Teebaumöl

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 6. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

Sie sind hier: Startseite Medikamente Teebaumöl

Teebaumöl, eigentlich australisches Teebaumöl, gehört zur Gruppe der ätherischen Öle. Der in Australien beheimatete Teebaum wird zur Gewinnung des Öls angebaut und kultiviert.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Teebaumöl?

Teebaumöl
Teebaumöl wird das ätherische Öl genannt, welches aus den Zweigen und Blättern des hauptsächlich in Australien vorkommenden Teebaums gewonnen wird.

Teebaumöl ist ein ätherisches Öl, das aus den Blättern des australischen Teebaums (Melaleuca alternifolia) gewonnen wird. Es ist bekannt für seine antiseptischen, entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften, weshalb es in der Naturheilkunde und Kosmetik weit verbreitet ist. Als Arzneimittel wird Teebaumöl in Deutschland in aller Regel nicht angeboten: Es wird als kosmetisches Mittel verkauft, je nach Auslobung auch als Biozidprodukt, und durchläuft daher weder eine Zulassung noch eine behördliche Wirksamkeitsprüfung. Die Gewinnung erfolgt durch Wasserdampfdestillation der Blätter, wobei das Öl eine klare bis leicht gelbliche Farbe aufweist und einen charakteristischen, frischen und würzigen Geruch hat.

In der Hautpflege wird Teebaumöl oft zur Behandlung von Akne, Insektenstichen, Schnittwunden und leichten Hautinfektionen verwendet. Es kann helfen, Bakterien, Pilze und Viren zu bekämpfen, die Haut zu beruhigen und die Wundheilung zu fördern. Aufgrund seiner starken Wirkung sollte Teebaumöl grundsätzlich verdünnt angewendet werden, um Hautreizungen zu vermeiden.

Auch im Haushalt findet Teebaumöl Anwendung, zum Beispiel als natürliches Desinfektionsmittel oder zur Bekämpfung von Schimmel. Es ist ein vielseitiges Öl, das in kleinen Mengen in Shampoos, Cremes und Reinigungsmitteln enthalten sein kann. Wegen seiner potenten Inhaltsstoffe und möglichen allergischen Reaktionen ist es wichtig, Teebaumöl mit Vorsicht zu verwenden und bei der Anwendung auf die jeweilige Verträglichkeit zu achten.

Geschichte & Entwicklung

Die Entdeckung und Nutzung von Teebaumöl geht auf die australischen Aborigines zurück, die die Blätter des Teebaums traditionell zur Behandlung von Wunden und Hautinfektionen verwendeten. Sie zerquetschten die Blätter und legten sie auf Wunden oder Insektenstiche, um die Heilung zu fördern. Das Wissen um die heilenden Eigenschaften der Pflanze wurde über Generationen weitergegeben.

Europäische Siedler in Australien erfuhren im 18. Jahrhundert von den medizinischen Anwendungen der Pflanze durch die Aborigines. Der Name geht auf James Cooks erste Südseereise zurück: Seine Mannschaft brühte in Neuseeland aus den Blättern eines Strauchs einen teeähnlichen Aufguss; Cook nennt die Pflanze in seinem Reisebericht „tea plant“. Gemeint war der neuseeländische Manuka, botanisch eine Leptospermum-Art; auf den australischen Teebaum wurde die Bezeichnung erst später übertragen.

Erst in den 1920er Jahren wurde Teebaumöl in wissenschaftlichen Kreisen bekannter. Der australische Chemiker Arthur Penfold erforschte das Öl und veröffentlichte Studien, die seine starken antiseptischen Eigenschaften belegten. Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Teebaumöl zur Standardausrüstung australischer Soldaten, da es als wirksames Mittel gegen Infektionen eingesetzt wurde.

In den folgenden Jahrzehnten gewann Teebaumöl weltweit an Popularität und fand Eingang in die moderne Naturheilkunde und Kosmetikindustrie. Die kommerzielle Produktion und der Export stiegen, und Teebaumöl wurde zu einem der bekanntesten ätherischen Öle mit vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten.

