Volvulus (Darmverschlingung)


Aktualisiert am 16. Mai 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Volvulus bezeichnet die krankhafte Verdrehung eines Darmabschnitts um seine Achse. Es wird daher auch allgemein als Darmverschlingung bezeichnet. Durch diese Verdrehungen oder Verschlingungen kommt es zu einer Unterversorgung mit Blut im betroffenen Darmabschnitt. Das kann einen Darmverschluss oder ein Absterben des Darmteils (Darmgangrän) zur Folge haben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Volvulus?

Sind bestimmte Darmabschnitte miteinander verknotet oder verschlungen, so handelt es sich um eine Darmverschlingung. Diese Erkrankung kann lebensbedrohlich sein. Häufig sind Darmverschlingungen angeboren, da dann die natürliche Entwicklung des Darms schon im Mutterleib gestört war.

Die vorgeburtlich notwendigen Drehungen wurden dann vom Darm nicht oder nur fehlerhaft ausgeführt. Darmteile drehen sich so um den Gekrösestiel. Dieser trägt die zuführenden oder abführenden Blutgefäße. Diese Lageveränderung des Darms kann zu einem teilweisen oder vollständigem Verschluss des Darmrohrs führen. Es gibt zwei Hauptformen der Darmverschlingung. Bei der Invagination erfolgt die Einstülpung eines Darmteils in ein anderes Darmstück.

Die Einstülpung erfolgt längsseitig und verursacht Blutstau und Schwellungen. Sie führt zum Darmverschluss. Die zweite Hauptform der Darmverschlingung ist die Achsendrehung. Dabei dreht sich eine Darmschlinge bis zu 180 Grad, legt sich um eine andere Schlinge und presst damit die Blutzufuhr ab. Durch einen entstehenden Darmverschluss kann der Darm seine Aufgaben nicht mehr erfüllen. Es kann zu einer Unterversorgung lebenswichtiger Organe und zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommen.

Ursachen

Eine bekannte Ursache für eine Darmverschlingung ist die Malrotation, eine fehlerhafte Drehung des Dünn- und Dickdarms in der vorgeburtlichen Entwicklung des Menschen. Kinder erleiden häufiger einen Volvulus, wobei dies ein sofort zu behandelnder Notfall ist.

Am Häufigsten sind Säuglinge im ersten Lebensjahr betroffen. Auch Darmentzündungen können eine Darmverschlingung verursachen. Darmentzündungen entstehen bakteriell, chemisch, durch Bestrahlung, als allergische Reaktion oder als Immunreaktion. Auch ein Darmkrebs kann eine auslösende Störung sein. Weiterhin zählen Verwachsungen zu den Ursachen für einen Volvulus.

Es handelt sich um bindegewebsartige Stränge zwischen Darmabschnitten, die normalerweise keine Verbindung haben. Genaue Ursachen für diese Verwachsungen im Darm sind nicht bekannt. Es wird vermutet, es könnten Reaktionen auf einen Fremdkörper, eine frühere Entzündung oder auch auf Operationen sein. Auch Operationen selbst können eine Darmverschlingung verursachen.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Darmverschlingung tritt häufiger bei Babys und Kleinkindern als bei Erwachsenen auf. Auch vorgeburtliche Formen des Volvulus werden beobachtet. Typische Symptome sind Verstopfung, kolikartige Bauchschmerzen, Blähungen,Übelkeit und Erbrechen. In Abhängigkeit vom Ort der Verschlingung kann es zum Erbrechen von Galle und Kot kommen.

Nach dem Erbrechen bessern sich die Symptome vorübergehend. Die Beschwerden verschwinden häufig sogar zeitweilig vollständig. Danach folgen jedoch wiederum Verstopfung, Erbrechen und blutige Stuhlgänge. Es kann auch zwischen akutem und chronischem Volvulus unterschieden werden. Bei der akuten Darmverschlingung erscheinen die Symptome Erbrechen, aufgeblähter Oberbauch und heftige kolikartige Bauchschmerzen plötzlich.

