MR-Arthrographie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 3. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Die MR-Arthrographie ist eine radiologische Untersuchung, bei der mittels Magnetresonanztomographie Schädigungen in Gelenken diagnostiziert werden können. Dafür wird Kontrastmittel injiziert und mit dem MRT-Gerät werden Bilder des Gelenks erstellt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die MR-Arthrographie?

MR Arthrographie
Die MR-Arthrographie ist eine radiologische Untersuchung, bei der mittels Magnetresonanztomographie Schädigungen in Gelenken diagnostiziert werden können.

Bei der MR-Arthrographie wird nach einer Injektion von Kontrastmittel ein MRT-Bild des Gelenks erstellt. Die Magnetresonanztomographie, kurz auch MR oder MRT genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem Schnittbilder des Körpers erstellt werden. Das Verfahren beruht auf dem Prinzip der Kernspinresonanz. Alle Gewebe im menschlichen Körper sind aus Atomen aufgebaut, diese wiederum bestehen aus Protonen, Elektronen und Neutronen. Protonen verfügen über einen Spin, das heißt, sie drehen sich um die eigene Achse.

Dieser Spin macht die Protonen magnetisch. Sie richten sich in einem eigenen Magnetfeld parallel zu anderen Magnetfeldern aus. In der Röhre des MRT wird ein starkes Magnetfeld erzeugt, die Protonen ordnen sich also gemäß ihrer Natur an. Kurzzeitig wird dann ein kurzer elektromagnetischer Impuls erzeugt. Durch diesen wird die Anordnung der Protonen gestört und sie geben ein schwaches, aber messbares Signal ab. Verschwindet der Impuls, ordnen sich die Protonen wieder im gewohnten Feld an. Während der MRT werden zahlreiche solcher Störimpulse erzeugt. Durch die dann entstehenden Veränderungen in der Protonenanordnung errechnet der Computer die MRT-Bilder. Die MR-Arthrographie bildet die Binnenstrukturen eines Gelenks genauer ab als eine Magnetresonanztomographie ohne Kontrastmittel.

Funktion, Wirkung & Ziele

Unter sterilen Bedingungen, örtlicher Betäubung und Röntgenkontrolle erfolgt zunächst die Punktion des zu untersuchenden Gelenks. Dabei führt der behandelnde Arzt eine Nadel durch die Haut und das darunterliegende Gewebe bis in den Gelenkinnenraum und injiziert dann dort das Kontrastmittel. Damit das Kontrastmittel sich im gesamten Gelenk gleichmäßig verteilt, sollte der Patient das Gelenk in allen physiologischen Graden bewegen.

Anschließend folgt die Magnetresonanztomographie. Zwischen der Injektion des Kontrastmittels und der MRT sollte möglichst wenig Zeit vergehen, idealerweise nicht mehr als eine halbe Stunde, da das Kontrastmittel sonst von den Zellen der Gelenkkapsel aufgenommen wird und die Aufdehnung des Gelenks nachlässt. Die Untersuchung wird meist in Bauch- oder Rückenlage durchgeführt. Da es in der Röhre etwas lauter ist, erhalten die zu Untersuchenden Ohrstöpsel und/oder Kopfhörer. Die Untersuchung dauert etwa 45 Minuten. Körperbewegungen sollten in dieser Zeit vermieden werden, da sonst die Bildaufnahmen nicht korrekt durchgeführt werden können.

Aufgrund des hohen Weichteilkontrasts kann die MR-Arthrographie zielgenau Gelenkerkrankungen und Gelenkstörungen diagnostizieren. Knorpel-, Band- und Sehnenstrukturen können dank hervorragender Bildqualität exakt differenziert werden. Die häufigsten Indikationen für eine MR-Arthrographie sind Beschwerden im Hüft-, Schulter-, Hand-, Ellenbogen- oder Sprunggelenk. Anerkannte Indikationen einer MR-Arthrographie der Schulter sind Verrenkungen nach einem Unfall oder Verrenkungen aufgrund einer Gelenkinstabilität sowie der Verdacht auf eine Verletzung des oberen Labrum-Bizepsanker-Komplexes. Auch bei Verdacht auf Sehnenrupturen oder bei unklaren Schulterschmerzen kann die MR-Arthrographie zur Diagnosestellung genutzt werden.

