Laparotomie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Unter einer Laparotomie wird die chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle verstanden. Sie findet bei einem operativen Eingriff statt.
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Was ist die Laparotomie?
Als Laparotomie bezeichnet die Medizin das Eröffnen der menschlichen Bauchhöhle während eines chirurgischen Eingriffs. Die Laparotomie kann sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.
Durch das Ausführen einer Laparotomie erhält der Arzt Gelegenheit, sich Zugang zu verletzten oder erkrankten Organen, die in der Bauchhöhle liegen, zu verschaffen. Im Falle von unklaren Beschwerden verhilft die Laparotomie zum Einblick in deren Ursache. Ein solches Vorgehen trägt die Bezeichnung explorative Laparotomie. Weitere Formen dieses Eingriffs sind die paramediane Laparotomie, bei der seitlich der Mittellinie ein Schnitt in Längsrichtung durchgeführt wird, die mediane Laparotomie, bei der ein Schnitt an der Bauchmitte entlang erfolgt, sowie die quere Laparotomie, bei der der Schnitt im oberen oder mittleren Bauchbereich quer von der linken in die rechte Richtung verläuft.
Außerdem gibt es die subkostale Laparotomie (Rippenbogenrandschnitt) unterhalb des Rippenbogens, den Flankenschnitt, der in seitlicher Lage von der vorderen in die hintere Richtung verläuft, den Pfannenstielschnitt, der quer oberhalb des Schambeins verläuft, und den Wechselschnitt, der in der rechten Unterbauchregion diagonal stattfindet.
Die Art des Schnitts bestimmt letztlich der Chirurg, um den bestmöglichen Zugang zum Operationsbereich zu erhalten. Dabei spielt auch die Operationsverträglichkeit des Patienten eine wichtige Rolle. Zwar werden heute viele Eingriffe im Bauchraum minimal-invasiv vorgenommen, doch gibt es noch immer stichhaltige Gründe für die Durchführung einer Laparotomie.
Funktion, Wirkung & Ziele
Darüber hinaus gibt es medizinische Notfälle, die eine Laparotomie nötig machen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Einrisse der Bauchorgane, einen Darmverschluss, Aussackungen an den Blutgefäßen oder Blutungen handeln.
Ein diagnostisches Vorgehen stellt die explorative Laparotomie dar, die bei ungeklärten Beschwerden im Bauchraum stattfindet. Durch die Betrachtung der Bauchorgane versucht der Chirurg die Ursache der Erkrankung festzustellen. Sofern die Möglichkeit besteht, wird der Auslöser im Rahmen der Laparotomie behoben. In der Regel erfolgt eine explorative Laparotomie, wenn der Patient unter starken Schmerzen im Bauchraum leidet, die innerhalb von wenigen Stunden auftreten. Des Weiteren lassen sich Tumorerkrankungen durch die explorative Laparotomie gut beurteilen.
Vor der Durchführung einer Laparotomie bekommt der Patient eine Vollnarkose verabreicht. In den meisten Fällen wird der Betroffene auf dem Rücken platziert. Nur selten nimmt er eine seitliche Lage ein. Nächster Schritt ist die gründliche Desinfektion des Operationsbereiches. Dabei wird der Patient außerdem mit keimfreien Folientüchern abgedeckt, damit es nicht zu einer Infektion kommt. Mithilfe eines speziellen Stifts markiert der Operateur die Schnittführung, für die er sich im Vorfeld entschieden hat.
In den meisten Fällen findet eine mediane Laparotomie statt. Dieser mittige Schnitt erfolgt von der oberen in die untere Richtung und bietet den Vorteil, dass sich die Bauchorgane gut erreichen lassen. Daher eignet sich die mediane Laparotomie auch bei Beschwerden, die noch unklar sind. In der Bauchmitte befindet sich anstelle von Muskeln außerdem größtenteils Bindegewebe. Die Blutung verläuft dort nur leicht.
