Venerologe
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 6. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Venerologie ist nicht, wie man mit profundem Halbwissen anhand des Namens zunächst annehmen könnte, die medizinische Fachrichtung, die sich mit Venen und anderen Blutgefäßen beschäftigt, nein: der Venerologe ist ein Arzt, der sich einzig und allein auf Geschlechtskrankheiten spezialisiert hat. Da sich diese aber oftmals als Allererstes auf der Haut bemerkbar machen, ist der Venerologe oft eng mit dem Dermatologen-Metier verknüpft, sodass man auf den meisten Praxisschildern am Ende lesen kann: Dermatologe und Venerologe, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.
Inhaltsverzeichnis |
Was ist ein Venerologe?
Die Venerologie ist die Lehre von den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Das Wort leitet sich dabei vom lateinischen „venus“ her, was ja soviel wie „Liebeslust“ bedeutet und in die römische Mythologie auch als Venus, die Göttin der Liebe, Einzug genommen hat.
Die Venerologie ist ein recht kleines Metier ohne weitere Aufgliederung, ist jedoch eng mit dem ärztlichen Fachgebiet der Dermatologie, also den Hauterkrankungen, und mit der Andrologie, der Lehre von der Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes (als „Männerkunde“ das Gegenstück zur Gynäkologie) verknüpft.
Als kleines Fachgebiet werden die Zuständigkeitsbereiche der Venerologie zudem oft von den Internisten oder den Urologen beansprucht und übernommen.
Ausbildung & Qualifikation
Ein Venerologe ist ein Facharzt, der sich auf die Diagnose und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs) spezialisiert hat. Um Venerologe zu werden, ist zunächst ein abgeschlossenes Medizinstudium erforderlich, das in der Regel sechs Jahre dauert und mit dem Staatsexamen abschließt. Nach dem Medizinstudium folgt die Facharztausbildung in Dermatologie und Venerologie, die fünf Jahre dauert. Während dieser Zeit erwirbt der Arzt umfassende Kenntnisse über Hautkrankheiten und sexuell übertragbare Infektionen, da die Venerologie in Deutschland als Teilgebiet der Dermatologie angesehen wird. Eine eigenständige Facharztbezeichnung Venerologie gibt es in Deutschland nicht; die vollständige Bezeichnung lautet „Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten“. Die Venerologie ist auch kein Wahlgebiet, sondern fester Bestandteil der Weiterbildung jedes Dermatologen.
Das erklärt, warum es in Deutschland kaum eine venerologische Praxis ohne dermatologisches Schild gibt: Die Gebietsdefinition der Musterweiterbildungsordnung führt die Geschlechtskrankheiten gemeinsam mit den Erkrankungen der Haut, der Unterhaut, der hautnahen Schleimhäute und der Hautanhangsgebilde. Für die Weiterbildung sind 60 Monate vorgesehen, von denen zwölf in der stationären Akutversorgung abzuleisten sind; die Anerkennung erteilt die jeweilige Landesärztekammer, die auch die Prüfung abnimmt. Wer sich also gezielt einen Venerologen sucht, sucht in der Praxis nach einem Hautarzt mit entsprechendem Tätigkeitsschwerpunkt.
Das Berufsbild eines Venerologen umfasst die Behandlung von Erkrankungen wie Syphilis, Gonorrhö, Chlamydieninfektionen, HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Er arbeitet sowohl in klinischen Einrichtungen als auch in eigenen Praxen und muss dabei eine hohe ethische Verantwortung übernehmen. Der Venerologe behandelt oft sensible medizinische und soziale Themen, weshalb eine vertrauensvolle und diskrete Patientenbeziehung von großer Bedeutung ist. Der Schutz der Privatsphäre und die Aufklärung über Prävention spielen dabei eine zentrale Rolle.
Der Unterschied zu anderen Fachärzten liegt in der Spezialisierung: Während Venerologen auf sexuell übertragbare Krankheiten fokussiert sind, behandeln Gynäkologen oder Urologen allgemeinere Erkrankungen der Geschlechtsorgane. Infektiologen, die sich ebenfalls mit Infektionskrankheiten befassen, haben ein breiteres Spektrum und behandeln Infektionen im gesamten Körper, nicht nur im sexuellen Bereich.
Aufgabenbereich
Der Aufgabenbereich eines Venerologen umfasst die Prävention, Diagnose, Behandlung und Nachsorge von sexuell übertragbaren Krankheiten (STDs). Als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist er für die medizinische Betreuung von Patienten zuständig, die an Infektionen leiden, die hauptsächlich durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Dazu gehören Erkrankungen wie Syphilis, Gonorrhö (Tripper), Chlamydieninfektionen, Herpes genitalis, HPV-Infektionen (Humane Papillomviren), HIV/AIDS und andere weniger häufige sexuell übertragbare Krankheiten.
