Budipin
Medizinische Expertise: Dr. med. NonnenmacherQualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 11. September 2026Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.
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Bei Budipin handelt es sich um einen Arzneimittelwirkstoff, der zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt wird. Er ist für die Kombinationsbehandlung mit anderen Anti-Parkinson-Mitteln bestimmt. Vor allem wird durch Budipin das typische Zittern der Erkrankten vermindert und die verlangsamten Bewegungen werden verbessert. In Deutschland ist allerdings kein budipinhaltiges Fertigarzneimittel mehr im Handel.
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Was ist Budipin?
Budipin wird zur Behandlung von Parkinson in Kombination mit anderen Parkinson-Mitteln verwendet. Diese Erkrankung ist geprägt von Zittern (Tremor), Bewegungsarmut beziehungsweise Bewegungslosigkeit und Muskelstarre. Vorrangig hilft der Wirkstoff gegen den Tremor, der für das krankheitsspezifische Zittern sorgt. Zudem wird die allgemeine Beweglichkeit der Betroffenen positiv verändert. In Deutschland ist gegenwärtig kein budipinhaltiges Fertigarzneimittel mehr im Handel; die Angaben zu Anwendung und Sicherheit in diesem Artikel geben den Stand der zuletzt zugelassenen Zubereitung wieder.
Die Substanz selbst kann keiner bestimmten Wirkstoffgruppe zugeordnet werden. Sie besitzt sowohl anticholinerge und serotonerge als auch dopaminerge sowie NMDA-antagonistische Eigenschaften. Alle diese Eigenschaften tragen zur Wirkung bei der Parkinson-Krankheit bei; die NMDA-antagonistische ist dabei nur schwach ausgeprägt. Diese NMDA-Antagonisten hemmen die Wirkung von Glutamat. Gerade bei den Parkinson-Erkrankten ist dieser Botenstoff in hoher Konzentration vorhanden. Insgesamt muss Budipin also den Dopaminrezeptor-Agonisten, den MAO-Hemmern sowie den NMDA-Rezeptor-Antagonisten zugeordnet werden.
In Arzneimitteln lag Budipin nicht als freie Base vor, sondern als Budipinhydrochlorid. Die molare Masse der freien Base beträgt 293,45 Gramm pro Mol. Die zuletzt in Deutschland angebotene Zubereitung war eine runde, weiße magensaftresistente Tablette; der magensaftresistente Überzug bewirkt, dass sich der Wirkstoff nicht bereits im Magen, sondern erst im nachfolgenden Darmabschnitt freisetzt. Zu den sonstigen Bestandteilen zählten unter anderem Lactose-Monohydrat und Maisstärke. Menschen mit einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern war deshalb eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vor der Einnahme empfohlen.
Zugelassen war Budipin für die Kombinationsbehandlung der Parkinson-Krankheit, und zwar bei Betroffenen ohne Schwankungen im Krankheitsbild; der Wirkstoff trat also zu einer bereits laufenden Behandlung hinzu und bildete nicht deren Grundlage. Als häufiger Kombinationspartner wird Levodopa genannt. Die Gebrauchsinformation weist ausdrücklich darauf hin, dass die klinischen Erfahrungen mit höheren Tagesmengen und mit der Langzeitanwendung beschränkt sind.
Pharmakologische Wirkung
Es stimuliert einerseits die Dopamin-Rezeptoren, wobei es die Wirkung von Dopamin nachahmt. Andererseits sorgt der Wirkstoff dafür, dass der Botenstoff Glutamat nur gehemmt freigesetzt wird. Hierdurch wird die Wiederaufnahme des Dopamins in die Nervenzelle vermindert. Ebenfalls beeinflusst Budipin das Enzym Monoaminooxidase (MAO), wodurch das Dopamin zusätzlich verstärkend wirken kann.
Medikamente mit Budipin begünstigen den Einfluss fast aller Botenstoffsysteme im Gehirn, die bei der Parkinson-Krankheit beeinträchtigt werden. Zu den beiden Haupteffekten des Mittels zählen eine Reduzierung des Tremors sowie eine bewegungsfördernde Wirkung. Klinische Daten zur Wirksamkeit des Mittels sind nur in begrenztem Maße erhältlich. Die Halbwertszeit des Wirkstoffes beträgt 31 Stunden.
Vor Beginn der Therapie ist eine ausführliche Untersuchung des Herzens notwendig. Budipinhaltige Medikamente können im Einzelfall lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Aufgrund dieser negativen Auswirkungen auf das Herz müssen Patienten vor Therapiestart eine schriftliche Verpflichtungserklärung zu regelmäßigen EKG-Kontrollen unterschreiben. Nicht nur zu Beginn der Therapie muss ein EKG geschrieben werden, sondern ebenfalls nach einer Woche sowie nach drei Wochen im Anschluss an die Erstmedikation. Anschließend sollte eine Untersuchung mindestens jährlich durchgeführt werden. Auch vor und nach jeder späteren Erhöhung der Dosis ist ein EKG vorgeschrieben.
