Oxidativer Stress

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 21. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Oxidativer Stress beschreibt einen Zustand des Stoffwechsels, bei dem vermehrt freie Radikale (reaktive Sauerstoffverbindungen) vorhanden sind. Der Körper kann diese normalerweise mit der Hilfe von Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren neutralisieren. Wenn diese Stoffe jedoch fehlen oder nur ungenügend vorhanden sind, resultiert daraus ein Überschuss an den freien Radikalen, was in den Körperzellen zu irreversiblen Schäden führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Oxidativer Stress?

Oxidativer Stress
Die Folgen, die oxidativer Stress verursachen kann, sind vielfältig. Zu den typischen Warnzeichen gehören Müdigkeit, Leistungsabfall und Erschöpfung.
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Oxidativer Stress entsteht durch die Bildung von zu vielen freien Radikalen. Um diese abzubauen, sind nicht ausreichend Antioxidantien vorhanden. Bei den freien Radikalen handelt es sich um besonders reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen. Diese entstehen in einem normalen Maß bei körpereigenen Reaktionen, beispielsweise dem Atmen.

Es gibt jedoch verschiedene Faktoren wie Stress, die dazu führen können, dass zusätzliche Radikale gebildet werden. Wenn zu viele davon im Umlauf sind, reagieren sie ungezielt mit Bestandteilen der Körperzellen und schädigen diese dabei durch Oxidation. Damit im Organismus alles im gesunden Gleichgewicht bleibt, setzt der Körper so genannte Antioxidantien ein.

Hierbei handelt es sich um Radikalfänger. Diese reagieren mit den freien Radikalen, um die anderen Körperzellen somit vor einer Oxidation zu schützen. Sind für die Bindung der freien Radikale aber nicht genügend Antioxidantien vorhanden, wird vom oxidativen Stress gesprochen.

Ursachen

Bleibt nur noch die Frage: Wodurch entsteht oxidativer Stress? Für die vermehrte Bildung der reaktiven Sauerstoffverbindungen kommen verschiedene Stressoren infrage. Dazu gehören beispielsweise Entzündungen im Körper, falsche Ernährung, übermäßiger Genuss von Nikotin und Alkohol und emotionaler Stress, zum Beispiel auf der Arbeit oder durch Probleme im sozialen Umfeld.

Aber auch eine übermäßige Einwirkung von UV-Strahlung, Aufnahme von Umweltgiften, zum Beispiel Schadstoffe aus der Luft, Schwermetalle und Pestizide oder die Einnahme bestimmter Medikamente, beispielsweise Antibiotika und Hormonpräparate können oxidativen Stress begünstigen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die Folgen, die oxidativer Stress verursachen kann, sind vielfältig. Zu den typischen Warnzeichen gehören Müdigkeit, Leistungsabfall und Erschöpfung. Auch Energiemangel und eine gesteigerte Infektanfälligkeit, chronische Infektionen, Bluthochdruck und eine verschlechterte Wundheilung machen sich bei oxidativem Stress bemerkbar. Diese Beschwerden sind unspezifisch und beweisen keinen oxidativen Stress – hinter ihnen können ganz andere, behandlungsbedürftige Erkrankungen stehen, die ärztlich abgeklärt gehören.

Oxidativer Stress ist zudem maßgeblich am Alterungsprozess beteiligt, denn er beeinträchtigt die Regeneration und Entgiftung der Körperzellen. Oxidativer Stress kann daher beispielsweise zu einer vorzeitigen Bildung grauer Haare und zur Alterung der Haut beitragen. Lange Zeit galten freie Radikale als die Hauptursache des Alterns. Nach heutigem Kenntnisstand ist diese Vorstellung überholt: Oxidative Schäden sind einer von mehreren Prozessen, die zum Altern beitragen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Um zu überprüfen, ob ein oxidativer Stress vorliegt, kann die antioxidative Kapazität im Blut ermittelt werden. Der Test soll das Verhältnis zwischen den freien Radikalen und den Antioxidantien (Radikalenfängern) abbilden. Hierbei handelt es sich um den so genannten Screeningtest, der die wichtigen antioxidativen Schutzfaktoren erfasst. Solche Tests sind allerdings nicht standardisiert und gehören nicht zur Routinediagnostik; die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Aus einem einzelnen Messwert allein lässt sich weder eine Krankheit ableiten noch eine Behandlung begründen.

Des Weiteren weist der Test nach, wie gut es dem Körper gelingt, die freien Radikale unschädlich zu machen. Somit kann diese Methode einen Hinweis auf eine Entgleisung des antioxidativen Gleichgewichts geben. Dieser Parameter dient zudem der Kontrolle und Optimierung der Behandlung mit Antioxidantien, die auf einer Umstellung der Ernährung basiert.