Ein zentraler Teil seiner Arbeit besteht in der Prävention und Aufklärung. Venerologen beraten ihre Patienten über Risiken, Schutzmaßnahmen und Verhaltensweisen, die helfen, die Verbreitung von STDs zu verhindern. Dabei ist die Aufklärung über den richtigen Gebrauch von Verhütungsmitteln wie Kondomen essenziell. Diese präventive Arbeit ist wichtig, um die Ausbreitung von Infektionen in der Gesellschaft zu minimieren und Risikogruppen besonders zu schützen.
Bei der Diagnose nutzt der Venerologe verschiedene diagnostische Verfahren, um Infektionen festzustellen. Dazu gehören Laboruntersuchungen, Bluttests, Abstriche und in einigen Fällen bildgebende Verfahren, um die genaue Art der Infektion zu bestimmen. Die schnelle und genaue Diagnose ist entscheidend, da viele sexuell übertragbare Krankheiten asymptomatisch verlaufen und ohne Behandlung zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen können.
Die Behandlung ist eine der Hauptaufgaben des Venerologen. Abhängig von der Art der Infektion kommen verschiedene therapeutische Ansätze zum Einsatz. Bakterielle Infektionen wie Gonorrhö oder Syphilis können mit Antibiotika behandelt werden, während virale Infektionen wie Herpes oder HIV mit antiviralen Medikamenten therapiert werden. Im Fall von HIV ist der Venerologe oft Teil eines multidisziplinären Teams, das eine langfristige Behandlung überwacht, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität des Patienten zu erhalten.
Neben der akuten Behandlung spielt auch die Nachsorge eine wichtige Rolle. Venerologen überwachen den Fortschritt der Behandlung, führen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch und stellen sicher, dass die Infektion vollständig ausgeheilt ist oder, im Falle von chronischen Erkrankungen wie HIV, die Therapie gut anschlägt. Zudem ist die Betreuung von Partnern wichtig, um eine erneute Ansteckung oder weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit eines Venerologen ist der Umgang mit sensiblen und psychosozialen Fragestellungen. Viele sexuell übertragbare Krankheiten sind mit Scham, Stigmatisierung und psychischem Stress verbunden. Der Venerologe muss deshalb in der Lage sein, auf diskrete und einfühlsame Weise mit seinen Patienten umzugehen, um Vertrauen zu schaffen und eine offene Kommunikation zu ermöglichen. Dabei ist auch die Aufklärung über mögliche langfristige gesundheitliche Folgen sowie die emotionale Unterstützung der Betroffenen ein wesentlicher Bestandteil der Patientenbetreuung.
Insgesamt hat der Venerologe eine umfassende Verantwortung, die sowohl die medizinische Versorgung als auch die psychosoziale Unterstützung und Präventionsarbeit umfasst. Er ist ein wichtiger Ansprechpartner für Patienten, die mit den oft komplexen und belastenden Aspekten sexuell übertragbarer Krankheiten konfrontiert sind.
Spezialisierungen
Venerologen können sich durch verschiedene Weiterbildungen und Spezialisierungen zusätzlich qualifizieren, um den sich wandelnden Anforderungen der Medizin und der Bedürfnisse ihrer Patienten gerecht zu werden. Eine gängige Spezialisierung ist die HIV-Medizin, bei der Ärzte spezielle Kenntnisse über die Langzeitbehandlung von HIV-Infektionen erwerben. Diese Weiterbildung ermöglicht es ihnen, moderne antiretrovirale Therapien zu verschreiben und umfassend über die Auswirkungen und Präventionsstrategien von HIV zu beraten.
Ein weiterer Bereich der Spezialisierung ist die sexuelle Gesundheit, die sich auf die umfassende Betreuung und Beratung von Patienten zu Themen wie sexueller Funktion, Verhütung und sexueller Orientierung konzentriert. Diese Spezialisierung erweitert die Tätigkeit des Venerologen über rein infektiöse Erkrankungen hinaus und integriert psychosoziale und präventive Aspekte der Gesundheit.
Auch die Dermatopathologie kann eine wertvolle Weiterbildung sein, da viele sexuell übertragbare Infektionen Hautmanifestationen aufweisen. Eine tiefere Kenntnis der dermatologischen Diagnostik ermöglicht eine genauere Identifikation von Krankheiten, die sich auf der Haut und den Schleimhäuten zeigen.
Schließlich können Venerologen ihre Expertise durch klinische Forschung erweitern. Diese Fortbildung ermöglicht es ihnen, an der Entwicklung neuer Behandlungsmethoden und Diagnosetechniken teilzuhaben und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Solche Spezialisierungen tragen zur Weiterentwicklung des Fachgebiets und zur Optimierung der Patientenversorgung bei.
