Chenodesoxycholsäure
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Chenodesoxycholsäure zählt zu den sogenannten primären Gallensäuren, also Endprodukten des menschlichen Cholesterinhaushalts. Die Säure wird in der Leber aus Cholesterin gebildet und funktioniert als Emulgator, der Fette Lipasen zugänglich macht. Sie kann in Arzneien zur Regulierung des Cholesterinhaushalts sowie zum Abbau von Cholesterin-Gallensteinen zum Einsatz kommen. In Deutschland ist heute allerdings nur noch ein Präparat mit diesem Wirkstoff im Handel, und es ist nicht für die Gallensteinauflösung zugelassen, sondern für eine seltene angeborene Stoffwechselkrankheit.
Was ist Chenodesoxycholsäure
Bei Chenodesoxycholsäure handelt es sich neben Cholsäure um die wichtigste primäre Gallensäure des Menschen. Unter dem Begriff der Gallensäure werden verschiedene Endprodukte des menschlichen Cholesterinhaushalts zusammengefasst. Ihnen gemein ist, dass sie der Verdauung und Resorption von Fett dienen und zur Gruppe der Steroide gehören.
In der Chemie wird Chenodesoxycholsäure durch ihre Summenformel beschrieben. Diese lautet C 24 – H 40 – O 4, was einer molaren Masse von in etwa 392,57 g/mol entspricht.
Chenodesoxycholsäure findet sich in Form der typischen Struktur eines Steroides. Dementsprechend setzt sich die Säure aus einem Steroid mit einem Cyclopentanoperhydrophenanthren-Ring zusammen. Das Grundgerüst von Chenodesoxycholsäure besteht aus Steran, was wiederum ein Kennzeichen sämtlicher Steroide ist.
Bei normaler Raumtemperatur liegt Chenodesoxycholsäure als Feststoff vor. Es wird als weißes, kristallines Pulver beschrieben, das manchmal auch weißgelblich sein kann. Der Schmelzpunkt der Säure wird in der medizinischen Fachliteratur zwischen 165 Grad Celsius und 167 Grad Celsius festgesetzt.
In Arzneimitteln kommt Chenodesoxycholsäure zum Einsatz, um den Cholesterinhaushalt zu regeln oder Cholesteringallensteine zu lösen. Das in Deutschland heute erhältliche Präparat trägt dagegen eine andere Zulassung: Es dient dem Ersatz der fehlenden Gallensäure bei der zerebrotendinösen Xanthomatose.
Pharmakologische Wirkung auf Körper & Organe
Die Funktion von Chenodesoxycholsäure besteht darin, die Emulgierung von Fetten im menschlichen Dünndarm sicherzustellen. Unter Emulgierung wird der Prozess verstanden, bei dem zwei nicht mischbare Flüssigkeiten ein fein verteiltes System bilden.
Chenodesoxycholsäure sorgt für eine Aufbereitung der Nahrungsfette innerhalb des menschlichen Körpers. Die Säure ermöglicht damit die Zugänglichmachung von Nahrungsfetten.
Die Biosynthese von Chenodesoxycholsäure erfolgt in der Leber, genauer gesagt in den Hepatozyten des Organs. Ausgangsprodukt von Chenodesoxycholsäure ist Cholesterin. Dieses wird durch einen komplexen Prozess synthetisiert. Hierbei wird es durch das Enzym Cholesterin-7alpha-Hydroxylase zunächst in 7alpha-Hydroxycholesterin umgewandelt. Dieses stellt allerdings ein bloßes Zwischenprodukt dar, das erst im Anschluss über weitere Oxidationen und den Abbau der Seitenkette zu vollständig verwertbarer Chenodesoxycholsäure umgesetzt wird.
Medizinische Anwendung & Verwendung zur Behandlung & Vorbeugung
Innerhalb des menschlichen Körpers ist Chenodesoxycholsäure für die Emulgierung von Nahrungsfetten zuständig. Dieser Prozess findet im Dünndarm statt. Durch die Säure werden die Moleküle des Nahrungsfettes für bestimmte Lipasen zugänglich gemacht. Die Lipasen sind für die enzymatische Aufbereitung der Fette zuständig.
