Intrazerebrale Blutung

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 19. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Eine intrazerebrale Blutung (ICB oder IZB) stellt eine Blutung innerhalb des Hirngewebes dar. Dabei handelt es sich um einen hämorrhagischen Schlaganfall, der sich durch ähnliche Symptome wie ein ischämischer Schlaganfall äußert. Die Prognose dieser Blutung richtet sich nach ihrer Lage im Gehirn, ihrer Stärke sowie dem Beginn und Verlauf der ärztlichen Behandlung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine intrazerebrale Blutung?

Intrazerebrale Blutung
Die Symptome einer intrazerebralen Blutung (hämorrhagischer Schlaganfall) ähneln denen eines ischämischen Schlaganfalls. In beiden Fällen kommt es zum Absterben bestimmter Hirnregionen.
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Ungefähr 15 Prozent aller Schlaganfälle werden durch Blutungen in das Hirngewebe (hämorrhagischer Schlaganfall) verursacht. Die restlichen 85 Prozent sind die Folge einer verringerten Durchblutung bestimmter Hirnregionen. In beiden Fällen kommt es zum Absterben von Hirngewebe.

Die Symptome und der Verlauf des hämorrhagischen Schlaganfalls richten sich nach der Region ihres Auftretens im Hirn und nach der Stärke der Blutung. Des Weiteren sind für die Heilungschancen auch die richtige Therapie und der Zeitpunkt des Beginns von Notmaßnahmen ausschlaggebend. Meist kommt es durch das Platzen von kleinen arteriellen Blutgefäßen zu einer Hirnblutung. Eine intrazerebrale Blutung kann aber auch durch eine Verletzung venöser Blutgefäße hervorgerufen werden.

Die Ursachen sind vielfältig. Dabei spielen Erkrankungen von Blutgefäßen, Gerinnungsstörungen, Einnahme von Gerinnungshemmern, Gefäßmissbildungen und vieles mehr eine Rolle. Weltweit werden circa eine Million hämorrhagische Schlaganfälle beobachtet. Davon sind ungefähr 90.000 Personen in der Europäischen Union betroffen. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede, die eventuell durch besondere Umweltbedingungen, Lebensweisen oder genetische Veranlagungen erklärt werden können.

Ursachen

Die wichtigste Ursache für eine intrazerebrale Blutung stellt der arterielle Bluthochdruck dar. Bei 70 bis 80 Prozent aller Personen mit hämorrhagischem Schlaganfall konnte dieser Risikofaktor festgestellt werden. Des Weiteren ist das Risiko auch bei der Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten erhöht.

So besteht bei der vorbeugenden Behandlung von Beinvenenthrombosen, Herzinfarkten oder ischämischen Schlaganfällen mit Antikoagulanzien sogar ein bis zu einem 11-fachen Hirnblutungsrisiko. Des Weiteren führt die Gabe von Acetylsalicylsäure nach Herzinfarkten oder ischämischen Schlaganfällen zu einem erhöhten Risiko, eine Hirnblutung zu erleiden.

Deutlich wird das vor allem bei der Kombination von mehreren gerinnungshemmenden Präparaten. Das Gleiche gilt für Personen mit Blutgerinnungsstörungen. Erkrankungen der Blutgefäße können ebenfalls bei der Ätiologie der intrazerebralen Blutung eine Rolle spielen.

Zu den arteriellen Erkrankungen zählen unter anderem erworbene und genetische Veränderungen der kleinen arteriellen Blutgefäße, Amyloidangiopathie, zerebrales Aneurysma, Vaskulitis, Moyamoya und andere Erkrankungen der großen Arterien. Des Weiteren können Gefäßmissbildungen Auslöser einer Hirnblutung sein.

