Schulter-Arm-Syndrom


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 1. November 2018
Kategorie: Krankheiten

Das Schulter-Arm-Syndrom - eine Erkrankung mit vielen Gesichtern und vielen möglichen Hintergründen wird oftmals auch als Nacken-Schulter-Arm-Syndrom bezeichnet. Weitere Begriffe für dieser Erkrankung sind: Zervikobrachial-Syndrom, Cervicobrachialgie, Cervicobrachialsyndrom und cervikobrachiales Syndrom.

Inhaltsverzeichnis

Was ist das Schulter-Arm-Syndrom?

Das Schulter-Arm-Syndrom wird in der Medizin auch bezeichnet als Zervikobrachialgie oder Unteres Zervikalsyndrom. Häufig findet sich neben dem Ausdruck Schulter-Arm-Syndrom auch der Begriff Nacken-Schulter-Arm-Syndrom.

Unter den Begriff Schulter-Arm-Syndrom fallen Beschwerden dieser entsprechenden Körperteile. Häufig liegen Nackenbeschwerden vor, die ausstrahlen und so zu Schmerzen in Armen und Schultern führen. Auch kann es zu einem Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder zu eingeschränkt möglichen seitlichen Kopfbewegungen kommen.

Häufig liegen beim Schulter-Arm-Syndrom auch Muskelverhärtungen in den Muskelsträngen vor, die beidseitig der Wirbelsäule verlaufen.

Da die Symptome des Schulter-Arm-Syndrom individuell sehr verschieden sein können, bedarf es zur Diagnose gründlicher Untersuchungen - auch, um etwaige andere Erkrankungen als Ursache der Beschwerden ausschließen zu können.

Ursachen

So wie die Symptome des Schulter-Arm-Syndrom, sind auch mögliche Ursachen des Schulter-Arm-Syndrom vielfältig. In vielen Fällen liegt die Ursache für das Schulter-Arm-Syndrom in Beschwerden der Halswirbelsäule: Hier kann es beispielsweise zu Blockierungen einzelner Wirbel kommen, die dann schmerzhaft ausstrahlen.

Die Hintergründe solcher Beschwerden der Halswirbelsäule können ruckhafte Bewegungen oder Luftzüge sein. Auch Fehlbelastungen der Wirbelsäule, wie beispielsweise ein häufiges einseitiges Tragen von Lasten können das Risiko erhöhen, am Schulter-Arm-Syndrom zu erkranken.

Weitere mögliche ursächliche Beeinträchtigungen der Wirbel für das Schulter-Arm-Syndrom sind Veränderungen der Wirbelsäule aufgrund von Alterungsprozessen oder beispielsweise Bandscheibenvorfällen. Ebenfalls verantwortlich für das Schulter-Arm-Syndrom können Wirbelbeeinträchtigungen sein aufgrund von entzündlichen Erkrankungen (z.B. Rheuma), Osteoporose, Tumoren oder äußerlichen Krafteinwirkungen (z.B. Unfälle).

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Schulterschmerzen beim Schulter-Arm-Syndrom

Das Schulter-Arm-Syndrom umfasst vielfältige Beschwerden mit unterschiedlichen Ursachen. Daher können zahlreiche Symptome auf diese Erkrankung hindeuten. Häufige Anzeichen für ein Schulter- Arm-Syndrom sind Rückenschmerzen, Schulterschmerzen, Schmerzen im Oberarm sowie Muskelverspannungen. In Einzelfällen treten die Schmerzen auch im Hinterkopf auf.

Beschwerden durch ein Schulter-Arm-Syndrom können akut oder auch chronisch auftreten. Sie können lokal auftreten oder in den gesamten Arm bis in die Hand ausstrahlen. In den Händen können Missempfindungen auftreten. Die Beweglichkeit des Kopfes kann eingeschränkt werden. Dadurch können Fehlhaltungen entstehen. Schmerzen durch ein Schulter-Arm-Syndrom können langsam oder urplötzlich einsetzen.

In der Regel treten sie einseitig auf. Bei einer stärkeren nervlichen Beeinträchtigung im Rahmen der Erkrankung können Fingerspitzen einschlafen und Taubheitsgefühle zeigen. Außerdem können sie bei Greifbewegungen an Kraft verlieren. Ist die Wirbelsäule betroffen, zeigen sich häufig Reaktionen des vegetativen Nervensystems wie das Herunterhängen des Oberlids sowie die Einschränkung von Reflexen.

