Amrinon
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 7. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Amrinon ist ein Medikament, welches zur Behandlung einer schweren, auf andere Medikamente nicht ansprechenden Herzinsuffizienz eingesetzt wurde. Es wird sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen deutschsprachigen Ländern mittlerweile auch aufgrund der häufigen Nebenwirkungen nicht mehr angeboten und wurde durch wirksamere Mittel ersetzt.
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Was ist Amrinon?
Chemisch betrachtet handelt es sich bei Amrinon um einen Hemmstoff, welcher die Phosphodiesterase beeinträchtigt. Im Körper verhindert es den Abbau des zyklischen Adenosinmonophosphats, welches ein Signalstoff in den Bereichen des Stoffwechsels und der Hormonwirkung ist.
Es wurde während der Verfügbarkeit des Medikaments vor allem als akutes Mittel gegen Herzinsuffizienz genutzt, da es die Pumpkraft des Herzens rasch steigert und zugleich die Blutgefäße erweitert; der Blutdruck sinkt dabei häufig ab.
Amrinon gehörte zu den ersten Vertretern einer Wirkstoffgruppe, die als Phosphodiesterase-3-Hemmer bezeichnet wird und die zugleich die Herzkraft steigert und die Blutgefäße erweitert; für diese Verbindung zweier Eigenschaften hat sich der Begriff Inodilatator eingebürgert. Von den älteren Mitteln zur Stärkung der Herzarbeit unterschied sich das Wirkprinzip grundlegend: Die Herzglykoside greifen an einer Ionenpumpe der Herzmuskelzelle an, die Katecholamine an den Beta-Rezeptoren der Zelloberfläche, während Amrinon erst hinter diesen Rezeptoren wirkte, nämlich am Abbau eines Signalstoffs im Inneren der Zelle. Als Nachfolger derselben Gruppe kamen später Milrinon und Enoximon in Gebrauch; Enoximon gehört chemisch einer anderen Untergruppe an, greift aber an demselben Enzym an.
Pharmakologische Wirkung
Nach der Verabreichung von Amrinon wirkt das Medikament insbesondere auf zwei Organe. Dem Herzmuskel wird eine erhöhte Zufuhr von Calcium-Ionen ermöglicht, so dass die Stärke der Kontraktionen des Herzmuskels erhöht wird.
Erreicht wird dies im medizinischen Sinn durch eine Abgabe größerer Mengen von zyklischem Adenosinmonophosphat. Amrinon hemmt dabei gezielt den Typ 3 der Phosphodiesterase, der im Herzmuskel und in den Wänden der Blutgefäße vorkommt. Weiterhin wirkt Amrinon auf die Blutgefäße. Die erwähnte Konzentration an Calcium-Ionen nimmt in den sogenannten glatten Muskelzellen der Blutgefäße ab. Dadurch verringert sich der Spannungszustand (Tonus) innerhalb der Gefäßwände, wodurch der Blutdruck als Folge des Medikaments abnimmt. Anders als die Katecholamine steigern solche Hemmstoffe die Herzkraft, ohne den Sauerstoffverbrauch des Herzmuskels im gleichen Maß zu erhöhen, weil die gleichzeitige Gefäßerweiterung das Herz entlastet.
Vor allem die Wirkung auf die Blutgefäße erzeugt eine deutlich mess- und spürbare Abnahme des Blutdrucks im Körper des Patienten. Die Wirkung von Amrinon kann sich jedoch auch negativ bemerkbar machen, so dass zu den Kontraindikationen des Präparats unter anderem schwere Herzrhythmusstörungen gehören, welche getrennt durch Antiarrhythmika behandelt werden müssen.
Eine schwere Niereninsuffizienz zählt ebenfalls zu den Kontraindikationen, ebenso ist eine Schwangerschaft während der Verabreichung von Amrinon nicht ratsam. Es sollte daher, falls die Behandlung längerfristig fortgeführt werden müsste, durch ein anderes Mittel ersetzt werden.
Der Weg des Wirkstoffs durch den Körper erklärt einen Teil dieser Einschränkungen. Weil Amrinon unmittelbar in die Blutbahn gegeben wurde, setzte die Wirkung binnen Minuten ein; sie hielt allerdings nur kurz an, sodass die Zufuhr fortgesetzt werden musste, wenn der Effekt erhalten bleiben sollte. Der Abbau erfolgte in der Leber, die Ausscheidung des Wirkstoffs und seiner Umwandlungsprodukte überwiegend über die Nieren. War eines dieser beiden Organe geschädigt, reicherte sich die Substanz an und wirkte länger als beabsichtigt – der Grund dafür, dass eine schwere Nieren- oder Leberschwäche der Anwendung entgegenstand. Steuerbar war die Wirkung damit zwar über die Geschwindigkeit der Zufuhr, doch verlangte dies die fortlaufende Überwachung von Blutdruck und Herzrhythmus.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Verabreicht wurde Amrinon als Injektion beziehungsweise als Infusion in die Vene; eine Form zum Einnehmen wurde zwar erprobt, wegen der Nebenwirkungen aber nicht weiterverfolgt. Die Lösung wurde in Ampullen zu jeweils 20 Milliliter Inhalt angeboten.
