Reizstromtherapie
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 4. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Die Reizstromtherapie ist ein Verfahren aus der Elektrotherapie bzw. Elektromedizin. Die natürliche Leitfähigkeit des menschlichen Organismus wird genutzt, um mit elektrischem Strom geschwächte Muskeln oder Nerven zu stimulieren.
Angewendet wird sie überwiegend in physiotherapeutischen Praxen, in Krankenhäusern und in der rehabilitativen Nachbehandlung nach Verletzungen und Operationen. Daneben gibt es kleine, batteriebetriebene Geräte für die Anwendung zu Hause. In Deutschland zählt die Elektrotherapie zu den ärztlich verordnungsfähigen Heilmitteln.
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Was ist die Reizstromtherapie?
Als Reizstromtherapie wird eine Form des Elektroverfahrens bezeichnet, bei welcher Impulsströme (Gleichstrom oder niederfrequente Wechselströme) in langsam zunehmender Intensität therapeutisch eingesetzt werden.
Der Begriff Reizstrom fasst mehrere Stromformen zusammen, die eines gemeinsam haben: Sie sind so geformt, dass sie an einer erregbaren Zelle eine Erregung auslösen können. Ein gleichmäßig und unverändert fließender Strom leistet das nicht; erst der Wechsel zwischen Stromfluss und Pause, also der Impuls, wirkt als Reiz. Aus diesem Grund arbeiten alle Reizstromverfahren mit unterbrochenen oder in ihrer Stärke schwankenden Strömen. Darin unterscheiden sie sich von der reinen Galvanisation, bei der ein gleichbleibender Gleichstrom vor allem die Durchblutung anregen soll, ohne Muskeln zum Zusammenziehen zu bringen.
Fachlich ordnet man die therapeutisch genutzten Ströme nach ihrer Frequenz. Niederfrequente Ströme reichen bis etwa 1000 Hertz; in diesem Bereich arbeitet die klassische Reizstromtherapie, weil hier jeder einzelne Impuls noch eine eigene Antwort des Nervs auslösen kann. Mittelfrequente Ströme liegen darüber und werden vom Körper anders aufgenommen: Der Widerstand der Haut fällt, sodass sich tiefer gelegene Strukturen mit geringerer Belastung der Hautoberfläche erreichen lassen. Hochfrequente Ströme schließlich lösen keine Muskelantwort mehr aus, sondern erzeugen Wärme im Gewebe und zählen deshalb nicht zu den Reizstromverfahren im engeren Sinn.
Mit Hilfe der Reizstromtherapie wird insbesondere eine geschwächte Muskulatur durch schwachen Reizstrom (1 bis 1000 Hz) zur Kontraktionstätigkeit (Zusammenziehen) stimuliert. Zudem wird das Verfahren bei Muskelverhärtungen, Schmerzzuständen und Durchblutungsstörungen angewandt. Eine besondere Form der Reizstromtherapie ist die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS), die insbesondere bei Neuralgien (Schmerzzustände im Bereich sensibler Nerven) und tumorbedingten Schmerzen eingesetzt wird.
Auf einem verwandten Prinzip beruht der Herzschrittmacher, durch welchen das Myokard (Herzmuskel) fortlaufend und gezielt durch elektrische Impulse stimuliert und entsprechend die Funktionsfähigkeit des Herzens gewährleistet wird; er ist allerdings ein dauerhaft implantiertes Gerät und keine Anwendung der Reizstromtherapie im hier beschriebenen Sinn.
Von der Reizstromtherapie abzugrenzen sind weitere Verfahren der Elektrotherapie, die zwar ebenfalls mit Strom arbeiten, aber ein anderes Ziel verfolgen. Bei der Iontophorese dient ein schwacher Gleichstrom lediglich als Transportmittel, um einen Wirkstoff durch die Haut zu schleusen; ein Reiz auf Nerv oder Muskel ist dabei nicht beabsichtigt. Die Interferenzstromtherapie überlagert zwei mittelfrequente Ströme so, dass erst in der Tiefe des Gewebes ein niederfrequenter Reiz entsteht. Die Hochvolttherapie arbeitet mit sehr kurzen Impulsen hoher Spannung bei geringer Stromstärke. Das im Fitnessbereich verbreitete Elektromuskelstimulationstraining nutzt zwar dieselbe physiologische Grundlage, verfolgt aber ein Trainingsziel und keine Behandlung einer Erkrankung; es findet ohne ärztliche Indikation statt.
