Substitutionstherapie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 5. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Eine Substitutionstherapie kann in manchen Fällen notwendig sein, um das Funktionieren des Körpers mit all seinen Organen zu gewährleisten. Dabei werden dem Körper fehlende Substanzen zugeführt, die er für eine reibungslose Funktionsweise braucht. In solchen Fällen spricht man von einer Substitutionstherapie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Substitutionstherapie?

Substitutionstherapie
Eine Substitutionstherapie ist dadurch definiert, dass dem Körper von außen Substanzen zugeführt werden, die er normalerweise selbst herstellt.

Eine Substitutionstherapie ist dadurch definiert, dass dem Körper von außen Substanzen zugeführt werden, die er normalerweise selbst herstellt. Eine Funktionsschwäche oder ein Versagen des jeweiligen Organs kann aber dazu führen, dass dies nicht mehr möglich ist.

Eine besondere Form der Substitutionstherapie ist dabei die Therapie Opioidabhängiger, die beispielsweise Methadon oder ähnliche Mittel verabreicht bekommen, um Entzugserscheinungen einzudämmen und um sie so aus dem Dunstkreis der Sucht zu lösen. Damit will man den Begleiterscheinungen der Drogensucht beikommen. Der Begriff ist hier anders gemeint als bei der Hormon-, Enzym- oder Vitaminsubstitution: Ersetzt wird keine körpereigene Substanz, sondern die von außen zugeführte Droge durch ein ärztlich verordnetes Medikament.

Geschichte & Entwicklung

Die Substitutionstherapie bei Opioidabhängigkeit hat ihre Ursprünge in den 1960er Jahren, als in den USA das Heroinproblem eskalierte. Die Behandlung zielt darauf ab, Menschen mit Opiatabhängigkeit durch den Ersatz des illegalen Drogenkonsums mit kontrollierten, legalen Substanzen zu stabilisieren.

Der wichtigste Meilenstein in der Entwicklung der Substitutionstherapie war die Einführung von Methadon als Ersatzstoff. 1964 entwickelten die amerikanischen Forscher Vincent Dole und Marie Nyswander in New York das erste erfolgreiche Methadonprogramm. Ihr Ziel war es, das Verlangen nach Heroin zu verringern und die Risiken des Drogenkonsums, wie Überdosierungen und Infektionskrankheiten, zu minimieren.

Methadon erwies sich als wirksam, um den Suchtdruck zu reduzieren und Menschen zu ermöglichen, ein stabileres Leben zu führen. In den 1980er und 1990er Jahren breitete sich die Substitutionstherapie in Europa aus, um die wachsende HIV/AIDS-Epidemie, die durch den intravenösen Drogenkonsum verstärkt wurde, einzudämmen. In dieser Zeit wurde auch Buprenorphin als Alternative zu Methadon eingeführt, das ein geringeres Risiko für Überdosierungen aufwies.

Heute wird die Substitutionstherapie in vielen Ländern als eine der effektivsten Maßnahmen zur Schadensminderung angesehen. Sie ist Teil eines umfassenden Ansatzes zur Behandlung von Suchterkrankungen, der medizinische, psychologische und soziale Unterstützung integriert. In Deutschland wurden die rechtlichen Vorgaben 2017 grundlegend geändert: Seit der Neufassung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung ist die Abstinenz nicht mehr das vorrangige Ziel der Substitution. Im Vordergrund stehen seither die Sicherung des Überlebens und die Besserung des Gesundheitszustands; die fachlichen Einzelheiten regelt eine Richtlinie der Bundesärztekammer.