Mit der Zeit können sich die Symptome verstärken. Betroffene wachen schmerzbedingt in Schlaf auf, wenn sie sich auf den betroffenen Schulterbereich drehen. Das Kreisen der Schulter und das Abspreizen des Oberarms sind nur noch eingeschränkt und unter Schmerzen möglich. Ein typisches Anzeichen für ein Schulter-Arm-Syndrom ist auch ein stechender Schmerz beim Griff zum Portemonnaie in der Gesäßtasche. Es bilden sich im Alltag klassische Gegenreaktionen von Fehlhaltungen, Muskelverspannungen und Schmerzen.

Komplikationen

Ein Schulter-Arm-Syndrom kann starke Schmerzen und Taubheitsgefühle in Armen und Händen nach sich ziehen. Die Cervicobrachialgie sollte bei solchen Symptomen zeitnah physiotherapeutisch behandelt werden. Nur so können die zugrunde liegenden Muskelverhärtungen aufgelöst werden. Eine Entlastung der Schmerzen kann über Rotlicht oder eine ibuprofenhaltige Schmerzsalbe versucht werden, um Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden. Zur Dauerbehandlung sind Schmerzsalben jedoch nicht geeignet.

Zu einer Komplikation des Schulter-Arm-Syndroms kann es kommen, wenn bei der Behandlung eingeklemmter Nerven oder Wirbelblockaden nicht erkannt werden. Beide können sehr schmerzhaft sein. Wärmebehandlungen, Physiotherapie und medikamentöse Schmerzbehandlung müssen hier einhergehen, um die Lage nicht weiter zu verkomplizieren. Unter anderem kann ein Schulter-Arm-Syndrom als Folge eines Schleudertraumas entstehen. In diesem Zusammenhang können chronische Schulterschmerzen als Komplikation auftreten.

Auch degenerative Veränderungen oder Tumoren im Bereich der Schultergelenke können eine Ursache von Schulter-Arm-Schmerzen sein. Bandscheibenvorfälle, Knochenveränderungen durch Osteoporose und ein Tumorgeschehen im Schulterbereich können zu erheblichen Komplikationen führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden. Gegebenenfalls ist eine Operation unausweichlich.

Um Komplikationen zu vermeiden, sollten die Ursachen eines Zervikobrachial-Syndroms immer untersucht werden. Berufsbedingte Muskelverspannungen können für die Verursachung eines Schulter-Arm-Syndroms ebenso auslösend sein wie andere Umstände. Als Folge ständiger Arbeit am PC kann im schlimmsten Fall eine schmerzbedingte Berufsunfähigkeit aus dem Schulter-Arm-Syndrom resultieren.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Beim Schulter-Arm-Syndrom ist immer eine medizinische Behandlung notwendig, da es bei dieser Krankheit nicht zu einer Selbstheilung kommen kann. Der Betroffene ist immer auf eine Behandlung durch einen Arzt angewiesen, um weitere Komplikationen zu verhindern. Ein Arzt ist dann aufzusuchen, wenn der Betroffene an starken Schmerzen an den Schultern, den Armen oder auch am Rücken leidet. Die Schmerzen treten dauerhaft auf und verschwinden nicht wieder von alleine. Sie können sich auch in die benachbarten Regionen ausbreiten und auch dort zu Beschwerden führen.

Nicht selten deuten dabei auch Taubheitsgefühle auf das Schulter-Arm-Syndrom hin und sollten durch einen Arzt untersucht werden. Ein Arzt ist auch dann zu besuchen, wenn es zu Verspannungen an den Muskeln kommt oder wenn die Muskeln sehr geschwächt wirken. Dabei kann das Schulter-Arm-Syndrom durch einen Allgemeinmediziner oder durch einen Orthopäden diagnostiziert und behandelt werden. Besondere Komplikationen treten meist nicht auf und es kommt zu einer vollständigen Heilung dieser Erkrankung.

Behandlung & Therapie

Je nach Schwere und Verlauf des Schulter-Arm-Syndrom gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Akute, noch nicht häufig eingetretene Schmerzen durch das Schulter-Arm-Syndrom können beispielsweise zunächst mit Schmerzmitteln bekämpft werden.

