Furosemid

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Als Furosemid wird ein Schleifendiuretikum bezeichnet. Der Arzneistoff wirkt harntreibend und kommt bei Ödemen oder Bluthochdruck zur Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Furosemid?

Furosemid
Zu den Anwendungsgebieten von Furosemid zählt die Behandlung von Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe) aufgrund von Herzkrankheiten, zu hohem Blutdruck, Lebererkrankungen wie einer Leberzirrhose, Nierenfunktionsstörungen, einem Wasserbauch (Aszites) oder schweren Verbrennungen.
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Der Wirkstoff Furosemid gehört zur Arzneigruppe der Schleifendiuretika. Diese haben die Eigenschaft, größere Mengen an Gewebsflüssigkeit aus dem Körper auszuscheiden, was durch die Hemmung eines Transportproteins in der Niere erfolgt.

Harntreibende Medikamente wurden bereits ab 1919 in Form von giftigen Quecksilberverbindungen dargereicht. Erst im Jahr 1959 entwickelte das deutsche Unternehmen Hoechst einen Wirkstoff mit der Bezeichnung Furosemid, der frei von Quecksilber war. Die Anmeldung des Furosemid-Patents fand 1962 statt, sodass das Medikament schon bald darauf zum Einsatz kam.

Der Weg dorthin führte über eine Zufallsbeobachtung. In den 1930er Jahren fiel auf, dass Sulfonamid-Antibiotika harntreibend wirken; aus dieser Spur ging in den 1950er Jahren mit Acetazolamid das erste gezielt entwickelte Entwässerungsmittel hervor, kurz darauf folgten die Thiaziddiuretika. Furosemid steht in derselben chemischen Linie, und genau darin liegt der Grund für eine bis heute beachtete Vorsichtsregel: Wer auf Sulfonamide überempfindlich reagiert, kann auch auf Furosemid überempfindlich reagieren.

Bis in die heutige Zeit zählt Furosemid zu den stärksten harntreibenden Arzneimitteln. Furosemidhaltige Arzneimittel sind in Deutschland verschreibungspflichtig.

Innerhalb der harntreibenden Mittel bilden die Schleifendiuretika eine von mehreren Gruppen, die sich nach dem Angriffsort in der Niere unterscheiden. Die Schleifendiuretika setzen an der Henle-Schleife an, einem haarnadelförmigen Abschnitt des Nierenkanälchens, und wirken von allen Gruppen am kräftigsten. Die Thiaziddiuretika greifen weiter hinten im Kanälchen an und wirken schwächer, dafür gleichmäßiger über den Tag. Die kaliumsparenden Diuretika schließlich schwemmen vergleichsweise wenig Wasser aus, halten dafür aber das Kalium im Körper zurück. Diese Unterschiede bestimmen, welches Mittel bei welcher Erkrankung infrage kommt.

Pharmakologische Wirkung

Furosemid weist eine starke und rasch einsetzende Wirkung auf. Diese wird durch das Blockieren des Transportproteins Na-K-2Cl-Cotransporter innerhalb der Niere bzw. im aufsteigenden Abschnitt der Henle-Schleife erreicht.

Aufgrund der Blockade kommt es zu einer Hemmung der Rückaufnahme von Wasser, Chlorid, Natrium und Kalium. Auf diese Weise bildet sich mehr Urin, der dann verstärkt ausgeschieden wird. Dies führt wiederum zu einem raschen Abbau der Wassereinlagerungen im Körpergewebe.

Je nachdem welche Dosis zur Anwendung gelangt, kann Furosemid das hormonelle Steuern der Urinausscheidung stimulieren. Dieser Effekt ist wichtig bei der Therapie von Funktionsstörungen der Nieren.

Furosemid ist außerdem in der Lage, zu hohen Blutdruck abzusenken. Zu diesem Zweck regt der Arzneistoff das Ausscheiden von Kochsalz (Natrium) an. Weil durch Furosemid auch die Gefäße erweitert werden, lässt sich von ihm die Durchblutung der Nieren stimulieren. Im Falle einer Herzmuskelschwäche sorgt Furosemid für die Entlastung des Herzens. So erzielt das Erweitern der Venen ein Absinken des Drucks, der sich negativ auf das Herz auswirkt.

Wird Furosemid intravenös verabreicht, können große Wassermengen von bis zu 50 Litern pro Tag aus dem Organismus gelangen.

Der Angriffspunkt ist ein Transportprotein, das Natrium, Kalium und Chlorid gemeinsam aus dem Harn zurück in die Zellen der Nierenkanälchen holt. Wird es blockiert, bleiben diese Salze im Harn, und weil Wasser den Salzen folgt, steigt die Harnmenge. Ausgeschieden werden dabei nicht nur Natrium und Kalium, sondern auch Kalzium und Magnesium. Die Harnsäureausscheidung nimmt dagegen ab, und der Säure-Basen-Haushalt kann sich in Richtung einer Alkalose verschieben. Furosemid regt außerdem das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System an, jenes Hormonsystem, mit dem der Körper Blutdruck und Salzhaushalt regelt.