Durch Hirnmetastasen sind ebenfalls Hirnblutungen möglich. Manchmal ist auch die Ursache nicht erkennbar. In diesen Fällen handelt es sich um eine idiopathische oder kryptische intrazerebrale Blutung. Insgesamt wurde festgestellt, dass der Genuss von Alkohol und das Rauchen das Risiko für eine Hirnblutung erhöht.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Die Symptome einer intrazerebralen Blutung (hämorrhagischer Schlaganfall) ähneln denen eines ischämischen Schlaganfalls. In beiden Fällen kommt es zum Absterben bestimmter Hirnregionen. Allerdings hängen die Symptome und der Verlauf des Schlaganfalls von der betroffenen Hirnregion und der Stärke des abgestorbenen Areals ab.

In unterschiedlicher Ausprägung treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, halbseitige Lähmung der Beine, der Arme oder des Gesichts, Taubheitsgefühle, Sprach-, Seh- oder Schluckstörungen sowie Schwindel, Bewusstseinsstörungen und sogar epileptische Anfälle auf. Dabei wurde festgestellt, dass das Risiko für einen epileptischen Anfall bei einem hämorrhagischen wesentlich größer ist als bei einem ischämischen Schlaganfall.

Ein epileptischer Anfall tritt besonders häufig innerhalb von 24 Stunden nach der Hirnblutung auf. Bei einem Drittel der Patienten mit intrazerebraler Blutung wurden im EEG epilepsietypische Potenziale festgestellt, ohne dass es zu einem epileptischen Anfall kommen muss. Ein hämorrhagischer Schlaganfall kann auch zu psychischen Veränderungen führen, die sich beispielsweise in plötzlichen Gefühls- und Verhaltensänderungen sowie zu Verwirrtheitszuständen bis zum Koma äußern.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Hirnblutung kann durch eine Computertomografie des Schädels sicher nachgewiesen und von einem ischämischen Schlaganfall differenzialdiagnostisch unterschieden werden. Alternativ ist auch eine MRT-Untersuchung möglich.

Diese Unterscheidung ist die wichtigste Weichenstellung der gesamten Schlaganfallbehandlung. Von außen sieht eine intrazerebrale Blutung genauso aus wie ein ischämischer Schlaganfall: Beide führen zu Lähmung, Sprachstörung oder Sehstörung, und weder der Rettungsdienst noch der Betroffene selbst können am Krankenbett erkennen, welche der beiden Formen vorliegt. Allein die Bildgebung bringt die Entscheidung. Deshalb darf niemals vor der Computertomografie ein gerinnungshemmendes Medikament oder eine Lysetherapie gegeben werden – bei einer Blutung würde beides die Blutung verstärken und wäre unter Umständen tödlich. Aus demselben Grund gehört jeder Schlaganfallverdacht sofort in eine Klinik mit Computertomograf und Schlaganfallstation, nicht in eine Arztpraxis.

Die häufigste Ursache einer intrazerebralen Blutung ist der Bluthochdruck; an zweiter Stelle stehen gerinnungshemmende Medikamente. Deshalb wird bei der Aufnahme immer gezielt danach gefragt, ob der Betroffene solche Präparate einnimmt.

Komplikationen

In den meisten Fällen kommt es bei dieser Blutung zum Absterben bestimmter Regionen im Gehirn. Dabei hängt der weitere Verlauf der Krankheit stark von der betroffenen Region und der Dauer dieser Blutung ab. Die Patienten leiden dabei oft an sehr starken Kopfschmerzen, an Erbrechen und an Übelkeit. Ebenso treten Lähmungen in verschiedenen Regionen des Körpers auf, sodass der Betroffene seine Arme und Beine gegebenenfalls nicht bewegen kann.

Dadurch kommt es nicht selten zu starken Bewegungseinschränkungen und weiterhin auch zu erheblichen Einschränkungen im Alltag des Patienten. Im weiteren Verlauf der Blutung kann es auch zu einem epileptischen Anfall beim Patienten kommen. Die Lebensqualität des Betroffenen ist dabei deutlich verringert und eingeschränkt. Nicht selten wirken sich die Schäden im Gehirn auch negativ auf das Handeln und Denken des Betroffenen aus, sodass es zu einer Verwirrtheit oder sogar zu einem Koma kommen kann.

