Wechseljahre
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 31. August 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Wechseljahre oder medizinisch auch Klimakterium sind eine natürliche Geschlechtsphase im höheren Alter einer jeden Frau. Die Wechseljahre sind trotz typischer Beschwerden und Symptome, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, keine Krankheit. Ausgelöst werden die Wechseljahre durch starke Veränderungen des Hormonhaushaltes; in deren Folge bleibt schließlich die Regelblutung aus (Menopause).
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Was sind Wechseljahre?
Wechseljahre oder medizinisch das Klimakterium ist eine Übergangsphase am Ende der Geschlechtsreife bei Frauen im höheren Alter. Zumeist setzt sie einige Jahre vor der letzten Menstruation bzw. Regelblutung (Menopause) ein. Häufig treten die Wechseljahre etwa vom 45. bis zum 60. Lebensjahr auf.
Die Wechseljahre selbst lassen sich medizinisch in vier verschiedene Phasen untergliedern.
1. Prämenopause: Dies ist der Zeitraum von ca. zwei bis sieben Jahren vor der eigentlichen Menopause. Es kommt hierbei zu unregelmäßigen Regelblutungen, welche häufig schon von leichten Begleitbeschwerden gekennzeichnet sind.
2. Menopause: Als Menopause bezeichnet man die letzte Regelblutung in der geschlechtsreifen Zeit einer Frau. Danach lösen die Eierstöcke keine Menstruationsblutung mehr aus. Diese Phase setzt statistisch bei Frauen im 51. Lebensjahr ein.
3. Postmenopause: Wie der Name selbst schon ausdrückt, tritt diese Phase nach der Menopause ein. Als Lebensabschnitt reicht sie bis etwa zum 70. Lebensjahr, mit dem das Senium (das Greisenalter) beginnt; zur eigentlichen hormonellen Umstellungsphase zählen allerdings nur ihre ersten Jahre.
4. Perimenopause: Um die Menopause herum, also am Ende der Prämenopause und zu Beginn der Postmenopause, liegt eine Unterphase, die Perimenopause, die zumeist das 49. bis 53. Lebensjahr umfasst.
Fasst man die Prämenopause, die Menopause und die ersten Jahre der Postmenopause zusammen, ziehen sich die Wechseljahre über etwa zehn bis 15 Jahre hin. Dabei treten starke hormonelle Veränderungen auf, die für Beschwerden bzw. Begleit-Symptome verantwortlich sind. Zu den typischen Anzeichen der Wechseljahre gehören zu ca. 70% Hitzewallungen, über 50% Schweißausbrüche und etwa 40% Schwindelanfälle. Ebenso kann ein erhöhter Blutdruck vorkommen.
Dennoch gibt es auch viele Frauen, die gänzlich von Beschwerden befreit sind und ihre Wechseljahre nicht körperlich oder psychisch bemerken.
Ursachen
Nach der letzten Menstruationsblutung, welche auch als Menopause bekannt ist, tritt auch eine Veränderung des Hormonhaushaltes durch das Gehirn ein. Hierbei produziert das Gehirn vermehrt follikelstimulierende Hormone, die zu den Gonadotropinen zählen. Da die durch die Eierstöcke gebildeten Östrogene immer weniger im Körper vorhanden sind, das Gehirn als Ausgleich aber oben bezeichnete neue Hormone bildet, kommt es zunächst zu starken Beschwerden (Müdigkeit, Herzrasen, Hitzewallungen) während der Wechseljahre, bis sich der Körper an den niedrigeren Östrogenspiegel gewöhnt hat.
Symptome, Beschwerden & Anzeichen
In den Wechseljahren haben viele Frauen mit unterschiedlichsten Beschwerden zu kämpfen. So treten plötzlich Hitzewallungen auf, die sich vom Gesicht aus über den Hals und den Oberkörper ausbreiten. Darüber hinaus klagen einige auch über trockene Schleimhäute im Genitalbereich, wodurch verstärkt Infektionen beziehungsweise Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten können.