Eine MR-Arthrographie des Ellenbogens erfolgt meist dann, wenn eine einfache MRT noch keine klare Diagnose gebracht hat. Vor allem Knorpelläsionen oder Bandläsionen werden hier untersucht. Verletzungen der Bänder und pathologische Veränderungen des Gelenkknorpels, sogenannte Chondropathien, sind auch beim Handgelenk die primären Indikationen für eine MR-Arthrographie. Auch eine Perforation des triangulären fibrokartilaginären Komplexes (TFCC) kann mit diesem Verfahren schnell und sicher diagnostiziert werden.

Der TFCC kann vor allem bei älteren Menschen oder infolge von rheumatischen Erkrankungen beeinträchtigt sein. Zur Untersuchung wird das Kontrastmittel in das sogenannte Radioulnargelenk, das Gelenk zwischen Speiche und Elle, injiziert. Ist dann in der MR-Arthrographie ein Übertritt des Kontrastmittels in das Handgelenk zu sehen, so spricht dies für eine Schädigung des TFCC. Eine weitere Erkrankung, bei der die MR-Arthrographie zum Einsatz kommt, ist das femoroacetabuläre Impingement. Es handelt sich dabei um eine Störung im Übergang vom Hüftkopf zum Oberschenkelhals. Dabei ist der Bewegungsraum so gestört, dass bei normaler Bewegung der Oberschenkelhals an den Rand der Hüftpfanne stößt. Dies führt über kurz oder lang zu einer Arthrose des Hüftgelenks. Mit der MR-Arthrographie können auch kleinste Läsionen in den Rändern der Hüftpfanne entdeckt werden.

Am Knie kommt die MR-Arthrographie vor allem bei Verletzungen des Meniskus zum Einsatz. Insbesondere wenn die konventionelle MRT unklare Ergebnisse geliefert hat, kann die Arthrographie Aufschluss über Schädigungen geben. Zur Diagnostik des Sprunggelenks wird die einfache MRT in der Regel bevorzugt. Die MR-Arthrographie bietet hier lediglich Zusatzinformationen im Hinblick auf das Vorliegen von Knorpel- oder Knochenläsionen.


Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die MR-Arthrographie gehört zu den minimalinvasiven Verfahren, ist aber dennoch eine Gelenkpunktion. Gelenkpunktionen sind immer mit einem Infektionsrisiko behaftet. Bakterien können durch die Punktion in das Gelenk gebracht werden und dort eine Infektion verursachen. Diese Gelenksinfektionen müssen mit Antibiotika und in schwereren Fällen auch mit operativen Eingriffen therapiert werden. Zudem kann es zu Einblutungen in das Gelenk kommen. Auch Schmerzen bei der Kontrastmittelinjektion sind möglich. Nach der Untersuchung können Spannungsschmerzen im Gelenk auftreten, diese verschwinden allerdings in der Regel nach wenigen Tagen.

In seltenen Fällen sind allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel zu beobachten. Abgesehen davon kann das Kontrastmittel auch Kopfschmerzen oder Übelkeit hervorrufen. Auch Kreislaufstörungen gehören zu den unerwünschten Nebenwirkungen einer MR-Arthrographie. Vor der Untersuchung sollte ein ausführliches Gespräch durch den behandelnden Arzt inklusive einer Aufklärung über alle Risiken und Nebenwirkungen erfolgen. Sind akute Entzündungen im Gelenk, Allergien gegen Kontrastmittel oder eine Supprimierung des Immunsystems bekannt, sollte von einer MR-Arthrographie abgesehen werden. Werden diese Gegenanzeigen beachtet, ist das Verfahren im Allgemeinen gut verträglich.

