Sterilisation (Empfängnisverhütung)

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 5. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Es existieren viele Möglichkeiten, einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen. Allerdings sind nicht alle denkbaren Varianten gleich wirksam bzw. gleich ungefährlich. Eine Form der Empfängnisverhütung stellt die Sterilisation dar.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Sterilisation?

Sterilisation (Empfängnisverhütung)
Eine sinnvolle Methode, sicher und dauerhaft einer Schwangerschaft vorzubeugen, ist die Sterilisation, die sowohl für den Mann als auch für die Frau in Betracht kommt. Abbildung Sterilisation beim Mann.

Eine sinnvolle Methode, sicher und dauerhaft einer Schwangerschaft vorzubeugen, ist die Sterilisation, die sowohl für den Mann als auch für die Frau in Betracht kommt.

Unterschieden wird die Sterilisation vor allem durch Zerschneiden der Samen- bzw. Eileiter sowie das Abklemmen der Leiter. Beide Varianten sind auf Dauer angelegt; auch nach dem Abklemmen lässt sich die Fruchtbarkeit nicht verlässlich wiederherstellen.

Es gibt diverse Gründe, weshalb sich Einzelne zu einer Sterilisation entschließen, um keinen Nachwuchs zu bekommen. Dies können einerseits vererbbare Krankheiten oder aber beispielsweise auch nur der fehlende Wunsch nach Kindern sein.

Geschichte & Entwicklung

Die Sterilisation als Methode zur Empfängnisverhütung hat eine lange und komplexe Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Die ersten dokumentierten Vasektomien, also Sterilisationen des Mannes, wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt, allerdings zunächst aus medizinischen Gründen zur Behandlung von Prostatavergrößerungen und nicht zur Empfängnisverhütung. Die Vasektomie gewann ab den 1920er Jahren an Popularität, insbesondere in den USA, wo sie im Rahmen eugenischer Programme eingesetzt wurde.

Parallel dazu wurde auch die weibliche Sterilisation erforscht. Die erste dokumentierte Tubenligatur, bei der die Eileiter abgebunden oder durchtrennt werden, erfolgte 1880 in den USA. Ab den 1930er Jahren wurde diese Methode in vielen Ländern zunehmend verbreitet, oft in Verbindung mit eugenischen Maßnahmen. In den 1960er und 1970er Jahren stieg das Interesse an der Sterilisation weltweit, insbesondere mit der Einführung der Laparoskopie, einer minimal-invasiven Operationstechnik, über die auch die Eileiter erreicht werden können.

Die Entwicklung der Sterilisationstechniken verlief in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedlich. Während sie in Industrieländern hauptsächlich als freiwillige Methode der Familienplanung anerkannt wurde, war sie in Entwicklungsländern oft mit Zwang und Menschenrechtsverletzungen verbunden. Ab den 1980er Jahren geriet diese Praxis vermehrt in die Kritik, was zu strengeren ethischen Richtlinien führte.

Einsatz & Indikation

Eine Sterilisation zur Empfängnisverhütung wird in der Regel bei Personen durchgeführt, die eine dauerhafte Verhütungsmethode wünschen und sicher sind, dass sie keine (weiteren) Kinder bekommen möchten. Diese Entscheidung kann aus verschiedenen Gründen getroffen werden, beispielsweise nach Abschluss der Familienplanung, aus medizinischen Gründen oder aufgrund des Wunsches nach einer sicheren und langfristigen Verhütungsmethode.

Bei Männern wird die Sterilisation durch eine Vasektomie durchgeführt, bei der die Samenleiter durchtrennt werden, um den Transport der Spermien zu verhindern. Bei Frauen erfolgt die Sterilisation häufig durch eine Tubenligatur, bei der die Eileiter durchtrennt oder blockiert werden, um eine Befruchtung der Eizelle zu verhindern.