In schweren Fällen kommt es oft sogar zum Schock oder einer Bauchfellentzündung. Der chronisch rezidivierende (wiederkehrende) Volvulus ist eher durch unspezifische Bauchschmerzen und chronische Verstopfungen gekennzeichnet. Des Weiteren wird der Körper mit Nährstoffen unterversorgt, weil deren Absorption im Darm nicht mehr richtig funktioniert. Durch die Mangelernährung wird der Organismus immer schwächer.

Zwischen den einzelnen Krankheitsschüben können aber auch beschwerdefreie Intervalle liegen. In schweren Fällen ist die Versorgung des Darms durch die Unterbrechung des Blutflusses oft so eingeschränkt, dass der betroffene Darmabschnitt abstirbt. Dann hat sich aus der Darmverschlingung ein Darmverschluss entwickelt. In dieser Situation besteht höchste Lebensgefahr durch Darmdurchbruch und bakterieller Infektion des Bauchraums (Bauchfellentzündung). Eine Darmverschlingung kann in der Regel nur operativ behandelt werden.

Diagnose & Verlauf

Die Symptome einer Darmverschlingung sind plötzlich auftretende, krampfartige Bauchschmerzen, ein geblähter Oberbauch, gallig-grünliches Erbrechen und durchfallartige, blutige Stühle. Der Oberbauch ist druckempfindlich, während der Unterbauch eher eingefallen ist.

Die Diagnose gestaltet sich für den Arzt schwierig. Sie wird in der Regel nach den auftretenden Symptomen, einer gründlichen körperlichen Untersuchung und durch bildgebende Untersuchungen erstellt. Manchmal kann eine korrekte Diagnose nur während einer Operation gestellt werden. Bildgebende Untersuchungen sind das Röntgen und der Ultraschall.

Bei einer Darmverschlingung des hinteren Dickdarms kann man auf dem Röntgenbild die massive Überblähung des Darmteils durch eine Art Kaffeebohnenzeichen erkennen. Der überblähte Darmteil hat dann oft die Kontur einer Kaffeebohne. Der Verlauf einer Darmverschlingung ist lebensgefährlich, da sie zu lebensbedrohlichem Darmverschluss führt und deshalb als Notfall behandelt werden muss.

Komplikationen

Ein Volvulus kann schwerwiegende Komplikationen hervorrufen. Eine Darmverschlingung verursacht zunächst starke Bauchschmerzen, die im Verlauf der Erkrankung an Intensität zunehmen und den Betroffenen im alltäglichen Leben erheblich einschränken. Große Komplikationen sind zu erwarten, wenn die Verschlingung zu einer Unterversorgung eines Darmabschnitts führt.

Dann kann es zu einem Absterben des Darmteils oder zu einem Darmverschluss kommen. Begleitend dazu tritt oft auch eine Bauchfellentzündung auf, die im weiteren Verlauf auf andere innere Organe übergreift und sich schnell zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickelt. Wird der Volvulus nicht umgehend intensivmedizinisch behandelt, besteht die Gefahr eines Kreislaufschocks.

Eine Darmverschlingung kann im schlimmsten Fall tödlich verlaufen. Die Behandlung ist ebenfalls mit Gefahren verbunden. Eine Operation birgt immer das Risiko, dass Teile des Darms verletzt werden oder dass es zu einer Infektion kommt. Bei Verletzungen der Darmwände kann es zu Funktionsstörungen kommen, die unter Umständen dauerhaft bestehen bleiben.

