Morbus Waldenström

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 20. August 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Der Morbus Waldenström, auch unter dem Namen Waldenströms Makroglobulinämie bekannt, gehört zu den bösartigen Erkrankungen des lymphatischen Systems, genauer gesagt zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Die langsam fortschreitende Erkrankung ist eher selten und betrifft meist ältere Patienten, Patienten unter 40 Jahren sind nur in Ausnahmefällen betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Morbus Waldenström?

Morbus Waldenstroem
Der Morbus Waldenström bleibt häufig unentdeckt und ist in der Regel eine Zufallsdiagnose bei Routineblutuntersuchungen. Die Symptome der Erkrankung werden einerseits durch die Infiltration des Knochenmarks und der Organe und andererseits durch die Paraproteinämie verursacht.
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Die Makroglobulinämie Waldenström ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die nach dem schwedischen Arzt Jan Waldenström benannt wurde. Dieser beschrieb die Krankheit erstmalig in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Beim Morbus Waldenström kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von den B-Lymphozyten, welche zu den weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, gehören. Dabei entstehen sehr viele, aber funktionsgestörte B-Lymphozyten. B-Lymphozyten spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Sie sind für die Produktion von Antikörpern, den sogenannten Immunglobulinen, zuständig. Die gestörten B-Lymphozyten beim Morbus Waldenström produzieren eins dieser Immunglobuline, das Immunglobulin M (IgM) in großen Mengen.

Dieses von den entarteten Zellen produzierte IgM ist allerdings funktionslos. Man spricht in diesem Fall von einem Paraprotein und bei dem vermehrten Auftreten von Paraproteinen im Blut von einer Paraproteinämie. B-Lymphozyten werden ebenso wie die meisten anderen Blutzellen im Knochenmark gebildet. Da beim Morbus Waldenström aber abnormal viele B-Lymphozyten gebildet werden, infiltrieren diese das Knochenmark und verdrängen die Stammzellen, aus denen die anderen Blutzellen gebildet werden. Die entarteten B-Lymphozyten können aber auch andere Organe wie die Milz, die Lymphknoten oder die Leber infiltrieren.

Ursachen

Der Morbus Waldenström ist eine seltene Erkrankung. Sie tritt etwa einmal pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland auf. Die meisten Patienten sind bei der Diagnosestellung über 60 Jahre alt, nur selten wird die Diagnose Morbus Waldenström bei Patienten gestellt, die jünger als 40 Jahre sind.

Die Ursache für die Makroglobulinämie Waldenström ist wie bei den meisten Leukämieformen noch ungeklärt. Diskutiert werden allerdings verschiedene auslösende Faktoren. Wissenschaftler gehen davon aus, dass verschiedene Chemikalien, darunter vor allem Benzol, zu Störungen in der Blutbildung führen können. Dasselbe gilt für Zytostatika. Nicht selten erkranken Tumorpatienten nach einer Behandlung mit zytostatischen Medikamenten an einer Leukämie. Ähnliches wird bei ionisierender Strahlung beobachtet. In der Medizin kommt ionisierende Strahlung zum Beispiel beim Röntgen oder bei der Strahlentherapie in der Krebsbehandlung zum Einsatz.

Viren stehen ebenfalls in Verdacht bei der Entwicklung von Leukämien und Tumoren eine wichtige Rolle zu spielen. Hier sind vor allem Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Viren, das humane T-lymphotrope Virus (HTLV-1) und das Epstein-Barr-Virus zu nennen. Eine genetische Vorbelastung und psychogene Faktoren werden ebenfalls als Auslöser oder Ursache für Leukämien diskutiert. Für einen Einfluss seelischer Belastungen auf die Entstehung von Lymphomen gibt es nach heutigem Kenntnisstand allerdings keine belastbaren Belege.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Der Morbus Waldenström bleibt häufig unentdeckt und ist in der Regel eine Zufallsdiagnose bei Routineblutuntersuchungen. Die Symptome der Erkrankung werden einerseits durch die Infiltration des Knochenmarks und der Organe und andererseits durch die Paraproteinämie verursacht.

Durch die Infiltration des Knochenmarks ist die Produktion der anderen Blutzellen stark eingeschränkt. Durch den Mangel an roten Blutkörperchen kommt es zu einer Anämie mit den typischen Anämiesymptomen wie starker Müdigkeit, Blässe, Frösteln, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen oder Schwindel. Auch Thrombozyten werden nicht mehr ausreichend produziert. Thrombozyten sind Blutplättchen und wichtiger Teil der Blutgerinnung.

