Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)

Eine Nierenschwäche oder Niereninsuffizienz (auch Nierenversagen) unterscheidet man in eine akute und in eine chronische Ausprägung. Die akute Niereninsuffizienz kann plötzlich und innerhalb weniger Stunden auftreten. Die Ursache ist zumeist eine gestörte Nierendruchblutung. Tritt die Nierenschwäche jedoch häufiger auf oder hält über einen längeren Zeitraum an, so kann von einer chronischen Niereninsuffizienz gesprochen werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)?

Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren im Rahmen der Nierenersatztherapie bei Nierenversagen.

Bei einer länger dauernden Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) sind diese beiden bohnenförmigen Organe im hinteren Teil des Beckens chronisch entzündet. Diese Entzündung führt bei Nierenschwäche zu einer fortschreitenden Zerstörung des Nierengewebes, sodass die Blutreinigung nicht mehr vollständig ablaufen kann. Bleibt die Symptomatik der Nierenschwäche unentdeckt, kann ein akutes Nierenversagen mit Koma eintreten, das lebensgefährlich ist.

Je nach dem Grad der Nierenschwäche wird diese in 5 Stadien eingeteilt. Die chronische Nierenschwäche kann auch lange Zeit unbemerkt bleiben, bis sie zu einem akuten Nierenversagen führt. Das Gewebe der Nieren ist dann so zerstört, dass nur noch ca. 10 % tatsächlich für die Entgiftung funktionieren. Durch die fehlende Entgiftung des Körpers werden bei Nierenschwäche alle anderen Organe in Mitleidenschaft gezogen und die Wasserausscheidung und Reinigung des Blutes muss dann durch eine regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation durchgeführt werden.

Ursachen

Nierenschwäche bzw. Niereninsuffizienz tritt in 40% aller Fälle als Folge einer Zuckerkrankheit, Diabetes mellitus, auf. Bei 25 % der Patienten entwickelt sich diese Erkrankung aufgrund nicht bekannter Faktoren. Daneben gibt es auch noch erbliche Faktoren, die eine Zystenbildung in der Niere begünstigen, was ebenfalls zu einer Entzündung der Nierenkörperchen führt. Weiterhin kann Bluthochdruck und die Einnahme von nierenschädigenden Medikamenten bei anderen chronischen Krankheiten zu einer Dauerschädigung und Niereninsuffizienz führen.

Eine genetische Disposition scheint auch eine Rolle bei der Entstehung dieser chronischen Form von Nierenschwäche zu spielen. Es gibt angeborene Fehlbildungen der Harnröhre, bei denen der Urin in die Niere teilweise zurückgespült wird und dort auch zu Entzündungen und chronischer Nierenschwäche führen kann. Davon abgesehen sind Übergewicht und Rauchen Faktoren, die eine Nierenschwäche zusätzlich begünstigen.

Nierenschwäche kann zunächst harmlos mit häufigeren Blasenbeschwerden oder Mattigkeit und Infektionen beginnen. Wer frühzeitig die Symptome entdeckt und behandelt, schützt sich vor der fortschreitenden Zerstörung bei Nierenschwäche und dem lebensgefährlichen akuten Nierenversagen sowie den Folgeschäden.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Nierenschwäche kann zunächst vollkommen unbemerkt verlaufen. Vor allem die chronische Form zeigt zumBeginn keinerlei typischen Merkmale. Später leiden Patienten meist zunehmend unter schwer einzustellendem Blutdruck. Dabei überschreiten sie die Grenzwerte von 140/90 mmHg häufiger ohne erkennbaren Grund.

Häufig vertreten sind Veränderung in Farbe und Konsistenz des Urins. Dieser fällt heller aus. Ein erhöhter Anteil an Eiweißen führt zu einer deutlich sichtbaren Schaumbildung beim Wasserlassen. Manchmal sorgen kleine Beimengungen von Blut für einen trüberen und dunkleren Ton. In der Regel liegt der Anteil jedoch nicht im visuell wahrnehmbaren Bereich (Mikrohämaturie).

