Halothan

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Wirkstoffe Halothan

Bei dem Wirkstoff Halothan handelt es sich um ein Narkotikum, das in der Regel per Inhalation verabreicht wird. Die Substanz erscheint in der Form einer Flüssigkeit, die üblicherweise farblos und nicht brennbar ist. In der heutigen Zeit kommt das Arzneimittel Halothan in den industrialisierten Staaten so gut wie nicht mehr zum Einsatz. Hier wurde das Medikament Halothan zum überwiegenden Teil durch andere Präparate ersetzt. In der dritten Welt sowie diversen Schwellenländern kommt der Wirkstoff Halothan jedoch nach wie vor als Narkotikum zur Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Halothan?

Halothan
Halothan kommt im überwiegenden Teil der Fälle im Rahmen der Anästhesie zum Einsatz.
© bacsica – stock.adobe.com

Grundsätzlich ist das Arzneimittel Halothan ein sogenannter halogenierter Kohlenwasserstoff. Die Entwicklung des Medikaments Halothan wurde im Jahr 1951 von Imperial Chemical Industries in Auftrag gegeben und durch Charles Suckling hergestellt. Seit 1956 kam es als Anästhetikum zum Einsatz.

Die Besonderheit des Medikaments besteht darin, dass es über die Atemwege einzunehmen ist. Heutzutage wird der Wirkstoff Halothan in den USA sowie Europa zum Großteil durch andere, modernere Arten von Anästhetika ersetzt. Dazu gehören zum Beispiel die Medikamente Sevofluran und Isofluran; in den USA zählt auch Desfluran dazu, das in der Europäischen Union seit dem 1. Januar 2026 nur noch in eng begrenzten Ausnahmefällen verwendet werden darf.

Im Rahmen der industriellen Herstellung der Substanz Halothan bildet in der Regel der Stoff Trichlorethylen die Grundlage. Dieser wird gemeinsam mit Fluorwasserstoff in der Anwesenheit von Antimontrichlorid umgewandelt. Die chemische Reaktion zu dem Stoff 2-Chlor-1,1,1-trifluorethan erfolgt bei circa 130 Grad Celsius. Im nächsten Schritt wird eine weitere Reaktion eingeleitet. Dabei wird das Reaktionsprodukt aus dem ersten Durchgang bei einer Temperatur von 450 Grad Celsius mit Brom zusammengebracht. In der Folge davon entsteht die Substanz Halothan.

Grundsätzlich handelt es sich bei dem medizinischen Wirkstoff Halothan um ein sogenanntes Racemat. Das bedeutet, dass das Molekül in zwei spiegelbildlichen Formen vorliegt, die im Arzneimittel zu gleichen Teilen enthalten sind. Der Stoff erscheint als klare und schwere Flüssigkeit, die in Wasser so gut wie nicht lösbar ist.

Vom Aufbau her unterscheidet sich Halothan von den heute gebräuchlichen halogenierten Inhalationsnarkotika, die zur Gruppe der Flurane zählen. Halothan trägt an einem kurzen Kohlenstoffgerüst Fluor, Chlor und Brom, besitzt aber keine Sauerstoffbrücke; die Flurane sind dagegen Ether und enthalten eine solche Brücke. Auf dem Brom im Molekül beruht es, dass beim Abbau in der Leber Bromid frei wird; die bromfreien Flurane können es nicht bilden. Im Rahmen der Therapie mit dem Medikament Halothan ist zu beachten, dass unter Umständen eine maligne Hyperthermie auftritt.

Über vier Jahrzehnte hinweg war Halothan das bevorzugte Mittel, um eine Narkose bei Kindern über die Atemwege einzuleiten. Diese Zeit ging in den späten 1990er Jahren zu Ende, als mit Sevofluran ein Mittel mit günstigeren Kreislaufwirkungen zur Verfügung stand; kurz darauf war Halothan aus der Kinderanästhesie Nordamerikas verschwunden.