Eine Sterilisation kann auch notwendig werden, wenn andere Verhütungsmethoden aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet sind oder bei bestimmten Erkrankungen, bei denen eine Schwangerschaft mit erheblichen Risiken verbunden wäre. Zum Beispiel kann eine Sterilisation empfohlen werden, wenn wiederholte Schwangerschaften das Leben oder die Gesundheit der Frau gefährden würden. Ebenso kann sie in Fällen von genetischen Erkrankungen in Erwägung gezogen werden, bei denen das Risiko besteht, dass diese an Nachkommen weitergegeben werden.

Die Entscheidung zur Sterilisation sollte sorgfältig abgewogen und nach umfassender Beratung getroffen werden, da die Methode in der Regel als irreversibel gilt.

Weil die Entscheidung auf Dauer angelegt ist, gehört zu dieser Beratung auch ein Blick auf die Lebensumstände. Der Wunsch, den Eingriff rückgängig zu machen, tritt erfahrungsgemäß eher dann auf, wenn die Sterilisation in jungen Jahren, unmittelbar nach einer Geburt oder in einer belasteten Phase der Partnerschaft erfolgt ist. Aus diesem Grund wird üblicherweise dazu geraten, zwischen dem Aufklärungsgespräch und dem Eingriff Zeit verstreichen zu lassen und die Entscheidung noch einmal in Ruhe zu überdenken.

Für die Sterilisation gilt in Deutschland ein enger rechtlicher Rahmen. Bei Minderjährigen ist sie ausnahmslos ausgeschlossen: Nach § 1631c des Bürgerlichen Gesetzbuchs können weder die Eltern in eine Sterilisation des Kindes einwilligen noch das Kind selbst. Steht eine erwachsene Person unter rechtlicher Betreuung und ist sie nicht in der Lage, selbst einzuwilligen, ist eine Sterilisation nur unter sehr engen Voraussetzungen zulässig. § 1830 des Bürgerlichen Gesetzbuchs verlangt unter anderem, dass der Eingriff dem natürlichen Willen der betreuten Person entspricht, dass ihre Einwilligungsunfähigkeit auf Dauer besteht, dass ohne den Eingriff eine Schwangerschaft zu erwarten wäre und dass andere zumutbare Verhütungsmethoden nicht ausreichen. Zusätzlich muss das Betreuungsgericht die Einwilligung des Betreuers genehmigen, und zwischen der Genehmigung und dem Eingriff ist eine Wartefrist einzuhalten.

Die Kosten trägt bei einer Sterilisation zur Empfängnisverhütung in aller Regel die betroffene Person selbst. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nach § 24b des Fünften Sozialgesetzbuchs nur eine durch Krankheit erforderliche Sterilisation, also den medizinisch begründeten Eingriff. Wer sich aus Gründen der Familienplanung sterilisieren lässt, zahlt den Eingriff, die Betäubung und die Nachkontrollen daher privat; die Beträge fallen beim Mann deutlich niedriger aus als bei der aufwendigeren Operation der Frau. Ein Kostenvoranschlag vor dem Eingriff schafft hier Klarheit.

Vorteile & Nutzen

Die Sterilisation zur Empfängnisverhütung bietet mehrere Vorteile gegenüber anderen Methoden der Geburtenkontrolle. Einer der größten Vorteile ist die Dauerhaftigkeit. Einmal durchgeführt, bietet die Sterilisation einen lebenslangen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft, ohne dass regelmäßige Eingriffe oder die Einnahme von Medikamenten erforderlich sind. Dies kann besonders attraktiv für Menschen sein, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben oder keine Kinder wollen.

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Zuverlässigkeit. Die Sterilisation zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden mit einer sehr geringen Versagerquote im Vergleich zu anderen Methoden wie hormonellen Verhütungsmitteln oder Barrieremethoden. Es besteht kein Risiko von Benutzerfehlern, wie es beispielsweise bei der Pille oder Kondomen der Fall sein kann.

