Polymyalgia rheumatica

Bei der Polymyalgia rheumatica (PMR), oder kurz Polymyalgie, handelt es sich um eine rheumatische Entzündungskrankheit, die von heftigen Schmerzen in Nacken und Schultern sowie in Oberschenkeln und im Beckenbereich begleitet ist. Vorwiegend ältere Menschen erkranken an der Polymyalgia rheumatica.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Polymyalgia rheumatica?

Die Muskelschmerzen bei der Polymyalgia rheumatica treten vor allem morgens und schubweise auf. Die Beweglichkeit des Körpers kann schmerzbedingt massiv eingeschränkt sein. Ähnlich einem grippalen Infekt klagen die Erkrankten über ein schlechtes Allgemeinbefinden.

In einigen Fällen entzünden sich bei Polymyalgia rheumatica zusätzlich auch große Blutgefäße insbesondere des Kopfes, wie z. B. die Schläfenarterie. Bei nicht rechtzeitiger Behandlung kann es zu einem Verschluss der entzündeten Adern kommen. Ist die Blutversorgung des Auges betroffen, erblindet der Erkrankte. Im Gegensatz zu anderen Muskelerkrankungen schränkt die Polymyalgia rheumatica die Kraft der Muskeln dagegen nicht ein.

Jährlich erkranken in Deutschland bis zu 40.000 Menschen neu an der Polymyalgia rheumatica, darunter 80 % Frauen. Menschen unter 50 Jahren sind seltener, über 60-Jährige besonders stark betroffen.

Ursachen

Die Ursachen der Polymyalgia rheumatica sind noch weitgehend ungeklärt. Allerdings wird offenbar wie auch bei anderen Rheumaerkrankungen das Immunsystem fehlgeleitet.

Wahrscheinlich führen altersbedingt auftretende Fehlfunktionen der körpereigenen Immunzellen dazu, dass sogenannte Zytokine (aus bestimmten Eiweißen bestehende Botenstoffe) produziert werden, die sich gegen den eigenen Körper richten und auf diese Weise Entzündungen ausgelöst werden. Bei der Polymyalgia rheumatica handelt es sich daher um eine sog. Autoimmunerkrankung.

Auch die zusätzliche Entzündung von Blutgefäßen, die Vaskulitis genannt wird, ist unter Umständen auf ein nicht mehr ordnungsgemäß funktionierendes Immunsystem zurückzuführen, welches irrtümlich Zellen des eigenen Körpers angreift. Die Entzündung von Blutgefässen am Kopf trägt den Namen Arteriitis cranialis, die bei der Hälfte der Polymyalgia rheumatica-Erkrankten ebenfalls auftritt.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Das Leitsymptom der Autoimmunerkrankung Polymyalgia rheumatica sind Schmerzen in der Muskulatur der Extremitäten. Dabei treten diese Schmerzen stets symmetrisch auf, sodass immer beide Seiten betroffen sind. Bevorzugt zeigt sich die Schmerzsymptomatik bei Patienten mit Polymyalgia rheumatica im Bereich der Hüftmuskulatur, der Schulter- und der Nackenmuskulatur. Charakteristischerweise sind die Muskelschmerzen in der Nacht deutlich stärker als am Tag.

Häufig berichten Patienten ferner über eine plötzlich einsetzende, deutlich spürbare Morgensteifigkeit. Die schmerzhafte Steifigkeit der Muskulatur im Beckengürtelbereich und/oder im Schulterbereich kann bis zur kompletten Bewegungsunfähigkeit führen. Einige Menschen mit Polymyalgia rheumatica klagen zudem über ein allgemeines Krankheitsgefühl wie es beispielsweise auch bei einer Grippe oder einer Erkältung auftreten kann.

Bei einem Teil der Patienten entwickelt sich im Krankheitsverlauf eine Anämie (Blutarmut). Diese geht mit Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche oder Infektanfälligkeit einher. Anämische Patienten sind ferner auffallend blass, auch die Lederhäute des Auges (Skleren) sind blass.

Zu den selteneren Beschwerden gehören Nachtschweiß, Appetitverlust und depressive Verstimmungen. Bei einem Fünftel der Betroffenen kommt es zudem zu einer Synovitis. Diese Entzündung der Gelenkschleimhäute (Membrana synovialis) tritt ebenfalls symmetrisch auf und geht mit Gelenkschmerzen und Bewegungseinschränkungen einher.

Diagnose & Verlauf

Der behandelnde Arzt wird seiner Polymyalgia rheumatica-Diagnose eine körperliche Untersuchung des Patienten, die Krankengeschichte sowie die Ergebnisse der Laboruntersuchung zugrunde legen.

