Dickdarmkrebs

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Mit dem Begriff Dickdarmkrebs bzw. Kolonkarzinom werden Krebserkrankungen bezeichnet, welche sich im Bereich des Dickdarms lokalisiert haben. Die bösartigen Tumore entstehen vornehmlich aus der Darmschleimhaut. Der Dickdarmkrebs ist die häufigste Form des Darmkrebses; übergreifende Informationen zu allen Darmkrebsarten finden sich dort.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Dickdarmkrebs?

Dickdarmkrebs
Leider fehlen beim kolorektalen Karzinom wie bei vielen anderen Krebserkrankungen charakteristische Frühsymptome. Besonders im Frühstadium verläuft die Erkrankung häufig vollständig asymptomatisch.
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Bösartige Tumore im Bereich des Dickdarms werden als Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) bezeichnet. Der Dickdarm wiederum beginnt im Bereich des rechten Unterbauchs. Dort schließt er sich an den Dünndarm und endet schließlich am After.

Diese Krebsform als bösartige Wucherung von Zellen entwickelt sich überwiegend aus der Schleimhaut des Darms. Überwiegend entsteht die Entartung aus anfangs gutartigen Wucherungen an der Darmschleimhaut: Die meisten Kolonkarzinome gehen über Jahre aus Darmpolypen (Adenomen) hervor, ein Vorgang, den Mediziner als Adenom-Karzinom-Sequenz bezeichnen. Meist tritt diese Erkrankung erst nach dem 40. Lebensjahr auf. So sind 90 % aller Betroffenen älter als 50 Jahre. In den westlichen Industriestaaten ist diese Krebserkrankung relativ häufig.

Bei Frauen ist der Dickdarmkrebs die zweithäufigste, bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. So gibt es innerhalb Deutschlands jedes Jahr circa 31.000 neue männliche Patienten und 24.000 neue weibliche Patienten. In den Schwellen- und Entwicklungsländern tritt Kolonkarzinom hingegen selten auf.

Ursachen

Es gibt viele Ursachen für einen Dickdarmkrebs. Er kann durch diverse Risikofaktoren begünstigt werden. So existieren vererbbare Fehler in den Erbanlagen, welche die Wahrscheinlichkeit einer Dickdarmkrebserkrankung erhöhen können.

Dazu gehören folgende Krankheiten: eine familiäre adenomatöse Polyposis, das Gardner-Syndrom, das Peutz-Jeghers-Syndrom und das Lynch-Syndrom. Ein weiterer Risikofaktor sind chronische Darmerkrankungen. Darunter fallen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Beide Krankheiten ähneln sich hinsichtlich der Symptome, der Komplikationen und der Behandlungsweisen. Sie beginnen häufig bereits im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter.

Des Weiteren können die Ernährungsgewohnheiten Einfluss nehmen. So erhöhen ein Übergewicht, eine fleisch- sowie fettreiche Kost, ein langjähriges Rauchen, ein regelmäßiger und hoher Alkoholkonsum sowie eine ballaststoffarme Ernährung das Risiko, an Kolonkarzinom zu erkranken. Verarbeitetes Fleisch wie Pökel- und Räucherwaren stuft die Weltgesundheitsorganisation ausdrücklich als krebserregend für den Darm ein.


Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Leider fehlen beim kolorektalen Karzinom wie bei vielen anderen Krebserkrankungen charakteristische Frühsymptome. Besonders im Frühstadium verläuft die Erkrankung häufig vollständig asymptomatisch. Erste Anzeichen einer Darmkrebserkrankung können Veränderungen der Stuhlgewohnheiten sein.

Jede plötzliche Änderung des Stuhlgangs bei Patienten über 40 Jahren sollte daher genauer abgeklärt werden. Es kann zum Wechsel zwischen Verstopfungen und Durchfällen kommen. Auch häufiger, übelriechender oder bleistiftdünner Stuhlgang kann Hinweis auf eine bösartige Darmerkrankung sein.

