Antifaltencreme

Wer attraktiv wirkt, kommt weiter im Leben, findet einen besser bezahlten Job und hat eine vermeintlich glücklichere Partnerschaft. Zumindest ist das die weitläufige Meinung unserer Gesellschaft. Nichtsdestotrotz bringt die Kosmetikindustrie auf der Suche nach Jugend und Schönheit ständig neue Produkte wie Antifaltencremes auf den Markt, um den Konsumenten diesem Traum ein Stückchen näher zu bringen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Antifaltencreme?

Die Wirkung von Antifaltencremes beschränkt sich ausnahmslos auf die obersten Hautschichten.

Unter Antifaltencremes versteht man flüssige, cremige oder ölige Substanzen, die den kosmetischen Zweck erfüllen sollen, bei dauerhafter Anwendung Falten in Gesicht und Dekolleté zu reduzieren oder diese noch vor ihrer Entstehung zu verhindern.

Cremes bestehen generell aus Emulsionen und Gelen und sind in ihrer Grundlage zu über 90% identisch, egal von welchem Hersteller. Die restlichen Zusatzstoffe variieren, enthalten Hyaluronsäure, das Co-Enzym Q10, Duftstoffe aber auch Silikone, Parabene und vieles mehr, das der Haut, je nach aktuellstem Stand der kosmetischen Wissenschaften, ein glatteres Erscheinungsbild schenken und Falten mindern soll.

Trotz der immens großen Nachfrage nach Antifaltencremes aller Art, ist deren Wirksamkeit bis heute nicht bewiesen. Testberichte aller Art stellen Antifaltencremes aller Marken als wirkungslos dar, zuletzt "Stiftung Warentest", das bei keiner der getesteten Antifaltencremes eine sichtbare Wirkung nachweisen oder feststellen konnte. Die Nachfrage nach jugendlicher Haut ist und bleibt aber ungebrochen.

Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Antifaltencremes erfüllen in der Regel keinen medizinischen Zweck, sondern vielmehr einen kosmetischen. Die tägliche Anwendung von Feuchtigkeitscremes kann sich allerdings positiv auf die Haut auswirken, zum Beispiel in der Winterkälte, wenn die Haut oft spröde und rissig ist (siehe auch: Trockene Haut).

Die Wirkung von Antifaltencremes beschränkt sich ausnahmslos auf die obersten Hautschichten. Würden sie darüber hinaus wirken und bis in die Hautschicht, in der Mimikfalten entstehen, vordringen, würden sie nicht mehr als Kosmetika, sondern als Medikament gelten und müssten entsprechend verordnet werden und wären nur noch in Apotheken erhältlich, würden zudem entsprechend kosten.

Antifaltencremes versorgen die Haut wie jede andere Creme auch mit Feuchtigkeit und können dadurch einen leicht "aufpolsternden" Effekt erzielen und kleinste "Knitterfältchen" vorübergehend ein wenig mildern.

Pflanzliche, natürliche & pharmazeutische Antifaltencremes

Antifaltencremes gibt es von allen erdenklichen Herstellern in allen möglichen Verpackungen, Duftrichtungen und für alle Altersklassen und Hauttypen.

Die allermeisten Kosmetikfirmen bieten Antifaltencremes für erste Fältchen ab 20, für die etwas reifere Haut ab 30 und für die sehr reife Haut ab 40 Jahren aufwärts an. Dies gilt wiederum für alle Hauttypen, für sensible Haut, für fettige Haut und für Mischhaut.

Sie sind erhältlich in Tuben, Dosen und sonstigen Verpackungen, meist in der Größe zwischen 50 und 250 ml und können je nach Hersteller und Verkäufer zwischen 2,- Euro (Drogerie) bis einige hundert Euro (Parfümerie und Internet) teuer sein.

Die häufigsten Inhaltsstoffe mit dem Ziel der Faltenminderung sind heute Hyaluronsäure, Co-Enzym Q10, Naturkosmetika beinhalten hingegen eher ölige Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel Rosenöle oder Granatapfel.

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Risiken & Nebenwirkungen

Die Risiken und Nebenwirkungen bei der Anwendung von Antifaltencremes halten sich sehr in Grenzen. Das einzige, was passieren kann, ist dass ein Anwender auf die ein oder andere Substanz in der Creme allergisch reagiert.

Dies gilt es vorab beim Hautarzt abzuklären. Bestehen bekannte Unverträglichkeiten von Silikonen, Parabenen etc, darf nur zu entsprechenden Präparaten ohne diese Zusatzstoffe gegriffen werden. Zudem können Antifaltencremes, die sehr reichhaltig sind, wenn sie bei junger Haut angewendet werden oder bei Haut, die eine so reichhaltige Pflege gar nicht benötigt, Pickel entstehen lassen, da die Haut dann "überfettet" ist.

Dieses Phänomen wird als "Mallorca-Akne" bezeichnet. Ansonsten ist gegen die Anwendung von Antifaltencremes nichts einzuwenden. Bei Hautreizungen sollte dennoch die Creme nicht weiter verwendet und ein Arzt aufgesucht werden.

Auch wenn Antifaltencremes als Alleskönner und Wundermittel in der Werbung angepriesen werden, ist ihre Wirksamkeit wohl eine Frage des subjektiven Empfindens. Hautpflege ist dennoch wichtig und nachweislich auch keine Frage des Geldes. Erlaubt ist hier, was gefällt. Eine Antifaltencreme kann jedoch keine Wunder vollbringen.

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Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 25. November 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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