Je nach diagnostizierter Ursache können hierbei auch Schmerzmittel eingesetzt werden, die eine zusätzliche entzündungshemmende Wirkung haben. Kommt es im Zusammenhang mit dem Schulter-Arm-Syndrom zu stärkeren Schmerzen aufgrund von Muskelverspannungen, so werden teilweise Wirkstoffe eingesetzt, durch die sich Muskeln wieder entspannen. Von einem langfristigen Einsatz von Schmerzmitteln wird teilweise allerdings gewarnt, da sich entsprechende Abhängigkeiten entwickeln können. Anstelle von Schmerzmitteln werden bei einem chronisch verlaufenden Schulter-Arm-Syndrom beispielsweise langwirkende Lokalanästhetika (lokale Betäubungsmittel) eingesetzt - so können unter anderem Schmerznerven daran gehindert werden, Schmerzsignale weiterzuleiten.

Als besonders wichtiger Baustein in der Bekämpfung des Schulter-Arm-Syndrom wird eine konsequente Physiotherapie genannt: Eine gestärkte Stützmuskulatur kann dazu beitragen, Beeinträchtigungen der Wirbelsäule auszugleichen. Als schmerzlindernd hat sich außerdem die Behandlung mit Kalt- oder Warmluft erwiesen: Während die einen Patienten warme Luft als wirkungsvoller empfinden, bevorzugen andere Patienten Kaltluft.

Weitere mögliche Behandlungsmethoden des Schulter-Arm-Syndrom sind beispielsweise die Akupunktur oder die Chirotherapie (manuelle Behandlung). Und je nach Ursache des Schulter-Arm-Syndrom werden auch ergänzende Entspannungsverfahren oder psychologische Gespräche erfolgreich angewendet.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Ein wichtiger Aspekt einer Vorbeugung des Schulter-Arm-Syndrom ist zunächst die regelmäßige Stärkung der Rückenmuskulatur, die die Wirbelsäule unterstützt. Es empfiehlt sich außerdem, einseitige Belastungen der Wirbelsäule (beispielsweise beim Tragen schwerer Einkaufstaschen auf nur einer Schulter) zu vermeiden. Soweit möglich, ist es auch wichtig, negativen Stress zu vermeiden, der Muskelverhärtungen und Verspannungen begünstigen kann.

Das Schulter-Arm-Syndrom - verbunden mit Schmerzen, denen aber nach gezielter Diagnose, mit gezielten Behandlungsschritten und entsprechender Prävention schmerzlindernd entgegengewirkt werden kann.

Das können Sie selbst tun

Unter diesem Begriff werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die dazu führen, dass Kopf, Nacken, Schulter und Arm nicht mehr vollständig bewegt werden können. Um genau zu definieren, welche Grunderkrankung vorliegt, muss unbedingt ein Orthopäde aufgesucht werden. Er wird feststellen, ob das Schulter-Arm-Syndrom die Folge einer Halswirbelsäulenproblematik ist oder ob der Patient zu Fehlhaltungen neigt, sich „verhoben“ hat oder im Zug saß. Möglicherweise liegen weitere Erkrankungen dem Schulter-Arm-Syndrom zugrunde, wie Tumore oder Rheuma.

Je nach Befund wird der Arzt die Therapie festlegen. Darüber hinaus kann der Patient ebenfalls für eine entspannte Nackenmuskulatur sorgen. Zum einen kommen hier sanfte Massagen infrage, aber auch gymnastische Übungen, die Verspannungen lösen. Patienten finden im Internet verschiedene Filme, die Nackenübungen zeigen und die einfach nachzumachen sind. Auch die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson hilft gegen hartnäckige Muskelverspannungen. Zudem können wärmende Auflagen die verspannte Muskulatur lockern. Eine Wärmflasche ist hier genauso wirksam wie ein Wärmepflaster mit Aktivkohle, das aufgelegt wird und über Stunden eine gleichmäßige Wärme abgibt. Auch ein in der Mikrowelle erhitztes Kirschkernkissen kann bei akuten Beschwerden Linderung bringen.

Da ein Schulter-Arm-Syndrom meist Schmerzen und Taubheitsgefühle mit sich bringt, neigen die Patienten dazu, mit Fehlhaltungen zu reagieren. Daher sollten sie Physiotherapie-Termine unbedingt einhalten, weil ein Außenstehender diese Fehlhaltungen besser erkennen und korrigieren kann.

Quellen

  • Breusch, S., Clarius, M., Mau, H., Sabo, D. (Hrsg.): Klinikleitfaden Orthopädie, Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Lotharius kommentierte am 02.05.2014

Seit zwei Wochen schmerzt meine rechte Schulter, wenn ich den Kopf nach rechts drehe oder huste. Zusätzlich habe ich ein taubes Gefühl in meinem rechten Daumen. Die linke Schulter ist nicht betroffen. Kann das das Schulter-Arm-Syndrom sein? Ich bin dankbar für alle kommenden Informationen.

