Hitzewallungen


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 21. September 2018
Kategorie: Symptome

Hitzewallungen sind zumeist spontan auftretende Anfälle von starken Hitzegefühlen bzw. Wärmewellen, die den Körper erfassen, obwohl die Außentemperatur unverändert ist. Hitzewallungen kommen zumeist bei Frauen in den Wechseljahren vor. Jedoch leiden auch manche reifere Männer unter diesem Symptom. Hitzewallungen werden häufig von Schweißausbrüchen begleitet.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hitzewallungen?

Hitzewallungen kommen am häufigsten während der weiblichen Wechseljahre vor. Die betroffenen Frauen spüren unangenehme Hitze und die Haut rötet sich.

Hitzewallungen kommen am häufigsten während der weiblichen Wechseljahre vor. Nicht alle Frauen leiden darunter. Warum manche Frauen während der Wechseljahre überhaupt keine Hitzewallungen haben, ist nicht geklärt. Eine gute Nachricht gibt es jedoch: Man kann so einiges gegen sie tun.

Meist spüren die betroffenen Frauen Hitzewallungen zuerst im Brustbereich. Sie spüren unangenehme Hitze und die Haut rötet sich. Von der Brust steigt die Hitze hoch in den Hals, Nacken, den Kopf und anschließend verteilt sie sich über den gesamten Körper.

Das Herz schlägt schneller als sonst. Zusammen mit der Hitzewallung neigen die betroffenen Frauen zu Reizbarkeit und sind besonders empfindlich. Weitere Symptome sind Schweißausbrüche. Im Anschluss an die "fliegende Hitze", wie die Hitzewallungen auch genannt werden, wird der Betroffenen kalt oder es kommt sogar zu Schüttelfrost.

Besonders abends oder nachts treten Hitzewallungen auf. Entweder reißen Hitzewallungen die Betroffenen aus dem Schlaf und lässt sie nicht wieder einschlafen oder morgens ist das ganze Nachthemd inklusive Bettwäsche durchgeschwitzt.

Ursachen

Woher kommen nun die Hitzewallungen? Während der Wechseljahre schwankt der Hormonspiegel stark. Dies führt unter anderem dazu, dass das Zentrum im Gehirn, dass für die Temperatursteuerung zuständig ist, nicht richtig ausgeglichen ist. Es spielt besonders dann verrückt, wenn der Östrogen-Spiegel plötzlich abfällt. Die Betroffene nimmt eine scheinbare Überhitzung wahr und das Blut im Körper wird in die Haut gepresst, um es abzukühlen.

Auch durch einen Schweißausbruch soll die Temperatur des Körper herabgesetzt werden. Deswegen frieren Betroffene auch nach der Hitzewallung. So eine Hitzewallung dauert meist eine Minute, manchmal auch bis zu fünf und in seltenen Fällen dauert es auch eine halbe Stunde. In welcher Frequenz Hitzewallungen auftreten, ist ebenfalls von Frau zu Frau verschieden, zwischen ein paar mal in der Woche bis zu ein paar Mal in der Stunde. Das ansteigende Herzklopfen während der Hitzeattacke kommt vom Stresshormon Adrenalin. Es wird ebenfalls ausgeschüttet, um den Körper abzukühlen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Krankheiten mit diesem Symptom

Komplikationen

Hitzewallungen sind ein häufiges Symptom bei Frauen, wenn sie in ihre Wechseljahre eintreten (Klimakterium). Der Körper tritt in einen Umschwung der Hormone ein und muss sich erst in einigen Jahren an den Östrogen- und Progesteronmangel gewöhnen. Das Herz rast in dem Moment und die Blutgefäße sind weit offen, so dass der Kopf rot anläuft. Zudem kommt es zur starken Schweißbildung.

An sich ist die Hormonumstellung ein natürlicher Prozess und tritt bei jeder Frau ab dem 40. bis 50. Lebensjahr ein und dementsprechend hat dies keine weiteren schwerwiegenden Folgen, da es sich nur um ein kurzzeitiges Symptom handelt. Jedoch treten die Hitzewallungen vor allem im Schlaf auf, so dass es zum Schlafmangel kommen kann. Auch ist die starke Schweißproduktion, die dabei entsteht, meist eine große psychische Belastung für die Betroffenen.