Vorkommen & Gewinnung

Teebaumöl wird das ätherische Öl genannt, welches aus den Zweigen und Blättern des Teebaums gewonnen wird. Dieser Baum kommt hauptsächlich in Australien vor und wird deshalb auch Australischer Teebaum genannt, die lateinische Bezeichnung lautet Melaleuca alternifolia.

Diese zu den Myrtengewächsen gehörende Pflanzenart wächst insbesondere in den australischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland. Den Namen „tea tree“ prägte James Cook nicht in Australien, sondern in Neuseeland; auf den australischen Teebaum wurde er erst später übertragen. Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Teebaumöl ist seit Jahrhunderten bei den einheimischen Aborigines als Heilmittel für viele Krankheiten bekannt.

Bereits zwischen 1920 und 1930 stieß das Teebaumöl auf wissenschaftliches Interesse und wurde in Australien im schulmedizinischen Bereich als Lokalantiseptikum verwendet. In den letzten Jahren ist Teebaumöl als heilkräftiger Naturstoff wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

Wirkung & Anwendung

Die Wirkung des Teebaumöls beruht vor allen Dingen auf dem Hauptinhaltsstoff Terpinen-4-ol. Diese chemische Verbindung ist zu etwa 40 % im Teebaumöl enthalten und verleiht ihm auch seinen typischen frischen und würzigen Geruch.

In einem guten Teebaumöl für die häusliche Verwendung sollte der Anteil an Terpinen-4-ol möglichst hoch sein; die internationale Norm ISO 4730 verlangt in ihrer Fassung von 2017 einen Gehalt von 35 bis 48 Prozent Terpinen-4-ol und lässt höchstens 10 Prozent 1,8-Cineol zu. Insgesamt jedoch wurden bei chemischen Analysen circa 100 verschiedene Inhaltsstoffe identifiziert. Teebaumöl ist für seine antibakterielle, antiseptische und antimykotische Wirkung bekannt, die sich im Laborversuch gut belegen lässt; wie gut sie sich auf die Anwendung am Menschen übertragen lässt, ist von Anwendungsgebiet zu Anwendungsgebiet unterschiedlich gut untersucht. Schon die Ureinwohner Australiens verwendeten es als Mittel zur Wundheilung, bei Infektionen der Haut, bei Erkältungskrankheiten und Entzündungen im Bereich des Mundraumes.

Diese Anwendungsmöglichkeiten wurden von der modernen Wissenschaft aufgegriffen und so entstanden Produkte wie Shampoos, Badezusätze, Deodorants, Zahnpflegemittel und Seifen, die mit Teebaumöl versetzt wurden. Je nach Verwendung müssen die Präparate das Öl in einer entsprechenden Konzentration enthalten, insbesondere bei der Anwendung im Mundraum ist es stark zu verdünnen. Teebaumöl wird verschiedenen Kosmetika wegen seiner keimhemmenden Eigenschaften zugesetzt; als Konservierungsstoff im Sinne der EU-Kosmetikverordnung ist es nicht zugelassen.

In seiner reinen Form ist es ebenfalls im Handel erhältlich und kann so den verschiedensten Zwecken dienen. Für die Mundpflege werden fertige Zubereitungen mit Teebaumöl angeboten; sie dürfen nicht geschluckt werden. Bei Insektenstichen lindert das Öl den Juckreiz und die Schwellung. Prophylaktisch wird es auch in einer Aromalampe als Insektenschutzmittel eingesetzt; eine verlässliche Schutzwirkung gegen Stiche ist damit nicht belegt. Auch Cremes mit Teebaumöl zur Behandlung von Akne sind auf dem Markt, ebenso wie Haarpflegemittel gegen Schuppenbildung oder Läusebefall der Kopfhaut.

Selbst in der Tiermedizin gibt es Medikamente, die mit dem ätherischen Öl des Teebaumes angereichert sind, wie zum Beispiel Mittel zur Bekämpfung von Hautparasiten. Bei Tieren ist jedoch größte Zurückhaltung geboten: Katzen können Terpene kaum abbauen, und schon eine äußerliche Anwendung reinen Teebaumöls hat bei Katzen und Hunden schwere Vergiftungen mit Zittern, Schwäche und Bewusstseinsstörungen ausgelöst. Vor jeder Anwendung ist deshalb der Tierarzt zu Rate zu ziehen; auf Katzen gehört Teebaumöl grundsätzlich nicht.


