Herpes simplex
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 19. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Herpes simplex ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird. Die Krankheit unterteilt sich in 2 Unterformen. Während Typ 1 (HSV-1) überwiegend an der Lippe lokalisiert ist, tritt Typ 2 (HSV-2) vorrangig an den Genitalien auf. Normalerweise verläuft diese Erkrankung harmlos, kann jedoch in Einzelfällen gefährlich werden.
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Was ist Herpes simplex?
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Das Wort "Herpes" leitet sich aus der altgriechischen Sprache von "herpein" (= "kriechen") ab. Damit ist die kriechende Ausbreitung der einzelnen Hautläsionen gemeint. "Simplex" bedeutet "die einfache Form". Durch diesen Zusatz ist die Erkrankung vom Herpes Zoster abzugrenzen, der Gürtelrose; sie wird vom Varizella-Zoster-Virus verursacht, dem Erreger der Windpocken.
In den meisten Fällen treten beide Typen des Herpes als Hautkrankheit auf. Vereinzelt kann bei immungeschwächten Menschen auch eine generalisierte Form entstehen. Meist geschieht dies durch eine Herpes-Sepsis oder Entzündungen innerer Organe, wie auf der Netzhaut (Herpes-simplex-Retinitis) des Auges oder in der Speiseröhre (Herpes-simplex-Ösophagitis). Etwa 90% aller Erwachsenen sind von HSV-1 befallen, während es bei HSV-2 nur 5% bis 30% sind. Ausführlich beschrieben sind die häufigste Erscheinungsform und ihr zeitlicher Ablauf in den Artikeln Lippenherpes (Herpes labialis) und Verlauf und Dauer von Lippenherpes.
Ursachen
Bei einem Menschen, der einmal im Laufe seines Lebens mit dem Herpesvirus infiziert wurde, verbleibt die Erkrankung latent in den Nervenknoten (Ganglien) des Körpers.
Die Erstinfektion kann symptomlos verlaufen. Das Virus ruht lebenslang im Körper, was als persistierende Infektion bezeichnet wird. Tatsächlich ist die Erkrankung auch in diesem Zustand übertragbar. HSV-1, der vorwiegend als Lippenbläschen in Erscheinung tritt, wird bereits im Kindesalter weitergegeben.
Dies geschieht entweder über den direkten Schleimhautkontakt (z.B. Küssen) oder als Tröpfcheninfektion durch die Luft (z.B. Niesen, Anhauchen). Eine Ansteckung mit HSV-2 kommt vorwiegend beim Geschlechtsverkehr zustande. Die Infektion zählt daher zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Die Zuordnung der beiden Typen zu einer Körperregion gilt allerdings nicht mehr strikt: Ein erheblicher Teil der genitalen Erstinfektionen geht heute auf HSV-1 zurück, das beim Oralverkehr übertragen wird.
Reaktiviert wird das Virus typischerweise durch fieberhafte Infekte, starke Sonneneinstrahlung, seelische Belastungen, die Menstruation oder eine geschwächte Abwehrlage.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
Herpes simplex äußert sich typischerweise durch juckende, brennende Bläschen im Bereich von Mund, Lippen, Gesicht und Genitalien. Die Bläschen sind meist mit Wasser oder Eiter gefüllt und platzen nach einigen Tagen bis Wochen auf. Anschließend bildet sich an der betroffenen Stelle eine schmerzhafte Kruste, die meist nach einigen Tagen abfällt.
Im Verlauf kann sich die Erkrankung auf andere Körperregionen ausbreiten und beispielsweise Wangen, Augenbereich, Naseneingang und Ohrläppchen befallen. Gelegentlich kommt ein Krankheitsgefühl hinzu. Die Betroffenen fühlen sich dann müde und schlapp oder haben leichtes Fieber. Handelt es sich um Genitalherpes, kommen Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen und ein unangenehmer Juckreiz hinzu. Oft sind die Lymphknoten geschwollen.