Die Wurzeln des Verfahrens reichen weit zurück. Der italienische Arzt Luigi Galvani beschrieb im späten 18. Jahrhundert, dass sich die Muskeln eines Froschschenkels unter elektrischer Einwirkung zusammenziehen, und legte damit den Grund für die Vorstellung einer körpereigenen Elektrizität. Nach dem englischen Physiker Michael Faraday, der 1831 die elektromagnetische Induktion beschrieb, ist der bis heute gebräuchliche Ausdruck faradischer Strom benannt. Der französische Neurologe Guillaume Duchenne wendete solche Ströme um die Mitte des 19. Jahrhunderts systematisch am Menschen an und untersuchte mit ihnen, welcher Nerv welchen Muskel versorgt. Die heute übliche Gerätetechnik mit programmierbaren Impulsformen und Klebeelektroden stammt dagegen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Funktion, Wirkung & Ziele
Verordnet wird die Behandlung in Deutschland von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt auf einem Heilmittelrezept; durchgeführt wird sie in aller Regel von Physiotherapeuten oder von Masseuren und medizinischen Bademeistern. Die Elektrotherapie steht dabei selten allein. Sie wird meist mit Krankengymnastik, Massage oder Lymphdrainage verbunden, weil der Strom die aktive Übung nicht ersetzt, sondern sie vorbereiten oder ergänzen soll. Bei geschwächter Muskulatur besteht das eigentliche Ziel darin, den Muskel so weit zu kräftigen, dass wieder aktiv geübt werden kann. Wie oft und über welchen Zeitraum behandelt wird, legt die Verordnung fest und richtet sich nach dem Befund.
Hierbei nutzt die Reizstromtherapie wie jede Form der Elektrotherapie die prinzipielle Leitfähigkeit des menschlichen Organismus, die insbesondere vom Blut, Urin sowie der Lymph- und Gehirnflüssigkeit und den Organen und der Muskulatur gewährleistet wird. Durch elektrische Reize sollen nervale Reaktionen hervorgerufen werden, die neben der Reizwirkung auf die Muskulatur auch zur Reduzierung von Schmerzen (analgetische Wirkung) und zur Verbesserung der Durchblutung (hyperämisierende Wirkung) beitragen können.
Damit der Strom überhaupt ins Gewebe gelangt, braucht es einen guten Kontakt zwischen Elektrode und Haut. Verwendet werden entweder Klebeelektroden, die unmittelbar auf der Haut haften, oder Plattenelektroden mit feuchten Zwischenlagen, die mit Gurten oder Sandsäcken angedrückt werden. Trockene, stark verhornte oder eingecremte Haut erhöht den Übergangswiderstand und führt dazu, dass sich der Strom auf einzelne Punkte konzentriert. Die Stromstärke wird zu Beginn langsam gesteigert, bis die behandelte Person ein deutliches, aber nicht schmerzhaftes Kribbeln wahrnimmt oder bis eine sichtbare Muskelzuckung eintritt. Diese Rückmeldung ist der eigentliche Maßstab der Einstellung: Der Reiz soll spürbar sein, das Kribbeln darf jedoch nicht in ein Brennen oder Stechen umschlagen. Gewöhnt sich das Gewebe im Verlauf einer Sitzung an den Reiz und lässt die Wahrnehmung nach, wird die Einstellung gegebenenfalls nachgeführt.
Im Rahmen der Reizstromtherapie kommen Schwellströme in amplitudenmodulierten Impulsfolgen zum Einsatz. Die spezifisch eingesetzte Stromstärke, Impulsdauer und -frequenz werden in Abhängigkeit von der individuell vorliegenden Erkrankung und vom Krankheitsstadium gewählt. Der zu behandelnde Muskel wird hierbei über auf die Haut des Betroffenen angebrachte Elektroden indirekt durch eine elektrische Stimulierung des den Muskel versorgenden motorischen Nerven zur Kontraktionstätigkeit angeregt, indem die natürliche nervale Innervation imitiert wird.
Ob der Muskel über seinen Nerv überhaupt erreichbar ist, entscheidet dabei über die Wahl der Impulsform. Ist der versorgende Nerv intakt, genügen kurze Rechteckimpulse, weil der Nerv sehr viel leichter erregbar ist als die Muskelfaser selbst. Ist der Nerv dagegen geschädigt und der Muskel von seiner Versorgung abgeschnitten, muss die Muskelfaser unmittelbar gereizt werden. Dafür kommen langsam ansteigende Impulse in Betracht, sogenannte Exponential- oder Dreieckimpulse, die den trägeren Muskel erreichen, ohne umliegende gesunde Muskulatur unnötig mitzureizen. Welche Impulsform in Frage kommt, lässt sich vorab mit elektrodiagnostischen Verfahren bestimmen; verwandt damit ist die Elektromyographie, die die elektrische Aktivität eines Muskels aufzeichnet.