In Deutschland führen die Arzneimittelverzeichnisse gegenwärtig kein halothanhaltiges Narkosemittel mehr. In einkommensschwächeren Ländern ist der Wirkstoff dagegen weiterhin gebräuchlich. Eine 2024 veröffentlichte Erhebung aus zwölf französischsprachigen Ländern südlich der Sahara ergab, dass Halothan im Jahr 2022 noch in etwa der Hälfte der befragten Krankenhäuser ständig verfügbar war, Sevofluran dagegen nur in gut einem Drittel. Ein Grund dafür liegt im Preis: Die neueren halogenierten Narkosemittel sind teurer, sodass ihr Einsatz in Gesundheitssystemen mit knappen Mitteln eine sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen verlangt.

Pharmakologische Wirkung

Das Arzneimittel Halothan zeichnet sich durch eine charakteristische Wirkungsweise auf den menschlichen Organismus aus. In erster Linie verfügt es über eine stark narkotische Wirkung. Seine schmerzstillende Wirkung ist dagegen nur schwach ausgeprägt. Außerdem wirkt es sich zu einem gewissen Teil entspannend auf die Muskulatur aus.

Prinzipiell kommt das Medikament Halothan in Form einer Flüssigkeit zum Einsatz. Diese Flüssigkeit zeichnet sich durch einen süßlichen Geruch aus. Zudem weist das Arzneimittel eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Licht auf, weshalb es in der Regel in braunen oder dunklen Flaschen aufbewahrt wird.

Darüber hinaus ist Halothan gut löslich in Fett und Blut. Je besser ein Inhalationsanästhetikum im Blut löslich ist, desto langsamer verlaufen Ein- und Ausleitung der Narkose. Halothan flutet deshalb deutlich langsamer an und wieder ab als die neueren Inhalationsanästhetika Isofluran, Sevofluran und Desfluran.

Wichtig ist auch, dass das Arzneimittel keine explosiven Verbindungen bildet. Kombiniert wird Halothan häufig mit der Substanz Distickstoffmonoxid, weil sich dadurch die benötigte Halothanmenge verringern lässt. Prinzipiell handelt es sich bei dem Arzneistoff Halothan um ein hochpotentes Narkotikum zum Inhalieren.

Ein wesentlicher Unterschied zu den neueren Inhalationsanästhetika liegt darin, wie stark Halothan die Kraft des Herzmuskels dämpft. Die meisten Altersgruppen vertragen diese Wirkung gut; beim Neugeborenen und beim Säugling fällt sie dagegen deutlich stärker aus. Der Herzmuskel ist in den ersten Lebensmonaten noch unreif: Er enthält weniger kontraktile Elemente, ist weniger dehnbar, wird vom Sympathikus noch unvollständig versorgt und verfügt über weniger ausgereifte Mechanismen für die Speicherung und den Austausch von Kalzium. In Untersuchungen an isolierten Herzmuskelpräparaten neugeborener Tiere reagierte das unreife Herz empfindlicher auf Halothan als das erwachsene; Untersuchungen am Menschen liegen dazu nicht vor.

In klinischen Untersuchungen kam es bei den meisten Neugeborenen und bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten während der Einleitung einer Halothannarkose zu einem Blutdruckabfall, und dieser Abfall fiel bei gleicher Narkosetiefe deutlicher aus als bei älteren Kindern. Ein Herzstillstand während der Operation trat in der Zeit, als Halothan gebräuchlich war, bei Neugeborenen mehr als doppelt so häufig auf wie bei Säuglingen und annähernd zehnmal so häufig wie bei Kindern zwischen einem und fünf Jahren. Etwa zwei Drittel aller arzneimittelbedingten Herzstillstände während einer Operation an Kindern standen damals mit Halothan in Zusammenhang.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Halothan kommt im überwiegenden Teil der Fälle im Rahmen der Anästhesie zum Einsatz. Dabei inhaliert der Patient den Wirkstoff, sodass die Substanz über die Atemwege aufgenommen wird und im Anschluss daran über die Lunge ins Blut übergeht.

