Natriummonohydrogenphosphat

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 17. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Natriummonohydrogenphosphat zählt zu den Abführmitteln. Es kommt in der Regel gemeinsam mit Natriumdihydrogenphosphat zur Anwendung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Natriummonohydrogenphosphat?

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Natriummonohydrogenphosphat zählt zu den Abführmitteln.

Natriummonohydrogenphosphat trägt auch die Bezeichnung Natriummonohydrogenphosphatum. Zur Behandlung von Verstopfungen wird der Wirkstoff gemeinsam mit Natriumdihydrogenphosphat, auch Natriumdihydrogenphosphatum genannt, verabreicht. Bei dem Mittel handelt es sich um ein Salz aus Ionen, das geruch- und farblos ist. Gemeinsam bilden Natriummonohydrogenphosphat und Natriumdihydrogenphosphat einen effizienten Bestandteil von Abführmitteln (Laxanzien). Laxativa werden verabreicht, wenn sich eine vorliegende Verstopfung durch das Umstellen des Lebensstils nicht wirksam behandeln lässt.

Natriummonohydrogenphosphat verfügt über die Eigenschaft, den Stuhl weicher zu machen und auf diese Weise das komplette Entleeren des Darms zu erleichtern. Dabei wird das Kombinationspräparat zumeist unter der Bezeichnung Natriumdihydrogenphosphat + Natriummonohydrogenphosphat angeboten. Erhältlich ist das Mittel in der Apotheke als Klistier (Einlaufflüssigkeit).

Das in Deutschland vertriebene Klistier ist eine klare, farblose Lösung auf Salzbasis, die gebrauchsfertig in einem Beutel mit angesetztem Einführungsschlauch geliefert wird. Neben den beiden Phosphatsalzen enthält sie Wasser für Injektionszwecke und zwei Konservierungsmittel aus der Gruppe der p-Hydroxybenzoesäureester, die umgangssprachlich Parabene heißen. Das Behältnis ist ausdrücklich für den einmaligen Gebrauch bestimmt, weil die Lösung sonst mit Keimen verunreinigt werden kann. Vor der Anwendung darf sie erwärmt werden, allerdings höchstens auf Körpertemperatur. Chemisch ist Natriummonohydrogenphosphat das Dinatriumsalz der Phosphorsäure mit der Summenformel Na2HPO4; in der internationalen Stoffdatenbank PubChem trägt es die Verbindungsnummer 24203, seine molare Masse liegt bei rund 142 Gramm je Mol. Im Klistier liegt es nicht wasserfrei vor, sondern als Hydrat, das Wasser in sein Kristallgitter eingebaut hat. Zusammen mit dem Natriumdihydrogenphosphat bildet es ein Säure-Base-Paar: Das eine Salz kann ein Wasserstoffion abgeben, das andere eines aufnehmen. In der Klistierlösung überwiegt das Dihydrogensalz deutlich, das Monohydrogensalz ist der kleinere Anteil der Mischung.

Pharmakologische Wirkung

Natriummonohydrogenphosphat zählt ebenso wie Natriumdihydrogenphosphat zu den salinen Abführmitteln. Das bedeutet, dass durch diese Stoffe der Wassergehalt des Stuhls erhöht wird. Das Verabreichen des Abführmittels erfolgt in der Regel als Lösung, die der Patient über seinen After in den Enddarm einbringt. Ebenso ist aber auch eine orale Einnahme in flüssiger Form möglich.

Gelangen das Natriummonohydrogenphosphat sowie das Natriumdihydrogenphosphat in den Enddarm, halten sie dort osmotisch Wasser zurück und ziehen zusätzlich Wasser aus dem umliegenden Gewebe in den Darm. Auf diese Weise ist das Erweichen des Kots möglich, was wiederum eine Erleichterung des Stuhlgangs bewirkt.

