Engwinkelglaukom
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 18. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Das Engwinkelglaukom ist eine Form des Grünen Stars, bei der der Kammerwinkel im Auge verengt ist und das Kammerwasser deshalb nicht mehr ausreichend abfließen kann. Der Augeninnendruck steigt an und schädigt den Sehnerv. Verschließt sich der Kammerwinkel plötzlich vollständig, kommt es zum Glaukomanfall – einem augenärztlichen Notfall, bei dem innerhalb von Stunden eine bleibende Erblindung droht. Was ist darunter zu verstehen? Wie erfolgt eine Therapie? Wie kann der Krankheit vorgebeugt werden? Das und vieles mehr wird nachfolgend erläutert.
Inhaltsverzeichnis |
Was ist ein Engwinkelglaukom?
Das Glaukom, umgangssprachlich als Grüner Star bekannt, zeigt sich darin, dass der Sehnerv durch diverse Ursachen geschädigt ist. Damit einhergehend kommt es zu Ausfällen des Gesichtsfeldes. Weiterhin ist der Augeninnendruck in den meisten Fällen erhöht. Es werden verschiedene Formen des Glaukoms unterschieden, wie z. B. das Offenwinkelglaukom, das Normaldruckglaukom, das Sekundärglaukom oder auch das Engwinkelglaukom, mit welchem sich dieser Artikel vermehrt befasst.
Das Engwinkelglaukom äußert sich darin, dass der Kammerwinkel verengt ist und sich somit der Widerstand der abfließenden Augenflüssigkeit erhöht. Da die Regenbogenhaut bei dieser Erkrankung mehr als normal gewölbt ist, behindert diese den Abfluss zudem. Besonders in der Dunkelheit ist der Kammerwinkel verengt, da die Pupille geweitet ist. Daher kann es besonders nachts zu einem enormen Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukomanfall) kommen, was unbedingt sofort augenärztlich behandelt werden muss.
Vom Engwinkelglaukom zu unterscheiden ist das Offenwinkelglaukom, die mit Abstand häufigste Form des Grünen Stars. Dort ist der Kammerwinkel offen und der Abfluss erst im nachgeschalteten Trabekelwerk behindert; die Erkrankung verläuft deshalb schleichend und schmerzlos und wird oft erst spät bemerkt.
Ursachen
Es gibt keine bestimmte Ursache, die zur Glaukomerkrankung führt. Grundsätzlich ist jedoch anzuführen, dass ein erhöhter Augeninnendruck damit zusammenhängt. Weiterhin wird der Sehnerv nicht ausreichend mit Blut versorgt. Diese Unterversorgung kann es ebenfalls begünstigen, an einem Glaukom zu erkranken.
Beim Engwinkelglaukom ist die Ursache dagegen gut bekannt: Der Augapfel ist meist etwas zu kurz gebaut und die vordere Augenkammer entsprechend flach, sodass die Regenbogenhaut den Kammerwinkel leicht verlegen kann. Weitsichtige Menschen und Personen ab dem 60. Lebensjahr sind deshalb besonders gefährdet, ebenso Frauen häufiger als Männer.
Unsere Augen benötigen Kammerwasser, um alle Funktionen für normales Sehen zu gewährleisten. Dieses Kammerwasser wird laufend gebildet, kann jedoch beim Engwinkelglaukom nicht normal abfließen. Daher entsteht ein Druck, welcher ständig auf den Sehnerv einwirkt. Dieser Druck schädigt den Nerv, was letztlich zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit führt.
Weitere Ursachen, die eine Erkrankung begünstigen, sind eine Kurz- oder Weitsichtigkeit, niedriger Blutdruck, Stoffwechselerkrankungen, hohes Alter, eine dünne Hornhaut oder erbliche Faktoren.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Wie bereits erwähnt, kann sich der Augeninnendruck manchmal nur nachts auf ein kritisches Maß erhöhen, weshalb die Erkrankung augenärztlich unerkannt bleiben kann. Daher fallen auch keine Symptome auf.
