Muskelzucken (Faszikulation)

Muskelzucken, Muskelzittern, Faszikulation oder umgangsprachlich auch Muskelzuckungen treten in unterschiedlichen Stärken auf und können entweder deutlich sichtbare Bewegungen mit sich bringen oder auch optisch unbemerkt bleiben. Teilweise sind sie Symptome einer Krankheit; sie können aber auch selbst eine Krankheit darstellen. Eine differenzierte Diagnose ist daher bei häufig auftretendem Muskelzucken zwingend notwendig.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Muskelzucken?

Unter dem Begriff Muskelzucken verstehen Mediziner meist unwillkürliche Kontraktionen der Muskulatur. Davon können viele verschiedene Muskelgruppen betroffen sein.

Unter dem Begriff Muskelzucken verstehen Mediziner meist unwillkürliche Kontraktionen der Muskulatur. Davon können viele verschiedene Muskelgruppen betroffen sein, so unter anderem die Gesichtsmuskulatur oder auch die der Gliedmaßen.

Die Zuckungen können sowohl rhythmisch und regelmäßig als auch einmalig oder in unregelmäßigen Abständen stattfinden. Wie häufig und intensiv das Muskelzucken auftritt, hängt von der individuellen Ursache ab. Erzeugen die Kontraktionen deutlich sichtbare Bewegungen, sprechen Mediziner von Myoklonien; kommt es zu keiner tatsächlichen Bewegung, werden die Zuckungen Faszikulationen genannt.

Nicht immer muss Muskelzucken eine krankhafte Ursache haben. Die sogenannten Einschlafzuckungen der Gliedmaßen, die bei etwa 70% der Bevölkerung auftreten, gelten als medizinisch unbedenkliches Phänomen.

Ursachen

Muskelzucken kann unbedenkliche und natürliche Ursachen haben. So kann starker Stress oder ein seelisches Ungleichgewicht dafür sorgen, dass es zu vorübergehenden Zuckungen einzelner Muskelpartien kommt.

Unter Umständen kann den Muskelkontraktionen aber auch eine krankhafte Störung zugrunde liegen. Besonders neurologische Probleme können sich durch unwillkürliches Muskelzucken äußern. Auch Vergiftungen wie etwa durch Schwermetalle oder auch durch Alkohol bringen oftmals ein auffälliges Muskelzucken mit sich.

Epileptiker leiden nicht selten unter teils starken Muskelkontraktionen; allerdings hängt deren Auftreten immer von der genauen Art der Epilepsie ab. Unter Umständen kann einem übermäßigen Muskelzucken auch eine Entzündung des Gehirns zugrunde liegen. Um eine gefährliche Erkrankung auszuschließen, sollten häufig auftretende Muskelzuckungen medizinisch untersucht werden.

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Diagnose & Verlauf

Tritt auffällig häufiges und/oder starkes Muskelzucken auf, ist das Aufsuchen eines Arztes anzuraten. Mithilfe spezieller Untersuchungsmethoden können Fachärzte herausfinden, ob die Kontraktionen eine krankhafte Ursache haben und wo genau diese liegt.

In einem ausführlichen Gespräch werden zunächst Häufigkeit, Intensität und mögliche weitere Symptome besprochen. Anschließend erfolgt eine umfassende Untersuchung des Patienten. Kann auf diesem Wege kein Auslöser der Muskelzuckungen bestimmt werden, kann der Mediziner etwa ein EEG zum Messen der Gehirnaktivität oder auch ein EMG zur Messung der Muskelaktivität anordnen.

Auf diese Weise kann ermittelt werden, ob etwa eine Epilepsie vorliegt. Ebenfalls kann diagnostiziert werden, ob die Ursachen für das Muskelzucken nervlicher oder muskulärer Natur sind.

Komplikationen

Muskelzucken führt bei vielen Menschen zu einem inneren Stresserleben. In besonders schweren Fällen treten Angst und Panik ein, da der Organismus eine nicht steuerbare Handlung vornimmt, die zu einer Überforderung führt. Obwohl das Muskelzucken von Außenstehen in den meisten Fällen nicht wahrgenommen wird, glaubt der Betroffene, dass sein Gegenüber das Zucken wahrnimmt und er beobachtet wird.