Sind zu wenige Thrombozyten im Blut, kommt es wie beim Morbus Waldenström zu einer erhöhten Blutungsneigung. Diese zeigt sich beispielsweise in häufigem Nasenbluten oder dem vermehrten Auftreten von blauen Flecken. Beim Morbus Waldenström werden zwar Immunglobuline produziert, diese sind aber funktionslos. Es fehlt an funktionierenden Antikörpern. Die Folge ist eine verstärkte Infektneigung. Etwa 20 bis 25 Prozent aller Morbus-Waldenström-Patienten klagen über Polyneuropathien, das heißt Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Brennen, Ameisenlaufen oder fehlende Wahrnehmung, in den Extremitäten.

Dies wird verursacht durch die gestörten Immunglobuline, die sich in den Nerven absetzen. Die Immunglobuline können auch eine Leberschwellung, eine Lymphknotenschwellung oder punktförmige Hauteinblutungen verursachen. Durch die Überproduktion der Paraproteine wird zudem das Blut verdickt, sodass es nicht mehr so schnell fließen kann. Dies äußert sich unter anderem in unspezifischen Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit oder Appetitverlust. Auch Seh- oder Hörverlust kann durch dieses sogenannte Hyperviskositätssyndrom verursacht werden.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose Morbus Waldenström wird durch verschiedene laborchemische, genetische und immunologische Untersuchungen gestellt. Im Labor wird mittels Eiweißelektrophorese das abnormale und stark erhöhte Immunglobulin M nachgewiesen. Es wird eine Knochenmarkspunktion durchgeführt, wobei das Knochenmarkspunktat eine starke Vermehrung der B-Lymphozyten zeigt. Diese Lymphozyten weisen auch eine spezielle genetische Mutation auf. In über 90 Prozent der Fälle handelt es sich dabei um die Mutation MYD88 L265P, deren Nachweis die Diagnose absichert und den Morbus Waldenström von ähnlichen Erkrankungen abgrenzt. Um das Ausmaß der Infiltrationen im Körper zu bestimmen, kommen bildgebende Verfahren wie die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie zum Einsatz.

Die Erkrankung schreitet ohne Behandlung nur langsam voran. Mit Behandlung beträgt die mittlere Überlebenszeit 7,7 Jahre, das heißt, dass innerhalb dieser Zeit ab der Diagnosestellung die Hälfte aller Patienten verstorben ist. Diese Zahl stammt allerdings aus der Zeit vor der breiten Anwendung von Rituximab und der zielgerichteten Medikamente; unter den heutigen Behandlungsmöglichkeiten fällt die mittlere Überlebenszeit deutlich länger aus.

Weil der Morbus Waldenström so langsam wächst, wird nach der Diagnose häufig zunächst gar nicht behandelt, sondern der Verlauf lediglich in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Dieses abwartende Vorgehen wird als „watch and wait“ bezeichnet und kann sich über viele Jahre erstrecken, ohne dass den Betroffenen dadurch ein Nachteil entsteht.

Komplikationen

In den meisten Fällen wird der Morbus Waldenström zufällig bei einer Blutuntersuchung entdeckt, häufig noch bevor überhaupt Beschwerden aufgetreten sind. Die Betroffenen leiden dabei an einer stark ausgeprägten Anämie und damit auch an einer Müdigkeit und an einer Blässe. Auch die Belastbarkeit des Betroffenen wird durch die Beschwerden deutlich verringert und es tritt eine Abgeschlagenheit auf.

Weiterhin leiden die Patienten auch an Störungen der Konzentration und an starken Schwindelgefühlen. Es kommt zu Kopfschmerzen. Die Lebensqualität des Patienten wird durch den Morbus Waldenström deutlich eingeschränkt. Nicht selten leiden die Betroffenen auch an Nasenbluten und an Lähmungen oder anderen Empfindungsstörungen.

Auch Hautblutungen oder ein Appetitverlust können auftreten und dabei den Alltag des Betroffenen weiterhin einschränken. Eine ursächliche Therapie des Morbus Waldenström ist leider nicht möglich. Die Beschwerden können allerdings mit Hilfe von Medikamenten relativ gut eingedämmt werden. Die Behandlung selbst kann dabei Nebenwirkungen wie Infektanfälligkeit, Übelkeit oder Blutbildveränderungen mit sich bringen, und der Krankheitsverlauf fällt von Patient zu Patient sehr unterschiedlich aus. Auch bei erfolgreicher Behandlung ist die Lebenserwartung häufig verkürzt. Eine gefürchtete Komplikation ist das Hyperviskositätssyndrom, bei dem das durch die Paraproteine zähflüssige Blut zu Sehstörungen, Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung führt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei einem anhaltenden oder zunehmenden Krankheitsgefühl sollte ein Arzt aufgesucht werden. Kommt es zu einem diffusen Unwohlsein, einer innere Unruhe oder einem Verlust des Wohlbefindens, ist ein Arztbesuch anzuraten. Da die Erkrankung meist nur durch einen Zufallsbefund entdeckt wird, ist eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber körperlichen Veränderungen und Beeinträchtigungen bei der Alltagsbewältigung notwendig. Zur Risikogruppe von Morbus Waldenström gehören vor allem Männer in einem Alter ab 60 Jahren. Insbesondere sie sollten bei Unregelmäßigkeiten oder Veränderungen einen Arzt konsultieren. Kommt es zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder einer Abnahme der geistigen wie körperlichen Leistungsfähigkeit, besteht Anlass zur Besorgnis.