Medizinische Anwendung & Verwendung
Budipin eignet sich vor allem zur Behandlung von leichteren Krankheitsfällen. Für eine Kombinationsbehandlung mit anderen Parkinson-Mitteln ist der Wirkstoff geeignet. Zugelassen war ausschließlich diese Kombinationsbehandlung, und zwar bei Betroffenen ohne Schwankungen im Krankheitsbild. Für gewöhnlich beginnt die Therapie mit Einzelgaben von 10mg, wobei die Dosis bis zu 3x20mg gesteigert werden kann. Darüber hinaus wird nicht weiter gesteigert; bleibt die gewünschte Wirkung aus, ist die Behandlung ausschleichend zu beenden.
Die Parkinson-Behandlung mit Budipin sollte einschleichend begonnen werden. Indem die Dosis langsam gesteigert wird, können Nebenwirkungen möglichst gering gehalten werden. Die Einnahmen sollten im Tagesverlauf möglichst früh erfolgen. Die Verwendung nach 16 Uhr sollte vermieden werden, da durch die späte Medikation die Gefahr für mögliche Schlafstörungen erhöht ist. Um lebensbedrohliche Zustände wie Kammerflimmern oder Herzrhythmusstörungen zu vermeiden, müssen bei der Behandlung die Kontraindikationen strengstens beachtet werden. Es müssen sowohl EKG-Kontrollen als auch ein Ausgleich des Elektrolythaushaltes erfolgen.
Sollten Patienten ihr Herz ungewöhnlich schnell und unregelmäßig wahrnehmen (Palpitationen), beklagen sie Schwindel oder kurzzeitige Bewusstlosigkeit, muss das Medikament sofort abgesetzt werden. Im Falle eines gezielten Absetzens muss das Mittel langsam ausgeschlichen werden.
Die Entstehung der Parkinson-Erkrankung ist bis heute noch nicht ausreichend geklärt. Eine zielgerichtete Vorbeugung ist nicht möglich. Jedoch können sowohl eine gesunde Lebensweise als auch ausreichend Bewegung und geistige Aktivitäten das Ausbrechen der Krankheit vermutlich verzögern.
Risiken & Nebenwirkungen
In den klinischen Studien zum Wirkstoff standen Störungen des Verdauungstraktes, Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie psychische Störungen im Vordergrund. Als gelegentliche unerwünschte Wirkungen sind Sinnestäuschungen, Albträume, Kopfschmerzen und Sehstörungen sowie eine motorische Unruhe beschrieben. Über den bereits genannten Kreis hinaus nennt die Gebrauchsinformation der zuletzt zugelassenen Zubereitung Beschwerden aus sehr unterschiedlichen Organbereichen: Angstzustände, Nervosität, Schlafstörungen und Bewusstseinstrübung ebenso wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, ein beeinträchtigtes Denkvermögen, Teilnahmslosigkeit, ein Delirium und eine Psychose. Am Nervensystem können Benommenheit, Gangstörungen, Rastlosigkeit, Sprachstörungen, eine Störung der Bewegungsabläufe, Empfindungsstörungen der Haut, eine Unfähigkeit still zu sitzen und Geschmacksstörungen auftreten, dazu eine übermäßige Bewegungsaktivität.
Am Auge sind neben Sehstörungen auch Akkommodationsstörungen, Augenschmerzen und eine Weitstellung der Pupille beschrieben, am Ohr Ohrgeräusche. Der Verdauungstrakt kann mit Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Durchfall, weichem Stuhl, einer Entzündung der Zunge oder der Mundschleimhaut sowie Blähungen reagieren. An Nieren und Harnwegen kommen eine Harnverhaltung, eine gestörte Blasenentleerung, Harndrang, ein schmerzhafter Harndrang und Nierenschmerzen vor. Weiter genannt sind verstärktes Schwitzen, trockene Haut, eine Gewichtsabnahme, Blässe, Kraftlosigkeit, Brustschmerzen, ein allgemeines Unwohlsein und ein Blutdruckabfall beim plötzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen.
Gesondert zu betrachten sind die Wirkungen am Herzen. Neben der im EKG messbaren Verlängerung der QT-Zeit wurde in Einzelfällen über Herzrhythmusstörungen berichtet, darunter eine beschleunigte Herzschlagfolge, Kammerflimmern und die als Torsades de Pointes bezeichnete, möglicherweise lebensbedrohliche Form. Die meisten der betroffenen Patienten hatten eine umfangreiche Begleitmedikation oder ein bereits vorher bekanntes erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen. Auf dieses Risiko zielt das Kontrollprogramm, das die Anwendung des Wirkstoffs begleitete.
