Radfahren hält fit und ist gelenkschonend

Medizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 27. Februar 2025
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Ratgeber Radfahren hält fit und ist gelenkschonend

Damit unser Körper leistungsfähig bleibt, braucht er Bewegung. Dazu gehört, dass sowohl die Muskulatur als auch das Herz-Kreislauf-System regelmäßig belastet werden - am besten durch Sport. Dabei ist das Fahrrad eines der gesündesten Sportgeräte überhaupt. Radfahren regt den Stoffwechsel an, fordert Herz und Kreislauf und punktet im Vergleich zu vielen anderen Sportarten mit einem wichtigen Vorteil: Weil das Fahrrad das Körpergewicht trägt, schont es die Gelenke. Ideale Trainingsgeräte für Sportmuffel, Wiedereinsteiger, ältere Menschen oder Menschen mit Handicap sind E-Bikes. Wir erklären Ihnen, warum.

Inhaltsverzeichnis

Radfahren statt Diät

Beim Fahrradfahren sollte darauf geachtet werden, dass es für die Fitness effektiver ist und für die Gelenke schonender, nicht mit schweren Gängen zu treten, sondern lieber einen leichten Gang zu wählen und dafür kontinuierlich zu pedalieren.

Der menschliche Körper benötigt zur Fettoxidation Sauerstoff. Wie gut oder schlecht die Fettverbrennung vonstattengeht, hängt also in hohem Maß von der Versorgung Ihres Körpers mit Sauerstoff ab. Indem Sie Ihre Ausdauer trainieren, erhöhen Sie die Sauerstoffaufnahmekapazität Ihrer Körperzellen und kurbeln somit Ihren Fettstoffwechsel an.

Achtung! Damit Ihr Körper die zum Training notwendige Energie tatsächlich aus seinen Fettdepots gewinnt, ist es wichtig, dass die Belastungsintensität nicht mehr als 70 Prozent Ihrer Maximalleistung beträgt. Das wiederum bedeutet, dass Hobbyradler, die Ihr Gewicht im Griff behalten oder die abnehmen möchten, lange Strecken mit vergleichsweise niedrigen Intensitäten bevorzugen sollten.

Hier können zum Beispiel E-Bikes von Rosebikes.de hervorragend punkten: Fahrten mit dem Elektrorad belasten den Kreislauf, selbst während anspruchsvoller Berg-und-Tal-Fahrten, weit weniger als Touren auf einem Fahrrad ohne Motor. Somit ist es für den Sportler bedeutend einfacher, im persönlichen Fettverbrennungsmodus zu bleiben.

Wer beispielsweise mit etwa 15 km/h unterwegs ist, verbraucht im Durchschnitt 400 kcal pro Stunde. Zur Kontrolle des optimalen Trainingspulses empfiehlt sich die Anschaffung einer Pulsuhr.

Radeln als Therapie

Die meisten Menschen neigen dazu, "Schwachstellen" ihres Körpers, wie beispielsweise schmerzende Gelenke, zu schonen. Sie verzichten deshalb lieber ganz auf Sport. Ein fataler Fehler! Vielmehr sollten sich Betroffene an Profiläufern oder Ballsportlern orientieren, die zu Rehabilitationszwecken, nach Verletzungen oder nach Karriereende aufs Fahrrad, oft sogar auf E-Bikes umsteigen.

Die wichtigsten Gründe:

  • Hüfte, Knie und Fußgelenke bewegen sich während des Pedalierens gleichmäßig, ohne Belastungsspitzen
  • dadurch bessere Nährstoffversorgung der Gelenkknorpel beispielsweise bei Arthrose, vor allem an Hüfte und Knie
  • beim Tritt in die Pedale treten keine Scherkräfte auf, die dem Gelenk schaden könnten
  • moderate Bewegung auf dem Fahrrad verbessert bei chronischen Entzündungen die Beweglichkeit
  • je nach körperlicher Verfassung lässt sich vor allem bei E-Bikes die Trainingsintensität durch Zu- und Abschalten des Motors gut dosieren

Wie Radfahren die Gelenke gesund hält

Radfahren ist eine der besten Sportarten für Menschen mit Gelenkproblemen oder zur Vorbeugung von Gelenkverschleiß. Im Gegensatz zu hochbelastenden Sportarten wie Laufen oder intensiven Kraftübungen werden die Gelenke beim Radfahren geschont, während gleichzeitig die Muskulatur, Durchblutung und Beweglichkeit gefördert werden.