Einsatz & Indikation

Bei einer Opioidabhängigkeit wird eine Substitutionstherapie durchgeführt, wenn Betroffene stabilisiert und von illegalen Drogen wie Heroin oder stark süchtig machenden Schmerzmitteln entwöhnt werden sollen. Sie wird notwendig, wenn der Konsum dieser Substanzen das Leben der Betroffenen gefährdet, sei es durch Überdosierungen, Infektionskrankheiten (wie HIV oder Hepatitis), oder soziale und berufliche Schwierigkeiten. Die Therapie bietet eine kontrollierte Alternative zum unregulierten Drogenkonsum und hilft, den Suchtdruck zu reduzieren.

Die Substitutionstherapie ist bei einer Opioidabhängigkeit heute die Behandlung der ersten Wahl; ein zuvor gescheiterter Entzug ist keine Voraussetzung. Sie ist besonders notwendig bei Menschen, die durch ihre Sucht schwer beeinträchtigt sind und bei denen ein sofortiger Entzug zu starken Entzugserscheinungen führen würde. Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern, Risiken wie Infektionskrankheiten zu verringern und die soziale und berufliche Integration zu fördern.

Darüber hinaus kann die Substitutionstherapie auch präventiv eingesetzt werden, um das Risiko von Rückfällen nach einem erfolgreichen Entzug zu verringern. Sie bietet eine langfristige Perspektive, indem sie die Dosis der Ersatzstoffe wie Methadon oder Buprenorphin schrittweise reduziert oder aufrechterhält, um ein drogenfreies Leben zu ermöglichen.

Von diesen Anwendungen bei Opioidabhängigkeit zu trennen sind die übrigen Substitutionsbehandlungen, bei denen es um den Ersatz eines körpereigenen oder mit der Nahrung aufgenommenen Stoffes geht. Sie werden angezeigt, wenn ein Organ oder ein Stoffwechselweg dauerhaft ausgefallen ist oder wenn ein Stoff nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen oder verwertet werden kann. Beispiele sind die Gabe von Schilddrüsenhormon nach der Entfernung der Schilddrüse, der Ersatz von Vitamin B12, wenn dessen Aufnahme im Darm gestört ist (Vitamin-B12-Mangel), der Ausgleich eines Eisenmangels oder die Zufuhr von Gerinnungsfaktoren bei angeborenen Gerinnungsstörungen. Gemeinsam ist diesen Behandlungen, dass sie nicht die Ursache beheben, sondern deren Folge ausgleichen, und dass sie deshalb häufig über Jahre hinweg oder lebenslang fortgeführt werden müssen.

Vorteile & Nutzen

Die Substitutionstherapie bietet mehrere Vorteile gegenüber anderen Behandlungs- und Untersuchungsmethoden, insbesondere bei der Behandlung von Opioidabhängigkeit. Ein zentraler Vorteil ist die Reduktion des Risikos von Überdosierungen. Da die verabreichten Ersatzstoffe wie Methadon oder Buprenorphin in kontrollierten Dosen gegeben werden, sinkt die Gefahr schwerer Komplikationen, die beim unregulierten Konsum illegaler Drogen auftreten.

Ein weiterer Vorteil ist die Schadensminimierung. Durch die Substitutionstherapie sinkt das Risiko für Infektionskrankheiten wie HIV und Hepatitis, die oft durch den intravenösen Drogenkonsum und unsaubere Nadeln übertragen werden. Patienten erhalten eine sichere Alternative, wodurch der gefährliche Straßenhandel und die damit verbundenen Risiken vermieden werden.

Die Therapie ermöglicht zudem eine sozial-psychologische Stabilisierung. Sie verringert das Verlangen nach illegalen Substanzen, was den Betroffenen hilft, ein geordneteres Leben zu führen, Beziehungen zu stabilisieren und einer geregelten Arbeit nachzugehen. Im Gegensatz zu Entzugstherapien, die oft mit hohen Rückfallquoten verbunden sind, bietet die Substitutionstherapie eine längerfristige Stabilisierung und senkt die Rückfallgefahr.