Hitzewallungen können aber auch im Rahmen anderer Erkrankungen auftreten. Deswegen sollten diese, wenn sie unabhängig der Wechseljahre auftreten, vom Arzt abgeklärt werden. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann ebenfalls Ursache der Hitzewallungen sein. Zu viele Schilddrüsenhormone können zur thyreotoxischen Krise führen, die neben Schwindel und Benommenheit bis zum Koma und Tode führen kann. Auch ein Diabetes kann Hitzewallungen verursachen. Unbehandelt kann ein Diabetes zu verschiedenen Komplikationen wie Erblindung, Sensibilitätsstörungen oder Nierenversagen führen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Sind Hitzewallungen auf einen erhöhten Konsum von Kaffee, Tee, Nikotin, Alkohol oder bestimmte Gewürze zurückzuführen, sind diese zumeist harmlos und können leicht durch einen Verzicht auf diese Genussmittel vermieden werden. Schubweise Hitzewallungen sind oftmals durch Wechseljahre bedingt und gehen in aller Regel lediglich mit mäßigen Beschwerden einher, die keine ärztliche Behandlung erfordern.

Von schubartigen Hitzewallungen sind nicht nur Frauen nach Ausbleiben ihrer Menstruation betroffen. Auch bei Männern können aufgrund eines Abfalls des männlichen Geschlechtshormons (Testosteron) im Alter Hitzewallungen beobachtet werden. Sind diese Schübe so ausgeprägt, dass Alltagsleben und Lebensqualität deutlich eingeschränkt sind, sollte ein Arzt konsultiert werden. Zudem sollten Hitzewallungen immer dann ärztlich abgeklärt werden, wenn diese nicht mit der hormonellen Umstellung während der Wechseljahre im Zusammenhang stehen.

Hier müssen mögliche Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, eine Schilddrüsenunterfunktion, Tumore oder Allergien als mögliche Ursachen ausgeschlossen werden. Bei einem Verdacht auf medikamentös bedingte Hitzewallungen sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden, um die Medikation gegebenenfalls anpassen zu können.

Behandlung & Therapie

Auch wenn Hitzewallungen und die Wechseljahre Frauen sehr belasten - man kann etwas dagegen tun. Für viele ist es gar ein Anlass, ihren bisherigen Lebensstil zu überdenken. Für viele wird es immer wichtiger, sich selbst etwas Gutes zu tun und mehr auf sich und seine ganz eigenen Bedürfnisse zu achten.

Oftmals ist es gar nichts großes, dafür aber Dinge, die man schon länger ändern wollte: Sei es, sich gesünder zu ernähren, weniger Alkohol zu trinken oder mit dem Rauchen aufzuhören. Sich mehr bewegen trägt oft schon eine Menge dazu bei, die Hitzewallungen in den Griff zu bekommen.

Doch es gibt auch vieles, was man tun kann, wenn die Hitze akut wird. Betroffen sollten zum Beispiel darauf achten, Räume kühl zu halten und nicht zu überhitzen, denn sonst werden Hitzewallungen gefördert.

Betroffen sollten sich nach dem Zwiebelprinzio anziehen, also mehrere Schichten übereinander, damit man bei Bedarf einzelne Teile ausziehen kann. Die Kleidung sollte allgemein locker sitzen und aus Naturmaterialien bestehen. Es lohnt sich, ein Ersatznachthemd und gegebenenfalls eine Ersatzdecke bereitliegen zu haben. Falls es dann nachts mal wieder durchgeschwitzt ist, kann man schnell wechseln.

Aussicht & Prognose

Handelt es sich bei den Hitzewallungen um Wechseljahrsbeschwerden, können diese in ungünstigen Fällen bis zu zehn Jahre andauern. Allerdings gibt es mittlerweile diverse Behandlungsmöglichkeiten, die diese Begleiterscheinungen des Klimakteriums zumindest mildern. In der Naturheilkunde werden Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit Tabletten und Tinkturen, die beispielsweise das Extrakt der Traubensilberkerze enthalten, behandelt. Helfen können außerdem Präparate auf Basis von Soja, Rotklee, Salbei, Frauenmantel und Schafgarbe. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist nicht wissenschaftlich bestätigt, sie bewähren sich aber vielfach in der Praxis.

Physikalische Therapien wie Moorbäder und Kneippanwendungn können ebenfalls helfen. Diese naturheilkundlichen Methoden führen in aller Regel nicht zu einem vollständigen Verschwinden der Hitzewallungen, sie können diese aber auf ein für die Betroffenen erträgliches Maß reduzieren.