Amrinon wurde ausschließlich zur Behandlung der erwähnten Herzinsuffizienz eingesetzt, andere Off-Label-Anwendungen lagen nicht vor. Es handelte sich in der Regel um ein kurzfristig einsetzbares Medikament, welches eine rasche Wirkung entfalten kann und auch aufgrund der häufigen Nebenwirkungen nur sehr selten langfristig verabreicht wurde. In Langzeitstudien mit verwandten Wirkstoffen wie Milrinon starben unter der dauerhaften Einnahme mehr Patienten als unter Scheinmedikament; solche Mittel bleiben deshalb der kurzfristigen Anwendung in der Klinik vorbehalten. Die gleichzeitige Verabreichung von Dobutamin kann die Wirkung der PDE-3-Hemmer verstärken. Diverse Studien bescheinigen dem Medikament eine durchschnittliche Wirkung, unter Ärzten ist das Präparat nicht unumstritten.
In einer kleineren Studie mit 15 Patienten wurde bei zwei Dritteln der Testkandidaten keinerlei Einfluss auf die Kontraktionsfähigkeit des Herzmuskels nachgewiesen, obwohl dies eines der Haupteinsatzgebiete von Amrinon sein sollte. Keine der durchgeführten Studien berichtet von Langzeitvorteilen, welche durch Amrinon hervorgerufen werden. Es eignete sich jedoch als Medikament, welches Patienten verabreicht wurde, die auf bekannte Präparate (wie Digitalis oder bestimmte ACE-Hemmer) nicht ansprachen.
Ein weiterer Anwendungsfall bestand während einer Herz-Lungen-Transplantation, doch auch hier hat die Medizin inzwischen wirksamere Medikamente gefunden.
Zur Einordnung des Mittels gehört auch, welche Erwartung sich einmal mit ihm verband. Als die Phosphodiesterase-Hemmer aufkamen, galten sie als Hoffnungsträger, weil sie die Pumpleistung des geschwächten Herzens steigerten, ohne dessen Sauerstoffbedarf im gleichen Maß zu erhöhen, und weil sie das Herz zugleich durch die Erweiterung der Gefäße entlasteten. Erst die späteren Untersuchungen zur Dauerbehandlung zeigten, dass sich der günstige Kurzzeiteffekt auf die Herzarbeit nicht in einen langfristigen Vorteil für die Patienten übersetzte. Aus dem Hoffnungsträger für die dauerhafte Behandlung wurde damit ein Mittel für die überbrückende Anwendung in der Klinik, das nur so lange gegeben wurde, bis eine andere Behandlung greifen konnte.
Verabreichung & Dosierung
Amrinon, auch bekannt unter dem Namen Inamrinon, ist ein Medikament aus der Klasse der Phosphodiesterase-Inhibitoren. Es wurde hauptsächlich zur Behandlung von Herzinsuffizienz verwendet, insbesondere in Fällen, in denen die üblichen Behandlungsmethoden nicht wirksam sind. Die folgenden Angaben beschreiben die Anwendung aus der Zeit, in der das Mittel verfügbar war. Bei der Verabreichung und Dosierung von Amrinon waren mehrere wichtige Punkte zu beachten:
Verabreichungsart: Amrinon wird in der Regel intravenös verabreicht, was eine sorgfältige Überwachung des Patienten während der Infusion erfordert. Die genaue Dosierung und Infusionsrate muss von einem qualifizierten Mediziner festgelegt und überwacht werden.
Dosierung: Die Dosierung von Amrinon muss individuell angepasst werden, basierend auf der spezifischen Situation und Reaktion des Patienten. Eine typische Initialdosis kann als Bolus verabreicht werden, gefolgt von einer kontinuierlichen Infusion.
Überwachung: Während der Behandlung mit Amrinon ist eine kontinuierliche Überwachung der Herzfunktion und des Blutdrucks erforderlich. Das Medikament kann Hypotension, Arrhythmien und andere kardiovaskuläre Nebenwirkungen verursachen, die eine Anpassung der Dosierung oder einen Abbruch der Behandlung erforderlich machen können.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen: Neben kardiovaskulären Effekten kann Amrinon auch andere Nebenwirkungen wie Thrombozytopenie verursachen. Zudem sollte das Medikament mit Vorsicht bei Patienten verwendet werden, die andere Medikamente erhalten, die das Herz-Kreislauf-System beeinflussen.
