Stoßwellentherapie

Dr. med. NonnenmacherMedizinische Expertise: Dr. med. Nonnenmacher
Qualitätssicherung: Dipl.-Biol. Elke Löbel, Dr. rer. nat. Frank Meyer
Letzte Aktualisierung am: 5. September 2026
Dieser Artikel wurde unter Maßgabe medizinischer Fachliteratur und wissenschaftlicher Quellen geprüft.

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Im Rahmen einer breiten Vielfalt moderner Behandlungsarten für ganz spezielle und recht häufig auftretende Erkrankungen und Beschwerden hat sich die Stoßwellentherapie (ESWT) als medizintechnisches Verfahren fest etabliert.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Stoßwellentherapie?

Stoßwellentherapie
Bei der Stoßwellentherapie werden Schalldruckwellen durch einen elektrisch betriebenen Schallkopf erzeugt und zielgerichtet auf verkalkte Organe und Organteile gelenkt.

Die Stoßwellentherapie, kurz ESWT, ist eine Behandlungsform, die fachlich exakt als extrakorporale Stoßwellentherapie bezeichnet wird. Die Stoßwellentherapie basiert auf dem Einsatz von Stoßwellen eines ausgewählten Frequenzbereiches.

Es handelt sich hauptsächlich um solche Stoßwellen, die reich an Energie sind. Aus diesem Grund gehört die Stoßwellentherapie zu den hochenergetischen Technologien. Die Stoßwellentherapie bewährt sich schon seit den 1980er Jahren. Bei der Stoßwellentherapie kommen je nach Anwendungsgebiet fokussierte oder radiale Stoßwellen zum Einsatz. Durch die gezielte Ausrichtung dieser Schallwellen auf die erkrankten Körperbereiche können gewünschte Behandlungserfolge effektiv und fast schmerzfrei erzielt werden.

Diese Voraussetzungen tragen dazu bei, dass die Stoßwellentherapie einen umfassenden medizinischen Einsatz gefunden hat und vielen Patienten Linderung verschafft.

Geschichte & Entwicklung

Die Stoßwellentherapie wurde ursprünglich in den 1960er Jahren in der Luft- und Raumfahrttechnik untersucht, als Wissenschaftler die Auswirkungen von Hochdruckwellen auf Materialien analysierten. Diese Forschung wurde später auf die Medizin übertragen, insbesondere im Bereich der Urologie.

In den 1970er Jahren begannen deutsche Forscher, darunter Wissenschaftler der Firma Dornier, mit der Entwicklung einer nicht-invasiven Methode zur Zertrümmerung von Nierensteinen durch Stoßwellen. 1980 wurde der erste Patient erfolgreich mit der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) behandelt. Dieses Verfahren revolutionierte die Behandlung von Harnsteinen und machte viele chirurgische Eingriffe überflüssig.

Die erste Behandlung eines Patienten fand am Klinikum Großhadern in München statt. Beteiligt waren die Urologen Christian Chaussy und Ferdinand Eisenberger zusammen mit dem Physiker Bernd Forssmann und dem Ingenieur Wolfgang Hepp von der Firma Dornier, die das Gerät in Friedrichshafen entwickelt hatte. Zur breiten Anwendung kam das Verfahren, als Dornier 1983 den Nachfolgetyp HM3 vorstellte. Seither hat sich die Zahl der Lithotripter weltweit vervielfacht, und in den Industrieländern wird der überwiegende Teil der Nierensteine auf diesem Weg behandelt.

In den 1990er Jahren wurde die Stoßwellentherapie auf andere medizinische Bereiche ausgeweitet. Insbesondere die orthopädische Anwendung zur Behandlung von Sehnen- und Knochenverletzungen gewann an Bedeutung. Studien untersuchten, ob fokussierte Stoßwellen die Zellregeneration anregen; erprobt wurde die Anwendung unter anderem bei Kalkschulter, Fersensporn und Tennisellenbogen.