Frauen, denen diese sanften Methoden nicht helfen, können sich einer Hormonersatztherapie unterziehen, die die Hitzewallungen in aller Regel zeitnah abklingen lässt. Die regelmäßige Einnahme von Hormonen geht jedoch mit erheblichen Gesundheitsrisiken einher. Insbesondere steigt das Risiko für Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombosen.

Hitzewallungen bei Männern, die auf einen gestörten Hormonhaushalt zurückzuführen sind, werden in der Regel durch die Gabe von Testosteron erfolgreich behandelt.

Hitzewallungen, bei denen es sich um medikamentöse Nebenwirkungen handelt, klingen nach dem Absetzen des ursächlichen Wirkstoffs von alleine ab.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Was kann man vorbeugend gegen Hitzewallungen tun? Wer sich regelmäßig an der frischen Luft bewegt, leidet im Allgemeinen weniger unter Hitzewallungen. Man sollte sich nicht zu sehr stressen, sondern sich möglichst viel Ruhe und Entspannung gönnen. Hilfreich dabei können Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation sein.

Wichtiger Aspekt zur Vorbeugung gegen Hitzewallungen ist die richtige Ernährung. Grundsätzlich sollte man scharfe Speisen meiden und viele Nahrungsmittel mit Isoflavonen, also pflanzlichen Östrogenen essen. Diese sind zum Beispiel in Sojaprodukten enthalten. Außerdem sind Isoflavone in vielen Hülsenfrüchten wie Erbsen, Linsen und Bohnen enthalten.

Viele Frauen scheuen sich, Medikamente bzw. Hormone einzunehmen. Hilfreich sind oftmals Kräuter. Sie enthalten Phythohormone, die gegen Hitzewallungen wirken. Diese sind zum Beispiel in Mönchspfeffer, Weinraute oder Hopfen enthalten.

Das können Sie selbst tun

Hitzewallungen können vor allem für Frauen sehr unangenehm sein und bei diesen den Alltag stark einschränken. Es gibt allerdings viele Methoden zur Selbsthilfe bei Hitzewallungen, die einfach anzuwenden sind.

In der Regel sollte die Kleidung immer an die aktuelle Temperatur angepasst werden. Damit kann ein Großteil der Hitzewallungen vermieden werden. Es empfiehlt sich, Kleidungsstücke zu tragen, die einfach umgezogen werden können. Dazu gehören vor allem Jacken und Hemden. Sollten die Hitzewallungen auftreten, kann der Patient diese Kleidungsstücke schnell ausziehen. Kleidung aus Naturfasern unterstützt das Ableiten der Wärme und verhindert damit unnötiges Schwitzen.

Eine gesunde Ernährung und ein allgemeiner gesunder Lebensstil wirken sich ebenso positiv auf die Hitzewallungen aus. Der Patient sollte viel Obst und Gemüse essen und auf Alkohol und Zigaretten verzichten. Ebenso sollte auf Kaffee verzichtet werden. Würziges Essen führt bei vielen Menschen zu einem übermäßigen Schwitzen. Bei Hitzewallungen sollte dieses vermieden werden. Für das Schlafen empfehlen sich kühle Räume oder die Anschaffung eines Ventilators. Damit können unangenehme Hitzewallungen in der Nacht vermieden werden. Ebenso gut helfen Stressübungen und Yoga gegen das Symptom und beruhigen der Körper.

Quellen

  • Kaufmann, M., Costa, S., Scharl, A.: Die Gynäkologie. Springer, Berlin 2013
  • Leidenberger, F., et al.: Klinische Endokrinologie für Frauenärzte. Springer, Heidelberg 2009
  • Schwenkhagen, A., Schaudig K.: Kompass Wechseljahre. Trias, Stuttgart 2015


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Hitzewallungen?

Name oder Pseudonym:

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Mit dem Abschicken Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten (Datenschutzerklärung) durch diese Website einverstanden.

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Florentine kommentierte am 20.06.2012

Ich habe seit ca.6 Wochen sehr starke Hitzewallungen. Dabei werde ich knallrot und am ganzen Körper feucht, vor allem im Gesicht sieht man es sehr stark. Seit 2 Wochen nehme ich remifemin das ich mir in der Apotheke besorgt habe. Bis jetzt merke ich aber noch keine Besserung. Hat jemand noch gute Erfahrungen mit anderen Mitteln gemacht? Über einen guten Tipp würde ich mich sehr freuen. Bin 52 Jahre alt und denke das es Wechseljahresbeschwerden sind.