Als Symptome der Polymyalgia rheumatica können neben Nacken-, Schulter-, Oberarm- und Beckenschmerzen auch Gewichtsverlust, Schweißausbrüche, Gelenkschmerzen sowie Depressionen auftreten. Klagt ein Polymyalgia rheumatica-Patient über ein gestörtes Sehvermögen oder Kopfschmerzen, deutet dies möglicherweise bereits auf eine Entzündung von Blutgefäßen am Kopf hin.

Die Symptome der Polymyalgia rheumatica sind allerdings sehr veränderlich. Die Beschwerden der Krankheit können auch bereits längere Zeit vorhanden sein, bevor sie von Laboruntersuchungen bestätigt werden. Blutuntersuchungen zeigen bei Polymyalgia rheumatica die Anzeichen einer deutlichen entzündlichen Veränderung wie z. B. eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit.

Dagegen ist das bei anderen Muskelerkrankungen verstärkt zu messende Muskelenzym CK, das eine Zerstörung von Muskelgewebe anzeigt, bei Polymyalgia rheumatica nicht auffällig.

Ein deutliches Indiz für eine vorliegende Polymyalgia rheumatica ist die Krankheitssymptome durch die Verabreichung von Cortison kurzfristig zu beseitigen. Wird dies aber nicht erreicht, erfolgen weitere Untersuchungen zur Differantialdiagnostik mit vergleichbaren Symptomen (u. a. Tumorkrankheiten). Bei Verdacht auf eine durch Polymyalgia rheumatica ausgelöste Gefäßentzündung, kann ein Stück der Schläfenarterie entfernt und auf Entzündlichkeit untersucht werden.

Komplikationen

In erster Linie leiden die Betroffenen aufgrund der Polymyalgia rheumatica an sehr starken Schmerzen. Diese Schmerzen treten vor allem im Bereich der Schultern und der Nacken auf und verringern die Lebensqualität damit enorm. Ebenso kommt es zu Schmerzen im Bereich des Beckens und weiterhin auch in den Oberschenkeln. Auch die Muskeln können dabei schmerzen, sodass verschiedene Bewegungen oder sportliche Betätigungen in der Regel nicht mehr ohne Weiteres durchgeführt werden können.

Die Muskeln verkrampfen nicht selten und es kommt zu einer dauerhaften Müdigkeit und Abgeschlagenheit beim Patienten. Die meisten Betroffenen leiden dabei auch an Depressionen und - damit verbunden - an einem Gewichtsverlust. Der Gewichtsverlust wirkt sich sehr negativ auf die allgemeine Gesundheit des Patienten aus und kann zu Mangelerscheinungen oder zu psychischen Verstimmungen führen.

Auch Schweißausbrüche treten als Begleiterscheinung der Polymyalgia rheumatica auf. Die Betroffenen können an Kopfschmerzen und auch an Einschränkungen des Sehvermögens leiden. Die Behandlung der Polymyalgia rheumatica erfolgt mit Hilfe von Medikamenten. Dabei kommt es meistens nicht zu besonderen Komplikationen. Ebenso wirkt sich auch eine gesunde Lebensweise positiv auf diese Erkrankung aus.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Polymyalgia rheumatica sollte immer von einem Arzt behandelt werden. Es kommt bei dieser Krankheit nicht zu einer Selbstheilung und in den meisten Fällen auch zu einer Verschlechterung der Beschwerden, falls keine Behandlung eingeleitet wird. Eine frühzeitige Behandlung und Diagnose wirken sich immer positiv auf den Verlauf der Erkrankung aus. Ein Arzt ist bei der Polymyalgia rheumatica dann aufzusuchen, wenn der Betroffene an starken Schmerzen in den Muskeln leidet. Die Schmerzen können an unterschiedlichen Muskeln auftreten, sind allerdings nicht mit einer bestimmten Tätigkeit verbunden. Sie können auch nachts auftreten. In einigen Fällen kann auch eine Konzentrationsschwäche oder eine sehr starke Müdigkeit auf die Erkrankung hindeuten. Ebenfalls leiden die Patienten häufig an Depressionen oder an anderen psychischen Verstimmungen, die ebenso auf die Polymyalgia rheumatica hindeuten können.

Die Erkrankung kann durch einen Orthopäden oder durch einen Allgemeinarzt behandelt werden. Eine vollständige Heilung ist jedoch nicht immer möglich. Die Lebenserwartung des Betroffenen wird in der Regel nicht negativ beeinflusst.

Behandlung & Therapie

Mit der Verabreichung Kortison-haltiger Medikamente lassen sich die vom Körper nicht mehr kontrollierbaren Entzündungen effektiv und mit kurzfristig positiver Wirkung behandeln.