Ein Rückschluss vom Messwert auf das Ausmaß einer gesundheitlichen Belastung oder auf eine daraus abzuleitende Therapie ist damit jedoch nicht möglich.

Die Oxidation spielt eine große Rolle beim Alterungsprozess und bei der Entstehung von verschiedenen Erkrankungen, beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, Alzheimer, Übersäuerung, Arteriosklerose, Diabetes bis hin zu Krebs. Hierbei muss jedoch erwähnt werden, dass oxidativer Stress einer von verschiedenen Faktoren sein kann, der dazu beiträgt.

Komplikationen

Auto- und Industrieabgase, Feinstaub, UV-Strahlung, Zigarettenrauch und Pestizidrückstände in unserer Nahrung lassen freie Radikale entstehen. Selbst die in der Luft enthaltenen Sauerstoffradikale rufen oxidativen Stress hervor. Unser Organismus ist fortwährend freien Radikalen ausgesetzt. Dieser andauernde oxidative Stress kann unser Erbgut schädigen und verschiedene Krankheiten begünstigen.

Oxidativer Stress beeinflusst die Zellerneuerung unseres Körpers negativ, da er in die Zellteilung eingreift. Am Ende jedes Chromosomenstranges liegen sogenannte Telomere. Diese sind für die Zellteilung sehr wichtig. Sie schützen die Enden der Chromosomen davor, beschädigt zu werden oder miteinander zu verkleben. Mit jeder Zellteilung werden sie kürzer. Je kürzer die Telomere werden, desto eher stellt eine Zelle ihre Teilung ein oder es kommt zu Funktionsstörungen.

Auf diese Weise kann DNA geschädigt werden. Infolgedessen können sowohl Gene als auch Zelllipide und Proteine in ihrer Funktion gestört werden. Oxidativer Stress beschleunigt die Verkürzung der Telomere. Daher begünstigt oxidativer Stress die Ausbildung chronisch neurodegenerativer Krankheiten und entzündlicher Erkrankungen des Zentralnervensystems.

So kann oxidativer Stress etwa zur Entstehung von Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson beitragen. Bei der erblich bedingten Huntington-Krankheit gilt er dagegen als Faktor, der den Verlauf beeinflusst, nicht als Ursache: Sie wird ausschließlich durch eine Veränderung im Erbgut ausgelöst. Des Weiteren kann oxidativer Stress auch Arterienverkalkung und koronare Herzleiden begünstigen. Auch die Tumorbildung und die Entstehung von Krebs können aufgrund der ausgelösten DNA-Schäden gefördert werden. Die Mutationen der Gene, der gestörte DNA-Reparaturmechanismus und defekte Proteine tragen dazu bei.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Anzeichen einer Stoffwechselstörung bemerkt werden, ist ärztlicher Rat gefragt. So sollten Hautveränderungen, Mangelerscheinungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden umgehend abgeklärt werden, da sie auf eine ernste Ursache hindeuten können. Ob den Beschwerden oxidativer Stress zugrunde liegt, kann ein Facharzt beantworten. Dieser kann zudem direkt eine Behandlung einleiten und die ursächliche Stoffwechselstörung durch die Gabe geeigneter Medikamente sowie weitere Maßnahmen lindern. Personen, die schon seit längerer Zeit an Stoffwechselproblemen leiden oder eine andere Erkrankung haben, die womöglich oxidativen Stress verursacht, sollten den zuständigen Arzt über die Symptome und Beschwerden informieren.

Die krankhafte Stoffwechsellage kann gut behandelt werden, sofern sie rechtzeitig erkannt wird. Bei zu später Therapie kann es zu ernsten Erkrankungen und Leiden kommen. Ein Nutzen hochdosierter Antioxidantien als Nahrungsergänzungsmittel ließ sich in Studien allerdings nicht belegen; für hochdosiertes Beta-Carotin zeigten sich bei Rauchern sogar Nachteile. Bei einer schweren Stoffwechselstörung sind unter Umständen weitere medizinische Maßnahmen vonnöten. Oxidativer Stress selbst ist keine Krankheit, die ärztlich behandelt werden müsste; abgeklärt gehören jedoch anhaltende Beschwerden, weil hinter ihnen eine behandelbare Erkrankung stehen kann. Bei chronischen Beschwerden muss die Ursache ermittelt und im Rahmen der Möglichkeiten ebenfalls behandelt werden. Dies gelingt je nach Grunderkrankung durch eine Umstellung der Lebensweise und durch die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung.

Behandlung & Therapie

Oxidativer Stress verursacht letzten Endes keine Erkrankungen, aber begünstigt, dass sie entstehen. Daher ist es für die Gesundheitsvorsorge umso wichtiger, ihn möglichst zu reduzieren. Dies ist mit verschiedenen Maßnahmen möglich, beispielsweise indem mit dem Rauchen aufgehört und der Stress im Alltag reduziert wird.