Chicken kommentierte am 23.11.2014

Ich habe seit etwa sechs Wochen Schulterschmerzen auf beiden Seiten. Rechts sind die Schmerzen aber stärker. Wenn ich meinen Kopf drehe, schmerzt mein Nacken. Die Schulterschmerzen strahlen bis in Arme und Hände aus, besonders nachts. Ich kann weder auf der rechten noch auf der linken Seite schlafen und auch in der Rückenlage schmerzen nach kurzer Zeit Schultern und Arme. Ich mache momentan eine Schmerztherapie, doch die Schmerzen sind immer noch da. Für weitere Informationen wäre ich sehr dankbar.

ursula kommentierte am 20.04.2015

Ich leide seit 4-5 Jahren an Nacken, Schulter, Unterarm, Ellenbogen bis vor zum Handgelenk an Schmerzen. Kann weder auf der Seite, noch auf dem Bauch liegen. Etwas Schweres oder auch Leichtes, dass meine Arme nach unten zieht, tut sehr weh. Ich habe an dem 5., 6., und 7. Halswirbel Vorfälle. Am Anfang hat es geheißen, dass mit den Armen sind Golf- und Tennisarme, dann hat es geheißen, das kommt von den Bandscheiben. Heute hab ich ein Rezept für das Schulter-Arm-Syndrom. Ich nehme Schmerzmittel in Tablettenform. Kann mir jemand helfen oder einen Rat geben ohne das man operiert? Geht nämlich nicht, da ich selbstständig als Kurierfahrer bin.

Katja kommentierte am 23.04.2015

Ich habe in der Schulter starke Schmerzen. Ich komme kaum zur Ruhe. Es strahlt in den Arm und in das Schulterblatt aus. Beim husten tut es auch schon weh. Ich bekomme vom Arzt Ibuprofen AL600. Das lindert sehr. Nun zu meinem Problem: Ich brauche von den Tabletten schon 4 Stück am Tag. Das kann doch nicht gut sein. Nehme ich weniger, gehe ich die Wände hoch. Vielleicht können Sie mir helfen? Bedanke mich mit freundlichen Grüßen, Katja.

Andrea kommentierte am 09.07.2015

Seit drei Wochen habe ich Oberarmschmerzen und in den Fingerspitzen ein Taubheitsgefühl. Neurologisch wurde alles abgeklärt. Diagnostiziert wurde eine Art Arthrose, obwohl ich in diesem Bereich nie eine Verletzung etc. hatte. Kann dies ein Schulter-Arm-Syndrom oder eine Schleimbeutelentzündung sein? Über weitere Informationen wäre ich sehr dankbar.

Lampion kommentierte am 05.02.2016

Ich habe seit November 2015 mittlere bis starke Schmerzen in der linken Schulter mit Ausstrahlung in den Arm. Der linke Arm kribbelt bis in die Hand. An durchschlafen in der Nacht ist gar nicht mehr zu denken. Ich habe schon Spritzen und auch Physiotherapie bekommen, nichts hilft. MRT wurde gemacht, ohne Befund. Mittlerweile habe ich schon den dritten Arzt aufgesucht, jedes Mal ein anderer Befund. Wie z.B. Verspannung, Schulter-Arm-Syndrom, Nerv eingeklemmt.
Was kann ich machen?

Lissie kommentierte am 17.04.2016

Ich bin Krankenschwester und arbeite seit vielen Jahren in der neurologischen Pflege und Behandlung. Meine Wirbelsäule weist dadurch schon reichliche, sogenannte degenerative Veränderungen auf. Da ich meinen Beruf nicht vollständig an den Nagel hängen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als mit den Symptomen zu leben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Medikamente auf die Dauer nichts bringen. Ich versuche mich viel in ausgleichender Form zu bewegen. Auch die Ernährung spielt eine Rolle, ebenso negativen Stress vermeiden. Klingt jetzt zwar alles abgedroschen, ist aber so.