Dixie kommentierte am 02.12.2012

Ich bin weiblich, 71 Jahre alt und leide seit 4 Monaten unter Depressionen (Mirtazapin 30 u. Citalopran 40; starke Nebenwirkungen; keine Verbesserung bisher).
Neuerdings habe ich (gelegentlich) nachts für 15 Min. Hitzewallungen - ohne zu schwitzen.
Frage: Was könnte die Ursache sein? Was kann ich tun?

Cony kommentierte am 22.03.2013

Die Wechseljahre haben bei mir mit 48 Jahren angefangen. Meine Periode wurde unregelmäßig und nach einem Jahr kamen auch die Hitzewallungen. Ich hatte jede eine paar Stunden Schweißausbrüche, die so stark waren, dass ich manchmal mich auch ausziehen musste. Psychisch war es für mich sehr belastend. Ich nehme schon seit langem Estromineral serena Tabletten und habe positive Erfahrungen gemacht.
Estromineral serena ist eine Nahrungsergängzungsmittel aus pflanzlichen Extrakten (Isoflavone aus Soja gegen Hitzewallungen, Magnolienextrakt gegen Stimmungsschwankungen, Calcium für die Knochengesundheit) und wird rezeptfrei in der Apotheke verkauft. Vielleicht ist es auch etwas für dich?

Dieter kommentierte am 02.05.2013

Ich habe seit 3 Wochen eine neue Kaltschaummatratze. Seitdem wache ich nachts nach 2-3 Std. auf und habe das Gefühl, ich würde gekocht werden. Mir ist unheimlich heiß. Ich bin eigentlich ein Kaltschläfer, geheizt wird nie. Ist Ihnen so etwas bekannt? Andere Beschwerden kann
ich dann nicht feststellen obwohl ich 77 Jahre auf dem Buckel habe. Was kann ich tun?

nea kommentierte am 03.05.2013

Ich werde dieses Jahr 52 Jahre alt. Ende 2011 hatte ich einen schweren Unfall. Ca 3 Wochen danach begannen die Hitzewallungen. Vermutlich wurden diese durch den Unfall ausgelöst. 4 Monate lang habe versucht mit diversen Tröpfchen und frei verkäuflichen Pillen die " Hitze " in den Griff zu bekommen, alles vergeblich. Ich hatte jede Nacht ca. 5-10 Anfälle, eben so tagsüber. Wenn ich nicht gerade geschwitzt habe, dann habe ich stark gefroren oder hatte gar Schüttelfrost. Oftmals bin ich aus dem Schlaf mit Herzklopfen und einen Hitzteanfall gerissen worden. Der Schweiß stand mir in den Kniekehlen und in den Armbeugen. Jede kleine Gemütsregung hat einen Hitzeanfall herauf beschworen, es reichte das klingeln des Telefons. Mein Doc hat mir dann ein Gel verschrieben, mit dem ich mich täglich eingerieben habe. Nach kurzer Zeit war es dann fast komplett verschwunden. Leider musste ich das Präparat absetzten, da ich erneut operiert werden musste.
Die entsetzlichen Hitztewallung haben prompt wieder
sehr stark eingesetzt. Ich bin mit den Nerven ziemlich angeschlagen und werde das Mittel vom Doc so bald als möglich wieder nehmen.

ettena kommentierte am 09.05.2013

Welche Medikamente verursachen Hitzewallungen? Ich habe vor 3 Monaten Bluttransfusionen bekommen und schon in der folgenden Nacht fing das Schwitzen an.
Ich habe Lupus, bekomme Betablocker, Malaria-Medikament und Cortison. Vor 6 Jahren (mit 39 Jahren) begannen bei mir die Wechseljahre. Wie lange dauern Wechseljahre?

Anna kommentierte am 23.05.2013

Ich bin 69 Jahre alt. Mitten in der Nacht oder in frühen Morgenstunden werde ich wach, weil ich Hitze verspüre, die eine längere Zeit anhält. Dann entferne ich teilweise das Oberbett im Bereich Oberkörper. Zuerst dachte ich, es läge an dem späten Abendessen, aber wenn ich früher Leichtes esse, habe ich die gleichen Probleme. Vielleicht sind es noch die Wechseljahre oder Nebenwirkungen, weil ich Tabletten gegen Bluthochdruck einnehme. Kann mir jemand helfen?