Zudem entfällt der Einfluss von Hormonen auf den Körper, was besonders für Frauen von Vorteil sein kann, die hormonelle Nebenwirkungen vermeiden möchten. Die Sterilisation beeinflusst den natürlichen Hormonhaushalt nicht und hat nur selten langfristige gesundheitliche Folgen.

Schließlich bietet die Sterilisation auch den Vorteil, dass sie nach der Durchführung keine weiteren Kosten verursacht. Im Gegensatz zu Methoden wie der Pille oder Injektionen, die regelmäßige Ausgaben erfordern, ist die Sterilisation eine einmalige Investition. Dies kann langfristig zu Kosteneinsparungen führen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ziel der Sterilisation ist die Unfruchtbarmachung, wobei sie nicht nur beim Mann, sondern auch bei Frauen zur Anwendung kommen kann. In beiden Fällen wird zwar bezweckt und erreicht, dass der Betroffene keine Kinder mehr zeugen bzw. mehr empfangen kann.

Nichtsdestotrotz bleiben alle anderen Funktionen des Organismus dieselben; insbesondere führt eine Sterilisation zu keinen Einschränkungen der Libido. Die Sterilisation zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden. Der Pearl Index liegt bei der Sterilisation von Männern bei 0,1, bei Frauen zwischen 0,1 und 0,3. Mit dem Pearl Index wird angegeben, wie viele von 100 Frauen innerhalb eines Jahres trotz des zu beurteilenden Verhütungsmittels schwanger geworden sind.

Je geringer der Pearl Index, desto sicherer die Methode. Nicht zuletzt wegen der Sicherheit der Methode sowie der weitgehenden Nebenwirkungsfreiheit wird die Sterilisation von Ärzten häufig empfohlen. Allein in Deutschland sind zwei Prozent aller Männer im zeugungsfähigen Alter sterilisiert, während die Quote der Sterilisationen bei fortpflanzungsfähigen Frauen sogar bei acht Prozent liegt.

Der Verlauf der Sterilisation bei männlichen Patienten weicht selbstredend von dem der weiblichen Patienten ab. Bei Männern ist eine Narkose grundsätzlich nicht erforderlich; diese kommt vielmehr nur auf ausdrücklichen Wunsch des Patienten zur Anwendung. Anschließend werden über eine minimale Öffnung am Hodensack die notwendigen Instrumente eingeführt.

Dort werden die Samenleiter entweder dauerhaft durchtrennt oder mit einer "Klammer" abgeklemmt. Der Vorteil der Klammer ist, dass die Aussichten auf eine spätere Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit etwas besser stehen. Ein verlässliches Rückgängigmachen ist aber auch damit nicht verbunden: Eine Refertilisierung durch Wiederanschluss der Samenleiter ist zwar ebenso nach dem Durchtrennen möglich, sie führt jedoch nicht bei jedem Betroffenen wieder zur Zeugungsfähigkeit.

Zwischen der wiederhergestellten Durchgängigkeit der Samenleiter und einer tatsächlich eintretenden Schwangerschaft ist dabei zu unterscheiden: Die Durchgängigkeit lässt sich häufiger wiederherstellen als die Zeugungsfähigkeit, und die Aussichten werden umso schlechter, je länger die Sterilisation zurückliegt. Der Wiederanschluss ist zudem ein mikrochirurgisch erheblich aufwendigerer Eingriff als die Sterilisation selbst und wird von der gesetzlichen Krankenversicherung in aller Regel nicht bezahlt.

Die Folge beider Varianten ist aber dieselbe: Dadurch, dass die Samenleiter abgeklemmt bzw. durchtrennt sind, können keine Samen mehr in das Ejakulat gelangen. Das heißt, durch sein spermienloses Ejakulat kann der Mann beim Geschlechtsakt keine Kinder mehr zeugen.

Um dies zweifelsfrei zu gewährleisten, wird der Patient etwa drei Monate nach dem Eingriff gebeten, zwecks einer Kontrolluntersuchung Ejakulatproben beim behandelnden Arzt abzugeben, um festzustellen, ob die Unterbindung der Samenleiter auch wirklich geglückt ist.