Ein Gefühl der eigenen Schwäche stellt sich häufig ein. Insbesondere im Umgang mit Vorgesetzten steigt häufig das Stresserleben zusätzlich an. Unruhe, Hektik oder Nervosität setzen ein. In diesem Zustand erhöht sich die Fehlerquote bei dem Verrichten von Aufgaben. Vergesslichkeit tritt ein und der Blutdruck steigt an. Menschen mit einem Herz-Kreislauf-Problem können in schweren Fällen einen Herzinfarkt erleiden.

Das Muskelzucken ist ein Zeichen einer Mangelerscheinung im Organismus. Wird dem nicht ausreichend nachgegangen, treten weitere Beschwerden auf oder das Muskelzucken nimmt zu. Wird der betroffene Muskel durch einen Eingriff stillgelegt, können während des Eingriffs Schädigungen der Nerven eintreten.

Diese lösen Schmerzen aus oder bewirken ein Gefühl der Taubheit in der betroffenen Region. Weitere Muskelfasern können Verletzungen erleiden oder eine allergische Reaktion tritt durch dein Eingriff ein. Das Muskelzucken zieht eine sofortige Aufmerksamkeit des Betroffenen auf sich. Seine Gedanken beginnen zu kreisen und er ist abgelenkt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein gelegentliches Muskelzucken ist ganz natürlich und noch kein Grund einen Arzt aufzusuchen. Bei regelmäßigem Muskelzucken ist ein Arztbesuch hingegen unvermeidbar, um Erkrankungen ausschließen zu können. Geht das Muskelzucken mit Schmerzen einher, sollte der Arztbesuch nicht lange auf sich warten lassen, da eine eventuelle Nervenerkrankung der Auslöser sein könnte. Ein Neurologe sollte dann zu Rate gezogen werden.

Dieser wird zunächst herausfinden wollen, wie häufig und unter welchen Bedingungen ein Muskelzucken auftritt. Auch die Krankengeschichte wird für ihn von Belang sein. Vorerkrankungen, die mit einer Nervenverletzung einhergingen, sind für den Neurologen bei der Suche nach der Ursache von großer Bedeutung. Hierzu zählen beispielsweise Epilepsie oder andere Beschwerden wie eine brennende Muskulatur, schmerzhafte Muskeln oder Fieber. Doch nicht nur eine Nervenerkrankung kann hinter häufigem Muskelzucken stecken. Auch Medikamente können ein Auslöser für ein unerklärliches Muskelzucken sein. Um dies auszuschließen, wird der Neurologe eine genaue Datenaufnahme der Medikamente machen, die der Patient zu sich nimmt.

Behandlung & Therapie

Nach erfolgter Diagnose kann der behandelnde Facharzt eine entsprechende Therapie einleiten. Wurde zum Beispiel eine Epilepsie als Auslöser des Muskelzuckens erkannt, wird in den meisten Fällen eine medikamentöse Therapie eingeleitet, die ein Ausbrechen der Symptome verhindern soll. Auch eine Operation der betroffenen Hirnregion ist im Einzelfall möglich. Eine Gehirnentzündung muss dringend medikamentös behandelt werden, um einen lebensbedrohlichen Zustand zu vermeiden.

Unter Umständen kann die schwere Nervenerkrankung Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, von starkem Muskelzucken begleitet sein. Hier ist eine umfassende Behandlung inklusive Physiotherapie und Ergotherapie vonnöten, um die unheilbare Krankheit möglichst lange in einem erträglichen Rahmen zu halten. Stellt der Facharzt nach umfassender Untersuchung fest, dass dem Muskelzucken keine krankhaften Ursachen zugrunde liegen, kann unter anderem eine Veränderung der individuellen Lebensumstände empfohlen werden.