Aufgrund von Hormonschwankungen kann es außerdem zu Nervosität, innerer Unruhe, Antriebslosigkeit beziehungsweise depressiven Verstimmungen kommen. Des Weiteren verändert sich der Zyklus, das heißt, die Monatsblutungen verlängern oder verkürzen sich, manche Betroffene haben auch eine stärkere Blutung als zuvor.
Da im mittleren Lebensalter auch der Kalorienbedarf sinkt, kann eine Gewichtszunahme auftreten. Hier helfen viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Auch hormonabhängige Brustschmerzen sind ein Symptom der Wechseljahre. Dazu zählt das Brustspannen, das sich ein- oder beidseitig bemerkbar machen kann, ziehende oder stechende Schmerzen in der Brust beziehungsweise eine gesteigerte Berührungsempfindlichkeit.
Auch Blasenprobleme sind in den Wechseljahren keine Seltenheit, da Harnröhre und Blase an Elastizität verlieren, wodurch der Blasenverschluss erschwert sein kann. Darüber hinaus verändert sich im mittleren Alter auch die Haut, die Haare beginnen auszufallen und die Nägel werden brüchiger. Ein weiteres mögliches Symptom ist eine Verzögerung im Wundheilungsprozess, sodass Hautverletzungen oft länger brauchen, um abzuheilen.
Krankheitsverlauf
Der Verlauf der Wechseljahre kann von Frau zu Frau recht unterschiedlich stark ausfallen. Es treten dabei vor allem starke Unterschiede sowohl im Zeitraum als auch in der Intensität der Beschwerden auf. Wie bereits angemerkt, vollziehen sich die Wechseljahre etwa zwischen dem 45. und dem 60. Lebensjahr.
Kommt es zu keiner Behandlung durch einen Frauenarzt, verringern sich die Symptome der Wechseljahre oft erst nach mehreren Jahren. Lange ging man davon aus, dass Hitzewallungen nach ein bis zwei Jahren von selbst abklingen. Nach heutigem Kenntnisstand halten sie bei Frauen, die häufig darunter leiden, im Mittel rund sieben Jahre an; beginnen sie früh, oft noch deutlich länger. Bei starken Beschwerden kann daher eine ärztliche Behandlung angestrebt werden, die mit Hilfe von Hormonpräparaten zahlreiche Beschwerden lindern kann. Typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Scheidentrockenheit lassen sich hierbei gut behandeln. Beschwerden wie Übelkeit, Krämpfe oder Magenschmerzen gehören dagegen nicht zu den Wechseljahresbeschwerden und bessern sich durch eine Hormontherapie nicht; sie sollten gesondert abgeklärt werden.
Komplikationen können bei unbehandelten Wechseljahren in Form von Knochenschwund (Osteoporose) vorkommen. Vorbeugen lässt sich dem vor allem durch Bewegung sowie durch ausreichend Kalzium und Vitamin D; eine Hormontherapie allein zur Vorbeugung des Knochenschwunds wird heute nicht mehr empfohlen.
Komplikationen
Während der Wechseljahre steigt das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen, Typ-2-Diabetes (früher Altersdiabetes), Osteoporose und Brustkrebs an. Aufgrund des Östrogenmangels kann es außerdem dazu kommen, dass bestimmte biochemische Mechanismen der Informationsübertragung nicht mehr ideal funktionieren. Das kann sich als Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen und eingeschränkte Merkfähigkeit bemerkbar machen. Nach heutigem Kenntnisstand bilden sich diese Beschwerden bei den meisten Frauen nach den Wechseljahren wieder zurück.
Ein sinkender Östrogenspiegel führt außerdem dazu, dass bestimmte Botenstoffe nicht mehr ausreichend produziert werden. Dadurch kommt es zu Stimmungsschwankungen, Unruhe, Nervosität und Reizbarkeit. Manche Frauen entwickeln in dieser Phase eine Depression und andere seelische Leiden. Begleitend dazu treten meist auch Schlafstörungen auf.