Im Anschluss an die Zugänglichmachung der Fette wird eine große Menge der Gallensäure im letzten Abschnitt des Dünndarms wieder aufgenommen, also rückresorbiert. Von dort aus erfolgt ein Weitertransport hin zur Leber. Dies geschieht durch den sogenannten enterohepatischen Kreislauf. Hierbei handelt es sich um einen Zirkulationsfluss diverser Substanzen, der sich von der Leber über Gallenblase und Darm zurück zur Leber erstreckt.
Chenodesoxycholsäure kann – ebenso wie andere Gallensäuren wie z. B. Dehydrocholsäure – als Arzneistoff verwendet werden. Bei der Dehydrocholsäure ist Sinn und Zweck dieser medizinischen Behandlung die Anregung der Gallesekretion. Auch zur Auflösung von Cholesteringallensteinen wurde Chenodesoxycholsäure eingesetzt, solange dafür ein Präparat im Handel war.
Als Wirkstoff wird die Säure typischerweise in Form von Filmtabletten oder Hartkapseln verabreicht. Die Einnahme erfolgt in jedem Fall oral durch den Patienten. Sie bedarf der vorherigen Verordnung durch den behandelnden Arzt, da sämtliche Präparate der Apotheken- und Verschreibungspflicht unterliegen, also nicht im freien Verkauf erhältlich sind.
Lange Zeit wurde Chenodesoxycholsäure vor allem zur Auflösung von Cholesteringallensteinen angewendet. Das dafür zugelassene Präparat wird in Deutschland jedoch nicht mehr vertrieben; für diesen Zweck wird heute die verwandte Ursodesoxycholsäure verwendet. Das einzige hierzulande noch erhältliche chenodesoxycholsäurehaltige Arzneimittel ist für eine andere Krankheit zugelassen: für die zerebrotendinöse Xanthomatose, eine seltene angeborene Störung der Gallensäurebildung, die auf einem Mangel des Enzyms Sterol-27-Hydroxylase beruht. Behandelt werden damit Erwachsene ebenso wie Kinder und Jugendliche ab einem Alter von einem Monat; die Behandlung wird von einer Ärztin oder einem Arzt mit Erfahrung in dieser Erkrankung eingeleitet und überwacht.
Was bei dieser Krankheit geschieht, beschreibt die Fachinformation genau. Ursache ist ein Fehler im Gen CYP27A1, der zu einem Mangel des Enzyms Sterol-27-Hydroxylase führt. Dieser Mangel blockiert die Bildung der primären Gallensäuren auf beiden üblichen Wegen. Cholsäure entsteht weiterhin über einen Nebenweg, sodass am Ende ein schwerer Mangel an Chenodesoxycholsäure bei einem relativen Überschuss an Cholsäure steht. Weil die fehlende Chenodesoxycholsäure ihre normale Bremswirkung auf zwei Enzyme des Cholesterinstoffwechsels nicht mehr ausüben kann, bildet der Körper vermehrt untypische Gallensäuren, Gallenalkohole und Cholestanol. Diese Stoffe führen nach den Angaben der Fachinformation zu den krankhaften Folgen der Erkrankung. Die Gabe von Chenodesoxycholsäure von außen stellt die Bremswirkung wieder her: Sie vermindert die Bildung von Cholesterin, von Cholestanol und von untypischen Gallenalkoholen und Gallensäuren.