Das Reduzieren von Stressfaktoren und eine ausgewogene Ernährung können helfen, das Wohlbefinden zu Verbessern und Muskelzucken zu reduzieren. Wird das Muskelzucken von schmerzhaften Krämpfen begleitet, sollte zusätzlich auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr geachtet werden. Gegebenenfalls kann der Arzt entsprechende Präparate verordnen und hilfreiche Tipps geben.

Aussicht & Prognose

Die Aussichten beim Muskelzucken hängen stark von der Ausprägung des Symptoms selbst ab. In vielen Fällen wird das Leben des Patienten nur schwach durch das Muskelzucken beeinflusst. Allerdings kann ein starkes Muskelzucken bestimmte Tätigkeiten negativ beeinflussen, sodass die Lebensqualität durch das Symptom stark abnimmt. In der Regel sollte bei diesem Symptom immer ein Arzt aufgesucht werden, wenn es anhaltend besteht.

Durch das Muskelzucken leidet der Patient häufig an zusätzlichem Stress und an Panikattacken. Nicht selten kann die Krankheit von Außenstehenden nicht richtig eingeschätzt werden, da diese für sie wie eine körperliche oder geistige Behinderung erscheint. Dies kann vor allem bei Kindern zu Hänseleien und zu Mobbing führen. In diesen Fällen ist das Aufsuchen eines Psychologen notwendig.

Oft kommt es aufgrund des Muskelzuckens zu Unfällen oder zu Fehlern bei der Bedienung von Geräten, Maschinen oder Fahrzeugen. Die Muskeln selbst können sich für eine bestimmte Zeit taub anfühlen.

Die Behandlung erfolgt in den meisten Fällen durch eine Physiotherapie mit einer medikamentösen Unterstützung. Sie führt in meist zum Erfolg und kann auch Krämpfe und weitere Folgeschäden verhindern. Oft kann das Symptom schon durch die Zufuhr von Magnesium eingeschränkt werden und führt zu keinen weiteren Beschwerden oder Komplikationen.

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Vorbeugung

Da Muskelzucken ein Symptom vieler Krankheiten sein oder auch völlig natürlich auftreten kann, ist ein Vorbeugen im eigentlichen Sinne nicht möglich. Eine gesunde Lebensweise unterstützt aber selbstverständlich das Wohlbefinden und kann auch mögliche Erkrankungen verhindern. Werden auffällig häufige und/oder starke Muskelzuckungen festgestellt, die über einen längeren Zeitraum anhalten, sollte in jedem Fall möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden. Liegt tatsächlich eine Krankheit zugrunde, kann diese bei frühzeitiger Diagnose grundsätzlich besser behandelt werden.

Das können Sie selbst tun

Gegen gutartige Muskelzuckungen können vielerlei Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden ergriffen werden. Einer der häufigsten Ursachen ist ein Übermaß an Stress sowie psychische Erkrankungen. Hier gilt es schnellstmöglich einen Ausgleich zu schaffen um somit die Cortisol-Werte zu reduzieren.

Entspannungsübungen wie Autogenes Training sowie Yoga oder Qi Gong können helfen. Auch Spaziergänge, das Hören von sanfter Musik sowie Sportarten wie Schwimmen oder Laufen helfen Nerven und Muskulatur zu entspannen. Wer offen für alternative Heilmethoden ist, könnte ebenso eine Bachblütentherapie ausprobieren. Erhältlich sind spezielle Kombipräparate. Auch homöopathisch aufbereitete Pflanzenauszüge versprechen Unterstützung. Ebenso sollte das Schlafverhalten überprüft werden. Ein Mangel an Schlaf erzeugt dem Körper Stress und der Cortisol-Spiegel bleibt erhöht. Schlafrituale und eine angenehme Schlafatmosphäre helfen zur Ruhe zu finden und den wichtigen Nachtschlaf zu erhalten.

