Neuroendokrinologie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Hierzulande sind hormonbedingte Erkrankungen wie etwa Diabetes, Osteoporose oder Funktionsstörungen der Schilddrüse weit verbreitet. Diese gehören zum Behandlungsspektrum des Endokrinologen. Ist dabei das Zusammenspiel von Nerven- und Hormonsystem betroffen, gehören die Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten zu den Aufgaben der Neuroendokrinologie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Neuroendokrinologie?

Neuroendokrinologie
Als Teilgebiet der Endokrinologie widmet die neuroendokrine Wissenschaft sich der Interaktion zwischen dem Nerven- und Hormonsystem.

Die Neuroendokrinologie beschäftigt sich sowohl mit der Erforschung als auch mit der Diagnostik und Behandlung neuroendokriner Erkrankungen. Als Teilgebiet der Endokrinologie widmet die neuroendokrine Wissenschaft sich der Interaktion zwischen dem Nerven- und Hormonsystem. Dabei wird einerseits untersucht, welche Wirkung das Zentralnervensystem auf die hormonalen Prozesse hat. Anderseits geht es darum, inwiefern die im Blut zirkulierenden Hormone die Aktivität von Nervenzellen beeinflussen.

Die zentralen Schnittstellen zwischen dem Nervensystem und dem Hormonsystem befinden sich im Gehirn des Menschen. Sie heißen Hypothalamus und Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und sind für die Regulation wichtiger Körperfunktionen zuständig. So steuern sie etwa die Stoffwechselprozesse, die Nahrungsaufnahme, die Fortpflanzung und das Stillen. Auch die Funktion der Schilddrüse sowie die der Nebennieren unterliegen der Steuerung des Hypothalamus und der Hypophyse. Erkrankungen neuroendokriner Herkunft rufen vielfältige und unspezifische Symptome hervor, sodass sie in vielen Fällen erst nach vielen Jahren diagnostiziert werden.

Das Zusammenspiel der beiden Systeme ist als Kette von Regelkreisen aufgebaut. Der Hypothalamus schüttet Steuerhormone aus, die auf kurzem Weg den Hypophysenvorderlappen erreichen. Dieser gibt daraufhin seinerseits Hormone ins Blut ab, die die nachgeschalteten Drüsen zur Arbeit anregen – die Schilddrüse, die Nebennierenrinde oder die Keimdrüsen. Deren Hormone wiederum melden dem Hypothalamus und der Hypophyse zurück, dass genug produziert wurde, worauf die Steuerung gedrosselt wird. Dieses Prinzip der negativen Rückkopplung erklärt, warum eine einzelne Hormonmessung oft wenig aussagt: Ein niedriger Wert kann ebenso an der Drüse selbst wie an ihrer Steuerung im Gehirn liegen, und erst das Verhältnis mehrerer Werte zueinander verrät, wo die Störung sitzt.

Der Hypophysenhinterlappen bildet keine eigenen Hormone, sondern speichert und entlässt zwei Botenstoffe, die im Hypothalamus entstehen: das antidiuretische Hormon, das den Wasserhaushalt regelt, und Oxytocin, das bei Geburt und Stillen eine Rolle spielt. Damit ist der Hinterlappen das anschaulichste Beispiel für die Verschränkung beider Systeme – hier gibt eine Nervenzelle ihr Erzeugnis unmittelbar ins Blut ab.

Eine zweite Besonderheit neuroendokriner Regelung ist ihre zeitliche Struktur. Viele Hormone werden nicht gleichmäßig abgegeben, sondern in Schüben und nach einem Tagesrhythmus. Cortisol erreicht seine höchsten Werte in den frühen Morgenstunden und fällt im Tagesverlauf ab; Melatonin aus der Zirbeldrüse folgt dem umgekehrten Muster und bindet den Körper an den Wechsel von Hell und Dunkel. Bei Frauen kommt der Rhythmus des Menstruationszyklus hinzu, der von übergeordneten Signalen aus dem Gehirn getaktet wird. Für die Diagnostik heißt das: Ohne Angabe der Uhrzeit und der Umstände ist ein Hormonwert kaum zu beurteilen.

Vom Fachgebiet zu unterscheiden ist ein Begriff, der ähnlich klingt und häufig verwechselt wird: die neuroendokrinen Tumoren. Damit sind Geschwülste gemeint, die von hormonbildenden Zellen vor allem im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse ausgehen. Sie werden überwiegend von Gastroenterologie, Onkologie und Chirurgie behandelt und gehören nicht zum Kernbereich der Neuroendokrinologie, auch wenn sich die Fächer bei einzelnen Fragestellungen begegnen. Ebenso wenig ist die Neuroendokrinologie mit der Neurologie gleichzusetzen: Diese befasst sich mit den Erkrankungen des Nervensystems selbst, während es hier um dessen Rolle als oberste Instanz der Hormonsteuerung geht.