Durch die eingeschränkte Leistungsfähigkeit lagert der Körper Wasser in Form von Ödemen ein. Betroffene bemerken zudem eine schwer nachvollziehbare Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein. Als Folge entstehen Schwankungen im Elekrolyten- und Säure-Basenhaushalt. Neben einer herabgesetzten Effizienz des Immunsystems reduziert der Mangel des Hormons Erythropoetin (EPO) die Anzahl der roten Blutkörperchen.

Als Folge bildet sich eine Anämie aus, die mit einem allgemeinen Schwächegefühl, blasser Haut und Konzentrationsproblemen einhergeht. Langfristig provozieren Blutdruckprobleme und die fehlende Reinigung des Bluts organische Fehlfunktionen im ganzen Körper.

Sehstörungen, Übelkeit, diffuse Schmerzen in Knochen und starker Juckreiz entstehen durch das urämische Syndrom. Dauerhafte Veränderungen im Herz-Kreislaufsystem belasten zusätzlich das körperliche Wohlbefinden. Bei extremer Verunreinigung drohen Benommenheit, Krämpfe und sogar Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma.

Krankheitsverlauf

Bei akuter Nierenschwäche ist es wichtig, so früh wie möglich den Arzt zu konsultieren. Krankheitssymptome bei Nierenschwäche ähneln Symptomen einer Erkältung oder Grippe und sind daher oft schwer zu deuten. Mattigkeit, Schwäche, erhöhte Temperatur oder hohes Fieber mit Schmerzen in der Nierengegend oder um die Blase herum, sind Anzeichen, dass eine Nierenerkrankung vorliegt. Zeigt sich zunächst eine Blasenentzündung mit häufigem Harndrang, kann jeder Hausarzt durch eine Urinprobe sofort unter dem Mikroskop erkennen, ob hier akut Erreger für einen grippalen Infekt vorliegen. Diese Erreger werden mit speziellen Antibiotika bekämpft. Sollten die Beschwerden trotzdem nicht binnen drei Tagen verschwinden und die Symptome schlimmer werden, so ist ein Urologe zu Rate zu ziehen oder die Klinik aufzusuchen.

Auch die Beschaffenheit der Haut mit extremer Blässe und die Atem- und Herzfrequenz sowie die Blutfüllung der Halsvenen geben dem Arzt Hinweise auf eine Nierenschwäche. Die Anzahl der weißen Blutkörperchen, das C-reaktive Protein, Leberwerte und Fettwerte sind weitere Anhaltspunkte zur Diagnose für den Arzt. Mediziner sprechen bei Nierenschwäche auch von prärenalem und postrenalem Nierenversagen. In prärenalen Fällen kann der Arzt weitere Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Infektionen und Lungenödeme verhüten; bei postrenalem Versagen der Niere gilt es Schädigungen durch Urinstau in den Nierenhohlräumen festzustellen. Dann ist eine Nierenpunktion notwendig, wobei auch Gewebe zur histologischen Diagnose entnommen wird.

Komplikationen

Unbehandelt schreitet das Krankheitsbild der Niereninsuffizienz voran, bis es zum völligen Versagen der Nieren kommt. Je mehr Nierengewebe zerstört wird, desto langsamer können die Nieren die aufgenommene Flüssigkeit verarbeiten. Im Endstadium der Niereninsuffizienz reichern sich die Schadstoffe, die durch die Nieren ausgeschieden werden sollten, im Blut an, so dass nur noch eine Dialyse helfen kann. Hier wird das Blut regelmäßig dem Körper entzogen, von Schadstoffen gereinigt und wieder zugeführt- eine langwierige und anstrengende Prozedur.

Da durch die Hormone der Nieren, dem Angiotensin-Aldosteron-Renin-System, auch der Blutdruck reguliert wird, kann es hier zu weiteren Komplikationen kommen. Mediziner sprechen vom renalen, also durch die Nieren ausgelösten, Hochdruck.

Die Liste der weiteren Komplikationen der Nierenleistungsschwäche ist lang: eine erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen, Wassereinlagerungen in den Beinen und im Gewebe, Uringeruch der Haut, blass-gelbliche Hautfarbe, Herzrhythmusstörungen, Wasser in den Lungen, vom Gehirn ausgelöste Krämpfe, schlechte Ausscheidung von Medikamenten, Salzmangel, Kaliummangel, Erbrechen und Durchfall. Jede einzelne Komplikation sollte ernst genommen und unbedingt mit dem Arzt besprochen werden.

