Caspofungin

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Caspofungin bezeichnet ein spezielles Antimykotikum, welches zur wirksamen Behandlung schwerer Pilzerkrankungen eingesetzt wird. Zu diesen zählen unter anderem diverse Aspergillosen und Candidamykosen. Caspofungin wird ausschließlich intravenös verabreicht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Caspofungin?

Caspofungin
Caspofungin bezeichnet ein spezielles Antimykotikum, welches zur wirksamen Behandlung schwerer Pilzerkrankungen eingesetzt wird.

Das Medikament Caspofungin ist in der Bundesrepublik seit Juli 2002 erhältlich und wird zur Behandlung von invasiven Pilzerkrankungen eingesetzt. In den meisten Fällen handelt es sich bei den zu behandelnden Erkrankungen um Aspergillosen und Candidamykosen.

Der Wirkstoff ist sehr gut verträglich und kann auch bei bereits vorhandenen Resistenzen gegenüber verschiedenen Antimykotika verwendet werden.

Bei der Behandlung mit Caspofungin leiden die Patienten meist unter opportunistischen Infektionen, die bei einem geschädigten Immunsystem auftreten. Diesen liegen häufig Erkrankungen wie AIDS oder bösartige Tumore zugrunde. Auch bei Patienten, die unter Immunsuppressionen leiden, kommt das Medikament zum Einsatz. Diese treten oft nach Organtransplantationen auf.

Eine Vielzahl der pathogenen Pilze kann den menschlichen Körper allerdings auch bei einer gesunden Immunabwehr befallen und im Verlauf die unterschiedlichsten Beschwerden verursachen.

Pharmakologische Wirkung

Das Antimykotikum Caspofungin ist insgesamt hochwirksam. Viele den Menschen besiedelnde Pilzarten verfügen über Zellwände bestehend aus Polysacchariden und Chitin. Zu diesen Polysacchariden zählt das beta-(1,3)-D-Glucan; das Enzym, das es herstellt, wird durch die Verabreichung von Caspofungin in seiner Funktion gehemmt. Pilze sind auf dieses Enzym angewiesen, um ihre Zellwände aufzubauen. Menschliche Zellen dagegen verfügen nicht über eine Zellwand, und beta-(1,3)-D-Glucan kommt in Säugetierzellen nicht vor. Gegen jeden Pilz hilft der Wirkstoff dabei nicht: Kryptokokken sind gegen Echinocandine von Natur aus unempfindlich, und das Anwendungsgebiet von Caspofungin beschränkt sich auf Infektionen durch Candida- und Aspergillus-Arten. Die Fachinformation zieht die Grenze allgemeiner: Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass seltenere Hefen außer Candida und Schimmelpilze außer Aspergillus von Caspofungin nicht erfasst werden; die Wirksamkeit gegen diese Erreger ist nicht untersucht worden.

Die Wirksamkeit von Caspofungin zeigt sich im Rückgang der Symptome. Dass die Beschwerden vollständig verschwinden, lässt sich allerdings nicht bei jedem Patienten erreichen: Invasive Pilzerkrankungen treffen meist ohnehin schwer kranke Menschen.

In der Zulassungsstudie zur invasiven Candidiasis war die Erfolgsrate von Caspofungin mit der von Amphotericin B vergleichbar. Bei der invasiven Aspergillose, bei der Caspofungin erst nach dem Versagen anderer Mittel zum Einsatz kommt, gelang ein Behandlungserfolg deutlich seltener.

Caspofungin greift an einer Struktur an, die menschliche Zellen nicht besitzen, und wird meist gut vertragen. Ohne Wirkung auf die Organe bleibt es dennoch nicht: Die Fachinformation nennt Abweichungen der Leberwerte, in Einzelfällen auch Leberentzündungen und Leberversagen. Nicht zuletzt deswegen zählt Caspofungin in der Klinik zu den gebräuchlichen Antimykotika.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Einem Großteil der ernsthaften Pilzerkrankungen, die in Krankenhäusern behandelt werden, liegt eine Infektion mit sogenannten Candida-Pilzen zugrunde. Besonders für Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder solchen, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, stellen Mykosen eine große gesundheitliche Gefahr dar. Lebensbedrohliche Komplikationen können verstärkt im Zusammenhang mit einer Pilzinfektion auftreten und bedeuten automatisch ein hohes Risiko für den Patienten.

Eines dieser Risiken beschreibt die sogenannte hämatogene Streuung. Im Hinblick darauf kann eine rasche Gabe von Caspofungin angebracht sein. Zugelassen ist der Wirkstoff auch für die empirische Therapie bei Verdacht auf eine Pilzinfektion bei Patienten mit Fieber und einer verminderten Zahl neutrophiler Granulozyten, nicht aber zur Vorbeugung.