Bei Störungen der Konzentration und Aufmerksamkeit, Schwindel oder Erbrechen ist eine Abklärung der Beschwerden notwendig. Die Bildung von blauen Flecken oder anderen Hautveränderungen, eine plötzliche Blutungsneigung sowie Unregelmäßigkeiten des Monatszyklus sind mit einem Arzt zu besprechen. Abgeschlagenheit, Mattigkeit sowie eine schnelle Ermüdung weisen auf gesundheitliche Störungen hin und sollten untersucht werden.

Steigt die Neigung zu Infekten, kommt es zu Sensibilitätsstörungen auf der Haut, einem Taubheitsgefühl oder einer kribbelnden Wahrnehmung am Körper, wird ein Arzt benötigt. Ein blasses Erscheinungsbild, Störungen der Durchblutung oder Veränderungen des Herzrhythmus geben Anlass zur Besorgnis. Halten die Beschwerden über mehrere Wochen unvermindert an, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Ein Notfall ist dagegen das Hyperviskositätssyndrom: Treten plötzlich Sehstörungen, heftige Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Schwindel oder eine zunehmende Benommenheit und Verwirrtheit auf, ist das Blut durch die großen Mengen an Immunglobulin M zäh geworden und fließt nicht mehr richtig. In diesem Fall muss unverzüglich der Notruf 112 gewählt werden.

Behandlung & Therapie

Eine Therapie erfolgt erst dann, wenn die Erkrankung Symptome verursacht. Das Ziel der Therapie ist beim Morbus Waldenström nicht die Heilung der Erkrankung, sondern die Beseitigung beziehungsweise Linderung der Symptome. Man spricht hier von einem palliativen Therapieansatz. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus Zytostatika und Kortison. Lange Zeit war das die einzige Möglichkeit. Heute wird diese Chemotherapie in der Regel mit dem Antikörper Rituximab kombiniert, der gezielt an die entarteten B-Lymphozyten bindet. Daneben stehen mit den Bruton-Tyrosinkinase-Hemmern Ibrutinib und Zanubrutinib zielgerichtete Medikamente in Tablettenform zur Verfügung, die vor allem bei Rückfällen und bei Patienten eingesetzt werden, für die eine Chemotherapie nicht in Frage kommt.

Sind sehr viele IgM im Blut vorhanden und beeinträchtigen so die Fließeigenschaften des Blutes, kann auch eine Plasmapherese durchgeführt werden. Dabei wird das Blutplasma und damit auch die darin enthaltenen Paraproteine mit einem Plasmapheresegerät ausgetauscht.


Aussicht & Prognose

Unbehandelt schreitet ein Morbus Waldenström langsam voran. Da zu wenig funktionsfähige Leukozyten im Körper vorliegen, kommt es zu einem Antikörpermangelsyndrom, das mit Abwehrschwäche und einem erhöhten Infektionsrisiko einhergeht. Bei zeitgemäßer Therapie liegt die mittlere Überlebenszeit bei 7 bis 8 Jahren nach Erstellung der Erstdiagnose. Manche Betroffene leben bei hoher Lebensqualität aber noch über 20 Jahre.

Die individuelle Prognose ist dabei von verschiedenen Faktoren abhängig. So hängt die Prognose davon ab, welcher Risikogruppe die erkrankte Person angehört. Bei Hochrisiko-Patienten liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei durchschnittlich 36 Prozent, bei Niedrigrisiko-Patienten bereits bei 87 Prozent. Parameter mit einem negativen Einfluss auf die Prognose sind gemäß dem Prognose-Index des International Scoring System for Waldenström‘s Macroglobulinemia (ISSWM) ein Alter über 65 Jahren, ein erniedrigter Hämoglobinwert (unter 11,5 g/dl), eine stark erniedrigte Thrombozytenzahl (unter 100.000/µl), eine erhöhte monoklonale Proteinkonzentration (über 70 g/l) sowie ein erhöhter Beta-2-Mikroglobulin-Blutwert (über 3 mg/l).

