Gleichstromtherapie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 2. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die Gleichstromtherapie ist eine Form der Elektrotherapie, die vor allem bei Durchblutungsstörungen und Neuralgien eingesetzt wird; in der Alternativmedizin wird sie darüber hinaus begleitend bei Krebserkrankungen angeboten. Bei dieser Therapie werden je nach Art der Durchführung Erregungen von Muskel- und Nervenzellen gedämpft oder gesteigert. Als Nebenwirkungen können bei zu starker Stromstärke an den Elektroden jedoch Nekrosen auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Gleichstromtherapie?

Bei der Gleichstromtherapie handelt es sich um eine Elektrotherapie, die mit Gleichstrom durchgeführt wird. Neben der Gleichstromtherapie gibt es noch verschiedene Formen von Therapien mit Wechselstrom. Dabei werden nieder-, mittel- oder hochfrequente Wechselströme angewendet.

Voraussetzung für die Gleichstromtherapie ist das Vorhandensein von zwei Elektroden, zwischen denen ein Strom fließt. Bei den Elektroden handelt es sich jeweils um eine Katode und eine Anode. Die Katode ist negativ geladen. Über Ionen- und Elektronenübertragung wandern von dort Elektronen zur positiv geladenen Anode. An jeder Elektrode bildet sich ein spezielles chemisches Milieu heraus, welches das Membranpotenzial an den Nervenzellen verändert. So kommt es an der Anode zur Hyperpolarisierung und an der Katode zur Depolarisierung des Membranpotenzials.

Eine zweite Bezeichnung des Verfahrens geht auf den italienischen Arzt und Anatomen Luigi Galvani zurück, der Ende des 18. Jahrhunderts an Froschschenkeln beobachtete, dass Muskeln auf elektrische Reize hin zucken. Nach ihm heißt der gleichmäßig fließende Strom bis heute galvanischer Strom und die Behandlung damit Galvanisation. Sie gehörte im 19. Jahrhundert zu den ersten Verfahren, mit denen Elektrizität überhaupt medizinisch genutzt wurde; die heutigen Geräte sind technische Weiterentwicklungen dieser frühen Apparate.

Der Unterschied zu den übrigen Verfahren der Elektrotherapie liegt in der Stromform. Gleichstrom fließt in gleichbleibender Richtung und mit gleichbleibender Stärke. Er löst deshalb keine Muskelzuckung aus, sondern verschiebt langsam die Ladungsverhältnisse im Gewebe. Reizströme dagegen — etwa die als TENS bezeichnete transkutane elektrische Nervenstimulation — arbeiten mit kurzen Impulsen, und hochfrequente Verfahren erzeugen vor allem Wärme in der Tiefe. Die Verfahren sind daher nicht gegeneinander austauschbar, auch wenn sie umgangssprachlich alle als „Reizstrom“ bezeichnet werden.

Während der Anwendung spüren die meisten Patienten ein leichtes Kribbeln oder Prickeln unter den Elektroden. Ein Brennen oder ein stechender Schmerz ist dagegen ein Warnzeichen: Das bedeutet, dass die Stromstärke zu hoch gewählt wurde oder der Kontakt zur Haut ungleichmäßig ist. Die Stromstärke wird deshalb langsam gesteigert und am Ende ebenso langsam wieder zurückgenommen; ein abruptes Ein- oder Ausschalten wird vermieden, weil der plötzliche Wechsel als unangenehmer Schlag empfunden wird.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Gleichstromtherapie wird einerseits zur Analgesie (Schmerzlinderung) bei verschiedenen Erkrankungen wie Arthrosen, Arthralgien, Rückenschmerzen, Fibromyalgien oder Neuralgien sowie andererseits zur Behandlung von Durchblutungsstörungen eingesetzt.

Die so behandelten Durchblutungsstörungen können sowohl funktionell als auch organisch bedingt sein. Dazu zählen unter anderem die arterielle Verschlusskrankheit, Hämatome oder Distorsionen. Der Wirkmechanismus der Gleichstromtherapie beruht auf der unterschiedlichen Polarisation an den Membranpotenzialen der Zellen. Wie bereits erwähnt, kommt es an der Anode zur Hyperpolarisation und an der Katode zur Depolarisation. Jede Zelle besitzt ein Ruhepotenzial. Bei einer Depolarisation verringert sich dieses Potenzial durch Einstrom von Natriumionen ins Zellinnere. Eine Hyperpolarisation ist im Gegensatz dazu durch eine Verstärkung des Ruhepotenzials gekennzeichnet. Während die Depolarisation die Erregbarkeit der Nerven- und Muskelzellen steigert, wird die Erregbarkeit durch die Hyperpolarisation gedämpft.