Hervorgerufen wird der Defäkationsdrang durch die Zunahme des Kotvolumens. In den meisten Fällen ist der Wirkstoff in der Lage, das vollständige Entleeren des Darms zu gewährleisten. Dies kann auch für medizinische Untersuchungen des Darms oder chirurgische Eingriffe an dem Organ überaus wichtig sein. Die Wirkung des Natriummonohydrogenphosphats setzt nach ca. 5 bis 10 Minuten ein. Daher wird ein Aufenthalt in der Nähe der Toilette empfohlen.

Medizinische Anwendung & Verwendung

Zur Anwendung gelangt Natriummonohydrogenphosphat in Kombination mit Natriumdihydrogenphosphat zur Behandlung von Verstopfungen, deren Ursachen unterschiedlich sein können. Ein weiteres Einsatzgebiet bilden medizinische Untersuchungen oder Operationen des Darms, vor deren Durchführung eine komplette Entleerung des Verdauungsorgans erforderlich ist.

Die Gebrauchsanweisung des deutschen Präparats nennt drei Anwendungsgebiete: die Verstopfung, die rasche und nachhaltige Entleerung des Enddarms vor Operationen sowie die Vorbereitung urologischer, röntgenologischer und gynäkologischer Untersuchungen einschließlich der Spiegelung des Mastdarms. Eingeführt wird der Schlauch, während der Patient mit angezogenen Beinen auf der Seite liegt; der Beutel wird anschließend unter leichtem Druck langsam entleert. Der lange Schlauch sorgt dafür, dass die Flüssigkeit tief genug in den Mastdarm gelangt, seine Biegsamkeit und der abgerundete Kopf des Verschlussstücks sollen Verletzungen der Darmschleimhaut verhindern. Spürbarer Widerstand ist ein Abbruchgrund, denn eine Verabreichung gegen den Widerstand kann Verletzungen hervorrufen. Der Beutel muss nicht vollständig entleert werden; er enthält mehr Flüssigkeit, als für die Wirkung nötig ist. Besondere Lagerungsbedingungen verlangt das Präparat nicht; verwendet werden darf es nur, solange die Lösung klar und das Behältnis unbeschädigt ist. Die Gebrauchsanweisung weist außerdem darauf hin, dass das Produkt den Weichmacher DEHP enthält.


Verabreichung & Dosierung

Bei der Verabreichung und Dosierung von Natriummonohydrogenphosphat (Na2HPO4) ist Vorsicht geboten, da es den Phosphat- und Natriumhaushalt im Körper beeinflusst. Es wird häufig zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts, als Abführmittel oder zur Behandlung von Hypophosphatämie eingesetzt.

Die Dosierung hängt von der jeweiligen Indikation, dem Gesundheitszustand des Patienten und dessen Elektrolytstatus ab. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Zufuhr nicht nur mit Vorsicht zu handhaben, sondern ausgeschlossen: Sowohl die Gebrauchsanweisung des Klistiers als auch die Fachinformation der Infusionszubereitung führen Störungen der Nierenfunktion unter den Gegenanzeigen, weil eine unkontrollierte Phosphatzufuhr zu einem Phosphatüberschuss im Blut und damit zu Kalzium-Phosphat-Ablagerungen im Gewebe führen kann. Auch bei Herz-Kreislauf-Patienten sollte die Natriumzufuhr überwacht werden, um eine übermäßige Natriumaufnahme zu vermeiden, die Bluthochdruck oder Ödeme verursachen kann.

Es ist wichtig, die Verabreichungsform (oral oder intravenös) entsprechend der jeweiligen klinischen Situation zu wählen und den Elektrolytspiegel regelmäßig zu überwachen. Die Dosierung sollte immer individuell angepasst werden, häufig in Abhängigkeit von Körpergewicht, Laborwerten und der therapeutischen Zielsetzung. Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden können auftreten, besonders bei oraler Einnahme in hohen Dosen.

Risiken & Nebenwirkungen

Ähnlich wie bei anderen Abführmitteln sind auch durch die Einnahme von Natriummonohydrogenphosphat in Kombination mit Natriumdihydrogenphosphat unerwünschte Nebenwirkungen denkbar. Ein Auftreten dieser Nebeneffekte muss nicht automatisch bei jedem Patienten erfolgen. So sind die Reaktionen auf Arzneistoffe von Mensch zu Mensch individuell sehr unterschiedlich.