Behandlungen & Therapien
Das Behandlungsspektrum des Venerologen deckt zunächst einmal alles ab, was sexuell übertragbar ist. Im klassischen Sinne sind dies vor allem die Gonorrhoe und die Syphilis.
Die Gonorrhoe ist auch als Tripper bekannt und wird durch Gonokokken, kleine unbewegliche Bakterien, hervorgerufen. Es handelt sich um eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten, die sich manchmal durch Brennen in der Harnröhre und rahmig-eitrigen Ausfluss bemerkbar macht, in vielen Fällen aber auch ohne spezifische Symptome verläuft. Das Tückische ist, dass die Bakterien dann vom sich gesund fühlenden Infizierten beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können und die Infektion so weiter verbreitet wird.
Da eine Gonorrhoe aber auch Eileiter und männliche Samenwege befallen und so zu Unfruchtbarkeit führen kann, sollte sie unbedingt rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Im Gegensatz zum Tripper, der nur selten andere Organe als die Geschlechtsorgane befällt, handelt es sich bei der Syphilis in den späteren Stadien um eine generalisierte Systemerkrankung. Im Frühstadium jedoch fällt sie meist, ebenfalls durch Bakterien (Treponema pallidum) hervorgerufen, durch den sogenannten „harten Schanker“, ein schmerzloses Geschwür an den Geschlechtsorganen, auf. Dummerweise ist dies den meisten Betroffenen jedoch unangenehm, viele nehmen es mangels Schmerzen oder Juckreiz auch gar nicht ernsthaft zur Kenntnis.
Da die Erkrankung jedoch Wochen später anfängt, den gesamten Körper zu befallen und im Endstadium auch das Gehirn, sollte sie unbedingt erkannt und behandelt werden. Die Syphilis wird medizinisch korrekt Lues genannt, im Volksmund früher auch die „Franzosenkrankheit“ - ein Strolch, wer Böses dabei denkt.
Zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen weiterhin das Ulcus molle (bakterieller Infekt) und das Lymphogranuloma venereum (ebenfalls bakteriell), die sich ebenfalls durch Schwellung im Genitalbereich bemerkbar machen. Früher glaubte man, dass diese Erkrankungen lediglich beim Geschlechtsverkehr übertragbar seien und prägte daher den Begriff „Geschlechtskrankheiten“, heute sind weitere Übertragungswege beispielsweise für die Lues durch Blutprodukte bekannt.
Gleichzeitig gibt es „neuere“ sexuell übertragbare Infektionen wie HIV oder Hepatitis, die nicht zu den klassischen Geschlechtskrankheiten zählen. Die Virushepatitis wird meist von Internisten betreut; die HIV-Infektion gehört dagegen ausdrücklich zum Fachgebiet des Venerologen. Ebenso fallen die Herpes-genitalis-Infektion oder die Papillomaviren, welche Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können, ins Fachgebiet der Venerologie, wenngleich sie meist von Gynäkologen oder Hausärzten behandelt werden.
Einen Teil der Arbeit gibt dem Venerologen das Infektionsschutzgesetz vor. Seit dem 1. Januar 2001 richtet sich der Umgang mit sexuell übertragbaren Krankheiten in Deutschland nach diesem Gesetz, das weniger auf behördlichen Zwang als auf niedrigschwellige Angebote setzt. Nach seinem § 7 Absatz 3 ist der Nachweis von Treponema pallidum, HIV, Neisseria gonorrhoeae und – beschränkt auf die Serotypen L1 bis L3, also das Lymphogranuloma venereum – von Chlamydia trachomatis nichtnamentlich zu melden. Gemeldet wird nicht von der behandelnden Praxis, sondern vom Labor, und zwar innerhalb von zwei Wochen unmittelbar an das Robert Koch-Institut. Die Meldung enthält weder Namen noch vollständige Anschrift, sondern unter anderem Geschlecht, Geburtsmonat und -jahr, die ersten drei Ziffern der Postleitzahl, den Untersuchungsbefund, die Nachweismethode und Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsweg; bei Gonokokken kommen Angaben zu einer verminderten Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Antibiotika hinzu. Der einzelne Patient bleibt für die Statistik damit anonym, ohne dass die Ausbreitung der Erreger unbeobachtet bliebe.
Diagnose- & Untersuchungsmethoden
Die „Waffe“ des Venerologen ist sein Auge und der mikrobiologische Abstrich: Viele Geschlechtskrankheiten wie z.B. die Gonorrhoe oder die Herpesinfektion sind anhand des klinischen Bildes oder (im Falle der Syphilis) des Verlaufes gut zu identifizieren. Ein Abstrich aus der Harnröhre oder aus dem Geschwür kann dann in die Mikrobiologie geschickt werden und bringt diagnostische Gewissheit. Im Falle der späteren Syphilis spielen auch diverse Bluttests eine wichtige Rolle. Bildgebende oder endoskopische Verfahren spielen kaum eine Rolle. Lange Zeit stützte sich der Erregernachweis vor allem auf die Mikroskopie und die Anzucht in der Kultur. Heute werden Chlamydien und Gonokokken in erster Linie über Nukleinsäure-Amplifikationstests (PCR) nachgewiesen; die Kultur wird bei der Gonorrhoe vor allem noch eingesetzt, um die Empfindlichkeit der Erreger gegenüber Antibiotika zu bestimmen.