Auf lange Sicht führt dies zu Erschöpfungszuständen, und auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Eine typische Komplikation während der Wechseljahre sind Hitzewallungen, die ein starkes Unwohlsein auslösen und gelegentlich zu Panikattacken führen. Zuletzt kann es während der Wechseljahre auch zu Sexualstörungen kommen.
Dadurch nehmen die psychischen Beschwerden meist noch zu und es kommt zu einem zunehmenden Unwohlsein. Bei der Behandlung von Wechseljahres-Beschwerden können ebenfalls Komplikationen auftreten – etwa in Form von Nebenwirkungen bedingt durch die Hormontherapie oder die Begleiterscheinungen von Schmerz- und Beruhigungsmitteln.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Die Wechseljahre sind ein langer Prozess, der bei manchen Frauen Beschwerden hervorruft. Ärztliche Unterstützung ist nötig, wenn Komplikationen auftreten oder die Wechseljahresbeschwerden zu stark werden. Frauen, bei denen die Menopause ungewöhnlich früh eintritt, informieren ihren Gynäkologen. Ein frühzeitig absinkender Östrogenspiegel kann verschiedene Erkrankungen begünstigen. Dazu zählen Osteoporose und Arthritis. Gegebenenfalls muss der Arzt zusätzliche Hormone verschreiben. Setzen die Wechseljahre bereits vor dem 40. Lebensjahr ein, spricht man von einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz. Betroffenen Frauen wird in der Regel eine Hormonbehandlung bis etwa zum 50. Lebensjahr empfohlen, weil ihnen sonst Schäden an Knochen und Gefäßen drohen; hier fällt die Abwägung deutlich anders aus als bei Frauen, die zur üblichen Zeit in die Wechseljahre kommen.
Sollten plötzlich wieder Blutungen auftreten, ist ebenfalls ein Arztbesuch angeraten. Der Mediziner muss abklären, ob die Gebärmutter gesund ist. In Einzelfällen bildet sich in dem Organ zu viel Schleimhaut, wodurch Schmerzen und Blutungen auftreten können. Mindestens einmal im Jahr sollte ein Routinecheck beim Frauenarzt durchgeführt werden. Mit steigendem Alter sollten zusätzliche Termine vereinbart werden, insbesondere wenn die Wechseljahresbeschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben.
Eine Knochendichtemessung ist nicht für jede Frau ab einem bestimmten Alter sinnvoll. Sie wird empfohlen, wenn Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen – etwa Knochenbrüche nach geringem Anlass, eine längere Kortisonbehandlung, starkes Untergewicht oder Osteoporose in der Familie – sowie im höheren Lebensalter. Die Werte sind ein Indikator für Osteoporose und andere Erkrankungen, die im Zusammenhang mit den Wechseljahren auftreten können. Bei einigen Frauen handelt es sich um chronische Symptome, die dauerhaft von einem Arzt überprüft werden müssen. Bei starken Beschwerden kann der Frauenarzt die Patientin an eine Spezialsprechstunde oder eine Fachklinik überweisen.
Behandlung & Therapie
Eine Behandlung der Wechseljahre ist nicht immer zwangsläufig notwendig, da viele Frauen gar keine oder nur geringe Beschwerden aufweisen. Weiterhin sind die Wechseljahre auch nicht per se eine Krankheit, sondern ein natürlicher Lebensprozess. Dennoch kann es nicht schaden, sich ärztlich untersuchen zu lassen, um potentielle Komplikationen zu verhindern.