Um die Engstelle zu überwinden, muss die Darmmuskulatur wesentlich mehr Kraft aufwenden, was zu massiven kolikartigen Bauchschmerzen führen kann. Im Verlauf der Erkrankung kommt es regelmäßig zu Blutbeimengungen auf oder im Stuhl. Der dauerhafte Blutverlust führt so zum Eisenmangel und zur Blutarmut (Anämie).

Weniger spezifisch für das kolorektale Karzinom, aber hinweisgebend auf eine bösartige Allgemeinerkrankung sind Symptome wie ein ungewollter Gewichtsverlust, nächtliches Schwitzen, Fieber, Leistungsabfall und eine generelle Müdigkeit. In späteren Stadien der Erkrankung und mit zunehmender Größe des Tumors kann dieser auch als Verhärtung im Bauchraum tastbar werden.

Ist der Tumor so groß geworden, dass er das Darmlumen verlegt, kommt es zum Darmverschluss. Mediziner bezeichnen diesen Verschluss als Ileus. Er äußert sich durch Stuhlverhalt, Übelkeit und Erbrechen, einen aufgeblähten Bauch und krampfartige Schmerzen. Verlässliche Frühzeichen sind alle diese Beschwerden allerdings nicht: Blut im Stuhl und veränderte Stuhlgewohnheiten können lange fehlen, weshalb sie die Früherkennungsuntersuchung nicht ersetzen.

Diagnose

Zur Diagnose von Dickdarmkrebs stehen dem Arzt unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Da sich etwa ein Drittel aller Wucherungen im Enddarm lokalisiert, kann der Arzt tief sitzende Tumore mitunter mit dem Finger ertasten. Als Früherkennungsuntersuchung ist die Tastuntersuchung des Enddarms allerdings überholt und gehört nicht mehr zum Darmkrebs-Früherkennungsprogramm.

Für tiefere Bereiche ist hingegen eine Enddarmspiegelung erforderlich. Um den gesamten Dickdarm zu untersuchen, ist jedoch eine Darmspiegelung notwendig. Bei dieser Methode kann der Arzt zudem aus krebsverdächtigen Regionen zur gleichen Zeit eine Gewebeprobe entnehmen. Diese wird unter dem Mikroskop im weiteren Verlauf analysiert.

Auch spezielle Röntgenuntersuchungen mit einem Kolonkontrasteinlauf sind möglich. Lange Zeit war dieser Kontrasteinlauf üblich; heute wird er kaum noch eingesetzt und bei unvollständiger Darmspiegelung durch die Computertomografie des Dickdarms (CT-Kolonografie) ersetzt. Für einen erfolgreichen Krankheitsverlauf ist eine Früherkennung entscheidend. So überleben 95 % aller Patienten die folgenden fünf Jahre, wenn bei ihnen diese Krebserkrankung im Frühstadium diagnostiziert werden konnte. Wenn das Kolonkarzinom schon weit fortgeschritten ist, minimieren sich die Chancen auf eine Heilung stark.

Komplikationen

Je nach Lage und Größe des Tumors kann die teilweise Entfernung des Darms angebracht sein. In diesen Fällen werden die jeweiligen Enden des Darms miteinander vernäht. Die Verwertung von Nahrung und die Regulierung des Stuhlgangs können im Anschluss problematisch sein.

In Einzelfällen kann das Anlegen eines künstlichen Darmausganges notwendig sein. Die damit im Zusammenhang stehenden psychischen Folgen für den Patienten klingen nach Rückverlegung des Stomas in der Regel wieder ab. Darüber hinaus bestehen die allgemeinen Operationsrisiken (Thrombosen, Lungenembolie und postoperative Wundheilungsstörungen).