Mitunter können aber auch andere Schnitte erforderlich sein. Dazu gehört zum Beispiel der Rippenbogenrandschnitt, bei dem die Eröffnung des Bauches unter dem linken oder rechten Rippenbogen vorgenommen wird. Besonders geeignet ist der rechte Rippenbogenrandschnitt für Eingriffe an den Gallenwegen, der Gallenblase und der Leber, während der linke Schnitt für Operationen an der Bauchspeicheldrüse und der Milz dient.
Bei einer offenen Entfernung des Wurmfortsatzes des Blinddarms kommt der Wechselschnitt zur Anwendung. Dabei nimmt der Chirurg einen 3 bis 5 Zentimeter langen Schnitt im rechten Unterbauch vor, der bis an die Muskelhäute geht. Der quer verlaufende sowie der innere Muskel werden dann mit den Fingern auseinandergedrückt. Auf diese Weise verschafft sich der Operateur Zugang zum Operationsgebiet.
Bei gynäkologischen Eingriffen kommt der Pfannenstielschnitt zur Anwendung, während der Flankenschnitt einen Zugang zu den hinter dem Bauchfell gelegenen Organen wie den Nieren und der Bauchspeicheldrüse verschafft.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Weitere mögliche Nebenwirkungen der Laparotomie sind Entzündungen, Infektionen, Nervenverletzungen, das Ansammeln von Wundflüssigkeit und das Entstehen von Hämatomen (Blutergüsse). Des Weiteren können Wundheilungsstörungen, Hernien (Narbenbrüche), sowie überschießende Narben auftreten, die kosmetisch auffallen. Bei bestimmten Eingriffen besteht zudem die Möglichkeit, dass ein Bauchorgan verletzt wird.
Nach der Laparotomie kommt es in der Regel zu Wundschmerzen, weil dabei eine größere Wunde entsteht. Bemerkbar machen sich die Beschwerden in erster Linie bei Belastungen der Bauchdecke wie Lachen, Niesen, Husten, Strecken oder beim Aufstehen. Im Nahtbereich reagiert die Wunde außerdem sehr empfindlich auf Berührungen. Um einer Infektion entgegenzuwirken, muss äußere Nässe auf die Naht verhindert werden. So darf Duschen nur mit einem speziellen Wundpflaster erfolgen. Nach ungefähr zwei Wochen werden die Klammern oder Fäden der Naht vom Arzt entfernt.
Vorbereitung auf den Eingriff
Vor einer geplanten Laparotomie steht das Aufklärungsgespräch. Der Operateur erläutert darin, welcher Schnitt vorgesehen ist, welches Ziel der Eingriff verfolgt und welche Komplikationen auftreten können. Getrennt davon findet das Narkosegespräch statt, in dem die Anästhesie Vorerkrankungen, frühere Narkosen, Allergien und die aktuelle Medikation erfragt. Beide Gespräche müssen so rechtzeitig stattfinden, dass der Patient seine Entscheidung in Ruhe überdenken kann.
Zur Vorbereitung gehören in der Regel eine körperliche Untersuchung, eine Blutentnahme mit Bestimmung von Blutbild, Gerinnungswerten, Nieren- und Leberwerten sowie die Bestimmung der Blutgruppe. Werden größere Blutverluste erwartet, hält die Blutbank passende Konserven bereit. Je nach Alter und Vorerkrankungen kommen ein Elektrokardiogramm, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs oder eine Untersuchung der Herz- und Lungenfunktion hinzu.
Blutverdünnende Medikamente sind ein eigener Punkt des Vorgesprächs. Ob und wie lange sie vor dem Eingriff pausiert oder auf ein anderes Präparat umgestellt werden, entscheiden Operateur und behandelnder Arzt gemeinsam; Patienten setzen solche Mittel niemals eigenmächtig ab. Vor der Narkose muss der Patient nüchtern bleiben, das Rauchen sollte möglichst schon längere Zeit vorher eingestellt werden, weil es die Wundheilung und die Lungenfunktion beeinträchtigt.
