Atovaquon
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 10. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Atovaquon ist eines der wichtigsten Medikamente für die Vorbeugung und die Behandlung einer Malaria tropica. Es gilt als wirksam und im Allgemeinen gut verträglich und wird meist in Verbindung mit anderen Präparaten eingesetzt. Die Verabreichung kann durch einen Arzt oder auch vom Patienten selbst durchgeführt werden und findet in der Regel oral statt.
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Was ist Atovaquon?
Atovaquon wird entweder alleine oder in Verbindung mit Medikamenten wie Proguanil eingesetzt, um parasitäre Infektionen zu behandeln. Das wichtigste Anwendungsgebiet ist die Malaria tropica.
Das Antiparasitikum eignet sich auch zur Selbsteinnahme und kann sowohl zur Vorbeugung gegen die genannte Krankheit als auch zur Behandlung einer bereits bestehenden Infektion genutzt werden.
In einer eigenen Zubereitung ist Atovaquon auch für Kinder ab einem bestimmten Körpergewicht geeignet. In der Schwangerschaft ist seine Sicherheit dagegen nicht untersucht; es wird dann nur angewendet, wenn der Nutzen das mögliche Risiko überwiegt. In beiden Fällen ist der Rat eines Arztes hinzuzuziehen.
Pharmakologische Wirkung
Im Körper wirkt Atovaquon durch die Hemmung des Elektronentransports in der Atmungskette des Erregers. Angriffspunkt ist der sogenannte Cytochrom-bc1-Komplex in den Mitochondrien des Erregers; in der Folge bricht dort das Membranpotenzial zusammen. Bekannt ist außerdem, dass die gleichzeitige Aufnahme von fetthaltigen Speisen die Wirkung von Atovaquon deutlich steigert.
Im Körper selbst verbleibt das Medikament für etwa 70 Stunden. Innerhalb dieses Zeitraums erreicht die Wirkstoffmenge im Blut einige Stunden nach der Einnahme ihren höchsten Wert. Anschließend erfolgt die Ausscheidung auf natürlichem Weg.
Während der Stillzeit können Komplikationen in Verbindung mit Atovaquon auftreten, so dass unbedingt der Rat eines Arztes eingeholt werden sollte. Auch ist die Abgabe an Kinder unterhalb eines bestimmten Körpergewichts nicht vorgesehen. Für Kinder oberhalb dieser Grenze gibt es eigene Präparate, welche ebenfalls gegen Malaria wirken und auf Atovaquon basieren. Die in diesen Präparaten niedrigere Dosierung ist auf das Körpergewicht von Kindern abgestimmt.
Zu beachten ist, dass Atovaquon in Verbindung mit Proguanil vor allem gegen die Malaria tropica eingesetzt wird. Bei der Malaria tertiana erfasst die Kombination zwar die Erreger im Blut, nicht aber deren Ruheformen in der Leber; in diesem Fall ist deshalb zusätzlich ein Wirkstoff nötig, der auch diese erreicht; andernfalls kommt es häufig zu Rückfällen. Um Verwechslungen zu vermeiden, ist das Aufsuchen eines Facharztes erforderlich.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Atovaquon wird hauptsächlich angewendet, um parasitäre Infektionen zu behandeln. Dazu gehören beispielsweise Infektionen mit Plasmodien, welche durch eine bestimmte Mückenart auf den Menschen übertragen werden können und anschließend Malaria verursachen können.
Atovaquon eignet sich dabei gleichermaßen zur Vorbeugung gegen Malaria wie zur Behandlung einer bereits bestehenden Krankheit. In diesem Umfeld wird Atovaquon jedoch selten allein eingesetzt, da die Erreger sonst rasch unempfindlich werden können.