Die entlastende Wirkung auf ein geschwächtes Herz beruht nicht allein auf der Entwässerung. Furosemid erweitert die venösen Blutgefäße und senkt damit die Menge Blut, die zum Herzen zurückströmt. Dieser frühe Gefäßeffekt scheint über Prostaglandine vermittelt zu werden und setzt voraus, dass die Nieren ausreichend arbeiten und die Prostaglandinbildung ungestört ist. Das erklärt zugleich, warum entzündungshemmende Schmerzmittel, die genau diese Prostaglandinbildung hemmen, die Wirkung von Furosemid abschwächen.

Zu ungefähr zwei Dritteln findet die Aufnahme des Schleifendiuretikums über den Darm in das Blut statt. Rund 10 Prozent des Wirkstoffs verstoffwechselt die Leber. Die restliche Menge scheidet der Körper ohne Veränderungen wieder aus, was über Stuhl und Urin erfolgt. Nach ca. 60 Minuten haben rund 50 Prozent des Furosemids den Organismus wieder verlassen.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Zu den Anwendungsgebieten von Furosemid zählt die Behandlung von Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe) aufgrund von Herzkrankheiten, zu hohem Blutdruck, Lebererkrankungen wie einer Leberzirrhose, Nierenfunktionsstörungen, einem Wasserbauch (Aszites) oder schweren Verbrennungen.

Darüber hinaus lässt sich Furosemid gegen ein Lungenödem einsetzen, da es die Flüssigkeit schnell und effektiv ausschwemmt. Als sinnvoll galt das Schleifendiuretikum außerdem, um einem akuten Nierenversagen vorzubeugen. Nach heutigem Kenntnisstand wird davon abgeraten: Leitlinien empfehlen, Diuretika nicht zur Vorbeugung eines akuten Nierenversagens einzusetzen, sondern nur zur Behandlung einer Überwässerung.

Furosemid lässt sich sowohl kurzfristig als auch im Rahmen einer Langzeittherapie einsetzen. In den meisten Fällen wird das Medikament in Form von Tabletten oder Kapseln, die den Wirkstoff verzögert freisetzen, dargereicht. Ebenso ist eine Infusion möglich.

Die Tabletten werden am Morgen auf nüchternem Magen mit Wasser eingenommen. Höhere Dosierungen lassen sich über den ganzen Tag verteilen und mehrfach einnehmen. Die empfohlene Dosis schwankt zwischen 40 und 120 Milligramm am Tag. In manchen Fällen kann jedoch auch eine Dosis von bis zu 500 Milligramm sinnvoll sein.

Erfolgt eine Behandlung gegen Bluthochdruck, wird Furosemid zumeist mit weiteren Blutdrucksenkern kombiniert. Durch diesen Vorgang steigt die Wirksamkeit an und Nebenwirkungen werden vermindert.

Die deutsche Fachinformation der Tablettenform fasst die zugelassenen Anwendungsgebiete knapp zusammen: Ödeme infolge von Erkrankungen des Herzens, der Leber oder der Nieren, Ödeme nach Verbrennungen sowie Bluthochdruck. Beim nephrotischen Syndrom, einer bestimmten Nierenerkrankung mit starkem Eiweißverlust, steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund.

Eine Besonderheit betrifft gerade jene Patienten, die das Mittel am dringendsten brauchen. Bei fortgeschrittener Herzschwäche und beim nephrotischen Syndrom nimmt der Darm den Wirkstoff deutlich schlechter auf als bei Gesunden. Dass die harntreibende Wirkung in solchen Fällen hinter den Erwartungen zurückbleibt, muss also nicht an einer zu geringen Menge liegen, sondern kann seine Ursache in der gestörten Aufnahme haben.

Maßgeblich für die Steuerung der Behandlung ist der Erfolg, nicht ein festes Schema: Die Fachinformation verlangt ausdrücklich, stets die niedrigste Menge zu verwenden, mit der sich der gewünschte Effekt erzielen lässt. Der durch die verstärkte Harnausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust soll dabei ein bestimmtes Maß pro Tag nicht überschreiten.


Risiken & Nebenwirkungen

Bei etwa jedem zehnten Patienten kommt es nach der Einnahme von Furosemid zu unerwünschten Nebenwirkungen. Dazu gehören in erster Linie Schläfrigkeit, Apathie, Blutdruckschwankungen bei Veränderungen der Körperposition, Durst, Appetitlosigkeit, verstärkte Ausscheidung von Urin, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Missempfindungen der Nerven, partielle Lähmungen und Blähungen.