Versorgt werden Patientinnen und Patienten überwiegend in endokrinologischen Schwerpunktambulanzen größerer Kliniken und in spezialisierten Praxen, weil die aufwendigeren Funktionstests eine eingespielte Organisation und ein erfahrenes Labor voraussetzen. Wer mit unklaren Beschwerden zuerst die Hausarztpraxis aufsucht, wird von dort überwiesen, sobald ein Hormonbefund auffällig ist oder ein Beschwerdebild nicht anders zu erklären ist. Eng zusammengearbeitet wird dabei mit der Gynäkologie bei Zyklus- und Fruchtbarkeitsfragen, mit der Kinder- und Jugendmedizin bei Wachstum und Pubertät, mit der Psychiatrie bei Beschwerden, die sowohl hormonell als auch seelisch bedingt sein können, sowie mit der Neurochirurgie und der Radiologie bei Erkrankungen der Hypophyse. Diese Zusammenarbeit ist kein Beiwerk, sondern der eigentliche Arbeitsstil des Fachs.

Behandlungen & Therapien

Hauptgegenstand der neuroendokrinen Forschung sind die Hormone, allen voran die Peptidhormone. Diese fungieren im Körper nicht nur als Botenstoffe, sondern auch als Neurotransmitter bei der Signalübertragung innerhalb des Zentralnervensystems.

Eine Störung in den hormonproduzierenden Zellen und Geweben kann verschiedenartige Krankheitsbilder hervorrufen. Jährlich werden tausende Patienten behandelt, die an Hormon- und Stoffwechselerkrankungen leiden. Die neuroendokrinen Krankheiten werden in verschiedene Kategorien unterteilt:

  • Erkrankungen der Hypothalamus-Hypophysen-Achse,
  • Erkrankungen der peripheren Drüsen,
  • Störungen der Geschlechtsentwicklung.

Eine hypophysäre Störung kann sich als Hypophyseninsuffizienz äußern; ihr kann auch ein Hypophysentumor zugrunde liegen. Die Pathogenese und Therapie von Hypophysentumoren sind derzeit aktuelle Forschungsschwerpunkte der neuroendokrinen Forschung. Indem die in den Hypophysentumoren interaktiven Mechanismen aufgedeckt werden, können gezielte medikamentöse Therapiemethoden entwickelt werden. Darüber hinaus spielt die Erforschung von metabolischen Störungen für die Entwicklung von antidepressiven Behandlungsmethoden eine wesentliche Rolle, da bei depressiven Patienten oft auch eine Veränderung des Stoffwechsels beobachtet wird.

Bei Patienten, die unter aktiven Hypophysenadenomen leiden, ist die Lebensqualität stark beeinträchtigt. So kann es zu Schlafstörungen oder verstärktem Schmerzempfinden kommen. Eine Besserung tritt erst nach einer erfolgreichen Therapie des Hormonexzesses ein. Auch gehört die geschlechtsangleichende Hormonbehandlung bei Geschlechtsinkongruenz (früher Transsexualität) zum Behandlungsspektrum der Neuroendokrinologie. Eine Hormonbehandlung kommt auch dann infrage, wenn bei einem Patienten eine Hormoninsuffizienz vorliegt. Dies ist etwa nach einem Schädel-Hirn-Trauma oder einer Subarachnoidalblutung der Fall.

Konkret begegnen dem Fachgebiet Krankheitsbilder wie die Akromegalie, bei der ein Adenom der Hypophyse dauerhaft zu viel Wachstumshormon abgibt und Hände, Füße und Gesichtszüge langsam gröber werden lässt. Bei einem prolaktinbildenden Adenom steigt Prolaktin an, was bei Frauen zu Zyklusstörungen und Milchfluss und bei Männern zu Antriebsverlust und nachlassender Potenz führen kann. Beim Cushing-Syndrom liegt ein Überschuss an Cortisol vor, der sich unter anderem in einer Gewichtszunahme am Rumpf, dünner Haut, Bluthochdruck und Muskelschwäche äußert. Fällt umgekehrt das antidiuretische Hormon aus, verliert der Körper große Mengen Wasser über die Nieren – das Krankheitsbild des Diabetes insipidus, das mit dem gleichnamigen Zuckerkrankheitsbild nichts zu tun hat. Hinzu kommen Störungen der Pubertät, die zu früh oder gar nicht einsetzt, ein Mangel an Wachstumshormon im Kindesalter sowie ungewollte Kinderlosigkeit, hinter der eine Störung der übergeordneten Steuerung stehen kann.