Therapiert werden diese Erkrankungen ausnahmslos mit Medikamenten - lokale Stadien können gegebenenfalls mit Salben behandelt werden, später müssen oft Antibiotika herhalten. Der Partner muss in den meisten Fällen unbedingt mitbehandelt werden. Wichtig wird die Erkennung und Therapie außerdem auch im Falle einer Schwangerschaft, da dem Neugeborenen beim Durchtritt durch den Geburtskanal ebenfalls Krankheitserreger übertragen werden können. Eine rechtzeitige Sanierung vor der Geburt ist daher enorm wichtig.
Moderne Technologien und Hilfsmittel
Ein Venerologe nutzt eine Vielzahl von diagnostischen Geräten und Instrumenten, um sexuell übertragbare Krankheiten (STDs) präzise zu diagnostizieren und zu behandeln. Zu den grundlegenden Werkzeugen gehören Dermatoskope, die zur Untersuchung von Hautläsionen verwendet werden, um Veränderungen an der Haut oder Schleimhaut zu beurteilen, die auf Infektionen wie Syphilis, Herpes oder HPV hinweisen können.
Abstrichinstrumente wie sterile Wattestäbchen werden verwendet, um Proben von betroffenen Haut- oder Schleimhautstellen, wie Genital- oder Rachenabstriche, zu entnehmen. Diese Proben werden anschließend im Labor mikroskopisch untersucht oder auf Bakterien, Viren und Pilze getestet.
Für Blutuntersuchungen wird in der Regel Standard-Laborequipment genutzt, wie etwa Spritzen und Vakuumröhrchen zur Blutabnahme, um serologische Tests durchzuführen, etwa auf Syphilis oder HIV. Der Venerologe verwendet auch Mikroskope, um Proben von Hautabstrichen oder Flüssigkeitsbläschen auf zelluläre Veränderungen zu untersuchen, wie sie bei bestimmten Infektionen auftreten.
PCR-Geräte (Polymerase-Kettenreaktion) werden in spezialisierten Laboren eingesetzt, um den genetischen Nachweis von Viren und Bakterien zu erbringen, z.B. bei Chlamydien oder HPV-Infektionen. Für die Behandlung, insbesondere von Warzen oder Hautveränderungen, kommen Kryotherapie-Geräte zur Anwendung, um betroffene Bereiche zu vereisen und zu entfernen.
All diese Geräte und Instrumente helfen dem Venerologen, eine umfassende und genaue Diagnose zu stellen und entsprechend zu behandeln.
Worauf sollte der Patient achten?
Bei der Auswahl des Arztes sollte man sich, wie eigentlich immer bei der Arztsuche, von persönlichen Empfehlungen oder eigenen Erfahrungen und am Ende von seinem Gefühl im Umgang mit dem Arzt leiten lassen. Wer bereits einen Hautarzt hat, ist dort meist auch im Falle von Geschlechtskrankheiten an der richtigen Adresse. Auch der Hausarzt oder Gynäkologe kann einen passenden Facharzt empfehlen und viele Infektionen auch selber behandeln.
Neben der ärztlichen Praxis gibt es einen zweiten Weg, den viele Betroffene nicht kennen. Nach § 19 des Infektionsschutzgesetzes bieten die Gesundheitsämter zu sexuell übertragbaren Krankheiten Beratung und Untersuchung an oder stellen sie in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen sicher; im Einzelfall kann dieses Angebot auch die ambulante Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt umfassen, soweit das erforderlich ist, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Ausdrücklich vorgesehen ist, dass diese Angebote anonym in Anspruch genommen werden können. Für Menschen ohne Versicherungsschutz und für alle, denen die Anonymität wichtiger ist als die freie Arztwahl, ist das oft der zugänglichere Weg.
Quellen
- Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
ISBN: 9783662495445
- Mylonas, I.: Sexuell übertragbare Erkrankungen.
ISBN: 9783662696552
- Schwarz, T., Schmuth, M., Fritsch, P.: Dermatologie und Venerologie.
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- Beier, K. M., Bosinski, H. A. G., Loewit, K.: Sexualmedizin.
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- Suttorp, N., Mielke, M., Kiehl, W., Stück, B. (Hrsg.): Infektionskrankheiten.
ISBN: 9783131585813