Frauen, die jedoch an starken Beschwerden während der Wechseljahre leiden, sollten unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen, um ihre Symptome zu lindern. Wie bereits angemerkt, werden die Beschwerden durch einen Mangel des Hormons Östrogen verursacht. Es wird daher die sogenannte Hormontherapie in der ärztlichen Behandlung eingesetzt. Ziel dieser Therapie ist es, bereits zu Beginn der einsetzenden Wechseljahre Hormonstörungen auszugleichen (Hormonersatztherapie) und Beschwerden zu lindern. Ein bestehender Knochenschwund (Osteoporose) wird dabei mitbehandelt, er ist aber für sich genommen kein Grund für eine Hormontherapie; dafür stehen andere Medikamente zur Verfügung.
Durch die Hormontherapie werden vor allem die starken Beschwerden wie Schweißausbrüche und Hitzewallungen gut therapiert. Trotz dieser Möglichkeiten sollen Risiken und Nebenwirkungen dieser Hormonbehandlungen nicht unerwähnt bleiben.
Dazu zählen ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, oder einen Schlaganfall bzw. Herzinfarkt zu bekommen. Es bleibt also durch den Arzt und die Patientin abzuwägen, ob sich eine Behandlung lohnt oder eher nicht.
Nach der Veröffentlichung der amerikanischen WHI-Studie im Jahr 2002 wurde von einer Hormontherapie zunächst weitgehend abgeraten. Nach heutigem Kenntnisstand fällt die Abwägung differenzierter aus: Beginnt die Behandlung innerhalb der ersten zehn Jahre nach der Menopause und vor dem 60. Lebensjahr, überwiegt bei starken Beschwerden meist der Nutzen. Entscheidend sind außerdem die Dauer der Behandlung und die Art des Präparats – Östrogen über die Haut, als Gel oder Pflaster, belastet die Gefäße weniger als Tabletten, und Frauen ohne Gebärmutter benötigen kein zusätzliches Gestagen. Gegen Scheidentrockenheit genügt häufig eine örtliche Östrogenbehandlung, die diese Risiken nicht mit sich bringt.
In eher seltenen Fällen kommt es auch während der Wechseljahre zu Störungen der letzten Regelblutungen. Hierbei kann gegebenenfalls eine Operation notwendig werden, bei der die Gebärmutter entfernt werden muss. Lange Zeit wurde dazu rasch geraten. Heute wird zunächst die Ursache der Blutung abgeklärt; danach kommen zuerst Medikamente, eine Hormonspirale oder eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut in Betracht, und erst wenn diese nicht helfen, die Operation.
Als natürliche und pflanzliche Mittel gegen die Wechseljahre hat sich die Trauben-Silberkerze bewährt, die eine Linderung der Beschwerden herbeiführen kann. Lange nahm man an, dass sie wie ein pflanzliches Östrogen wirkt; das gilt heute als widerlegt, ihr Wirkmechanismus ist ungeklärt. In seltenen Fällen wurden unter der Einnahme Leberschäden beobachtet, weshalb die Anwendung mit dem Arzt abgesprochen werden sollte. Ebenso hilft viel Bewegung und Sport sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin D gegen zahlreiche Wechseljahrsbeschwerden.
Vorbeugung
Den Wechseljahren bei Frauen kann im Grunde nicht vorgebeugt werden, da sie ein natürlicher Prozess im Leben darstellen. Dennoch können die Beschwerden, die mit den Wechseljahren einhergehen können gelindert bzw. vorgebeugt werden. Dazu gehören eine rechtzeitige Untersuchung und Behandlung durch einen Frauenarzt, viel Sport und Bewegung während des ganzen Lebens und eine gesunde und vitaminreiche Ernährung mit ausreichend Kalzium.
Auch sollte auf ausreichend Schlaf, wenig Stress, Alkohol- und Rauchverzicht geachtet werden. Moorbäder, Sauna und Kältetherapien können ebenso unterstützend wirken.
