Acetylsalicylsäure
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 7. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), der unter anderem in Aspirin enthalten ist, wurde bereits um 1850 von einem französischen Chemiker erstmals hergestellt; der Ausgangsstoff Salicylsäure geht auf einen Bestandteil der Weidenrinde zurück. Doch erst um 1900 gelang es zwei deutschen Chemikern der Firma Bayer, die Substanz so weiter zu entwickeln, dass sie nicht mehr die ursprünglich stark ätzende Wirkung bei der Einnahme entfaltete. Damit war das heute auf der ganzen Welt bekannte Schmerzmittel geboren, das fortan unter dem Namen Aspirin von der Firma Bayer vertrieben wurde.
Der Handelsname Aspirin wurde 1899 als Warenzeichen eingetragen. Er setzt sich zusammen aus dem „A“ für die Acetylgruppe und der Silbe „spir“, die auf das Echte Mädesüß (Spiraea ulmaria) verweist – eine Pflanze, aus der sich Salicylsäure ebenfalls gewinnen ließ. Die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung von Weidenrinde und Mädesüß war lange vor der chemischen Aufklärung bekannt und in der Volksheilkunde gebräuchlich; ihr wirksamer Bestandteil, das Salicin, wird im Körper zu Salicylsäure umgewandelt. Deren stark reizende Wirkung auf den Magen war überhaupt erst der Anlass, nach einer besser verträglichen Verbindung zu suchen. Heute gehört Acetylsalicylsäure zu den weltweit am häufigsten eingenommenen Arzneistoffen und steht auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation.
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Medizinische Wirkung & Anwendung
Acetylsalicylsäure verfügt nicht nur über eine schmerzstillende Wirkung bei Kopf-, Glieder- und Zahnschmerzen, sondern wirkt beispielsweise auch fiebersenkend bei grippalen Infekten.
Erst viel später entdeckten Wissenschaftler noch eine andere interessante Wirkung dieser Substanz. Acetylsalicylsäure verhindert das Zusammenklumpen von Blutplättchen und wirkt damit Durchblutungsstörungen und der Entstehung von Thrombosen in den Blutgefäßen entgegen. Seit 1985 wird dieser Wirkstoff bei akuten Herzinfarkten sowie zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarktes oder Schlaganfalls eingesetzt; zeitweise wurde er auch zur Prophylaxe gegen Reisethrombose bei langen Flugreisen empfohlen. Von Acetylsalicylsäure zur Vorbeugung einer Reisethrombose wird heute allerdings abgeraten: Sie hemmt die Blutplättchen, während bei der Reisethrombose die Gerinnung im venösen Blut im Vordergrund steht. Empfohlen werden stattdessen Bewegung und ausreichendes Trinken, bei erhöhtem Risiko zusätzlich Kompressionsstrümpfe oder eine ärztlich verordnete Heparinspritze.
Auch nach chirurgischen Eingriffen wird ASS zur Vorbeugung gegen Thrombosen und Embolien verwendet. Doch die Acetylsalicylsäure kann noch mehr. Durch ihre entzündungshemmende Wirkung wirkt sie auch bei Rheuma und Arthritis und bringt die entzündlichen Veränderungen in den Gelenken und Weichteilen zum Abklingen. Ein früher vermuteter Schutz vor der Linsentrübung beim Grauen Star hat sich dagegen nicht bestätigt; zur Behandlung des Grauen Stars ist Acetylsalicylsäure nicht geeignet.
Die gerinnungshemmende Wirkung beruht auf einer Besonderheit des Wirkstoffs. Acetylsalicylsäure blockiert das für die Blutplättchen zuständige Enzym dauerhaft, indem sie einen Baustein fest daran anheftet. Blutplättchen besitzen keinen Zellkern und können das ausgeschaltete Enzym nicht ersetzen; das einzelne Blutplättchen bleibt deshalb für den Rest seiner Lebensdauer in seiner Funktion gebremst, und die Gerinnungshemmung überdauert die Anwesenheit des Wirkstoffs im Blut um viele Tage. Erst neu gebildete Blutplättchen stellen die ursprüngliche Funktion wieder her. Alle übrigen Zellen des Körpers können das Enzym dagegen nachbilden, weshalb die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung nur so lange anhält, wie der Wirkstoff im Blut vorhanden ist. Aus diesem Unterschied erklärt sich, warum zur Gerinnungshemmung sehr viel weniger Wirkstoff genügt als zur Schmerzstillung.
Wechselwirkungen
Acetylsalicylsäure hemmt das Enzym Cyclooxygenase und damit die Bildung bestimmter Prostaglandine. Damit erklärt sich die schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung. Jedoch sind einige dieser Prostaglandine für den Schutz der Magenschleimhaut zuständig.
