Warme Extremitäten


Experte: Dr. med. Nonnenmacher
Autor: Medizinredaktion
Aktualisiert am: 22. September 2018
Kategorie: Symptome

In der Regel sind heiße und warme Füße, Beine, Hände und Arme kein Symptom für eine ernste Krankheit. Dennoch können diese heißen und warmen Extremitäten auch bei diversen Entzündungserkrankungen und Syndromen auftreten. Anders als bei kalten Extremitäten, empfinden die Betroffenen hierbei zumeist ein Hitzegefühl oder gar brennende Schmerzen in den vorbezeichneten Arealen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind warme Extremitäten

Warme Extremitäten sind Körperregionen, die ohne äußere Einflüsse plötzlich warm bzw. heiß werden.

Warme Extremitäten sind Körperregionen, die ohne äußere Einflüsse plötzlich warm bzw. heiß werden. Betroffen sind in der Regel beide Arme und/oder beide Beine, wobei auch nur eine einzelne Extremität betroffen sein kann. Die warmen Extremitäten treten anfallartig vor allem in Ruhe auf bzw. kurz nach dem Zubettgehen. Die Patienten berichten über eine kurzfristige Linderung, wenn die warmen Extremitäten abgekühlt werden.

Jedoch kehren die Symptome sofort wieder zurück. Dieser Prozess zieht sich oftmals über mehrere Stunden hin. Die warmen Extremitäten weisen i.d.R. eine rote bis tiefrote Farbe auf. Manche Patienten klagen auch über Schwellungen in den betroffenen Arealen. Die warmen Extremitäten gehen oft mit starken Schmerzen sowie neurologischen Ausfällen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen einher. Warme Extremitäten sind insbesondere beim Burning Feet Syndrom als auch beim Restless Legs Syndrom bekannt.

Ursachen

Für die warmen Extremitäten gibt es verschiedene Ursachen. Zum Einen gibt es verschiedene Krankheiten wie z.B. das Burning Feet Syndrom (BFS), das Restless Legs Syndrom (RLS), Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Polyneuropathien oder auch Gefäßentzündungen, die die warmen Extremitäten hervorrufen können.

Auch Erkrankungen des Stoffwechsels als auch des Rückenmarks können die Ursache für die warmen Extremitäten sein. Als Ursache wird auch eine verstärke bzw. erhöhte Durchblutung der betroffenen Regionen angenommen. Des Weiteren kann auch die Einnahme von Medikamenten die sog. warmen Extremitäten hervorrufen. Dies geschieht vor allem dann, wenn diese Medikamente als Wirkung eine Erweiterung der Gefäße aufweisen, was u.U. eine stärkere Durchblutung der Extremitäten zur Folge haben kann.

Eine weitere Ursache für die warmen Extremitäten ist die genetische Veranlagung. Das Restless Legs Syndrom als auch das Burning Feet Syndrom können vererbt werden, wobei die Krankheiten nicht in jeder Generation auftreten müssen.

Krankheiten mit diesem Symptom

Komplikationen

Warme Extremitäten treten vor allem bei entzündlichen Prozessen auf. So können sie beispielsweise bei Venenentzündungen (Phlebitis) vorliegen, welche schwere Komplikationen haben kann. Die Venen können im Verlauf der Entzündung geschädigt werden und können das Blut nicht mehr ausreichend gut transportieren. Dadurch können Krampfadern entstehen.

Außerdem wird vermehrt Flüssigkeit aus den Gefäßen gepresst, so dass Ödeme entstehen. Daneben wird das Risiko aufgrund des entzündlichen Prozesses erhöht, dass sich Blutgerinnsel an der Gefäßwand bilden. Diese können sich im Verlaufe lösen und mit dem Blutstrom weiter transportiert werden. Dadurch kann der Thrombus in die Lunge gelangen und eine Embolie verursachen.