Während der Therapie mit dem Medikament ist zu berücksichtigen, dass sich Halothan durch eine relativ kleine Narkosebreite auszeichnet. In Abhängigkeit der verabreichten Dosis kommt es zudem zu einem Abfall des Blutdrucks.

Darüber hinaus beeinflusst der Wirkstoff Halothan das Myokard, welches infolgedessen sensibler auf Katecholamine reagiert. Dadurch erhöht sich das Risiko für Tachyarrhythmien bei dem betroffenen Patienten. Die deutsche Fachinformation von Isofluran führt diesen Unterschied ausdrücklich an: Die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber Adrenalin sei unter Isofluran geringer als unter Halothan. Zu beachten ist auch, dass während der Verstoffwechselung des Medikaments Halothan in der Leber Bromid-Ionen freigesetzt werden. In hohen Konzentrationen entfalten diese Ionen eine toxische Wirkung. Unter Umständen rufen sie allergische Reaktionen hervor oder schwächen das Immunsystem.

In besonders seltenen Fällen kommt es bei Patienten nach der Verabreichung des Medikaments Halothan zu einer sogenannten Halothan-Hepatitis. Sie beruht auf einer Abwehrreaktion des Körpers gegen Eiweiße der Leber, die durch Abbauprodukte des Halothans verändert worden sind. Der Zusammenhang zwischen den giftigen Abbauprodukten und der Abwehrreaktion ist dabei kein Widerspruch, sondern eine Abfolge: Beim Abbau des Halothans in der Leber entstehen sehr reaktionsfreudige Bruchstücke, die sich an körpereigene Eiweiße heften. Das Immunsystem erkennt die so veränderten Eiweiße als fremd. Bei einem erneuten Kontakt fällt die Abwehrreaktion heftiger aus, weshalb die schweren Verlaufsformen überwiegend nach mehrfacher Anwendung auftreten. Aus diesem Grund besteht die Empfehlung, Personen nur im Abstand von drei Monaten mit dem Wirkstoff Halothan zu behandeln. Die deutsche Fachinformation von Isofluran nennt denselben Zeitraum: Das Risiko einer Leberschädigung sei nach einem früheren Kontakt mit halogenierten Narkosemitteln erhöht, besonders wenn dieser weniger als drei Monate zurückliege.

In der Fachliteratur werden zwei Formen der halothanbedingten Leberschädigung unterschieden. Die milde Form geht mit einem Anstieg der Leberwerte einher und klingt von selbst wieder ab. Die schwere Form dagegen führt zu einem akuten Leberversagen und verlief in den älteren Fallserien überwiegend tödlich.

Grundsätzlich ist nicht nur der jeweilige Patient der Belastung ausgesetzt, sondern insbesondere auch das behandelnde Personal. In der heutigen Zeit wird Halothan jedoch immer seltener verwendet. Stattdessen kommen vermehrt sogenannte halogenierte Ether zum Einsatz, beispielsweise Isofluran und Sevofluran; Desfluran gehörte bis zum europäischen Verwendungsverbot ebenfalls dazu.

Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und zahnmedizinisches Personal atmen bei ihrer Arbeit regelmäßig geringe Mengen der Narkosegase mit ein. Absaug- und Lüftungsanlagen haben die Belastung der Raumluft erheblich gesenkt; über die Folgen einer langjährigen Belastung wird gleichwohl weiter geforscht. Eine 2026 veröffentlichte Zusammenschau von siebzehn Beobachtungsstudien fand bei beruflich belasteten Beschäftigten eine höhere Rate an Fehlgeburten, die statistisch allerdings nicht gesichert war; die Unterschiede zwischen den einzelnen Studien ließen sich größtenteils durch die Dauer der Belastung erklären.