Atovaquon wird als Präparat gegen Malaria daher in den meisten Fällen zusammen mit Medikamenten wie Proguanil verabreicht, um dies zu verhindern. Weiterhin wird Atovaquon bei einer bestehenden Toxoplasmose angewendet, welche in der Schwangerschaft gefährlich sein kann. Eine spezielle Form der Pneumonie, an welcher vor allem an AIDS erkrankte Menschen leiden können, zählt ebenfalls zu den Einsatzgebieten von Atovaquon. Ihr Erreger Pneumocystis jirovecii wurde früher zu den Parasiten gerechnet; nach heutigem Kenntnisstand handelt es sich um einen Pilz.
Bei der Toxoplasmose lohnt allerdings ein genauerer Blick auf den Zulassungsstatus, weil er sich von den übrigen Anwendungen unterscheidet. Die in Deutschland zugelassenen Präparate decken zwei voneinander getrennte Anwendungsgebiete ab: Das Einzelpräparat mit Atovaquon als Suspension ist für die Akutbehandlung leichter bis mäßig schwerer Formen der Pneumocystis-Pneumonie zugelassen, und zwar dann, wenn die Standardbehandlung mit der Wirkstoffkombination Trimethoprim/Sulfamethoxazol nicht vertragen wird. Die Kombination aus Atovaquon und Proguanilhydrochlorid ist für die Vorbeugung sowie für die Behandlung der akuten, unkomplizierten Malaria durch Plasmodium falciparum zugelassen. Die Toxoplasmose kommt in den Anwendungsgebieten dieser Fachinformationen nicht vor; geprüft wurden dafür die Fachinformation des Einzelpräparats sowie die Fachinformationen dreier verschiedener Hersteller der Kombination. Der Einsatz bei Toxoplasmose ist damit eine Anwendung außerhalb des zugelassenen Gebrauchs, ein sogenannter Off-Label-Use, der eine eigene ärztliche Abwägung und Aufklärung erfordert. Dass eine Anwendung außerhalb der Zulassung liegt, bedeutet dabei nicht, dass sie unwirksam wäre – wohl aber, dass ihr Nutzen und ihre Sicherheit nicht im Zulassungsverfahren geprüft und bestätigt wurden.
Die Selbstverabreichung des Medikaments ist beispielsweise auf Reisen in Malaria-gefährdeten Ländern möglich.
Verabreichung & Dosierung
Atovaquon ist ein Medikament, das zur Vorbeugung und Behandlung von Pneumocystis-Pneumonie (PCP), einer durch Pilze verursachten Lungenentzündung, sowie zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird. Die Dosierung und Verabreichung von Atovaquon kann je nach Indikation und Patientenvariablen variieren.
Für die Behandlung der PCP bei Erwachsenen wird Atovaquon oft in einer Dosis von 750 mg zweimal täglich eingenommen, und zwar in der Regel für 21 Tage. Es ist wichtig, dass Atovaquon mit einer Mahlzeit eingenommen wird, um die Absorption zu verbessern. Die Einnahme auf nüchternen Magen kann die Wirksamkeit erheblich reduzieren, da die Bioverfügbarkeit des Medikaments stark von der Anwesenheit von Nahrungsfett abhängt.
Bei der Behandlung von Malaria variiert die Dosierung; typischerweise wird sie über mehrere aufeinanderfolgende Tage eingenommen. Kinder erhalten Atovaquon oft in einer dosisangepassten Form, abhängig von ihrem Körpergewicht.
Nebenwirkungen von Atovaquon können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen umfassen. Es ist wichtig, dass Patienten ihren Arzt über alle Nebenwirkungen informieren, besonders wenn diese schwerwiegend sind oder nicht nachlassen.
Atovaquon wird im Körper kaum verstoffwechselt und überwiegend unverändert über den Stuhl ausgeschieden; bei leichten bis mittelschweren Leberfunktionsstörungen ist deshalb keine Anpassung der Dosierung vorgesehen.
