteriovenöser Shunt (AV-Shunt) eine dauerhafte Gefäßverbindung für die Blutwäsche schaffen.
Hydronephrose: Bei Blockaden im Harntrakt, die zu einem Rückstau in der Niere führen, muss der Harn abgeleitet werden, um die Nierenfunktion zu erhalten. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um einen Shunt zwischen zwei Hohlräumen, sondern um eine Ableitung nach außen (Nephrostomie) oder um eine Schienung des Harnleiters.
Die Notwendigkeit für einen Shunt wird durch den Schweregrad der Erkrankung und die vorhandenen Behandlungsoptionen bestimmt. Shunts sind oft lebensrettend und verbessern die Lebensqualität erheblich, erfordern jedoch eine kontinuierliche Überwachung und Pflege.
Vorteile & Nutzen
Shunts bieten in der Medizin spezifische Vorteile gegenüber anderen Behandlungs- und Untersuchungsmethoden:
Effektive Druckentlastung: Bei Erkrankungen wie Hydrozephalus bieten Shunts eine effektive und unmittelbare Möglichkeit, den Hirndruck zu reduzieren, indem überschüssige cerebrospinale Flüssigkeit umgeleitet wird. Dies kann bei schwerwiegenden Fällen lebensrettend sein.
Verbesserung der Blutzirkulation: Shunts wie der Blalock-Taussig-Shunt bei angeborenen Herzfehlern oder der TIPS bei Leberzirrhose verbessern die Blutzirkulation, was zu einer besseren Sauerstoffversorgung und einem verringerten Risiko für Komplikationen führt.
Dauerhafte Lösung für Langzeitbedingungen: Shunts können als langfristige Lösung bei chronischen Erkrankungen dienen, wie etwa bei Dialysepatienten, die einen arteriovenösen Shunt für die Blutwäsche benötigen.
Schonende Zugangswege: Ein Teil der Shunts kommt ohne größere Operation aus – der TIPS etwa wird über einen Katheter durch eine Halsvene angelegt. Andere, darunter der Dialyse-Shunt, erfordern zwar einen offenen Eingriff, benötigen dafür aber nur einen kleinen Zugang.
Anpassungsfähigkeit: Die Technologie moderner Shunts ermöglicht eine individuelle Anpassung der Flussrate, um sich an die sich ändernden Bedürfnisse des Patienten anzupassen.
Lebensqualitätsverbesserung: Für Patienten, die von Flüssigkeitsansammlungen oder Durchblutungsstörungen betroffen sind, können Shunts erhebliche Verbesserungen der Lebensqualität bringen, indem sie Symptome lindern und lebensbedrohliche Komplikationen vermeiden.
Diesen Vorteilen steht gegenüber, dass ein Shunt ein Fremdkörper mit begrenzter Haltbarkeit bleibt: Er kann sich verschließen, sich entzünden oder zu viel ableiten, und er verlangt eine dauerhafte Überwachung. Der Nutzen eines Shunts ergibt sich deshalb immer aus dem Vergleich mit dem, was ohne ihn zu erwarten wäre.
Formen, Arten & Typen
Shunts werden in der Medizin grundsätzlich in natürlich vorkommende und künstlich angelegte Shunts unterteilt. Natürliche Shunts treten beispielsweise durch eine Malformation (Fehlbildung) auf.
Föten verfügen vor der Geburt ebenfalls über drei Shunts, die sich nach der Geburt von selbst verschließen. Dabei handelt es sich um den Lebershunt, den Vorhofshunt und den Aortenshunt. Sie dienen der Sauerstoffversorgung des Fötus, der den Sauerstoff noch nicht selbst über die Atmung aufnehmen kann. Verschließen sich diese Shunts nicht komplett, kann es zur Bildung von Herzfehlern kommen.