Wird Herpes simplex nicht behandelt, können die Symptome an Intensität zunehmen und das Wohlbefinden des Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Zudem besteht akute Ansteckungsgefahr. Bei zwei Dritteln der Personen, die den Virus in sich tragen, treten keine Beschwerden auf.
Erste Anzeichen, die auf einen nahenden Ausbruch der Krankheit hindeuten, sind schmerzende Stellen im Bereich von Mundwinkeln und Nase sowie ein akutes Krankheitsgefühl, dem scheinbar keine Ursache zugrunde liegt. Wenn diese Symptome bemerkt werden, sollte möglichst rasch mit der Behandlung begonnen werden, denn die Mittel gegen Herpes wirken nur in diesem frühen Stadium gut.
Diagnose & Verlauf
Nur in 1% der Fälle kommt es bei einer Erstinfektion von HSV-1 zu Beschwerden. Typischerweise tritt die erste Erkrankung in Form der Mundfäule auf (Stomatitis aphthosa). Aphthen und Läsionen an der Mundschleimhaut sind die Folge. Es kann auch zu Bläschen an den Lippen kommen. Meist handelt es sich um eine Ansammlung und nicht um einzelne Läsionen wie bei einem Rezidiv.
Ein Akutzustand bei einer Herpes-Infektion geht mit einem typischen Verlauf einher. Es beginnt mit einem Spannungs- und Schwellungsgefühl an einer Stelle der Lippen (bei HSV-1). In wenigen Stunden ist eine sichtbare Schwellung vorhanden. Nach 1 bis 2 Tagen bildet die Haut eine Reihe kleiner, flüssigkeitsgefüllter Bläschen aus. Im Verlauf von weiteren 3 bis 5 Tagen verkrusten die Bläschen und trocknen ein.
Bei HSV-2 verläuft die Erstinfektion häufig unbemerkt, kann aber auch mit starken Beschwerden einhergehen. Im Prinzip ist eine Infektion mit Genitalherpes ähnlich wie ein Ausbruch von HSV-1. Wegen der empfindlichen Region ist HSV-2 jedoch deutlich schmerzhafter ausgeprägt. Das Virus kann durch häufige Rezidive im schlimmsten Fall zu jahrelangem Leiden führen.
Herpes simplex kann über verschiedene Wege diagnostiziert werden. Meist genügt eine klinische Diagnose. Durch eine Laboruntersuchung des Blutes kann festgestellt werden, ob Antikörper gegen HSV-1 oder HSV-2 vorhanden sind. Diese Methode ist jedoch nur begrenzt aussagekräftig.
Da die Durchseuchungsrate für Lippenherpes etwa 90% beträgt, hat die Mehrzahl der Menschen im Labor positive Werte, ohne dass ein Zusammenhang mit der aktuellen Symptomatik herstellbar wäre. Eine teure und sehr aufwändige Diagnosetechnik ist die PCR-Methode (Polymerase-Kettenreaktion), wodurch die DNA des Virus bei Vorhandensein direkt nachgewiesen werden kann. Inzwischen gehört die PCR allerdings zur Routinediagnostik und gilt als das zuverlässigste Nachweisverfahren; sie ist bei unklaren Befunden das Mittel der Wahl.
Komplikationen
Eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus kann schwere Komplikationen hervorrufen. Zunächst besteht die Gefahr, dass sich die Infektion auf bereits geschädigte Hautareale ausbreitet. Eine solche Superinfektion erschwert den Heilungsprozess erheblich und ist mit weiteren Allgemeinsymptomen wie Fieber und Abgeschlagenheit verbunden.
Bei bestimmten Risikogruppen (Neugeborene, HIV-Kranke, Patienten unter Chemotherapie) kann es in Folge von Herpes simplex zu einer Überlastung des Immunsystems kommen. Daraus können lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungenentzündungen oder eine Herpes-simplex-Enzephalitis, also eine Entzündung des Gehirns, auftreten. Mitunter kann es auch zum Befall der Augen kommen — an der Netzhaut (Herpes-simplex-Retinitis) oder an der Hornhaut (Herpes corneae) —, verbunden unter anderem mit einer Einschränkung der Sehkraft und Vernarbungen der Hornhaut. Ein Herpes am Auge muss noch am selben Tag augenärztlich behandelt werden, weil er unbehandelt zur Erblindung führen kann.