Durch tetanisierende Ströme (auch faradische Ströme bzw. Faradisation) in Serienimpulsen (kurze sukzedane Impulse) werden Muskelkontraktionen herbeigeführt, die so lange anhalten, wie der Strom fließt. Faradische bzw. tetanisierende Ströme kommen u.a. bei Inaktivitätsatrophien (Muskelschwund durch Nichtbeanspruchung), chronischer habitueller Obstipation, im Rahmen einer Elektrogymnastik der Wadenmuskulatur zur Vermeidung von Blutgefäßokklusionen, Hypalgesien (reduzierte Schmerzempfindlichkeit) sowie Hypästhesien (reduzierte Berührungsempfindlichkeit) zum Einsatz.
Durch diadynamische Impulse (Wechselströme mit unterschiedlicher Frequenz bei gleichzeitigem Einsatz galvanischer Ströme) wird eine analgetische Wirkung bei Schmerzsymptomen, rheumatischen Erkrankungen oder akuten traumatisch bedingten Beschwerden erzielt. Dabei wird angenommen, dass durch die niederfrequenten Ströme das Ionenmilieu an den Membranen so modifiziert wird, dass die Reizleitung in den sensiblen Nerven beeinflusst und entsprechend eine analgetische Wirkung erzielt wird.
Die Reizströme stimulieren zudem die vasomotorischen (die Bewegung der Blutgefäße betreffenden) vegetativen Nervenfasern. Im therapierten Areal kann eine Gefäßerweiterung (Vasodilatation) und somit eine hyperämisierende Wirkung induziert werden. Darüber hinaus können reflektorisch verspannte (durch Schmerzen ruhiggestellte) Muskeln durch direkte Reizströme detonisiert (entspannt) werden.
Für die schmerzlindernde Wirkung der transkutanen elektrischen Nervenstimulation werden vor allem zwei Erklärungen herangezogen. Die eine geht auf die 1965 von Ronald Melzack und Patrick Wall vorgestellte Kontrollschrankentheorie zurück: Werden dicke, schnell leitende Fasern der Berührungsempfindung gereizt, sollen sie die Weiterleitung der Schmerzsignale aus dünneren Fasern im Rückenmark hemmen. Die andere Erklärung betrifft niederfrequente Anwendungen mit spürbaren Muskelzuckungen, bei denen die Ausschüttung körpereigener schmerzhemmender Botenstoffe angenommen wird. Beide Modelle erklären, warum die Linderung bei manchen Anwendungen nur so lange anhält, wie das Gerät läuft, während sie bei anderen darüber hinaus reicht. Wie stark der Effekt im Einzelfall ausfällt, ist sehr unterschiedlich und lässt sich vorab nicht sicher vorhersagen.
Die Wirkung der Reizstromtherapie zur Erhöhung von Muskelkraft sowie -ausdauer im Rahmen eines Muskelaufbautrainings wird kontrovers diskutiert, konnte allerdings bislang nicht anhand wissenschaftlicher Studien eindeutig bestätigt werden.
Für die Kostenübernahme gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung, dass die Elektrotherapie als Heilmittel ärztlich verordnet sein muss. Volljährige Versicherte tragen dann eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten zuzüglich zehn Euro je Verordnung, sofern sie nicht von der Zuzahlung befreit sind. Geräte für die Anwendung zu Hause, wie sie bei anhaltenden Schmerzen häufiger verordnet werden, zählen dagegen nicht zu den Heilmitteln, sondern zu den Hilfsmitteln; ob und in welchem Umfang die Krankenkasse sie übernimmt, hängt vom Einzelfall und von der Begründung der Verordnung ab. Wer ein solches Gerät selbst anwendet, sollte sich die Lage der Elektroden und die Bedienung zuvor in der Praxis zeigen lassen, weil eine falsche Platzierung die beabsichtigte Wirkung nicht nur verfehlt, sondern die Haut belasten kann.
Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren
Die häufigste unerwünschte Wirkung ist allerdings keine der schweren, sondern eine örtliche Hautreaktion. Unter den Elektroden kann es zu Rötungen, Juckreiz oder kleinen Bläschen kommen, sei es durch den Strom selbst, durch das Klebemittel oder durch das verwendete Kontaktgel. Enthält die Stromform einen Gleichstromanteil, laufen an den Elektroden chemische Umsetzungen ab, die bei zu hoher Stromdichte zu Verätzungen führen können. Kleine, schlecht anliegende oder teilweise abgelöste Elektroden sind hier besonders ungünstig, weil sich der Strom dann auf einer kleinen Fläche bündelt. Verspürt die behandelte Person während der Anwendung ein Brennen, ein punktuelles Stechen oder zunehmenden Schmerz, ist das ein Grund, die Behandlung zu unterbrechen und die Einstellung zu überprüfen, und kein Zeichen einer besonders wirksamen Anwendung.