Der Betroffene klagt über Atemnot und Brustschmerzen. Wird der Thrombus noch weiter verschleppt kann er durchaus auch einen Schlaganfall (Apoplex) auslösen. Dabei weist der Betroffene Lähmungen und eine je nach Lokalisation spezifische Ausfallsymptomatik vor. Des Weiteren können sich die Extremitäten auch bei entzündlichen Gelenkerkrankungen erwärmen. Bei der Arthrose oder Arthritis wird der Gelenkknorpel stark abgenutzt.

Dadurch entstehen Einrisse und Spalten, die bis hin zum Knochen gehen können. Das Gelenk kann sich dabei stark deformieren und die Bewegung des Patienten wird dadurch stark eingeschränkt. Auch der Knochen kann dabei trümmern und es entstehen starke Schmerzen, die Lebensqualität wird dadurch sehr stark eingeschränkt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Warme Extremitäten sollten in jedem Fall medizinisch abgeklärt werden. Meist deuten heiße Füße, Beine, Hände und Arme auf ein ernstes Grundleiden hin, das sich unbehandelt noch verstärken kann. Es empfiehlt sich deshalb, bereits bei ersten Symptomen einen Arzt zu konsultieren. Besonders dringlich ist die medizinische Abklärung, wenn Schmerzen, Juckreiz oder Fieber hinzukommen. So deuten Schmerzen auf eine Gicht oder Thrombose hin, während bei Fieber womöglich eine Entzündung der Venen vorliegt.

Generell gilt also: warme Extremitäten, die ohne erkennbare Ursache auftreten und länger als üblich bestehen bleiben, müssen medizinisch untersucht und behandelt werden. Wer bereits unter einer Erkrankung der Venen leidet, sollte mit warmen Extremitäten zum zuständigen Arzt. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Grundleiden mit ähnlichen Symptomen verbunden ist. Patienten, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten bei heißen Gliedern zum Arzt gehen und nach Möglichkeit auf ein anderes Medikament wechseln. Kinder, Schwangere und andere Risikogruppen sollten warme Extremitäten ebenfalls abklären lassen. Treten die Beschwerden ganz plötzlich auf und nehmen im Verlauf rasch zu, empfiehlt sich der Gang in die Notfallambulanz.

Behandlung & Therapie

Bevor man effektiv mit einer Behandlung beginnen kann, müssen zuvor die Ursachen der warmen Extremitäten gefunden werden. Denn je nach Ursache werden die Symptome der warmen Extremitäten unterschiedlich behandelt. Deshalb müssen zuvor verschiedene Krankheiten wie z.B. Lyme Borreliose, Erythromelalgie oder auch Morbus Raynaud ausgeschlossen werden.

Werden die Symptome z.B. durch ein Medikament hervorgerufen, so lindern sich die Beschwerden nach dem Absetzen des Medikaments. Mitunter reicht auch schon die Änderung bzw. die Verringerung des Wirkstoffs aus, um die warmen Extremitäten wieder „abzukühlen“.

Werden die warmen Extremitäten durch eine Krankheit wie das BFS oder RLS hervorgerufen, so muss zu Beginn die Krankheit an sich behandelt werden. Mittels Medikamente können die Beschwerden gelindert werden. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit der warmen Extremitäten ist eine Schmerztherapie. Des Weiteren hat auch Akupunktur in Kombination mit anderen Therapien wie z.B. Schmerztherapie, Physio- und Ergotherapie, gute Erfolge erzielt.

Aussicht & Prognose

In den meisten Fällen können zu warme Extremitäten relativ gut behandelt oder gar vermieden werden. Nur in schwerwiegenden Fällen handelt es sich bei den warmen Extremitäten und eine Krankheit, die durch den Arzt behandelt werden muss. In der Regel tritt das Symptom durch die Einnahme bestimmter Medikamente auf, die die Durchblutung fördern. In diesem Falle sollte das Medikament gewechselt werden, allerdings muss dabei immer Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Sollte es sich um eine Entzündung an den Venen oder um das Burning-Feet-Syndrom handeln, so können diese Krankheiten ebenfalls zu warmen Extremitäten führen.