1. Geringe Belastung für Knie und Hüfte

Beim Radfahren liegt das Körpergewicht größtenteils auf dem Sattel, wodurch die Belastung auf Knie- und Hüftgelenke deutlich geringer ist als bei Sportarten mit hoher Stoßbelastung wie Joggen. Dadurch eignet sich Radfahren besonders für Menschen mit Arthrose, Übergewicht oder Gelenkschmerzen, da der Knorpel nicht unnötig abgenutzt wird.

2. Gelenkschmierung durch sanfte Bewegung

Die kreisförmige Bewegung der Beine sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit). Diese Flüssigkeit versorgt den Knorpel mit Nährstoffen und hält die Gelenke geschmeidig. Regelmäßiges Radfahren kann so helfen, Steifheit und Schmerzen zu reduzieren, besonders bei Menschen mit beginnender Arthrose.

3. Muskelaufbau als Schutz für die Gelenke

Starke Muskeln entlasten die Gelenke und stabilisieren sie. Beim Radfahren werden besonders die Oberschenkel-, Gesäß- und Wadenmuskulatur gestärkt, was die Gelenke zusätzlich schützt. Eine gut trainierte Muskulatur reduziert den Druck auf die Gelenke und kann langfristig Gelenkverschleiß vorbeugen.

4. Verbesserte Durchblutung und Nährstoffversorgung

Durch die gleichmäßige Bewegung beim Radfahren wird die Durchblutung in den Gelenken verbessert. Dies sorgt dafür, dass Knorpel, Sehnen und Bänder besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, was zur Regeneration und Erhaltung der Gelenkgesundheit beiträgt.

5. Schonende Rehabilitation nach Verletzungen

Radfahren wird oft als Teil der Rehabilitation nach Gelenkverletzungen oder Operationen empfohlen, da es eine gelenkschonende Möglichkeit bietet, die Beweglichkeit wiederherzustellen und Muskelkraft aufzubauen. Besonders nach Knie- oder Hüftoperationen kann regelmäßiges Radfahren helfen, schneller wieder fit zu werden.

6. Reduzierung von Gelenkschmerzen durch Bewegung

Bewegung ist essenziell, um Schmerzen in den Gelenken zu reduzieren. Regelmäßiges, moderates Radfahren hilft, Entzündungen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und langfristig Schmerzen zu verringern. Besonders Menschen mit rheumatischen Erkrankungen oder Arthrose profitieren von der sanften, aber effektiven Belastung.

Radfahren ist somit eine ideale Sportart, um die Gelenke zu schonen, zu stärken und ihre Funktion langfristig zu erhalten.

Fahrrad fahren macht Spaß!

Der Spaßfaktor beim Fahren mit E-Bikes ist vor allem für untrainierte, gehandicapte und ältere Menschen oft viel höher, als mit einem konventionellen Fahrrad.

Die Motor-Unterstützung ermöglicht allen Frischluftfans lange Touren, die das Vertrauen in den eigenen Körper und dessen Fähigkeiten steigern. Leistungsunterschiede zwischen radelnden Paaren oder innerhalb von Radgruppen lassen sich mittels E-Bikes wunderbar ausgleichen. Beim Radeln durch die Natur kommt es darüber hinaus zur Ausschüttung von Glückshormonen, wie beispielsweise Dopamin. Deshalb leiden Menschen, die regelmäßig aufs Fahrrad steigen, seltener unter Depressionen.