Entsprechend richtet sich die Überwachung der Behandlung nach eben diesen Stoffen. Gemessen werden der Cholestanolspiegel im Serum und der Gehalt an Gallenalkoholen im Urin, während der Einstellungsphase zunächst vierteljährlich, bis sich der Stoffwechsel eingependelt hat, danach mindestens einmal im Jahr. Ziel ist die kleinste Menge, die diese Werte in den Normalbereich bringt. Parallel dazu wird die Leberfunktion überwacht, denn ein gleichzeitiger Anstieg der Leberenzyme über den Normalwert kann nach den Angaben der Fachinformation auf eine zu hohe Menge hinweisen. In Phasen raschen Wachstums, bei zusätzlichen Erkrankungen und in der Schwangerschaft können zusätzliche oder häufigere Untersuchungen nötig werden. Wie sich die Krankheit unter der Behandlung entwickelt, wird darüber hinaus an Skalen abgelesen, die den Schweregrad neurologischer Beeinträchtigungen erfassen; in den laufenden Untersuchungen der Zulassungsstudie blieben diese Werte bei der Mehrzahl der Behandelten stabil oder besserten sich.
Verabreichung & Dosierung
Soweit dieser Abschnitt die Auflösung von Gallensteinen betrifft, gibt er den Stand wieder, der galt, solange ein Präparat für dieses Anwendungsgebiet im Handel war.
Bei der Verabreichung und Dosierung von Chenodesoxycholsäure, einem Medikament zur Behandlung von Gallensäurestörungen und zur Auflösung bestimmter Gallensteine, sind mehrere wichtige Aspekte zu beachten.
Die übliche Anfangsdosis von Chenodesoxycholsäure liegt bei Erwachsenen bei etwa 13-16 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, aufgeteilt in zwei bis drei Einzeldosen. Die genaue Dosierung kann je nach individuellem Bedarf und Ansprechen auf die Therapie angepasst werden. Die Einnahme sollte zusammen mit den Mahlzeiten erfolgen, um die Absorption und Verträglichkeit zu verbessern.
Patienten sollten regelmäßig überwacht werden, um die Wirksamkeit der Behandlung und mögliche Nebenwirkungen zu überprüfen. Bluttests zur Überwachung der Leberfunktion und Cholesterinwerte sind besonders wichtig, da Chenodesoxycholsäure die Leber belasten und die Cholesterinwerte beeinflussen kann. Bei Anzeichen von Leberfunktionsstörungen oder anhaltenden Nebenwirkungen sollte die Dosierung angepasst oder die Behandlung abgebrochen werden.
Kontraindikationen umfassen bekannte Überempfindlichkeit gegen Chenodesoxycholsäure, Leberzirrhose, schwere Lebererkrankungen und entzündliche Darmerkrankungen. Während der Schwangerschaft wird die Gabe von Chenodesoxycholsäure nicht empfohlen; dasselbe gilt für Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Empfängnisverhütung anwenden. Stillende Frauen sollten Chenodesoxycholsäure nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken und Vorteile durch einen Arzt einnehmen.
Nebenwirkungen können Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und erhöhte Leberwerte umfassen. Bei Auftreten von schweren Nebenwirkungen sollte ein Arzt konsultiert werden. Patienten sollten auch auf Anzeichen einer Überdosierung achten, wie starke Durchfälle und elektrolytische Ungleichgewichte, und in solchen Fällen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Risiken & Nebenwirkungen
Bei der Einnahme von Chenodesoxycholsäure ist auf das Auftreten von potenziellen Wechselwirkungen zu achten. Präparate, die Chenodesoxycholsäure als Wirkstoff enthalten, dürfen deshalb nicht gleichzeitig mit Aluminium- oder Smektit-haltigen Medikamenten eingenommen werden. Auch während der Einnahme von Colestipol oder Colestyramin sowie anderen Wirkstoffen, die Einfluss auf den Cholesteringehalt haben, sollte Chenodesoxycholsäure nicht eingenommen werden.
In der Regel gelten Arzneistoffe, die Chenodesoxycholsäure enthalten, als gut verträglich. Denkbar ist es jedoch, dass es bei Patienten nach der Einnahme zu weichem Stuhlgang oder Durchfall kommt. Auch Veränderungen der Leberwerte sind denkbar. Die Nebenwirkungen enden in der Regel nach der Behandlung. Sie sind also nicht dauerhaft.
