Aminomethylbenzoesäure

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 7. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die Aminomethylbenzoesäure wird als Wirkstoff eingesetzt, um die Auflösung von Blutgerinnseln zu hemmen und Blutungen zu stillen. Ihr kommt somit bei Massivblutungen ein hoher Wert zu. Auch bei den sich daraus ergebenden Folgeerscheinungen kann das Medikament eingesetzt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Aminomethylbenzoesäure?

Aminomethylbenzoesäure
Die Aminomethylbenzoesäure hemmt die Auflösung von Blutgerinnseln und wird zur Stillung von Blutungen verwendet. Ihr kommt somit bei Massivblutungen ein hoher Wert zu.

Beim Auftreten von Wunden und den damit einhergehenden Blutungen sollte der Organismus zur Selbsthilfe fähig sein. In diesen Fällen verschließt zunächst ein Gerinnsel aus Fibrin die Wunde; das sogenannte Plasmin ist dasjenige Enzym, das dieses Gerinnsel später wieder auflöst. In einigen akuten und chronischen Ausgangslagen bildet der Körper aber zu früh oder zu viel von diesem Enzym, sodass sich das Gerinnsel vorzeitig auflöst und die Blutung anhält.

Notwendig ist es daher, die Blutung durch ein Medikament zu hemmen. Hierbei wird häufig auf die Aminomethylbenzoesäure abgestellt. Ihre Verabreichung erfolgt oral in Form von Tabletten oder als Injektion. Etwa 60 bis 120 Minuten nach der vorbeugenden Einnahme vollzieht sich die Wirkung, die ihrerseits für rund fünf Stunden anhält. Diese Zeit genügt regelmäßig zur Stillung auch stärkerer Blutungen. Die spätere Ausscheidung erfolgt nahezu rückstandsfrei über die Nieren. Bis auf kleinere Nebenwirkungen wird das Medikament zumeist auch sehr gut vertragen. Fertigarzneimittel mit Aminomethylbenzoesäure sind in Deutschland heute allerdings kaum noch erhältlich.

Chemisch gehört die Aminomethylbenzoesäure zu den Lysinanaloga: Ihr Molekül ähnelt der Aminosäure Lysin so weit, dass es an denselben Stellen des Plasminogens andockt. Auf diesem Bauprinzip beruht die gesamte Gruppe der synthetischen Antifibrinolytika, zu der außer ihr die Tranexamsäure und die Epsilon-Aminocapronsäure zählen. Die drei Substanzen unterscheiden sich nicht im Wirkprinzip, sondern in der Festigkeit, mit der sie an diese Bindungsstellen binden, und damit in der Menge, die für denselben Effekt erforderlich ist.

Von den örtlich aufgetragenen blutstillenden Mitteln unterscheidet sich die Aminomethylbenzoesäure grundlegend. Sie wirkt nicht an der Wunde, sondern über den Blutkreislauf im ganzen Körper, und sie greift dort in ein Regelsystem ein, statt eine Blutung mechanisch zu verschließen. In Deutschland ist sie verschreibungspflichtig; die Arzneimittelverschreibungsverordnung führt sie unter der Bezeichnung 4-(Aminomethyl)benzoesäure zur oralen und parenteralen Anwendung.

Pharmakologische Wirkung

Die Aminomethylbenzoesäure setzt sich im Organismus an die Lysinbindungsstellen des Plasminogens. Über diese Stellen lagert sich das Plasminogen in einem gesunden Körper während der Wundheilung an das Fibringerüst des Gerinnsels an. Aus der Vorstufe Plasminogen entsteht dort das Plasmin, welches das Fibrin spaltet und das Gerinnsel damit wieder abbaut.