Nicht zu vergessen: Kurzstrecken in der Stadt lassen sich mit dem Rad meistens schneller und stressfreier zurücklegen, als mit dem Auto. Moderne E-Bikes sorgen dafür, dass Angestellte nicht verschwitzt, sondern entspannt Ihr Büro erreichen und Eltern ihren Nachwuchs auch in hügeligem Gelände bequem im Kinderanhänger transportieren können.

Richtige Trittfrequenz & Sitzposition

Für die Fitness ist es effektiver und für die Gelenke schonender, nicht mit schweren Gängen zu treten, sondern lieber einen leichten Gang zu wählen und dafür kontinuierlich zu pedalieren. Außerdem ist die richtige Sitzposition wichtig. Es ist absolut empfehlenswert, einen Fahrradhändler aufzusuchen und das Fahrrad von einem Fachmann einstellen zu lassen. Warum?

  • Die optimale Sitzposition hängt vom Fahrradtyp ab (z. B. Mountainbike oder Cityrad).
  • Die richtige Sattelhöhe ist eingestellt, wenn die Ferse bei gestrecktem Bein das unten stehende Pedal gut erreicht, wobei zusätzlich die Abstände zwischen Sattel, Rahmen und Lenker stimmen müssen.
  • Arme sollten beim Fahren leicht angewinkelt sein, die Lenkerbreite der Schulterweite entsprechen.
  • Damit keine Blutgefäße gequetscht werden, ist die Sattelform wichtig.

Warum Radfahren gut für das Herz ist

Radfahren ist nicht nur eine gelenkschonende Sportart, sondern auch eine der besten Bewegungsformen zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Regelmäßiges Radfahren kann das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen senken, indem es den Kreislauf stabilisiert und die allgemeine Herzgesundheit verbessert.

1. Stärkung des Herzmuskels

Beim Radfahren arbeitet das Herz effizienter, da es kontinuierlich gefordert wird, mehr Sauerstoff durch den Körper zu pumpen. Diese konstante Belastung stärkt den Herzmuskel, sodass er mit weniger Schlägen pro Minute mehr Blut befördern kann. Ein trainiertes Herz schlägt langsamer und effektiver, was das Risiko für Herzinfarkte und Herzinsuffizienz reduziert.

2. Verbesserung der Durchblutung

Durch die Bewegung der Beinmuskulatur beim Radfahren wird der venöse Rückfluss verbessert, das heißt, das Blut fließt effizienter zum Herzen zurück. Dies reduziert das Risiko für Krampfadern, Thrombosen und Schwellungen in den Beinen. Zudem werden die Gefäße elastischer, was langfristig das Risiko für Bluthochdruck senkt.

3. Senkung des Blutdrucks und Cholesterinspiegels

Studien zeigen, dass regelmäßiges moderates Radfahren den Blutdruck dauerhaft senken kann. Gleichzeitig hilft es, das schädliche LDL-Cholesterin zu reduzieren und das gute HDL-Cholesterin zu erhöhen. Dies führt zu einer besseren Gefäßgesundheit und verringert das Risiko für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung).

4. Gewichtsreduktion und Entlastung des Herzens

Radfahren ist eine effektive Methode zur Fettverbrennung und unterstützt den Körper dabei, überschüssiges Gewicht abzubauen. Ein geringeres Körpergewicht entlastet das Herz, da es weniger Arbeit leisten muss, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Bereits eine Gewichtsabnahme von 5–10 % kann das Herzinfarktrisiko deutlich senken.

5. Stressabbau und Herzgesundheit

Regelmäßiges Radfahren senkt die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin, die das Herz belasten können. Durch die gleichmäßige Bewegung wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, das für Entspannung und Erholung sorgt. Dies trägt zu einem stabileren Blutdruck und einer ruhigeren Herzfrequenz bei.

6. Verbesserung der Herzratenvariabilität

Ein gesundes Herz passt seine Schlagfrequenz flexibel an Belastungen an. Radfahren fördert eine bessere Herzratenvariabilität, was bedeutet, dass das Herz effektiver auf unterschiedliche Anforderungen reagieren kann – ein Zeichen für eine starke kardiovaskuläre Fitness.