Zudem ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr wichtig, denn diese sorgt dafür, dass ein optimales Gleichgewicht (oxidative Homöostase) wiederhergestellt wird. Die falsche Ernährung ist ein ernst zu nehmender Faktor beim Entstehen von oxidativem Stress. Es sollte beispielsweise auf zu viel Eiweiß, kurzkettige Kohlehydrate und industriell gefertigte Lebensmittel verzichtet werden.

Viele der Nahrungsmittel liefern nicht genügend Mikronährstoffe beziehungsweise Antioxidantien, denn diese gehen durch den Produktionsprozess sowie die lange Lagerung oftmals verloren. Eine wichtige Unterstützung, um oxidativen Stress zu reduzieren, erhält der Körper durch Mikronährstoffe, beispielsweise durch Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin E, Provitamin A und Zink.

Das Coenzym Q10 wird ebenfalls häufig empfohlen. Es soll nicht nur die freien Radikale verringern, sondern zudem zum Reparieren der Zellen beitragen. Ein Nutzen einer Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist bei gesunden Menschen jedoch nicht belegt. Vor allem frisches Obst und Gemüse enthalten zahlreiche verschiedene Antioxidantien und sollten daher ein fester Bestandteil des Speiseplans sein.

Das Gleiche gilt für Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, hochwertige pflanzliche Öle und Nüsse. Als Therapiemaßnahme empfiehlt sich in erster Linie eine Ernährungsumstellung. Angebotene Infusionstherapien mit Antioxidantien und Entgiftungskuren gehören dagegen nicht zu den anerkannten Behandlungen; ein Nutzen ist für sie nicht belegt.

Bei schweren Erkrankungen wie neurologischen Leiden oder Krebs ersetzt eine solche Infusionstherapie die leitliniengerechte Behandlung nicht. Die S3-Leitlinie „Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen“ empfiehlt hochdosiertes orales Vitamin C und Vitamin E bei Krebspatienten ausdrücklich nicht. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums rät zudem davon ab, während einer Strahlen- oder Chemotherapie hochdosierte Antioxidantien einzunehmen, weil sich eine Beeinträchtigung der Behandlung nicht ausschließen lässt.


Aussicht & Prognose

Oxidativer Stress verursacht letztlich keine Erkrankungen, aber er begünstigt ihre Entstehung. Es kommt auf die Herstellung eines Gleichgewichts von Oxidantien und Antioxidantien an. So lässt sich die Entgiftungs- und Reparaturfunktion der Zellen sicherstellen. Allerdings kann der Körper die Antioxidantien lediglich in begrenztem Umfang selbst herstellen - sie müssen daher über die Nahrung zugeführt werden.

Bei oxidativem Stress kommt es auf den Stresslevel an, welcher regelmäßig zu kontrollieren ist. Zeigen sich hier keine Auffälligkeiten, kann die Behandlung in der Regel abgeschlossen werden. Jedoch haben sich nicht selten als Folge des oxidativen Stresses bereits Begleiterkrankungen entwickelt. Als typische Stresskrankheiten gelten Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen - sie müssen regelmäßig untersucht werden.

Bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung in Kombination mit regelmäßigem, aber nicht übertriebenem Sport sind Aussicht und Prognose gut, dass das Gleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien erhalten bleibt. Ganz vermeiden lässt sich die Entstehung freier Radikale dagegen nicht, weil sie bei normalen Stoffwechselvorgängen laufend anfallen.

Eine zusätzliche Versorgung durch Nahrungsergänzungsmittel ist im Normalfall nicht notwendig. Eine Überdosis an Antioxidantien erweist sich sogar als negativ für den Körper - der Schaden ist dann höher als der Nutzen. Alkoholkonsum und Rauchen stellen zusätzlich eine Belastung für den Körper dar.

Vorbeugung

Oxidativer Stress kann vorgebeugt werden, wenn ein Gleichgewicht zwischen den Oxidantien und den Antioxidantien, den körpereigenen Radikalfängern, vorhanden ist. Dadurch bleibt die Entgiftungs- und Reparaturfunktion einer Zelle aufrechterhalten. Der Körper kann die Antioxidantien allerdings nur in einem geringen Umfang selbst herstellen, sodass sie über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die viel Obst und Gemüse enthält, regelmäßige Bewegung und ein geringer Konsum von Nikotin und Alkohol sind grundlegende Voraussetzungen. Oft wird zu Lebensmitteln in BIO-Qualität geraten, weil in wenig verarbeiteten Lebensmitteln meist mehrere Antioxidantien nebeneinander vorkommen. Ob Lebensmittel aus biologischem Anbau dabei einen messbaren gesundheitlichen Vorteil bringen, ist allerdings nicht abschließend geklärt; entscheidend ist vor allem, dass die Lebensmittel frisch und wenig verarbeitet sind.