Dieser Abbau ist aber nicht in jedem Organismus richtig gesteuert. So kann es im Rahmen akuter Leiden sowie chronischer Beschwerden zu einer übermäßigen Anlagerung von Plasminogen an jenen Bindungsstellen kommen. Im Effekt würde damit das Gerinnsel zu früh wieder aufgelöst. Das Blut würde weiterhin aus der Wunde treten. Eine Selbstheilung und somit ein Verschließen der Blessur wäre nicht möglich. Die Aminomethylbenzoesäure besetzt nun jedoch diese Bindungsstellen.

An ihnen kann sich folglich kein Plasminogen mehr anlagern. Die Fibrinspaltung unterbleibt, das Gerinnsel hält und die Blutung kommt zum Stillstand. Die Wirkung tritt jedoch nur für wenige Stunden ein. Anschließend ist die Wunde verschlossen, sodass ein erneuter Abbau des Gerinnsels kein negatives Resultat mehr auszulösen vermag.

Gerinnung und Fibrinolyse stehen im gesunden Körper in einem Gleichgewicht. Aufgebaut wird das Gerinnsel aus Fibrin, abgebaut wird es durch Plasmin. Dessen Entstehung aus der Vorstufe Plasminogen besorgen körpereigene Aktivatoren, die vor allem aus der Innenwand der Blutgefäße stammen; gebremst wird sie durch körpereigene Hemmstoffe. Überwiegen die Aktivatoren, so löst sich das Gerinnsel zu früh auf. Dieser Zustand, die gesteigerte Fibrinolyse, ist der Angriffspunkt der Aminomethylbenzoesäure.

Bemerkenswert an diesem Angriffspunkt ist, dass die Substanz das Plasmin nicht selbst lahmlegt. Sie verhindert allein, dass Plasminogen und Plasmin über ihre Lysinbindungsstellen an das Fibringerüst gelangen; ohne diesen Kontakt bleibt der Abbau aus. Die Aminomethylbenzoesäure fördert die Gerinnung deshalb nicht und beschleunigt sie auch nicht – sie bewahrt das bereits gebildete Gerinnsel vor der vorzeitigen Auflösung. Bei der Hämophilie A tritt sie aus eben diesem Grund nicht an die Stelle der fehlenden Gerinnungsfaktoren, sondern ergänzt deren Behandlung.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Bei einer gesteigerten Fibrinolyse – also dem im Körper ausgelösten Abbau eines Blutgerinnsels – kommt der Aminomethylbenzoesäure eine hohe Bedeutung zu. In deren Folge würde es anderenfalls zu unkontrollierten Blutungen kommen. Da diese eine sehr hohe Intensität erreichen können, wäre der Verlauf selbst kleinerer Wunden je nach Ausgangslage zuweilen also tödlich.

Dabei ist es unerheblich, ob die Störung im Organismus chronisch vorliegt oder ob sie temporär und lokal begrenzt in Erscheinung tritt. Die blutungshemmende Wirkung setzt dabei binnen ein bis zwei Stunden nach der Einnahme ein. Weitergehend wäre an eine Verabreichung im Rahmen der Hämophilie A zu denken. Auch bei diesem Leiden ist die Gerinnung des Blutes gehemmt.

Eine zusätzliche Anwendungsmöglichkeit vollzieht sich beim Prostatakarzinom. Hier kann es im Zuge des Tumorwachstums zu einem Austritt von Blut kommen. Dieses wird durch den Betroffenen meist im Urin festgestellt. Auch dabei bewirkt die Aminomethylbenzoesäure einen blutstillenden Effekt. In einigen wenigen Formen der Blutkrebserkrankung wird ebenso auf eine Einnahme abgestellt. In der heutigen Praxis wird für diese Anwendungsgebiete überwiegend die verwandte Tranexamsäure verordnet, für die eine breitere Studienlage vorliegt.