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Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine Nierenschwäche wird oft erst erkannt, wenn das Nierengewebe bereits stark geschädigt ist. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Abklärung typischer Symptome. So sollten Müdigkeit, Ödeme in den Beinen und Anzeichen einer Blutarmut vom Hausarzt untersucht werden. Der Mediziner kann feststellen, ob die Symptome auf eine Nierenschwäche hindeuten und gegebenfalls direkt eine Behandlung einleiten. Personen, die an einer Nierenschwäche leiden, sollten regelmäßig Rücksprache mit dem Hausarzt halten. Besteht der Verdacht, dass die Beschwerden stärker werden, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Vor allem plötzliche krampfartige Schmerzen oder eine Schwellung im Bereich der Nieren müssen abgeklärt werden, da womöglich ein Niereninfarkt droht. Sollte es zu einem Niereninfarkt kommen, muss der Notarzt gerufen werden.

Die betroffene Person muss umgehend medizinisch versorgt werden. Eine Nierenschwäche wird vom Hausarzt oder einem Facharzt für Erkrankungen der Nieren behandelt. Weitere Ansprechpartner sind der Internist und der Gastroenterologe, immer abhängig von den vorliegenden Beschwerden und der Ursache der Nierenschwäche. Eine fortgeschrittene Nierenschwäche muss im Krankenhaus behandelt werden. Da eine Heilung nur durch eine Organtransplantation möglich ist, müssen entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen getroffen werden. Des Weiten ist es notwendig, die Ernährung umzustellen, wofür sich der Gang zum Ernährungsberater empfiehlt. Bei chronischen Erkrankungen ist außerdem therapeutische Hilfe sinnvoll.

Behandlung & Therapie

Sobald bei einer Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) das Blut nicht mehr ausreichend gefiltert wird, steigen auszuscheidende Stoffe wie Kreatinin und Harnstoff im Blut an. Dies wird durch eine Blutuntersuchung festgestellt. Je höher der Anteil dieser Stoffe im Blut ist, umso schwächer ist die Funktion der Nieren. Ist der Harnstoffwert auf über 450 Milligramm pro Liter Blut angestiegen, so liegt eine Störung vor. Vor allem ist auch das Ansteigen von Eiweißen im Urin ein sicherer Hinweis auf die Nierenschwäche.

Der Hausarzt wird anhand dieses Wertes durch den Schnelltest eine erste Diagnose stellen. Anhand der GFR, der globulären Filtrationsrate, kann der Hausarzt auch sofort feststellen, wie akut die Erkrankung ist. Vermehrtes Urinsediment ist immer ein Indikator für eine Störung. Anschließend ist dann vor allem die Menge an Kreatinin zu messen. Leider zeigt dieser Wert erst einen Anstieg, wenn die Nierenfunktion bereits um mehr als 50% gesunken ist. Eine Nierenschwäche wird daher leider oft zu spät diagnostiziert.

Damit der Patient nicht in ein akutes Nierenversagen mit Koma fällt, muss dann sofort eine Behandlung eingeleitet werden. Besser geeignet ist für die Diagnose die sogenannte Kreatinin Clearance. Dabei wird festgestellt, wie schnell die Nieren das vorhandene Kreatinin aus dem Blut herausfiltern. Erst bei einem Abfall der Nierenfunktion von 60% spricht man von einer akuten Insuffizienz. Bei einer Nierenschwäche von über 80% muss der Betroffene durch eine Dialyse behandelt werden, um die stark gestörte Blutreinigung maschinell vorzunehmen. Die Dialyse dauert immer mehrere Stunden. Dialysepatienten müssen je nach Schweregrad alle 2-4 Wochen in eine Dialyseabteilung der Klinik gehen, um sich für einige Stunden an ein Dialysegerät anschließen zu lassen. Das ist eine erhebliche Minderung der Lebensqualität.

Um einer Nierenschwäche vorzubeugen, raten Ärzte bei wiederholt auftretenden Blasenentzündungen zu pflanzlichen Medikamenten wie Kräutertees und Tabletten aus Heilkräutern für die Stärkung des Urogenitaltraktes. Eine Abhärtung durch Kneipp Kuren ist ebenfalls empfehlenswert.