Die Ursache für das Symptom kann relativ gut durch einen Bluttest bestimmt werden. Die Behandlung selbst hängt dabei von der Ursache ab. Bei der Änderung oder dem kompletten Absetzen von Medikamenten kommt es in der Regel zu einer sofortigen Besserung.

Sollte es bei den warmen Extremitäten auch zu Schmerzen kommen, so kann eine Schmerztherapie verordnet werden. Bei älteren Personen sind Physiotherapien sinnvoll, um das Symptom langfristig zu bekämpfen. In den meisten Fällen können die warmen Extremitäten jedenfalls gut behandelt werden, sodass es zu keinen weiteren Erkrankungen oder Beschwerden kommt.

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Vorbeugung

Um den warmen Extremitäten vorzubeugen gibt es verschiedene Mittel. Falls die Ursache bei den Medikamenten liegt, so sollte man diese absetzen bzw. nach einem Ausweichpräparat Ausschau halten.

Des Weiteren sind heilpraktische Methoden hilfreich. Es hilft wenn man die betroffenen Körperpartien mehrmals täglich kalt abduscht.

Da viele Patienten berichten, dass die Beschwerden vor allem nachts und in Ruhe auftreten, ist es hier hilfreich, wenn man kurz vor dem Schlafen die warmen Extremitäten abkühlt bzw. die betroffenen Areale über der Bettdecke belässt.

Wichtig sind vor allem auch ausreichende Bewegung sowie eine gesunde Ernährung, da sie den Stoffwechsel positiv beeinflussen.

Das können Sie selbst tun

Warme Extremitäten deuten auf eine ernste Erkrankung hin und sollten medizinisch abgeklärt werden. Abhängig von der Ursache können heiße Hände und Füße mit einigen Hausmitteln und Maßnahmen selbst behandelt werden. Zunächst empfiehlt es sich, die warmen Glieder hochzulagern und zu schonen. Ätherische Öle aus Minze oder Rosmarin kühlen die Extremitäten und fördern die Durchblutung. Bei heißen Füßen kann ein lauwarmes Fußbad mit basischen Zusätzen helfen. Nachts oder bei der Arbeit können die Beine mit feuchten Wickeln gekühlt werden.

Wirksame Naturheilmittel sind unter anderem Knoblauch und Weißdorn. Sie regulieren den Blutkreislauf und beugen Durchblutungsstörungen zuverlässig vor. Zu diesem Zweck sollte auch auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Verzichtet werden muss auf Genussmittel wie Alkohol, Koffein und Nikotin, da diese die Beschwerden mitunter noch verstärken können.

Neben diesen Allgemeinmaßnahmen versprechen auch Akupunktur und andere Therapie wie etwa die Physio- und Ergotherapie oder die Schmerztherapie Linderung. Womöglich sind die warmen Extremitäten auch auf ein Medikament zurückzuführen. Im Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann die Ursache der Beschwerden meistens geklärt und eine geeignete Gegenmaßnahme ergriffen werden.

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Plewig, G. et al.: Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Heidelberg 2012
  • Pongratz, D., Zierz, S.: Neuromuskuläre Erkrankungen: Diagnostik, interdisziplinäre Therapie und Selbsthilfe. Deutscher Ärzteverlag, Köln 2003


Mein Name ist Dr. med. Albrecht Nonnenmacher. Ich bin leitender Oberarzt für Innere Medizin & Pneumologie. Als medizinischer Experte gewährleiste ich mit meiner langjährigen beruflichen Erfahrung die medizinische Qualitätsicherung hier auf MedLexi.de. So kann ich Ihnen helfen, Ihre Gesundheit besser zu verstehen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

ulla kommentierte am 22.08.2012

Das erste Mal, dass ich lese, dass dieses Symptom im Rahmen einer Lyme-Borreliose auftritt. Bisher haben mich viele Ärzte meist als Simulant angesehen. Das Symptom ist bei mir noch verbunden mit einem unangenehmen Gefühl, als wenn man Bälle unter den Fußsohlen hätte. Es verschwindet nach etlichen Schritten, tritt aber sofort wieder auf, wenn die Füße keinen Gegendruck aufweisen, also bei jedem Sitzen oder Liegen und ist sehr unangenehm. Das RLS tritt sofort auf, wenn ich mich hinsetze. Am besten, ich bin den ganzen Tag auf den Füßen, also an Bewegungsmangel liegt es keinesfalls. Ich wünsche mir mehr Forschung in Sachen Borreliose.