Einsatz bei spezifischen Populationen: Bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann eine Dosisanpassung notwendig sein, um die Gefahr von Toxizität zu minimieren.
Da Amrinon potenziell schwerwiegende Nebenwirkungen haben kann, sollte seine Anwendung auf spezialisierte medizinische Einrichtungen beschränkt sein und unter strenger medizinischer Aufsicht erfolgen.
Risiken & Nebenwirkungen
Amrinon kann zu unterschiedlichen Beschwerden im Gastrointestinaltrakt führen, wozu (meist gemeinsam) Übelkeit und als Folge auch Erbrechen zählen.
Weiterhin kann Amrinon leichte Bauchschmerzen und auch eine Irritation des Geschmackssinns bewirken. Zu den seltenen Nebenwirkungen zählen unter anderem Fieber sowie eine mögliche Anschwellung der Milz. Die Leber kann in ihrer Funktionsweise gestört werden. Amrinon senkt außerdem den Blutdruck, was das Herz entlastet; ein zu starker Abfall des Blutdrucks ist jedoch eine unerwünschte Nebenwirkung des Medikaments.
Das Herz kann außerdem durch Tachykardien und in schweren Fällen durch Kammerflimmern beeinträchtigt werden, in diesen Fällen ist eine sofortige Benachrichtigung des Arztes notwendig. Myalgien, also von bestimmten Muskeln ausgehende Schmerzen, zählen ebenfalls zu den sehr seltenen Nebenwirkungen von Amrinon. Die Abnahme von Blutplättchen im Blut wurde ebenfalls beobachtet; sie bildet sich nach dem Absetzen in der Regel zurück. Gerade diese Nebenwirkung war ein wesentlicher Grund dafür, dass Amrinon durch besser verträgliche Nachfolgesubstanzen abgelöst wurde.
Bei den Nachfolgesubstanzen derselben Wirkstoffgruppe wurde dieser Abfall der Blutplättchen deutlich seltener beobachtet; er trat außerdem bei längerer Zufuhr häufiger auf als bei kurzer. Die übrigen unerwünschten Wirkungen ließen sich dagegen unmittelbar aus der erwünschten Wirkung ableiten: Der zu starke Blutdruckabfall, das Herzrasen und die Rhythmusstörungen waren die überschießende Form dessen, was das Mittel bewirken sollte. Für die Rhythmusstörungen war dabei dasselbe erhöhte Calciumangebot in der Herzmuskelzelle verantwortlich, auf dem auch die verstärkte Kontraktion beruhte – Nutzen und Schaden gingen bei diesem Wirkprinzip auf dieselbe Ursache zurück und ließen sich deshalb nicht voneinander trennen.
Kontraindikationen
Amrinon, ein Phosphodiesterase-Inhibitor, wurde vor allem zur Behandlung schwerer Herzinsuffizienz eingesetzt. Allerdings war dieses Medikament nicht für jeden Patienten geeignet, und es gab mehrere Kontraindikationen, die bei seiner Verwendung beachtet werden mussten:
Schwere Hypotension: Patienten, die bereits unter signifikant niedrigem Blutdruck leiden, sollten Amrinon vermeiden, da das Medikament den Blutdruck weiter senken kann.
Schwere obstruktive Klappenerkrankung: Bei Patienten mit schweren Herzklappenerkrankungen, wie einer Aortenstenose, kann Amrinon zu einer gefährlichen Verschlechterung führen, da es den Auswurf aus dem Herzen erhöht und damit die Belastung auf das Herz weiter steigert.
Hypersensitivität gegenüber dem Wirkstoff: Patienten, die eine bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Amrinon oder einen der sonstigen Bestandteile des Medikaments aufweisen, sollten dieses Medikament meiden.
Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen: Bei Patienten mit schweren Beeinträchtigungen der Leber- oder Nierenfunktion kann die Verwendung von Amrinon problematisch sein, da eine angepasste Dosierung erforderlich ist und das Risiko von toxischen Effekten besteht.
Schwangerschaft und Stillzeit: Aufgrund des potenziellen Risikos für den Fötus oder das Neugeborene sollte Amrinon während der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden, es sei denn, der potenzielle Nutzen rechtfertigt das Risiko.
Die Entscheidung zur Verwendung von Amrinon musste sorgfältig abgewogen werden, wobei die spezifischen gesundheitlichen Bedingungen des Patienten zu berücksichtigen waren. Eine sorgfältige Überwachung durch medizinisches Fachpersonal war entscheidend, um sicherzustellen, dass das Medikament sicher und wirksam eingesetzt wurde.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Amrinon, als Phosphodiesterase-Inhibitor verwendet zur Behandlung von Herzinsuffizienz, konnte mit verschiedenen Medikamenten interagieren, was die Wirksamkeit beider Medikamente beeinflussen oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen konnte. Die folgenden Wechselwirkungen betreffen die Zeit, in der Amrinon angewendet wurde:
Diuretika: Die Kombination von Amrinon mit Schleifendiuretika wie Furosemid kann das Risiko einer Hypotension (niedriger Blutdruck) erhöhen. Diese Kombination erfordert sorgfältige Überwachung und möglicherweise eine Anpassung der Dosierung.