Budipin darf lediglich von Ärzten verschrieben werden, die schriftlich festlegen, dass sie die vorgeschriebenen Vorsichtsmaßnahmen genauestens einhalten. Neben den regelmäßigen EKG-Kontrollen und unter strenger Berücksichtigung der Kontraindikationen zählt hierzu ebenfalls der Ausgleich der Elektrolyte.
Die Einnahme von Budipin darf unter bestimmten Umständen nicht erfolgen. Zu den Kontraindikationen zählen neben Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen (u.a. AV-Block und ventrikuläre Arrhythmien), Herzverlangsamung (Bradykardie) und Herzmuskelerkrankungen auch die neuromuskuläre Störung Myasthenia gravis sowie Kalium- und Magnesiummangel. Ausgeschlossen ist die Anwendung ferner bei bekannter Verlängerung des QT-Intervalls oder angeborenem QT-Syndrom in der Familie sowie zusammen mit Amantadin und anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern.
Verabreichung & Dosierung
Budipin wurde als magensaftresistente Tablette eingenommen. Die Tabletten wurden nach den Mahlzeiten unzerkaut und mit reichlich Flüssigkeit geschluckt; ein Zerteilen oder Zerkauen hätte den magensaftresistenten Überzug zerstört. Die Dosierung legte der behandelnde Arzt individuell fest.
Der Behandlungsbeginn erfolgte einschleichend mit einer niedrigen Einzelgabe, die auf den Tag verteilt mehrfach eingenommen wurde. Eine Steigerung der Tagesdosis war erst nach einer in der Gebrauchsinformation festgelegten Wartezeit vorgesehen und blieb nach oben begrenzt. Blieb der erwünschte Behandlungserfolg nach Erreichen dieser Grenze aus, war die Behandlung ausschleichend zu beenden. Auch die Dauer der Anwendung bestimmte der Arzt; ein abruptes Absetzen war in keinem Fall vorgesehen.
Bei einer hochgradigen Störung der Nierenfunktion oder einem schweren Leberschaden galt eine niedrigere Tageshöchstmenge als bei ungestörter Organfunktion. In diesen Fällen waren zusätzlich regelmäßige laborchemische Kontrollen der Nieren- und Leberwerte erforderlich. Bei Patienten unter 18 Jahren sollte der Wirkstoff nicht angewendet werden, weil für Säuglinge, Kinder und Jugendliche keine Erfahrungen vorlagen.
Den eigentlichen Rahmen der Anwendung bildete jedoch nicht das Einnahmeschema, sondern das Überwachungsprogramm am Herzen. Vor Behandlungsbeginn sowie eine und drei Wochen danach war jeweils ein EKG zu schreiben und auf die seltene Verlängerung des QT-Intervalls zu prüfen; weitere Kontrollen folgten vor und nach späteren Dosiserhöhungen sowie in jährlichen Abständen. Menschen mit einem Herzschrittmacher durften Budipin nur mit dem Einverständnis des behandelnden Kardiologen erhalten. Zustände, die mit häufigem oder anhaltendem Erbrechen oder Durchfall einhergehen, waren dem Arzt zu melden, damit die Blutsalze kontrolliert werden konnten.
Kontraindikationen
Die Gegenanzeigen von Budipin betreffen zum weit überwiegenden Teil das Herz. Ausgeschlossen war die Anwendung bei einer schweren, nicht ausgeglichenen Herzschwäche, bei entzündlichen Herzerkrankungen, bei einem vorbekannt verlangsamten Herzrhythmus und bei allen weiteren schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte. Hinzu kommen die bereits genannten Formen der Störung der elektrischen Erregungsrückbildung: ein bekanntes langes QT-Intervall, das Auftreten sogenannter U-Wellen im EKG und ein angeborenes QT-Syndrom in der Familiengeschichte. Auch eine verminderte Konzentration von Kalium oder Magnesium im Blut schließt die Anwendung aus.
Über das Herz hinaus nennt die Gebrauchsinformation drei weitere Gegenanzeigen. Die erste ist eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels. Die zweite ist die krankhafte Muskelschwäche Myasthenia gravis. Die dritte betrifft fortgeschrittene neurologische Erkrankungen, die nicht durch die Parkinson-Krankheit selbst bedingt sind, etwa bestehende Verwirrtheitszustände oder Sinnestäuschungen. Dieser Punkt verdient Beachtung, weil Verwirrtheit und Halluzinationen zugleich als unerwünschte Wirkungen des Wirkstoffs auftreten können: Bestehen sie bereits vor der Behandlung, ist die Anwendung ausgeschlossen.