In der Fachsprache tragen diese drei vorgeburtlichen Kurzschlüsse eigene Namen: Der Lebershunt heißt Ductus venosus, der Vorhofshunt Foramen ovale und der Aortenshunt Ductus arteriosus Botalli. Bleibt einer von ihnen offen, wird daraus ein eigenes Krankheitsbild mit eigenem Namen, etwa das persistierende Foramen ovale oder der offene Ductus arteriosus.
Künstlich angelegte Shunts werden dann notwendig, wenn ein konstanter Fluss von Körperflüssigkeiten wie beispielsweise Blut zwischen zwei Hohlräumen/Gefäßen gewährleistet sein muss. Sie werden operativ in die betroffene Körperregion eingesetzt und können unterschiedliche spezifische Zwecke erfüllen.
Unabhängig von dieser Einteilung benennt die Medizin einen Shunt meist nach seinem Ausgangs- und seinem Zielort. So leitet ein ventrikuloperitonealer Shunt den Liquor aus einer Hirnkammer in die Bauchhöhle, ein ventrikuloatrialer Shunt in den rechten Herzvorhof; ein arteriovenöser Shunt verbindet eine Arterie mit einer Vene, ein portosystemischer Shunt die Pfortader mit dem übrigen Venensystem und ein aortopulmonaler Shunt die Körper- mit der Lungenschlagader. Wer den Namen kennt, weiß damit zugleich, wohin die Flüssigkeit fließt.
Für die Shunts des Blutkreislaufs kommt eine weitere Unterscheidung hinzu, die sich auf die Flussrichtung bezieht. Bei einem Links-rechts-Shunt gelangt sauerstoffreiches Blut aus dem Körperkreislauf zurück in den Lungenkreislauf; die Lunge wird dadurch überlastet, der Sauerstoffgehalt des Blutes bleibt aber zunächst normal. Bei einem Rechts-links-Shunt umgeht sauerstoffarmes Blut die Lunge und gelangt unmittelbar in den Körperkreislauf, was zu einer Blaufärbung von Lippen und Haut führen kann. Diese Unterscheidung betrifft in erster Linie angeborene Herzfehler und ist von den künstlich angelegten Shunts zu trennen, auch wenn ein operativ geschaffener Shunt am Herzen dieselbe Sprache verwendet.
Aufbau, Verwendung & Funktionsweise
Bei einem künstlichen Shunt handelt es sich häufig um ein Röhrchen, das in den Körper eingepflanzt wird. Dazu wird ein operativer Eingriff notwendig, der je nach Position mehr oder weniger kompliziert ausfallen kann.
Sehr häufig verbinden solche künstlichen Shunts Venen und Arterien und ermöglichen so einen konstanten Blutfluss. Dies ist etwa bei einer regelmäßig durchzuführenden Dialyse notwendig. Beim Dialyse-Shunt wird dabei in der Regel gar kein Röhrchen eingesetzt, sondern eine Arterie unmittelbar mit einer Vene vernäht (arteriovenöse Fistel); erst wenn die eigenen Gefäße dafür nicht ausreichen, kommt eine Gefäßprothese aus Kunststoff zum Einsatz. Ein solcher Shunt muss einen bestimmten, möglichst großen Durchmesser haben und ebenfalls besonders lang sein, um eine Punktion mit zwei Nadeln zu ermöglichen. Er verläuft möglichst dicht unter der Haut, damit die Punktionen problemlos erfolgen können.
Beim Legen eines Shunts muss unbedingt auf Hygiene geachtet werden, da er sich im Körperinneren (beispielsweise unter der Haut) befindet und eventuelle Keime so schwere gesundheitliche Schäden anrichten könnten. Wird zum Beispiel ein Shunt im Unterarm gelegt, da eine regelmäßige Dialyse vorgenommen werden muss, dauert es meist einige Zeit, bis sich der Patient an den veränderten Arm gewöhnt hat.
Solange der Shunt sich im Körper befindet und im Einsatz ist, muss er immer wieder überwacht werden, um festzustellen, ob er seine Funktion optimal erfüllt.