Die Dämpfung der Erregbarkeit an der Anode ruft die analgetische Wirkung der Gleichstromtherapie hervor. Des Weiteren findet aber auch eine Hyperämie (Stärkung des Blutflusses) statt, welche durch die Reizung vasomotorischer Nerven, der Freisetzung vasoaktiver Substanzen und der Veränderung des pH-Wertes zustande kommt. Davon sind die Haut und die Skelettmuskulatur betroffen. Dieser Vorgang spielt sich an der Katode ab. Durch den Gleichstrom können außerdem Stoffe transportiert werden.

Dem Gleichstrom wird darüber hinaus zugeschrieben, den Stoffwechsel- und den Ernährungszustand, das Wachstum sowie die Regeneration der Zellen zu fördern. Die Schaltung der Elektroden hat einen großen Einfluss auf den Effekt. Deshalb muss vor der Therapie Klarheit darüber herrschen, welcher Effekt erzielt werden soll. Dazu existieren verschiedene Methoden der Gleichstromtherapie. Bei Patienten mit einer Polyneuropathie oder kardialen Erkrankungen werden beispielsweise Vierzellen- oder Zweizellenbäder angewendet; weil bei einer Polyneuropathie das Empfinden für den Strom herabgesetzt sein kann, Gefühlsstörungen sonst aber als Gegenanzeige gelten, ist hier eine besonders vorsichtige Dosierung unter fachlicher Aufsicht nötig. Wenn funktionelle oder vegetative Funktionsstörungen vorliegen, kommt das Stanger-Bad zur Anwendung. Mit dieser Methode werden unter anderem Angstzustände, Schmerzen und insbesondere Schmerzzustände bei Knochenkrebsmetastasen behandelt. Beim Stangerbad handelt es sich um ein Vollbad, bei welchem der Patient in der Badewanne liegt.

Die Elektroden befinden sich im Außenbereich und sorgen für den galvanischen Gleichstrom in die Badewanne. Je nach Polung wirkt das Stangerbad beruhigend oder anregend. Eine Erregung geht gewöhnlich jedoch nicht auf die Muskeln über. Eine weitere Anwendungsmethode der Gleichstromtherapie ist die Iontophorese. Bei dieser Methode wird kontinuierlicher oder gepulster Gleichstrom durch definierte Hautbereiche geleitet. Der gepulste Gleichstrom ist besonders für empfindliche Menschen geeignet, weil er besser verträglich ist. Als wirksamer gilt allerdings der kontinuierliche Gleichstrom. Die Wirkungsweise der Iontophorese ist noch nicht vollständig aufgeklärt.

Gute Erfolge werden jedoch bei der Hyperhidrose (verstärkte Schweißbildung), bei den durch die vermehrte Schweißbildung ausgelösten Fuß- und Handekzemen oder bei Neigung zu gramnegativen Fußinfekten erreicht. Insgesamt hat die Gleichstromtherapie den Vorteil, dass sie sehr gut ambulant durchgeführt werden kann. Bei Krebs wird das Verfahren in der Alternativmedizin auch mit dem Ziel eingesetzt, das Tumorwachstum zu hemmen; dass sich damit die Bildung von Metastasen verhindern ließe, ist nicht belegt. Neben der Schmerzbekämpfung und der Durchblutungsförderung soll das Verfahren auch die Wundheilung unterstützen.

Der Ablauf einer Behandlung ähnelt sich bei allen Formen. Die Elektroden werden über angefeuchtete Schwammtaschen oder Zwischenlagen auf die Haut gebracht, damit der Strom gleichmäßig übertritt und sich nicht an einzelnen Punkten sammelt. Vorher wird die Haut auf Verletzungen, Rötungen und Narben angesehen, denn an solchen Stellen verteilt sich der Strom anders als im unversehrten Gewebe. Bei der Längsdurchflutung liegen die Elektroden an den beiden Enden einer Gliedmaße, bei der Querdurchflutung einander gegenüber; die Anordnung entscheidet darüber, welches Gewebe überhaupt im Stromweg liegt.

Das Stangerbad geht auf einen Ulmer Gerbermeister zurück, der im späten 19. Jahrhundert Leder mit Hilfe von Strom gerbte. Überliefert ist, dass sich dabei die Gelenkbeschwerden derjenigen besserten, die in den Gerbbottichen arbeiteten; aus dieser Beobachtung entwickelte sich das hydroelektrische Vollbad, bei dem großflächige Elektroden in den Wannenwänden sitzen. Zwei- und Vierzellenbäder sind die kleinere Form davon: Hier tauchen nur Arme und Beine in getrennte Wannen ein. Das belastet den Kreislauf weniger als ein Vollbad und wird deshalb bevorzugt, wenn Herz oder Kreislauf vorbelastet sind.