Den genannten Anwendungsgebieten ist gemeinsam, dass eine gesteigerte Auflösung des Gerinnsels die Blutung unterhält. Diese Störung kann den ganzen Körper betreffen oder auf ein Gewebe beschränkt bleiben. Örtlich begrenzt tritt sie dort auf, wo besonders viel Plasminogenaktivator gebildet wird: in der Vorsteherdrüse, in der Schleimhaut der Gebärmutter und in der Mundhöhle. Daraus erklärt sich, warum Blutungen nach Eingriffen an diesen Orten auf ein Antifibrinolytikum ansprechen, während eine Blutung aus einem verletzten Gefäß davon unberührt bleibt und chirurgisch versorgt werden muss. Die Abgrenzung ist die eigentliche ärztliche Aufgabe vor der Verordnung, denn ein blutstillendes Mittel ohne passenden Angriffspunkt verzögert nur die wirksame Versorgung.


Verabreichung & Dosierung

Aminomethylbenzoesäure, auch bekannt als p-Aminomethylbenzoesäure, ist ein Wirkstoff, der in der Medizin als Antifibrinolytikum verwendet wird. Bei der Verabreichung und Dosierung von Aminomethylbenzoesäure sind mehrere wichtige Aspekte zu beachten:

Dosierung: Die genaue Dosierung von Aminomethylbenzoesäure variiert je nach Anwendungsgebiet, der Formulierung des Produkts und dem Alter sowie dem Zustand des Patienten. Es ist entscheidend, die Dosierungsempfehlungen des Herstellers oder die Anweisungen eines Arztes genau zu befolgen.

Verabreichungsweg: Aminomethylbenzoesäure kann oral oder als Injektion in eine Vene verabreicht werden. Bei oraler Verabreichung ist darauf zu achten, dass die Tablette nicht zerstoßen oder zerkleinert wird, falls es sich um eine Retardform handelt.

Überwachung: Patienten, die Aminomethylbenzoesäure verwenden, sollten insbesondere bei langfristiger Anwendung regelmäßig überwacht werden. Dazu gehören Überprüfungen der Blutwerte, um mögliche Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen frühzeitig zu erkennen.

Wechselwirkungen: Aminomethylbenzoesäure kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben, insbesondere mit solchen, die auch die Blutgerinnung beeinflussen. Es ist wichtig, den Arzt über alle gleichzeitig eingenommenen Medikamente zu informieren.

Nebenwirkungen: Mögliche Nebenwirkungen umfassen allergische Reaktionen, gastrointestinale Störungen und in seltenen Fällen Blutgerinnungsprobleme. Bei Auftreten von Symptomen wie Hautausschlag, Atembeschwerden oder anhaltenden Magenbeschwerden sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die Einhaltung der Dosierungsrichtlinien und regelmäßige medizinische Überprüfungen sind entscheidend, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit Aminomethylbenzoesäure zu gewährleisten.

Risiken & Nebenwirkungen

Die Aminomethylbenzoesäure kann in den Tagen nach der erstmaligen Einnahme zu unerwünschten Begleiterscheinungen führen. Diese vollziehen sich meist im Bereich des Magens und Darms. Häufig gehen die Nebenwirkungen also mit Durchfall und Erbrechen einher.

Zudem können Schwindelgefühle auftreten. Allgemein wird ein gesunkenes Wohlbefinden wahrgenommen. Müdigkeit, Kopfschmerzen und Antriebsschwäche dominieren. Nicht selten wird gleichermaßen ein rapides Absinken des Blutdrucks verzeichnet. Daneben ist es wichtig, die Aminomethylbenzoesäure bei bestimmten Personengruppen sowie beim Auftreten gewisser medizinischer Indikationen nicht zu verabreichen.

Dazu gehören die Schwangerschaft mit anschließender Stillzeit, eine Verbrauchskoagulopathie (disseminierte intravasale Gerinnung), eine Schwächung oder sogar Funktionsuntauglichkeit der Nieren sowie eine generelle Neigung zu Thrombosen. Abschließend ist darauf zu achten, dass die Aminomethylbenzoesäure auch zur Wechselwirkung mit weiteren Medikamenten geeignet ist. Daraus könnten sich negative Umstände ergeben.