Ein Teil dieser Überwachung liegt beim Betroffenen selbst. Ein Dialyse-Shunt am Arm ist nach der Operation zunächst nicht benutzbar: Die Vene muss sich unter dem stärkeren Blutfluss erst weiten und ihre Wand verdicken, was mehrere Wochen dauert. In dieser Reifungszeit und auch danach tasten Dialysepatienten den Shunt regelmäßig ab; das dabei spürbare Schwirren zeigt an, dass er offen ist. Bleibt es aus oder schmerzt der Arm, gehört das umgehend ärztlich abgeklärt. Am Shuntarm werden außerdem weder Blut abgenommen noch Infusionen gelegt noch der Blutdruck gemessen; einengende Kleidung, schwere Lasten und das Liegen auf diesem Arm sollen ebenfalls vermieden werden. Wer einen Liquorshunt trägt, achtet stattdessen auf andere Zeichen, vor allem auf zunehmende Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen oder eine ungewohnte Müdigkeit.
Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen
Die natürlichen Shunts, die im Körper eines Fötus vorhanden sind, haben in erster Linie die Funktion, den Fötus mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen. Da die Lungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht belüftet sind und keine reguläre Atmung stattfindet, verteilen die Shunts das über die Plazenta mit Sauerstoff angereicherte Blut im wachsenden Organismus.
Künstliche Shunts werden, wie bereits erwähnt, meist eingesetzt, wenn beim Patienten eine Niereninsuffizienz besteht und daher regelmäßig eine Dialyse stattfinden muss. In diesen Fällen ist der Shunt lebenswichtig, da nur über ihn der erforderliche Blutfluss erfolgen kann. Er wird in den meisten Fällen in den Unterarm eingesetzt; sollte dies nicht möglich sein, kommt der Oberarm in Frage. Reichen auch die dortigen Gefäße nicht aus, wird stattdessen ein Dialysekatheter über eine große Halsvene eingebracht. Dies bedeutet aber meist eine Beweglichkeitseinschränkung des Patienten und wird meist als unangenehmer empfunden.
Sogenannte Cerebralshunts haben die nicht minder wichtige Aufgabe, überschüssige Gehirnflüssigkeit über einen Schlauch in den Bauchraum umzuleiten und so den Hirndruck zu reduzieren. Auch bei manchen angeborenen Herzfehlern kann ein Shunt gelegt werden, um den arteriellen und venösen Kreislauf zu verbinden und so die Sauerstoffversorgung deutlich zu verbessern.
Durchführung & Ablauf
Die Behandlung mit Shunts in der Medizin umfasst mehrere Schritte, von der Diagnose bis zur Nachsorge:
Diagnose und Planung: Zunächst wird eine gründliche Diagnose gestellt, um die Notwendigkeit eines Shunts zu bestimmen. Dies beinhaltet bildgebende Verfahren wie MRT, CT oder Ultraschall. Spezialisten entscheiden basierend auf der Diagnose und den spezifischen Bedürfnissen des Patienten, ob ein Shunt geeignet ist und welche Art.
Vorbereitung: Vor dem Eingriff wird der Patient medizinisch untersucht und aufgeklärt. Eine entsprechende Anästhesie und antiseptische Vorbereitung des Operationsfeldes sind entscheidend.
Implantation: Der Chirurg führt einen kleinen Einschnitt durch, um Zugang zu den gewünschten Strukturen zu erhalten. Ein Katheter wird in die betroffene Körperhöhle eingeführt, und ein Schlauch verbindet ihn mit dem Zielbereich, beispielsweise der Bauchhöhle. Bei Hirnshunts wird oft ein Ventil eingebaut, um den Liquorfluss zu regulieren.
Postoperative Versorgung: Nach der Implantation bleibt der Patient zur Überwachung der Vitalfunktionen und des Shunt-Verhaltens im Krankenhaus. Der Operationsbereich wird regelmäßig auf Anzeichen von Infektionen oder Leckagen untersucht.