Die Behandlungsansätze folgen einer einfachen Logik: Fehlt ein Hormon, wird es ersetzt; ist zu viel davon vorhanden, wird die Quelle gehemmt oder entfernt. Für den Ersatz stehen die Hormone der Schilddrüse, der Nebennierenrinde, das Wachstumshormon sowie Testosteron und Östrogen zur Verfügung, die in ihrer Dosierung ärztlich festgelegt und im Verlauf angepasst werden. Für die Hemmung einer überschießenden Produktion kommen Medikamente infrage, die an denselben Schaltstellen ansetzen wie die körpereigene Bremse – etwa Abkömmlinge des Somatostatins oder Wirkstoffe, die die Prolaktinfreisetzung dämpfen. Lässt sich ein Tumor der Hypophyse medikamentös nicht ausreichend beeinflussen, ist die operative Entfernung durch die Neurochirurgie der nächste Schritt; der Zugang erfolgt dabei meist durch die Nase über die Keilbeinhöhle. Eine Bestrahlung bleibt Fällen vorbehalten, in denen weder Medikament noch Operation zum Ziel führen.

Ein großer Teil der Arbeit besteht anschließend nicht mehr aus Diagnostik, sondern aus Begleitung. Wer nach einer Hypophysenoperation lebenslang Hormone ersetzen muss, braucht regelmäßige Kontrollen und eine Schulung darüber, was in besonderen Situationen zu tun ist: bei Fieber, Erbrechen, Unfällen oder vor Operationen kann der Bedarf an bestimmten Hormonen kurzfristig steigen. Betroffene erhalten dafür einen Notfallausweis, den sie ständig bei sich tragen sollten. Auch die Angehörigen werden einbezogen, weil eine unbehandelte Unterfunktion der Nebennierenrinde im Notfall lebensbedrohlich werden kann. Hinzu kommt, dass hormonelle Erkrankungen häufig mit anhaltender Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlafproblemen und depressiver Verstimmung einhergehen; diese Beschwerden werden leicht der Psyche allein zugeschrieben, obwohl sie zum Krankheitsbild gehören und sich unter einer eingestellten Behandlung bessern können.

Umgekehrt greift auch die Belastung von außen in die Regelkreise ein. Dauerhafter Stress, Schlafmangel, starkes Untergewicht und Leistungssport können die übergeordnete Steuerung so verändern, dass etwa der Zyklus ausbleibt oder der Cortisolrhythmus verschoben ist. Solche Zusammenhänge sind ein eigener Forschungsgegenstand des Fachs und zugleich ein Grund, warum bei unklaren Hormonbefunden zuerst nach Lebensumständen und Begleiterkrankungen gefragt wird, bevor eine Behandlung beginnt.

Insgesamt sind die Forschungsschwerpunkte sowie das Behandlungsspektrum dieses Teilgebietes sehr breit gefächert.


Diagnose & Untersuchungsmethoden

Zur Diagnose einer neuroendokrinen Erkrankung gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden. Welche Methode die geeignete ist, hängt ganz von den Beschwerden und auftretenden Symptomen ab. So können etwa mithilfe eines Ultraschallgerätes nichtinvasive Untersuchungen vorgenommen werden, die außerdem keine Strahlenbelastung mit sich bringen.

Die Sonographie zeigt ein morphologisches Bild von Organen wie Schilddrüse, Hoden und Leber. An diesem kann der Arzt erkennen, ob das Gewebe eines Organs Auffälligkeiten zeigt. Eine Knochendichtemessung mittels DXA gibt Aufschluss darüber, ob die Knochendichte eines Menschen vermindert ist. In der Regel wird das Knochengewebe ständig abgebaut und neu gebildet. Bei einer endokrinologischen Erkrankung ist dieser Prozess jedoch gestört, sodass das abgebaute Knochengewebe nicht schnell genug neugebildet werden kann. Diese Störung tritt etwa bei Frauen nach der Menopause auf. Mithilfe von Magnetfeldern und Radiowellen können die inneren Gewebestrukturen über MRT abgebildet werden, indem ein Computer ein Schnittbild des Körpers erstellt.

Mit dieser Methode können auch kleine Veränderungen im Körper entdeckt werden, so auch bei Verdacht auf ein Hypophysenadenom. Die Methode zur Darstellung der elektrischen Aktivität des Herzens heißt EKG. Dabei wird diese abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet. An den Kurven kann der Arzt sehen, ob der Herzrhythmus und die Herzfrequenz eine Störung aufweisen. Wenn eine der Kurven von der Norm abweicht, liegt möglicherweise eine Erkrankung oder eine Überdosierung bestimmter Medikamente vor. Mit der UKG (Echokardiographie) werden hingegen nicht die Herzaktivitäten, sondern die anatomischen Strukturen des Herzens abgebildet. Diese Methode kommt ohne Strahlenbelastung aus, da sie sonographisch durchgeführt wird.