Eine Reizstromtherapie ist zudem kontraindiziert, wenn eine Schwangerschaft vorliegt, da die Auswirkungen der Reizströme auf das ungeborene Kind nicht ausreichend untersucht sind. Eine Kontraindikation ist ebenfalls zu stellen, wenn die zu behandelnde Person über einen Herzschrittmacher verfügt, da durch die Anwendung von Reizströmen die Funktionalität des Herzschrittmachers negativ beeinträchtigt werden kann. Liegen entzündliche Erkrankungen, Thrombosen, offene Hautareale, Metalle im Körper der zu behandelnden Person (Metallimplantate, Prothesen) und/oder eine ausgeprägte arterielle Durchblutungsstörung (u.a. Arteriosklerose) vor, sollte der Einsatz einer Reizstromtherapie ebenfalls ausgeschlossen werden.
Für einen implantierten Defibrillator gilt dieselbe Zurückhaltung wie für den Herzschrittmacher, da auch dieses Gerät auf elektrische Signale reagiert und ein von außen eingebrachter Reiz fehlgedeutet werden könnte. Elektroden werden zudem nicht so gesetzt, dass der Strom das Herz durchquert, und nicht am vorderen Hals über der Halsschlagader oder dem Kehlkopf angebracht, weil dort eine Kreislaufreaktion oder ein Verkrampfen der Kehlkopfmuskulatur ausgelöst werden kann. Am Kopf und in der Nähe der Augen wird ebenfalls nicht behandelt. Bei bekannter Epilepsie wird eine Anwendung im Kopf- und Halsbereich zurückhaltend beurteilt.
Darüber hinaus ist bei Personen, die eine Insulinpumpe tragen, Herzrhythmusstörungen, fieberhafte Erkrankungen, eine erhöhte Blutungsneigung oder maligne (bösartige) Tumoren aufweisen, besondere Vorsicht bei der Anwendung von Reizströmen geboten. Bei Personen, die eine pathologische Angst vor elektrischem Strom aufweisen, ist eine Reizstromtherapie ebenfalls nicht angezeigt.
Besondere Aufmerksamkeit verlangen Körperstellen mit gestörtem Gefühl. Liegt eine Polyneuropathie vor, wie sie etwa im Verlauf eines Diabetes mellitus auftreten kann, oder besteht nach einer Nervenverletzung eine Taubheit, so fehlt der behandelten Person genau die Rückmeldung, an der sich die Einstellung des Geräts orientiert. Der Strom kann dann zu hoch gewählt werden, ohne dass es rechtzeitig auffällt. Aus demselben Grund werden Elektroden nicht auf frisch operierte, verletzte oder entzündete Hautbezirke und nicht auf Narben mit gestörter Empfindung gesetzt.
Für die Anwendung zu Hause kommen einige einfache Regeln hinzu: Das Gerät wird vor dem Aufkleben und vor dem Abnehmen der Elektroden ausgeschaltet, die Elektroden werden nicht im laufenden Betrieb verschoben, und die Anwendung findet nicht in der Badewanne, unter der Dusche, im Schlaf oder beim Führen eines Fahrzeugs statt. Klebeelektroden sind für eine begrenzte Zahl von Anwendungen vorgesehen und werden nicht mit anderen Personen geteilt. Bleiben die Beschwerden trotz regelmäßiger Anwendung unverändert oder nehmen sie zu, gehört das ärztlich abgeklärt, statt die Stromstärke eigenmächtig weiter zu steigern. Hinter einem Schmerz, der auf die Behandlung nicht anspricht, kann eine Ursache stehen, die eine andere Therapie braucht.
Quellen
- Kerkhof, P. van: Evidenzbasierte Elektrotherapie.
ISBN: 9783662707319
- Bossert, F.-P., Müller, P., Vogedes, K. (Hrsg.): Leitfaden Physikalische Therapie.
ISBN: 9783437481017
- Reichert, B. (Hrsg.): Physikalische Therapie.
ISBN: 9783132461673
- Crevenna, R. (Hrsg.): Kompendium Physikalische Medizin und Rehabilitation.
ISBN: 9783662490341
- Seidel, E. J., Best, N. (Hrsg.): Physikalische und rehabilitative Medizin.
ISBN: 9783948442606