Nachsorge: Der Shunt erfordert regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß funktioniert, und um Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Bei Kindern sind Anpassungen nötig, um das Wachstum zu berücksichtigen.
Welche Komplikationen dabei in den Blick genommen werden, hängt vom Typ des Shunts ab. Beim Liquorshunt sind es vor allem der Verschluss des Katheters, eine Infektion des Systems und eine zu starke Ableitung, die den Druck im Schädelinneren unter den Normalwert senkt. Beim Dialyse-Shunt stehen Verengung und Thrombose im Vordergrund, dazu Infektionen, aussackende Erweiterungen der Vene und ein Anzapfphänomen, bei dem der Hand hinter dem Shunt Blut fehlt und sie kalt und schmerzhaft wird; ein sehr hoher Fluss kann außerdem das Herz belasten. Beim portosystemischen Shunt ist es umgekehrt der Erfolg selbst, der die typische Komplikation nach sich zieht: Weil ein Teil des Blutes die Leber nun umgeht, gelangen Stoffwechselprodukte ungefiltert in den Kreislauf und können eine Bewusstseinsstörung auslösen. Bei aortopulmonalen Shunts am kindlichen Herzen wiederum sind Verschluss und eine Überdurchblutung der Lunge die beiden Größen, zwischen denen die Behandlung ihr Maß finden muss.
Der Erfolg einer Shunt-Behandlung hängt von der präzisen Diagnose, dem chirurgischen Geschick und der sorgfältigen Nachsorge ab.
Alternativen
Wenn Shunts für bestimmte Patienten nicht geeignet sind oder nicht in Frage kommen, stehen je nach Erkrankung und medizinischem Bedarf verschiedene alternative Verfahren zur Verfügung:
Medikamentöse Therapie: In einigen Fällen können Medikamente den Druck oder die Symptome regulieren, wie bei Hydrozephalus, wo Diuretika wie Acetazolamid die Liquorproduktion vermindern können. Bei Leberzirrhose können Betablocker den Druck in der Pfortader reduzieren.
Endoskopische Verfahren: Bei bestimmten Fällen von Hydrozephalus kann eine endoskopische dritte Ventrikulostomie (ETV) durchgeführt werden. Dabei wird ein kleiner Durchbruch im dritten Ventrikel geschaffen, um überschüssigen Liquor umzuleiten.
Embolisation: Bei Patienten mit Blutgefäßanomalien wie Aneurysmen oder arteriovenösen Malformationen kann eine Embolisation eingesetzt werden, um den Blutfluss durch gezielte Blockaden zu kontrollieren.
Peritoneovenöser Shunt: Bei Patienten mit schwerem Aszites kann ein peritoneovenöser Shunt in Betracht gezogen werden, der die überschüssige Flüssigkeit direkt in den Blutkreislauf leitet.
Dialyse: Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz und ungeeigneten Gefäßen für einen AV-Shunt kann die Peritonealdialyse eine Alternative zur Hämodialyse sein.
Chirurgische Verfahren: In Fällen, in denen ein Shunt für die Behandlung von Herzfehlern nicht geeignet ist, kann ein chirurgischer Eingriff wie eine Herztransplantation oder eine Korrekturoperation eine Alternative sein.
Die Wahl der Alternative hängt von der spezifischen medizinischen Situation, der Erkrankung und dem Zustand des Patienten ab und erfordert eine individuelle Abwägung der Risiken und Vorteile.
Quellen
- Moskopp, D., Wassmann, H. (Hrsg.): Neurochirurgie.
ISBN: 9783132435797
- Geberth, S., Nowack, R.: Praxis der Dialyse.
ISBN: 9783642412073
- Kuhlmann, U., Böhler, J., Luft, F. C., et al.: Nephrologie.
ISBN: 9783137002062
- Hepp, W., Kogel, H. (Hrsg.): Gefäßchirurgie.
ISBN: 9783437218415
- Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783132431874