Direkte und indirekte MR-Arthrographie

Der Begriff MR-Arthrographie fasst zwei technisch verschiedene Wege zusammen, das Kontrastmittel in das Gelenk zu bringen. Bei der direkten Form, wie sie weiter oben beschrieben ist, wird das verdünnte Kontrastmittel unter sterilen Bedingungen unmittelbar in den Gelenkinnenraum gespritzt. Bei der indirekten Form wird es stattdessen in eine Vene gegeben; es verteilt sich über den Blutweg im Körper und tritt aus der gut durchbluteten Gelenkinnenhaut allmählich in die Gelenkflüssigkeit über. Damit dieser Übertritt zügig gelingt, wird der Patient vor der Aufnahme gebeten, das Gelenk zu bewegen.

Beide Wege verfolgen dasselbe Ziel: Das Kontrastmittel soll die Gelenkkapsel aufdehnen und in feine Risse und Spalten eindringen, sodass sich benachbarte Strukturen im Bild voneinander abgrenzen lassen. Ohne diese Aufdehnung liegen Knorpelflächen, Gelenklippe und Bänder eng aneinander, und ein Einriss kann leicht übersehen werden.

Die beiden Varianten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Die direkte Form erzeugt eine kräftigere Füllung und eine echte Dehnung der Kapsel, verlangt aber die Punktion des Gelenks und damit einen kleinen Eingriff mit den zugehörigen Risiken. Die indirekte Form kommt ohne Gelenkpunktion aus und ist für den Patienten weniger belastend; die Anreicherung im Gelenkraum fällt dabei geringer aus, und weil sich das Kontrastmittel auch in entzündetem Gewebe außerhalb des Gelenks anreichert, ist die Beurteilung mitunter schwieriger. In der Praxis wird die direkte Form für die klassischen Fragestellungen an Schulter, Hüfte und Handgelenk bevorzugt; welcher Weg gewählt wird, entscheidet die untersuchende Radiologie anhand der Fragestellung.

Als Kontrastmittel dienen bei der Magnetresonanztomographie gadoliniumhaltige Verbindungen. Sie enthalten kein Jod und erzeugen keine Röntgenstrahlung; sie verändern lediglich das Verhalten der Wasserstoffkerne in ihrer Umgebung und lassen die betroffenen Bereiche im Bild heller erscheinen. Für die direkte Arthrographie wird das Mittel stark verdünnt, weil eine zu hohe Konzentration den erwünschten Bildeffekt wieder aufhebt. Nicht zu verwechseln ist das Verfahren mit der herkömmlichen Arthrographie mit jodhaltigem Kontrastmittel und Röntgenaufnahmen oder mit der CT-Arthrographie.

Vorbereitung und Gegenanzeigen

Vor dem Termin klärt die Radiologie zwei Bereiche getrennt ab: die Verträglichkeit der Magnetresonanztomographie an sich und die Verträglichkeit der Gelenkpunktion mit Kontrastmittel.

Für die Untersuchung im Magnetfeld ist entscheidend, ob sich Metall oder elektronische Geräte im oder am Körper befinden. Abgefragt werden unter anderem Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren, Innenohrimplantate, Gefäßclips, Medikamentenpumpen, Metallsplitter nach Unfällen sowie künstliche Gelenke und Osteosynthesematerial. Manche dieser Implantate schließen die Untersuchung aus, andere sind ausdrücklich für das Magnetfeld zugelassen oder erfordern besondere Einstellungen – deshalb sollten Patienten ihren Implantatausweis mitbringen. Vor der Röhre abgelegt werden müssen außerdem Schmuck, Uhren, Hörgeräte, Zahnprothesen mit Metallanteilen sowie Karten mit Magnetstreifen. Auch Kosmetika und Pflaster können Metallpartikel enthalten.