Sollte sich hinter den unkontrollierten Muskelzuckungen ein Magnesiummangel verbergen, kann auch rasch geholfen werden. Zum einen bieten Apotheken freiverkäuflich Kapseln oder Pulver als Nahrungsergänzungsmittel an - diese basieren auf gut resorbierbarem Magnesiumcitrat -, zum anderen können magnesiumreiche Nahrungsmittel in den Speiseplan eingebaut werden: hierzu zählen Spinat, Bohnen, Haferflocken und Nüsse. Auf sogenannte „Magnesiumräuber“ – wie Weißmehl – sollte verzichtet werden. Der Konsum von Alkohol oder Drogen kann ebenfalls neuronale Störungen hervorrufen. Ebenso kann sich ein Übermaß an Koffein nachteilig auswirken. Bei bestehenden Muskelzuckungen sollte auf diese Substanzen verzichtet werden.

Quellen

  • Grehl, H., Reinhardt, F.: Checkliste Neurologie. Thieme, Stuttgart 2008
  • Hacke, W.: Neurologie. Springer, Berlin 2010
  • Zierz, S.: Muskelerkrankungen. Thieme, Stuttgart 2014

Von Ärzten geprüft und nach hohen wissenschaftlichen Standards verfasst
Dieser Artikel wurde anhand medizinischer Fachliteratur, aktuellen Forschungsergebnissen und Studien erstellt und von einem Mediziner vor Veröffentlichung geprüft.

Autor

Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 22. September 2018

Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Michaela kommentierte am 15.05.2013

Bei mir zuckt seit 6 Jahren 24 Stunden am Tag die Wade. Ich bin total am Ende. Im Krankenhaus haben sie gesagt, dass ich mit der Faszikulation leben müsse. Jeder Tag ist so anstrengend. Ich habe kaum Lebensqualität, versuch es mir immer abzuklemmen. Es ist schlimm, dass man da nichts machen kann. Ich bin einfach nur traurig. Man hat mir schwere Medikamente, die ich für immer nehmen müsste, angeboten. Ich denke mal etwas für die Psychose! Ich bin 37 Jahre alt.

lotbscarl kommentierte am 29.07.2013

Meine Wadenmuskeln (beide Beine), manchmal auch einige Fußmuskeln zucken schon seit Jahren (15+). Ich spüre
nie etwas, und habe auch keine Symptome. Ich bin Rentner, über 70, und meine Frau und ich gehen (ca 4,5 kmh) zwischen 1,5 und 3,0 Stunden mindestens 5 mal die Woche. Wir machen das schon seit ca. 30 Jahren. Ich habe etwa 8 kg Übergewicht, nehme seit etwa 6 Jahren blutdruck- und cholesterinsenkende Medikamente, und habe keinen Stress (zumindest empfinde ich keinen Stress). Ich bin mit dieser Sache nie beim Arzt gewesen. Lebe ich gefährlich?

Flockenführer kommentierte am 17.08.2013

Nach 6 OPs innerhalb von 2 Jahren, wobei eine Narbe 4 x ganz aufgeschnitten wurde, ist wohl bei mir ein Nerv beschädigt. Vor allem nachts treten dort immer Zuckungen auf. Ich werde gerde auf starke Medis eingestellt und hoffe, dass diese bald wirken, denn z.Z. bin ich fast nur bettlägerig. Das Ganze ist nach einer missglückten bzw. verpfuschten Hüft TEP im Jahr 2010 geschehen.

jeanharlow78 kommentierte am 04.02.2014

Hallo, ich hatte jahrelang ein schlimmes Augenzucken unter dem rechten Auge. Ich rannte von Arzt zu Arzt, aber keiner konnte mir helfen. Im Internet las ich, dass Botox da helfen kann. Jetzt lasse ich mich alle drei Monate spritzen. Manchmal muss man sich einfach selbst helfen. Leider hatte ich in letzter Zeit viel Stress und habe nun am anderen Auge Lidflackern und Augenzucken. Magnesium nehme ich schon ein, das hilft aber nicht besonders.