Häufigste Komplikationen im Rahmen einer Chemotherapie sind starkes Unwohlsein mit Erbrechen, Schwindelgefühl und vorübergehender Haarausfall. Je nach Tumorklassifikation und Lage des Tumors kann prä- oder postoperativ die Bestrahlung des Tumors geeignet sein. Bei vielen Patienten treten im Laufe der Strahlentherapie folgende Komplikationen auf: Durchfall, Hautreizungen, Bauchschmerzen und eine erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfekte.

Unterbleibt eine Behandlung der Erkrankung oder wird die Therapie zu spät begonnen, wird die Geschwulst weiter wachsen und Fernmetastasen in Leber und Lunge bilden. Der Tumor kann bei aggressivem Wachstum die Darmwände durchbrechen, so dass Darminhalt in den Bauchraum austritt und dort Entzündungen hervorruft. Eine Heilung ist in diesem Stadium der Erkrankung nicht mehr möglich.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Kennzeichnend für einen Tumorbefall des Dickdarms bleibt in der Regel eine lange Phase der Symptomlosigkeit im Anfangsstadium. Meist leiden Patienten nur unter unspezifischen Schmerzen. Aus diesem Grund erkennen Ärzte Wucherungen im letzten Abschnitt des Verdauungstraktes häufig nur dank Routinekontrollen. Treten massive Beschwerden auf, ist in aller Regel der Darmkrebs bereits stark fortgeschritten.

Dennoch existieren einige Warnzeichen zur Früherkennung, die durch eine rechtzeitige Abklärung beim Arzt eine Ausbreitung von Krebsgeschwüren verhindern. Absolute Gewissheit bezüglich des Zustandes des Dickdarms gewährt nur eine Darmspiegelung. Diese Methode klärt sehr zuverlässig ab, ob sich Wucherungen im Dickdarm befinden.

Typische Warnzeichen, die den Arzt zu einer genauen Untersuchung veranlassen, sind regelmäßige Blutauflagerungen auf dem Stuhl. Besonders eine dunkle Verfärbung deutet auf einen Ursprung im inneren Bereich des Darmes. Krebsgeschwüre beeinträchtigen die Darmfunktion und provozieren gelegentlichen Wechsel von Durchfall und Verstopfung ohne plausible Erklärung für Betroffene.

Engpässe begünstigen auch die Bildung sehr dünnen Bleistiftstuhls. Übermäßige Schleimablagerungen mit verhältnismäßig wenig Stuhlgang in den Morgenstunden weisen auf eine Erkrankung im Mastdarm hin. Generelle Hinweise auf eine Beteiligung des Dickdarms liefern Schmerzen wenige Stunden vor dem nächsten Toilettengang.

Allerdings stellen isolierte Bauchschmerzen und Krämpfe kein spezifisches Symptom für eine Krebserkrankung dar. Trotzdem gilt es als ratsam, bei regelmäßigem, leicht ausgeprägtem Leiden eine Untersuchung durch den Facharzt anzustreben. Familiäre Häufungen von Dickdarmkrebs besonders vor dem 45. Lebensjahr sollten Patienten auf jeden Fall bei der Vorstellung zur Sprache bringen.

Behandlung & Therapie

Die Therapie von Dickdarmkrebs erfolgt meist operativ. So soll der chirurgische Eingriff den Tumor vollständig entfernen. Ferner richtet sich die Behandlung nach der Ausdehnung und der Art der Krebserkrankung.

So müssen gegebenenfalls auch Metastasen eliminiert werden. In einem fortgeschrittenen Stadium wird die Operation häufig durch eine Strahlentherapie und eine Chemotherapie ergänzt. Vor dem chirurgischen Eingriff dienen diese Behandlungsmethoden dazu, die Wucherungen zu verkleinern.