Von diesen Gegenanzeigen zu trennen sind die Warnhinweise, bei denen eine Anwendung möglich bleibt, aber besondere Vorsicht verlangt. Dazu zählt das Engwinkelglaukom, bei dem der Augeninnendruck in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren ist, sowie die bereits genannte hochgradige Nierenfunktionsstörung und der schwere Leberschaden. Ebenfalls unter die Warnhinweise fällt der Hinweis auf Impulskontrollstörungen: Bemerken Angehörige oder Betreuende eine ungewöhnliche Verhaltensänderung, ist die Behandlung ärztlich zu überprüfen.
Während Schwangerschaft und Stillzeit durfte Budipin nicht eingenommen werden, weil zur Anwendung bei schwangeren oder stillenden Patientinnen keine Daten vorliegen. Schließlich kann der Wirkstoff das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen und das Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt sind; im Zusammenwirken mit Alkohol gilt das in verstärktem Maße.
Interaktionen mit anderen Medikamenten
Die wichtigste Wechselwirkung von Budipin ergibt sich aus seiner Wirkung auf das Herz. Arzneimittel, für die eine Verlängerung des QT-Intervalls bekannt ist, durften nicht zusammen mit Budipin angewendet werden. Die Gebrauchsinformation nennt dafür eine lange Reihe von Beispielen aus ganz unterschiedlichen Stoffgruppen: bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Amiodaron und Sotalol, bestimmte Antipsychotika wie Thioridazin, Chlorpromazin, Haloperidol und Pimozid, bestimmte tri- und tetrazyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, bestimmte Antihistaminika wie Astemizol und Terfenadin, bestimmte Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin und Clarithromycin, bestimmte Gyrasehemmer sowie Azol-Antimykotika. Dazu kommen Amantadin, Halofantrin, Cotrimoxazol, Pentamidin, Cisaprid und Bepridil. Auch die gleichzeitige Einnahme von Domperidon war zu vermeiden. Die Liste erklärt, warum vor der Verordnung eines neuen Arzneimittels der behandelnde Arzt einzubeziehen war, und sie gilt auch für Arzneimittel, die erst kurz zuvor angewendet wurden.
Eine zweite Wechselwirkung betrifft den Abbau in der Leber. Budipin kann die Verstoffwechselung von Arzneimitteln beeinflussen, die über das Enzym CYP2D6 abgebaut werden; als Beispiel nennt die Gebrauchsinformation den Betablocker Metoprolol. Bei gleichzeitiger Gabe sollte die Dosis solcher Arzneimittel verringert werden. Umgekehrt lässt sich ein Anstieg des Budipinspiegels mit verstärkten Nebenwirkungen nicht ausschließen.
Drittens verstärkt Budipin die Wirkung anderer Antiparkinsonmittel sowie von Arzneimitteln, die auf das Zentralnervensystem stimulierend einwirken. Da Budipin für die Kombinationsbehandlung bestimmt war, betrifft dieser Punkt die übliche Anwendung unmittelbar.
Alternative Behandlungsmethoden
Da in Deutschland kein budipinhaltiges Fertigarzneimittel mehr im Handel ist, stellt sich die Frage nach dem Ersatz für jede Behandlung, die sich früher auf diesen Wirkstoff stützte. Die Grundlage der Parkinson-Behandlung bildet unverändert Levodopa, die Vorstufe des Botenstoffes Dopamin, die zusammen mit einem Hemmstoff des peripheren Abbaus wie Benserazid gegeben wird. Sie wirkt auf die Bewegungsverlangsamung und die Muskelsteifigkeit am zuverlässigsten.
Daneben stehen die Dopaminagonisten, die die Wirkung des Dopamins am Rezeptor nachahmen, ohne selbst in Dopamin umgewandelt zu werden. Zu ihnen zählen Bromocriptin und Apomorphin; letzteres wird in der Spätphase der Erkrankung als Dauerinfusion oder als Spritze unter die Haut eingesetzt. Für das Zittern, auf das Budipin vorrangig zielte, kommen außerdem die Anticholinergika in Betracht, deren bekanntester Vertreter Biperiden ist; in der Behandlung der Parkinson-Krankheit selbst werden sie heute allerdings nur noch selten verordnet.
Ein weiterer Wirkstoff mit NMDA-antagonistischen Eigenschaften ist Amantadin. Er teilt diese Eigenschaft mit Budipin, darf mit ihm aber gerade nicht kombiniert werden, weil beide Substanzen das QT-Intervall verlängern können. Als Ersatz statt als Begleiter kommt er dagegen in Frage. Über die Arzneimittel hinaus haben die Physiotherapie, die Logopädie und die Ergotherapie einen festen Platz in der Behandlung; die Entstehung der Parkinson-Erkrankung ist bis heute nicht ausreichend geklärt, eine zielgerichtete Vorbeugung gibt es nicht.
Quellen
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