Wenn Beschwerden, wie Sehstörungen oder Ausfälle beim normalen Sehen beobachtet werden, ist eine Erkrankung meist fortgeschritten. Eine vollständige Regeneration ist nun nicht mehr möglich, da der Sehnerv bereits geschädigt ist. Dennoch sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden, um das Fortschreiten des Glaukoms einzudämmen. Ohne dieses Vorgehen erblindet der Erkrankte.
Bei einem akuten Anfall treten plötzlich starke Schmerzen in einem Auge und der entsprechenden Kopfseite i. V. m. Übelkeit und Erbrechen auf. Es handelt sich um einen Winkelblock. Das Kammerwasser im Auge kann nun nicht mehr abfließen. Es können Augeninnendruckwerte von bis zu 70 mmHg entstehen. Daher muss schnell gehandelt werden, um eine Erblindung zu verhindern.
Damit im Zusammenhang steht oft ein harter Augapfel und das Wahrnehmen von Schleiern oder farbigen Ringen um Lichtquellen. Manche Patienten sprechen auch von einer "ständig nebligen Sicht" oder einem verschwommenen Sehen. Der Augapfel fühlt sich beim vorsichtigen Betasten über das geschlossene Lid steinhart an, die Pupille des betroffenen Auges ist mittelweit, entrundet und reagiert nicht mehr auf Licht.
Weil Übelkeit und Erbrechen dabei ganz im Vordergrund stehen können, wird ein Glaukomanfall nicht selten für einen Magen-Darm-Infekt oder eine Migräne gehalten und damit zu spät behandelt. Kommen zu diesen Beschwerden Augenschmerzen, ein rotes Auge und eine Sehverschlechterung hinzu, sollte deshalb immer an das Auge gedacht werden.
Bereits bei Babys kann ein angeborenes Glaukom zu Schäden bis hin zur völligen Erblindung führen. Daher sollte bei Neugeborenen von bereits erkrankten Glaukompatienten sofort eine Untersuchung dahingehend vorgenommen werden, um Schäden auszuschließen bzw. sofort behandeln zu können. Wird bei einem Erwachsenen ein angeborenes Glaukom festgestellt, zeigt sich dies oft durch eine trübe Hornhaut, erhöhte Lichtempfindlichkeit oder ständig tränende Augen. Eine Operation ist die einzige Möglichkeit auf Besserung.
Komplikationen
Aufgrund der oft erst späten Erkennung der Erkrankung, kann diese unbehandelt fortschreiten. Somit können sich bereits unheilbare Schäden am Sehnerv entwickelt haben. Ist die Erkrankung bereits weit fortgeschritten, kann eine Operation nötig werden, um das Augenlicht zu erhalten. Dabei muss ein künstlich hergestellter Abflusskanal im Auge geschaffen werden.
Im Zusammenhang mit einer Operation können jederzeit Komplikationen auftreten, wie Infektionen, Blutungen, Wundheilungsstörungen, Probleme bei der Narkose o. a. Im Spezialfall einer Augenoperation können Blutungen oder schmerzhafte Entzündungen im Auge auftreten, die zu gereizten und geschwollenen Augen führen.
Auch Laserverfahren werden zur Behandlung eines Glaukoms eingesetzt. Bei manchen dieser Verfahren handelt es sich jedoch nicht um eine dauerhafte Lösung. Da die Behandlung dann wiederholt werden muss, können sich Vernarbungen und Entzündungen bilden.
Wird die Erkrankung im nicht fortgeschrittenen Stadium festgestellt, wird sie meist mit Hilfe von Augentropfen behandelt. Diese Tropfen müssen ein Leben lang verabreicht werden. Dafür werden oft Alpha-Agonisten oder Prostaglandine eingesetzt. Diese Medikamente senken wirksam den Innendruck im Auge. Neben leicht brennenden Augen beim Einbringen der Tropfen sind dabei auch weitere Nebenwirkungen möglich: Prostaglandine können die Regenbogenhaut dunkler färben und die Wimpern wachsen lassen, Betablocker den Puls verlangsamen und ein Asthma verschlechtern. Vereinzelt wurde von leichten allergischen Reaktionen auf Inhalts- oder Konservierungsstoffe berichtet.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Wer unter nachlassender Sehkraft leidet, sollte unbedingt einen Augenarzt aufsuchen. Dies ist jedoch nicht nur Personen höheren Alters zu empfehlen. Wird weiterhin eine Veränderung beim Sehen gespürt, wie z. B. verschwommenes Sehen, "verbogene" Ränder, Löcher bzw. schwarze Flecke im Bild oder ständige Blitze, sollte unverzüglich ein Facharzt aufgesucht werden. Wird keine ärztliche Behandlung in Anspruch genommen, führt diese Erkrankung zur Erblindung.