Risiken & Nebenwirkungen

Durch die Verabreichung des Medikaments Halothan sind diverse Nebenwirkungen möglich. So wird zum Beispiel der intrakranielle Druck erhöht. In Abhängigkeit der Dosis ist auch eine Atemdepression möglich. Aus diesem Grund kommt bei der anästhetischen Verwendung oftmals eine sogenannte assistierte Beatmung zum Einsatz.

Darüber hinaus fördert der Arzneistoff Halothan unter Umständen die Entstehung einer malignen Hyperthermie. Wird diese Erkrankung nicht behandelt, ist die Sterblichkeit relativ hoch. Die Halothan-Hepatitis macht sich meist etwa eine Woche nach der Narkose bemerkbar. Sie geht mit Symptomen wie Schüttelfrost, Fieber, Schmerzen in den Gelenken, Gelbsucht sowie Störungen der Blutgerinnung einher. Der Grund dafür sind vermutlich toxische Metaboliten des pharmakologischen Wirkstoffs Halothan.

Bei der malignen Hyperthermie versetzen stark wirksame Inhalationsnarkotika die Skelettmuskulatur entsprechend veranlagter Menschen in einen Zustand überschießenden Stoffwechsels mit stark erhöhtem Sauerstoffbedarf. Erkennbar wird das an einem Anstieg des Kohlendioxids im Blut, an Muskelsteife, beschleunigtem Herzschlag, beschleunigter Atmung, blauer Verfärbung der Haut (Zyanose), Herzrhythmusstörungen und Blutdruckschwankungen. Die Behandlung besteht darin, das auslösende Mittel sofort abzusetzen, das Gegenmittel Dantrolen in die Vene zu geben und die Beschwerden zu behandeln; weil ein Nierenversagen verzögert auftreten kann, wird außerdem die Harnausscheidung überwacht. Erschwert wird das Erkennen dadurch, dass einzelne dieser Zeichen auch bei einer zu flachen Narkose, bei akutem Sauerstoffmangel und bei einem Mangel an Blutvolumen auftreten können. Fälle mit tödlichem Ausgang sind auch unter den neueren halogenierten Narkosemitteln beschrieben worden.

Kontraindikationen

Eine deutsche Fachinformation für ein halothanhaltiges Narkosemittel liegt nicht vor, da die Arzneimittelverzeichnisse kein entsprechendes Fertigarzneimittel führen. Die Fachinformationen der heute gebräuchlichen halogenierten Inhalationsanästhetika treffen jedoch Aussagen, die Halothan als Mitglied dieser Stoffgruppe ausdrücklich einschließen.

Die wichtigste dieser Aussagen betrifft die Vorgeschichte. Ist es nach einer früheren Inhalationsnarkose mit einem halogenierten Narkosemittel zu einer gesicherten Leberentzündung gekommen, darf Sevofluran nach seiner Fachinformation nicht mehr angewendet werden. Eine Leberfunktionsstörung, ein ungeklärter Fieberzustand oder eine Vermehrung weißer Blutkörperchen nach einer zurückliegenden Inhalationsnarkose gelten dort als Hinweise auf eine Überempfindlichkeit gegen halogenierte Narkosemittel. Wer eine Halothan-Hepatitis durchgemacht hat, ist damit auch von den heutigen Mitteln dieser Gruppe ausgeschlossen.

Die zweite Gegenanzeige der ganzen Gruppe ist die bekannte oder erblich bedingte Veranlagung zur malignen Hyperthermie. Sie schließt die Anwendung der halogenierten Inhalationsanästhetika aus.