Des Weiteren kann es zu ausgeprägten Hautentzündungen, Rötungen, Ausschlägen, Empfindlichkeit gegen Licht und Krämpfen kommen. In seltenen Fällen treten zudem Schwindelgefühle, Kopfdruck, Verspannungen der Muskeln, Mundtrockenheit, Hörstörungen, Magen-Darm-Probleme, Blutarmut, Gichtanfälle (bei Vorbelastung), Juckreiz sowie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse auf.

Im schlimmsten Fall kann Furosemid ein zu niedriges Blutvolumen, das Austrocknen des Körpers sowie einen Kreislaufkollaps hervorrufen. Bei älteren Menschen ist zudem die Entstehung einer Thrombose möglich.

Weil Furosemid vermehrt Natrium und Kalium ausschwemmt, gehören Störungen des Salzhaushalts zu seinen wichtigsten unerwünschten Wirkungen. Ein Kaliummangel macht sich unter anderem in Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen bemerkbar, weshalb die Blutsalze während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Patienten mit bereits geschädigter Nierenfunktion, bei denen sich eine zu kräftige Entwässerung schneller in Kreislaufproblemen und einer Verschlechterung der Nierenwerte niederschlägt. Neben dem Kalium können auch Natrium, Kalzium und Magnesium absinken, während der Harnsäurespiegel im Blut ansteigt – letzteres ist der Grund, weshalb ein bestehendes Gichtleiden zu den Erkrankungen zählt, bei denen während der Behandlung besondere Vorsicht geboten ist.

Zu den Kontraindikationen von Furosemid gehören eine schwere Kaliumverminderung im Blut, eine ausgeprägte Leberfunktionsstörung, die mit Bewusstseinsverlust einhergeht, eine Nierenfunktionsstörung, bei der es an Harnproduktion mangelt, sowie eine Überempfindlichkeit gegen den Arzneistoff oder chemisch verwandte Stoffe wie Sulfonamide.

Die deutsche Fachinformation führt darüber hinaus zwei Gegenanzeigen auf, die sich aus derselben Gefahr ergeben: Furosemid darf den Körper nicht weiter entwässern, wenn er bereits zu wenig Flüssigkeit oder zu wenig Salz enthält. Genannt werden ein zu geringes Blutvolumen und die Austrocknung des Körpers sowie ein schwerer Natriummangel im Blut. Auch die Stillzeit steht dort ausdrücklich unter den Gegenanzeigen.

Leidet der Patient unter Gicht, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), verengten Herzkranzgefäßen, Eiweißmangel, Harnabflussstörungen, Durchblutungsstörungen an den Gehirngefäßen, Nierenfunktionsschwäche und Leberschrumpfung, muss er während der Furosemid-Therapie besondere Vorsicht walten lassen. Im Falle einer Harnabflussstörung sollte ein freier Abfluss des Urins gewährleistet sein, da sonst eine Überdehnung der Harnblase droht. Das betrifft insbesondere Männer mit einer vergrößerten Prostata, bei denen der Harn ohnehin schwerer abfließt, sowie Patienten mit einem Harnstau in der Niere oder einer Verengung des Harnleiters.

Bei einer Zuckerkrankheit hat die gebotene Vorsicht einen eigenen Grund: Unter Furosemid kann die Verwertung von Zucker nachlassen und der Blutzuckerspiegel ansteigen. Eine bereits bestehende Erkrankung kann sich dadurch verschlechtern, eine bislang verborgene erstmals in Erscheinung treten. Die Fachinformation verlangt bei beiden Formen regelmäßige Blutzuckerkontrollen und weist darauf hin, dass Furosemid die Wirkung blutzuckersenkender Arzneimittel abschwächen kann.

In der Schwangerschaft empfiehlt es sich, Furosemid nur in Ausnahmefällen einzunehmen. Die Behandlung darf nicht über einen längeren Zeitraum andauern. So kam es bei Tierversuchen zu Schädigungen der Embryos durch Furosemid. Da der Wirkstoff sich negativ auf die Durchblutung von Mutterkuchen und Gebärmutter auswirkt, sind Wachstumsstörungen des Kindes nicht ausgeschlossen. Keine Einnahme von Furosemid darf in der Stillzeit erfolgen, da das Mittel in die Muttermilch übergeht, was wiederum Schädigungen des Babys zur Folge haben kann.