Aus diesem Grund kommt es bei Menschen mit einem empfindlichen Magen zu Sodbrennen, Reizungen und Blutungen der Magen- und Darmschleimhaut bei Einnahme von ASS. Die Aufdeckung des Wirkprinzips der Acetylsalicylsäure, genauer gesagt dessen hemmende Wirkung auf die Prostaglandinsynthese, wurde 1982 mit dem Nobelpreis geehrt.
Ausgezeichnet wurden damals der britische Pharmakologe John Vane sowie die schwedischen Forscher Sune Bergström und Bengt Samuelsson, deren Arbeiten die Prostaglandine als Stoffgruppe überhaupt erst zugänglich gemacht hatten. Im Körper wird Acetylsalicylsäure rasch gespalten; zurück bleibt Salicylsäure, die den größten Teil der schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung trägt, während die dauerhafte Blockade der Blutplättchen bereits zuvor durch die ungespaltene Acetylsalicylsäure erfolgt. Die Salicylsäure wird in der Leber umgebaut und über die Nieren ausgeschieden. Diese Abbauwege lassen sich allerdings absättigen: Wird mehr zugeführt, als die Leber umsetzen kann, steigt der Spiegel im Blut überproportional an. Darin liegt der Grund, weshalb eine Überdosierung rasch bedrohlich werden kann.
Die Einnahme von Acetylsalicylsäure bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Medikamenten sollte immer mit dem Arzt abgesprochen werden. So kann ASS die Blutungszeit bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulantien verlängern. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol bzw. Einnahme von Kortisonpräparaten kann es zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt kommen. Die gleichzeitige Einnahme von Diabetes-Medikamenten und ASS kann eine Unterzuckerung fördern.
Verabreichung und Dosierung
Acetylsalicylsäure (ASA), besser bekannt unter dem Markennamen Aspirin, ist ein weit verbreitetes Medikament mit analgetischen, antipyretischen und entzündungshemmenden Eigenschaften. Zusätzlich wird es in niedriger Dosierung zur Prävention von Herzinfarkten und Schlaganfällen eingesetzt.
Trotz seiner vielfältigen Anwendungsbereiche ist bei der Verabreichung und Dosierung von ASA besondere Vorsicht geboten, um die Wirksamkeit zu maximieren und das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren.
Die Dosierung von ASA variiert je nach Verwendungszweck. Zur Schmerzlinderung oder Fiebersenkung bei Erwachsenen richten sich Einzeldosis, Einnahmeabstand und Tageshöchstmenge nach der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats; die dort genannte Höchstmenge darf nicht überschritten werden. Für die kardiovaskuläre Prävention werden deutlich niedrigere Dosen verwendet, abhängig von den individuellen Risikofaktoren und der ärztlichen Empfehlung.
Es ist wichtig, ASA nicht auf nüchternen Magen einzunehmen, um das Risiko von Magenbeschwerden zu verringern. Personen, die zu Magengeschwüren oder gastritisähnlichen Symptomen neigen, sollten mit ihrem Arzt über magenschonende Alternativen oder die Notwendigkeit eines begleitenden Magenschutzmittels sprechen.
ASA ist für bestimmte Personengruppen kontraindiziert, darunter Kinder und Jugendliche mit viralen Infektionen aufgrund des Risikos des Reye-Syndroms, sowie bei Personen mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Salicylate. Darüber hinaus sollten Schwangere, insbesondere im letzten Trimenon, und stillende Mütter die Einnahme von ASA vermeiden, es sei denn, es wird ausdrücklich von einem Arzt empfohlen.
Die langfristige Verwendung von ASA, auch in niedrigen Dosen, kann das Blutungsrisiko erhöhen, einschließlich gastrointestinaler Blutungen. Daher ist es entscheidend, die langfristige Anwendung von ASA unter medizinischer Aufsicht zu halten, regelmäßige Überwachungen durchzuführen und die Notwendigkeit der Fortsetzung der Therapie regelmäßig zu überprüfen.
Von Bedeutung ist die gerinnungshemmende Wirkung auch vor Operationen und vor manchen zahnärztlichen Eingriffen, weil sie die Blutungsneigung während des Eingriffs erhöht. Ob eine dauerhafte Einnahme zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall vor einem Eingriff unterbrochen wird, richtet sich nach dem Blutungsrisiko des Eingriffs und dem Gefäßrisiko des Patienten; die Entscheidung wird zwischen den beteiligten Ärzten abgestimmt. Ein eigenmächtiges Absetzen ohne diese Abstimmung kann das Risiko eines Gefäßverschlusses erhöhen.