Ebenso können auch die Angehörigen psychisch unter der Situation leiden. Die Behandlung dieser Blutung beginnt beim Notarzt und wird auf einer Intensivstation fortgesetzt. Dabei können mögliche Folgeschäden eingeschränkt werden. Die Lebenserwartung des Patienten wird in den meisten Fällen allerdings verringert.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Menschen, die wiederholt an Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühlen leiden, sollten einen Arzt konsultieren. Nehmen die Beschwerden an Intensität zu, wird ärztliche Hilfe benötigt. Kommt es zu Störungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration oder der Gedächtnistätigkeit, ist dies besorgniserregend und muss medizinisch abgeklärt werden. Bei Problemen der Sprachgebung, Aussetzern der Kommunikationsmöglichkeiten, Schluckbeschwerden und verschiedenen Funktionsstörungen wird ein Arzt benötigt. Unterbrechungen des Sehens, Hörens oder anderer Sinnesmodalitäten sind untersuchen und behandeln zu lassen.

Bei Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen, die plötzlich einsetzen, ist ohne Zögern der Notruf 112 zu wählen. Kommt es zu einer Bewusstseinstrübung oder dem Verlust des Bewusstseins, ist über die 112 ein Notarzt zu rufen. Treten epileptische Anfälle auf, setzen Orientierungsstörungen ein oder kommt es zu Aussetzern der Atmung, ist ebenfalls sofort der Rettungsdienst zu alarmieren.

Als einfache Merkhilfe für Laien dient die FAST-Regel: Hängt ein Mundwinkel herab, wenn der Betroffene lächeln soll (Face)? Sinkt ein Arm ab, wenn er beide Arme vorstrecken soll (Arms)? Ist die Sprache verwaschen oder kann er einen einfachen Satz nicht nachsprechen (Speech)? Trifft eines davon zu, zählt jede Minute (Time) – dann wird sofort die 112 gewählt. Ob eine Blutung oder ein Gefäßverschluss dahintersteckt, spielt für den Notruf keine Rolle; das klärt erst die Computertomografie in der Klinik. Bis zu dessen Eintreffen müssen Erste Hilfe Maßnahmen ergriffen werden.

Es besteht ein lebensbedrohlicher Zustand, der einer intensivmedizinischen Betreuung bedarf. Bei Verhaltensauffälligkeiten oder Veränderungen der Persönlichkeit liegen Hirnveränderungen vor, die unverzüglich von einem Arzt behandelt und diagnostiziert werden müssen. Plötzliche und unverhoffte Auffälligkeiten gelten bei der intrazerebralen Blutung als besonderer Warnhinweis. Sofortiges Handeln und das Aufsuchen eines Mediziners sind notwendig, damit das Überleben des Betroffenen gewährleistet wird. In vielen Fällen kann der Betroffene seine Gliedmaßen nicht mehr bewegen und reagiert kaum noch auf gestellte Fragen.

Behandlung & Therapie

Bei der ICB handelt es sich um einen Notfall, der so schnell wie möglich behandelt werden muss. Der Patient wird zur Behandlung in eine neurologische oder neurochirurgische Intensivstation eingeliefert. Als erste Maßnahme wird meist der arterielle Blutdruck gesenkt, um die Blutung zu stoppen.

Allerdings ist die Blutdrucksenkung durchaus umstritten, weil es dadurch zu einer Minderdurchblutung in der Region zur intrazerebralen Blutung kommen könnte. In der Mehrzahl der Fälle hat sich jedoch die Blutdrucksenkung als günstig erwiesen. Nach heutigem Kenntnisstand gilt die rasche Senkung des zu hohen Blutdrucks in den ersten Stunden als Standard und wird nicht mehr grundsätzlich infrage gestellt; strittig ist nur noch, wie weit sie gehen soll. Nimmt der Betroffene gerinnungshemmende Medikamente ein, muss deren Wirkung außerdem unverzüglich mit den passenden Gegenmitteln aufgehoben werden, damit die Blutung nicht weiter zunimmt. Des Weiteren sollte bei einer erhöhten Körpertemperatur diese gesenkt werden. Eine zu hohe Körpertemperatur wirkt sich ungünstig auf den Verlauf der Krankheit aus.