Bei Kleinkindern besteht durch die Einnahme von Natriummonohydrogenphosphat das Risiko von Elektrolytstörungen. Dabei erhöht sich entweder die Phosphat-Konzentration im Blut oder die Konzentration von Natrium im Blut des betroffenen Kindes. Zugleich kann der Kalziumspiegel abfallen (Hypokalzämie), was eine Tetanie auslösen kann. Die Elektrolytstörungen haben mitunter weitere schädigende Effekte zur Folge. Dazu gehören eine verstärkte Erregung von Nerven und Muskeln sowie Herzrhythmusstörungen.

Besteht bei einem Patienten bereits eine Vorschädigung der Niere, ist ein akutes Nierenversagen möglich. Bei eingeschränkter Nierenfunktion darf das Mittel deshalb nicht angewendet werden; das gilt besonders für Dialysepatienten.

Gar nicht eingenommen werden darf Natriummonohydrogenphosphat, wenn der Patient unter Funktionsstörungen der Nieren, einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis), Blutungen in der Magen-Darm-Region oder einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) leidet. Weitere Kontraindikationen sind die chronisch entzündliche Darmerkrankung Colitis ulcerosa, Veränderungen des Dickdarms, unbekannte Magen-Darm-Beschwerden sowie Übelkeit und Erbrechen.

In Schwangerschaft und Stillzeit darf die Wirkstoffkombination Natriummonohydrogenphosphat + Natriumdihydrogenphosphat als Klistier nicht angewendet werden. In der Frühschwangerschaft lässt sich eine Fehlgeburt aufgrund der Anwendung des Mittels nicht gänzlich ausschließen. Gleiches gilt für eine Frühgeburt.

Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern unter zwölf Jahren darf Natriummonohydrogenphosphat als Klistier nicht angewendet werden. Die Anwendung kann bei Kindern zu schweren, auch tödlich verlaufenden Elektrolytstörungen führen, vor allem zu einem Phosphatüberschuss und einem Kalziummangel im Blut mit Tetanie und Herzrhythmusstörungen. Da Verstopfungen bei Kindern ohnehin medizinisch abzuklären sind, gehört die Behandlung in ärztliche Hand. Für die als Klistier angebotene Wirkstoffkombination sind keine Wechselwirkungen mit anderen Mitteln bekannt. Besondere Vorsicht ist jedoch geboten, wenn zugleich harntreibende Arzneimittel (Diuretika) angewendet werden.

Die Gebrauchsanweisung führt die Gegenanzeigen im Einzelnen auf. Neben der Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile und der eingeschränkten Nierenfunktion sind das Veränderungen des Darms, bei denen das Mittel länger als vorgesehen im Körper verbleibt, etwa eine starke Erweiterung des Dickdarms, die angeborene Dickdarmerweiterung bei der Hirschsprung-Krankheit oder ein Verschluss des Analkanals durch eine Membran. Hinzu kommen entzündliche Darmerkrankungen wie die akute Blinddarmentzündung, die Divertikulitis, eine örtlich begrenzte Darmentzündung und die Dickdarmentzündung, ferner ein Einriss der Schleimhaut im Mastdarm oder Analkanal, Hämorrhoiden und eine bestehende oder vermutete Kotstauung im Dickdarm. Sind Schädigungen der Schleimhaut im After oder Mastdarm bekannt oder werden sie vermutet, darf das Klistier ebenfalls nicht angewendet werden.

Besondere Vorsicht verlangt die Gebrauchsanweisung bei einem künstlich angelegten Darmausgang. Bei Herzerkrankungen und bei Störungen des Wasser- und Salzhaushalts ist der Arzt vor der Anwendung zu unterrichten, weil in diesen Fällen der Phosphatspiegel im Blut steigen, der Kalziumspiegel sinken, der Natriumspiegel steigen und eine Übersäuerung des Blutes entstehen kann. Bei älteren Patienten wird zur Vorsicht geraten, insbesondere bei Bluthochdruck, bei einem Diabetes mellitus Typ 2 und bei Störungen der Darmbewegung.