Piper kommentierte am 16.05.2014

Vor 25 Jahren wurde festgestellt, dass meine Beinmuskulatur 24 Stunden am Tag arbeitet. Ich wurde zweimal untersucht. Man sagte mir, dass meine Krankheit sehr selten sei und ich damit rechnen müsste, mit 60 Jahren einen Gehstock zu brauchen. Ich bin jetzt 55 und sehr unsicher auf den Beinen. Auch kann ich keine weiteren Strecken mehr gehen, geschweige denn schnell laufen. Für die Arbeit bin ich täglich etwa 12 Stunden auf den Beinen. Ich muss mich ständig abstützen und jeder Gang und langes Stehen sind eine Qual. Ich würde gerne einen Rentenantrag stellen. Hat jemand Erfahrungen mit der Krankheit? Lässt man mich damit überhaupt in Rente?

Ute kommentierte am 08.09.2014

Ich habe nun schon seit Jahren Krämpfe und renne ständig zum Arzt. Die Krämpfe sind nicht nur in den Waden, sondern auch in den Oberschenkeln, dem Bauch, dem Po, den Armen, Händen und sogar im Gesicht. Mir wurde nur immer wieder gesagt, mir fehle Magnesium, Calcium oder ich solle salzhaltiger essen. Irgendwann reicht es doch auch. Mittlerweile kann ich nachts nicht mehr schlafen, denn sobald ich zur Ruhe komme, beginnen die Muskeln zu zucken. Es zieht bis in den Rücken hoch und wird nach einer Weile echt schmerzhaft. Es folgen schmerzhafte Krämpfe. Meine Beine tun mir ständig weh. Heute Morgen filmte ich das Muskelzucken mit meinem Handy, ich bin gespannt, was mein Arzt heute Nachmittag dazu sagt. Alles was ich bisher von ihm nehmen sollte, half nicht die Bohne. Ich fahre viel Fahrrad und gehe täglich ein bis zwei Stunden stramm spazieren. Lange Sitzen kann ich eh nicht, weil meine Beine dann noch mehr schmerzen.

Justine kommentierte am 12.10.2014

Seit ich 14 Jahre alt bin, bekomme ich im Liegen Beinzucken. Ich habe mir zuvor nie Gedanken darüber gemacht, bis jetzt. Ich werde mit meinem Vater mal reden. Ich bin fast 16, aber ich habe Angst, dass er mich nicht ernst nehmen wird.

Rico kommentierte am 20.10.2014

Ungefähr vor 1-2 Monaten hat es angefangen in den Beinen zu zittern und nach und nach auch in den Armen und Fingern. Ich weiß nicht ob, sas jetzt was Schlimmes ist oder nicht. Kann mir jemand weiterhelfen?

tom kommentierte am 28.10.2014

Ich leide seit einigen Jahren an den Zuckungen. Als erstes fing es in den Beinen an. In den letzten 2 Jahren wurden die Zuckungen so schlimm, dass ich sie auf beide Beine bekam, 24 Stunden lang. Später kamen auch noch massive Krämpfe dazu. Nach einigen Untersuchungen wurde bei mir schweres RLS und Faszikulations Myalgie Syndrom (Zuckungen) festgestellt. Als erstes wurde bei mir die unruhigen Beine (RLS) behandelt. Bei meinen massiven Zuckungen in den Beinen wurde einiges versucht. Behandlung von Magnesium, Plasmapherese, usw.
Keine Behandlung hat bis jetzt etwas gebracht. Meine Beschwerden sind nicht besser geworden im Gegenteil. Mittlerweile haben sich die Zuckungen schon am ganzen Körper ausgebreitet. Beine, Arme, Schulter, Außenglieder. Dasselbe mit den Krämpfen, Wadenkrämpfe, Magenkrämpfe, usw. Meine Beine sind schon so schwach, dass ich auf ein Rollstuhl angewiesen bin. Die Ärzte im Krankenhaus sagen, dass diese Krankheit so selten ist und auf diesen Gebiet nicht geforscht wird.
Ich habe jetzt auf Facebook für Betroffene eine Seite eingerichtet zum gegenseitigen Austausch, vielleicht kann man sich gegenseitig einige Tipps geben. https://www.facebook.com/groups/1497396653877462/

lina ida kommentierte am 15.03.2015

Ich habe sporadisch, eher selten als oft, Muskelzuckungen bzw. Muskelkontraktionen im linken Unterschenkel und im Fuß ca. 30 bis 60 Sekunden anhaltend, danach 5 bis 10 Minuten eine Muskelschwäche im linken Unterschenkel und dann ist alles wieder vorbei. Was ist der Grund, was kann ich tun? Ich trinke keinen Alkohol, hin und wieder ein kleines Glas Rotwein und ich bin Nichtraucher.