Ein weiteres Anzeichen für eine Engwinkelglaukomerkrankung sind ständige Kopfschmerzen oder schmerzende Augen. Sind diese Schmerzen über mehrere Tage hinweg zu beobachten, sollte ebenfalls ein Arztbesuch geplant werden. Treten zudem Übelkeit und Erbrechen auf und sind die Augen gerötet, sind dies ebenfalls Anzeichen für eine Erkrankung.
Liegt in der Familie bereits eine Erkrankung diesbezüglich vor, sollten andere Familienangehörige regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen zur Bestimmung des Augendrucks in Anspruch nehmen. Ebenfalls sollte jede über 40-jährige Person augenärztliche Kontrollen durchführen lassen, da mit zunehmendem Alter das Risiko einer Erkrankung steigt. Dabei können bereits kleine Veränderungen wahrgenommen werden, die im normalen Alltag unbemerkt bleiben würden.
Diagnose
In den seltensten Fällen wird das Engwinkelglaukom selbst aufgrund von Schmerzen o. a. festgestellt. Die Erkrankung wird durch einen gründlichen Optiker oder Augenarzt bemerkt. Diese verfügen über Geräte zur Augendruckmessung. Wird ein hoher Augeninnendruck gemessen, ist das bereits ein Anzeichen des Glaukoms. Ein Augeninnendruck ab 21 mmHg wird als kritisch angesehen und führt zu weiteren Untersuchungen. Entscheidend für die Diagnose gerade des Engwinkelglaukoms ist die Gonioskopie: Mit einem Spiegelkontaktglas beurteilt der Augenarzt den Kammerwinkel direkt und erkennt, ob dieser verengt oder bereits verschlossen ist.
Daher wird der Augenarzt das Gesichtsfeld untersuchen, um weitere Einschränkungen zu erkennen. Weiterhin wird der Augenhintergrund mit einem Augenspiegel untersucht. Es wird eine vergrößerte Aushöhlung (Exkavation) an der Stelle zu sehen sein, wo der Sehnerv austritt. Je nachdem, wie tief und wie weit ausgedehnt diese Aushöhlung bereits ist, kann geschätzt werden, inwieweit der Sehnerv geschädigt ist.
Außerdem werden Laser eingesetzt, um den Sehnerv als Ganzes genau vermessen zu können. Dabei wird der HRT (Heidelberg Retina Tomograph) zum Einsatz kommen. Per Hornhautpachymetrie wird die Dicke der Hornhaut bestimmt. Um die Stärke der Nervenfasern in unmittelbarer Nähe des Sehnerves zu ermitteln, kann die OCT (Optische Kohärenztomografie) oder GDx (Laser Polarimetrie) eingesetzt werden. Heute wird dafür fast ausschließlich die OCT verwendet; HRT und GDx sind weitgehend außer Gebrauch gekommen.
Die Anwendung dieser Verfahren wird Aufschluss geben, ob eine tatsächliche Glaukomerkrankung vorliegt oder nicht. Wer auf Verdacht einer bestehenden Erkrankung zwecks eindeutiger Diagnosestellung vom Augenarzt zu einer solchen Untersuchung geschickt wird, muss die Kosten nicht selbst tragen. Ansonsten sind diese Untersuchungen meist nicht in der kassenärztlichen Leistung enthalten.
Behandlung & Therapie
Wird ein Glaukom als solches erkannt, sollte eine sofortige Behandlung erfolgen. Ist die Erkrankung in einem Frühstadium, werden keine massiven Eingriffe notwendig sein.