In schweren Fällen kann eine Infektion eine Herpes-Sepsis hervorrufen. Dabei kommt es zur Blutvergiftung und einem teilweisen Ausfall des Immunsystems, der meist tödlich endet. Selten kommt es auch zum Nervenbefall und in der Folge zu Nervenlähmungen und Funktionsstörungen. Mitunter kann eine Infektion mit dem Virus auch zu einer Herpes-simplex-Meningoenzephalitis führen.
Dabei handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die mit grippeähnlichen Symptomen und Bewusstseinsstörungen verbunden ist. Bleibt die Meningoenzephalitis unbehandelt, kann sie zum Koma oder gar zum Tod des Betroffenen führen.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Herpes simplex ist in der Regel eine harmlose Infektion, die normalerweise keiner ärztlichen Behandlung bedarf. Fast jeder Mensch trägt den Herpesvirus in sich. Zeitweise kann er jedoch aktiv werden, wobei sich die Infektion meist durch Bläschen auf der Lippe bemerkbar macht. In seltenen Fällen gibt es andere Lokalisationen des Virus, Sonderformen oder generalisierte Infektionen, die eine ärztliche Untersuchung notwendig machen.
Der Arzt sollte unter anderem aufgesucht werden bei Befall größerer Hautareale mit Herpesbläschen (Ekzema herpeticatum), bei Auftreten von Netzhautentzündungen, bei Gesichtslähmungen, bei Stomatitis aphthosa (Mundfäule) oder Speiseröhrenentzündung. Ein Ekzema herpeticatum ist oft mit schwerem Krankheitsgefühl verbunden und kann bei immungeschwächten Personen sogar zu einer Herpes-Simplex-Enzephalitis führen, die oft tödlich verläuft. Betroffen sind davon vor allem Menschen mit Neurodermitis, deren vorgeschädigte Haut den Viren großflächig Eintritt bietet; das Ekzema herpeticatum ist ein Notfall und gehört ins Krankenhaus.
Daher muss der Arzt umgehend konsultiert werden, wenn plötzlich neben hohem Fieber auch psychotische Symptome wie Verhaltensänderung, Verwirrtheit oder Desorientierung auftreten. Die durch Herpesviren ausgelöste Netzhautentzündung kann ohne ärztliche Behandlung gegebenenfalls zur Blindheit führen.
Auch ein generalisierter Herpes simplex sollte zum Anlass genommen werden, einen Arzt aufzusuchen, da es hier zu Sepsis ähnlichen Krankheitsverläufen kommen kann. Bei einer Herpesinfektion während der Schwangerschaft muss ebenfalls unbedingt ein Arzt konsultiert werden, weil ein hohes Risiko für die Übertragung des Virus auf das ungeborene Kind besteht.
Zur Vermeidung einer Infektion wird bei einem akuten Genitalherpes zum Zeitpunkt der Geburt ein Kaiserschnitt erwogen. Dringend behandlungsbedürftig sind auch Herpesinfektionen von Neugeborenen, weil diese zu schweren Komplikationen einschließlich einer Herpes-Simplex-Enzephalitis führen können.
Behandlung & Therapie
Therapiert wird Herpes simplex vorrangig mit Virostatika (Medikamente gegen Viren). Gängige Präparate sind Aciclovir oder Penciclovir. In leichten Fällen wird eine Creme für die Haut mit den entsprechenden Wirkstoffen verordnet. Bei schwerwiegenden Erkrankungen oder abwehrgeschwächten Menschen können die Medikamente auch in Tablettenform oder als Infusion verabreicht werden. Cremes verkürzen den Ausbruch allerdings nur wenig, Tabletten deutlich stärker; entscheidend ist bei beiden, dass die Behandlung im Kribbelstadium beginnt, also bevor die Bläschen sichtbar werden. Eine Alternative sind Herpespflaster, die durch Hydrokolloide ein feuchtes Polster um die Bläschen herum bilden und auf diese Weise eine Ausbreitung verhindern.