Am besten untersucht ist die Iontophorese bei der Hyperhidrose an Händen und Füßen. Sie gilt hier als eingeführtes Verfahren und wird in ärztlichen Behandlungsempfehlungen genannt, bevor stärker eingreifende Maßnahmen erwogen werden. Für die übrigen Anwendungsgebiete ist die Datenlage deutlich dünner. Die vorliegenden Untersuchungen sind meist klein, und eine überzeugende Scheinbehandlung lässt sich kaum herstellen, weil schon das Kribbeln unter den Elektroden verrät, ob Strom fließt. Beschrieben wird die Gleichstromtherapie deshalb überwiegend als ergänzende Maßnahme, die eine ursächliche Behandlung nicht ersetzt.

Verordnet wird die Elektrotherapie in Deutschland als Heilmittel. Die Anwendung übernehmen in der Regel Physiotherapeuten oder Masseure und medizinische Bademeister, in Kliniken auch die physikalische Abteilung. Ob und in welchem Umfang die Krankenkasse die Kosten trägt, richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und dem zugrunde liegenden Krankheitsbild; ohne Verordnung handelt es sich um eine Selbstzahlerleistung. Angeboten wird die Behandlung außerdem in Kurorten, Rehabilitationseinrichtungen und Wellnessbetrieben — dort allerdings häufig ohne vorherige ärztliche Abklärung der Beschwerden.

Bei der Iontophorese gegen übermäßiges Schwitzen tauchen Hände oder Füße in flache, mit Leitungswasser gefüllte Schalen, in denen die Elektroden liegen; für die Achseln gibt es angefeuchtete Auflagen. Die Behandlung wird zunächst über mehrere Wochen in dichter Folge durchgeführt und danach in größeren Abständen fortgesetzt, weil die Schweißbildung sonst wieder zunimmt. Der Erfolg hält also nur so lange an, wie die Anwendung fortgeführt wird — ein Umstand, der vor Beginn bekannt sein sollte, weil er über die Bereitschaft entscheidet, das Verfahren dauerhaft anzuwenden. Für den häuslichen Gebrauch sind entsprechende Geräte erhältlich; die Einweisung erfolgt üblicherweise in der Hautarztpraxis.

Neben der Iontophorese wird der Gleichstrom auch genutzt, um Wirkstoffe durch die Haut zu befördern. Geladene Teilchen wandern im elektrischen Feld zur gegenpolig geladenen Elektrode und dringen dabei etwas tiefer in die Haut ein, als sie es durch bloßes Auftragen tun würden. Wie viel Wirkstoff auf diesem Weg tatsächlich ankommt und ob die Menge für einen Behandlungserfolg ausreicht, hängt stark von der jeweiligen Substanz ab und ist nicht für jedes angebotene Präparat untersucht.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Allerdings gibt es auch Nachteile der Gleichstromtherapie. Sie darf bei Herzschrittmachern, Sensibilitätsstörungen, Thrombosen, Hautläsionen, offenen Wunden, Metallimplantaten, Entzündungen und fieberhaften Prozessen nicht angewendet werden.

Auch bei einer pulmonalen Hypertonie oder dekompensierten Herzinsuffizienz sollte die Anwendung dieser Therapie vermieden werden. Das gilt hier besonders für den Einsatz eines Stanger-Bades. Durch den Einfluss von Strom kann es bei diesen Vorerkrankungen zu gefährlichen Komplikationen kommen.

Hinter den Gegenanzeigen stehen jeweils unterschiedliche Überlegungen. Bei einem Herzschrittmacher und ähnlichen Implantaten geht es um die mögliche Störung des Geräts, bei Metallteilen im Gewebe um die Bündelung des Stroms an einer eng begrenzten Stelle. Bei Gefühlsstörungen fehlt die Warnung durch den Schmerz, bei offenen Wunden und Hautausschlägen ist der elektrische Widerstand örtlich herabgesetzt, sodass sich der Strom dort staut. Und bei Thrombosen wird eine durchblutungssteigernde Behandlung des betroffenen Bereichs grundsätzlich vermieden. Wer eine der genannten Vorerkrankungen hat oder Implantate trägt, teilt das vor der ersten Sitzung mit — auch dann, wenn nicht ausdrücklich danach gefragt wird.