Eine Behandlung mit Augentropfen wird zunächst erfolgen. Es werden Tropfen mit Wirkstoffen der Prostaglandine, Cholinergika oder Betablocker eingesetzt. Medikamente dieser Art sollen den Innendruck im Auge senken, den Kammerwasserabfluss erleichtern sowie die Kammerwasserbildung im Ziliarkörper vermindern. Eine Kombination aus verschiedenen Wirkstoffen ist ebenfalls möglich. Wird kein Stillstand des Glaukoms erreicht oder tritt sogar eine Verschlechterung ein, kann eine Lasertherapie als operativer Eingriff nötig werden. Beim Engwinkelglaukom bleibt es allerdings nicht beim Tropfen: Die Medikamente senken zwar den Druck, beseitigen aber die Enge des Kammerwinkels nicht.
Beim akuten Glaukomanfall wird der Augeninnendruck zunächst notfallmäßig gesenkt: mit Tropfen, die die Pupille eng stellen, und mit Medikamenten über die Vene. Erst wenn sich das Auge beruhigt hat, folgt der eigentliche Eingriff.
Ist eine Operation unumgänglich, wird beim Engwinkelglaukom die Durchtrittspforte des Kammerwassers per Laser geschaffen. Bei dieser Laser-Iridotomie wird ein winziges Loch in die Regenbogenhaut geschossen, durch das das Kammerwasser wieder von der hinteren in die vordere Augenkammer gelangt; der Kammerwinkel öffnet sich dadurch wieder. Das zweite Auge wird in der Regel vorbeugend mitbehandelt, weil es genauso gebaut und damit ebenso gefährdet ist. Bei anderen Behandlungsmethoden wird der Ziliarkörper verödet oder die Argonlasertrabekuloplastik kommt zum Einsatz, was ebenfalls den Fluss des Kammerwassers verbessert.
Ist eine Laserbehandlung nicht möglich, kann stattdessen chirurgisch ein kleines Stück der Regenbogenhaut entfernt werden (Iridektomie). Um den Augeninnendruck zu senken, wird beim Engwinkelglaukom auch die Kataraktoperation eingesetzt: Der Ersatz der vergleichsweise dicken Augenlinse durch eine dünne Kunstlinse vertieft die vordere Augenkammer und öffnet den Kammerwinkel dauerhaft.
Aussicht & Prognose
Liegt die Diagnose "Engwinkelglaukom" vor, kann dies zunächst durchaus ein Schock sein. Es bestehen jedoch gute Aussichten auf ein Leben ohne Einschränkungen. Geheilt werden kann diese Erkrankung zwar nicht. Dennoch kann aufgrund einer sofortigen augenärztlichen Behandlung genau festgestellt werden, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient befindet. Wird dann eine entsprechende Behandlung begonnen, kann das Glaukom gestoppt werden. Das Augenlicht kann erhalten werden.
Wird ein Glaukom jedoch nicht behandelt, führt dies unweigerlich zur Erblindung. Ebenso verhält es sich mit einem Glaukomanfall, welcher vorstehend erläutert wurde. Erfolgt auch hier keine sofortige ärztliche Behandlung, verliert der Patient auf diesem Auge sein Augenlicht. Dabei zählen Stunden, nicht Tage.
Vorbeugung
Auf diesem Gebiet gibt es keine direkte Möglichkeit der Prophylaxe. Wichtig ist, dass jeder seine Wahrnehmung schärft und auf Veränderungen der Sehfähigkeit sofort reagiert. Hier gilt "Früherkennung erhält Augenlicht"!
Wer an Diabetes oder Durchblutungsstörungen leidet, sollte regelmäßig Augenarzttermine wahrnehmen. So können der Augeninnendruck sowie die allgemeine Beschaffenheit der Augen ständig kontrolliert werden. Ebenso sollten Personen, bei denen bereits bekannte Glaukomerkrankungen in der Verwandtschaft vorliegen, regelmäßig beim Facharzt vorstellig werden. Wer über 40 Jahre alt oder weitsichtig ist, sollte bei der augenärztlichen Vorsorge zusätzlich den Kammerwinkel beurteilen lassen; ein erkannter enger Kammerwinkel lässt sich durch eine vorbeugende Laser-Iridotomie entschärfen, bevor es überhaupt zu einem Anfall kommt.