Die Krankheit an sich ist nicht heilbar. Es kann lediglich der akute Ausbruch behandelt werden. Der Krankheitsverlauf wird durch die Medikamente verkürzt und abgemildert. Die Viren in den Nervenzellen konnten bisher durch keine Therapie vernichtet werden. „Nicht heilbar“ bedeutet dabei nicht „nicht behandelbar“: Die Ausbrüche lassen sich gut beherrschen, nur das Virus selbst lässt sich nicht aus dem Körper entfernen.
Aktuell wird in der Forschung der Fokus auf Helikase-Primase-Inhibitoren gesetzt, die an den Enzymen ansetzen, die das Virus zur Duplizierung benötigt. Bisher konnten in Tierversuchen bereits erste Erfolge verzeichnet werden. Wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist die Wirksamkeit bestimmter Hausmittel, wie Zahnpasta, Zinkpaste oder Teebaumöl.
Aussicht & Prognose
Die Prognose bei Herpes simplex ist günstig. Im Normalfall kommt es innerhalb weniger Tage zu einer Linderung der Beschwerden. Der Krankheitsverlauf kann positiv beeinflusst werden, wenn der Betroffene unmittelbar bei Beginn der Entstehung der ersten Symptome eine medikamentöse Behandlung in Anspruch nimmt. Das Auftragen von Salben oder speziellen Pflastern dämmt den Herpes simplex ein. Dadurch wird die Ausbreitung des Virus verhindert und die beschädigten Hautpartien heilen zudem schneller ab.
Ohne eine medizinische Behandlung kommt es zu Verzögerungen des Krankheitsverlaufs. Die Erkrankung bildet sich nach ungefähr sieben bis zehn Tagen selbständig zurück. Zudem besteht das Risiko einer Ausbreitung des Virus. Platzen Herpesbläschen auf, tritt Flüssigkeit aus und es kommt zu einer Neubildung weiterer Bläschen.
Eine Heilung tritt bei den meisten Patienten dennoch binnen einer Woche ein. Die Nutzung von alternativen Heilmethoden kann ebenfalls zu einer Genesung bei Herpes simplex beitragen.
Die Verwendung von Hausmitteln oder geeigneten Produkten auf Naturheilbasis kann zu einer Linderung der Symptome und einer verbesserten Heilung beitragen. Ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis fehlt für diese Mittel allerdings; bei schweren oder sehr häufigen Ausbrüchen ersetzen sie die antivirale Behandlung nicht.
Trotz der guten Prognose kommt es bei den meisten Betroffenen im Verlauf des Lebens zu einem wiederholten Ausbruch des Herpes simplex. Bei Kindern kann es zu einer Ausbreitung der Infektion am gesamten Körper und zusätzlich zu einem lebensbedrohlichen Verlauf kommen.
Vorbeugung
Ein Rezidiv geht häufig mit einer immungeschwächten Situation einher, beispielsweise mit einer Erkältung. Um eine Reaktivierung der Viren zu vermeiden, ist eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen wichtig. Bei einem akuten Ausbruch ist der Hautkontakt mit anderen Personen zu vermeiden. Bei HSV-2 sollte während eines Rezidivs kein Geschlechtsverkehr stattfinden.