Das können Sie selbst tun

Appetitlosigkeit und Übelkeit infolge einer Nierenschwäche führen häufig zu einer Mangelernährung, die den Abbau von Muskelmasse und eine Beeinträchtigung vieler Körperfunktionen nach sich zieht. Erkrankte sollten daher auf eine ausgewogene Ernährung großen Wert legen, Eiweiß, Natrium, Kalium und Phosphat dürfen jedoch nur in Maßen aufgenommen werden. Ideal ist eine kohlenhydratreiche Kost, Salz sollte sparsam verwendet werden.

Um die ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigen (essentiellen) Aminosäuren zu gewährleisten, empfiehlt sich eine Kombination aus tierischen und pflanzlichen Proteinquellen wie etwa Milch und Weizen oder Hülsenfrüchte und Ei. Milch, Hart- und Weichkäse dürfen sparsam verzehrt werden, auf Schmelzkäse, Dosenfisch, stark gesalzene Wurst- und Fleischsorten und Fertigprodukte sollten Erkrankte besser verzichten. Kalium ist reichlich in Obst- und Gemüsesäften, Nüssen, Bananen, Trockenobst und Pilzen enthalten, diese Nahrungsmittel sollten daher nur selten auf dem Speiseplan stehen.

Bei einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz ist eine Beschränkung der Eiweißzufuhr nicht notwendig, da durch die Blutwäsche alle harnpflichtigen Substanzen entfernt werden. Die benötigte Flüssigkeitsmenge pro Tag ist abhängig vom Schweregrad der Nierenschwäche und wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Insbesondere dialysepflichtige Patienten müssen eine Beschränkung der Trinkmenge strikt einhalten: Eiswürfel und Zitronenstückchen eignen sich zum Durstlöschen zwischendurch, auch das Ausspülen des Mundes und das Kauen zuckerfreier Kaugummis können Durstgefühl lindern.

Quellen

  • Geberth, S., Nowack, R.: Praxis der Dialyse. Springer, Berlin 2014
  • Keller, C.K., Geberth, S.K.: Praxis der Nephrologie. Springer, Berlin 2010
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 30. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

sonne kommentierte am 11.03.2012

Die Artikel über Nierenschwäche sind sehr interressant, da es mich auch betrifft. Habe von Geburt an nur eine Niere, seit 2008 weiss ich von der Nierenschwäche. Mein Arzt sagt, Tabletten brauche ich nicht zunehmen, mit der Nierenschwäche wird es nicht anders. Gesund leben, danach halte ich mich schon immer. Stimmt die Aussage von meinem Arzt, bei hohen Fieber
und Durchfall sofort Arzt rufen?

Kiara kommentierte am 26.08.2012

Habe schon viele Jahre eine Nierenschwäche. Kämpfe jetzt mit meinen Bluthochdruck. Vertrage keine Medikamente, bekomme immer Nebenwirkungen. Lebe gesund, aber das reicht nicht. Wie bekomme ich meinen Blutdruck in Griff, ohne diese Medikamente mit diesen schrecklichen Nebenwirkungen?

Nilly kommentierte am 26.06.2014

Seit meinem achten Lebensjahr habe ich links eine Nierenbeckenplastik. Erst hatte ich nach dieser Operation laufend Nierenbeckenentzündungen, dann ging es eine Zeit lang gut. Als ich 18 Jahre alt wurde, fingen die Entzündungen wieder an. Die Gesamtfunktion meiner Nieren beträgt seit der Operation 84%, davon werden 67% von der rechten und 33% von der linken Niere übernommen. Von 2012 bis 2013 hat die Gesamtfunktion meiner Nieren abgenommen, sie beträgt nur noch 62%. Neuerdings fühle ich mich schwach.
Weiß jemand, ob die Gesamtfunktion meiner Nieren besorgniserregend ist?