Das Kortison wird als Tablette eingenommen oder injiziert. In der Regel beginnt die täglich vorzunehmende Kortison-Behandlung mit einer hohen Dosis, die dann über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten allmählich verringert wird. Die erreichte niedrige Dosierung wird dann für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren beibehalten. Die einzunehmende Dosis bestimmt sich nach der Schwere der Krankheitssymptome und danach, ob bereits Blutgefäße entzündet sind.

Auf keinen Fall darf eine begonnene Kortison-Behandlung der Polymyalgia rheumatica abrupt unterbrochen werden, da dann Schlaganfall-auslösende Gefäßverengungen auftreten können. Ziel ist es, dass der Patient nicht mehr Kortison aufnimmt, als er unbedingt zur Erreichung von Schmerzfreiheit benötigt.

Als Nebenwirkungen können eine Gewichtszunahme und Knochenschwund (Osteoporose) auftreten. Wird eine Kortison-Behandlung bei Polymyalgia rheumatica nicht rechtzeitig vorgenommen, können die Patienten z. B. erblinden oder einen Schlaganfall erleiden.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Es gibt keine vorbeugenden Maßnahmen gegen die Polymyalgia rheumatica. Wichtig ist aber, Folgeschädigungen durch eine rechtzeitige Kortison-Therapie zu vermeiden. Nebenwirkungen lassen sich angesichts der bei der Therapie eingesetzten, erheblichen Kortison-Mengen nicht vollständig ausschließen. Zur Verhütung von Osteoporose eignet sich die Einnahme von Vitamin D und Kalzium.

Werden im Einzelfall besonders große Kortison-Dosen zur Herstellung von Schmerzfreiheit benötigt, können zusätzlich zur Unterdrückung des Immunsystems geeignete Präparate ergänzend verabreicht werden, um die sonst zur Behandlung der Polymyalgia rheumatica erforderliche Kortison-Menge zu verringern.

Das können Sie selbst tun

Die Möglichkeiten zur Selbsthilfe sind bei der Polymyalgia rheumatica relativ stark eingeschränkt. Die Beschwerden können durch die Einnahme von Kortison gelindert werden, wobei die Betroffenen auf eine lebenslange Therapie angewiesen sind. Ebenso müssen die Blutgefäße auf Entzündungen überprüft werden, um einen Schlaganfall zu vermeiden.

Da die Einnahme dieser Medikamente häufig mit einer Gewichtszunahme zusammenhängt, ist der Betroffene auf eine gesunde Ernährung und auf eine aktive Lebensweise angewiesen. Dabei wirken sich Kalzium und Vitamin D sehr positiv auf die Beschwerden der Erkrankung aus. Eine direkte Vorbeugung der Polymyalgia rheumatica ist in der Regel nicht möglich.

Weiterhin kann auch der Kontakt zu anderen Patienten der Polymyalgia rheumatica sinnvoll sein, da es dabei zu einem Austausch an Informationen kommt, sodass gewisse Lebensbereiche einfacher werden können. Dieser Austausch kann auch psychische Beschwerden lindern. Im Falle von psychischen Verstimmungen oder bei Depressionen eigenen sich auch Gespräche mit engen Freunden und mit der Familie. Da die Erkrankung nicht selten zu einer sehr blassen Haut führt, sollte der Betroffene übermäßiges Sonnenbaden vermeiden, um die Haut nicht zu beschädigen.

Quellen

  • Arasteh, K., et. al.: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • Braun, J., Dormann, A .J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer, München 2013
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 29. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Polymyalgia rheumatica?

Name oder Pseudonym:

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten (Datenschutzerklärung) durch diese Website einverstanden.

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

christel kommentierte am 21.03.2015

Ich habe unerträgliche Schmerzen am gesamten Körper, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Frösteln, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Depressionen. Die Liste kann man beliebig verlängern. Es bleibt keine Lebensqualität mehr.

B.D. kommentierte am 10.11.2015

PMR hat aus mir innerhalb von fünf Monaten einen depressiven, mobilitätseingeschränkten Frühgreis gemacht. Zuvor war ich ein sportlicher Endsechsiger (68).
Ich frage mich, warum die Medizin nicht intensiver Ursachen erforscht und wirksamere Therapien entwickelt?
Angesichts der demographischen Entwicklung wäre das doch eine (auch lohnende) Aufgabe.

Helena kommentierte am 07.12.2015

Ich habe seit sechs Wochen Polymyalgia Rheumatica. Meine Lebensqualität ist gleich null. Physisch und psychisch bin ich am Ende. Ich nehme derzeit jeden Morgen 12,5 Prednisolon, anschließend ist mir übel und ich quäle mich zum Frühstück.
Würde gerne auch die Meinung anderer Erkrankter hören, wie das weitergeht?