Pitty kommentierte am 23.10.2012

Bei mir beginnt die Bettruhe sehr oft mit dem RLS. Dann beginnen auch die Füße so heiß zu werden, dass ich mit ihnen ständig nach kühlen Stellen im Bett suchen. Seit geraumer Zeit werde ich nachts und morgens davon wach, dass sie immer noch oder schon wieder heiß sind und die "Kühle-Stellen-Suche" in vollem Gang ist. Dass es zwischen dem RLS und deb heißen Füßen Zusammenhänge gibt, wußte ich bislang nicht. Mir hat ein Arzt empfohlen, vor dem Zubettgehen mit lauwarmem Wasser die Beine ab der Hüfte sanft abzubrausen. Manchmal hilft das etwas. Es wäre aber gut, wenn es nachhaltigere Heilungsmethoden gäbe.

Fabi kommentierte am 24.10.2012

Bei mir treten die heiße Füßen meist bei Bewegung auf. Spazieren, Joggen, Schwimmen, Radfahren, Unkraut zupfen etc. Nur selten ist es auch abends der Fall wenn ich nichts tue. Bei mir sind hauptsächlich die Zehen betroffen. Es ist alles untersucht worden, aber nichts gefunden. Habe meinen Hausarzt schon gewechselt weil er das Problem nicht ernst nahm. Ich bin weiblich, schlank, sportlich und muskulös, 29 Jahre alt und kann an schlechten Tagen nicht einmal mit den Hunden Gassi gehen. Ich laufe zu hause nur barfuß auf den Fliesen, damit es kühlt. Socken trage ich kaum noch. Wäre toll wenn jemand einen Rat hätte.

Fabienne T kommentierte am 21.04.2013

Ich habe das Problem seit rund 3,5 Jahren. Ich bin 29 Jahre alt, weiblich, schlank und sportlich. Kein Arzt konnte mir bisher helfen. Alle Untersuchungen blieben erfolglos. Die Symptome treten bei mir teilweise im Sitzen auf oder auch wie beschrieben nachts im Liegen. Am schlimmsten ist es jedoch bei Bewegung. So kann ich derzeit nur noch bedingt joggen (nach ca. 20 Min gehts los - früher bin ich Halbmarathon gelaufen!), Rennradfahren nur ohne Socken und sehr dünnen Schuhen. Auch beim Schwimmen und Reiten tritt es auf. Selbst beim Gassigehen mit dem Hund (nach ca. 20 Min) oder bei leichter Gartenarbeit. So finde ich den Tipp mit der Bewegung für mich komplett ungeeignet. Ärzte meinen ich soll damit leben. Fakt ist, dass ich mit 29 Jahren und sportlich muskulöser Figur nicht mal mehr 20 Minuten spazieren kann ohne das die Zehen anschwellen und teilweise auch die Knie.