Marko kommentierte am 28.04.2016

Seit einem Jahr habe ich starke Schmerzen im Schulter-Arm-Bereich. Es fing an mit einem Stechen im linken Schulterbereich und entwickelte sich bis zu einem
Stechen und Taubheitsgefühl im linken Handbereich, Kribbeln kommt noch dazu. Bei der Behandlung wurde erst ein Karpaltunnelsyndrom vermutet, was sich nicht bestätigte.
Der Orthopäde lehnte auch ein MRT, oder ein CT ab, da die Strahlenbelastung zu hoch sei. Mit der Physiotherapie bin ich zufrieden. An gesunden Nachtschlaf ist schon lange nicht mehr zu denken. Falls es noch andere Alternativen gibt, bitte ich um Hilfe und Beratung. Was kann ich machen?

bella kommentierte am 23.05.2016

Ich habe seit drei Monaten Schmerzen in Armen, Schulter und hinteres Schulterblatt. Mal der linke, mal der rechte Arm. Ebenso habe ich Kribbeln im Kleinen- und Ringfinger und auf dem Handrücken. Jeden Tag habe ich stärkste Verspannungen im Bereich hinteres Schulterblatt und dort wo der Latissimus in den Arm über geht. Wärme, Kälte, Tensgerät oder Bewegung hilft alles nur für den Moment. Kräftigungsübungen machen es ein paar Stunden später meist noch schlimmer. Ich habe permanent diese o.g. Beschwerden. Einzig im Liegen wirds besser. Bandscheibenvorfall wurde per MRT ausgeschlossen. Ebenso ein Schulter MRT ergab keinen Befund. Lediglich zwei kleine Bandscheibenvorwölbungen und eine Steilstellung der HWS wurden diagnostiziert. Orthopäde tippt ins Blaue auf Nervenwurzelreizung, hat aber sonst auch keine Idee mehr. Cortison wurde in Tabletten verschrieben, half aber überhaupt nicht. Neurologisch ergab eine Nervenleitmessung leichte Auffälligkeiten im Ulnaris und Meridianus Nerv.
Nun verordnete man mir Lyrica, was auch nicht wirklich hilft. Was habe ich? Was kann das sein?

Gummibär kommentierte am 01.12.2016

Meine Schwester hatte vor einem halben Jahr einen schweren Autounfall. Seit ca. drei Monaten hat sie in beiden Armen Schmerzen. Es sind Dauerschmerzen, auch nachts. Arzt sagt, es wäre ein Tennisarm. Kann das wirklich sein? Laut Röntgenbild ist nichts mit HWS-Syndrom? Was kann man machen?

Brigitte kommentierte am 13.12.2016

Ich habe schon Monate lang Nackenschmerzen, die bis in meine Arme und vor zu den Fingern gehen. Ich war schon bei sämtlichen Ärzte, die aber immer sehr oberflächliche Behandlung bei mir anlegen. Mit der Zeit habe ich auch sehr geschwollene Lymphdrüsen bekommen. Die Schmerzen sind kaum noch auszuhalten, vor allem nachts wache ich auf. Ich bekomme dabei einen Husten, an dem ich fast ersticke, dazu bekomme ich auch sehr schlecht Luft und tagsüber habe ich Probleme mit dem Schnaufen. Wie kann ich damit umgehen, was kann ich machen?

Daniela kommentierte am 20.01.2017

Bei mir fing es am linken Schulterblatt an, gemerkt habe ich es bei der Massage. Später bekam ich Nackenschmerzen bis über den Hinterkopf. Es breitete sich dann über den Arm aus bis zu den Fingern. Taubheitsgefühl oder eingeschlafen. Mitunder war der Brustkorb mit betroffen. Vom Krankenhaus wurde ich dann immer heim geschickt mit Schmerztabletten. Mir wurde auch unterstellt, dass ich mir das alles nur einbilde. Nun habe ich es chronisch seit fast drei Jahren. Außer Rehasport wurde mir auch nichts empfohlen.

Kris kommentierte am 07.05.2017

@Brigitte vom 13.12.2016: "Neuralgische Schulteramyotrophie", bzw. auch "Parsonage-Turner-Syndrom" würde genau passen, würde ich mal beim Neurologen abklären lassen.

plazi kommentierte am 08.05.2017

Ich habe seit drei Wochen auch massive Schmerzen, vor allem nachts beim Liegen. Ich war bei sämtlichen Ärzten, Hausarzt hat lokal betäubt mit Spritzen, der Orthopäde hat mir Cortison gespritzt und überwiesen zum MRT, wegen Verdacht auf BSV in der Halswirbelsäule. Nun habe ich heute meine veordneten Massagen angefangen, der Physiotherapeut hat sofort die Schmerzstellen gefunden und hat mit Triggerpunktbehandlung angefangen und mich dann wegen der Blockaden eingerenkt. Die Schmerzen sind das erste Mal seit Wochen wie verflogen.