Weil die Aufnahme des Wirkstoffs über den Magen-Darm-Trakt erfolgt, sieht die Fachinformation für die Kombination mit Proguanil eine Regelung für den Fall vor, dass die Filmtablette kurz nach der Einnahme wieder erbrochen wird: Dann ist eine weitere Dosis einzunehmen. Bei Durchfall bleibt das Einnahmeschema dagegen unverändert. In den Studien zur Vorbeugung waren Durchfall und Erbrechen nicht mit einer herabgesetzten Wirksamkeit verbunden; bei einer bereits ausgebrochenen Malaria mit Durchfall oder Erbrechen wird jedoch geraten, eine andere Behandlung zu erwägen und andernfalls den Erregerbefall im Blut und den Zustand der Erkrankten engmaschig zu überwachen. Unabhängig davon bleiben persönliche Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche wichtig, etwa Repellenzien und Moskitonetze.
Kehrt die Infektion nach einer Behandlung zurück oder bricht sie trotz vorbeugender Einnahme aus, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Erreger gegen die Kombination unempfindlich geworden ist; in diesem Fall ist ein anderes Mittel gegen die Blutformen des Erregers vorgesehen.
Patienten sollten bei der Einnahme von Atovaquon auf die vollständige Einhaltung des Behandlungsplans achten und den Rat ihres Arztes bezüglich Dosierung und Einnahme strikt befolgen, um die beste Wirkung zu erzielen und Resistenzbildung zu vermeiden.
Risiken & Nebenwirkungen
Zu den häufigen Nebenwirkungen von Atovaquon zählt ein anhaltendes Schwindelgefühl, das oft von Erbrechen gefolgt wird. Weiterhin können heftige Bauchschmerzen im oberen Bauchbereich auftreten. Damit einher geht häufig Durchfall.
Husten sowie Kopfschmerzen sind ebenfalls zu beobachten, außerdem kann es zu Herzrasen und auch einem punktuellen Haarausfall kommen. Plötzlich auftretende Angstzustände, welche jedoch meist nicht von langer Dauer sind, zählen ebenfalls zu den unerwünschten Nebenwirkungen von Atovaquon. Mit einer geringen Wahrscheinlichkeit kommt es bei der Verabreichung des Präparats zu einem temporären Verlust des Appetits.
Die Fachinformation der Kombination mit Proguanil fasst die Erfahrungen aus den klinischen Studien getrennt nach Anwendungsgebiet zusammen: Bei der Behandlung einer Malaria wurden am häufigsten Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Husten beobachtet, bei der vorbeugenden Anwendung Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Durchfall. Die Beschwerden des Verdauungstrakts stehen damit in beiden Anwendungsgebieten im Vordergrund.
Gelegentlich wurde über schwere allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie berichtet. Tritt eine solche Reaktion auf, ist das Präparat sofort abzusetzen und eine geeignete Behandlung einzuleiten. Zu den Hautreaktionen zählen Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht und der bereits erwähnte Haarausfall; daneben sind schwere Hautreaktionen bis hin zum Stevens-Johnson-Syndrom beschrieben. Auch die Langzeitsicherheit bei Kindern ist nur begrenzt untersucht: Zu den Auswirkungen auf Wachstum, Pubertät und allgemeine Entwicklung liegen keine Untersuchungen vor.
Festzuhalten bleibt außerdem, dass diese Beschwerden den Symptomen einer Malaria ähneln und sich von ihnen nicht immer sicher unterscheiden lassen. Ein Abbruch der Behandlung kommt nur nach ärztlicher Entscheidung in Betracht, da eine unbehandelte Malaria tropica lebensbedrohlich verläuft.
Kontraindikationen
Atovaquon ist ein antimikrobielles Medikament, das vor allem zur Prävention und Behandlung von Pneumocystis jirovecii-Pneumonie und zur Behandlung von Malaria verwendet wird. Es hat spezifische Kontraindikationen, die beachtet werden müssen, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten:
Allergien: Patienten, die eine bekannte Überempfindlichkeit oder allergische Reaktion auf Atovaquon oder einen der Bestandteile des Medikaments gezeigt haben, sollten es nicht verwenden. Allergische Reaktionen können von milden Hautausschlägen bis hin zu schweren Reaktionen wie Anaphylaxie reichen.