Schließlich ist die Flexibilität der Substitutionstherapie ein weiterer Vorteil. Sie kann individuell angepasst werden und in Kombination mit psychosozialen Unterstützungsprogrammen eine nachhaltige Behandlung ermöglichen, ohne die Patienten dem abrupten Entzug auszusetzen.

Funktion, Wirkung & Ziele

Es gibt dabei verschiedene Anwendungsgebiete und Anwendungsverfahren für eine Substitutionstherapie. Ein klassisches Anwendungsgebiet ist das Beigeben von Insulin bei Diabetes mellitus, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Insulin für die Zuckerregulation im Körper bereitzustellen.

Dabei wird vom Betroffenen selbst Insulin in die Bauchgegend gespritzt. Andere Formen der Substitutionstherapie sind die Levothyroxin-Gabe bei Hypothyreose (Hormonbeigabe etwa nach Schilddrüsenoperationen), die Enzymersatztherapie bei bestimmten Stoffwechselstörungen, Bluttransfusion bei Anämie oder der Volumenersatz bei Dehydratisierung.

Insbesondere nach Operationen ist eine Substitutionstherapie oft angezeigt. Neben der Insulin-Ersatztherapie ist die Levothyroxin-Gabe bei Hypothyreose eine der am häufigsten angezeigten Substitutionstherapien in der Praxis.

Die Substitutionstherapie bei Drogenabhängigkeit ist dabei eine der bekanntesten Substitutionstherapien, die auch eine gesellschaftliche Funktion hat. Bei der Methadon-Substitution bekommt der Abhängige dabei täglich eine dem Suchtgrad entsprechende Dosis Methadon verabreicht, um Entzugserscheinungen zu umgehen. Ist eine Beendigung geplant, wird das Methadon langsam ausgeschlichen, weil auch das Methadon ein hohes Suchtpotenzial birgt. Häufig ist die Substitution jedoch auf Dauer angelegt, weil die Betroffenen unter der stabilen Dosis besser leben als nach einem Absetzversuch.

Ziel bei allen Substitutionsverfahren ist es, dass der Körper trotz der geschädigten Organe wieder normal funktionieren kann. Die beigegebene Substanz dockt dabei bei Verabreichung an den zuständigen Rezeptoren an und gewährleistet so eine normale Funktionsweise. Bei Heroinabhängigen etwa wird angestrebt, diese von der abhängig machenden Substanz zu befreien und so mögliche psychosoziale und gesundheitliche Folgewirkungen auszuschließen.

Ziel ist im Idealfall die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und das Vermeiden von Beschaffungskriminalität. Auch die Vermeidung einer Ansteckung mit den mit dem Drogenkonsum typisch einhergehenden Erkrankungen wie Hepatitis C ist eines der Ziele. Insbesondere bei der Substitutionstherapie bei Suchterkrankungen hat die Erfahrung gezeigt, dass das Prinzip funktioniert und Abhängige tatsächlich aus dem Kreislauf Abhängigkeit, Beschaffungskriminalität und Gesundheitsverfall herausgenommen werden können.

Da der „Stoff“ von der Straße zudem oft zu unrein oder aber zu rein ist, kann mit einer Methadon-Substitution auch vermieden werden, dass Betroffene sich eine Überdosis oder eine Vergiftung zuziehen.


Durchführung & Ablauf

Eine Substitutionstherapie beginnt in der Regel mit einer gründlichen Untersuchung und Anamnese durch einen Arzt, der den Gesundheitszustand des Patienten, den Grad der Opioidabhängigkeit und andere relevante Faktoren beurteilt. Basierend auf dieser Einschätzung wird die Entscheidung getroffen, welches Substitutionsmittel, wie Methadon oder Buprenorphin, verwendet wird und in welcher Dosierung die Therapie startet. Der Arzt erklärt dem Patienten das Vorgehen, die Ziele und den Ablauf der Therapie.