Dies erleichtert die Operation. Nach der Operation dienen die Chemotherapie und die Strahlentherapie zur Abtötung noch bestehender Krebszellen. Die Strahlentherapie wirkt nur auf den örtlichen Bereich des Bestrahlungsfeldes. Die Chemotherapie erfasst auch abgesiedelte krankhafte Zellen im ganzen Organismus. Sie wird zudem mit neu entwickelten Präparaten kombiniert, welche eine bessere Lebensqualität erlauben. Eine Strahlentherapie kommt dabei vor allem beim Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) infrage; beim Krebs der übrigen Dickdarmabschnitte wird nach der Operation in der Regel allein mit einer Chemotherapie nachbehandelt. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommen heute zusätzlich zielgerichtete Antikörper wie Cetuximab oder Bevacizumab zum Einsatz, bei Tumoren mit hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-high) auch die Immuntherapie.

So werden die Schmerzen effizient gelindert, die Beweglichkeit besteht über einen längeren Zeitraum und die Krebserkrankung kann sich durch diese Therapieform eine Zeit lang stabilisieren. Patienten mit Kolonkarzinom fühlen sich dadurch nicht nur körperlich besser, sondern verbessern auch ihren psychischen Zustand.

Aussicht & Prognose

Dickdarmkrebs gehört zu den Krebsarten, deren Prognose anfangs noch recht gut ist, doch leider wird die Erkrankung oft erst spät entdeckt. Das verschlechtert natürlich die Aussichten auf eine vollständige Heilung und ein krebsfreies Leben in der Folge.

Wird Dickdarmkrebs in Stadium I oder II ausfindig gemacht, stehen die Chancen oft noch gut, dass er sich operativ vollständig oder zumindest zu großen Teilen entfernen lässt. Möglicherweise wird der Patient danach eine Chemotherapie benötigen, denn das Risiko besteht, dass der Dickdarmkrebs bereits jetzt gestreut hat. Hat er das jedoch nicht und kann vollständig entfernt werden, dann kann ein Patient auf Heilung hoffen.

Später entdeckter Dickdarmkrebs dagegen hat schon keine solche Prognose mehr. Oft hat er dann bereits in andere Organe gestreut, lässt sich nur in Teilen oder gar nicht operativ entfernen. Dann hängt die Prognose ab vom Ergebnis einer Chemotherapie und deren Erfolg wiederum von etlichen weiteren Faktoren wie der allgemeinen Gesundheit des Patienten, der individuellen Verträglichkeit der Chemotherapie oder dem Lebensalter.

Dickdarmkrebs beeinflusst zudem auch die Resorption der Nährstoffe, es kann also gerade bei dieser Krebsart schnell zu Unterernährung kommen. Weiterhin kann es nach einer OP notwendig sein, einen künstlichen Darmausgang zu legen. Dieser kann häufig wieder zurückverlegt werden, doch das kann mit Anpassungsstörungen durch einen geschwächten Schließmuskel einhergehen; in einem Teil der Fälle bleibt der künstliche Darmausgang dauerhaft bestehen.


Vorbeugung

Das Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken, kann durch eine gesunde Ernährungsweise reduziert werden. Besonders eine faserreiche Kost kann verschiedenen Darm- und Magenkrebsarten vorbeugen. Weiterhin ist ein Leben mit viel Bewegung und Sport anzuraten. Im Alter ist jedoch die Früherkennung als Vorbeugungsmaßnahme essenziell. Dadurch verbessert sich die Prognose entscheidend. In Deutschland haben Männer ab 50 und Frauen ab 55 Jahren Anspruch auf eine Vorsorgekoloskopie, die bei unauffälligem Befund nach zehn Jahren wiederholt wird, um ein etwaiges Kolonkarzinom frühzeitig zu erkennen. Davor beziehungsweise alternativ steht ein immunologischer Stuhltest auf verborgenes Blut (iFOBT) zur Verfügung, der den früher üblichen Guajak-Test (Hämoccult) abgelöst hat. Bei familiärer Belastung beginnt die Vorsorge entsprechend früher.