An Nebenwirkungen nennt die Gebrauchsanweisung Krämpfe im Anschluss an die Verabreichung sowie Veränderungen im Erscheinungsbild der Mastdarmschleimhaut, die chemisch bedingt sind. Treten Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen auf, ist die Anwendung abzubrechen und ein Arzt einzuschalten. Blutungen aus dem Mastdarm und Stuhlprobleme, etwa eine ausbleibende Entleerung nach der Anwendung, können auf ernsthafte Probleme hinweisen und sind ebenfalls ein Abbruchgrund. Vor allem bei Anwendungsfehlern und bei Missachtung der Gegenanzeigen kann es zu erhöhten Phosphat- und erniedrigten Kalziumwerten im Blut kommen. Die beiden Konservierungsmittel können Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen, auch als Spätreaktion.

Bei fehlerhafter Anwendung kann die Darmschleimhaut verletzt werden; die Phosphatlösung ruft dann Entzündungen und Gewebezerstörungen hervor, und auch ein Durchbruch der Darmwand ist möglich. Verändert sich das Allgemeinbefinden, treten Schmerzen auf oder kommt es nach der Anwendung zu Blutungen aus dem After, ist umgehend ärztlicher Rat einzuholen.

Bei einer Überdosierung gerät das Gleichgewicht der Elektrolyte durcheinander: Der Phosphatspiegel steigt, der Kalziumspiegel fällt, der Natriumspiegel steigt, und das Blut übersäuert. Daraus können ein gestörter Wasserhaushalt mit Austrocknung, anfallsartige Störungen von Bewegung und Hautempfindung durch den Kalziummangel sowie Bewusstseinsstörungen entstehen. Als Zeichen nennt die Gebrauchsanweisung eine Beschleunigung des Herzschlags, einen Blutdruckabfall, eine verminderte Harnausscheidung, Durst, anfallsartige Muskelkrämpfe besonders an Händen, Füßen und im Gesicht, Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühl vor allem in den Armen sowie Schläfrigkeit. Behandelt wird mit Kalziumpräparaten; hinzukommen können Flüssigkeitsersatz und die Korrektur weiterer Elektrolytstörungen und des Säure-Basen-Haushalts.

Kontraindikationen

Typische Kontraindikationen bei der Verwendung von Natriummonohydrogenphosphat umfassen Zustände, bei denen ein gestörter Elektrolythaushalt vorliegt, insbesondere bei einer Hyperphosphatämie, also einem erhöhten Phosphatspiegel im Blut. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder anderen Nierenerkrankungen besteht ein hohes Risiko, dass überschüssiges Phosphat nicht adäquat ausgeschieden wird, was zu gefährlichen Phosphatablagerungen im Gewebe und Gefäßsystem führen kann.

Auch bei Hypernatriämie (erhöhtem Natriumspiegel im Blut) ist Natriummonohydrogenphosphat kontraindiziert, da es den Natriumgehalt weiter erhöhen kann, was Herz-Kreislauf-Probleme wie Bluthochdruck oder Ödeme begünstigen könnte. Patienten mit Herzinsuffizienz sollten ebenfalls Vorsicht walten lassen, da eine erhöhte Natriumzufuhr das Risiko von Flüssigkeitsansammlungen und einer Verschlechterung der Herzfunktion erhöhen kann.

Ein erniedrigter Kalziumspiegel im Blut (Hypokalzämie) ist nach der Fachinformation der Infusionszubereitung eine weitere Gegenanzeige, weil Phosphat den Kalziumspiegel zusätzlich senkt. Bei einem erhöhten Kalziumspiegel ist Vorsicht geboten, da die Gabe von Phosphaten das Risiko für Kalzium-Phosphat-Ablagerungen verstärken kann. Auch bei Menschen mit gastrointestinalen Störungen, insbesondere bei Verengungen oder Entzündungen des Verdauungstraktes, kann die Einnahme von Natriummonohydrogenphosphat problematisch sein, da es Durchfälle oder Magenbeschwerden auslösen kann.