Diese wirken synergetisch, sodass der gesundheitliche Wert höher ist als bei Vitaminpräparaten. Mit einer ausgewogenen Ernährung ist eine gute Grundlage für einen optimalen Antioxidantienhaushalt geschaffen.

Nachsorge

Eine eigene Nachsorge für oxidativen Stress gibt es nicht, weil er keine eigenständige Krankheit ist; nachbeobachtet werden die Erkrankungen und Belastungen, die ihm zugrunde liegen. Die Nachsorge bei oxidativem Stress konzentriert sich auf die regelmäßige Kontrolle des Stresslevels. Begleitend dazu muss die Therapie abgestimmt und eventuell angepasst werden. Eine Ernährungsumstellung muss mit dem Arzt besprochen werden. Im Rahmen der Anamnese werden gesundheitliche Auffälligkeiten und das Wohlbefinden des Patienten besprochen.

Eine umfassende körperliche Untersuchung ist lediglich bei starken Beschwerden vonnöten. Meist wird der Puls gemessen. Der Mediziner kann bei Bedarf jedoch auch Blut abnehmen oder bildgebende Untersuchungen durchführen. Die Nachsorge erfolgt durch den Arzt, der bereits die ursprüngliche Diagnose gestellt und die Behandlung übernommen hat.

Sofern keine Auffälligkeiten festgestellt werden, kann die Behandlung abgeschlossen werden. Meist haben sich in der Folge des oxidativen Stresses jedoch bereits Begleiterkrankungen entwickelt. Typische Stresskrankheiten wie Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen müssen regelmäßig untersucht werden.

Die Nachsorge dauert dann mitunter Jahre an, wobei das hohe Stresslevel möglicherweise bereits auskuriert ist, die Begleiterkrankungen jedoch einer eigenständigen Therapie bedürfen. Wie oft chronisch kranke Patienten den Arzt aufsuchen sollten, richtet sich nach der jeweiligen Grunderkrankung; feste wöchentliche Termine sind dafür nicht erforderlich. Zuständig ist der Hausarzt. Der Mediziner zieht bei der Nachsorge die Krankenakte des Patienten zurate und leitet je nach Ergebnis der Untersuchung weitere Maßnahmen ein.

Das können Sie selbst tun

Da oxidativer Stress selbst keine Krankheiten verursacht, diese aber sehr begünstigt, ist es ratsam, ihm bereits präventiv entgegenzuwirken. Dies lässt sich durch eine gesunde Lebensweise gut einrichten.

Die erste Regel ist, Risikofaktoren für das Entstehen freier Radikale zu vermeiden. Dazu gehört vor allem das Rauchen, aber auch ein hoher Alkoholkonsum und ein stressiger Alltag. Das Wichtigste ist jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie sollte frei von Fertiggerichten sein, denn es gilt: je weiter ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto geringer ist sein Gehalt an Vitaminen. Ein Überschuss an freien Radikalen entsteht, wenn dem Körper nicht ausreichend Antioxidantien zugeführt werden. Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Antioxidantien sind Obst (besonders Beeren, Kiwis, Äpfel und Kirschen), Gemüse (Paprika, Karotten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Salat), Fisch, Wildfleisch, Nüsse und hochwertige Öle. Diese Lebensmittel kombiniert mit vollwertigen Kohlenhydraten, wobei auf Vollkorn geachtet werden sollte, fördern den Abbau der freien Radikale im Körper.

Allgemein gilt es, die Ernährung so vielseitig wie möglich zu gestalten. Wer, wie zum Beispiel viele Sportler, auf eine aus lediglich Proteinen und einfachen Kohlenhydraten bestehende Ernährung setzt, begünstigt oxidativen Stress. Auch sollte auf ausreichend Bewegung im Alltag geachtet werden und Stress allgemein vermieden werden. Dazu eignen sich aktive oder passive Entspannungstechniken.

Quellen

  • Rassow, J., Hauser, K., Netzker, R., Deutzmann, R.: Duale Reihe Biochemie.
    ISBN: 9783132200135
  • Biesalski, H.-K., Bischoff, S. C., Pirlich, M., Weimann, A. (Hrsg.): Ernährungsmedizin.
    ISBN: 9783132445956
  • Hahn, A., Ströhle, A., Wolters, M.: Ernährung.
    ISBN: 9783804739628
  • Rink, L., Kruse, A., Haase, H.: Immunologie für Einsteiger.
    ISBN: 9783662565193
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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