Hella kommentierte am 29.12.2015

Ich nehme derzeit 7,5 Prednisolon ein. PMR seit Oktober. Wurde sehr schnell diagnostiziert. Schmerzen habe ich keine. Mein Kniegelenk ist entzündet, was das Gehen erschwert. Wie kann ich jetzt weiter reduzieren? Wenn die Entzündungswerte niedrig sind? Mein Arzt sieht das locker. Er empfiehlt, dass ich alle zwei Wochen runtergehen soll, falls ich Schmerzen bekomme. Dann soll ich mal für zwei Tage 25mg oder 50mg nehmen, dann wieder die letzte Dosis. Hat jemand Erfahrung damit? Ich hab auch immer wieder einmal Stiche auf der Kopfhaut. Ist dies eine Nebenwirkung des Cortisons?

Hella kommentierte am 06.01.2016

Ich habe Angst davor, dass bei einer Reduzierung des Cortisons alles von vorne anfängt. Ich nehme auch noch Statine ein, die ich plötzlich nicht vertrage, d.h. ich habe schreckliches Kribbeln am Morgen in allen Gliedmaßen. Ich habe zwei Tage nichts eingenommen und es wird besser. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?

Schatzi kommentierte am 22.05.2016

Das Problem an der PMR ist lediglich, dass es viel zu wenig Rheumatologen gibt und viele Ärzte einfach nicht zuhören und zu schnell urteilen. Ich habe über sechs Monate unerträgliche Schmerzen gehabt und konnte mich kaum noch allein anziehen, keine Treppen mehr gehen und kaum von einem Stuhl aufstehen. Ich war bei drei Orthopäden, die alle unterschiedliche Diagnosen stellten, nach ungefähr zwei Minuten Gespräch. Dann endlich fand ich einen Arzt, der zuhörte und genau hin sah. Jetzt geht es mir langsam besser und ich lasse mich gerne auf das Prednisolon ein. Im Moment nehme ich schon nur noch 12,5 mg und hoffe noch weiter reduzieren zu können, aber das klärt sich erst nach der nächsten Kontrolle.

Bahni kommentierte am 02.07.2016

Ich bin 46 Jahre alt und fünf Jahre lief ich sehr verzweifelt von Arzt zu Arzt und wurde als Simulantin abgestempelt. Durch die Krankheit verlor ich meinen Lebenspartner, meine Lebensqualität. Meine Schläfenarterie entzündet sich oft, mein linkes Auge hat sich um 70 Prozent innerhalb eines Jahres verschechtert, viele Organe entzünden sich. Ständig muss ich ins Krankenhaus. Dank des Cortisons habe ich die Morgensteifigkeit nicht mehr. Ab und zu bekomme ich am ganzen Körper schubweise Muskelschmerzen, die halten meist drei Tage an. Diese Krankheit kann sehr zermürbend sein.

Esther kommentierte am 03.04.2017

Ich habe seit dreieinhalb Jahren Polymyalgia und Riesenzellarteriitis. Mit 40mg Spiricort habe ich angefangen. Die Kopfschmerzen sind unerträglich, aber dank Kortison keine Schmerzen mehr. Ich konnte bis auf 7,5mg ausschleichen, einige Zeit später ging das Ganze wieder von neuem los. Zurzeit bin ich auf 15mg täglich. Habe auch über ein Jahr Methotrexat Spritzen bekommen, wobei es mir nicht sehr gut ging, es war mir immer übel, musste mehrere Medikamente einnehmen wie Folsäure, Blutverdünner und Bluthochdrucktabletten. Einmal in der Woche nehme ich noch zusätzlich Alendronat gegen Osteoporose. Ich hoffe nun, dass es bald einmal vorbei ist. Durch die Kortisonbehandlung habe ich fast zehn Kilo zugenommen, aber seit ich fast täglich Sport treibe, konnte ich das Gewicht wieder etwas reduzieren und halten. Ich ernähre mich soweit ich kann gesund. Esse viele Lebensmittel, welche die Entzündungen im Körper nehmen sollen: Heidelbeeren, Hagebuttenpulver in Joghurt, zusätzlich von meinem Apotheker eine Spagyrik Phylak Kur mit täglich drei Sprühstöße in den Mund. De Spagyrik ist ein ganzheitliches Naturheilverfahren, welches über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Bis jetzt kann ich damit beschwerdefrei leben.

pumuckl123 kommentierte am 21.06.2017

Können mit den üblichen Symptomen von Polymyalgia Rheumatica auch solche wie Stürze aufgrund von Muskelschwäche, Fußhebe-störungen einhergehen oder müssen diese eher anderen Erkrankungen als Begleiterscheinungen zugeschrieben werden?