Schwere gastrointestinale Probleme: Atovaquon wird oral eingenommen und hauptsächlich über den Magen-Darm-Trakt absorbiert. Bei Patienten mit schweren gastrointestinalen Störungen, wie Erbrechen oder Diarrhö, kann die Absorption von Atovaquon beeinträchtigt sein, was zu einer unzureichenden Wirkung des Medikaments führen kann.
Schwere Nierenfunktionsstörung: Für die vorbeugende Anwendung gegen Malaria nennt die Fachinformation der Kombination mit Proguanil eine ausdrückliche Gegenanzeige: Bei einer stark eingeschränkten Nierenfunktion darf das Präparat zur Vorbeugung nicht angewendet werden. Für die Behandlung einer bereits ausgebrochenen Malaria ist die Einschränkung schwächer formuliert – hier sind bei stark eingeschränkter Nierenfunktion nach Möglichkeit andere Mittel vorzuziehen. Die Unterscheidung zwischen Vorbeugung und Behandlung ist an dieser Stelle also entscheidend.
Schwangerschaft und Stillzeit: Die Sicherheit von Atovaquon während der Schwangerschaft und Stillzeit ist nicht vollständig geklärt. Obwohl keine spezifischen Kontraindikationen bekannt sind, sollte Atovaquon nur verwendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das Risiko für den Fötus oder das gestillte Kind übersteigt. Eine sorgfältige Abwägung und Beratung durch einen Arzt sind erforderlich.
Interaktionen mit anderen Medikamenten: Atovaquon sollte nicht zusammen mit anderen Medikamenten verabreicht werden, die ebenfalls den Magen-Darm-Trakt beeinträchtigen oder die Absorption von Atovaquon stören können. Die gleichzeitige Anwendung von Rifampicin wird nicht empfohlen; bei gleichzeitiger Anwendung von Tetracyclinen ist eine engmaschige Überwachung erforderlich, da beide die Plasmakonzentration von Atovaquon erheblich senken können.
Die Beachtung dieser Kontraindikationen und eine sorgfältige Überwachung während der Behandlung sind wichtig, um die Wirksamkeit von Atovaquon zu maximieren und mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren. Patienten sollten ihren Arzt über alle bestehenden Gesundheitsprobleme und die Einnahme anderer Medikamente informieren.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Atovaquon kann verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen, die seine Wirksamkeit beeinträchtigen oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen können. Eine bedeutende Interaktion besteht mit Rifampicin und Rifabutin, zwei Antibiotika, die häufig zur Behandlung von Tuberkulose eingesetzt werden. Diese Medikamente können die Plasmakonzentrationen von Atovaquon signifikant senken, was zu einer reduzierten Wirksamkeit von Atovaquon führen kann.
Ein weiteres wichtiges Wechselwirkungspotenzial besteht mit Tetracyclin, das die Plasmakonzentration von Atovaquon senken kann. Bei gleichzeitiger Anwendung ist deshalb eine engmaschige Überwachung erforderlich. Metoclopramid, ein Medikament zur Behandlung von Übelkeit und Magenentleerungsstörungen, kann die Absorption von Atovaquon verringern, was möglicherweise dessen Wirksamkeit beeinträchtigt.
Induktoren und Inhibitoren des Cytochrom P450-Enzymsystems, zu denen viele gängige Medikamente gehören, können ebenfalls die Plasmakonzentrationen von Atovaquon beeinflussen. Da Atovaquon jedoch nicht über das Cytochrom P450-System metabolisiert wird, sind die Interaktionen in diesem Bereich weniger problematisch als bei anderen Medikamenten.