Manchmal muss ein künstlicher Darmausgang gelegt werden, der mit dem Risiko von Hernien und Verletzungen verbunden ist. Zuletzt kann es durch die Gabe von Medikamenten zu Neben- und Wechselwirkungen kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei Bauchschmerzen, Unregelmäßigkeiten im Unterleib, Übelkeit oder Erbrechen ist die Ursache der Beschwerden abklären zu lassen. Zeigt sich nach kurzer Zeit bereits eine deutliche Linderung der Störungen, handelt es sich oftmals um eine kurzzeitige gesundheitliche Beeinträchtigung. Ein Arzt wird nicht benötigt, sofern es zu einer dauerhaften Beschwerdefreiheit kommt. Treten die Symptome erneut auf, halten sie über eine längere Zeit an oder zeichnen sie sich durch einen zunehmenden Charakter aus, muss ein Arzt aufgesucht werden. Insbesondere bei einem chronischen Krankheitsverlauf besteht Handlungsbedarf, da eine Darmverschlingung zu schweren gesundheitlichen Entwicklungen führen kann.

Blähungen, Verstopfungen oder ein starkes Druckgefühl im Unterleib weisen auf Unregelmäßigkeiten hin, die untersucht werden sollten. Kann Blut aus dem After bei einem Toilettengang wahrgenommen werden oder kommt es zu plötzlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollte unverzüglich und schnellstmöglich die Konsultation eines Arztes erfolgen. Bei einer Darmverschlingung besteht eine potentielle Gefährdung des eigenen Lebens.

Aus diesem Grund sind insbesondere schnelle und unverhoffte Einbußen der Gesundheit mit einem Arzt zu besprechen. Störungen der Mobilität, eine Überempfindlichkeit gegenüber Druckeinflüssen im Bereich des Magens oder Darms sowie Schweißausbrüche sind Warnsignale des menschlichen Organismus. Plötzliche Veränderungen des Kreislaufs, eine Gereiztheit oder eine rasche Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit müssen untersucht und behandelt werden.

Behandlung & Therapie

Zur Behandlung einer Darmverschlingung ist es erforderlich, den betreffenden Darmabschnitt schnellstmöglich wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Das gelingt nur mittels einer Operation. Die Zeit drängt bei solchen Operationen, da die abgeschnittene Blutversorgung des betreffenden Darmabschnittes schnell zu einem Absterben des Gewebes führt.

Der zurückgedrehte Darmteil wird während der OP befestigt, um eine wiederholte Verdrehung zu verhindern. Ist der betreffende Teil des Darms schon so geschädigt, so dass mit einer Wiederherstellung der Funktion nicht mehr zu rechnen ist, so werden Anteile des geschädigten Gewebes entfernt. Unter Umständen kann es notwendig werden, dass ein Enterostoma (künstlicher Darmausgang) gelegt werden muss.

Bei einem konservativeren Vorgehen wird der Volvulus zunächst akut dekomprimiert. Es wird mit einem flexiblen Koloskop gearbeitet. Wichtig hierbei ist festzustellen, ob der Darm noch vital ist oder nicht. Bei einem noch vitalen Darm wird als Erstmaßnahme eine Untersuchung des Analkanals durchgeführt. Im Anschluss an die Untersuchung wird ein Darmrohr gelegt. Eine Verkleinerung des Volvulus zeigt sich dann an einer geräuschvollen Entladung von Gas und Stuhl. Die Art der Therapie hängt immer davon ab, wie stark die Durchblutung des Darms bzw. des betroffenen Darmabschnittes beeinträchtigt ist.

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Vorbeugung

Eine vernünftige Vorbeugung gegen eine Darmverschlingung bedeutet, für eine gute Darmgesundheit zu sorgen. Dazu gehört eine gesunde Ernährung mit wertvollen Ballaststoffen, viel Obst und Gemüse. Der Säure-Basen Haushalt sollte ausgewogen sein.

Weiterhin ist es für den Darm wichtig, ausreichend Flüssigkeit zuzuführen – möglichst Wasser oder Getränke mit geringen Zuckerwerten. Speisen, die schwer verdaulich sind, sollten besser gemieden werden. Weiterhin ist eine regelmäßige Bewegung wichtig für einen gesunden Darm.