In manchen Fällen wird auch eine neurochirurgische Behandlung durchgeführt. Diese ist von der Ursache der Blutung, ihrer Lokalisation und dem Verlauf abhängig. Wenn die Blutung im Bereich des Großhirns stattfindet, wird nur in Ausnahmefällen eine chirurgische Behandlung durchgeführt. Diese besteht unter anderem in einer Hämatomausräumung bei gravierender Verschlechterung der Bewusstseinslage.

Ist die Blutung infratentoriell im Bereich des Kleinhirns lokalisiert, hilft bei Verschlechterung des Krankheitszustandes häufig eine Entlastungsoperation. Wenn bei der EEG-Untersuchung epilepsietypische Potenziale nachgewiesen werden, sollte zur Verhinderung von epileptischen Anfällen eine Therapie mit Antikonvulsiva erfolgen.


Aussicht & Prognose

Die Prognose der intrazerebralen Blutung ist abhängig von der Lokalisation der Unregelmäßigkeiten. Maßgeblich sind darüber hinaus die Stärke der Blutungen sowie der Verlauf der Erkrankung. In schweren Fällen und ohne eine medizinische Versorgung droht dem Betroffenen das vorzeitige Ableben. Der hämorrhagische Schlaganfall selbst führt bei vielen Betroffenen zum Tod, meist durch die Größenzunahme der Blutung und den dadurch steigenden Druck im Schädelinneren. Im Normalfall ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig, um das Überleben des Patienten zu sichern. Je eher eine ärztliche Versorgung stattfindet, desto größer sind die Überlebenschancen. Zudem verringern sich die dauerhaften Beeinträchtigungen und Störungen.

In vielen Fällen kommt es trotz einer schnellen und professionellen Therapie zu langfristigen gesundheitlichen Unregelmäßigkeiten. Gewohnte Verpflichtungen im Alltag können nicht mehr wie gewohnt und ohne Hilfe ausgeführt werden. Allgemeine Funktionsstörungen sowie Einbußen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit treten auf. Sie führen zu einer verminderten Lebensqualität und können Folgeerkrankungen auslösen. Insbesondere die psychische Belastbarkeit des Patienten sowie der Angehörigen nimmt zu und kann weitere Krankheiten auslösen.

Zahlreiche Therapien sind notwendig um eine schrittweise Verbesserung des allgemeinen gesundheitlichen Zustandes zu erreichen. Eine Beschwerdefreiheit wird nicht dokumentiert. Je jünger ein Patient ist, je schneller eine intensivmedizinische Behandlung stattfindet und je weniger Komplikationen auftreten, desto besser ist die Prognose. Zudem muss der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen berücksichtigt werden.

Vorbeugung

Die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung einer intrazerebralen Blutung ist die Vorbeugung vor Bluthochdruck. Das kann durch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, viel Bewegung sowie Verzicht auf Alkohol und Rauchen erreicht werden. Bei bereits chronisch erhöhtem Blutdruck sollte neben der Veränderung der Lebensweise auch eine medikamentöse Blutdrucksenkung durchgeführt werden.

Nachsorge

Im Anschluss an die Akutbehandlung der intrazerebralen Blutung beginnt die Nachsorge. Diese setzt die bereits eingeleiteten Rehabilitationsmaßnahmen konsequent fort. Abhängig von der individuellen Situation können die Patienten nicht nur an physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen teilnehmen, sondern auch eine logopädische und neuropsychologische Betreuung in Anspruch nehmen.