Kontraindikationen
Typische Kontraindikationen bei der Verwendung von Chenodesoxycholsäure umfassen mehrere medizinische Bedingungen und Situationen, bei denen das Medikament nicht sicher angewendet werden kann. Soweit die folgenden Punkte die Auflösung von Gallensteinen betreffen, geben sie den Stand wieder, der galt, solange ein Präparat für dieses Anwendungsgebiet im Handel war.
Lebererkrankungen: Patienten mit aktiven Lebererkrankungen wie Leberzirrhose oder anderen schwerwiegenden Leberfunktionsstörungen sollten Chenodesoxycholsäure nicht einnehmen. Das Medikament kann die Leber weiter belasten und zu einer Verschlechterung der Leberfunktion führen.
Entzündliche Darmerkrankungen: Personen mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sollten Chenodesoxycholsäure meiden. Das Medikament kann die Symptome dieser Erkrankungen verschlimmern und die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts weiter irritieren.
Überempfindlichkeit: Eine bekannte Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Chenodesoxycholsäure oder einen der Bestandteile des Medikaments stellt eine klare Kontraindikation dar. Allergische Reaktionen können schwerwiegend sein und erfordern das sofortige Absetzen des Medikaments.
Schwangerschaft und Stillzeit: Während der Schwangerschaft wird die Gabe von Chenodesoxycholsäure nicht empfohlen, ebenso bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine zuverlässige Empfängnisverhütung anwenden; im Tierversuch hat sich der Wirkstoff als reproduktionstoxisch erwiesen. Stillende Mütter sollten Chenodesoxycholsäure nur nach sorgfältiger Abwägung der Risiken und Vorteile und unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. Das Medikament kann potenziell schädliche Auswirkungen auf den Fötus oder das gestillte Kind haben.
Gallenblasenprobleme: Patienten mit akuten Gallenblasenentzündungen oder Gallenwegsobstruktionen sollten das Medikament nicht verwenden. Chenodesoxycholsäure kann die Bewegungen der Gallenblase beeinflussen und die Symptome verschlimmern.
Kinder und Jugendliche: Für die Behandlung der zerebrotendinösen Xanthomatose ist Chenodesoxycholsäure ausdrücklich auch bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von einem Monat zugelassen. Die Behandlung wird in dieser Altersgruppe von einer Ärztin oder einem Arzt mit Erfahrung in dieser Erkrankung eingeleitet und überwacht.
Insgesamt ist es wichtig, vor der Einnahme von Chenodesoxycholsäure eine gründliche medizinische Anamnese durchzuführen und alle potenziellen Kontraindikationen zu berücksichtigen, um die Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung zu gewährleisten.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Chenodesoxycholsäure kann mit verschiedenen anderen Medikamenten interagieren, was die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung beeinflussen kann. Hier sind einige wichtige Interaktionen zu beachten:
Gallensäurebindende Mittel: Medikamente wie Cholestyramin und Colestipol, die zur Bindung von Gallensäuren verwendet werden, können die Wirksamkeit von Chenodesoxycholsäure verringern, indem sie deren Absorption im Darm verhindern. Daher sollte zwischen der Einnahme dieser Medikamente und Chenodesoxycholsäure ein zeitlicher Abstand eingehalten werden; wie groß er ausfallen muss, unterscheidet sich je nach Wirkstoff und steht in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Präparats.
Aluminiumhaltige Antazida: Antazida, die Aluminium enthalten, können die Aufnahme von Chenodesoxycholsäure beeinträchtigen. Es wird empfohlen, diese Antazida zu vermeiden oder zumindest nicht gleichzeitig mit Chenodesoxycholsäure einzunehmen.
Lipidsenker: Medikamente wie Clofibrat, die zur Senkung des Cholesterinspiegels eingesetzt werden, steigern die Ausscheidung von Cholesterin in die Galle und können dadurch der Auflösung von Cholesteringallensteinen entgegenwirken. Eine regelmäßige Überwachung der Blutwerte ist während der Behandlung ohnehin vorgesehen.