Auch bei der Notwendigkeit einer höheren Dosierung des Wirkstoffes ist das Medikament meist gut verträglich. Die gezielte Wirksamkeit ist somit auch bei eintretenden Komplikationen gegeben.

Die Behandlungszulassung von Caspofungin bezieht sich neben invasiven Candidosen auch auf schwere invasive Aspergillosen. Hier sprechen die Patienten meist nicht auf andere Medikamente an oder die Verträglichkeit ist nicht ausreichend.

Verschiedene Studien haben außerdem gezeigt, dass diverse Candida-Pilze immer häufiger Resistenzen bilden, die zu einem großen Problem führen können. Hier hat sich ergeben, dass das Medikament Caspofungin in seiner gesamten Wirkungsweise und Beschaffenheit der Bildung von Resistenzen (bisher) standhält und außerdem eine hohe klinische Wirksamkeit aufweist. Die gute Verträglichkeit trägt weiterhin dazu bei, dass es insgesamt seltener zu Therapieabbrüchen kommt. Inzwischen sind allerdings auch Candida-Stämme beschrieben, die gegen Caspofungin unempfindlich geworden sind; ursächlich sind Veränderungen der Gene FKS1 und FKS2, und der Krankheitsverlauf dieser Patienten fällt ungünstiger aus. Auch bei Aspergillus-Arten wurde eine solche Unempfindlichkeit beobachtet.


Verabreichung & Dosierung

Caspofungin, ein Echinocandin-Antimykotikum, wird zur Behandlung schwerer Pilzinfektionen, einschließlich invasiver Candidiasis und Aspergillose, eingesetzt. Bei der Verabreichung und Dosierung sind folgende Aspekte zu beachten:

Dosierung: Die übliche Anfangsdosis beträgt 70 mg intravenös, gefolgt von einer täglichen Dosis von 50 mg. Bei Patienten mit einem Körpergewicht über 80 kg kann eine tägliche Dosis von 70 mg erforderlich sein.

Verabreichung: Caspofungin wird intravenös über einen Zeitraum von etwa 1 Stunde infundiert. Eine schnelle Injektion ist zu vermeiden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren.

Kinder und Jugendliche: Für Kinder ab einem Alter von zwölf Monaten und für Jugendliche richtet sich die Menge nicht nach dem Körpergewicht, sondern nach der Körperoberfläche, die vor der Zubereitung der Infusion nach einer eigenen Formel berechnet wird. Die für Erwachsene geltende Obergrenze der Einzelgabe darf dabei nicht überschritten werden.

Dauer der Behandlung: Wie lange behandelt wird, hängt vom Anwendungsgebiet ab. Bei der empirischen Behandlung von Fieber bei verminderter Zahl neutrophiler Granulozyten wird die Gabe noch einige Zeit über die Erholung der Zellzahl hinaus fortgesetzt; ist eine Pilzinfektion nachgewiesen, gilt eine Mindestdauer, und die Behandlung wird auch nach dem Abklingen der Beschwerden noch einige Tage weitergeführt. Bei der invasiven Candidiasis richtet sich die Dauer nach dem Verlauf und nach den Befunden aus dem Labor; sind die Beschwerden abgeklungen und die Kulturen negativ, ist ein Wechsel auf ein Mittel zum Einnehmen möglich. Bei der invasiven Aspergillose bestimmen die Schwere der Grunderkrankung, die Erholung des Immunsystems und das Ansprechen auf die Behandlung, wie lange sie dauert. Zur Sicherheit einer über mehrere Wochen hinaus verlängerten Anwendung liegen nur begrenzte Daten vor; sie sprechen dafür, dass Caspofungin auch dann gut vertragen wird.

Nierenersatztherapie: Eine Besonderheit betrifft Menschen, die während der Behandlung eine kontinuierliche Blutwäsche erhalten. Membranen auf Polyacrylnitril-Basis, wie sie bei der Hämofiltration und der Hämodiafiltration verwendet werden, können Caspofungin an sich binden und dadurch seine Wirksamkeit möglicherweise verringern. Eine Erhöhung der Menge gleicht das unter Umständen nicht aus. Die Fachinformation empfiehlt deshalb, entweder eine andere Membran oder ein anderes Antimykotikum zu verwenden. Ein Versagen der Behandlung kann zu einer Verschlechterung der Infektion und zum Tod führen.

Nieren- und Leberfunktion: Eine Anpassung der Dosis ist bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion nicht erforderlich. Bei Patienten mit mäßig eingeschränkter Leberfunktion kann eine Dosisanpassung auf 35 mg pro Tag erforderlich sein; bei leichter Einschränkung ist keine Anpassung nötig.

Nebenwirkungen: Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen und Hautausschlag. Schwere Nebenwirkungen wie anaphylaktische Reaktionen sind selten, erfordern jedoch sofortige Aufmerksamkeit.