Eine Wechselwirkung, die nicht von Atovaquon selbst ausgeht, sondern von seinem Kombinationspartner, betrifft die Blutgerinnung: Proguanil kann die gerinnungshemmende Wirkung von Warfarin und anderen auf Cumarin beruhenden Antikoagulantien verstärken, was das Blutungsrisiko erhöhen könnte. Der Mechanismus dieser möglichen Wechselwirkung ist nicht geklärt. Wird eine Vorbeugung oder Behandlung mit der Kombination begonnen oder beendet, ist deshalb bei dauerhaft gerinnungshemmend behandelten Menschen Vorsicht geboten; unter Umständen muss die Dosis des Gerinnungshemmers anhand des entsprechenden Laborwerts angepasst werden.
Zu dem soeben genannten Metoclopramid hält dieselbe Fachinformation ausdrücklich fest, dass seine gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen wird: Die Wirkstoffmenge von Atovaquon im Blut sinkt dabei deutlich, weshalb ein anderes Mittel gegen Übelkeit gewählt werden sollte. Noch stärker fällt der Abfall bei gleichzeitiger Einnahme von Efavirenz oder von durch einen zweiten Wirkstoff verstärkten Protease-Hemmern aus – beides Arzneimittel gegen HIV; diese Kombination ist nach Möglichkeit zu vermeiden. In der umgekehrten Richtung kann Atovaquon die Menge des Krebsmittels Etoposid und seines Abbauprodukts im Blut erhöhen, weshalb bei gleichzeitiger Behandlung besondere Vorsicht gilt; bei dem HIV-Mittel Indinavir wiederum sinkt der niedrigste im Behandlungsverlauf erreichte Blutspiegel, was ebenfalls Vorsicht verlangt.
Patienten sollten ihren Arzt über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Produkte informieren, die sie einnehmen, bevor sie mit der Behandlung mit Atovaquon beginnen. Dies ist entscheidend, um mögliche Wechselwirkungen zu erkennen und die Therapie entsprechend anzupassen. Eine genaue Überwachung durch den Arzt kann helfen, unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden und die Therapie sicher und effektiv zu gestalten.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Atovaquon aufgrund von Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen nicht geeignet ist, stehen für die Behandlung von Pneumocystis-Pneumonie (PCP) und Malaria verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Verfügung.
Für die Behandlung der PCP ist Trimethoprim-Sulfamethoxazol (TMP-SMX) die am häufigsten verwendete Erstlinientherapie. Es hat eine hohe Wirksamkeit gegen PCP und ist normalerweise die bevorzugte Behandlungsoption, wenn keine Kontraindikationen vorliegen, wie eine schwere Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Sulfonamiden. Bei Patienten, die TMP-SMX nicht vertragen, können Alternativen wie Pentamidin, Dapson (ggf. in Kombination mit Trimethoprim) oder Clindamycin in Kombination mit Primaquin verwendet werden.
Im Falle der Malaria kann die Behandlung je nach Malariaerreger und der regionalen Resistenzsituation variieren. Wenn Atovaquon-Proguanil nicht vertragen wird, sind andere Kombinationspräparate wie Artemether-Lumefantrin, Chinin in Kombination mit Doxycyclin oder Clindamycin, sowie Mefloquin Optionen, die in Betracht gezogen werden können. Diese Alternativen müssen sorgfältig entsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und unter Berücksichtigung von Resistenzmustern und dem spezifischen klinischen Szenario ausgewählt werden.
Es ist wichtig, dass diese alternativen Behandlungsoptionen unter ärztlicher Aufsicht und nach gründlicher medizinischer Bewertung angewendet werden, um sicherzustellen, dass sie effektiv und sicher sind. Patienten sollten ihre gesamte medizinische Geschichte und frühere Reaktionen auf Medikamente mit ihrem Arzt teilen, um die beste alternative Behandlungsoption zu finden.
Quellen
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- Löscher, T., Burchard, G.-D., Hoerauf, A., et al. (Hrsg.): Tropenmedizin. Reisemedizin – Globale Gesundheit.
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