Radfahren ist somit eine ideale Sportart, um das Herz-Kreislauf-System nachhaltig zu stärken und Herzkrankheiten aktiv vorzubeugen.

Wie Radfahren das Immunsystem stärkt

Radfahren ist nicht nur gut für das Herz-Kreislauf-System, sondern hat auch positive Effekte auf das Immunsystem. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärkt die körpereigene Abwehr, reduziert das Risiko für Infektionen und kann Entzündungsprozesse im Körper verringern.

1. Verbesserung der Durchblutung für eine starke Immunabwehr

Beim Radfahren wird die Durchblutung angeregt, wodurch Immunzellen schneller im Körper verteilt werden. Die erhöhte Sauerstoffversorgung unterstützt die Aktivität von Lymphozyten und Makrophagen, die Krankheitserreger bekämpfen. Eine gute Durchblutung verbessert zudem die Versorgung von Organen und Geweben mit Nährstoffen, was die Immunfunktion stabil hält.

2. Bewegung als natürlicher Entzündungshemmer

Moderates Radfahren kann chronische Entzündungen reduzieren, die das Immunsystem schwächen. Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe senkt, während entzündungshemmende Prozesse aktiviert werden. Dies hilft nicht nur gegen Infektionen, sondern auch bei Erkrankungen wie Arthritis oder Autoimmunerkrankungen.

3. Stressabbau und Immunstärkung

Dauerhafter Stress führt zur vermehrten Ausschüttung von Cortisol, das das Immunsystem schwächen kann. Radfahren fördert die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin, die Stress abbauen und das seelische Wohlbefinden steigern. Ein ausgeglichener Hormonhaushalt schützt das Immunsystem vor Überlastung und hilft, Krankheiten besser abzuwehren.

4. Temperaturreize durch Radfahren im Freien

Radfahren an der frischen Luft setzt den Körper wechselnden Temperaturen aus, was die Anpassungsfähigkeit des Immunsystems verbessert. Der Wechsel zwischen kühler und warmer Luft trainiert die Regulationsmechanismen des Körpers und kann dazu beitragen, Erkältungen vorzubeugen. Besonders effektive Trainingseffekte gibt es beim Radfahren in der Natur, wo die Luftqualität besser ist und der Körper weniger Schadstoffen ausgesetzt ist.

5. Verbesserung der Darmflora durch Bewegung

Ein gesunder Darm ist essenziell für ein starkes Immunsystem, da dort ein Großteil der Immunzellen sitzt. Studien zeigen, dass regelmäßige Bewegung die Vielfalt der Darmbakterien positiv beeinflusst, was die Abwehrkräfte stärkt und das Risiko für Infektionen senkt.

6. Radfahren fördert einen gesunden Schlaf

Guter Schlaf ist entscheidend für ein starkes Immunsystem, da sich der Körper in der Nacht regeneriert. Regelmäßiges Radfahren fördert einen tieferen und erholsameren Schlaf, indem es den zirkadianen Rhythmus stabilisiert und Stresshormone abbaut.

Durch diese vielfältigen Effekte trägt Radfahren dazu bei, das Immunsystem langfristig zu stärken und die allgemeine Gesundheit zu fördern.

Fazit

Vor einigen Jahren noch waren Fahrräder die gesündesten Sportgeräte überhaupt. Sie wurden sie inzwischen von E-Bikes abgelöst. Vor allem Untrainierte, Senioren und Menschen mit Gelenkproblemen profitieren von der individuell zuschaltbaren Unterstützung durch einen Motor.

So ist es jedem Radler möglich, in optimaler Trainingsgeschwindigkeit und mit richtiger Belastungsintensität zu trainieren. Leistungsunterschiede innerhalb von Radgruppen lassen sich mithilfe von Elektrofahrrädern oder Pedelecs ausgleichen.

Darüber hinaus bieten E-Bikes im Alltag, wie beim Einkaufen, dem Transport der Kinder oder der täglichen Fahrt zur Arbeit viele Vorteile, die sich im Endeffekt positiv auf die Gesundheit auswirken.

Das könnte Sie auch interessieren