Bis dieses Ergebnis vorliegt, gilt der Mann nicht als unfruchtbar. Jenseits der Unterbrechungsstelle können sich noch Spermien in den Samenwegen befinden, die dort schon vor dem Eingriff lagen und erst nach und nach ausgeschwemmt werden. Bis zur bestätigten Spermienfreiheit muss deshalb weiter verhütet werden; dieser Punkt wird im Aufklärungsgespräch regelmäßig eigens angesprochen. Untersucht wird die Probe im Rahmen eines Spermiogramms. Bleiben Spermien nachweisbar, wird die Kontrolle wiederholt. Darin liegt ein Unterschied zur Sterilisation der Frau: Der Verschluss der Eileiter wirkt unmittelbar, eine vergleichbare Übergangszeit gibt es dort nicht.

Bei Frauen erfolgt die Sterilisation in der Regel unter Vollnarkose. Danach werden über eine Öffnung in der Bauchdecke der Patientin die Instrumente eingeführt, um so die Eileiter zu erreichen. Dort angekommen stehen drei Möglichkeiten zur Wahl: Der Arzt klemmt die Eileiter ab, verödet sie oder entfernt sie vollständig. Bezweckt wird dasselbe wie bei der männlichen Sterilisation: Dadurch, dass die Leiter unterbrochen werden, können die Eizellen nicht mehr in Richtung Gebärmutter wandern und im Eileiter auch nicht mehr von Spermien erreicht werden.


Durchführung & Ablauf

Die Sterilisation zur Empfängnisverhütung unterscheidet sich bei Männern und Frauen in der Durchführung.

Bei Männern erfolgt die Sterilisation durch eine Vasektomie. Dabei wird unter örtlicher Betäubung ein kleiner Schnitt im Hodensack gemacht, um Zugang zu den Samenleitern zu erhalten. Diese werden dann durchtrennt und die Enden entweder verödet, verknotet oder abgebunden, um den Transport der Spermien zu verhindern. Der Eingriff dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten und wird meist ambulant durchgeführt.

Nach der Operation können leichte Schmerzen oder Schwellungen auftreten, die jedoch in der Regel schnell abklingen. Es wird empfohlen, nach etwa drei Monaten eine Spermaprobe untersuchen zu lassen, um sicherzustellen, dass keine Spermien mehr im Ejakulat vorhanden sind.

Bei Frauen wird die Sterilisation üblicherweise durch eine Tubenligatur durchgeführt. Hierbei werden die Eileiter durchtrennt, abgebunden oder blockiert, um zu verhindern, dass die Eizelle auf ihrem Weg zur Gebärmutter von Spermien erreicht wird. Dieser Eingriff erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und kann entweder durch einen Bauchschnitt (Laparotomie) oder minimal-invasiv mittels Laparoskopie durchgeführt werden.

Die Laparoskopie ist die häufigere Methode und erfordert nur kleine Schnitte, durch die ein spezielles Instrument mit Kamera eingeführt wird. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten, und die Patientin kann meist noch am selben Tag oder am Folgetag nach Hause gehen.

Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Sterilisation ist gleich in zweierlei Hinsicht sicher: sowohl bezüglich ihres wirksamen Schutzes vor einer ungewünschten Schwangerschaft als auch hinsichtlich ihrer eventuellen Nebenwirkungen. Schwerwiegende Folgen sind nämlich selten. Wie bei jedem operativen Eingriff kann es aber zu Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen; beim Mann bleiben in seltenen Fällen anhaltende Schmerzen im Hodenbereich zurück. Versagt eine Sterilisation der Frau doch einmal, ist das Risiko einer Eileiterschwangerschaft erhöht.