Alrusu kommentierte am 07.11.2013

Das Problem mit brennenden heißen Füßen - verbunden mit Taubheitsgefühlen in den Zehen - kenne ich seit 3 Jahren. Bei mir trat es aber nur im Ruhezustand auf, sodass das Einschlafen zum großen Problem wurde. Habe alle Ärzte konsultiert und jetzt nehme ich 1-2 Std. vor dem Schlafengehen 1x Gabapentin 300mg und merke richtig, wie es besser wird. Ich kann auch wieder sehr gut einschlafen.

chiradosi kommentierte am 17.12.2013

Ich habe diese Probleme der heißen Hände und Füße seit über 10 Jahren. Besonders stark tritt das im großen Zeh auf, wenn ich ihn länger als 15 Minuten belaste. Vor einigen Jahren wurden Morbus Raynaud und Erythromelalgie diagnostiziert. Ich kann kaum kochen, mich in der Sonne aufhalten oder Sport machen. Mittlerweile habe ich deswegen Depressionen. Zusätzlich habe ich oft eitrige Entzündungen an den Zehnägeln. Die Lebensqualität leidet sehr darunter. Psychische Faktoren können manchmal auch ein Auslöser sein.
Wohin kann ich mich wenden? Alle Versuche waren bisher erfolglos.

caroR kommentierte am 18.07.2014

Ich leide seit vielen Jahren an RLS. Zudem "kochen" meine Füße nachts seit einem Jahr regelrecht. Ich suche verzweifelt eine kühle Stelle auf meiner Bettdecke. Oft kühle ich in der Nacht meine Füße in einer Schüssel mit kaltem Wasser, aber es hilft nur kuzzeitig und die Müdigkeit am Tage ist groß. Meine Lebensqualität leidet schon sehr darunter. RLS-Medikamente helfen nur kurzweilig. Wer hat solche Erfahrungen gemacht und wie kann geholfen werden?

Olma kommentierte am 18.08.2014

Ich leide seit 20 Jahren in den Sommermonaten unter heißen Füßen, aber nur in Ruhestellung. Ich suche stundenlang im Bett kühle Stellen. Durch Abkühlung wird das Brennen erst gelindert, kehrt dann aber doppelt so schlimm zurück. Ich habe gelesen, dass Nikotin- und Alkoholkonsum dazu beitragen können. Immerhin habe ich kein Taubheitsgefühl, kein Stechen und keine Schmerzen, nur brennend heiße Füße. Kennt das jemand?

Biene kommentierte am 15.10.2014

Ich habe seit etwa 4-5 Jahren Durchschlafstörungen durch heiße Füße. Ich muss Nachts immer und immer wieder aufstehen, um die Füße zu kühlen. Es ist weder Restless Legs noch Burning Feet. Meine Beine sind nicht betroffen und ich habe auch keine unruhigen Beine. Es ist nur, dass ich heiße Füße nachts habe. Am Tag ist alles ok und da habe ich auch teilweise sehr kalte Füße. Ich war nun schon bei vielen Ärzten und habe viele Medikamente ausprobiert, aber nichts hat geholfen. Möchte ungern richtige Schlaftabletten nehmen, da diese in die Abhängigkeit treiben. Da mein Körper durch die heißen Füße nur sehr sehr wenig Schlaf bekommt in den letzten Jahren und es sich verschlimmert hat, habe ich kürzlich einen Hörsturz gehabt, da der Körper einfach nicht mehr konnte. Vielleicht hat ja hier einer eine Idee was man noch machen kann?

Georg kommentierte am 22.11.2014

Ich habe Jahrzehnte lang vor allem im Sommer unter heißen Füssen gelitten. Auch bei mir konnten die Ärzte nichts finden. Das Einzige was temporär half, war Abkühlung mit Wasser, Creme und/oder Hochlagerung der Beine. Verraten muss ich nun auch, dass ich die ganze Zeit Zigaretten geraucht habe. Nun habe ich seit einigen Jahren das Rauchen aufgegeben und die heißen und brennenden Füße sind verschwunden. Ein wunderbarer Nebeneffekt, den die verbesserte Blutzirkulation bewirkt hat.

farsad kommentierte am 08.12.2014

Ich habe auch seit über 5 Jahren brennend heisse Füße. Genau wie mehrmals schon erwähnt, suche ich ständig nach kalten Stellen, um meine Füße zu kühlen. Das geht meistens stundenlang, bis ich irgendwann einschlafe. Ich leide an akuter Müdigkeit und bin deswegen über den Tag überdreht, lustlos und demotiviert irgendwas zu machen.