Bei Frühgeburten droht durch die Gabe von Furosemid die Gefahr einer Nierensteinbildung beim Kind. Aus diesem Grund müssen die Nieren regelmäßig durch ärztliche Ultraschalluntersuchungen kontrolliert werden. Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten Lebenswochen außerdem das Risiko erhöhen, dass eine vor der Geburt notwendige Gefäßverbindung am Herzen offen bleibt.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Ein großer Teil der Wechselwirkungen von Furosemid lässt sich auf einen einzigen Umstand zurückführen: auf den Verlust von Kalium. Arzneimittel, die ihrerseits Kalium ausschwemmen, verstärken diesen Effekt. Die Fachinformation nennt ausdrücklich Glukokortikoide, den Magenwirkstoff Carbenoxolon und Abführmittel; große Mengen Lakritze wirken in dieser Hinsicht wie Carbenoxolon.

Der Kaliummangel ist auch der Schlüssel zur wichtigsten Wechselwirkung dieser Gruppe. Sinkt der Kalium- oder Magnesiumspiegel, reagiert der Herzmuskel empfindlicher auf Herzglykoside wie Digoxin oder Digitoxin. Was bei normalem Salzhaushalt eine passende Menge des Herzmittels wäre, kann dann bereits zu viel sein. Aus demselben Grund steigt bei gestörtem Salzhaushalt das Risiko bestimmter Herzrhythmusstörungen, wenn gleichzeitig Arzneimittel eingenommen werden, welche die Erregungsrückbildung am Herzen verzögern.

Eine zweite Gruppe von Wechselwirkungen betrifft die Nieren und das Gehör. Gemeinsam mit Aminoglykosiden kann Furosemid deren schädigende Wirkung auf das Gehör verstärken, und die dabei auftretenden Hörstörungen können bleibend sein; dasselbe gilt für das Krebsmittel Cisplatin. Bei hohen Mengen bestimmter Cephalosporine kann sich die Nierenfunktion verschlechtern. Entzündungshemmer vom Typ des Indometacins und die Acetylsalicylsäure schwächen die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung ab; bei einem Patienten, der unter Furosemid ausgetrocknet ist, können sie sogar ein akutes Nierenversagen auslösen.

Eine dritte Gruppe verändert die Wirkung von Furosemid selbst oder die eines Partnerarzneimittels. Probenecid, Methotrexat und andere Stoffe, die wie Furosemid von den Nierenkanälchen aktiv in den Harn befördert werden, können seine Wirkung abschwächen; für Phenytoin ist dasselbe beschrieben. Das Schleimhautschutzmittel Sucralfat vermindert die Aufnahme aus dem Darm, weshalb zwischen beiden Einnahmen ein zeitlicher Abstand einzuhalten ist. Lithium wird unter Furosemid schlechter ausgeschieden, wodurch seine Wirkungen auf Herz und Nerven verstärkt werden. Werden weitere blutdrucksenkende Mittel gleichzeitig gegeben, fällt der Blutdruck stärker ab; besonders ausgeprägt war dies zu beobachten, wenn ein ACE-Hemmer oder ein Angiotensin-II-Rezeptorantagonist erstmals oder erstmals in höherer Menge hinzukam.

Abgrenzung zu anderen harntreibenden Mitteln

Furosemid gehört zu den stärksten verfügbaren Entwässerungsmitteln. Seine Domäne sind akute Flüssigkeitsansammlungen, etwa ein Lungenödem, und Situationen mit eingeschränkter Nierenfunktion, in denen schwächere Mittel nicht mehr ausreichend wirken. Die Thiaziddiuretika greifen weiter hinten im Nierenkanälchen an, schwemmen weniger aus und werden vor allem in der Blutdruckbehandlung eingesetzt – dort heute meist nicht allein, sondern in einer Kombination mit einer zweiten Wirkstoffgruppe.

Gemeinsam ist beiden Gruppen der Kaliumverlust. Deshalb werden sie in der Praxis mit einem kaliumsparenden Diuretikum kombiniert, das dem Kaliummangel vorbeugt. Kommen jedoch mehrere Mittel zusammen, die den Kaliumspiegel anheben, kann er über den Normbereich hinaus ansteigen, statt zu fallen; die Gefahr kehrt sich dann um. Regelmäßige Kontrollen der Blutsalze bleiben deshalb bei einer Entwässerungsbehandlung eine zentrale Sicherheitsmaßnahme.

Eine Eigenheit der Schleifendiuretika verdient dabei eigene Beachtung: Sie steigern die Ausscheidung von Kalzium deutlich, was bei langer Anwendung die Knochendichte vermindern kann.

Quellen

  • Schwenger, V. (Hrsg.): Klinikleitfaden Nephrologie.
    ISBN: 9783437055423
  • Marx, N., Erdmann, E. (Hrsg.): Klinische Kardiologie.
    ISBN: 9783662629314
  • Weil, J., Stierle, U. (Hrsg.): Klinikleitfaden Kardiologie.
    ISBN: 9783437221620
  • Geisslinger, G., Gudermann, T., Hinz, B., et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen.
    ISBN: 9783804746541
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223

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