Interaktionen mit anderen Medikamenten

Die Gebrauchsanweisung des Klistiers und die Fachinformation der Infusionszubereitung nennen übereinstimmend keine bekannten Wechselwirkungen. Aus den Eigenschaften des Phosphats ergeben sich gleichwohl Überschneidungen mit Arzneimitteln, die in den Kalzium-, Phosphat- oder Natriumhaushalt eingreifen. Das gilt zunächst für Kalziumpräparate, weil Phosphat die Aufnahme von Kalzium im Darm vermindert und damit deren Wirkung beeinträchtigen kann. Dies kann das Risiko für eine Hypokalzämie (niedriger Kalziumspiegel im Blut) erhöhen.

Auch Antazida, die Aluminium, Magnesium oder Kalzium enthalten, können die Aufnahme von Natriummonohydrogenphosphat verringern. Diese Substanzen können unlösliche Verbindungen mit Phosphat bilden, wodurch die Bioverfügbarkeit beider Stoffe reduziert wird. In diesem Fall sollten die Einnahmezeiten der Medikamente entsprechend angepasst werden, um Wechselwirkungen zu minimieren.

Diuretika, insbesondere thiazidische Diuretika, können den Kalzium- und Phosphathaushalt beeinflussen und in Kombination mit Natriummonohydrogenphosphat das Risiko einer gestörten Elektrolytbalance erhöhen. Bei gleichzeitiger Gabe von ACE-Hemmern oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) könnte die Nierenfunktion zusätzlich belastet werden, was die Ausscheidung von Phosphat und Natrium beeinträchtigt.

Schließlich kann die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die den Magen-Darm-Trakt beeinflussen, wie zum Beispiel Laxantien, die Resorption von Natriummonohydrogenphosphat verändern, was zu einem veränderten Wirksamkeitsprofil führen könnte. Eine sorgfältige Überwachung und Anpassung der Dosierung kann in diesen Fällen notwendig sein.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Natriummonohydrogenphosphat nicht vertragen wird, gibt es verschiedene alternative Behandlungsmethoden und Wirkstoffe, die in Betracht gezogen werden können, abhängig von der jeweiligen medizinischen Indikation.

Zur Behandlung eines Phosphatmangels (Hypophosphatämie) können alternative Phosphatpräparate wie Kaliumphosphat verwendet werden. Diese bieten eine Möglichkeit, den Phosphatspiegel zu normalisieren, insbesondere wenn eine zusätzliche Natriumzufuhr vermieden werden soll, beispielsweise bei Patienten mit Hypernatriämie oder Herzinsuffizienz.

Bei Störungen des Säure-Basen-Haushalts, bei denen Natriummonohydrogenphosphat normalerweise eingesetzt würde, können andere basische Substanzen wie Natriumbicarbonat oder Kaliumcitrat in Betracht gezogen werden. Diese Wirkstoffe helfen, den pH-Wert im Körper zu regulieren, ohne das Risiko für Phosphat-assoziierte Nebenwirkungen zu erhöhen.

Bei Verstopfung, wo Natriummonohydrogenphosphat oft als Abführmittel verwendet wird, gibt es ebenfalls Alternativen. Osmotische Laxantien wie Polyethylenglykol oder Laktulose können den Stuhl weicher machen und den Darm ohne Phosphatzufuhr stimulieren. Auch Ballaststoffpräparate wie Flohsamenschalen sind eine milde Alternative zur Förderung der Darmtätigkeit.

In jedem Fall sollten alternative Behandlungsoptionen sorgfältig ausgewählt und mit einem Arzt abgestimmt werden, um Wechselwirkungen und mögliche Nebenwirkungen zu minimieren. Die Wahl der richtigen Therapie hängt stark von der zugrundeliegenden Erkrankung und dem individuellen Gesundheitszustand des Patienten ab.

Quellen

  • Layer, P., Rosien, U. (Hrsg.): Praktische Gastroenterologie.
    ISBN: 9783437233722
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