Wechselwirkungen: Caspofungin kann mit bestimmten Medikamenten interagieren, einschließlich Cyclosporin und Tacrolimus. Diese Interaktionen können die Konzentration von Caspofungin oder die des anderen Wirkstoffs beeinflussen und eine Anpassung der Dosierung erfordern.

Schwangerschaft und Stillzeit: Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Caspofungin bei Schwangeren vor, daher sollte es nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt. Frauen, die mit Caspofungin behandelt werden, dürfen nicht stillen.

Sorgfältige Überwachung und die Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind entscheidend, um die Wirksamkeit von Caspofungin zu gewährleisten und Nebenwirkungen zu minimieren.

Risiken & Nebenwirkungen

Das Medikament Caspofungin wird von einem Großteil der Patienten mit entsprechenden Pilzerkrankungen gut vertragen. Schwere Nebenwirkungen treten selten auf; zu den beschriebenen unerwünschten Wirkungen gehören unter anderem ein Anstieg der Leberwerte sowie Hautreaktionen. Es kann jedoch in einigen Fällen bei der intravenösen Verabreichung an der lokalen Stelle zu einer Venenentzündung kommen, die jedoch unproblematisch behandelt werden kann. Weiterhin können während der Therapie mit Caspofungin Juckreiz, Schmerzen und brennende Gefühle an der Injektionsstelle auftreten. Insgesamt allerdings kommt es nur selten zu diesen Nebenwirkungen.

Schwere Komplikationen sind selten, sodass die Therapie meist bis zum Schluss durchgeführt werden kann. In Einzelfällen sind jedoch anaphylaktische Reaktionen sowie schwere Hautreaktionen beschrieben. Die Fachinformation nennt dabei zwei Krankheitsbilder nebeneinander, die nach der Zulassung gemeldet wurden: das Stevens-Johnson-Syndrom und die toxische epidermale Nekrolyse. Beide gehen mit einer großflächigen Ablösung der obersten Hautschicht einher und können lebensbedrohlich verlaufen. Sie stehen in derselben Aufzählung wie die leichteren Hautreaktionen, also Nesselsucht, allergische Hautentzündung, Juckreiz am ganzen Körper und verschiedene Formen von Ausschlag. Tritt eine schwere Reaktion auf, wird die Behandlung abgebrochen.

Kontraindikationen

Caspofungin, ein Echinocandin-Antimykotikum, wird zur Behandlung von Pilzinfektionen eingesetzt. Als förmliche Gegenanzeige nennt die Fachinformation allein die Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Die übrigen der nachfolgend genannten Punkte sind Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Überempfindlichkeit: Die wichtigste Kontraindikation ist eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Caspofungin oder einen seiner Bestandteile. Patienten mit einer Allergie gegen andere Echinocandine könnten ebenfalls empfindlich auf Caspofungin reagieren und sollten es vermeiden.

Schwere Lebererkrankungen: Für Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion liegen keine klinischen Erfahrungen vor; ein Anwendungsverbot ist damit nicht ausgesprochen, wohl aber ein Grund zu besonderer Vorsicht. Bei mäßiger Leberinsuffizienz ist eine Dosisanpassung vorgesehen, bei leichter nicht.

Schwangerschaft: Für die Anwendung während der Schwangerschaft liegen kaum Daten vor, und tierexperimentelle Studien zeigten toxische Auswirkungen auf die Embryonalentwicklung. Caspofungin darf in der Schwangerschaft daher nur angewendet werden, wenn es unabdingbar ist. Eine Gegenanzeige im eigentlichen Sinn ist die Schwangerschaft damit nicht.

Stillzeit: Tierdaten zeigen, dass Caspofungin in die Milch übergeht; ob das auch beim Menschen der Fall ist, ist nicht bekannt. Frauen, die mit Caspofungin behandelt werden, dürfen deshalb nicht stillen.

Neugeborene und Säuglinge: Bei Neugeborenen und Säuglingen unter zwölf Monaten wurde Caspofungin nicht in ausreichendem Umfang untersucht, sodass die Behandlung dieser Altersgruppe besondere Vorsicht erfordert. Ein Anwendungsverbot besteht jedoch nicht: Begrenzte Daten lassen eine an die Körperoberfläche angepasste Dosis als vertretbar erscheinen.

Die Beachtung dieser Kontraindikationen und eine sorgfältige Überwachung können dazu beitragen, die Anwendung von Caspofungin sicherer und wirksamer zu gestalten.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Caspofungin kann mit anderen Medikamenten interagieren und seine Wirkung oder die der anderen Medikamente beeinflussen. Hier sind einige wichtige Interaktionen:

Cyclosporin: Die gleichzeitige Anwendung von Caspofungin und Cyclosporin kann die Plasmakonzentration von Caspofungin erhöhen; auf die Cyclosporin-Konzentration hat Caspofungin dagegen keinen Einfluss. Dies kann das Risiko für Nebenwirkungen, wie eine erhöhte Lebertoxizität, verstärken. Eine engmaschige Überwachung der Leberfunktion ist daher erforderlich.