Unmittelbar vor der Operation wird das Operationsfeld bei Bedarf von Haaren befreit – üblich ist das Kürzen mit einer Schermaschine, nicht die Rasur mit der Klinge, weil kleine Hautverletzungen den Boden für eine Wundinfektion bereiten. Vielfach erhält der Patient kurz vor dem Hautschnitt einmalig ein Antibiotikum in die Vene, um Wundinfektionen vorzubeugen. Ergänzend wird eine Vorbeugung gegen Thrombosen eingeleitet, meist mit gerinnungshemmenden Spritzen und Kompressionsstrümpfen.
Der Bauchdeckenschnitt und sein Verschluss
Die Bauchwand besteht aus mehreren Schichten, die der Chirurg beim Eröffnen nacheinander durchtrennt: Haut, Unterhautfettgewebe, die derbe Bindegewebsplatte der Faszie, die Bauchmuskulatur beziehungsweise ihre Sehnenplatten und schließlich das Bauchfell, das die Bauchhöhle auskleidet. Tragend ist dabei die Faszie – sie hält die Bauchwand zusammen, während Haut und Fettgewebe kaum Zugkräfte aufnehmen.
Aus diesem Aufbau erklärt sich, warum die mittige Schnittführung entlang der Linea alba, der bindegewebigen Verwachsungslinie zwischen den geraden Bauchmuskeln, so verbreitet ist: Dort wird kein Muskel durchtrennt und es werden keine größeren Nerven verletzt. Schnitte abseits der Mittellinie treffen dagegen auf Muskulatur: Manche Zugänge durchtrennen sie samt der zugehörigen Versorgungsnerven, was eine örtliche Schwäche der Bauchwand hinterlassen kann, andere spalten die Muskelfasern lediglich in ihrer Verlaufsrichtung und schonen sie damit weitgehend.
Am Ende der Operation wird die Bauchdecke schichtweise verschlossen. Entscheidend für die Stabilität ist die Naht der Faszie; die Haut wird darüber mit Fäden, Klammern oder einer fortlaufenden Naht adaptiert. Für den Faszienverschluss nach einem Längsschnitt hat sich eine Technik mit vielen kleinen, eng gesetzten Stichen nahe der Schnittkante etabliert, die in Fachgesellschaftsempfehlungen der europäischen Hernienchirurgie einer Technik mit wenigen, weit ausgreifenden Stichen vorgezogen wird, weil sie seltener zu einem Narbenbruch führt. Ob eine Drainage eingelegt wird, die Wundsekret nach außen ableitet, entscheidet der Operateur je nach Eingriff.
Nach der Operation
Nach dem Eingriff wird der Patient im Aufwachraum überwacht, bis Kreislauf, Atmung und Bewusstsein stabil sind. Nach ausgedehnten Eingriffen oder bei erheblichen Vorerkrankungen schließt sich ein Aufenthalt auf der Intensiv- oder Überwachungsstation an. Kontrolliert werden dort unter anderem Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, Urinausscheidung, Körpertemperatur und die Fördermenge eingelegter Drainagen.
Die Schmerzbehandlung ist nach einem großen Bauchschnitt kein Nebenschauplatz. Reicht die Gabe von Schmerzmitteln über die Vene nicht aus, kommen Katheterverfahren infrage, bei denen ein dünner Schlauch nahe der Wirbelsäule oder in der Bauchwand liegt und dort fortlaufend ein örtliches Betäubungsmittel abgibt; die rückenmarksnahe Variante ist die Periduralanästhesie. Gute Schmerzfreiheit ist auch deshalb wichtig, weil sie tiefes Durchatmen und frühes Aufstehen erst möglich macht.