Die Substitutionsmittel werden in genau festgelegten Dosen verabreicht, meist in Form einer Flüssigkeit oder einer unter die Zunge gelegten Tablette. Neben Methadon und Buprenorphin sind in Deutschland auch Levomethadon, retardiertes Morphin und – für eine kleine Gruppe schwer Abhängiger in eigens dafür zugelassenen Einrichtungen – Diamorphin, also pharmazeutisch hergestelltes Heroin, als Substitutionsmittel zugelassen. Zu Beginn wird die Dosis oft täglich unter ärztlicher Aufsicht verabreicht, um den Körper auf die Substanz einzustellen und Entzugserscheinungen zu vermeiden. Ziel ist es, eine stabile Dosis zu finden, bei der der Patient weder Entzugserscheinungen noch ein Verlangen nach illegalen Drogen verspürt.

Im Verlauf der Therapie werden die Dosen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Parallel dazu erfolgt eine engmaschige Betreuung, die auch psychosoziale Unterstützung umfasst, wie Beratungsgespräche oder die Vermittlung in Selbsthilfegruppen. Bei stabilen Patienten kann die Abgabe des Substituts auch für mehrere Tage erfolgen, um mehr Flexibilität im Alltag zu ermöglichen.

In einigen Fällen wird die Dosis schrittweise reduziert, um den Patienten auf ein drogenfreies Leben vorzubereiten.

Der rechtliche Rahmen für diesen Ablauf ergibt sich in Deutschland aus der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung. Sie verlangt vom behandelnden Arzt den Nachweis einer suchtmedizinischen Qualifikation; wer sie nicht besitzt, darf nur eine begrenzte Zahl von Patienten betreuen und muss sich mit einem entsprechend qualifizierten Kollegen abstimmen und die Patienten diesem regelmäßig vorstellen. Jede Behandlung wird zudem einem Substitutionsregister gemeldet, das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte geführt wird. Gemeldet wird nicht der Name, sondern ein aus Name, Geschlecht und Geburtsdatum gebildeter Code. Das Register soll vor allem verhindern, dass ein Patient gleichzeitig von mehreren Ärzten versorgt wird.

Ob die Einnahme unter Aufsicht erfolgt oder ob der Patient das Mittel für einen begrenzten Zeitraum mit nach Hause nehmen darf, entscheidet der Arzt nach dem Verlauf der Behandlung; die zweite Möglichkeit wird als Take-home-Verordnung bezeichnet. Auch für die Frage, ob eine psychosoziale Betreuung erforderlich ist, gibt es seit der Neufassung keinen festen Automatismus mehr. Sie richtet sich nach dem Einzelfall und folgt einer Richtlinie der Bundesärztekammer. Die Verordnung von Diamorphin ist an besonders enge Voraussetzungen geknüpft: Sie setzt eine seit Jahren bestehende Abhängigkeit, ein Mindestalter sowie eine dokumentierte, erfolglos gebliebene Vorbehandlung mit den üblichen Substitutionsmitteln voraus und ist nur in eigens dafür zugelassenen Einrichtungen zulässig.

Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Doch eine Substitutionstherapie birgt auch Risiken. Beim Spritzen von Insulin etwa ist genau darauf zu achten, dass die adäquate Dosis gespritzt wird, weil es sonst beispielsweise zu gefährlichem Unterzucker kommen kann. Bei einer zu niedrigen Dosis gespritzten Insulins bleibt wiederum ein zu hoher Zucker bestehen, der ebenfalls zu massiven Beschwerden führen kann.

Bei der Levothyroxin-Gabe bei Hypothyreose kommt es ebenfalls darauf an, dass dem Körper die von der Schilddrüse nicht mehr ausreichend gebildeten Hormone in fachgerechter Weise und der richtigen Dosierung zugeführt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Ähnliches gilt bei Bluttransfusionen, der Enzymersatztherapie und beim Volumenersatz bei Dehydratisierung. Es gilt, die genau richtige Dosis zu treffen und diese fachgerecht zuzuführen. Andernfalls kann es zu schwersten Nebenwirkungen kommen.