Nachsorge

Ist die Darmverschlingung (Volvulus) behandelt worden, ist keine medizinische Nachsorge erfoderlich. Nach der Erholungsphase ist der Patient einsatzfähig. Die Dauer der Erholungsphase hängt vom Alter des Betroffenen ab. Während der Regenerierung ist Bewegung wichtig, aber keine körperliche Anstrengung. Eine Ernährungsumstellung senkt das Risiko einer erneuten Erkrankung.

Ausreichend Ballaststoffe kombiniert mit Vitaminen und Mineralien erhalten den Darm gesund. Die tägliche Flüssigkeitszunahme in ausreichender Menge unterstützt die Darmtätigkeit. Hastiges Essen ist ungesund. Mehrere kleinere Portionen verteilt auf den Tag sind empfehlenswert. Die tägliche körperliche Bewegung nicht vergessen.

Bei der Operation musste ein Teil des Darmes entfernt werden. Ein künstlicher Darmausgang wurde notwendig. Diese Enterostoma wird nach einiger Zeit entfernt. Die Regenerierung nach dem ersten Teil der Operation dauert länger. Die medizinische Nachsorge beinhaltet den Umgang mit dem Stoma.

Das medizinische Personal reinigt täglich der Zugang. Nach ein paar Tagen übernimmt der Patient diese Handlungen. Der Darm hat sich regeneriert und der künstliche Ausgang wird entfernt. Nach Abheilung der Wunde sind keine weiteren medizinischen Maßnahmen mehr notwendig. Die Ernährungsumstellung ist ebenfalls hier erforderlich. Bereits in der „Stomaphase“ werden die notwendigen Schritte durch das Pflegepersonal erläutert.

Das können Sie selbst tun

Ein akuter Volvulus muss umgehend ärztlich behandelt werden. Bei Magenschmerzen, Unwohlsein und anderen Anzeichen einer Darmverschlingung ist der Rettungsdienst zu alarmieren. Bis zum Eintreffen des Arztes sollte der Körper ruhig gelagert werden.

Ein akuter Volvulus muss operativ behandelt werden, um ein Absterben des betroffenen Darmabschnittes zu verhindern. Nach dem Eingriff gelten in erster Linie Ruhe und Schonung. Gegebenenfalls muss die Ernährung umgestellt werden. Bei einem chronischen Volvulus ist ebenfalls ein operativer Vorgehen notwendig. Der Patient muss sich anschließend an die ärztlichen Vorgaben halten und beispielsweise sportliche Aktivität meiden. Bei einem Volvulus des Sigmoids ist ein ärztlicher Eingriff angezeigt. Anschließend gelten wiederum Schonung und eine Umstellung der Lebensgewohnheiten.

Neben regelmäßiger Krankengymnastik, die von den Erkrankten zu Hause durchgeführt werden kann, sollte ausreichend Obst und Gemüse verzehrt werden. Der Speiseplan sollte zudem aus ballaststoffreichen Lebensmitteln bestehen, die zugleich leicht verdaulich sind. Ein Ernährungsmediziner kann einen geeigneten Plant erstellen. Wichtig ist die Aufnahme von ausreichend Flüssigkeit. Bewährt haben sich vor allem Wasser und isotonische Getränke. Weiterhin ist körperliche Aktivität wichtig für die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes.

Quellen

  • Arasteh, K., et. al.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Koop, I.: Gastroenterologie compact. Thieme, Stuttgart 2013


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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Nekochan kommentierte am 22.07.2017