Moderne Konzepte der beschleunigten Genesung nach Bauchoperationen, international als ERAS-Programme bekannt und von einer eigenen Fachgesellschaft getragen, setzen genau hier an: möglichst kurze Nüchternphasen, ein zügiger Kostaufbau, das Entfernen von Kathetern und Sonden, sobald sie entbehrlich sind, und eine Mobilisierung schon am Operationstag oder am Tag danach. Atemtherapie und begleitende Physiotherapie sollen einer Lungenentzündung und Thrombosen entgegenwirken.
Die Darmtätigkeit kommt nach einer Laparotomie verzögert in Gang; bis der erste Stuhlgang erfolgt, vergeht regelmäßig einige Zeit. Solange der Darm noch träge ist, wird der Kostaufbau vorsichtig gesteigert. Wie lange die Bauchdecke geschont werden muss, insbesondere ab wann wieder schwer gehoben oder Sport getrieben werden darf, legt der Operateur individuell fest – die Faszie braucht deutlich länger als die Haut, um ihre Belastbarkeit zurückzugewinnen.
Sonderformen bei Notfällen
Nicht jede Laparotomie ist planbar. Bei lebensbedrohlichen Blutungen, einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) oder einer Verletzung mehrerer Organe kann der Eingriff unter Zeitdruck erfolgen, mitunter ohne vollständige Voruntersuchung. In der Unfallchirurgie hat sich für schwerstverletzte, kreislaufinstabile Patienten ein gestuftes Vorgehen etabliert, das als Damage-Control-Konzept bezeichnet wird: In einer ersten, bewusst kurz gehaltenen Operation werden nur Blutung und Verunreinigung der Bauchhöhle beherrscht, etwa durch Austamponieren. Erst nachdem sich Kreislauf, Gerinnung und Körpertemperatur auf der Intensivstation stabilisiert haben, folgt die endgültige Versorgung in einem zweiten Eingriff.
Muss die Bauchhöhle wiederholt eröffnet werden oder lässt sich die Bauchdecke wegen der Schwellung der Eingeweide nicht spannungsfrei verschließen, kann sie vorübergehend offen bleiben. Ein solches Laparostoma wird mit speziellen Folien- oder Vakuumsystemen abgedeckt und in weiteren Operationen schrittweise verkleinert, bis der Verschluss möglich ist. Eine erneute Eröffnung wegen einer Komplikation – etwa einer Nachblutung, einer undichten Darmnaht oder eines fortbestehenden Infektionsherdes – heißt Relaparotomie.
Spätfolgen
Zwei Folgen zeigen sich oft erst lange nach der Entlassung. Die eine sind Verwachsungen: Nach jeder Eröffnung der Bauchhöhle können zwischen Bauchfell, Darmschlingen und Bauchwand strangförmige Verbindungen aus Bindegewebe entstehen. Sie bleiben häufig unbemerkt, zählen aber zu den wichtigsten Ursachen eines späteren mechanischen Darmverschlusses, weil eine Darmschlinge über einem Strang abknicken oder eingeklemmt werden kann. Auch bei einer erneuten Bauchoperation erschweren Verwachsungen den Zugang und verlängern den Eingriff. Krampfartige Bauchschmerzen, aufgeblähter Leib, Erbrechen und ausbleibender Stuhlgang nach einer früheren Bauchoperation gehören deshalb ärztlich abgeklärt.
Die zweite Spätfolge ist der Narbenbruch. Gibt die Fasziennaht im Verlauf nach, wölbt sich unter der Narbe eine Vorwölbung vor, in der Bauchfell und mitunter Darmanteile liegen. Begünstigt wird das durch Wundinfektionen, starkes Übergewicht, Rauchen, Zuckerkrankheit, chronischen Husten und alles, was den Druck im Bauchraum dauerhaft erhöht. Kleine, beschwerdefreie Brüche können beobachtet werden; größere oder schmerzhafte werden operiert, meist unter Verstärkung der Bauchwand mit einem Kunststoffnetz. Klemmt sich Darm in der Bruchpforte ein, ist das ein Notfall.