Nachsorge
Die Fruchtbarkeit der Frau sinkt sukzessive mit dem Alter - dies auf natürliche Weise. Auch nach der letzten Regelblutung ist eine Schwangerschaft allerdings noch eine Zeit lang möglich. Begonnene Verhütungsmaßnahmen sollten deshalb fortgeführt werden - bei Frauen über 50 noch ein Jahr, bei jüngeren Frauen noch zwei Jahre nach der letzten Regelblutung. Bei Depressionen während der Wechseljahre können verschiedene Antidepressiva zum Einsatz kommen.
Bei gleichzeitigem Vorliegen von Schlafstörungen können diese mit einem geeigneten Antidepressivum gleichfalls behandelt werden. Postmenopausale Frauen besitzen durch den niedrigeren Östrogenspiegel ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Die reduzierte Knochendichte führt nicht selten zu Knochenbrüchen - selbst bei harmlosen Stürzen.
Deshalb sollten vor allem Frauen nach der Menopause ausreichend Vitamin D sowie Kalzium zuführen und sich in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. Darüber hinaus ist nach der Menopause auch von einem steigenden Risiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkte und Schlaganfälle) auszugehen. Um dieses Risiko weitgehend zu minimieren, sollte der Fokus auf eine ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung gelegt werden.
Auf diese Weise lassen sich die Blutfette in einem guten Gleichgewicht halten. Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Bluthochdruck sowie ein bestehender Diabetes mellitus sollten optimal eingestellt werden. Auch in der Postmenopause sollten regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt obligatorisch sein; hierzu zählen sowohl PAP-Abstrich als auch Mammographie. Lange Zeit wurde der PAP-Abstrich jährlich angeboten. Seit 2020 erhalten Frauen ab 35 Jahren stattdessen alle drei Jahre eine kombinierte Untersuchung aus PAP-Abstrich und HPV-Test. Zur Mammographie werden Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre eingeladen.
Das können Sie selbst tun
Im Zuge der Wechseljahre treten bei einigen Frauen Beschwerden auf, die den Alltag der Betroffenen stark beeinflussen können. Neben der ärztlichen Behandlung durch Hormonpräparate oder andere medizinische Methoden können die Symptome durch bestimmte Maßnahmen zur Selbsthilfe gelindert werden.
Grundsätzlich können die betroffenen Frauen dazu in speziellen Selbsthilfegruppen oder Internetforen Hilfe und Informationen erhalten und sich mit anderen Betroffenen austauschen. Sport und Bewegung können in den meisten Fällen zu einer Linderung der Symptome führen. Empfehlenswert ist vor allem das Erlernen von bestimmten Entspannungstechniken wie autogenem Training oder Yoga. Dadurch verbessert sich etwa die Schlafqualität der Betroffenen deutlich. Kneippgüsse helfen bei Schweißausbrüchen und Hitzewallungen in den Wechseljahren.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ernährung. Diese sollte idealerweise vitaminreich und fettarm sein. Von besonderer Bedeutung sind in den Wechseljahren die ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, welche auch in Form von Kapseln eingenommen werden können. Abzuraten ist hingegen von Diäten und Hungerkuren in den Wechseljahren, da durch diese das Osteoporose-Risiko erhöht wird. Gegebenenfalls empfiehlt es sich zudem, mit dem Rauchen aufzuhören.
Für viele Frauen stellen die Wechseljahre eine große psychische Belastung dar. Daher sollte zusätzlicher Stress unbedingt reduziert werden. Erholsam hingegen können sich Kurzreisen oder Kuraufenthalte auswirken.
Quellen
- Strowitzki, T., Ortmann, O. (Hrsg.): Klinische Endokrinologie für Frauenärzte.
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- Weyerstahl, T., Stauber, M.: Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe.
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- Janni, W., Hancke, K., Fehm, T., Scholz, C. (Hrsg.): Facharztwissen Gynäkologie.
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- Kaufmann, M., Costa, S. D., Scharl, A. (Hrsg.): Die Gynäkologie.
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- Kiechle, M. (Hrsg.): Gynäkologie und Geburtshilfe.
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