Ich bin eine ehemalige Darmverschlingungspatientin. Bis zu meinem neunten Lebensjahr hat man durch die geringe Forschung und das geringe Auftreten mit dieser Krankheit nie festgestellt worum es sich handelt. Mit neun Jahren wurde es dann durch eine Kontrastmittelröntgenaufnahme festgestellt. Durch den großen Fortschritt den die Krankheit bis zu diesem Tag mit sich brachte, musste ich schnellstmöglich operiert werden. Nach der Operation wurde dann die Malrotation diagnostiziert und entfernt. Hier kann man sagen, es ist möglich, dass sich der Darm sogar völlig um den Magen legt und dort mit Gewebe verwächst. Ich habe die Operation gut überstanden, aber es ist zu sagen, dass auch danach noch Darmdrehungen und Darmverschlingungen möglich sind. Nur weil man die Malrotation entfernt und Teile des Darms angeheftet hat ist man nicht automatisch geheilt. Viele Ärzte gehen davon aus, weil man ja "operiert" wurde also ist man "geheilt". Die Nachfolgen liegen allerdings im Wachstum, da der Darm hier mitwächst. Auch hier können Verdrehungen entstehen. Mit 18 wurde ich nach einem Selbstmordversuch dann doch wieder ernst genommen und es wurde schließlich durch eine Darmspiegelung festgestellt, dass der Darm nochmals operiert werden muss und sogar Teile entfernt werden müssen. Eine Nachsorge ist unabdingbar bis man ausgewachsen ist. Des Weiteren bin ich nun in dem Alter wo auch ich mir gerne Kinder vorstellen würde, jedoch gibt es keinerlei Erfahrungsberichte. Es wäre gut, so etwas mal in Erfahrung zu bringen, denn ich habe große Angst, dass ich entweder keine Kinder kriegen kann oder das meine Kinder in irgendwelcher Hinsicht dadurch beeinflusst werden. Falls es solche Berichte gibt wäre es gut diese mal im Netz für solche Fälle zu veröffentlichen.

schwarzwaelder kommentierte am 09.01.2019

Ich wurde mit 48 Jahren (jetzt 58) an einem Sigmar volvulus operiert. Neun Jahre später hatte ich dann nochmal eine Darmverschlingung, dabei wurde der Darm fixiert, damit es keine Verschlingung mehr geben soll. Nun, wollte ich nach einer positiven Stuhlprobe eine Darmspiegelung durchführen lassen, da hieß es, im Vorgespräch, dass es bei mir zu Komplikationen kommen kann.

Das war in einem Klinikum, das bis 2030 geschlossen werden soll. Verschiedene Dinge, wie Darmspiegelungen, werden bis dahin ausgeführt und man ist auch dafür ausgestattet, jedoch, nicht auf Komplikationen eingestellt, die es geben könnte.

Es könnte dann sein, dass ich in ein ca. 20 km entferntes Klinikum gebracht werde nmüsste. Ich habe jetzt mal eine zweite Stuhlprobe abgegeben, vielleicht ist die ja negativ, dann hat sich das zunächst erledigt. Hämorrhoiden hab ich ja auch noch, kann auch davon kommen. Beim Vorgespräch kam auch heraus, es könnte sein, dass der Darm durchstoßen werden könnte, wegen der Fixierung. Soll ich trotzdem die Darmspiegelung machen lassen? Welche Methode der Darmspiegelung ist für mich die Richtige?

Sohn vom verstorbenen Dieter kommentierte am 18.01.2019

Mein Vater wurde wegen starken Bauchschmerzen in das Krankenhaus eingeliefert nach ein paar Tagen. Am gleichen Abend kam es zur Notoperation. Am nächsten Tag haben wir uns noch telefonisch unterhalten, das er bis zum Wochenende heim darf. Am dritten Tag kam ein Anruf von der Klinik, dass mein Vater erneut notoperiert werden musste und daran gestorben ist. Die Organe waren alle angeblich auf einmal schon angegriffen, zudem hatte er ein schwaches Herz und eine Blutvergiftung. So etwas wird in einem Krankenhaus bei der ersten Operation nicht bemerkt, festgestellt oder überwacht, sodass der Patient einen Tag später bei der zweiten Not OP verstirbt?
Mein Vater hatte keinen Alkohol mehr getrunken, das Rauchen so gut wie aufgehört und auf einmal stirbt er in den Händen der Ärzte? Das ist sehr heftig und schwer nachzuvollziehen. Es wurde kein künstlicher Darmausgang angelegt. Hätten die Ärzte nicht bemerken müssen, dass etwas nicht stimmt?