Die enge Röhre und die lauten Klopfgeräusche sind für Menschen mit Klaustrophobie eine Belastung. Wer weiß, dass ihm enge Räume zu schaffen machen, sollte das vorher ansprechen; es gibt kürzere und weiter gebaute Geräte, und in Absprache mit dem Arzt kann ein beruhigendes Medikament gegeben werden, nach dem allerdings nicht selbst Auto gefahren werden darf. Hilfreich ist zu wissen, dass ein Rufknopf in der Hand liegt und über eine Gegensprechanlage jederzeit Kontakt zum Personal besteht.

Für das Kontrastmittel wird nach früheren Unverträglichkeitsreaktionen und nach der Nierenfunktion gefragt; häufig wird der Nierenwert im Blut bestimmt. Hintergrund ist, dass gadoliniumhaltige Mittel über die Nieren ausgeschieden werden. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion und bei Dialysepflicht wird ihre Anwendung deshalb sorgfältig abgewogen, weil in dieser Situation eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung des Bindegewebes beschrieben worden ist. Ein grundsätzliches Verbot folgt daraus nicht: Europäische Fachempfehlungen halten ausdrücklich fest, dass einem Patienten eine medizinisch gut begründete Untersuchung mit Kontrastmittel nicht vorenthalten werden soll – gefordert ist eine strenge Prüfung des Nutzens im Einzelfall und die Wahl eines Präparats mit geringem Risiko. Dass sich nach wiederholten Untersuchungen geringe Gadoliniumreste im Gewebe, auch im Gehirn, ablagern können, gilt inzwischen als nachgewiesen; ein daraus entstandener gesundheitlicher Schaden ist bislang jedoch nicht belegt. Die europäische Arzneimittelbehörde hat daraus Konsequenzen für einzelne ältere Präparate gezogen und deren Zulassung für die Gabe in die Vene ruhen lassen, während die für Gelenkuntersuchungen und die heute gebräuchlichen Mittel verfügbar blieben. In der Schwangerschaft wird gadoliniumhaltiges Kontrastmittel zurückhaltend eingesetzt und nur nach ausdrücklicher Abwägung gegeben; eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft gehört deshalb in jedem Fall zur Anmeldung.

Gegen die Punktion selbst sprechen eine Infektion der Haut über dem Gelenk, eine bereits bestehende Gelenkentzündung und eine ausgeprägte Störung der Blutgerinnung, etwa unter gerinnungshemmenden Medikamenten. Nüchtern sein müssen Patienten für eine MR-Arthrographie in der Regel nicht.

Nach der Untersuchung

Nach dem Herausfahren aus der Röhre wird die Einstichstelle mit einem Pflaster versorgt. Das Gelenk fühlt sich durch die eingebrachte Flüssigkeit häufig prall und leicht steif an; dieses Spannungsgefühl lässt nach, sobald die Gelenkinnenhaut die Flüssigkeit aufgenommen hat. Das untersuchte Gelenk sollte an diesem Tag geschont und nicht stark belastet werden. Wurde ein beruhigendes Medikament gegeben, darf am selben Tag kein Fahrzeug geführt werden.

Wichtiger als jede Vorsichtsmaßnahme ist das Erkennen von Warnzeichen. Nehmen Schmerz, Schwellung, Rötung und Überwärmung des Gelenks in den Tagen nach der Untersuchung zu, kommt Fieber hinzu oder lässt sich das Gelenk zunehmend schlechter bewegen, sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden, denn das kann auf eine Gelenkinfektion hinweisen. Sie ist selten, muss aber rasch behandelt werden.

Die Bilder werden von einem Facharzt für Radiologie befundet. Der schriftliche Befund geht an den überweisenden Arzt, der die Ergebnisse im Zusammenhang mit Beschwerden und körperlicher Untersuchung bespricht und über das weitere Vorgehen entscheidet.

Was der Befund bedeutet

Die MR-Arthrographie liefert Bilder, keine fertige Diagnose. Zeigt sich Kontrastmittel dort, wo es nicht hingehört – etwa jenseits einer Gelenklippe, durch eine Sehne hindurch oder in einem benachbarten Gelenkabschnitt –, spricht das für eine durchgehende Unterbrechung der betreffenden Struktur. Auch Form und Ausdehnung der Kapsel, freie Gelenkkörper, Knorpelschäden und knöcherne Veränderungen an den Gelenkrändern lassen sich beurteilen.