Nachsorge

Die Diagnose Dickdarmkrebs bringt nach einer abgeschlossenen Behandlung einige Herausforderungen mit sich. Der Körper regeneriert sich. Betroffene müssen in den Alltag zurückfinden. So ordnen Ärzte bei Bedarf etwa Rehabilitationsmaßnahmen an oder vermitteln Hilfen bei einem sozialen und psychischen Leiden. Auch resultieren aus der Behandlung manchmal Folgebeschwerden wie Inkontinenz und Verdauungsstörungen.

Neben der Behebung der akuten Anzeichen hat die Nachsorge aber auch einen präventiven Charakter. Es ist zu verhindern, dass sich Krebszellen erneut bilden, Metastasen entstehen oder an einer anderen Stelle im Dickdarm ein Tumor aufkommt. Je nach Intensität des Befalls haben sich verschiedene Nachsorgeuntersuchungen etabliert.

Bei einer günstigen Prognose führen Ärzte neben einer körperlichen Untersuchung eine Darmspiegelung durch. Verschlechtern sich die Heilungsaussichten, treten ergänzend eine Reihe weiterer Kontrollen hinzu. So schafft unter anderem die Bestimmung des Tumormarkers CEA Klarheit über den Fortgang.

Auch eine Sonographie des Bauchraums und Röntgenaufnahmen des Brustkorbs werden regelmäßig veranlasst. Je höher die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls ist, desto häufiger finden Nachsorgeuntersuchungen statt. Bei einer ungünstigen Verlaufsform ist ein sechsmonatiger Rhythmus angezeigt.

Das können Sie selbst tun

Patienten mit Dickdarmkrebs haben auch abseits der medizinischen Behandlungen im Alltag Möglichkeiten, durch die Krankheit selbst oder auch die Therapien ausgelöste Beschwerden zu lindern. Wichtig ist, dass Maßnahmen der Selbsthilfe grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Entscheidend ist, dass der nach der Operation im Körper befindliche Darmrest in seiner Funktion unterstützt und keinen vermeidbaren Belastungen ausgesetzt wird. Dies wird durch den Verzicht auf allzu üppige Mahlzeiten, auf schlecht verdauliche Speisen oder auf blähende Lebensmittel erreicht. Ballaststoffreiche Nahrung ist zusätzlich geeignet, den Darm in seiner natürlichen Verdauungstätigkeit zu unterstützen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch eine ausreichende Trinkmenge, um im Darm für genügend Flüssigkeit zu sorgen.

Patienten, die durch die Erkrankung des Darms und die Therapie stark abgenommen haben, können durch spezielle Nahrung wieder Gewicht und Stärke aufbauen. Für die seelische Regeneration bieten sich Selbsthilfegruppen für Krebspatienten, Entspannungsmethoden oder Yoga an. Auch Bewegung an der frischen Luft oder Treffen mit Freunden verhelfen zu einer positiven Grundstimmung und damit mehr Lebensqualität.

Stomaträger können viel zu ihrem Wohlbefinden beitragen, indem sie ihren künstlichen Darmausgang nach Anleitung des Stomatherapeuten pflegen. Dazu ist es auch hilfreich, durch Gespräche mit Experten, etwa einem Psychoonkologen oder Stomatherapeuten, zu lernen, das Stoma bewusst anzunehmen und nicht täglich mit der Einschränkung zu hadern.

Quellen

  • Schmoll, H.-J. (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783662607473
  • Berger, D. P., Engelhardt, M., Duyster, J., et al.: Das Rote Buch: Hämatologie und Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783609512242
  • Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Duale Reihe Chirurgie.
    ISBN: 9783132431874
  • Riemann, J. F., Fischbach, W., Galle, P. R., Mössner, J. (Hrsg.): Referenz Gastroenterologie.
    ISBN: 9783132405004
  • Rosien, U., Berg, T., Layer, P. (Hrsg.): Facharztwissen Gastroenterologie und Hepatologie.
    ISBN: 9783437213038

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