Ich studiere, mache regelmäßig Sport, bin viel unterwegs, rauche nicht, trinke sehr selten und habe einen richtig guten Stoffwechsel.

Nacht für Nacht habe ich damit zu kämpfen und kann meistens bis zu 5 Stunden nicht einschlafen. Im Winter habe ich sogar mein Fenster offen und die Heizung aus, damit mein Zimmer kalt ist. Ich schlafe nie mit Decke über meinen Füßen ein. Ich werde richtig verrückt davon, da mein Alltag darunter leidet. Schlafmangel, launisch, ab und an depressiv.

Mein Hausarzt sagt, versuch deine Füße zu kühlen. Ich habe alles Mögliche versucht: Socken eingefroren und beim Schlafen angezogen, die wurden nach kurzer Zeit wieder heiss. Ich habe sogar ein Kühlgel einmassiert. Es hält vielleicht 2-3 min. Kaltes Wasser hilft vielleicht 3-5 Minuten.

Susbi kommentierte am 05.02.2015

Ich hab das auch gehabt, aber mein Arzt wusste zum glück, wie das aufhört.
Er hat mir Medivitan verschrieben. Muss man zwar privat bezahlen, aber es hat geholfen. Nach ca. 3-4 Wochen war alles weg und ich konnte endlich wieder ruhig und fest schlafen. Das sind Vitamin B-Depots, 8 fertige Spritzen, jede Woche eine Spritze und die Beschwerden waren weg. Für mich waren die 50€ eine lohnende Investition. Probieren und geniessen ;)

Philadelphia kommentierte am 09.04.2015

Hier wurde immer von den Füßen gesprochen. Ist das auch in den Händen möglich? Ich leide seit Jahren unter heißen Händen und Füßen. Aber ich habe auch richtig Schmerzen dabei. Rheuma wurde schon ausgeschlossen. Vielleicht kann darauf jemand antworten mit seinen Erfahrungsberichten?

Elisabeth kommentierte am 09.02.2016

Ich habe seit mehreren Jahren RLS, welches mit Sifrol behandelt wird. Seit ca. einem Monat habe ich mit den Tabletten Schwierigkeiten. Eine Stunde nach der Einnahme beginnt die Zappelei. Hat das mit RLS zu tun?

Karumo kommentierte am 18.05.2016

Ich bekomme extrem heiße Füße, wenn ich stehe oder langsam laufe. Es zieht sich hoch vom Knöchel bis in den Hintern. Verbunden sind die heißen Füße mit einem Taubheitsgefühl.
Ich versuche mit Physiotherapie and Medizin (Lyrica) das Phänomen unter Kontrolle zu bringen. So weit ohne Erfolg. Bemerken kann ich, dass keine Schwellungen auftreten. Sobald ich mich hinsetze, nach kurzzeitigem Gehen, wird es sofort wieder besser. Das Hitzegefühl kommt nicht, wenn ich auf dem Laufband sehr schnell renne. Was kann ich machen?

Radfahrer kommentierte am 07.06.2016

Mir fallen seit einigen Wochen meine heißen Füße auf. Eigentlich seit ich jetzt keine festen Schuhe, sondern Riemensandalen trage. Einher gehen die heißen Füße mit merkwürdigen Fußgefühlen. Spiele ich mit den Zehen (ich bewege sie also so, als wäre mir kalt), empfinde ich ein Spannen der Haut um die Zehen. Hauptsächlich unten. So wie nach einem Sonnenbrand die Haut spannt. Eine gewisse Taubheit scheint mir gefühlsmäßig damit verbunden. Zunächst fiel mir auf, dass ich öfter aus den Schuhen stieg um meine Socken zu richten, ich empfand so, als hätte ich eine Stoffrolle unter den Zehen. Aber da war nie etwas mit den Socken. Gehen und Radfahren kann ich normal will mir scheinen. Was kann das bedeuten und was kann ich machen?