Tina kommentierte am 06.08.2014

Ich bin jetzt 47 Jahre alt und habe noch immer regelmäßig meine Regelblutung. In den letzten Wochen habe ich aber besonders im Nacken geschwitzt und einen heißen Kopf bekommen. Ich bin auch nicht mehr so leistungsfähig wie sonst. Sollte ich einen Hormonstatus machen und wenn ja, wann ist der beste Zeitpunkt im Zyklus dafür?

Anna kommentierte am 09.09.2014

Ich werde bald 50 Jahre alt und habe seit Jahren mit Hitzewallungen zu kämpfen. Mein Gynäkologe verschrieb mir Estreva. Jahrelang hat das geholfen, aber irgendwann vertrug ich das nicht mehr. Ich bekam Migräne und musste sofort damit aufhören. Mein Frauenarzt ist tödlich verunglückt und seine Nachfolgerin wollte, dass ich Psychopharmaka und Schlaftabletten nehme. Tja, so was wird auf uns Frauen losgelassen. Nun kann ich nicht mehr schlafen und bin immer klitschnass. Zusätzlich brennen meine Brüste jetzt auch immer noch stark. Ich habe meinen Frauenarzt gewechselt, aber erst für Ende Oktober einen Termin bekommen. Ich habe das Gefühl, man nimmt uns nicht ernst. Mein Hausarzt meinte nur, dass man halt nicht jünger wird. Ich bin wirklich nicht empfindlich und eigentlich immer hart im Nehmen. Ich weiß sehr wohl, dass Hitzewallungen keine Krankheit ist. Wenn das eine reine Männerkrankheit wäre, gäbe es sicher schon lange etwas dagegen. Entschuldigt, aber ich musste mir mal Luft machen.

Lichtkind kommentierte am 22.10.2014

Ich bin 53 und habe seit 2 Jahren Hitzewallungen. Zwischendurch haben diese mal für ca. 3 Monate ausgesetzt und jetzt bekomme ich die doppelte Ladung zurück. Besonders schlimm ist es, wenn ich ins Bett gehe. Im Liegen explodiere ich regelrecht. Habe das Gefühl, mir kippt jemand 100 Grad heißes Wasser über den Kopf. Mein Körper wird dann knallrot und ich leide erbärmlich. Schlafe nachts nicht mehr, schwitze, friere, kann nicht einschlafen - das macht mich fertig. Da ich im Aussendienst tätig bin und volle Aufmerksamkeit benötige, um meine ca. 500km jeden Tag zu bewältigen, suche ich nach irgendeiner Lösung, die mir hier hilft. Nehme schon das Gel, Schüßler Salze und ein hömopatische Mittel - nichts hilft. Meine Frauenärztin sagte nur, da müssen sie durch. Unsere Großmütter mußten damit auch fertig werden! Blödes Argument und so was von doof. Meine Antwort war: Tja, unsere Großmütter haben auf dem Feld gearbeitet und Daheim ihre Kinder groß gezogen und mußten nicht jeden Tag auf die Straße und 500 km bewältigen.

Mandy kommentierte am 26.10.2014

Ich bin 23 Jahre alt und ich habe zur Zeit ganz starke Hitzewallungen. Ich weiß nicht, ob ich zum Frauenarzt muss oder zum Hausarzt.

Pierrot kommentierte am 10.11.2014

Ich bin nach einer Krebsoperation in einen künstlichen Wechsel versetzt und friere am Tag und schwitze nachts. Wer kann mir sagen, was man dagegen tun kann?

Rosemarie kommentierte am 17.11.2014

Ich bin 17 Jahre alt und habe zur Zeit nachts Hitzewallungen, von denen ich aufwache. Ich mache viel Sport und rauche weder, noch trinke ich Alkohol (koche und backe nur damit). Können Sie mir Tipps geben, was dagegen helfen könnte, bzw. haben Sie eine Vermutung, warum ich davon betroffen bin?

Lisa V. kommentierte am 20.11.2014

Ich werde bald 60 Jahre und laut meinem Frauenarzt habe ich die Wechseljahre hinter mir, ohne nennenswerte Probleme, auch keine Hitzewallungen. Aber vor ca. 4 Jahren begann ich extrem zu schwitzen. Ich schwitze eigentlich 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag, muss mich täglich mehrfach umziehen, das Wasser läuft mir den Rücken runter, Entzündungen unter der Brust vom Schwitzen, Unterwäsche teilweise feucht. Wenn ich die Hand in Körpernähe halte, spürt man die Hitze die ich ausstrahle, die Haut fühlt sich teilweise kalt und feucht an. Ständig trinke ich um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen. Ich habe alles probiert, aber nichts hat geholfen. Hormone will ich nicht nehmen, wegen der Gewichtszunahme. Ich trinke weder Kaffee, noch Alkohol und rauche nicht, esse kaum Fleisch und ernähre mich sehr gesund. Weiß jemand Rat?