Abgrenzung zur Bauchspiegelung
Der Gegenbegriff zur Laparotomie ist die Bauchspiegelung (Laparoskopie). Dabei wird der Bauchraum über wenige kleine Hautschnitte mit Kamera und Instrumenten erreicht und mit Gas aufgedehnt, statt ihn breit zu eröffnen. Weil die Bauchdecke weitgehend unversehrt bleibt, sind die Wundschmerzen geringer und die Erholung verläuft in vielen Fällen rascher.
Der offene Zugang behält dennoch klare Anwendungsbereiche. Er wird gewählt, wenn ausgedehnte Verwachsungen aus früheren Operationen die Sicht versperren, wenn eine schwere Blutung schnell beherrscht werden muss, wenn ein großes Präparat entfernt werden soll oder wenn der Kreislauf des Patienten den für die Spiegelung nötigen Gasdruck im Bauchraum nicht verträgt. Auch aus einer begonnenen Bauchspiegelung heraus kann der Operateur auf den offenen Weg wechseln, wenn die Verhältnisse es verlangen; dieser Wechsel ist keine Komplikation, sondern eine vorgesehene Sicherheitsmaßnahme. Welcher Zugang im Einzelfall der richtige ist, hängt vom Befund, von der Dringlichkeit, von den Vorerkrankungen und von der Erfahrung des Operationsteams ab.
Geschichte
Der Name des Eingriffs stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern für Weiche oder Flanke und für Schnitt zusammen; wörtlich bezeichnet Laparotomie also den Schnitt in die Weichteile des Bauches.
Als erste erfolgreiche geplante Operation, bei der ein Bauchraum zur Entfernung einer Geschwulst eröffnet wurde, gilt ein Eingriff des amerikanischen Arztes Ephraim McDowell. Er entfernte am 25. Dezember 1809 im ländlichen Danville im damaligen Grenzland Kentuckys seiner Patientin Jane Todd Crawford einen großen Tumor des Eierstocks. Die Operation fand unter Bedingungen statt, die aus heutiger Sicht kaum vorstellbar sind: Es gab weder eine Narkose noch ein Wissen um keimfreies Arbeiten. Die Patientin überlebte den Eingriff und lebte danach noch Jahrzehnte; McDowell wiederholte die Operation in den folgenden Jahren mehrfach.
Zu einem regelhaft durchführbaren Verfahren wurde die Eröffnung der Bauchhöhle erst, als sich im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts zwei Entwicklungen durchsetzten: die Betäubung, die überhaupt erst längere Eingriffe erlaubte, und keimfreies Arbeiten mit Wundbehandlung, das die zuvor gefürchteten tödlichen Wundinfektionen zurückdrängte. Erst danach wurde der Bauchraum ein Gebiet, das planbar operiert werden konnte.
Im 20. Jahrhundert entwickelten sich daraus die heutigen standardisierten Schnittführungen, die Techniken des Bauchdeckenverschlusses und die Intensivmedizin, ohne die ausgedehnte Baucheingriffe nicht denkbar wären. Die jüngste große Veränderung ist der Aufstieg der Schlüssellochchirurgie seit dem späten 20. Jahrhundert, die einen Teil der früher offen ausgeführten Eingriffe übernommen hat. Der offene Bauchschnitt ist dadurch seltener geworden, hat seinen Platz als Zugang für schwierige und dringliche Situationen aber behalten.
Quellen
- Henne-Bruns, D. (Hrsg.): Chirurgie.
ISBN: 9783132431874
- Largiadèr, F., Saeger, H.-D., Keel, M., Bruns, C. (Hrsg.): Checkliste Chirurgie.
ISBN: 9783132451834
- Billmann, F., Keck, T. (Hrsg.): Facharztwissen Viszeralchirurgie.
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- Schumpelick, V., Kasperk, R., Stumpf, M.: Operationsatlas Chirurgie.
ISBN: 9783132438477
- Schwarz, N. T. (Hrsg.): Allgemein- und Viszeralchirurgie essentials.
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