shrug kommentierte am 21.05.2015

Ich bin 54, männlich. Seit vielen Jahren habe ich die Bewegungen, Zuckungen, 24 Std. am Tag in beiden Waden. Gestört hat mich das nie, eher belustigt, als ob sich Lebewesen in den Waden befänden. Seit einigen Monaten hat sich ein Druck- und leichtes Schmerzgefühl eingestellt, dass am Tag nicht stört aber wenn ich zur Ruhe komme, sprich ins Bett gehe, unangenehm ist. Der erste Besuch bei einem Neurologen war unbefriedigend. Diagnose: Restless-Legs-Syndrom. Als Therapie "Hammertabletten". Meiner Frau und mir behagte das gar nicht. Meine Frau sprach ihre Ärztin bei einem Besuch daraufhin an, die sich entsetzt über die Diagnose des Kollegen äußerte. Nach der Schilderung meiner Frau kam sie, ohne mich gesehen zu haben, zu der Ferndiagnose: Myoklonien. Mit diesem Wissen ab zum Hausarzt, der sich meine Waden ansah und staunte und mir sofort eine Überweisung zu einem anderen Neurologen ausstellte und nächste Woche Blut zur Analyse abnehmen will. Untersucht werden soll auf Kalzium, Magnesium und Eisen. Der Termin bei dem zweiten Neurologen ist bereits nächste Woche. Mal sehen was dabei heraus kommt.

Podbevsek kommentierte am 04.07.2015

Ich habe an beiden Waden Muskelzuckungen und das 24 Stunden, seit 3 Jahren. Ich mache viel Sport, habe aber dabei keine Einschränkung. Es ist auch nicht schmerzhaft. Im Krankenhaus Bogenhausen konnte keine Ursache festgestellt werden.

Tiger-Mom kommentierte am 07.09.2015

Mein Schützling hat vor zwei Jahren einen Erstickungsanfall erlitten und leidet seither an diesen Zuckungen, da dabei eine Hirnregion beschädigt wurde. Weiß jemand, ob diese Zuckungen irgendwann wieder aufhören? Es betrifft die ganze rechte Körperhälfte. Kann man irgendwelche Medikamente einsetzen?

LoLaRennt kommentierte am 20.11.2015

Ich möchte ergänzen, dass neben ALS dutzende andere Muskel- und Nervenerkrankungen, die nicht Lebenszeit limitierend sind, zu Muskelzucken führen können. So können schon Probleme mit den Bandscheiben zu Muskelzucken führen.

MaxMustermann kommentierte am 08.12.2015

Ich habe seit fünf Tagen schwache, und am Anfang etwas stärkere, Muskelzuckungen. Diese treten in den Beinen, Oberarmen, Brustmuskeln und manchmal am Auge auf. Meine Eltern meinten, ich hatte als kleines Kind ca. zwei bis drei epileptische Anfälle. Allerdings war ich das letzte Mal mit ca. 12 Jahren beim Arzt und habe mein Gehirn durchchecken lassen. Da war noch alles ok und ich hatte auch bis jetzt keine Beschwerden oder Sonstiges. Ich bin jetzt 16 Jahre und ich bin ansonsten gesund. Ich hoffe, jemand kann mir vorschlagen was ich tun soll.

Philippe kommentierte am 25.08.2016

Das sind Durchblutungsstörungen bei mir. Ich hatte das auch sehr stark am ganzen Körper. Seitdem ich täglich Franzbranntwein mit Kampfer einreibe sind diese
Zuckungen fast nicht mehr da. Je mehr ich davon einreibe, desto weniger habe ich diese Zuckungen. Reibe den Kopf ein, wie ein Shampoo. Reibe den Nacken ein, die Arme, Beine, Hände, Füße, also den ganzen Körper damit einreiben.