Seit den 2000er Jahren wird die Stoßwellentherapie zunehmend auch in der Kardiologie zur Behandlung von Herzkrankheiten sowie in der Dermatologie zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Neue Technologien haben die Präzision der Behandlung verbessert und die Stoßwellentherapie zu einer wichtigen Methode in der modernen Medizin gemacht.

Einsatz & Indikation

Die Stoßwellentherapie wird eingesetzt, wenn konservative Behandlungsmethoden wie Medikamente, Physiotherapie oder Injektionen keine ausreichende Wirkung zeigen. Sie ist besonders bei orthopädischen Beschwerden, urologischen Erkrankungen und in der Kardiologie von Bedeutung.

In der Orthopädie wird die Stoßwellentherapie häufig zur Behandlung von chronischen Sehnen- und Muskelbeschwerden eingesetzt. Dazu gehören Erkrankungen wie Fersensporn, Kalkschulter, Tennisellenbogen oder Achillessehnenentzündungen. Sie wird auch zur Behandlung von schlecht heilenden Knochenbrüchen (Pseudarthrosen) verwendet, da Stoßwellen die Durchblutung und Zellregeneration anregen können.

In der Urologie wird die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) zur Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen genutzt. Sie ist notwendig, wenn die Steine zu groß sind, um auf natürlichem Weg ausgeschieden zu werden, oder starke Beschwerden verursachen.

In der Kardiologie wird die Stoßwellentherapie bei chronischen Durchblutungsstörungen des Herzens erprobt. Sie soll dort als nicht-invasive Methode die Neubildung von Blutgefäßen fördern, insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK); ein gesicherter Wirksamkeitsnachweis steht bislang aus.

Weitere Anwendungsbereiche sind die Wundheilung, die Behandlung von Erektionsstörungen durch verbesserte Durchblutung sowie der Einsatz in der Dermatologie zur Narben- und Zellulitisbehandlung. Wie gut die Wirkung belegt ist, unterscheidet sich dabei allerdings deutlich von Anwendungsgebiet zu Anwendungsgebiet. Am besten untersucht ist die Anwendung beim Fersenschmerz. Für den Tennisellenbogen kommen systematische Übersichtsarbeiten dagegen zu dem Ergebnis, dass sich kein nennenswerter Nutzen zeigen lässt, und für die Kalkschulter bleibt der Nutzen nach der derzeitigen Datenlage unsicher; bei schlecht heilenden Knochenbrüchen stützt sich der Einsatz überwiegend auf kleinere Untersuchungen. Bei Herzerkrankungen, Erektionsstörungen und in der Ästhetik gilt er bislang als experimentell.

Damit hängt auch die Kostenfrage zusammen. Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie bei Harnsteinen ist seit langem eine reguläre Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. In der Orthopädie wurde die Stoßwellentherapie beim Fersenschmerz zum Januar 2019 in den Leistungskatalog aufgenommen. Für die übrigen orthopädischen Anwendungsgebiete ist die Kostenübernahme dagegen nicht allgemein geregelt; sie wird dort vielfach als Selbstzahlerleistung abgerechnet. Wer eine Behandlung erwägt, klärt die Frage deshalb am besten vor dem ersten Termin mit der eigenen Krankenkasse.

Vorteile & Nutzen

Die Stoßwellentherapie bietet eine nicht-invasive Alternative zu operativen Eingriffen und invasiven Behandlungsmethoden. Da sie ohne Schnitte oder Nadeln auskommt, entfallen typische Risiken wie Infektionen, Narbenbildung oder längere Ausfallzeiten.

Ein wesentlicher Vorteil ist die Schmerzlinderung und Geweberegeneration, die durch die gezielte Stimulation der Selbstheilungskräfte des Körpers erreicht wird. Stoßwellen fördern die Durchblutung, regen die Zellneubildung an und unterstützen die Regeneration von Sehnen, Muskeln und Knochen. Dadurch eignet sich die Therapie besonders für Patienten mit chronischen Schmerzen, die auf herkömmliche Behandlungen nicht ausreichend ansprechen.