Bedeutung für Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Teebaumöl hemmt im Laborversuch Bakterien, Viren und Pilze und hat sich aufgrund dessen einen festen Platz in der Alternativmedizin erobern können; wie weit sich das auf die Anwendung am Menschen überträgt, ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich gut belegt.

Bei Akne und bei leichtem Hautpilz wird Teebaumöl häufig eingesetzt; kleinere Studien haben dabei günstige Ergebnisse gezeigt. Für Schuppenflechte und Dellwarzen fehlen dagegen belastbare Wirksamkeitsnachweise, und für eine Wirkung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gibt es keine Belege. Auch dass Teebaumöl bei Husten, Raucherhusten und Erkältungen zu einer schnelleren Heilung verhilft, ist nicht nachgewiesen; bei Säuglingen und Kleinkindern dürfen ätherische Öle mit Menthol, Kampfer oder Eukalyptusöl ohnehin nicht im Gesichtsbereich angewendet werden, weil sie einen Atemstillstand auslösen können. Auf eine richtige Dosierung ist bei jeder Anwendung zu achten, da einige Bestandteile des Öls von ausgesprochen starker Wirkung sind und unter Umständen zu Kontaktallergien oder gar Vergiftungen führen können.

Hochprozentiges, reines Teebaumöl ist aus diesem Grund vom Bundesinstitut für Risikobewertung als gesundheitsschädliche Substanz eingestuft worden. Bei den handelsüblichen Präparaten handelt es sich um Kosmetika beziehungsweise Naturheilmittel; eine behördliche Prüfung ihrer Wirksamkeit durchlaufen sie nicht. Allergische Reaktionen sind dabei nicht allein eine Frage der persönlichen Veranlagung: Teebaumöl oxidiert an Luft, Licht und Wärme; dabei entstehen Peroxide, Endoperoxide und Epoxide, die das Sensibilisierungspotenzial des Öls auf das Dreifache steigern können. Als wichtigste Kontaktallergene gelten Ascaridol – selbst ein Autoxidationsprodukt des alpha-Terpinens –, Terpinolen, alpha-Terpinen, alpha-Phellandren und Limonen. Je älter und je schlechter gelagert das Öl ist, desto höher das Risiko. Angebrochene Fläschchen gehören deshalb dicht verschlossen, kühl und dunkel aufbewahrt und sollten nicht über lange Zeit weiterverwendet werden. Im Allgemeinen ist frisches, sachgemäß gelagertes Teebaumöl gut verträglich und aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung vielseitig anwendbar.

Teebaumöl kann auch als Zusatz zu Reinigungsmitteln für die Desinfektion von Räumen und die Verhinderung der Bildung von Schimmelpilzen sorgen. In jedem Fall sollte beim Kauf von Teebaumöl oder Produkten mit dem ätherischen Öl des Australischen Teebaums auf eine gute Qualität und ökologische Herstellung geachtet werden, denn die Qualität und Reinheit des Teebaumöls bestimmen dessen Wirkungsgrad.

Anwendung & Sicherheit

Teebaumöl wird grundsätzlich verdünnt angewendet, um Hautreizungen zu vermeiden, da es ein starkes ätherisches Öl ist. Zur Behandlung von Hautproblemen wie Akne wird es mit einem Trägeröl wie Jojoba- oder Kokosöl stark verdünnt. Teebaumöl wird auch Hautcremes oder Shampoos zugesetzt, um deren antimikrobielle Wirkung zu verstärken. Zur Bekämpfung von Schuppen oder Pilzinfektionen auf der Kopfhaut wird es ebenfalls häufig in verdünnter Form verwendet. Im Haushalt kann Teebaumöl in Wasser verdünnt als natürliches Desinfektionsmittel oder zur Schimmelbekämpfung eingesetzt werden.