Besonders wichtig ist die Prophylaxe gegen Bluthochdruck, um eine erneute Erkrankung zu vermeiden. Dazu gehört eine ausbalancierte Lebensweise. Gesundes Essen, ausreichend Aktivitäten und der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol minimiert das Risiko. Wenn der Blutdruck chronisch erhöht ist, können die Betroffenen auch Medikamente zur Blutdrucksenkung einnehmen. Diese verschreibt der behandelnde Arzt.

Für die Patienten folgt nach der eigentlichen Behandlung zunächst eine Ruhephase zur Schonung. In dieser Zeit sollten sie ihren Körper nicht zu sehr belasten und auf Sport verzichten. Auch psychischer Stress kann eine negative Wirkung haben und ist deshalb zu vermeiden. Für eine gute Kontrolle sind regelmäßige ärztliche Untersuchungen Pflicht.

Dabei fallen eventuelle Komplikationen sofort auf und der Arzt kann rechtzeitig eingreifen. Je nach Schweregrad der Erkrankung kann eine psychologische Therapie nützlich sein. Im Rahmen einer solchen Behandlung oder auch in einer Selbsthilfegruppe lernen die Betroffenen, sich an ihre Situation zu gewöhnen. Auf diese fachliche und soziale Unterstützung sollten sie nicht verzichten.

Das können Sie selbst tun

Eine intrazerebrale Blutung stellt einen medizinischen Notfall dar, der umgehend behandelt werden muss. Die Ersthelfer müssen als Erstes über den Notruf 112 den Rettungsdienst alarmieren und bis zu dessen Eintreffen Erste Hilfe leisten. Ist der Betroffene bewusstlos, atmet aber normal, wird er in die stabile Seitenlage gebracht. Selbst ins Krankenhaus fahren sollte man ihn nicht: Nur eine Klinik mit Computertomograf und Schlaganfallstation kann die richtige Behandlung einleiten, und der Rettungsdienst wählt sie gezielt aus.

Nach der Behandlung in der Klinik benötigt der Patient Ruhe und Schonung. Es empfiehlt sich, für einige Tage keinen Sport zu treiben und auch seelischen Stress zu vermeiden. Begleitend dazu sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch den Arzt angezeigt. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Erkrankung keine schwerwiegenden Komplikationen nach sich zieht. Sollten sich ungewöhnliche Symptome einstellen, muss der zuständige Mediziner darüber informiert werden. Manchmal benötigt der Betroffene eine psychologische Behandlung. Vor allem bei starken Blutungen, die eine Panikattacke zur Folge hatten, ist ein Gespräch mit einem Therapeuten sinnvoll. Auch chronisch Kranke sollten fachliche Unterstützung einholen und gegebenenfalls eine Selbsthilfegruppe besuchen.

Bei Hämatomen helfen konservative Mittel, wie eine gute Wundpflege, Kühlung und Schonung. Die Homöopathie bietet mit Belladonna und Arnika zwei bekannte Präparate, die Schwellungen lindern und Schmerzen reduzieren sollen. Die Anwendung dieser Mittel sollte zunächst mit dem Arzt abgesprochen werden. Gemeint sind damit ausschließlich äußere Blutergüsse, etwa an der Haut nach einem Sturz. Eine Blutung im Gehirn lässt sich auf diesem Weg weder behandeln noch lindern: Hier zählt allein die sofortige notärztliche und intensivmedizinische Versorgung, und jede Verzögerung durch Selbstbehandlung ist lebensgefährlich.

Quellen

  • Berlit, P. (Hrsg.): Klinische Neurologie.
    ISBN: 9783662606742
  • Masuhr, K. F., Masuhr, F., Neumann, M.: Duale Reihe Neurologie.
    ISBN: 9783132410961
  • Herold, G.: Innere Medizin 2026.
    ISBN: 9783982116655
  • Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Duale Reihe Innere Medizin.
    ISBN: 9783132443488
  • Hoffmann, U., Weiss, N., Czihal, M., Mühlberg, K. (Hrsg.): Klinische Angiologie.
    ISBN: 9783662608791

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