Risiken & Nebenwirkungen
Acetylsalicylsäure ist rezeptfrei verkäuflich und vor allem unter den Handelsnamen Aspirin®, Alka-Seltzer®, Acesal®, ASS-Ratiopharm® und Thomapyrin® bekannt. Die Liste der möglichen Nebenwirkungen ist lang, doch bleiben die angegebenen Nebenwirkungen meist aus, wenn das Mittel nicht regelmäßig ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeiträume eingenommen wird.
Bei einer langfristigen Einnahme von Acetylsalicylsäure kann es zu Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit und Ohrensausen kommen. Diese Nebenwirkungen verschwinden wieder, wenn die Einnahmedosis verringert oder das Medikament ganz abgesetzt wird. Bei einer Neigung zu Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren ist der Einsatz des Wirkstoffes ASS unter Berücksichtigung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses abzuwägen. Für Kinder und Jugendliche ist Acetylsalicylsäure als Schmerzmittel nicht geeignet.
Den Wirkstoff Acetylsalicylsäure gibt es in Form von herkömmlichen Tabletten, Brause- und Kautabletten. Die Wirkstärke unterscheidet sich je nach Präparat und Anwendungsgebiet; die tägliche Höchstmenge ist der Packungsbeilage zu entnehmen. Acetylsalicylsäure wird auch in Kombination mit Koffein angeboten, das die Wirkung von ASS noch verstärkt. Auch als Kombinationspräparat mit Vitamin C ist Acetylsalicylsäure erhältlich.
Eine eigene Gruppe bilden die Unverträglichkeitsreaktionen. Von einer echten Allergie zu unterscheiden ist dabei die Analgetika-Unverträglichkeit: Sie kommt nicht über das Abwehrsystem zustande, sondern über den Eingriff in den Prostaglandinstoffwechsel, und äußert sich vor allem an den Atemwegen mit einer laufenden Nase, einer Verengung der Bronchien und Atemnot. Gehäuft tritt sie bei Menschen mit Asthma und Nasenpolypen auf. Weil andere entzündungshemmende Schmerzmittel am selben Enzym angreifen, können sie bei diesen Betroffenen dieselbe Reaktion auslösen. Ein zweites Bild ist die Salicylatvergiftung, die bei stark überhöhter Zufuhr auftritt: Das bereits genannte Ohrensausen gilt als ihr frühestes Zeichen, hinzu kommen Schwerhörigkeit, eine beschleunigte Atmung, Verwirrtheit und Erbrechen. Sie erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung.
Kontraindikationen
Acetylsalicylsäure ist ein weit verbreitetes Medikament mit zahlreichen therapeutischen Anwendungen, einschließlich der Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber sowie der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz seiner Beliebtheit und Wirksamkeit gibt es mehrere Kontraindikationen, die vor der Verwendung von ASA berücksichtigt werden müssen, um ernsthafte Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
Einer der Hauptgründe, ASA nicht zu verwenden, ist eine bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Salicylate, die schwere allergische Reaktionen hervorrufen kann. Ebenso ist ASA bei Personen mit bestimmten Erkrankungen des Verdauungssystems, wie aktiven Magen-Darm-Geschwüren oder gastrointestinalen Blutungen, kontraindiziert, da es die Magenschleimhaut reizen und das Blutungsrisiko erhöhen kann.
Patienten mit hämorrhagischen Erkrankungen oder solchen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten ASA meiden, da es die Blutgerinnung weiter hemmen und das Risiko schwerer Blutungen erhöhen kann. Ebenso ist die Anwendung bei Personen mit schweren Leber- oder Nierenerkrankungen aufgrund des erhöhten Risikos von Nebenwirkungen und Toxizität eingeschränkt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermeidung von ASA bei Kindern und Jugendlichen mit viralen Infektionen, insbesondere bei Grippe oder Windpocken, aufgrund des Risikos des Reye-Syndroms, einer seltenen, aber schwerwiegenden Erkrankung, die das Gehirn und die Leber betrifft.
Schwangere, insbesondere im dritten Trimenon, sollten ASA aufgrund des Risikos von Komplikationen, einschließlich vorzeitiger Schließung des Ductus arteriosus beim Fötus und erhöhtem Blutungsrisiko bei der Mutter während der Entbindung, nur unter strenger ärztlicher Anweisung einnehmen.