Ein weiterer Vorteil ist die geringe Belastung für den Patienten. Die Behandlung erfolgt ambulant, dauert je nach Anwendungsgebiet etwa 15 bis 30 Minuten und erfordert in der Regel keine Anästhesie oder Schmerzmittel. Zudem sind oft nur wenige Sitzungen notwendig, um eine spürbare Verbesserung zu erzielen.

Im Vergleich zur medikamentösen Therapie hat die Stoßwellentherapie den Vorteil, dass sie ohne systemische Nebenwirkungen auskommt. Während Schmerzmittel oder Kortisoninjektionen langfristig unerwünschte Wirkungen haben können, wirkt die Stoßwellentherapie ausschließlich örtlich am behandelten Gewebe.

Funktion, Wirkung & Ziele

Bei der Stoßwellentherapie werden Schalldruckwellen durch einen elektrisch betriebenen Schallkopf erzeugt und zielgerichtet auf verkalkte Organe und Organteile gelenkt. Diese Schalldruckwellen können in Bezug auf deren Parameter variiert werden. Dies betrifft Änderungen in deren Energiegehalt, der sogenannten Anstiegs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit und anderen Feineinstellungen.

Die Schalldruckwellen bei der Stoßwellentherapie zeichnen sich durch gleichmäßige Stoßwellen aus, die einem speziellen Rhythmus mit kontinuierlichem Pulsen folgen. Werden die Schalldruckwellen gezielt auf feste Medien gerichtet, können diese durch die Energiehaltigkeit zerstört werden. Dies erfolgt ähnlich einer Absprengung und Zerreibung. Sogar extrem feine Teilchen können auf der Grundlage der Stoßwellentherapie abgetragen werden.

Nicht nur auf der Basis der Schalldruckwellen, sondern ebenso auf der Nutzung des inversen Piezoeffektes ist die Stoßwellentherapie einsetzbar. Die Wirkung der Stoßwellentherapie beruht auf unterschiedlichen Mechanismen. Diese können sogar in einer Kombination miteinander zum gewünschten Behandlungserfolg beitragen. Neben der Reduzierung von Kalkablagerungen in Einheit mit dem natürlichen Kalkabbau durch den Organismus selbst können auch kleinste kalkige Bestandteile restlos beseitigt werden.

Eine weitere Wirkung der Stoßwellentherapie umfasst die Linderung von Schmerzen. Die Stoßwellentherapie beruht dabei auf der Beeinflussung der Zellmembranen der involvierten Nervenzellen. Dies führt dazu, dass die Weiterleitung der Schmerzimpulse zum Gehirn maßgeblich eingeschränkt ist.

Die Stoßwellentherapie ist ein modernes, effektives und wenig belastendes Verfahren, welches den Neuaufbau von Knochensubstanz anregen kann. Die außerordentlich hohe Menge an Energie, die bei der Stoßwellentherapie in die behandelten Areale einfließt, begünstigt die Neubildung gesunder Knochenzellen. Dies betrifft hauptsächlich die Osteoblasten.

Die Stoßwellentherapie wird in der Orthopädie und der Schmerzbehandlung an Weichteilen sowie der Urologie eingesetzt. Zur Zerstörung von Nierensteinen kommt dabei die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie zum Einsatz; bei schmerzhaften Beschwerden an den Ellenbogen, den Fersen und Schultern wird die extrakorporale Stoßwellentherapie angewandt.

Darüber hinaus können hartnäckige kalkhaltige Ablagerungen bei arthrotischen Erkrankungen durch die Stoßwellentherapie abgetragen werden. Die Stoßwellentherapie bewahrt somit viele Patienten vor chirurgischen Eingriffen. Chronische Wunden, Ulcus cruris und schlecht verheilende Brüche können ebenfalls mit der Stoßwellentherapie behandelt werden.


Durchführung & Ablauf

Die Stoßwellentherapie wird ambulant durchgeführt und dauert pro Sitzung etwa 15 bis 30 Minuten. Der Ablauf variiert je nach Anwendungsgebiet, folgt jedoch einem standardisierten Verfahren.