Vasodilatatoren: Medikamente, die zur Erweiterung der Blutgefäße führen, wie Nitroglyzerin oder andere Nitrate, können in Kombination mit Amrinon zu einer verstärkten Blutdrucksenkung führen. Diese Interaktion kann das Risiko für kritische Hypotension erhöhen.
Beta-Blocker: Die gleichzeitige Anwendung von Amrinon und Beta-Blockern kann die kardiovaskulären Effekte beider Substanzen verstärken. Besonders das Risiko für Arrhythmien und andere Herzprobleme kann steigen.
Digitalis: Obwohl Digitalis oft zur Behandlung von Herzinsuffizienz verwendet wird, kann die Kombination mit Amrinon das Arrhythmierisiko erhöhen, was eine sorgfältige Überwachung erfordert.
Antikoagulantien: Da Amrinon das Risiko einer Thrombozytopenie erhöhen kann, kann die gleichzeitige Anwendung von Blutverdünnern wie Warfarin das Blutungsrisiko verstärken.
Aufgrund dieser Interaktionen war es wichtig, dass Ärzte alle Medikamente, die ein Patient einnahm, sorgfältig überprüften, bevor sie mit der Behandlung mit Amrinon begannen. Eine regelmäßige Überwachung während der Behandlung war notwendig, um mögliche Interaktionen frühzeitig zu erkennen und entsprechend darauf reagieren zu können.
Alternative Behandlungsmethoden
Da Amrinon nicht mehr zur Verfügung steht, kommen zur Behandlung der Herzinsuffizienz die folgenden Wirkstoffgruppen zum Einsatz:
Beta-Blocker: Diese Medikamente, wie Carvedilol oder Metoprolol, verlangsamen den Herzschlag und reduzieren den Blutdruck, was das Herz entlastet und die Effizienz seiner Pumpfunktion verbessert.
ACE-Hemmer: Wirkstoffe wie Enalapril, Lisinopril und Ramipril erweitern die Blutgefäße und verringern den Widerstand, gegen den das Herz pumpen muss. Sie werden bei der Behandlung von Herzinsuffizienz standardmäßig eingesetzt und verbessern die Symptome sowie die Lebensqualität der Patienten.
Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARBs): Für Patienten, die ACE-Hemmer nicht vertragen, können ARBs wie Losartan oder Valsartan eine gute Alternative sein. Sie haben ähnliche Wirkungen wie ACE-Hemmer, aber ein geringeres Risiko für bestimmte Nebenwirkungen wie Husten.
Diuretika: Schleifendiuretika wie Furosemid helfen, Flüssigkeitsansammlungen im Körper zu reduzieren, die Atemnot und Schwellungen verursachen können. Sie entlasten das Herz, indem sie das Blutvolumen verringern.
Digitalispräparate: Medikamente wie Digoxin können die Kontraktionskraft des Herzens verstärken und werden bei Patienten eingesetzt, die andere Medikamente nicht vertragen oder bei denen diese nicht ausreichend wirksam sind. Sie gelten heute allerdings nur noch als Reservemittel; zur Standardbehandlung der Herzinsuffizienz zählen inzwischen zusätzlich Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten, die Kombination aus Sacubitril und Valsartan sowie die SGLT2-Hemmer.
Mittel für die akute Verschlechterung: Die vorgenannten Wirkstoffgruppen betreffen die dauerhafte Behandlung. Für die Situation, in der Amrinon eingesetzt wurde – die akut verschlechterte Herzschwäche in der Klinik –, stehen heute andere Mittel zur Verfügung: Katecholamine wie Dobutamin, die Nachfolger aus der eigenen Wirkstoffgruppe Milrinon und Enoximon sowie mit Levosimendan ein Stoff, der die Empfindlichkeit des Herzmuskels für Calcium erhöht, statt dessen Menge in der Zelle zu steigern. Auch diese Mittel bleiben der kurzfristigen Anwendung unter Überwachung vorbehalten.
Diese alternativen Behandlungen können je nach individuellen Bedürfnissen des Patienten, dem Schweregrad der Herzinsuffizienz und anderen vorhandenen Gesundheitszuständen angepasst werden. Es ist wichtig, dass die Behandlung unter sorgfältiger medizinischer Überwachung erfolgt, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und Nebenwirkungen zu minimieren.
Quellen
- Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
ISBN: 9783437426223
- Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., Kannt, A., Ruth, P.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
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- Arastéh, K., Baenkler, H.-W., Bieber, C., et al.: Innere Medizin.
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