Ansonsten ist die Behandlung mit Gleichstrom bei sachgerechter Durchführung in der Regel gut verträglich. Lediglich bei Behandlungen im Brustbereich, im Gesicht oder im Hals kann es zu leichten, in aller Regel harmlosen Nebenwirkungen kommen. So können dann Symptome wie metallischer Geschmack oder Augenflimmern bei Kopfbehandlungen auftreten.

Manchmal erscheinen statt Augenflimmern auch farbige Blitze. Nur wenn die farbigen Blitze anhalten, sollte der Augenarzt konsultiert werden, um eine eventuelle Netzhautablösung auszuschließen. Bei unsachgemäßer Anwendung der Gleichstromtherapie kann es jedoch zu Nekrosen kommen. So treten bei zu hohen Stromstärken an der Anode sogenannte Koagulationsnekrosen und an der Katode Kolliquationsnekrosen auf. Bei der Koagulationsnekrose findet eine Denaturierung zytoplasmatischer Proteine statt. Dabei stirbt das betreffende Gewebe ab.

Die an der Katode auftretende Kolliquationsnekrose zeichnet sich durch die Verflüssigung des Gewebes aus. Davon sind besonders Gewebe mit hohem Fett- und niedrigem Kollagengehalt wie das Gehirn oder die Bauchspeicheldrüse gefährdet. Die verschiedenen Formen der Nekrose sind durch die unterschiedliche Entwicklung des pH-Wertes an den entsprechenden Elektroden bedingt.

Vorsicht ist außerdem bei Menschen geboten, die den Stromfluss nicht zuverlässig zurückmelden können — etwa bei fortgeschrittener Demenz und bei kleinen Kindern. Fehlt die Rückmeldung, kann die Stromstärke zu hoch eingestellt werden, ohne dass es rechtzeitig auffällt. In der Schwangerschaft wird die Anwendung im Bereich von Bauch und Becken vermieden.

Nach der Behandlung zeigt sich unter den Elektroden häufig eine gleichmäßige Rötung. Sie ist Folge der vermehrten Durchblutung und klingt binnen kurzer Zeit ab. Bleibt die Rötung dagegen scharf begrenzt, brennt sie, oder bilden sich Bläschen, spricht das für eine Verätzung durch die chemischen Vorgänge an der Elektrode. In diesem Fall wird die Behandlung nicht fortgesetzt, bevor die Ursache geklärt ist. Häufigste Ursachen sind ein zu trockener Schwamm, eine verrutschte Elektrode und eine vorbestehende Hautschädigung, die vor der Anwendung übersehen wurde.

Das größte Risiko der Gleichstromtherapie liegt allerdings nicht in der Anwendung selbst. Es besteht darin, dass eine Erkrankung, die einer anderen Behandlung bedarf, unter der laufenden Therapie unerkannt bleibt. Das gilt besonders für Anwendungen bei Krebserkrankungen, wie sie außerhalb der ärztlichen Regelversorgung angeboten werden: Ein Nachweis, dass sich Tumoren durch Gleichstrom zurückbilden oder Metastasen verhindern lassen, liegt nicht vor, und die Zeit, die eine solche Behandlung in Anspruch nimmt, fehlt an anderer Stelle. Auch anhaltende Schmerzen und Durchblutungsstörungen gehören vor der ersten Anwendung ärztlich abgeklärt, weil beide Beschwerdebilder eine behandlungsbedürftige Ursache haben können, die durch eine Linderung der Beschwerden lediglich verdeckt würde.

Sinnvoll ist es außerdem, vor Beginn zu klären, woran ein Erfolg der Behandlung überhaupt erkannt werden soll. Bei der Iontophorese gegen übermäßiges Schwitzen ist das vergleichsweise einfach, weil sich die Schweißbildung unmittelbar beobachten lässt. Bei Schmerzen und Durchblutungsstörungen ist der Verlauf dagegen schwankend, und Beschwerden bessern sich häufig auch ohne Behandlung wieder. Wird von vornherein festgelegt, nach welcher Zeit und anhand welcher Beschwerden der Nutzen beurteilt werden soll, lässt sich eine Anwendung, die nichts bringt, früher beenden.

Quellen

  • Wenk, W.: Elektrotherapie.
    ISBN: 9783642200298
  • Melchart, D. (Hrsg.): Naturheilverfahren.
    ISBN: 9783794526154
  • Kraft, K., Stange, R. (Hrsg.): Lehrbuch Naturheilverfahren.
    ISBN: 9783830453338
  • Baron, R., Koppert, W., Strumpf, M., Willweber-Strumpf, A. (Hrsg.): Praktische Schmerzmedizin.
    ISBN: 9783662574867
  • Kramme, R. (Hrsg.): Medizintechnik.
    ISBN: 9783662487709

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