Eine Substitutionstherapie sollte daher immer von Fachleuten und unter Beobachtung des Patienten ausgeführt werden. Oft ergeben sich auch Komplikationen beim Übergang zwischen der stationären Betreuung und der ambulanten Nachbetreuung. Ein weiterer Stolperstein ist, wenn verschiedene Disziplinen der Medizin (Chirurgie, Allgemeinmedizin und Innere Medizin) beteiligt sind, weil dann eine reibungslose Interaktion gewährleistet sein muss. Bei der Drogensubstitution kommt noch eine notwendige psychosoziale Betreuung hinzu, um etwaigen Rückfallgefahren psychotherapeutisch zu begegnen.

Eine eigene Gefahr der Opioidsubstitution liegt im gleichzeitigen Gebrauch weiterer Substanzen. Werden neben dem Substitutionsmittel Benzodiazepine, Alkohol oder andere dämpfende Mittel eingenommen, verstärken sich deren atemdämpfende Wirkungen gegenseitig; viele der schweren Zwischenfälle in der Substitution stehen mit solchen Kombinationen im Zusammenhang und nicht mit dem Substitutionsmittel allein. Besonders gefährdet sind Betroffene außerdem nach einer Unterbrechung der Behandlung, etwa nach einem Klinik- oder Haftaufenthalt, weil die Gewöhnung des Körpers in dieser Zeit bereits abgenommen hat.

Alternativen

Wenn eine Substitutionstherapie nicht möglich oder nicht gewünscht ist, stehen mehrere alternative Verfahren zur Behandlung der Opioidabhängigkeit zur Verfügung. Eine der häufigsten Alternativen ist der kalte Entzug (akute Abstinenztherapie), bei dem der Patient abrupt auf die Einnahme von Drogen verzichtet. Dies führt zu starken Entzugserscheinungen, die jedoch unter ärztlicher Aufsicht in spezialisierten Einrichtungen kontrolliert und gelindert werden können.

Ein medikamentengestützter Entzug (auch „medikamentöser Entzug“ genannt) ist eine sanftere Form des Entzugs, bei dem Medikamente wie Clonidin oder Lofexidin eingesetzt werden, um Entzugserscheinungen zu lindern. Diese Medikamente helfen, den Entzug sicherer und erträglicher zu gestalten, indem sie die körperlichen und psychischen Symptome reduzieren.

Eine weitere Alternative ist die Entwöhnungstherapie, die in stationären Einrichtungen durchgeführt wird. Hierbei handelt es sich um ein intensives Programm, das psychologische Betreuung, Gruppentherapie und oft auch Arbeits- und Alltagstraining beinhaltet, um die Patienten auf ein drogenfreies Leben vorzubereiten. Dieses Verfahren konzentriert sich auf die langfristige Stabilisierung ohne den Einsatz von Ersatzstoffen.

Psychotherapie, wie kognitive Verhaltenstherapie (KVT), kann ebenfalls eingesetzt werden, um die zugrunde liegenden Ursachen der Sucht zu behandeln. Zusätzlich gibt es Selbsthilfegruppen, wie Narcotics Anonymous, die auf Peer-Support und den Erfahrungsaustausch setzen, um die Patienten langfristig zu stabilisieren und Rückfälle zu vermeiden.

Quellen

  • Soyka, M., Batra, A., Moggi, F., Walter, M. (Hrsg.): Suchtmedizin.
    ISBN: 9783437210747
  • Batra, A., Bleich, S., Borgwardt, S., et al.: Psychische Störungen und Suchterkrankungen.
    ISBN: 9783170441156
  • Laux, G., Dietmaier, O.: Praktische Psychopharmakotherapie.
    ISBN: 9783437213229
  • Freissmuth, M., Offermanns, S., Böhm, S. (Hrsg.): Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783662684696
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655

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