Die genannten Gegenanzeigen sind dabei keine voneinander unabhängigen Verbote, sondern durchweg die Kehrseite ein und desselben Wirkprinzips: Sie betreffen Lagen, in denen die Auflösung von Gerinnseln keine Störung, sondern eine notwendige Schutzfunktion ist. Bei der Verbrauchskoagulopathie etwa gerinnt das Blut im ganzen Gefäßsystem, und die einsetzende Fibrinolyse hält die kleinen Gefäße offen; wird sie unterbunden, verlegen sie sich vollends. Ähnlich verhält es sich bei bestehender Thromboseneigung. Die eingeschränkte Nierenfunktion gehört aus einem anderen Grund dazu: Weil die Substanz nahezu unverändert über die Nieren den Körper verlässt, reichert sie sich an, sobald dieser Weg nicht offensteht. Bei Blutungen aus den oberen Harnwegen ist bei Antifibrinolytika überdies Zurückhaltung geboten, weil ein dort geschütztes Gerinnsel den Harnleiter verlegen und einen Rückstau verursachen kann.

Kontraindikationen

p-Aminomethylbenzoesäure wird in der Medizin als Antifibrinolytikum verwendet. Trotz ihrer Nützlichkeit in bestimmten medizinischen Kontexten gibt es einige typische Kontraindikationen, die beachtet werden müssen, um Risiken und unerwünschte Wirkungen zu minimieren:

Allergien gegen Aminomethylbenzoesäure oder ähnliche Substanzen: Patienten mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Aminomethylbenzoesäure oder verwandten chemischen Verbindungen sollten dieses Medikament nicht verwenden, da dies zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen führen kann.

Gerinnungsstörungen: Da Aminomethylbenzoesäure antifibrinolytische Eigenschaften besitzt, ist sie bei Gerinnungsstörungen, die mit einer erhöhten Neigung zu Blutgerinnseln einhergehen, oder bei Patienten, die Thrombosepräventionsmedikamente einnehmen, kontraindiziert. Sie könnte das Risiko für Thrombosen erhöhen.

Schwangerschaft und Stillzeit: Obwohl nicht ausreichend Studien vorliegen, die die Sicherheit von Aminomethylbenzoesäure während der Schwangerschaft und Stillzeit belegen, wird aus Vorsichtsgründen empfohlen, die Verwendung zu vermeiden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das potenzielle Risiko.

Schwere Leber- oder Nierenerkrankungen: Patienten mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sollten Aminomethylbenzoesäure mit Vorsicht verwenden, da die Ausscheidung des Medikaments beeinträchtigt sein könnte, was zu einer Anhäufung und erhöhten Toxizität führen kann.

Gleichzeitige Verwendung von bestimmten Medikamenten: Aminomethylbenzoesäure kann mit anderen Medikamenten interagieren, insbesondere mit solchen, die ebenfalls die Blutgerinnung beeinflussen. Diese Kombination kann die Wirkung gerinnungshemmender Medikamente abschwächen und dadurch das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen.

Die Einhaltung dieser Kontraindikationen ist entscheidend, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und negative gesundheitliche Auswirkungen zu vermeiden. Vor der Anwendung von Aminomethylbenzoesäure ist eine sorgfältige Prüfung der medizinischen Vorgeschichte und aktueller Medikamente unerlässlich. Bei Unsicherheiten sollte immer ein medizinischer Fachmann konsultiert werden.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Aminomethylbenzoesäure kann mit verschiedenen Medikamenten interagieren, was das Risiko für Nebenwirkungen erhöht oder die Wirksamkeit der beteiligten Medikamente verändert. Hier sind einige wichtige Interaktionen, die bei der Verwendung von Aminomethylbenzoesäure beachtet werden sollten:

Blutgerinnungshemmer: Aminomethylbenzoesäure hat antifibrinolytische Eigenschaften, was bedeutet, dass sie die Auflösung von Blutgerinnseln hemmt. Die gleichzeitige Anwendung mit Antikoagulantien wie Warfarin oder Heparin kann deren Wirkung abschwächen und das Risiko für Blutgerinnsel erhöhen, da die Wirkungen dieser Medikamente konträr sind.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs): Die Kombination von Aminomethylbenzoesäure mit NSAIDs kann das Blutungsrisiko erhöhen. NSAIDs wirken durch Hemmung der Prostaglandinsynthese, was die Magenschleimhaut schädigen und das Risiko für gastrointestinale Blutungen steigern kann.

Orale Kontrazeptiva: Einige Berichte deuten darauf hin, dass orale Kontrazeptiva, die Estrogen enthalten, in Kombination mit Aminomethylbenzoesäure das Risiko für Thrombosen erhöhen können, da beide Substanzen potenziell prothrombotische Effekte haben.

Andere antifibrinolytische oder thrombotische Mittel: Die gleichzeitige Verwendung von Aminomethylbenzoesäure mit anderen antifibrinolytischen oder thrombosefördernden Medikamenten kann das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöhen.

Alkohol: Obwohl nicht direkt ein Medikament, kann der Konsum von Alkohol in Verbindung mit Aminomethylbenzoesäure das Risiko für Magen-Darm-Blutungen verstärken, insbesondere wenn bereits andere Risikofaktoren vorliegen.

Es ist wichtig, dass Patienten, die Aminomethylbenzoesäure verwenden, alle Medikamente, einschließlich rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die sie einnehmen, mit ihrem Arzt besprechen. Dies ermöglicht es dem Arzt, potenzielle Wechselwirkungen zu überwachen und entsprechend zu handeln, um die Sicherheit und Effektivität der Behandlung zu gewährleisten.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Aminomethylbenzoesäure aufgrund von Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen nicht geeignet ist, können verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe in Betracht gezogen werden, abhängig vom spezifischen medizinischen Kontext und Bedarf. Hier sind einige Alternativen:

Tranexamsäure: Als eine weitere Antifibrinolytika-Option ist Tranexamsäure oft eine gute Alternative zu Aminomethylbenzoesäure. Sie wird häufig zur Behandlung von starken Menstruationsblutungen, nach Zahnoperationen oder bei anderen Zuständen, die mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen, eingesetzt.

Epsilon-Aminocapronsäure: Dies ist ein weiterer Wirkstoff mit antifibrinolytischen Eigenschaften, der in Situationen, in denen Aminomethylbenzoesäure nicht geeignet ist, verwendet werden kann, um übermäßige Blutungen zu kontrollieren.

Hydroxyethylstärke (kein Ersatz für ein Antifibrinolytikum): Bei starkem Blutverlust wurde Hydroxyethylstärke früher breit als Plasmaersatz eingesetzt, um das Blutvolumen zu stabilisieren. Ihre Anwendung ist in der Europäischen Union heute stark eingeschränkt – bei einer Sepsis, bei Verbrennungen und bei schwer kranken Patienten darf sie nicht mehr angewendet werden –, und die Blutgerinnung wird durch sie eher beeinträchtigt als unterstützt.

Es ist wichtig, vor der Verwendung von Alternativen eine fachkundige medizinische Beratung in Anspruch zu nehmen, um sicherzustellen, dass die alternative Behandlung angemessen und sicher ist.

Quellen

  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541
  • Barthels, M. (Hrsg.): Das Gerinnungskompendium.
    ISBN: 9783131317520
  • Kreuzer, K.-A. (Hrsg.): Referenz Hämatologie.
    ISBN: 9783132400535
  • Rossaint, R., Werner, C., Zwißler, B. (Hrsg.): Die Anästhesiologie.
    ISBN: 9783662722770

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