Die sorgfältige Abwägung dieser Kontraindikationen ist entscheidend, um die Sicherheit und Wirksamkeit von ASA als therapeutische Substanz zu gewährleisten und potenziell schwerwiegende Gesundheitsprobleme zu vermeiden.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Acetylsalicylsäure interagiert mit einer Vielzahl von Medikamenten, was die Wirksamkeit dieser Medikamente beeinflussen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann. Eine der bekanntesten Interaktionen ist die mit anderen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAIDs), wie Ibuprofen. Die gleichzeitige Einnahme von ASA mit NSAIDs kann das Risiko von Magen-Darm-Blutungen erhöhen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Interaktion von ASA mit Antikoagulanzien wie Warfarin. ASA verstärkt die Wirkung von Antikoagulanzien, was das Blutungsrisiko signifikant erhöhen kann. Daher ist besondere Vorsicht geboten, und die Kombination sollte nur unter strenger medizinischer Überwachung erfolgen.
Auch die Kombination von ASA mit Kortikosteroiden erhöht das Risiko von Magen-Darm-Geschwüren und Blutungen. Ebenso kann die gleichzeitige Einnahme von ASA und Alkohol das Risiko von Magen-Darm-Blutungen verstärken.
ASA kann zudem die Wirkung von bestimmten blutdrucksenkenden Medikamenten, wie ACE-Hemmern und Diuretika, verringern, was eine Anpassung der Dosierung erforderlich machen kann.
Bei Diabetikern, die Sulfonylharnstoffe zur Blutzuckerkontrolle einnehmen, kann ASA die hypoglykämische Wirkung dieser Medikamente verstärken, was zu Hypoglykämie führen kann.
Es ist wichtig, vor Beginn einer ASA-Therapie den behandelnden Arzt über alle eingenommenen Medikamente zu informieren, um potenzielle Interaktionen zu identifizieren und zu managen. Die genaue Beobachtung der Patienten und gegebenenfalls eine Anpassung der Medikation können erforderlich sein, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung zu gewährleisten.
Alternative Behandlungsmethoden
Für Patienten, die Acetylsalicylsäure nicht vertragen, gibt es mehrere alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe, die je nach Bedarf für Schmerzmanagement, Entzündungshemmung oder Prävention von kardiovaskulären Ereignissen eingesetzt werden können.
Bei Schmerz und Entzündung bieten nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen und Naproxen eine alternative Option. Diese Wirkstoffe haben ähnliche entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte wie ASA, können aber bei einigen Patienten besser vertragen werden. Bei einer echten Analgetika-Unverträglichkeit gegen Acetylsalicylsäure sind sie allerdings kein Ausweg, weil sie am selben Enzym angreifen und dieselbe Reaktion auslösen können. Es ist jedoch wichtig, das erhöhte Risiko von Magen-Darm-Nebenwirkungen zu beachten, das auch bei diesen Substanzen besteht.
Für Patienten mit erhöhtem Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen können COX-2-Hemmer wie Celecoxib eine Alternative darstellen. Diese Medikamente sind speziell dafür entwickelt worden, Entzündungen und Schmerzen zu lindern, während sie ein geringeres Risiko für Magen-Darm-Probleme bieten als traditionelle NSAIDs. Ihr Einsatz setzt allerdings eine Abwägung des Herz-Kreislauf-Risikos voraus, das unter COX-2-Hemmern erhöht sein kann.
Bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel als Alternative zu ASA verwendet werden, insbesondere für Patienten, die zur ASA-Unverträglichkeit neigen oder bei denen eine ASA-Allergie bekannt ist. Clopidogrel wird häufig zur Verhinderung von Schlaganfällen und Herzinfarkten bei Patienten mit einem hohen Risiko für diese Bedingungen eingesetzt.
In Situationen, in denen eine entzündungshemmende Behandlung erforderlich ist, aber NSAIDs und ASA nicht geeignet sind, können Kortikosteroide als kurzfristige Alternative in Betracht gezogen werden, um akute Entzündungsreaktionen zu kontrollieren.
Schließlich, für die Schmerzbehandlung, kann Paracetamol (Acetaminophen) eine geeignete Alternative für Patienten sein, die eine leichte bis mäßige Schmerzlinderung ohne die entzündungshemmenden Eigenschaften von ASA benötigen.
Es ist wichtig, dass Patienten mit ihrem Arzt sprechen, um die beste alternative Behandlung basierend auf ihren spezifischen gesundheitlichen Bedürfnissen und individuellen Risikofaktoren zu bestimmen.
Quellen
- Herdegen, T. (Hrsg.): Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie.
ISBN: 9783132453470
- Freissmuth, M., Offermanns, S., Böhm, S. (Hrsg.): Pharmakologie und Toxikologie.
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- Marx, N., Erdmann, E. (Hrsg.): Klinische Kardiologie.
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- Diener, H.-C., Baron, R., Maier, C. (Hrsg.): Die Schmerztherapie.
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- Barthels, M. (Hrsg.): Das Gerinnungskompendium.
ISBN: 9783131317520