Östrogenhaltige Medikamente: Hormontherapien und orale Kontrazeptiva, die Östrogen enthalten, können die Bildung von Cholesterinsteinen fördern und somit die Wirksamkeit von Chenodesoxycholsäure bei der Auflösung von Gallensteinen beeinträchtigen. Die Fachinformation des heute in Deutschland zugelassenen Präparats rät von der gleichzeitigen Anwendung oraler Empfängnisverhütungsmittel generell ab.
Ciclosporin, Sirolimus und Phenobarbital: Von der gleichzeitigen Anwendung dieser drei Wirkstoffe wird abgeraten. Ciclosporin hemmt das Enzym, mit dem der Körper Chenodesoxycholsäure selbst bildet; für Sirolimus ist ein ähnlicher Einfluss beschrieben.
Weitere Wirkstoffe: Formale Wechselwirkungsstudien mit Chenodesoxycholsäure wurden nicht durchgeführt. Über die oben genannten Stoffe hinaus führen weder die Fachinformation des heute in Deutschland zugelassenen Präparats noch die Produktinformation des früher zur Gallensteinauflösung eingesetzten Arzneimittels weitere Wechselwirkungen auf.
Diese Interaktionen unterstreichen die Bedeutung einer sorgfältigen Medikamentenanamnese und Überwachung durch den behandelnden Arzt, um unerwünschte Wirkungen und Therapiekomplikationen zu vermeiden.
Alternative Behandlungsmethoden
Wenn Chenodesoxycholsäure nicht vertragen wird, stehen verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe zur Verfügung, um Gallensäurestörungen oder Gallensteine zu behandeln.
Ursodesoxycholsäure (UDCA): Ursodesoxycholsäure ist eine häufig verwendete Alternative zu Chenodesoxycholsäure. Sie hilft, Gallensteine aufzulösen und die Leberfunktion bei bestimmten Lebererkrankungen zu verbessern. UDCA wird oft besser vertragen und hat ein günstigeres Nebenwirkungsprofil.
Cholezystektomie: Bei Patienten mit symptomatischen Gallensteinen oder Gallenblasenentzündungen kann eine chirurgische Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) eine dauerhafte Lösung bieten. Dieser Eingriff wird in der Regel minimalinvasiv durchgeführt und hat eine hohe Erfolgsrate bei der Linderung von Gallenblasenbeschwerden.
Lithotripsie: Diese nicht-invasive Methode verwendet Stoßwellen, um Gallensteine in kleinere Fragmente zu zertrümmern, die dann leichter über den Darm ausgeschieden werden können. Lithotripsie wird selten eingesetzt und ist in bestimmten Fällen von Gallensteinen indiziert.
Diät- und Lebensstiländerungen: Eine fettarme Diät, regelmäßige Bewegung und Gewichtsreduktion können helfen, die Bildung von Gallensteinen zu verhindern und Symptome zu lindern. Eine gesunde Ernährung mit hohem Ballaststoffgehalt kann ebenfalls die Gallenblasenfunktion unterstützen.
Gallensäurebindende Mittel: In bestimmten Fällen können Medikamente wie Cholestyramin verwendet werden, um die Gallensäuren im Darm zu binden und deren Wirkung zu neutralisieren. Diese Medikamente sind jedoch eher für die Behandlung von Juckreiz bei Lebererkrankungen geeignet.
Phytotherapeutika: Einige pflanzliche Präparate, wie Artischockenextrakt und Mariendistel, können die Gallenblasenfunktion unterstützen und die Verdauung fördern. Ihre Wirksamkeit variiert und sollte mit einem Arzt besprochen werden.
Die Wahl der geeigneten Alternative hängt von den spezifischen medizinischen Bedürfnissen und der individuellen Verträglichkeit des Patienten ab. Es ist wichtig, alle Optionen mit einem Arzt zu besprechen, um die beste Behandlungsstrategie zu finden.
Quellen
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