Tacrolimus: Caspofungin kann die Blutspiegel von Tacrolimus verringern, was eine Dosisanpassung von Tacrolimus erforderlich machen kann. Die Überwachung des Tacrolimus-Spiegels ist in dieser Situation wichtig, um die therapeutische Wirkung zu gewährleisten.

Rifampicin: Rifampicin und andere Arzneistoffe, die abbauende Enzyme anregen, können den Caspofungin-Spiegel im Blut senken und damit seine Wirksamkeit verringern; in solchen Fällen kann eine Erhöhung der Caspofungin-Tagesdosis erforderlich sein. Caspofungin selbst wird nicht nennenswert über das Cytochrom-P450-System verstoffwechselt und hemmt dessen Enzyme auch nicht.

Weitere Arzneistoffe, die den Spiegel senken: Auch für Efavirenz, Nevirapin, Dexamethason, Phenytoin und Carbamazepin ist eine verringerte Caspofungin-Konzentration beschrieben, was eine Dosisanpassung erforderlich machen kann. Für den HIV-Proteasehemmer Nelfinavir und für Mycophenolat wurde dagegen keine klinisch bedeutsame Veränderung gefunden.

Amphotericin B: Die beiden Wirkstoffe beeinflussen sich pharmakokinetisch nicht in klinisch bedeutsamem Ausmaß; besondere Vorsichtsmaßnahmen sind bei gleichzeitiger Anwendung nach der Fachinformation nicht erforderlich.

Die Interaktionen von Caspofungin mit anderen Medikamenten erfordern eine sorgfältige Überwachung und Anpassung der Dosierung, um die Behandlung optimal zu gestalten und mögliche Nebenwirkungen zu minimieren.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Caspofungin aufgrund von Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht eingesetzt werden kann, stehen verschiedene alternative Antimykotika zur Verfügung. Die Wahl des alternativen Medikaments hängt von der Art der Pilzinfektion, dem Erreger und den individuellen Patientenfaktoren ab:

Voriconazol: Voriconazol ist ein Azol-Antimykotikum, das bei invasiven Aspergillose-Infektionen und bestimmten Candida-Infektionen eingesetzt wird. Es hat eine breite antifungale Wirkung und wird oft als Alternative zu Caspofungin eingesetzt.

Fluconazol: Fluconazol, ein weiteres Azol-Antimykotikum, wird häufig zur Behandlung von Candida-Infektionen, insbesondere bei oropharyngealer Candidiasis und unkomplizierten Candida-Blutinfektionen, verwendet.

Amphotericin B: Dieses Breitband-Antimykotikum kann in Fällen, in denen Caspofungin nicht geeignet ist, bei schweren systemischen Pilzinfektionen eingesetzt werden. Es kann jedoch eine stärkere Toxizität aufweisen und eine sorgfältige Überwachung erfordern.

Posaconazol: Posaconazol ist eine weitere Option bei invasiven Pilzinfektionen, insbesondere bei Patienten, die auf andere Antimykotika nicht ansprechen oder diese nicht vertragen.

Micafungin und Anidulafungin: Diese Echinocandine sind ähnliche Medikamente wie Caspofungin und können bei Candida-Infektionen als Alternative verwendet werden.

Itraconazol: Itraconazol wird bei bestimmten systemischen Pilzinfektionen wie Histoplasmose und Aspergillose angewendet und kann eine Alternative sein.

Diese Wirkstoffe sind in Deutschland sämtlich im Handel. Damit ist allerdings noch nichts darüber gesagt, für welche Erkrankung der einzelne Wirkstoff zugelassen ist: Die Anwendungsgebiete der Azole und der Echinocandine unterscheiden sich erheblich, und nicht jedes der genannten Mittel deckt dieselben Erreger ab wie Caspofungin. Die Wahl des geeigneten Medikaments hängt von der spezifischen Infektion, dem Resistenzprofil des Erregers und der individuellen Patientenanamnese ab.

Quellen

  • Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
    ISBN: 9783662613849
  • Jung, N., Rieg, S. (Hrsg.): Klinikleitfaden Infektiologie.
    ISBN: 9783437223228
  • Brodt, H.-R., Simon, C. (Hrsg.): Infektionstherapie.
    ISBN: 9783132423435
  • Hof, H., Schlüter, D. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie.
    ISBN: 9783132423558
  • Aktories, K., Flockerzi, V., Förstermann, U., Hofmann, F. (Hrsg.): Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie.
    ISBN: 9783437426223

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