Yogi kommentierte am 21.04.2015

Als Mann leide ich unter nächtlichen Hitzewellen. Wer hat Erfahrung? Was kann man dagegen tun?

Tarzan kommentierte am 25.06.2015

Warum haben auch Männer nächtliche Hitzeattacken und was kann man dagegen machen?

Tati kommentierte am 27.06.2015

Ich habe seit ca. einem Monat Spannungen und Hitzewallungen in der Brust, die mich sehr an Milcheinschluss während der Stillzeit erinnern. Außerdem kurzzeitige Schüttelfrostattacken. Ich bin 42.

Verena kommentierte am 16.11.2015

Ich habe seit ein paar Wochen vier- bis sechsmal pro Stunde heiß-kalte Ausbrüche. Sie treten am Tag wie auch in der Nacht auf und dies ist schwer zu ertragen. Wie kann das sein, dass ich schon mit 38 Jahren in den Wechseljahren bin? Oder ist es etwas anderes? Zudem habe ich fast jeden Tag Kopfschmerzen, was meinen Alltag stark beeinschränkt. Wenn ich etwas aufhebe, machen meine Beine schlapp und sacken zusammen. Danach schmerzen meine Beine und ich hab eine Art Ohnmachtsgefühl. Was kann ich dagegen tun? Was könnte die Ursache sein?

Tiffany kommentierte am 16.05.2016

Ich werde demnächs 63 Jahre alt. Mit 49 Jahren bin ich in die Wechseljahre gekommen und hatte ganz schlimme Hitzewellen, die aber danach mit Hormonen (Tibolon) verschwanden. Das Präparat wurde mir gegeben, um meine Osteoporose in Schach zu halten, was scheinbar auch funktioniert hat. Anfang des Jahres (2016) habe ich diese Pille für ca. drei Monate absetzen müssen, weil ich Blutausscheidungen hatte. In diesen drei Monaten bekam ich wieder häufige und starke Hitzewellen und ich habe mich deshalb informiert, was ich dagegen tun könnte. Mir wurde gesagt, dass Hitzewellen auch ein Zeichen für körperliche Probleme sein können. Daraufhin habe ich Schilddrüse und Galle untersuchen lassen - alles ok. Aus Verzweiflung habe ich nach Rückfrage beim Gynäkologen wieder mit dem alten Hormon begonnen und habe auch mein Leben etwas stressfreier organisiert. Die Hitzewellen sind reduziert noch da, besonders nachts und ich liege oft zwei bis drei Stunden wach damit. Warum ist das so? Hat jemand einen Rat für mich?

bravolima kommentierte am 12.10.2016

Ich bin 66 Jahre alt und nahm bis vor acht Wochen Hormonpflaster Estramon 50 einmal die Woche. Man hat bei mir Brustkrebs festgestellt und das Hormonpflaster musste abgesetzt werden. In dieser Zeit begannen die Hitzewallungen, sehr stark schwitzend, besonders nachts. Man sagte mir, es kann bis zu einem halben Jahr andauern. Von meiner Hausärztin bekam ich Cimicifuga 2x1 Tablette und von meiner Frauenärztin unterstüzend Equinovo 1x2 Tabletten. Diese Tabletten sind alle Naturpräparate, trinken solle ich viel Salbeitee, keinen Kaffee. Bisher habe ich noch keine Erleichterung verspürt. Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen sollte man meiden.

Waldkauz kommentierte am 30.08.2017

Ich kann es nicht verstehen, warum man immer von "Leiden" spricht. Empfinde meine Hitzewallungen als sehr angenehm.
Nehme sie als eine besondere Energie war. Vielleicht wäre die Hysterie zum Thema weniger verbreitet, würde man zumindest mal die Möglichkeit in den Raum stellen, dass diese "Sache" durchaus schön empfunden werden kann. Einen ersten Zyklus von HW hatte ich vor drei Jahren - verschwanden nach wenigen Monaten
und ich vermisste sie. Aktuell sind sie wieder da, allerdings flüchtiger. Ich bin froh, sie zu haben. Kann aber nur für mich sprechen, denn ich habe keine echten Schweißausbrüche,
auch kein Herzklopfen oder sonstig Fieses.