Auf diese Weise können auch die Herzmuskulatur und -klappen dargestellt und deren Funktion beurteilt werden. Eine Messung der Körperzusammensetzung kommt etwa dann infrage, wenn eine Gewichtsreduzierung als Therapiemaßnahme erforderlich ist. Mithilfe dieser Methode kann die Verteilung des Fettgewebes im Körper berechnet werden. Dabei wird zum Beispiel das Verhältnis aus Taillen- und Hüftumfang bestimmt. Eine weitere Methode zur Messung der Körperzusammensetzung ist die Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA). Ein schwacher Messstrom wird über zwei Elektroden durch den Körper geschickt, um den Körperfettanteil, die Muskelmasse sowie den Wasseranteil zu messen.

Bei einigen Erkrankungen des Stoffwechsels wie etwa Diabetes sollte die Ernährung umgestellt werden. So bieten viele neuroendokrinologische Ambulanzen ihren Patienten auch eine Ernährungs- und Diabetesberatung an, um diese bei der Steigerung der Lebensqualität und Minderung der Beschwerden zu unterstützen. Bei dieser Methode werden zuerst die Ernährungsgewohnheiten des Patienten analysiert. Anschließend wird ein individueller Ernährungsplan erstellt, der auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt ist. Oft wird auch eine Grundumsatzmessung zur Erstellung des Diätplans herangezogen. Denn unter Einfluss von bestimmten Medikamenten oder Krankheiten kann auch der individuelle Grundumsatz verändert sein.

Das Rückgrat der neuroendokrinologischen Diagnostik bleibt jedoch die Untersuchung von Blut, Urin und Speichel. Gemessen werden dabei nicht nur die Hormone der Drüsen selbst, sondern immer auch die zugehörigen Steuerhormone aus der Hypophyse, weil erst das Wertepaar zeigt, ob die Störung in der Drüse oder in ihrer Steuerung liegt. Weil viele Hormone einem Tagesgang folgen, ist der Zeitpunkt der Blutabnahme Teil des Befunds; für Cortisol werden deshalb häufig mehrere Proben über den Tag verteilt oder Speichelproben am späten Abend gewonnen. Für andere Fragestellungen wird der Urin über 24 Stunden gesammelt, um Schwankungen auszugleichen.

Reichen die Ausgangswerte nicht aus, kommen Funktionstests hinzu. Ihr Prinzip ist stets dasselbe: Das System wird gezielt gereizt oder gebremst, und beobachtet wird, ob es antwortet. Bei Verdacht auf einen Überschuss wird geprüft, ob sich die Produktion unterdrücken lässt; bei Verdacht auf einen Mangel wird geprüft, ob die Drüse auf einen Anreiz überhaupt noch reagiert. Zur Abklärung eines gestörten Wasserhaushalts dient ein Durstversuch unter Aufsicht. Solche Tests werden ambulant oder stationär unter Überwachung durchgeführt, weil sie den Kreislauf und den Stoffwechsel vorübergehend belasten können.

Ergänzt wird die Labordiagnostik durch eine gezielte Bildgebung. Bei Verdacht auf eine Erkrankung der Hypophyse wird das Kernspinbild auf die Sella turcica ausgerichtet, jene knöcherne Grube an der Schädelbasis, in der die Drüse liegt. Weil die Sehnervenkreuzung unmittelbar darüber verläuft, gehört bei größeren Adenomen eine Untersuchung des Gesichtsfelds mittels Perimetrie dazu: Ein Tumor, der von unten gegen die Kreuzung drückt, führt typischerweise zu Ausfällen in den äußeren Gesichtsfeldhälften beider Augen, die den Betroffenen oft lange nicht auffallen. Verändert sich der Befund am Sehnerv oder im Gesichtsfeld, ist das ein gewichtiges Argument für einen Eingriff.

Bei der Beurteilung aller Werte spielen schließlich Störfaktoren eine große Rolle. Hormonpräparate, Mittel gegen Epilepsie und Bluthochdruck, aber auch einzelne Nahrungsergänzungsmittel können Messergebnisse in beide Richtungen verändern; ebenso verschieben eine akute Erkrankung, eine Schwangerschaft oder eine ausgeprägte Adipositas die Bezugswerte. Deshalb gehört zur Vorbereitung einer neuroendokrinologischen Untersuchung immer eine vollständige Liste aller eingenommenen Präparate, und deshalb wird ein einzelner auffälliger Wert in der Regel nicht sofort behandelt, sondern zunächst unter kontrollierten Bedingungen wiederholt.

Quellen

  • Lehnert, H., Anlauf, M. (Hrsg.): Rationelle Diagnostik und Therapie in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel.
    ISBN: 9783131295545
  • Hacke, W., Poeck, K.: Neurologie.
    ISBN: 9783662468913
  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
    ISBN: 9783132443471
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Pschyrembel, W.: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch.
    ISBN: 9783110783346

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