Anastasia kommentierte am 08.05.2015

Mein Vater leidet unter Nierenversagen seitdem er die Bestrahlung gemacht hat. Das Ganze geschah, nachdem sein Prostatakrebs entfernt wurde. Welche Medikamente kann man einnehmen gegen Fieber bei nierengeschädigten Patienten?

iddi kommentierte am 18.02.2016

Leider stelle ich oft fest, dass Hausärzte, sowie Nephrologen und Urologen das Thema Nieren nicht ernst nehmen. Jahrelang bitte ich um Hilfe aber bekomme sie nicht. Ich habe seit Jahren krankmachende Keime und Eiweiß im Urin, Wasser in den Fesseln und Schmerzen in den Flanken. Ärzte sind der Meinung, es sei alles in Ordnung und damit keine Therapie. Nun ist es soweit gekommen, dass ich Niereninsuffizienz im Stadium zwei habe. In der Klinik wurde nichts dagegen unternommen und der daraufhin aufgesuchte Nephrologe befand den Befund auch nicht schlimm genug um sich darum zu kümmern. Sie sind nicht in der Lage zu schlußfolgern, dass sich die Krankheit schneller verschlechtert, wenn man nicht rechtzeitig therapiert. Jetzt habe ich einige Begleiterkrankungen wie Arteriosklerose, Knochenschmerzen, ständige Schwäche usw. Die Niereninsuffizienz ist im Stadium drei angelangt und ich bekomme immer noch keine Hilfe. Was kann ich machen?

Mona kommentierte am 13.04.2016

Ich habe eine Niereninsuffizienz von Geburt an, ich bin querschnittsgelähmt und habe einen Shunt = Hydrocephalus.
Seit 2010 leide ich an Epilepsie, habe eine Schilddrüsenunterfunktion, Bluthochdruck und brauche Tabletten gegen Übersäuerung vom Blut. Die herkömmlichen Medikamente, wie z.B. Ciprofloxacin darf ich aufgrund der Epilepsie nicht nehmen. Ebenfalls habe ich eine Allergie gegen Penecillin. Ich bekomme aufgrund meiner Behinderung Krankengymnastik und hatte auch Lymphdrainage. Was kann ich tun, damit Wassereinlagerungen vermieden werden?

Norbert kommentierte am 01.02.2017

Ich wurde 1948 geboren. 2004 wurde ein Nierentumor festgestellt und die rechte Niere entnommen. 2014 stellte man an der Papille und an der Bauchspeicheldrüse (außen) Metastasen fest, an der linken Niere befindet sich eine 25mm große Zyste. Eine Therapie mit Sutent 50 musste ich auf Grund enorm starker Nebenwirkungen (starker Juckreiz und Hautauschläge an den Füßen, Schleimhautentzündungen im Mund und an der Zunge) abbrechen. Seit Februar 2015 mache ich eine Therapie mit Sudent 25 mg, die Nebenwirkungen sind nicht so heftig. Außerdem gab mir ein Bekannter einen Tipp: Basische Bäder. Seitdem ich jede Woche ein basisches Bad nehme, habe ich fast keine Nebenwirkungen mehr. Basische Bäder sind offiziell ein Körperpflegemittel, was auch zutrifft (glatte Haut, kleine Falten, Pickel u.a. verschwinden). Basische Bäder können auch mehr, insbesondere bei Menschen deren Nierenfunktion gestört ist. Bei gestörter Nierenfunktion werden Stoffwechselprodukte, Schlacke, aber auch Rückstände vom Sutent und anderen Medikamenten, die die Nieren über den Urin nicht ausscheiden, in der Haut, insbesondere der Füße, abgelagert und über Schweiß, aber auch Hautausschläge, ausgeschieden. Die basischen Salzionen dringen in die Haut ein, lösen saure Verbindungen, aber auch die Sutentrückstände, und schwämmen diese in das Badewasser aus (es trübt sich ein). Der ph-Wert im Badewasser sinkt von 8,5 auf einen Wert um 7,0. Man muss mindestens 30 Minuten im Badewasser bleiben, damit dieser Ionenaustausch erfolgen kann. Bei mir sind es jetzt meist 90 Minuten, je länger, je besser. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man durch basische Bäder "abnimmt" (vor und nach dem Bad wiegen), bei mir sind das meist 1-1,5 kg, weil Wasser aus dem Körper gezogen wird, d.h. man muss nach dem Baden viel trinken. Mein Kreateninwert im Blut ist von anfangs 130 auf jetzt 110 Mikromol/l Blut gesunken, d.h. die basischen Bäder entlasten die Nieren in ihrer Funktion. Ich hoffe, meine Erfahrungen an andere weitergeben zu können.