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass bestimmte Medikamente bei engem Kammerwinkel einen Glaukomanfall auslösen können. Dazu gehören pupillenerweiternde Augentropfen, wie sie zur Untersuchung des Augenhintergrundes verwendet werden, aber auch manche Antidepressiva, Antihistaminika und Mittel gegen Reisekrankheit. Findet sich im Beipackzettel eine Warnung vor dem „Engwinkelglaukom“, sollte vor der Einnahme mit dem Augenarzt gesprochen werden.
Nachsorge
Ein Engwinkelglaukom sollte immer zuerst von einem Arzt behandelt werden. Dabei sind die Möglichkeiten zur Nachsorge in den meisten Fällen stark eingeschränkt, sodass der Betroffene in erster Linie auf die ärztliche Behandlung der Erkrankung angewiesen ist, um weitere Komplikationen und Beschwerden zu verhindern. Je früher die Krankheit dabei erkannt wird, desto besser ist in der Regel der weitere Verlauf dieser Erkrankung.
In den meisten Fällen kann das Engwinkelglaukom mit Hilfe von Augentropfen oder durch andere Medikamente relativ gut behandelt werden. Besondere Komplikationen treten dabei nicht auf, wobei der Betroffene jedoch auf die richtige Dosierung achten sollte.
Weiterhin sind nicht selten operative Eingriffe notwendig, um die Beschwerden dauerhaft zu lindern. Dabei sollte sich der Patient nach einem solchen Eingriff auf jeden Fall ausruhen und den gesamten Körper schonen, wobei vor allem die Augen geschont werden sollten. Auch nach einem erfolgreichen Eingriff sind regelmäßige Untersuchungen sehr sinnvoll. In den meisten Fällen verringert sich die Lebenserwartung des Betroffenen durch diese Erkrankung nicht.
Das können Sie selbst tun
Eine selbstständige Behandlung dieser Erkrankung ist nicht möglich. Daher sollte jeder Patient regelmäßig alle vorgeschlagenen Untersuchungen wahrnehmen. So kann ein Fortschreiten der Krankheit sofort festgestellt werden.
Bei wem das Engwinkelglaukom frühzeitig festgestellt wurde, sollte unbedingt die verordneten Augentropfen regelmäßig und im exakten Zeitabstand anwenden. Darüber hinaus sollte jeder Betroffene auf eine gesunde Lebensweise achten. Das schließt ein, sich regelmäßig zu bewegen, eine gute Augenpflege zu betreiben und auf eine gesunde Ernährung zu achten.
Dem entsprechend sollte Nikotin bzw. ein übermäßiger Alkoholgenuss vermieden werden, da diese den Organismus unnötig vergiften. Stattdessen sollte auf eine abwechslungsreiche pflanzliche Kost geachtet werden. Dazu gehören Obst, Gemüse und Keimlinge. Ein Einfluss von Heilfasten auf den Augeninnendruck ist dagegen nicht belegt. Weiterhin sollte versucht werden, Stresssituationen auf ein Minimum zu reduzieren.
Außerdem muss auf die Belastung der Augen geachtet und diese - wenn möglich - reduziert werden. Es kann gezieltes Augentraining durchgeführt werden. Das sorgt für Linderung und verbessert das seelische Befinden der Betroffenen. Auf den Augeninnendruck und den Verlauf des Glaukoms hat ein solches Training allerdings keinen Einfluss; die verordneten Augentropfen ersetzt es nicht. Hierzu eine Übung: der Arm wird mit Daumen nach oben ausgestreckt, während der Arm in verschiedene Richtungen bewegt wird, den Daumen beobachten, dabei wird jedoch der Kopf nicht mitgedreht. Als Betroffener kann somit jeder Verschiedenstes tun, um trotz Erkrankung ein erfülltes und ausgefülltes Leben führen zu können!
Quellen
- Grehn, F.: Augenheilkunde.
ISBN: 9783662591536
- Salmon, J. F., Wolf, A. (Hrsg.): Kanskis Klinische Ophthalmologie.
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- Walter, P., Plange, N.: Basiswissen Augenheilkunde.
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- Lang, G. K., Lang, S. J., Lang, G. E., et al.: Augenheilkunde.
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- Liegl, R., Oeverhaus, M., Priglinger, S., Prokosch, V.: Augenheilkunde Fragen und Antworten.
ISBN: 9783662642665