Hinzu kommen die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff selbst und alle Zustände, in denen eine Allgemeinnarkose als solche nicht in Frage kommt. Bei einer bestehenden Lebererkrankung, etwa einer Leberzirrhose oder einer Virushepatitis, kann nach der Fachinformation von Isofluran ein nicht halogeniertes Narkosemittel vorzuziehen sein.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Die klinisch wichtigste Wechselwirkung von Halothan betrifft die Katecholamine. Weil der Herzmuskel unter Halothan empfindlicher auf Adrenalin und verwandte Stoffe reagiert, können schon geringe Mengen dieser Substanzen schwere Herzrhythmusstörungen der Herzkammern auslösen. Die Fachinformation von Isofluran begrenzt deshalb die Menge an Adrenalin, die während einer Narkose in die Haut oder in das Zahnfleisch gespritzt werden darf, und hält dabei ausdrücklich fest, dass die Empfindlichkeit des Herzmuskels unter Halothan höher liegt als unter Isofluran.

Wie die übrigen Inhalationsanästhetika verstärkt Halothan die Wirkung von Muskelrelaxanzien. Umgekehrt verringert sich die Menge an Halothan, die für eine ausreichende Narkosetiefe nötig ist, wenn gleichzeitig Distickstoffmonoxid, Opioide, Benzodiazepine oder andere Beruhigungsmittel gegeben werden; genau darauf beruht die übliche Kombination mit Distickstoffmonoxid.

Vorsicht ist ferner bei Arzneimitteln geboten, die selbst die Leber belasten. Für Isofluran nennt die deutsche Fachinformation das Tuberkulosemittel Isoniazid, bei dem sich die lebertoxische Wirkung durch eine vermehrte Bildung giftiger Abbauprodukte verstärken kann.

Alternative Behandlungsmethoden

An die Stelle von Halothan sind in den wohlhabenderen Ländern die halogenierten Ether getreten, also Isofluran, Sevofluran und, bis zum europäischen Verwendungsverbot, Desfluran. Sie werden im Körper deutlich weniger verstoffwechselt, sodass weniger reaktionsfreudige Abbauprodukte entstehen, und sie fluten schneller an und ab, weil sie sich schlechter im Blut lösen. Für die Einleitung einer Narkose über die Atemwege bei Kindern hat Sevofluran die Rolle von Halothan übernommen; ausschlaggebend dafür war sein günstigeres Verhalten im Kreislauf. Seine deutsche Fachinformation führt die Einleitung und die Aufrechterhaltung einer Vollnarkose bei Erwachsenen und Kindern als Anwendungsgebiet, während die Fachinformation von Desfluran die Einleitung durch Einatmen bei Kindern und Kleinkindern ausdrücklich ausschließt.

Der Wechsel hat allerdings seinen Preis. Die neueren halogenierten Narkosemittel kosten deutlich mehr als Halothan. In der Fachliteratur wird deshalb darauf hingewiesen, dass ein Ersatz von Halothan gerade in Ländern mit knappen Mitteln für das Gesundheitswesen eine sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen voraussetzt.

Eine zweite Möglichkeit ist die Narkose vollständig über die Vene. Dafür kommen Mittel wie Propofol, Etomidat oder Thiopental in Betracht, jeweils zusammen mit einem Schmerzmittel und, wo nötig, einem Muskelrelaxans. Bei einer bekannten Veranlagung zur malignen Hyperthermie ist dieses Vorgehen der übliche Weg.

Bei geeigneten Eingriffen kann schließlich ein örtliches Betäubungsverfahren an die Stelle der Allgemeinnarkose treten. Welches Verfahren gewählt wird, hängt vom Eingriff, vom Alter, von den Begleiterkrankungen und von der Ausstattung der behandelnden Einrichtung ab.

Quellen

  • Larsen, R.: Anästhesie.
    ISBN: 9783437225123
  • Rossaint, R., Werner, C., Zwißler, B. (Hrsg.): Die Anästhesiologie.
    ISBN: 9783662722770
  • Striebel, H. W.: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin.
    ISBN: 9783132431041
  • Kretz, F.-J., Schäffer, J., Terboven, T. (Hrsg.): Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie.
    ISBN: 9783662725863
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541

Das könnte Sie auch interessieren