Nachsorge
Im Vergleich zur Erstinfektion fällt ein erneuter Ausbruch des Herpes simplex deutlich schwächer aus. Das liegt daran, dass der Körper bereits mit dem Virus vertraut ist und dadurch schneller wirksame Abwehrmechanismen etabliert. Nicht selten bemerken Betroffene Herpes Simplex im Wiederholungsfall gar nicht. Bleiben Beschwerden hingegen dauerhaft bestehen, sollten Patienten unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Dieser stellt eine Diagnose auf Grund äußerer Betrachtung. Nur selten wird der Erreger gesondert im Labor bestimmt. Die Eigenart der Erkrankung bringt es mit sich, dass keine planmäßige Nachuntersuchung anfällt. Herpes Simplex klingt entweder von selbst ab oder wird erfolgreich mit antiviralen Medikamenten bekämpft. Um das Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern, eignen sich keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen, die auf ärztliches Handeln gründen. Bei sehr häufigen Rückfällen kann der Arzt allerdings eine vorbeugende Dauerbehandlung mit Aciclovir oder Valaciclovir über mehrere Monate verordnen, die sogenannte Suppressionstherapie.
Eine wirksame Impfung gibt es bisher nicht. Für Vorbeugemaßnahmen tragen Patienten selbst Verantwortung. Sie sollten ihr Immunsystem stärken, indem sie sich ausgewogen ernähren, sich regelmäßig bewegen und ausreichend schlafen. Dauerhafter Stress kann ebenso zur Schwächung des Immunsystems beitragen. Bei Kontakt zu fremden Geschlechtspartnern empfiehlt sich die Verwendung von Kondomen. Nach einem Abklingen der Beschwerden ist die Fortführung eines normalen Lebens möglich. Komplikationen sind nicht zu erwarten.
Das können Sie selbst tun
Herpes simplex ist eine Viruserkrankung, die insbesondere bei Menschen mit einem geschwächten oder instabilen Immunsystem ausbricht. Betroffene können daher durch ihren Lebenswandel viel dazu beitragen, dass ihr Organismus gestärkt ist und bleibt.
Dafür sollten sie sich möglichst gesund ernähren und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Eine vitaminreiche und ausgewogene Kost hilft, um Übergewicht zu vermeiden und fördert die eigene Gesundheit. Ausreichende Bewegung, das Treiben von Sport oder insbesondere in den Wintermonaten regelmäßige Saunagänge unterstützen das Immunsystem ebenfalls und tragen zur Aufrechterhaltung des eigenen Wohlbefindens bei.
Menschen, die davon überzeugt sind, dass der Herpes simplex aufgrund psychischer Probleme, Stress oder emotionaler Belastungen auftritt, sollten selbständig Rahmenbedingungen schaffen, bei denen diese Auslösefaktoren möglichst minimiert werden.
Bereits bei dem ersten Gefühl einer Bläschenbildung durch den Herpes simplex sollte der Betroffene Maßnahmen der Linderung einleiten. Die Viren breiten sich ohne ein Eingreifen häufig innerhalb weniger Stunden aus und vermehren sich. Die Beschwerden können mit medizinischen Präparaten oder verschiedenen Hausmitteln gelindert und behandelt werden.
Zu vermeiden ist das Öffnen der Herpesbläschen. Die Flüssigkeit in den Bläschen ist ansteckend und kann zu weiteren Bläschenbildungen in den umliegenden Regionen führen. Um eine Ansteckung grundsätzlich zu vermeiden, ist der Austausch von Speichel mit infizierten Personen zu unterlassen. Der praktisch wichtigste Punkt betrifft die Kleinsten: Wer einen Lippenherpes hat, darf Neugeborene und Säuglinge nicht küssen und sollte sich vor jedem Kontakt mit ihnen die Hände waschen. Für ein Neugeborenes kann eine Herpesinfektion lebensbedrohlich sein.
Quellen
- Plewig, G., Ruzicka, T., Kaufmann, R., Hertl, M. (Hrsg.): Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie.
ISBN: 9783662495445
- Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S. H. E., Schulz, T. F. (Hrsg.): Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie.
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- Moll, I. (Hrsg.): Duale Reihe Dermatologie.
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- Modrow, S., Truyen, U., Schätzl, H.: Molekulare Virologie.
ISBN: 9783662617809
- Sterry, W., Burgdorf, W., Worm, M. (Hrsg.): Checkliste Dermatologie.
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