Hinsichtlich der Sicherheit sollte Teebaumöl nicht unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden, da es Hautreizungen, Rötungen oder allergische Reaktionen hervorrufen kann. Bei der inneren Anwendung, insbesondere durch Schlucken, kann es toxisch sein und sollte daher strikt vermieden werden. Für Kinder und Haustiere ist Teebaumöl besonders gefährlich, da es bei ihnen schwere Vergiftungen verursachen kann.

Die Qualitätskontrolle bei der Herstellung von Teebaumöl ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Öl die richtigen therapeutischen Eigenschaften aufweist. Hochwertiges Teebaumöl sollte zu 100 % rein sein und durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden. Produkte sollten klare Angaben über den Gehalt an Terpinen-4-ol und Cineol enthalten, wobei ersterer Wirkstoff die antiseptische Wirkung fördert, während letzterer in zu hohen Konzentrationen Hautreizungen verursachen kann. Die internationale Norm ISO 4730 legt fest, in welchen Spannen die einzelnen Inhaltsstoffe enthalten sein müssen, und ist damit der übliche Maßstab für Qualität und Reinheit.

Herkunft & Abgrenzung

„Teebaumöl“ ist keine botanisch eindeutige Artbezeichnung, sondern der Name eines Handelsprodukts mit festgelegter Zusammensetzung. Die Norm ISO 4730 lässt neben Melaleuca alternifolia auch Melaleuca linariifolia, Melaleuca dissitiflora und weitere Arten derselben Gattung als Ausgangspflanze zu, sofern das daraus gewonnene Öl die geforderten Gehalte erreicht. Maßgeblich ist damit das Analysenergebnis und nicht allein die Art, von der das Öl stammt. Von anderen Ölen der Gattung ist Teebaumöl dagegen zu unterscheiden. Das europäische Verzeichnis der Kosmetikinhaltsstoffe führt drei Melaleuca-Einträge nebeneinander und ordnet ihnen verschiedene Funktionen zu: Melaleuca alternifolia gilt dort als antimikrobiell wirkender Bestandteil, die Auszüge aus Melaleuca cajuputi – dem Cajeputbaum – und aus Melaleuca leucadendron dagegen als tonisierend. Wer auf einer Zutatenliste den Gattungsnamen Melaleuca liest, hat also nicht zwangsläufig Teebaumöl vor sich.

Arzneimittel, Kosmetikum oder Biozidprodukt?

Zu welcher Produktgruppe ein Erzeugnis mit Teebaumöl gehört, entscheidet sich nicht am Inhalt der Flasche, sondern daran, wozu es bestimmt ist und wie es aufgemacht und ausgelobt wird. Auf europäischer Ebene hat der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Arzneimittel-Agentur EMA 2014 eine Monographie zu Teebaumöl verabschiedet. Sie beschreibt es als traditionelles pflanzliches Arzneimittel und nennt vier Anwendungsgebiete: kleine oberflächliche Wunden und Insektenstiche, kleine Furunkel und leichte Akne, Juckreiz und Reizung bei leichtem Fußpilz sowie leichte Entzündungen der Mundschleimhaut. „Traditionell“ ist dabei ein rechtlicher Begriff und kein Gütesiegel. Für die Registrierung eines traditionellen pflanzlichen Arzneimittels verlangen die §§ 39a und 39b des Arzneimittelgesetzes den Nachweis, dass das Mittel seit mindestens dreißig Jahren medizinisch verwendet wird, davon mindestens fünfzehn Jahre in der Europäischen Union, und dass seine Wirksamkeit aufgrund dieser langjährigen Erfahrung plausibel erscheint. Ein Wirksamkeitsnachweis durch klinische Studien, wie ihn die reguläre Zulassung fordert, gehört ausdrücklich nicht dazu.