Bei vielen Betroffenen vor dem 65. Lebensjahr kann die Erkrankung durch eine Therapie langfristig zurückgebildet werden. Schließlich wird die Therapie kontinuierlich durch neue Medikamente (u. a. Tyrosinkinase-Hemmer, Rituximab) erweitert und verbessert. Daher gehen Experten davon aus, dass sich die Prognose zukünftig deutlich verbessern wird.

Vorbeugen

Da die Ursachen des Morbus Waldenström immer noch nicht ausreichend geklärt sind, gibt es auch keine Präventionsmaßnahmen gegen die Krankheit. Um das Risiko einer Erkrankung zu senken, sollte der Kontakt mit chemischen Schadstoffen wie beispielsweise Benzol gemieden werden. Auch auf überflüssige Strahlenbelastungen, beispielsweise durch vermehrte Röntgenuntersuchungen, sollte verzichtet werden.

Nachsorge

In den meisten Fällen sind die Maßnahmen einer Nachsorge bei Morbus Waldenström relativ stark eingeschränkt oder stehen dem Betroffenen gar nicht erst zur Verfügung. Daher sollte idealerweise schon bei den ersten Symptomen und Anzeichen der Erkrankung ein Arzt aufgesucht werden, damit es nicht zu weiteren Beschwerden oder Komplikationen kommt. Eine Selbstheilung kann sich dabei nicht einstellen. Stattdessen sind regelmäßige Kontrollen des Blutbildes und des Immunglobulin-M-Wertes wichtig, um ein Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig zu bemerken.

Der Morbus Waldenström ist keine Erbkrankheit. Die zugrunde liegende Mutation entsteht erst im Laufe des Lebens in den betroffenen Blutzellen und wird nicht an die Kinder weitergegeben. Eine leichte familiäre Häufung ist zwar beschrieben, eine genetische Untersuchung bei Kinderwunsch lässt sich daraus aber nicht ableiten. Die Betroffenen sind in der Regel auf eine langfristige Behandlung angewiesen, wobei eine vollständige Heilung nicht erreicht werden kann.

In ihrem Alltag sind die Patienten daher auch auf die Unterstützung und auf die Hilfe der eigenen Familie und der Freunde und Bekannten angewiesen. Dadurch können auch psychische Beschwerden oder Depressionen verhindert werden. Nicht selten kann bei Morbus Waldenström auch der Kontakt zu anderen Patienten der Erkrankung sehr sinnvoll sein. Dadurch kommt es nicht selten zu einem Austausch an Informationen, welcher den Alltag des Betroffenen erleichtern kann. Die Erkrankung verkürzt die Lebenserwartung in der Regel.

Das können Sie selbst tun

Morbus Waldenström ist eine sehr seltene Erkrankung, die zunächst ärztlich abgeklärt und behandelt werden muss. Gegen die Folgen, die eine Infiltration des Knochenmarks hat, kann unter Umständen selbst vorgegangen werden. Betroffene sollten zudem Maßnahmen ergreifen, um die mit der Erkrankung einhergehende seelische Belastung zu reduzieren.

Begleitend zur ärztlichen Physiotherapie können Krankengymnastik oder Yoga durchgeführt werden. Körperliche Übungen helfen, den Bewegungsapparat zu stärken und die Schmerzen zu lindern. Daneben ist allerdings auch ausreichend Ruhe und Entspannung wichtig. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich die Beschwerden nicht verstärken. Liegt begleitend zu den Hauptsymptomen ein Hyperviskositätssyndrom vor, ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Der Patient kann diese unterstützen, indem er etwaige Neben- und Wechselwirkungen in einem Beschwerdetagebuch notiert und die Ergebnisse dem Arzt mitteilt.

Zuletzt muss bei Morbus Waldenström immer auch therapeutische Hilfe gesucht werden. So können die Patienten zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe aufsuchen und mit anderen Betroffenen sprechen. Auch in Internetforen oder in Fachzentren für entsprechende Erkrankungen finden Erkrankte Unterstützung und Aufklärung. Sämtliche Maßnahmen sollten in Rücksprache mit dem behandelnden Hämatologen oder Internisten erfolgen.

Quellen

  • Berger, D. P., Engelhardt, M., Duyster, J.: Das Rote Buch – Hämatologie und Internistische Onkologie.
    ISBN: 9783609512242
  • Kreuzer, K.-A. (Hrsg.): Referenz Hämatologie.
    ISBN: 9783132400535
  • Dreyling, M., Hentrich, M. (Hrsg.): Maligne Lymphome.
    ISBN: 9783863713997
  • Eucker, J., Scholz, C. (Hrsg.): Facharztwissen Hämatologie Onkologie.
    ISBN: 9783437212079
  • Herold, G.: Innere Medizin.
    ISBN: 9783982116655

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