Für anhaltende Beschwerden im Hodenbereich nach einer Vasektomie hat sich die Bezeichnung Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom eingebürgert. Wie häufig es auftritt, wird in der Fachliteratur sehr unterschiedlich angegeben, weil die Erhebungen von unterschiedlichen Definitionen ausgehen; die beschriebenen Verläufe reichen von einer dumpfen Berührungsempfindlichkeit bis zu dauerhaften Schmerzen, die eine eigene Behandlung erfordern.

Bei der männlichen Sterilisation können allenfalls geringe Schmerzen bei Abklemmen bzw. Durchschneiden der Samenleiter entstehen, die sich laut Aussagen von Betroffenen im Rahmen halten sollen. Weibliche Patienten spüren wegen der üblichen Vollnarkose während des Eingriffs nichts. Ferner hat der Eingriff, sowohl bei der Frau als auch beim Mann, in aller Regel keine Auswirkungen auf das Sexualleben.

Beispielsweise ist es dem Ejakulat des Mannes mit bloßem Auge nicht anzumerken, dass es keine Spermien enthält. Insbesondere wirkt eine Sterilisation sich nicht auf die Libido aus. Auch bei Frauen ändert die Sterilisation nichts. Vielmehr bekommen sie weiterhin regelmäßig ihren Eisprung, sodass es insoweit zu keinen Folgeerscheinungen der Sterilisation kommen kann.

Alternativen

Es gibt eine Vielzahl von alternativen Verhütungsmethoden zur Sterilisation, die sich in ihrer Wirkweise, Anwendungsdauer und Zuverlässigkeit unterscheiden. Zu den gängigsten Alternativen gehören hormonelle Verhütungsmittel, intrauterine Systeme und Barrieremethoden.

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille, Hormonspiralen, Hormonpflaster oder Injektionen verhindern eine Schwangerschaft, indem sie den Eisprung unterdrücken, den Zervixschleim verdicken oder die Gebärmutterschleimhaut verändern, sodass eine Einnistung der Eizelle erschwert wird. Diese Methoden sind reversibel, sodass die Fruchtbarkeit nach Absetzen der Verhütungsmittel meist wiederhergestellt wird.

Intrauterine Systeme, wie die Kupferspirale oder die Hormonspirale, werden in die Gebärmutter eingesetzt und bieten langanhaltenden Schutz (bis zu fünf oder zehn Jahre) vor einer Schwangerschaft. Die Kupferspirale gibt Kupferionen ab, die spermienhemmend wirken, während die Hormonspirale zusätzlich kleine Mengen von Hormonen freisetzt.

Barrieremethoden, wie Kondome oder Diaphragmen, verhindern, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen. Diese Methoden sind sofort reversibel; einen zusätzlichen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bieten allerdings nur Kondome.

Für Frauen, die keine hormonellen Verhütungsmittel vertragen oder verwenden möchten, ist die symptothermale Methode eine natürliche Alternative. Dabei werden Körperzeichen wie die Basaltemperatur und der Zervixschleim beobachtet, um fruchtbare Tage zu bestimmen und Geschlechtsverkehr entsprechend zu planen oder zu vermeiden.

Zusätzlich gibt es Verhütungsimplantate, die unter die Haut eingesetzt werden und kontinuierlich Hormone freisetzen, sowie die Dreimonatsspritze, die hormonell wirkt und alle drei Monate erneuert werden muss. Diese Alternativen sind insbesondere geeignet, wenn eine dauerhafte Sterilisation nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

Quellen

  • Kiechle, M. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe.
    ISBN: 9783437424076
  • Weyerstahl, T., Stauber, M.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe.
    ISBN: 9783132411012
  • Janni, W., Hancke, K., Fehm, T., Scholz, C. (Hrsg.): Facharztwissen Gynäkologie.
    ISBN: 9783437239175
  • Nieschlag, E. (Hrsg.): Andrologie.
    ISBN: 9783662619001
  • Beier, K. M., Bosinski, H. A. G., Loewit, K.: Sexualmedizin.
    ISBN: 9783437180781

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