Die europäische Sicherheitsbewertung

Für den kosmetischen Einsatz hat der zuständige wissenschaftliche Ausschuss der Europäischen Kommission Teebaumöl zweimal bewertet, und das Ergebnis fiel beide Male zurückhaltend aus. 2004 kam er zu dem Schluss, die Verwendung unverdünnten Teebaumöls als Handelsprodukt sei nicht sicher und das eingereichte Sicherheitsdossier lückenhaft; die Industrie legte daraufhin neue Unterlagen vor. Die zweite Stellungnahme vom Dezember 2008 hielt fest, dass Teebaumöl ein Kontaktallergen ist, dass unverdünntes Öl und Zubereitungen von einem gewissen Gehalt an Haut und Augen reizen können und dass die klinischen Daten Kontaktallergien schon bei den damals gebräuchlichen Anwendungskonzentrationen belegen. Über die Haut werden Bestandteile in nennenswertem Umfang aufgenommen; wie stark der Gesamtorganismus dadurch belastet wird, ließ sich mangels geeigneter Untersuchungen nicht beziffern. Der Ausschuss konnte deshalb keinen Sicherheitsabstand berechnen und die Sicherheit von Teebaumöl als Kosmetikbestandteil nicht abschließend beurteilen. Beanstandet wurde außerdem, dass überhaupt keine eindeutige kosmetische Funktion angegeben worden war. Ein Verbot folgte daraus nicht, denn ein Kosmetikum braucht keine Zulassung: Für die Sicherheitsbewertung des einzelnen Produkts ist der Hersteller verantwortlich, nicht eine Behörde.

Alternativen

Teebaumöl wird aufgrund seiner antiseptischen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften häufig zur Behandlung von Hautproblemen wie Akne, Pilzinfektionen und kleineren Wunden eingesetzt. Es gibt jedoch mehrere Alternativen, die je nach Anwendungsbereich in Frage kommen.

Für die Behandlung von Akne ist Benzoylperoxid eine gängige Alternative. Es wirkt antibakteriell und hilft, die Poren zu reinigen und Entzündungen zu reduzieren. Im Vergleich zu Teebaumöl kann Benzoylperoxid jedoch stärker austrocknend wirken und ist oft in höheren Konzentrationen erhältlich, was die Haut stärker reizen kann.

Salicylsäure ist ein weiteres Mittel, das bei Akne eingesetzt wird. Es hilft, die Haut zu exfolieren und Poren zu reinigen, wodurch das Risiko von Pickeln verringert wird. Salicylsäure ist oft besser verträglich als Benzoylperoxid und weniger irritierend als Teebaumöl, kann jedoch bei empfindlicher Haut ebenfalls Reizungen verursachen.

Zur Behandlung von Pilzinfektionen, wie Fußpilz, können Antimykotika wie Clotrimazol oder Terbinafin verwendet werden. Diese Medikamente wirken meist schneller und zuverlässiger als Teebaumöl und werden, örtlich angewendet, in der Regel gut vertragen; Hautirritationen oder allergische Reaktionen kommen aber auch bei ihnen vor.

Für kleinere Wunden und Infektionen werden Wasserstoffperoxid und Jod verwendet, die ebenfalls antimikrobiell wirken. Diese Mittel sind in der Regel stärker und aggressiver als Teebaumöl und können die Haut stärker reizen oder verfärben. Wasserstoffperoxid gilt zur Wundreinigung heute als überholt, weil es auch gesundes Gewebe schädigt und die Heilung verzögert; bevorzugt werden inzwischen Wundantiseptika mit Octenidin oder Polihexanid.

Insgesamt hängt die Wahl der Therapie von der individuellen Hautempfindlichkeit und den spezifischen Bedürfnissen ab.

Quellen

  • Bühring, U.: Lehrbuch Heilpflanzenkunde.
    ISBN: 9783132455290
  • Bühring, U., Girsch, M.: Praxis Heilpflanzenkunde.
    ISBN: 9783132460522
  • Blaschek, W. (Hrsg.): Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka.
    ISBN: 9783804730687
  • Bäumler, S.: Heilpflanzenpraxis heute.
    ISBN: 9783437572760
  • Beer, A.-M., Adler, M. (Hrsg.): Leitfaden Naturheilverfahren für die ärztliche Praxis.
    ISBN: 9783437319365

Das könnte Sie auch interessieren