Zunächst erfolgt eine Untersuchung und Diagnose, meist durch Ultraschall oder Röntgen, um die genaue Position der zu behandelnden Stelle zu bestimmen. Danach wird ein Gel auf die Haut aufgetragen, um eine optimale Übertragung der Stoßwellen zu gewährleisten.

Die eigentliche Behandlung erfolgt mit einem Stoßwellengerät, das akustische Druckwellen erzeugt und gezielt auf das betroffene Gewebe überträgt. Dabei wird zwischen fokussierten und radialen Stoßwellen unterschieden.

  • Fokussierte Stoßwellen sind präziser und dringen tief ins Gewebe ein, z. B. zur Behandlung von Kalkablagerungen oder schlecht heilenden Knochenbrüchen.
  • Radiale Stoßwellen breiten sich oberflächlicher aus und werden häufig zur Therapie von Muskel- und Sehnenproblemen eingesetzt.

Erzeugt werden die Stoßwellen auf drei technisch unterschiedlichen Wegen: elektrohydraulisch über eine Funkenentladung unter Wasser, elektromagnetisch über eine Membran, die von einer Spule bewegt wird, oder piezoelektrisch über Kristalle, die sich unter elektrischer Spannung verformen. An den Körper angekoppelt wird der Schall über ein Gel oder ein wassergefülltes Kissen, weil er an einem Luftspalt nahezu vollständig zurückgeworfen würde.

Bei der Behandlung von Harnsteinen kommt die Ortung hinzu. Der Stein wird per Röntgen oder Ultraschall dargestellt und der Patient so gelagert, dass der Brennpunkt der Stoßwellen genau auf ihm liegt; die Lage wird während der Sitzung wiederholt überprüft und nachgeführt. Eine Vollnarkose ist dafür üblicherweise nicht nötig; je nach Empfindlichkeit wird die Sitzung mit einer Schmerzbehandlung oder einer leichten Sedierung begleitet. Da die Geräte bei jedem Impuls ein lautes Knallgeräusch erzeugen, erhält der Patient einen Gehörschutz. Die Bruchstücke des Steins gehen anschließend über die Harnwege ab, was sich über Tage bis Wochen hinziehen kann; kontrolliert wird der Erfolg per Ultraschall, und nicht selten ist mehr als eine Sitzung erforderlich.

Während der Sitzung kann ein leichtes Druck- oder Schmerzempfinden auftreten, das jedoch meist gut toleriert wird. Nach der Behandlung kann der Patient direkt nach Hause gehen und seinen Alltag normal fortsetzen. In der Regel sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von einer Woche notwendig, um eine spürbare Verbesserung zu erzielen.

Risiken & Gefahren

Da bei der Stoßwellentherapie konzentriert hohe Mengen an Energie auf die betroffenen Zonen abgegeben werden, treten lokal verschiedene unerwünschte Nebenwirkungen auf. Typischerweise kann es zu leichten bis mittelschweren Blutergüssen kommen. Diese sind örtlich begrenzt. Darüber hinaus erzeugt eine Stoßwellentherapie ein Anschwellen der Hautregionen und eine Zunahme schmerzhafter Beschwerden, die jedoch bald nach der Therapie abklingen.

Um die Schmerzen unter der Stoßwellentherapie zu reduzieren, kann eine örtliche Betäubung oder eine Narkose vorgenommen werden. In der orthopädischen Anwendung wird auf eine örtliche Betäubung heute allerdings meist verzichtet, weil sie den Behandlungserfolg beeinträchtigen kann. In mehr oder weniger großem Umfang können nach einer Stoßwellentherapie Reizungen der Haut auftreten. Diese werden insbesondere durch eine Hautrötung sichtbar.

Bei der Anwendung an den Harnwegen kommen eigene Nebenwirkungen hinzu. Nach der Sitzung ist der Urin häufig vorübergehend blutig verfärbt, weil kleine Gefäße in der Niere verletzt werden. Beim Abgang der Bruchstücke können Koliken auftreten, wie sie auch der ursprüngliche Stein verursacht hat. Legen sich mehrere Fragmente hintereinander in den Harnleiter, spricht man von einer Steinstraße; sie kann den Abfluss behindern und muss dann urologisch behandelt werden. Selten bildet sich ein Bluterguss an oder in der Niere.