Aus einem auffälligen Bild folgt jedoch nicht zwingend eine Behandlung. Gerade an Schulter, Hüfte und Knie finden sich Veränderungen auch bei Menschen, die keinerlei Beschwerden haben; sie nehmen mit dem Lebensalter zu. Ob ein Befund die Beschwerden des Patienten tatsächlich erklärt, ergibt sich erst aus der Zusammenschau mit der Vorgeschichte und der Untersuchung des Gelenks. Umgekehrt schließt ein unauffälliger Befund eine Beschwerdeursache nicht sicher aus: Sehr feine Schäden, rein funktionelle Störungen und Beschwerden, die von außerhalb des Gelenks ausgehen, können der Darstellung entgehen.

Abgrenzung zu anderen Verfahren

Am Anfang der Gelenkabklärung steht in der Regel nicht die MR-Arthrographie. Zunächst werden Vorgeschichte und körperliche Untersuchung erhoben, häufig ergänzt durch eine Röntgenaufnahme, die knöcherne Veränderungen, Verschleiß und Fehlstellungen zeigt, und durch eine Ultraschalluntersuchung, die Sehnen, Weichteile und einen Gelenkerguss darstellt und die Beweglichkeit unter Sicht beurteilen lässt.

Reicht das nicht aus, folgt meist eine Magnetresonanztomographie ohne Kontrastmittel. Sie kommt ohne Punktion aus und beantwortet viele Fragen bereits ausreichend. Erst wenn sie unklar bleibt oder die Fragestellung feine Strukturen im Gelenkinneren betrifft, wird die Arthrographie ergänzt.

Steht die Beurteilung des Knochens im Vordergrund oder ist eine Magnetresonanztomographie nicht möglich, etwa wegen eines nicht MR-tauglichen Implantats, kann eine Computertomographie mit Gelenkfüllung durchgeführt werden. Sie ist allerdings mit Röntgenstrahlung verbunden und stellt Weichteile schlechter dar.

Von allen genannten Verfahren unterscheidet sich die Arthroskopie grundsätzlich: Bei ihr wird das Gelenk mit einer Kamera von innen betrachtet. Sie gilt als der zuverlässigste Blick auf viele Binnenstrukturen, ist aber ein operativer Eingriff mit Betäubung. Ihr Vorteil liegt darin, dass ein gefundener Schaden in derselben Sitzung behandelt werden kann. Die Bildgebung soll gerade helfen, eine Spiegelung nur dann anzusetzen, wenn sie voraussichtlich auch therapeutischen Nutzen bringt.

Kosten und Kostenübernahme

Die MR-Arthrographie ist eine ärztliche Leistung, die bei entsprechender medizinischer Fragestellung von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen getragen wird. Voraussetzung ist eine ärztliche Überweisung; bei gesetzlich Versicherten wird die Untersuchung in dafür zugelassenen radiologischen Einrichtungen erbracht. Wer privat versichert ist oder eine Untersuchung ohne medizinische Notwendigkeit wünscht, sollte die Kostenfrage vorab mit der Versicherung und der Praxis klären. Da für die Untersuchung zwei Leistungen zusammenkommen – die Gelenkpunktion mit Kontrastmittelgabe und die anschließende Bildgebung –, empfiehlt sich diese Klärung besonders.

Quellen

  • Reiser, M., Kuhn, F.-P., Debus, J.: Radiologie.
    ISBN: 9783131253248
  • Reiser, M., Kuhn, F.-P., Debus, J.: Duale Reihe Radiologie.
    ISBN: 9783132444621
  • Niethard, F. U., Biberthaler, P., Pfeil, J.: Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783132443136
  • Grifka, J., Kuster, M. (Hrsg.): Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783662716083
  • Reinhold, M., Eicker, S.-O., Schleicher, P. (Hrsg.): Checkliste Wirbelsäule.
    ISBN: 9783132444287

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