Eine Stoßwellentherapie ist nicht für alle Patienten geeignet. Dieses alternative Behandlungsverfahren wird bei Menschen mit Störungen der Blutgerinnung, Entzündungen an den ausgewählten Organen und Organteilen sowie beim Vorliegen von Herzschrittmachern ausgeschlossen. Menschen in einem bestimmten Alter, in dem der Körper sich noch in der Entwicklung und im Wachstum befindet, werden ebenfalls nicht mit der Stoßwellentherapie behandelt.

Gemeint sind Kinder und Jugendliche, deren Wachstumsfugen noch offen sind; in deren Nähe wird nicht behandelt, weil die eingebrachte Energie das Knochenwachstum stören könnte. Aus einem verwandten Grund wird ein Sicherheitsabstand zu luftgefüllten Organen wie der Lunge und dem Darm eingehalten: An der Grenze zwischen Gewebe und Luft entfaltet die Stoßwelle ihre zerstörende Wirkung besonders stark.

Ausgeschlossen von der Stoßwellentherapie sind ebenso Patienten, die unter einer infizierten Pseudarthrose leiden oder Frauen, die zum gegebenen Zeitpunkt schwanger sind.

Alternativen

Wenn eine Stoßwellentherapie nicht möglich oder nicht ausreichend wirksam ist, stehen verschiedene alternative Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Schweregrad der Beschwerden und der individuellen Verträglichkeit ab.

Eine häufige Alternative ist die Physiotherapie, die gezielte Übungen zur Muskelkräftigung, Mobilisation und Schmerzlinderung umfasst. Sie kann durch manuelle Therapie, Faszienbehandlung oder Dehntechniken ergänzt werden, um die Beweglichkeit zu verbessern.

Für Patienten mit starken Schmerzen sind Injektionstherapien eine Option. Dabei werden entzündungshemmende Substanzen wie Kortison oder Hyaluronsäure direkt in das betroffene Gewebe gespritzt, um Schmerzen und Entzündungen zu lindern.

Ein weiteres Verfahren ist die Lasertherapie, die durch hochenergetisches Licht die Zellregeneration anregen und Schmerzen reduzieren kann. Sie wird oft bei Sehnenentzündungen oder schlecht heilenden Wunden eingesetzt.

Auch die Magnetfeldtherapie wird als Alternative genutzt. Sie soll die Durchblutung fördern und die Zellaktivität steigern, insbesondere bei Knochen- oder Weichteilverletzungen.

In schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, wenn konservative und nicht-invasive Methoden nicht ausreichen. Operative Verfahren werden meist bei schweren Sehnenverletzungen oder therapieresistenten Knochenbrüchen angewendet.

Bei Harnsteinen stellt sich die Frage anders. Dort konkurriert die Stoßwellentherapie nicht mit konservativen, sondern mit endoskopischen Verfahren. Kleine Steine gehen häufig von selbst ab und werden zunächst nur beobachtet und schmerztherapeutisch begleitet. Größere oder ungünstig gelegene Steine lassen sich über die natürlichen Harnwege mit einem dünnen Instrument erreichen und dort zerkleinern und bergen; sehr große Steine im Nierenbecken werden über einen kleinen Zugang durch die Flanke angegangen. Welches Verfahren in Frage kommt, richtet sich vor allem nach Größe, Lage und Zusammensetzung des Steins.

Quellen

  • Crevenna, R. (Hrsg.): Kompendium Physikalische Medizin und Rehabilitation.
    ISBN: 9783662490341
  • Reichert, B. (Hrsg.): Physikalische Therapie.
    ISBN: 9783132461673
  • Engelhardt, M. (Hrsg.): Sportverletzungen.
    ISBN: 9783437240935
  • Grifka, J., Kuster, M. (Hrsg.): Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783662716083
  • Roth, P. (Hrsg.): Konservative Orthopädie und Unfallchirurgie.
    ISBN: 9783662729328

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